In brightest day, in blackest night - Teil 124: Five Billion Years
In brightest day, in blackest night
Teil 124: Five Billion Years
Die Crisis on infinite Earth ist beendet und die Guardians und das Green Lantern Corps haben hohe Verluste zu beklagen.
Die Guardians senden die Green Lanterns aus, um ein paar Aufträge zu erledigen. Arisia und Salakk gehen auf die Jagd nach den Schurken, die sich in der Krise Guy Gardner angeschlossen hatten.
John Stewart und Katma Tui werden auf die Heimatwelt der Guardians beordert, nach Maltus. Ihr Auftrag besteht darin, den menschlich gewordenen ehemaligen Guardian Apa Ali Apsa nach Oa zu holen. Der ziert sich zunächst, willigt aber ein, als er die Zusammenhänge zu verstehen beginnt, die die Green Lanterns noch nicht ahnen können.
Hal Jordan wird von den Guardians wieder zur Green Lantern von Sektor 2814 ernannt. Sein erster Auftrag besteht darin, nach Zamaron zu gehen. Star Saphire hat sich derweil mit Guy Gardner verbündet, um Hal Jordan zu besiegen. Hal gewinnt den Kampf und nimmt die beiden mit nach Oa.
Auf dem Rückweg entbrennt ein Kampf mit den Waffenmeistern von Qward, die Sinestro heimlich aus einer der Sciencells orchestriert. Der Angriff kann abgewehrt werden und daraufhin dringen die Zamarons auf Oa ein. Es kommt allerdings nicht zum Kampf, denn die Guardians offenbaren ein überraschendes Geheimnis.
Guardians und Zamarons entstammen dem gleichen Volk von Maltus. Nun vereinen sich beide Völker und verlassen das Universum. Das Green Lantern Corps ist auf sich gestellt.
Green Lantern erreicht die Nummer 200 und Steve Englehart und Joe Staton legen eine außergewöhnliche Story vor, die einen neuen Status Quo setzen wird. Engelhardt arbeitete in den letzten 12 Ausgaben auf diese Storyline hin. In den Geschichten entlang der Crisis setzt er bereits zum großen Schlag an und erzählt eine epische Geschichte, wie sie in Green Lantern bis dahin nicht erzählt worden ist.
Er holt all die Elemente zurück die ein wesentlicher Bestandteil des Green Lantern Myth sind: Die Guardians, das Corps, Oa, Star Saphire, John Stewart, Guy Gardner und Vieles mehr. Er webt einzelne Ereignisse zum Teil lange zurückliegender Geschehnisse aus der Anfangszeit der Serie in die Handlung ein und schafft ein einzigartiges Epos. Man könnte glauben, Englehart und Staton hätte ihr Pulver mit den Crisis-Ausgaben verschossen, aber nun holen die beiden zum finalen Schlag aus. Der Leser erlebt Sinestro, der die Waffenmeister von Qward auf das Corps stürmen lässt und die Zamarons, die auf Oa einfallen.
Die größte Überraschung besteht wahrscheinlich darin, dass die Leser nun erfahren, dass Guardians und Zamarons ein Volk sind. Sie sind die Bewohner von Maltus. Die Männer verließen vor 5 Milliarden Jahren Maltus und wurden zu den Guardians. Sie wollten das Unrecht von Krona gutmachen und beschützten das Universum durch die Gründung der Manhunter und später des Green Lantern Corps. Die Frauen verließen ebenfalls Maltus und ließen sich auf Zamaron nieder.
Nun nach 5 Milliarden Jahren erkennen die Guardians, dass ihre Zeit abgelaufen ist. Die Crisis offenbart, dass sie ihren Aufgaben nicht mehr gerecht werden können. Nur 21 der 36 Guardians haben überlebt und über 800 Green Lanterns sind in den Kämpfen gefallen. Sie werden sich mit den Zamarons aus diesem Universum zurückziehen und planen, sich nach Ablauf der nächsten 5 Milliarden Jahre in eine neue Rasse zu entwickeln, die den Schutz des Universums wieder übernehmen kann.
Ein einzelner ehemaliger Guardian wird den Green Lanterns zur Unterstützung zurückbleiben. Apa Ali Apsa war vor einiger Zeit mit Hal Jordan und Oliver Queen auf der Erde unterwegs, um die Menschen besser kennenzulernen. Die menschlichen Schicksale berühren ihn dermaßen, dass er seine eigene Menschlichkeit zurückerhält und damit wieder sterblich wird. Er wird aber nicht auf Oa leben, sondern auf Maltus.
Die Central Battery wird erhalten bleiben und den Green Lanterns weiterhin als Energiequelle dienen. Ebenso bleiben die Sciencells in Betrieb, in denen die Schurken gefangen gehalten bleiben, die von den Green Lanterns überwältigt worden sind.
Guy Gardner wird Apa Ali Apsa nach Maltus begleiten um zu lernen, wie man sich als eine wahre Green Lantern verhält. Er hält sich für die einzig wahre Green Lantern und sieht auch kein Vergehen darin, dass er während der Crisis gemeinsame Sache mit den Schurken gemacht hat, denn ein Guardian hatte ihm den Auftrag dazu erteilt.
Die Guardians machen den verbliebenen Green Lanterns keine Vorgaben, wie sie sich selbst organisieren sollen. John und Hal können beide ihre Ringe behalten und Sektor 2814 beschützen. Die Erde ist ein derart wichtiger Planet, dass dort mehrere Green Lanterns stationiert sein können.
Seit Anbeginn dieser Serie ist Hal Jordan der titelgebende Held von Green Lantern. Bereits in den ersten Ausgaben wurde das Green Lantern Corps eingeführt und es war klar, dass Hal einer von 3600 Ringträgern ist. In den letzten Ausgaben wurde dem durch die Sub-Serie Tales of the Green Lantern Corps immer mehr Rechnung getragen. Nun wird diesem Konzept noch mehr Raum gegeben. Fortan wird es drei Green Lanterns von der Erde geben und das Corps wird in jeder Ausgabe mitspielen. Die Veränderungen sind schon im Titel sichtbar. Mit der Nummer 201 wird die Serie ein weiteres Mal umbenannt. Nach „Green Lantern“ und „Green Lantern/ Green Arrow“ wird die Serie nun „The Green Lantern Corps“ heißen.
Joe Staton gelingt es ein weiteres Mal, seine zeichnerische Leistung zu steigern. Unterstützt wird er in der Nummer 199 von Inker Mark Farmer, der einen tollen Einstand hinlegt. Stamminker Bruce Patterson scheint nicht genug Zeit zu haben, denn er ist damit beschäftigt, die Nummer 200 zu tuschen, die einen doppelten Umfang hat. Die epischen Schlachtszenen und die Momente auf Oa sind großartig. Vor allem Joe Staton kann sein Talent unter Beweis stellen, indem er die illustren Corpsmitglieder und ihre Gegner sehr versiert zu Papier bringt.
11/2025



