Verstorben: John Barry (77)

John barry (2006) Der am 3. November 1933 als John Barry Prendergast in York geborene Filmkomponist und Arrangeur John Barry ist im Alter von 77 in New York (so die BBC) an einem Herzinfarkt gestorben.

Nach Schule und einer Jazz Band kam er zum Film. 1959 erste Filmmusik für Beat Girl. Den Durchbruch brachte Bond und das Arrangement des Titelthemas für Dr. No. Über seinen Einstieg und das Arrangement des Bond-Titelthemas gibt es Spekulationen und Streit. Fakt aber ist, dass Barry zu einem der erfolgreichsten britischen Filmmusikkomponisten wurde.


Zu seinen großen Erfolgen zählen die Bonds From Russia with Love, Goldfinger,  Thunderball, You Only Live Twice, On Her Majesty's Service, Diamonds Are Forever, The Man With The Golden Gun und Moonraker. Dazu  unter anderem Midnight Cowboy, Robin and Marian, King Kong, Starcrash, Peggy Sue Got Married und Howard The Duck . Für den Song und die Musik zu Born Free und für die Musik von The Lion in Winter, Out of Africa, und Dances with Wolves wurde er mit dem OSCAR ausgezeichnet. Zu seinen Auszeichnungen gehören auch vier GRAMMYS, der BAFTA und der GOLDEN GLOBE.

Seine letzte Filmmusik war 2001 für Enigma.

Don Black, der oft die Texte zu Barry Filmsongs schrieb, sagte: "The thing about John that I will always remember was he never changed. He was very much the Yorkshireman, whether he was in Beverly Hills or Manhattan."

Sir Tim Rice sagte: "Film seemed to bring out the very best in him. He was able to catch the mood of a scene or a whole film by the genius of orchestration with fairly conventional instruments".

"I am profoundly saddened by the news but profoundly thankful for everything he did for music and for me personally", sagte der alktuelle Bond-Komponist David Arnold.

Bild: John Barry (2006) aus der Wikipedia 

Kommentare  

#1 c.r.hays 2011-02-01 00:07
Ein großer Verlust.
Er war einer der wahren Meister.

P.S.: Wenn ich böse wäre, würde ich sagen, er hatte sich zu sehr über den aktuellen Bond-Darsteller geärgert. Aber ich bin ja nicht böse...
#2 Andrew P. Wolz 2011-02-01 01:37
... und wenn ich jetzt böse wäre, würde ich sagen, dass Craig als Bond seit über 5 Jahren feststeht. Da kam der Ärger aber ganz schön spät ...
#3 Friedhelm 2011-02-01 22:45
Ich habe die Soundtracks von John Barry geliebt und bin in den Siebzigern tatsächlich mit einem Kassettenrecorder ins Kino geschlichen, weil ich den Soundtrack von "King Kong/1976" so toll fand.
Wenige Wochen später lief bei uns der Lazenby-Bond (fand ich so schlecht gar nicht..), und da habe ich es wieder gemacht.

Ich war dann später eifriger Soundtracksammler, und natürlich waren "King Kong" und der "Lazenby..." auch dabei.
Ich hatte sogar eine Auslandspressung (damals vom LP-Shop Holger Winnig,in Hamburg)vom Bruce Lee-Schnipselmovie "Game of Death"(saublöder deutscher Titel: "Mein letzter Kampf")

Von all jenen die für Bond den Sountrack nach Barry abgeliefert gefällt mir nur noch David Arnold. Aber der ist ja selber Fan des Komponisten und arrangiert ja auch gerne wie der Verstorbene.

Mr. Barry hat sich damals aus der Serie verabschiedet, weil er das ewig gleich Schema hasste.

A
#4 c.r.hays 2011-02-02 13:00
Ja, David Arnold ist ein würdiger Nachfolger von John Barry bei den Bond-Filmen.

Die Musik ist jedoch das einzige, was den wahren Bond-Fan heutzutage noch erfreut...
#5 Andrew P. Wolz 2011-02-02 13:20
c.r.hays, warum musst du eigentlich von dir immer gleich auf die ganze Welt schließen? Dummerweise sind jede Menge Bond-Fans nämlich mit D.C. mehr als zufrieden. Aber bitte, ich liefere dir gerne eine Vorlage: Mit einer Antwort auf diesen Kommentar hast du die Möglichkeit, zum x-ten Mal kundzutun, dass du Daniel Craig nicht magst. Nur zu!
#6 Friedhelm 2011-02-02 15:01
Ein bisserl hat er aber recht, der c. r. hays. Heute unterscheidet sich Mr. Bond eigentlich kaum von solchen Actionhelden wie John McClane oder anderen.
Aber das ist hier ja erstmal Nebensache, es geht um den verstorbenen Hauskomponisten J.B.

Damit hat sich nach dem superben Jerry Goldsmith schon wieder einer der ganz Grossen verabschiedet.
Während man aber für Goldsmith wohl nie einen adäquaten Nachfolger finden wird, leben die Barrys Score ja praktisch durch David Arnold ein wenig weiter.
#7 c.r.hays 2011-02-02 20:48
Eben, früher war Bond etwas besonderes. Die Filme waren einfach unverwechselbar.

Bond hatte einen eigenen Stil, den sonst niemand anders hatte.

Dir Craig-Filme sind x-beliebige Massenware. Held und Story sind jederzeit austauschbar mit anderem Mittelmaß.

Craig ist kein Bond und wird es nie werden!

P.S.: Daß David Arnold ein würiger Barry-Nachfolger ist, habe ich ja bereits erwähnt.
#8 Andrew P. Wolz 2011-02-02 23:42
Ach ja, wie schön, c.r.hays kann es halt nicht lassen. Ein paar Argumente wären ja ganz nett, nicht immer nur dieses sinnlose Craig-Bashing, aber na ja, gönnen wir ihm den Spaß.

John Barry hatte sich ja so ziemlich schon in Rente begeben, während Goldsmith noch sehr aktiv war. Insofern war der Verlust für die Filmwelt bei Goldsmith größer. Ich kann auch nicht sagen, dass ich der Meinung bin, dass Barry in Arnold weiterlebt. Der späte Barry hat fast komplett andere Musik gemacht als Arnold sie macht.
#9 Friedhelm 2011-02-03 00:39
Da hast Du selbstverfreilich auch recht, A.P. Wolz, was den späten Barry betrifft.
Ich habe aber auch in erster Linie Arnolds Bondscores gemeint, die ja zumindest von Barry inspiriert waren.

John Barry hat sich durch seine späteren Arbeiten ja auch bewusst von seiner Zeit als Bond-Hauskomponist distanzieren wollen.

Aber ich finde schon, dass sein Tod einen grossen Verlust darstellt, auch, wenn von er sich bereits zu Lebzeiten verabschiedet hat.
#10 c.r.hays 2011-02-07 00:23
Guten Morgen, Herr Mubarak! (Insider-Gag!)

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