Ronco Tagebücher 54: Gerechtigkeit hat ihren Preis
Ronco Tagebücher 54: Gerechtigkeit hat ihren Preis
Ronco verschlägt es in das kleine Kaff Croton Springs. Dort trifft er unverhofft auf Mahon Tabor, einen der wahren Urheber des Massakers am Halcon Canyon, für das er verantwortlich gemacht wird. Tabor ist mittlerweile nicht mehr Armeeangehöriger und hat seinen Dienst als Zahlmeister von Fort Calhoun hinter sich gelassen.
Der ehemalige Scout versucht, den Waffenschieber zur Rede zu stellen, wird aber von einem Komplizen Tabors überwältigt und Marshal Webb übergeben.
Tabor hat sich mit ein paar Männern zusammengetan, deren Anführer der rauhbeinige Chuck Connel ist. Die beiden planen einen Zug zu überfallen, der für eine Nacht in Croton Springs abgestellt ist. In einem der Waggons befindet sich eine Ladung Waffen, die für die Armee bestimmt ist. Die beiden fassen den Plan, Ronco als Schuldigen für den Plan hinzustellen.
Marshal Webb erkennt Ronco sofort von den Steckbriefen und wird von Talbor bestochen, Ronco erst am folgenden Tag zum nächsten Fort zu bringen, um dort die Prämie einzustreichen. Eine verfrühte Auslieferung Roncos würde dazu führen, dass er nicht mehr als Schuldiger für den Überfall taugt.
Darüber hinaus erzählt Chuck Connel im Ort herum, dass sich der Schuldige an den Ereignissen am Halcon Canyon im Gefängnis befinden würde. Daraufhin entsteht eine muntere Dynamik unter den verschiedenen Interessengruppen, die an Ronco interessiert sind.
Im Zuge der Ereignisse kann Ronco Whisper, einem Mitgefangenen zur Flucht verhelfen. Auf der Suche nach Geld für Alkohol nimmt er eine kleine Arbeit bei der Eisenbahn an und kann zusammen mit Ronco, nach dessen Flucht, den Raub der Waffenladung verhindern. Whisper wird bei den Kämpfen schwer verletzt und Mahon Tabor kann entkommen.
Jim Elliot verfasst die weiteren Abenteuer des ehemaligen Scouts Ronco und lässt ihn in einer kleinen Stadt auf Mahon Tabor treffen.
Tabor war zur Zeit Roncos Tätigkeit als Scout der Zahlmeister von Fort Calhoun. Tabor ist mittlerweile nicht mehr Angehöriger der Armee und arbeitet in dem Geschäft weiter, von dem er was zu versteht: Dem Handel mit Waffen.
Ronco ist nun vollends davon überzeugt, dass Tabor neben McFly der zweite Offizier im Fort war, der geheime Sache mit den Waffenhändlern machte, die Gewehre an die Indianer liefern. Nun bietet sich Ronco die Möglichkeit, seine Unschuld zu beweisen. Zu energisch tritt er auf Tabor zu und hält ihm seinen Revolver unter die Nase, was zur Folge hat, dass Ronco im Gefängnis landet.
Am Ende entkommt Tabor, doch Ronco wird die Verfolgung aufnehmen.
Elliot legt einen flüssigen und spannenden Roman vor. Ronco ist zunächst zur Passivität verdammt, als er im Gefängnis einsitzt. Draußen spitzen sich die Ereignisse zu und die Schlinge um Roncos Hals zieht sich immer enger. Das ist spannend geschrieben und arbeitet auf das bleihaltige Finale hin, wenn Ronco auf Talbor und seine Leute trifft.
Ronco ist eine der großen klassischen Westernserien, die bisher nicht neu aufgelegt worden ist. Im Blitzverlag erscheinen die Jugendabenteuer, die in dieser Artikelserie beschrieben sind. Die Texte wurden für diese Ausgabe von Dietmar Kuegler überarbeitet. Die letzten Ausgaben sind von Alfred Wallon verfasst, der die alte Ronco-Serie mit vier Taschenbüchern abschließt. Ronco wurde seinerzeit mit der Nummer 493 mit noch nicht abgeschlossenen Handlungsfäden eingestellt. Zwischen den Taschenbuchausgaben 30 und 31 klafft daher eine Lücke, nämlich die 433 Hefte der Ronco-Serie; die 60 Jugendabenteuer herausgerechnet.
Nun ist es soweit. Der Bastei Verlag wird Ronco ab dem 18.10.2025 als Heftromanserie neu auflegen. Die Serie startet mit der originalen Nummer 1 und es scheint, dass der Verlag die Serie chronologisch veröffentlichten will. Dietmar Kuegler hat die Serie irgendwo um die Nummer 16 herum übernommen, und so wird sich der Leser zu Beginn auf einige schwache Romane einstellen müssen.
Es ist nicht bekannt, ob es vielleicht mal Überlegungen gab, Ronco erst ab den Kuegler-Ausgaben zu veröffentlichen. Überhaupt ist es nicht einfach, es allen Lesern recht zu machen. Der eine möchte unbearbeitete Originalromane, der andere präferiert überarbeitete Texte. Schon jetzt entstehen in den sozialen Medien Diskussionen über wegretuschierte Zigaretten auf den Covern, die mitunter recht skurril wirken. Es werden aller Voraussicht nach nicht alle Romane der Serie erscheinen können, da die Rechte an den Geschichten nicht geklärt sind. Bastei versichert, dass der überwiegende Anteil der Romane erscheint. Um die Rechte der noch fehlenden Ausgaben will man sich kümmern, ggf. werden Überleitungen geschrieben, um die Geschichten sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Es gibt noch keine Informationen über etwaige Eingriffe in den Text.
08/2025