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Perry Rhodan: Meister der Insel-Zyklus - Band 10: Im Bann der Scheintöter

Perry Rhodan: Meister der Insel - Zyklus

Band 10: Im Bann der Scheintöter

 

Auf ihrem Weg an die Oberfläche der Hohlwelt Horror gelangen die Terraner in eine Welt, die nach einem atomaren Konflikt völlig verwüstet wurde. In den Ruinen leben die Scheintöter, die auf die Rückkehr ihrer verschollenen Herren warten. Als die Terraner auf die Scheintöter treffen, gehen mit ihnen seltsame Veränderungen vor.

 

Die CREST durchbricht die nächste Ebene der Hohlwelt Horror und landet in einer, nach einem atomaren Krieg, zerstörten Welt.

Die einzigen überlebenden Bewohner sind das Volk der Scheintöter. Die kleinen Wesen verfügen über PSI-Gaben, wie Telepathie und Teleportation, und waren vor langer Zeit eine Symbiose mit einem Volk eingegangen, das ihnen nur noch als Herren in Erinnerung geblieben ist. Die Herren waren rein logisch, mathematisch denkende Wesen und die Scheintöter haben sie mit Emotionen versorgt. In einem verheerenden Krieg mit den Oberen sind die Herren vernichtet worden und nur die Scheintöter sind auf dieser Ebene zurückgeblieben, mit dem Willen, sich an den Oberen zu rächen.

Die Scheintöter vermuten in der Ankunft der Terraner die Rückkehr ihrer alten Herren und heften sich an sie, um ihrer Bestimmung nachzukommen, ihrem Träger glückliche Gefühle zu verleihen. Nach und nach übernehmen sie die Terraner und nur der Mausbiber Gucky, der Haluter Icho Tolot und der Epsaler Melbar Kasom können sicĥ dem Einfluss widersetzen. Gucky gelingt es, einen Kontakt zu Hajo herzustellen, einem der Scheintöter.

Gucky bekommt daraufhin die Möglichkeit, beim Rat der Weisen der Scheintöter vorzusprechen, um sie von deren ehrlichen Absichten zu überzeugen. Die Waisen allerdings spielen ein falsches Spiel. Sie beeinflussen die Terraner daraufhin mit Gefühlen wie Rachsüchtigkeit und Wut auf die Oberen. So hoffen die Scheintöter mit Hilfe der Terraner auf die nächste, letzte Ebene von Horror zu gelangen, um dort an den Oberen Vergeltung zu üben.

Clark Darlton verfasst die weiteren Erlebnisse Perry Rhodans in der Hohlwelt Horror, die wegen ihrer wüstenähnlichen Fauna von den Terranern „gelbe Ebene“ getauft wird.

Sie treffen auf das Volk der Scheintöter, das mit ihren jeweiligen Trägern eine Symbiose eingeht und wie ein Schmarotzer wirkt. Sie beeinflussen ihren Träger mit Glücksgefühlen und lässt diese in ihrem Sinne handeln. Die kleinen Wesen verüben ihre Funktion nicht aus niederen Beweggründen. Es ist ihre natürliche Funktion, deren Träger mit positiven Gefühlen zu versehen.

Eine lange Zeit gehen die Scheintöter eine Symbiose mit den Herren ein. Es entwickelt sich eine Zweckgemeinschaft, in dem beide Völker voneinander profitieren, denn die Herren sind selbst nicht in der Lage, Emotionen zu entwickeln.

Nach dem Krieg gegen die Oberen sind die Herren vernichtet und die Scheintöter bleiben in den Ruinen zurück. Sie glauben in der Ankunft der Terraner an die Rückkehr der Herren und heften sich an die Besatzungsmitglieder der CREST. Die Terraner können dem nichts entgegensetzen und nahezu alle Gefährten Rhodans und er selbst geraten in den Bann der kleinen Wesen.

Es ist vor allem Gucky, der den Scheintötern widerstehen kann und mit Unterstützung von Icho Tolot und Melbar Kasom den Kampf aufnimmt. Er kommt in Kontakt mit den Weisen, den religiösen Anführen der Scheintöter. Die sehen in den Terranern die Möglichkeit, durch den Himmel in die nächste Ebene vorzustoßen, um sich dort an den Oberen zu rächen. Bei den Oberen scheint es sich um das Volk zu handeln, dass die letzte, obere Fläche von Horror bewohnt. Die Scheintöter verehren außerdem eine Schar von Göttern, bei denen es sich wahrscheinlich um die Meister der Insel handelt.

Gucky und Melbar Kasom machen darüber hinaus eine interessante Entdeckung. Die Herren haben ein Planetarium entwickelt, in dem die Milchstraße und Andromeda abgebildet sind. Die Scheintöter wissen nichts von Planeten und dem Universum. Die Herren allerdings waren über die Weiten des Weltraums augenscheinlich informiert zu sein. Ein Zusammenhang zwischen den Herren, den Meistern der Insel und vielleicht sogar dem Transmitternetz ist bis jetzt noch nicht zu erkennen.

Im Mittelpunkt der Handlung steht der Mausbiber Gucky, der sein Potenzial voll entfalten kann. Nur er kann den telepathischen Kontakt zu den Scheintötern herstellen und der Fähigkeit zu Teleportieren selbst etwas entgegensetzen. Clark Darlton alias Walter Ernsting ist der Erfinder Guckys und er bringt seine Kreation gut zur Geltung. Er legt ein flott geschriebenes Abenteuer vor, das keine Längen aufweist. Der Humor kommt dabei nicht zu kurz und weiß auch heute noch zu gefallen. In dem kleinen Scheintöter Hajo findet der Mausbiber ein gutes Pendat, das bis zur letzten Seite zu unterhalten weiß.

Icho Tolot und Melbar Kasom erhalten ausreichend Screentime, sodass sich der Leser etwas mit ihnen beschäftigen kann. Kasom ist bis dahin als Leibwächter von Rhodans Ehefrau Mory in Erscheinung getreten, und nun darf er seine Fähigkeiten zeigen, wenn er sich oder seine Gefährten mit einem Handstrich von den Scheintötern befreit.

An Bord befindet sich eine Vielzahl an Rhodans Gefährten, von denen nicht immer alle in einem Roman untergebracht werden können. In den vergangenen Romanen hatten viele Figuren nur Kurzauftritte, wahrscheinlich auch, um dem Leser zu signalisieren, dass sie noch da sind. Ernsting wählt einen anderen Weg und richtet den Blick auf einzelne, handelnde Personen und das tut dem Roman sichtlich gut.

 

Perry Rhodan: Meister der Insel - Zyklus
Band 10: Im Bann der Scheintöter
Band 209 der Serie Perry Rhodan
Autor: Clark Darlton
Erscheinungsdatum: 02.09.1965
Preis: 0,80 DM

 

03/2026

Kommentare  

#1 Andy 2026-04-12 10:47
Die wohl älteste, deutsche SF Serie, oder? Mich wundert, dass bis jetzt noch niemand einen Film daraus gemacht hat. ich habe mal gegoogelt und einen Film mit dem Titel Sos im Weltall oder so gefunden. Dann habe ich bei Amazon die Kritiken gelesen, die waren ja nicht gerade erbauend.
#2 matthias 2026-04-12 12:24
PERRY RHODAN ist bei weitem nicht die älteste deutsche SF Serie, wohl aber die am längsten regelmäßig erscheinende.
SF Serien gab es schon vor '45
Und dann noch die SF Reihen ...
#3 Andy 2026-04-12 13:05
Na gut, danke für den Hinweis, das war mir nicht bekannt, weil ich ansonsten mit Heftromanen wenig zu tun habe. :-*
#4 Torsten Pech 2026-04-13 09:35
zitiere Andy:
Die wohl älteste, deutsche SF Serie, oder? Mich wundert, dass bis jetzt noch niemand einen Film daraus gemacht hat. ich habe mal gegoogelt und einen Film mit dem Titel Sos im Weltall oder so gefunden. Dann habe ich bei Amazon die Kritiken gelesen, die waren ja nicht gerade erbauend.


Ach ja, der PR-Film. Den verdränge ich immer wieder gern. Als ich in den 80ern PR für mich entdeckte, sah ich mir den Film im Kino in einer Sondervorstellung mit zwei Freunden an. Ich schwärmte ihnen von Rhodan vor und kann mich noch gut an die bissigen Kommentare nach der Vorstellung erinnern (Geldverschwendung, so ein Mist ...) :)

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