In brightest day, in blackest night - Teil 138: The tale of the Green Lantern
In brightest day, in blackest night
Teil 138: The tale of the Green Lantern
In den Jahren 1986 bis 1990 werden in der Reihe Secret Origins die Herkunftsgeschichten der Helden neu erzählt und an die Post-Crisis-Continuity angepasst. Die Crisis on infinite Earth ist ein Versuch, Widersprüche und Folgefehler aufzulösen und die verschiedenen Handlungsstränge in einem geordneten Universum zusammezuführen. Hierbei werden die Origins einiger Helden umgeschrieben oder an die Neuausrichtungen angepasst.
Hal Jordan und Guy Gardner haben bereits ihre Geschichten in dieser Reihe erhalten und nun nehmen sich Roy Thomas und George Freeman die originale Green Lantern Alan Scott vor.
Die Änderungen an Jordan und Scott sind allenfalls minimal, und auch das von Alan Scott in der Green-Lantern-Serie geschilderte Origin wird inhaltsgleich übernommen. Die beiden erzählen die Ereignisse aus All American Comics 16 bis 18 aus dem Jahr 1940 neu und greifen deren wichtigsten Elemente auf. Bemerkenswert ist hierbei, dass die Autoren der Gegenwart die vergangenen Ereignisse um Alan Scott aus dem Jahr 1940 nicht einfach außer Kraft setzen. Sie reichern die alten Geschichten um zusätzliche Informationen an und so gelingt es ihnen, Alan Scott in die Mythologie des Green Lantern Corps einzuweben.
Die Geschichte im vorliegenden Band besteht aus zwei Teilen. Zum einen wird das Origin Alan Scotts erzählt. Die Green Flame gelangt im alten China auf die Erde und wird dort von Chung zu einer Laterne verarbeitet. Der Green-Lantern-Leser weiß, dass die Grüne Flamme ein Teil des Starhearts ist. Darin haben die Guardians die magischen Elemente des Universums zusammengezogen, um zunächst mit den Manhuntern und später dem Green Lantern Corps, für Ordnung sorgen zu können.
In den 40er Jahren gelangt die Laterne an den Ingenieur Alan Scott. Bei einer Testfahrt mit einem neuen Zug kommt es zu einem Unfall, in dem die Laterne aus einer Kiste in einem Waggon fällt und Alan zum Träger erwählt. Fortan wird er als Green Lantern auf der Erde für Ordnung sorgen. In seinem ersten Fall kommt er einem Kindesentführer auf die Spur und kann seine neuen Kräfte erstmals einsetzen.
Alan Scott erlebt in den 40ern seine Abenteuer als Green Lantern bis die Serie nach einigen Jahren eingestellt wird. Im Zuge des Silver Age wird die Rolle mit Hal Jordan neu besetzt und mit dem Hintergrund des Green Lantern Corps erhält der Charakter eine völlig neue Ausrichtung.
Alan Scott gerät zunächst in Vergessenheit, so wie die anderen Helden der 40er Jahre auch. DC führen die alten Inkarnationen der Charaktere in den späteren Jahren wieder ein und lassen sie in Parallelwelten ihre Abenteuer bestehen. Das ermöglicht den Autoren, Geschichten mit unterschiedlichen Origins, befreit vom Ballast der regulären Continuity zu erzählen.
Es kommt zu Crossovern der Helden des Golden und Silver Age und das Multiversum ist geboren. Dieser Kniff macht es möglich, diese Storys trotzdem mit dem DC Universe zu verbinden. So entstehen Geschichten, in denen sich die Helden der unterschiedlichen Realitäten besuchen und gemeinsame Abenteuer bestehen.
Mit den Jahren nimmt die Komplexität zu. Auf Erde eins, zwei, usw. sind die Handlungsfäden derart verworren, dass es permanent zu Widersprüchen kommt. Kaum ein Autor ist in der Lage, die komplexen Dynamiken der Charaktere auf dem Schirm zu haben.
Im Jahr 1986 erscheint die Miniserie Crisis on infinite Earth, in der alle Realitäten zu einem Universum verschmelzen. Das hat zur Folge, dass es zu neuen Unklarheiten und Widersprüchen in den Origins kommt.
Roy Thomas und George Freeman kreieren daraufhin die Reihe Secret Origins, in der die Herkunftsgeschichten der bekannten Charaktere auf Post-Crisis-Continuity gebracht werden. Es ist auffällig, dass es bei den Green Lanterns kaum Änderungen gegeben hat. Überhaupt wird es in den folgenden Jahren immer wieder zu Eventserien kommen, in denen die Handlung auf null zurückgesetzt wird. Diese Änderungen werden auf Green Lantern verhältnismäßig wenig Einfluss haben und das zeigt, wie gut diese Geschichten aufeinander abgestimmt sind.
04/2026



