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tombstone epitaph dez 2023

logo westernvorschauTombstone Epitaph

Diese Vorschau informiert über Westernromanserien, die im Zeitraum 02.12.2023 bis 30.12.2023 beim Bastei Verlag erscheinen.

 

 

 

Veröffentlichungen vom 02.12.2023

G.F. Unger 2248
Scout-Ehre

Als wir den Kanaskaberry Creek erreichten, dessen Ränder von roten Beerensträuchern gesäumt wurden, führte ich die Eskorte ohne besondere Vorsicht oder gar Sorge zur Furt hinunter.
Der Creek war flach, breit und sandig. Als wir mit der Kutsche mitten in der Furt waren, saßen wir in der Falle. Das war mir sofort klar, als die Indianer vor uns auf­tauchten und sich zum selben Zeitpunkt welche auch hinter uns zeigten. Wir hätten nur noch creekaufwärts oder ‑abwärts flüchten können. Doch da wären wir bald schon in den tückischen Treibsand geraten. Ja, wir saßen in der Falle. Doch ich vermochte es noch nicht zu glauben, denn ich erkannte War Cloud, was ja so viel wie Kriegswolke heißt.
Und War Cloud war mein Freund ...

Western-Bestseller 2649
Red Valley Queen
G. F. Unger

Sie tauchen auch diesmal ganz plötzlich auf. Wie schemenhafte Gespenster aus den Morgennebeln, die im Red Valley fast immer aufsteigen, wenn die Sterne ihren Glanz verlieren und es noch keine Farben gibt. John Morgan tritt aus seinem Ranchhaus auf die Veranda. Er ist noch nicht angekleidet, trägt nur sein rotes Unterzeug, Stiefel an den nackten Füßen und um die Hüften den Waffengurt mit dem schweren Colt. Die Apachen halten bei den Corrals, wo sich auch dicht beim Brunnen und der großen Pumpe die Wassertröge befinden.
Carlos aber kommt herübergeritten, und er kommt nicht allein. John Morgan betrachtet staunend die Frau. Sie wirkt zerzaust. Ihr Kleid ist arg mitgenommen. Da sie in einem Männersattel sitzt, ist ihr das Kleid weit hinaufgerutscht und gibt ihre Beine frei. Ihr rotes Haar ist aufgelöst und fällt ihr über die Schultern. Doch so zerzaust und mitgenommen sie auch aussieht, sie sitzt stolz im Sattel. Ihr Blick ist gerade und fest. Jetzt liegt dieser Blick prüfend auf John Morgan. Nein, es ist kein Bitten oder gar angstvolles Betteln in diesem Blick. Er ist nur prüfend, so als wollte sie von ihm wissen: Na, was bist du für ein Mann? Taugst du was und traust du dich? Oder lebst du hier in diesem Tal auf deiner Ranch nur von Carlos' Gnaden?
Ja, er spürt irgendwie instinktiv, dass ihr Blick ihm diese Frage stellt, und gleichzeitig beginnt er zu ahnen, dass es in seinem Leben noch nie etwas gab, was schicksalhafter für ihn war als die Begegnung mit dieser Frau an diesem nebligen Morgen ...

G.F. Unger Sonder-Edition 282
Prairie City

Mit einer kleinen Rinderherde kommt Kirby Satterlee nach Prairie City, weil er für sich und seinen mutterlosen Sohn eine neue Heimat sucht. Aber in der Stadt regiert der Teufel. Hass, Ausbeutung und Gewalttat sind an der Tagesordnung. Kirby will weiterziehen, aber dann sagt er sich, dass er, um nicht mehr töten zu müssen, der Auseinandersetzung schon zu lange ausgewichen ist. Also beschließt er zu bleiben und zu kämpfen. Es ist ein Entschluss, der einer gedemütigten und grausam unterdrückten Stadt die heißersehnte Befreiung bringen wird...

Jack Slade Sammelband 1330

Erleben Sie mit "Jack Slade" die heißesten Western des Lassiter-Autors in einem packenden 3er-Sammelband. Die Serie nimmt Sie mit auf eine wilde Reise durch den amerikanischen Westen, begleitet von starken Helden und mutigen Frauen, die gegen alle Widrigkeiten kämpfen. Jack Slade selbst ist ein origineller und vielschichtiger Charakter, der sich nicht auf eine bestimmte Epoche oder Figur beschränkt. Seine Geschichten sind voller Leidenschaft, Abenteuer und Action. Mit monatlicher Erscheinungsweise können Sie immer wieder in eine Welt voller Spannung und Faszination eintauchen. Entdecken Sie jetzt die legendären Western des Jack Slade!

Lassiter 2681
Todesfahrt nach Old Man's Hill
Michael Schauer

"Du machst einen nachdenklichen Eindruck heute Abend", sagte Ambrose Dyke und reichte Carson Delando die Whiskyflasche. "Ich habe nur noch einmal über unseren Plan für morgen nachgedacht", erwiderte Delando und nahm einen kräftigen Schluck. Warm rann der Schnaps seine Kehle herunter.
Ambrose zwinkerte ihm zu. "Keine Sorge, Boss, es wird alles glattlaufen. Wie immer."
"Schätze, du hast recht."Delandos Blick glitt über die fünf Outlaws, deren Anführer er war. Das Lagerfeuer warf zuckende Schatten auf ihre Gesichter. Ihre Stimmung war ausgelassen, denn sie erwarteten reiche Beute. Er allein wusste, dass es morgen nicht wie immer laufen würde.

Lassiter - Dritte Auflage 1833
Gefesselt und gefährlich
Jack Slade

Steckbriefe sagen etwas anderes: 10.000 Dollar sind auf die Ergreifung der dunkelhaarigen Schönen ausgesetzt - für den Mord an einem hohen Regierungsbeamten. So ziemlich alle Kopfgeldjäger des Westens jagen hinter ihr her, doch bislang ist es ihr immer gelungen, ihren Häschern zu entkommen.
Im Dakota-Gebiet, im wilden Niemandsland, schnappt dann unerwartet die Falle zu - Indianer-Rebellen nehmen die vermeintliche Mörderin gefangen. Es sieht nun ganz danach aus, als hätte Donna Molinari keinen einzigen Freund auf der Welt. Keinen einzigen ... außer Lassiter!

Tom Prox 136
Das Geheimnis der Nebelberge
Gordon Kenneth

Die Nebelberge - eine Gebirgsregion mit höchsten Berggipfeln, mit idyllischen Wasserläufen und herrlichen Wäldern. Ein Paradies geradezu. Allerdings nicht für gestresste Großstädter und Erlebnisreisende, sondern für ein Klientel, das für die Schönheiten dieser Landschaft wohl kaum ein Auge haben dürfte. Nur die übelsten Halsabschneider sind es, die in diesem Labyrinth aus unzähligen großen, kleinen und kleinsten Schluchten, in der selbst geübte Westmänner schnell die Orientierung verlieren können, Unterschlupf finden.
Cora Laudon, die ungekrönte Königin der Nebelberge, bietet allen Gangstern und Gaunern, die ihre Herrschaft anerkennen, hier eine Zuflucht, die selbst für die besten Polizei-Kräfte der Staaten bisher unauffindbar scheint. Auch Tom Prox, Captain der berühmten Ghostsquad, und seine Männer tappen anfangs buchstäblich im Dunkeln ...

Wildwest-Roman – Unsterbliche Helden 32
Wenn die Teufelskerle kommen ...
Frank Callahan

»Wir werden nicht eher ruhen, bis sie am Galgen hängen!«
So lautete der Schwur der vier Teufelskerle, als sie in dem kleinen Tal ihre ermordeten Cowboys gefunden hatten. Brutal und heimtückisch waren diese Männer von Viehdieben niedergeschossen worden. Aber die Mörder konnten nicht ahnen, dass sie vier ganz besondere Männer gereizt hatten: die Teufelskerle! Und jetzt ging es zur Sache! Vier harte Männer begaben sich wieder einmal auf einen mörderischen Trail ...

Winchester Sammelband 1203

Bereit für ein Abenteuer im Wilden Westen? Dann ist die Romanheftserie "Winchester" genau das Richtige für Sie! Tauchen Sie ein in die Welt der Cowboys, Sheriffs und Desperados und erleben Sie hautnah die Abenteuer von Männern, die härter sind als der Tod. Die Männer in dieser Serie sind hartgesotten und wissen, dass jeder Tag ihr letzter sein könnte. Sie sind schnell am Abzug und kämpfen um ihr Leben und das Recht, das Land zu beherrschen. Im Zentrum der Serie steht das legendäre Winchester-Gewehr, das für viele Helden des Westens unverzichtbar ist.

Winchester 848
Die Bestie von Washaki
Kolja van Horn

"Was hast du denn, Billy?" Das junge Mädchen streichelte den Hals ihres Ponys und sah sich ängstlich um. Billy schnaubte und blähte die Nüstern. Es war offensichtlich, dass das Tier etwas gewittert hatte, aber Georgina hörte nur den Wind in den Bäumen. "Na gut", flüsterte sie und spürte, wie sich ein Kloß in ihrem Hals bildete. "Dann reiten wir schnell zurück nach Hause."
Sie zog die Zügel an, und Billy war nur zu bereit, ihrem Befehl Folge zu leisten. Das Pony drehte sich so schnell um seine eigene Achse, dass Georgina fast aus dem Sattel gerutscht wäre. "Ruhig, mein Guter!", rief sie, doch das sonst so gehorsame Pferd ließ sich nur mühsam im Zaum halten. Knackende Äste links von ihr im Unterholz ließen sie herumfahren.


Veröffentlichungen vom 09.12.2023

G.F.Unger 2249
Wiyan Wakan - Heilige Frau

Die Indianer-Völker der Nordprärie glaubten an Visionen, nahmen also Zuflucht zu übernatürlicher Hilfe. In diesem Streben gingen sie in die Einsamkeit und suchten auf verschiedene Weise Verbindung zu den Geistern, versuchten deren Freundschaft und Hilfe zu erwerben.
Das geschah durch Fasten, Kasteien und Martern des eigenen Körpers, durch Meditation und ständiges Flehen. Vor allem das Fasten und die Kasteiungen riefen irgendwelche Halluzinationen hervor. Und so glaubten sie auch, dass die angerufenen Geister ihnen in Gestalt von Tieren zu Hilfe kamen, ihnen Rat gaben bei ihren Entscheidungen. Sie glaubten also an fliegende Adler und Falken, an Bären und Büffel, besaßen also eine Art religiöses Glaubenssystem. Um sich in jenen Zustand zu versetzen, der es ihnen ermöglichte, Visionen zu haben, benutzten sie auch Mittel wie den Saft des Meskalin-Kaktus Peyote, der von Süden her Verbreitung fand. Und bei fast allen Völkern der Hochprärie gab es jene Heiligen Frauen, die es verstanden, mit den Geistern der Ahnen Verbindung aufzunehmen, sich beraten und leiten zu lassen durch Visionen, die ihnen hellseherische Fähigkeiten verschafften ...

Western-Bestseller 2650
Die Todgeweihten
G. F. Unger

Ich saß im Pinal Saloon beim Poker und hatte eine Gewinnsträhne, als die Skalpjäger hereinkamen, sich an die Theke stellten und lauthals nach Pumaspucke verlangten. Sie begannen bald schon zu lärmen, sich großspurig ihrer Erfolge zu rühmen. Gerade hatten sie Prämien für die erbeuteten Skalpe kassiert. Denn die Stadt Tucson zahlte für jeden Kriegerskalp fünfzig Dollar. Für Frauen‑ oder Kinderskalpe zahlte man weniger. Die Apachen waren nach dem Krieg zu einer Plage geworden. So sahen es jedenfalls die Weißen. Die Apachen sahen es anders, sehr viel anders.
Ich verachtete die Skalpjäger. Aber ich vermochte die Welt nicht zu ändern. Und so versuchte ich es auch gar nicht erst. Ich war nur daran interessiert, mit meinem Blatt die Pokerrunde zu gewinnen. Was mir dann auch gelang. Ich zog das Geld von der Tischmitte mit der Hand zu mir herüber. Zwei meiner Mitspieler erhoben sich. Sie waren Frachtfahrer. Einer sagte: »Es hat keinen Sinn mehr, Mister. Gegen Ihr Glück können wir nichts machen.« Als sie gingen, wurden zwei Plätze frei. Und da kamen auch schon zwei von den fünf Skalpjägern von der Theke herüber ...

G.F. Unger Sammelband 1688

Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Wilden Westens mit der G.F. Unger Romanheftserie! Hier erwartet Sie geballte Action, packende Abenteuer und epische Kämpfe um Recht und Freiheit.
Die Legende der Westernliteratur erzählt in seinen Romanen von den mutigen Pionieren des amerikanischen Westens, die sich in einer rauen und gefährlichen Welt behaupten müssen. Ob gegen die Naturgewalten, Konkurrenten oder die amerikanischen Ureinwohner - G.F. Unger beschwört das Leben im Wilden Westen auf eindrucksvolle Weise und entführt seine Leser in eine andere Zeit.

H.C. Hollister 100
Die Ranch der Verfemten

Wenn es in Steve Ravens Leben einen dunklen Punkt gibt, dann ist es zweifellos jener Tag vor acht Jahren, an dem sein Vater, ein Kleinrancher aus den Hügeln, beim Viehdiebstahl ertappt und getötet wurde. Steves ganzes Leben gilt nur noch dem Ziel, die Schuld des Vaters zu sühnen. Doch der Besitzer der Double-Cross-Ranch macht es ihm, dem Bestman, und seiner Mannschaft schwer, ihrem Boss in seinen oftmals launenhaften und tyrannischen Entschlüssen zu folgen.
Bei seiner Rückkehr nach tagelanger Weidearbeit findet Steve auf der Ranch eine Versammlung der großen Viehzüchter des Territoriums vor - und einen ehemaligen Marshal, einen Revolvermann namens Gordon Lester. Er ist derselbe Mann, der seinen Vater - scheinbar in Erfüllung seiner Pflicht als Weidedetektiv - getötet hat. Die Ankunft des Revolvermanns entfacht in Steve jene Glut zur hellen Flamme, die schon seit Jahren unter der Asche erstickt schien. Er steht vor der schweren Entscheidung zwischen seiner Treue zur Ranch und seinem Zugehörigkeitsgefühl zu den Leuten in den Hügeln, während die Dinge mehr und mehr dem Höhepunkt entgegentreiben ...

Jack Slade 998
Johnny Ringos riskanter Deal

Zu einem Zeitpunkt, als einer der berühmtesten Namen in der Geschichte des Wilden Westens schon fast vergessen scheint, lebt der Revolverheld Johnny Ringo unerkannt, wie er glaubt, an der Ostküste der Vereinigten Staaten und arbeitet inzwischen sogar für das Gesetz. Eines Tages muss er jedoch feststellen, dass ihm alte Sünden an den Fersen kleben, als ein Staatsanwalt ihn als Doppelagenten in eine Zugräuberbande im Südwesten einschleusen möchte. Ringo bleibt nichts anderes übrig, als sich auf diese Aktion einzulassen, aber er findet heraus, dass nicht alle Beteiligten die ihnen zugedachte Rolle spielen. Immer wieder muss er sich überraschenden Wendungen stellen, denn wer ist schon, der er - oder sie - zu sein scheint?

Lassiter 2682
Ein falscher Hund in Uniform
Kolja van Horn

Als in seinem Rücken ein erstickter Fluch ertönte, drehte sich Oswald Shane alarmiert im Sattel um an und legte die Hand auf den Revolvergriff, in einer einzigen fließenden Bewegung. Zuerst starrte er kurz in die raubtierhaften Augen der Gefangenen, ehe sein Blick zu Deputy Kitting glitt, der sich mit schmerzverzerrtem Gesicht die Hand hielt. Seine Feldflasche hatte er fallen gelassen.
"Miststück!", presste Kitting hervor, ehe er sich seinem Boss zuwandte: "Das Aas hat mich gebissen, Sheriff!"
Shane registrierte, dass die schwere Fesselung, die Matilda auf ihrem Palomino hielt, nach wie vor intakt war, ignorierte deren blutiges Grinsen und spuckte angewidert auf den Prärieboden, ehe er Kitting beschied: "Selbst Schuld, Moose. Wer einer Bestie nahe kommt, passt lieber gut auf seine Finger auf."

Lassiter - Dritte Auflage 1834
Die Mädchenfalle
Jack Slade

Die Frau, die sich mit letzter Kraft nach Corpus Christi schleppt, hat offensichtlich Tage des Schreckens hinter sich. Doch so sehr man auch versucht zu erfahren, was geschehen ist, bleibt sie stumm.
Die Brigade Sieben weiß nur einen, der vielleicht etwas aus ihr herauslocken könnte - Lassiter. Er ist für seinen Umgang mit Frauen berühmt, und so erhofft man sich, dass er bei der Lady Erfolg haben wird. Und den hat er!
Er kommt einer Mädchenhändlerbande auf die Spur, die mit ungewöhnlichen Methoden arbeitet ...

Lassiter Sonder-Edition 35
Lassiter und die Halunkenweiber

Reglos blieb Lassiter liegen. Fast körperlich spürte er die Nähe von mehreren Menschen. Und die waren bestimmt nicht in friedlicher Absicht gekommen. Es handelte sich also um weiße Banditen oder um streifende Indianer, die es auf das Pferd und die Waffen des weißen Mannes abgesehen hatten.
Lassiter horchte. Die Natur schien den Atem anzuhalten.
In die Stille hinein drang ein Knirschen, kaum wahrnehmbar. Aber Lassiter war es nicht entgangen. Er wusste jetzt, dass sich auch hinter ihm ein Mann befand. Vielleicht sogar mehrere. Jetzt hatten sie ihn in die Zange genommen. Er fühlte sich hilflos, einem unsichtbaren Verhängnis ausgeliefert...

Skull-Ranch 121
Trail ohne Wiederkehr
Dan Roberts

Der lange Treck nach Westen bringt nicht nur Siedler nach Kalifornien. Auch Glücksritter und Verbrecher wollen dort den großen Coup landen. Einer dieser Wagenzüge macht in Golden City Station. Mit ihm unterwegs sind eine Gambler-Bande und ein paar leichte Mädchen. Sie verdienen sich ihr Geld in der Goldgräberstadt durch Falschspiel und Liebesdienste. Als Doc Smoky, der Koch der Skull-Ranch, sich auf eine Pokerrunde einlässt, geht es um einen besonderen Einsatz: Der erfahrene Westmann muss sie als Scout nach Kalifornien führen, wenn er verliert. Es wird ein Trail ohne Wiederkehr ...

Winchester 849
Ihn hetzten die Geier von Arizona
Bill Fargo

Der Mann lag dicht am Ufer des seichten Flusses, mit dem Gesicht nach unten. Es schien, als versuche er, auf allen vieren weiterzukriechen, ohne das rettende Wasser je zu erreichen. Er war gefesselt. Rings um ihn waren vier Holzpflöcke tief in den feuchten Uferboden getrieben worden. Seine Hand- und Fußgelenke waren mit ledernen Riemen daran gefesselt. Er lag so nahe am Wasser, dass er den sanften Wellenschlag an den Kieseln hören konnte, dennoch war das Wasser in unerreichbarer Ferne.
Der Anblick wirkte auf Jeff Carlyle wie ein Hieb mit einer Keule. Er blieb stehen, unfähig, sich zu bewegen. Die Angst kam plötzlich und mit einer Heftigkeit, wie Jeff sie noch nie in seinem Leben gespürt hatte. Es kostete ihn Mühe, der Panik zu widerstehen, die von ihm Besitz ergriffen hatte und seinen Verstand ebenso zu lähmen drohte wie seinen Körper.


Veröffentlichungen vom 16.12.2023

G.F.Unger 2250
Bandoleros

Es war in Nord-Virginia, als der letzte, traurige Kriegsrat unserer schon geschlagenen Armee stattfand.
Das Hauptquartier war jämmerlich primitiv. Es gab keine Zelte, keine Tische. Nur ein Lagerfeuer brannte unter mächtigen Bäumen. Die Offiziere hockten auf Decken oder Sätteln.
General Lee bestand darauf, dass wir uns niedersetzten. Er aber lehnte stehend am Stamm eines alten Baumes, und er kam uns ebenfalls wie ein alter Baum vor, der schon zu lange allen Stürmen standgehalten hatte. Der Feuerschein beleuchtete sein zerfurchtes Gesicht. O Vater im Himmel, er war uns ein so großartiger Kommandeur gewesen. Doch all seine Kriegskunst hatte nichts ausrichten können gegen die Macht des Nordens. Nach einer Weile - als wir alle versammelt waren - begann er zu sprechen ...

Western-Bestseller 2651
Yellowstone John
G. F. Unger

Es war ein guter Winter. Meine beiden Packtiere hätten keine größere Last mehr tragen können. Und jedes Fell meiner Ausbeute war erstklassig. Ich konnte in Fort Buford, das an der Yellowstone-Mündung in den Missouri lag, gewiss zwischen drei- und viertausend Dollar dafür aushandeln. Und das war eine Menge Holz für einen Jagdwinter.
Aber noch war ich nicht in Ford Buford. Erst musste ich aus den Bergen hinaus und zwischen dem Musselshell und dem Yellowstone nach Osten. Und das war nicht einfach, denn die Indianer saßen gewiss nicht mehr untätig in ihren Winterdörfern, sondern waren mit dem Frühling sehr viel tatendurstiger geworden. Und wenn sie dann auf einen Burschen wie mich stießen, der mit seiner ganzen Winterbeute an kostbaren Fellen unterwegs war, dann dankten sie ihrem Wakan Tanka, ihrem großen Geist. Das war ihnen nicht zu verdenken, denn sie hatten nicht oft die Chance, mit einer Kugel oder einem Pfeil die Beute von fünf Monaten harter Trapper-Arbeit zu erwischen.
Ich sah mich also mächtig vor, während ich mich jeden Tag dreißig bis vierzig Meilen Fort Buford näherte. Doch der Weg dorthin war verdammt weit - mehr als vierhundert lange Meilen ...

G.F. Unger Sonder-Edition 283
Ein Mann kommt geritten

Hundert Yards vor den ersten Häusern des Ortes wendet Matt Wagoner das Pferd, hält mitten auf der staubigen Poststraße an und schaut nach Süden. Er ist den ganzen Tag ständig leicht bergan geritten, und deshalb kann er nun über die weite Ebene blicken, fünfzig lange Meilen weit bis zu den Bergketten im Süden hin.
Matt Wagoner lächelt skeptisch. Es ist das Lächeln eines Mannes, der sich nie irgendwelche Illusionen macht. Und er weiß, dass er in den letzten zwei Wochen seiner Vergangenheit einen tüchtigen Vorsprung abgewonnen hat. Er ist ihr nun weit voraus. Aber sie wird ihn eines Tages wieder einholen. Sie kommt ihm nachgekrochen. Das ist gewiss.

G.F. Unger Classic-Edition Sammelband 1013

Die "G.F. Unger Classic-Edition" ist ein absolutes Muss für alle Liebhaber von Wildwest-Romanen. In dieser monatlich erscheinenden Serie erleben Sie die Abenteuer von Tom Prox und Pete, den berühmten Helden von G.F. Unger, hautnah mit. Ungers Taschenbücher wurden hierbei im Heftformat aufgelegt und erstrahlen in voller Pracht. Die Classic-Edition bietet einen nostalgischen Reiz, der nichts von seiner Dramatik verloren hat. Mit zwei spannenden Abenteuern pro Heft werden Sie in die Welt des Wilden Westens entführt und erleben mit Tom Prox und Pete atemberaubende Herausforderungen. G.F. Unger ist bekannt für seine authentischen und detailgetreuen Beschreibungen, die Sie das Leben im Wilden Westen hautnah spüren lassen. Tauchen Sie ein in diese einzigartige Welt voller Abenteuer und Freiheit!

Tom Prox 137
Einer rechnet ab
Frank Dalton

Das Hilton-Valley scheint ein solch paradiesisches Fleckchen Erde, dass man beinahe glauben mag, es sei von Gott gesegnet. So perfekt, wie aus der Spielzeugschachtel aufgebaut, wirkt das Tal auf die Männer der Ghostsquad, als sie von einem Gebirgszug aus erstmals dieses Kleinod erblicken. Und inmitten dieses Tals liegen fünf prächtige Ranches, denen der Reichtum ihrer Besitzer noch an jedem verbauten Stein oder Balken anzusehen ist.
Captain Tom Prox und seine Sergeanten sind aber nicht gekommen, um die Aussicht zu genießen. Die Ghosts reiten auf der Spur eines Mannes, der wegen seines graugelben Pferdes nur "der falbe Reiter" genannt wird. Der taucht stets ebenso unerwartet auf, wie er blitzschnell wieder verschwindet, nachdem er den Ranchern Schaden zugefügt hat. Immer brutaler werden die Anschläge, und als ein Ranchhelfer schwört, in dem Maskierten einen gewissen Jack Morton erkannt zu haben, liegen die Nerven im Tal endgültig blank. Denn Morton wurde fünf Jahre zuvor nachweislich wegen Mordes aufgehängt ...

Lassiter 2683
Im Angesicht des Todes
Des Romero

Eine unheimliche Stille hatte sich über die Szenerie gelegt. Minutenlang starrte Clint Baron, Vorarbeiter der "Wesker Mining Corporation", auf den dunklen Schacht, in dem zehn seiner Arbeiter verschwunden waren, um Sprengladungen anzubringen. Der Fels glich dem Rachen eines Ungetüms, das jeden verschlingen wollte.
"Warum dauert das so lange?", schnauzte Troy Wesker, Eigentümer des Unternehmens. "Die Drahtleitungen sind verlegt! Ich will, dass das Ding endlich in die Luft geht!"
Die Arbeiter kamen aus dem Schacht hervor und rannten wie besessen. Für Wesker aber waren sie nur entbehrliche Nummern auf einer Liste von Männern, die jederzeit ersetzt werden konnten. "Hochjagen!", forderte der Unternehmer. Und als sein Vorarbeiter nicht auf der Stelle reagierte, betätigte er selbst den Auslöser.

Lassiter - Dritte Auflage 1835
Explosion im Morgengrauen
Jack Slade

Der Tod fuhr mit auf dem Schaufelraddampfer »Elisabeth«. Denn es lockte lohnende Beute: Drei Millionen und Gewehre für das Kavallerieregiment, die nach St. Louis transportiert wurden. Die Brigade Sieben hatte einen heißen Tipp bekommen, dass mit einem raffinierten Coup auf dem Mississippi in drei Tagen zu rechnen war. Lassiter hatte den Auftrag, den Überfall zu verhindern. Doch die Banditen waren bereits an Bord. Und so musste Jonathan McByrd, der Kapitän, nach ihrer Pfeife tanzen, denn sie hatten seine Tochter.

Wildwest-Roman – Unsterbliche Helden 33
Für Santina durch die Hölle
Hal Warner

Mit hartem Pochen bohrte sich der gefiederte Pfeil in eine knorrige Kiefer. Jivaro und sein Gefährte Old Jed zügelten jäh die Pferde. Sie wussten, was der Pfeil bedeutete: Bis hierher und nicht weiter! Und wer die Aufforderung nicht befolgte, würde schon in wenigen Sekunden ein toter Mann sein. Aber Jivaro wollte den weiten Weg in die Apacheberge nicht umsonst geritten sein. Die Roten hatten die hübsche Santina geraubt, und er wollte die junge Frau aus ihren Klauen befreien. Dafür war er sogar bereit, für Santina durch die Hölle zu gehen ...

Winchester 850
Godins Revolverhaie
Jack Everett

Der Crow Creek ist die Grenze zwischen der Riesenranch des machtgierigen Rinderkönigs Chas Godin und dem Gebiet der Kleinrancher um Yerry Derope. Immer wieder schickt Godin Tod und Verderben über den Creek, um den Widerstand seiner Gegner zu brechen und den Machtbereich der Godin-Ranch zu erweitern. Doch Yerry und die anderen geben nicht auf.
Schließlich greift Godin zum letzten Mittel. Er hetzt eine Meute gefürchteter Revolverhaie über den Creek, um seinen Gegnern den alles vernichtenden Schlag zu versetzen. Godin und seine Killermeute können ja nicht ahnen, über welch geheimnisvollen, mächtigen Verbündeten die Kleinrancher verfügen. Und der schlägt erbarmungslos zurück...


Veröffentlichungen vom 23.12.2023

G.F.Unger 2251
Du sollst töten, Amigo!

Die Sonne sank schon im Westen, als ich nach Concho kam und ziemlich steif aus der Postkutsche kletterte. Ich versuchte dabei möglichst unauffällig zu wirken, doch ich wusste, dass mir das kaum gelingen würde. Denn ich war nun mal ein Bursche, den man nicht übersehen konnte. Und für eine gewisse Sorte von Männern war ich schon seit meiner Jugend eine Herausforderung. Das war nun mal so. Damit hatte ich mich abgefunden.
Und nicht zuletzt deshalb hatte ich auch einen gewissen Ruf und war zu jenem bitteren Revolverruhm gelangt, auf den ich seit einiger Zeit gar nicht mehr stolz war. Denn ich war reifer geworden. Ich war ein Mann von zweiunddreißig Jahren ...

Western-Bestseller 2652
Seine Spuren verwehen
G. F. Unger

Obwohl Sinclair die letzte Stunde zu Fuß lief und das Pferd an den langen Zügeln führte, hält das Tier plötzlich an. Es kann nicht mehr. Auf drei Hufen verharrt es. Der vierte Huf ist schon seit Tagen ohne Eisen, und er ist gespalten. Deshalb wurde das Pferd für Sinclair völlig wertlos.
Keuchend betrachtet er es. Er ist ein harter Mann, der schon als kleiner Junge die Erfahrung machen musste, dass das Leben keine Gnade kennt. Das gilt hier im Arizona-Territorium mehr als anderswo. Denn hier im Apachenland sind alle Lebewesen entweder Jäger oder Gejagte. Und am grausamsten ist wahrscheinlich die Natur.
Er lässt die Zügelenden zu Boden fallen, tritt an das Tier heran, nimmt die noch halb gefüllte Wasserflasche vom Sattelhorn und hängt sie sich um. In der Rechten hält er das Gewehr. Den Waffengürtel mit dem Colt hängt er um den Hals, damit er ihn nicht beim Laufen stört.
Nun überlegt er einige Sekunden.
Er hat Grund dazu, einen genau dreißig Pfund schweren Grund. Hinter dem Sattel in der Deckenrolle sind dreißig Pfund Gold einpackt.
Das ist schon was, nicht wahr?

Western-Bestseller Sammelband 1440

Entdecken Sie die faszinierende Welt des Wilden Westens mit dem "Western-Bestseller Sammelband". Diese Sammlung vereint drei herausragende Romane von G. F. Unger, einem der erfolgreichsten Autoren des Western-Genres.

H.C. Hollister 101
Die endlose Nacht

Allgemein wird die Schlacht der vereinigten Dakota-Sioux gegen das 7. Kavallerie-Regiment am Little Bighorn, in dem General Custer vernichtend geschlagen wurde, als Höhepunkt der Indianerkämpfe betrachtet. Doch dieses leuchtende Fanal für die roten Nationen verlosch bald in jener endlosen Nacht, in der die Überlebenden der "Vergeltungsaktionen" in den kümmerlichen Reservationen dahinvegetierten. Ein Mann jedoch hielt auch noch zwei Jahre nach diesem Debakel die Fahne der Freiheit hoch: Chief Joseph, der überragende Häuptling der Nez-Percé- Indianer. Obgleich im tiefsten Grunde seines Wesens ein friedfertiger Mensch, widersetzte er sich den Blauröcken der Unions-Armee immer wieder und lieferte ihnen gnadenlose Kämpfe, bis auch sein Volk dem Verrat und der Übermacht im heroischen Kampf erlag.
Dan Hartell stammte aus Kentucky und hatte in der Armee gedient, ehe er seinen Abschied nahm - angewidert von den Methoden und der Doppelzüngigkeit, mit der man jene Menschen um ihre Freiheit und ihr Land betrog, die als einzige wirklich ein Recht gehabt hätten, sich Amerikaner zu nennen, obgleich man sie aufgrund eines grotesken Irrtums aus den Entdeckerjahren als Indianer bezeichnete.

Jack Slade 999
Im Höllenwind

Wenn vom Herbst bis ins Frühjahr im Süden Kaliforniens die Santa-Ana-Winde wehen, findet sich auch schon mal ein Pyromane, der diesen natürlichen Fächer für seine diabolischen Absichten nutzt. Burned Ellen ist eine junge Frau, die als Einzige ihrer Familie einen Brandanschlag des Gangsters Danger Delgado und seiner Feuerreiter überlebt hat und sich - unterstützt von Murieta und dem Gun Monk - an die Fersen der Brandstifter heftet ...

Lassiter Sammelband 1858

Seit über drei Jahrzehnten reitet Lassiter bereits als Mitglied der legendären "Brigade Sieben" durch die Weiten des amerikanischen Westens. Mit mehr als 2000 Folgen, über 200 Taschenbuchausgaben und zeitweise sogar drei gleichzeitig veröffentlichten Auflagen hat Lassiter eine beeindruckende Gesamtauflage von über 200 Millionen Exemplaren erreicht. Diese beeindruckenden Zahlen machen Lassiter nicht nur zum unumstrittenen Inbegriff des erotischen Westerns, sondern auch zu einer der erfolgreichsten Western-Serien aller Zeiten.


Lassiter 2684
Jingle-Belle
Katja Martens

Besinnliche Weihnachten? Nicht in Cedaredge. Früher einmal war die Siedlung tief in den Bergen von Colorado ein beschaulicher Ort zum Leben. Die Quinn-Mine spülte den Arbeitern reichlich Geld in die Taschen. Es gab eine Schule, eine anständige medizinische Versorgung und ein gutes Auskommen für jedermann.
Aus und vorbei. Seitdem der Minenbesitzer dahinsiecht, geht es mit der Stadt bergab. Revolverschwinger haben sich eingenistet und halten die Arbeiter klein. Wer sich auflehnt, ist bald entweder tot oder wünscht sich, er wäre es. Sie schonen niemanden, weder Mensch noch Tier. Bis eine junge Schlittenführerin den Mut findet, gegen die Bande aufzustehen. Doch die Kerle sind in der Übermacht, und hätte Lassiter nicht eingegriffen, wäre auch Belles Leben keinen müden Cent mehr wert gewesen...

 

Lassiter - Dritte Auflage 1836
Ein sauberes Luder
Jack Slade

Als Virginia, Stella und Janet in Bitter Springs ein Bath- & Guesthouse eröffnen, ist der dortige Saloonbesitzer Rodney Gould über die neue Konkurrenz wenig begeistert. Er lässt nichts unversucht, um den schönen Ladys das Leben zur Hölle zu machen. Doch Virginia gibt sich nicht so schnell geschlagen. Sie setzt ihn mit einer Namensliste, die ihr in die Hände gefallen ist, unter Druck, ahnt aber nicht, dass sie damit sich und ihre Freundinnen in Lebensgefahr bringt. Doch Lassiter, den die Jagd nach einer Waffenschieberbande nach Bitter Springs führt, steht den jungen Frauen bei ...

Lassiter Sonder-Edition 36
Lassiters Ritt in die Hölle
Jack Slade

Das Messer zuckte lautlos nach unten, aber Lassiter wusste, dass die Klinge genau auf seine Brust gerichtet war - dass es ein tödlicher Stoß werden sollte. Es gab keinen Aufschrei, nur ein unterdrücktes Knurren, als sich Lassiters Hand um ein schmieriges Handgelenk schloss. Die Wucht des nach unten geführten Stoßes trieb die Messerklinge gegen den Innenarm, aber es gab keinen nennenswerten Schmerz, als der kalte Stahl die Haut ritzte. Wieder war kein Laut zu hören. Nur der Atem des Angreifers wehte Lassiter heiß ins Gesicht.
Verbissen kämpften die Männer miteinander. Einer versuchte zu töten, der andere war entschlossen, nicht zu sterben. Doch Lassiters Gegner besaß ungeheure Kräfte. Langsam, unendlich langsam senkte sich die Messerspitze auf seine Brust herab...

Skull-Ranch 122
Killer-Quartett
E. B. Millett

Joe Caldwell ist ein skrupelloser Verbrecher, der die Dreckarbeit von seinem Killer-Quartett erledigen lässt: vier raue Burschen, die für Gold und harte Dollars jeden Job erledigen.
Als sein Bruder Larry während einer Pokerpartie von einem Gambler erstochen wird, setzt er die vier auf die Verfolgung des Spielers an. Doch auf dem Rachetrail kommt es zu einer folgenschweren Begegnung mit Männern der Skull-Ranch. Und Joe Caldwell hat mit John Morgan noch eine alte Rechnung zu begleichen. Es kommt zu einem tödlichen Showdown...

Winchester 851
Vogelfrei in Arizona
Hal Warner

Als die dunkelhaarige Myrna Pferdehufe ins Wasser plantschen hört, richtet sie sich auf und schaut über den Creek. Irgendetwas in ihrem hübschen Gesicht spannt sich, wodurch ihre Züge einen abweisenden Ausdruck erhalten. Sie lässt ein Wäschestück in einen Eimer fallen und verharrt dann wartend, die schlanke, beinahe zierliche Gestalt wie in Abwehrstellung aufgerichtet.
Ein Reiter kommt durch den Bach geritten. Ein großer blonder Reiter, der selbstsicher im Sattel sitzt. Fast zu schwer scheint er für den Rapphengst, welcher einen Schlangenkopf als Brandstempel trägt.
Es dauert eine Weile, bis er den Creek durchfurtet hat. Am anderen Ufer treibt er den Hengst die Böschung hinauf und zügelt ihn dicht neben dem Mädchen, das noch immer in der gleichen Haltung verharrt.


Veröffentlichungen vom 30.12.2023

G.F. Unger 2252
Gefährlicher Bluff

Die Fährte war lang – fast an die tausend Meilen lang. Joel Enright verlor sie manchmal, und es dauerte dann Wochen, bis er wieder neue Anhaltspunkte fand. Manchmal wurde die Fährte aber auch deutlich und breit wie die einer mächtigen Büffelherde, denn Noah Sloane ist ein Mann, den man beachten muss, weil er fast Überall besondere Zeichen hinterlässt. Und Angie, die in Noahs Begleitung reist, ist eine Frau, der jeder Mann mehr als nur einen Blick schenkt.
Das Paar konnte also seinen Vorsprung nie wirklich ausbauen, weil es da und dort in den Städten immer wieder Vorkommnisse gab, die für einen längeren Aufenthalt sorgten. Deshalb holte Joel Enright stetig auf. Und seit gestern weiß er, dass er die Verfolgten bald eingeholt haben wird. Denn vor ihnen im Nordwesten liegt nur noch eine einzige Stadt, eine wilde Campstadt mitten im Goldgräberland.
Und dies weiß nicht nur Joel Enright. Drei andere Männer, die auf derselben Fährte sind, wenn auch aus vollkommen anderen Beweggründen, wissen es ebenfalls. Seit neun Tagen reiten sie vor Joel Enright. Und er weiß über sie Bescheid, kennt ihre Beweggründe. Nun aber, da sie alle bis auf wenige Meilen am Ziel sind, muss er endlich handeln ...

Western-Bestseller 2653
Die Jagd auf mich
G. F. Unger

Irgendwann macht jeder Mann mal einen Fehler, und auch ich hatte im Laufe meines Lebens dann und wann welche gemacht – ich, Johnny Laredo.Aber ich war stets heil davongekommen.
Diesmal jedoch sah ich keine Chance. Sie hatten mich am Wickel. Mein Fehler war es, dass ich nicht weit genug geritten war und mein Lager nicht sorgfältig genug gewählt hatte.
Und überdies hatte der Hombre, mit dem ich eine lange Nacht und den darauf folgenden Tag gespielt hatte, einen Indianer bei sich.
Nun stand dieser Indianer drei Schritte hinter mir und hielt eine Schrotflinte bereit. Mit diesem Ding konnte er mich in zwei Hälften schießen. Ich wusste das. Und deshalb versuchte ich keinen Trick. Ich ließ die Finger von meinem Colt, der neben mir im Gras lag.
Im grauen Morgenlicht sah ich den anderen Mann an. Ich erkannte ihn sofort, denn er gehörte zu jener Sorte, an die man sich sogar dann erinnert, wenn man sie zuvor nur flüchtig gesehen hat. Ja, dieser Bursche sah prächtig aus. Ich hatte ihm länger als zwanzig Stunden am Spieltisch gegenübergesessen, hatte ihn also sorgfältig beobachtet und studiert. An ihm war alles richtig – äußerlich.
Aber er konnte nicht verlieren.Das wurde mir jetzt völlig klar ...

Lassiter 2685
Stromabwärts lauert der Tod
Marthy J. Cannary

Hinter dem Ladon River begannen die Hartings-Wälder, die sich bis hinauf ins Montana-Territorium zogen und reich an prächtigen Murraykiefern waren. Sie waren dem Territorium vor zehn Jahren von einem Kerl namens Barnabas Hartings geschenkt worden und seitdem Regierungsbesitz geblieben. Das Holz war von herausragender Güte und ging bis auf die Baustellen von New York und Boston.
Jessey Howard schulterte die zusammengeschnürten Äxte. Er schaute Dan und Josiah hinterher, die schon auf den Strom hinausgerudert waren, und warf das Bündel in den Bootsrumpf. Er konnte nicht glauben, dass er und seine beiden Brüder in diesen Wäldern den Tod finden würden. Er hatte geträumt, dass es so kommen würde. Dan hatte gelacht und ihn einen Hasenfuß genannt...

Wildwest-Roman – Unsterbliche Helden 33
Da ritten sie zur Galgenhochzeit
John Reno

Und wieder sind unsere beiden Schlitzohr-Halunken Whisky-Jack und Luis Barranca auf heißem Trail unterwegs.
Die schöne Millionärstochter Ruby Fairbanks soll heil zu ihrem zukünftigen Ehemann, dem mexikanischen Millionär Don Dominguez, gebracht werden. Alle Zeitungen haben über die bevorstehende Traumhochzeit berichtet. Und nun lauern die Geier am Trail. Hartgesichtige Outlaws wollen Ruby in ihre Gewalt bringen, um Lösegeld zu erpressen. Außerdem sind kriegerische Apachen wild auf Rubys Skalp. Wenn Whisky-Jack und sein Amigo geahnt hätten, dass es ein Ritt zur Galgenhochzeit werden würde ...

Skull-Ranch 123
Jagdzeit
Frank Callahan

Der Tag, an dem der rothaarige Fremde mit den kalten grünen Augen auf der Skull-Ranch auftauchte, ist der Auftakt zu einer tödlichen Banditenfehde. Doch davon ahnt Rancher John Morgan nichts, als er Ron Goodwin Gastrecht gewährt. Dieser behauptet, Journalist aus Denver zu sein.
Aber schon bald wird das Misstrauen der Männer von der Skull geweckt. Denn ihr neuer Gast wird von üblen Halunken verfolgt. Als der Vormann Chet Quade ihnen nachspürt, erlebt er eine böse Überraschung: Jagdzeit für Killer...

Tom Prox 138
Keiner will den Sheriffstern
Alex Robby

Im höchsten Norden der USA, in Alaska, sterben die Ordnungshüter solcher Orte wie Wolverine City oder Bank Hill wie die Fliegen. Und kaum ist ein Nachfolger gewählt, wird auch der bereits wieder dahingerafft. Da könnte man beinahe von einer Epidemie sprechen. Bloß sterben bei einer Epidemie die Menschen an einem Virus, nicht an einer Kugel oder an einem Hanfstrick. Und sogar auf der anderen Seite der Grenze, in Kanada, werden jetzt ermordete Polizisten aufgefunden. Ein klarer Fall für die Ghost Squad, möchte man meinen. Aber selbst als Captain Tom Prox, Sergeant Snuffy Patterson und Spezialagentin Ruby Long auf der Bildfläche erscheinen, geht das brutale Sterben in den Wäldern des Grenzlandes zunächst weiter ...

Winchester 852
Die Stadt in der Wüste
Kolja van Horn

Ein Schuss krachte, und das großkalibrige Geschoss riss dem ganz in Weiß gekleideten Mann die Melone vom Kopf. Der Hut beschrieb einen eleganten Bogen, ehe er einige Yards hinter den Männern im Staub landete. Timothy Rockfield wandte sich entgeistert um und wich sofort ein paar Schritte zurück, als der bärtige Reiter in vollem Galopp mit erhobenem Karabiner auf ihn zukam.
"Ihr Bürger von Sodom! Das Schwert, das ihr fürchtet, das will ich über euch kommen lassen, spricht Gott der Herr!", rief der Mann auf dem riesigen schwarzen Pferd. "Wer sich gegen mich erhebt, der wird auf ewig in der Hölle brennen!"
Rockfield strich sich den Staub von seinem Anzug und nahm Haltung an. "Ich baue hier eine Stadt, Mr. Siegel", sagte er, "und sie werden mich nicht davon abhalten." Er lächelte. "Im Übrigen: Ein verdammt guter Schuss, Sir. Es sei denn, Sie wollten mir den Kopf wegblasen."

Kommentare  

#1 Rüdiger 2023-12-07 08:56
Da sage noch einer, der Heftroman sei tot ...
Jede Menge Auswahl und Vielfalt ...
#2 Advok 2023-12-07 16:24
"Der Heftroman ist tot." - ein Lieblingsthema von Horst, das er regelmäßig neu aufgewärmt hat. Konnte er doch sicher sein, immer wieder die gleichen Argumente pro & contra zu erhalten.

Der Heftroman als Massenphänomen ist leider tatsächlich tot. Ein Blick in die Mediadaten von Bastei bezeugt dies.
www.luebbe.de/web/downloads/module/content/3405594/MD_2024.pdf

Kurz zusammengefasst:
Genre Liebe (1 wöchentliche, 7 14tägige Serien): Wöchentliche Druckauflage 30.500.
Genre Arzt (1 wöchentliche, 5 14tägige Serien): Wöchentliche Druckauflage 22.000.
Genre Heimat/Berg (2 wöchentliche, 4 14tägige Serien): wöchentliche Druckauflage 30.200.

Spannung Classic (7 wöchentliche, 8 14tägie Serien): wöchentliche Druckauflage 130.000.
Spannung Phantastik (1 wöchentliche, 8 14tägige Serien): wöchentliche Druckauflage 47.100.

D.h. im Bereich Phantastik wurde die durchschnittliche Auflage von 10.000 Stück bereits unterschritten. Der hergestellten, wohlgemerkt - nicht die der verkauften.

Das waren noch Zeiten, als Rex Corda mit 20.000 - bis 30.000 "verkauften" Exemplaren eingestellt wurde.

Horst hatte unrecht.
Die Hefte wird es immer geben. Alleine, weil es wohl bald mehr Sammler gibt, die alleine die Rentabilitätsgrenze erreichen lassen.

Horst hatte absolut recht.
Den Heftroman als Massenphänomen gibt es nicht mehr.
#3 Rüdiger 2023-12-07 17:19
Jede Menge Auswahl und Vielfalt. Ob Massenphänomen oder nicht, das "bleibt sich gleich" ...
Mich als Kunde interessiert, ob ich Auswahl und Vielfalt habe. Ob 10000 oder 100000 andere mit von der Partie sind, interessiert mich nicht ...
#4 Rüdiger 2023-12-07 17:21
#5 Ganthet 2023-12-07 17:56
In den Geschäftsberichten ist immer von gedruckten Auflagen zu lesen. Es wäre interessant, die Anzahl verkaufter Ebooks von Heftromanen zu erfahren, zumal diese dauerhaft zu haben sind und nicht nur Erlöse im Jahr der Veröffentlichung einfahren, sondern noch Jahre später.
#6 Max 2023-12-08 00:35
@Ganthet: perfekt :-)
@Advok: Sorry, nein .... ;-)

Diese Diskussion gibt mir Gelegenheit, noch einmal auf eines meiner Lieblingsthemen ;-) einzugehen:

Was ist ein Heftroman?
Was ist ein Romanheft?

Wer jetzt sagt "dasselbe", findet sich zwar in der Gesellschaft einer sehr großen Mehrheit von Diskutanten. Das macht es aber nicht richtig.

Die deutsche Sprache hat eindeutige Regeln, was zusammengesetzte Hauptwörter angeht: der zweite (hintere) Teil gibt den Oberbegriff vor, der erste (vordere) Teil liefert die Präzisierung.

Ich will hier jetzt gar nicht mein Lieblingsbeispiel "Bierfass" und "Fassbier" anführen (was niemand gleichsetzen würde), sondern nur betonen, dass nach sprachlichen Regeln ein "Heftroman" ein Roman und ein "Romanheft" ein Heft ist.

Inhalt und Form sind eben nicht dasselbe.

Was also ist tot?

Der Heftroman - als definierte Form eines literarischen Textes mit Seitenbegrenzung und Aufbauregeln (ohne das hier weiter auszuführen)?

Oder doch eher das Romanheft- also das, was man Kiosk kaufen kann - als Publikationsform?

Nicht jeder Heftroman muss uns zwingend im Romanheft (oder - um einen Diskussionspunkt vorwegzunehmen) im Taschenheft über den Weg laufen (für diese Argumentation ist der Únterschied zwischen Romanheft und Taschenheft nur eine Frage des Textumfangs; die Publikationsform ist dieselbe).

Es gibt eben auch Heftromane, die uns - als Nachdruck - im Taschenbuch über den Weg laufen ... oder eben - deutlich häufiger heutzutage - als Ebook. Es bleiben aber eben Heftromane, weil sie bestimmten Aufbauregeln folgen.

Wir, die wir Leser sind, freuen uns darüber.

Romanhefte dagegen, die in ihrer Geschichte nicht immer zwingend nur Heftromane gebracht haben (sondern auch mehrteilige Nachdrucke längerer Texte einerseits oder Kurzgeschichtensammlungen andererseits) sind möglicherweise nicht mehr marktgängig. Taschenhefte (Cora) haben vermutlich bessere Chancen ... aber das ist ein anderes Thema.

Wir, die wir Sammler sind, bedauern das. Aber das ist eben der Lauf der Zeit ... ;-)
#7 Yugoth 2023-12-08 11:03
zitiere Rüdiger:
Da sage noch einer, der Heftroman sei tot ...
Jede Menge Auswahl und Vielfalt ...

Naja, er ist zumindest im Koma, denn ich glaube, in der Aufzählung sind nicht viele Neuerscheinungen sondern nur Wiederauflagen, oder?
#8 Rüdiger 2023-12-08 12:08
Mir ging es darum daß es sie noch überall gibt, was hier auch schon mal angezweifelt wurde, und daß, zum dritten mal, Angebot und Vielfalt groß sind. Wieviel Wiederauflagen da nun dabei sind und ob es weniger Leser gibt als früher, ist für mich nebensächlich.
#9 matthias 2023-12-09 09:55
Aber ob Romanheft, Heftroman, Buch, Taschenbuch und sicherlich auch Ebook: Die Menschen lesen deutlich weniger als vor 20 Jahren. Das Durchschnittsalter hier im ZAUBERSPIEGEL wird auch recht hoch sein. (Ich bin z.B. 62)
Die Lesekonkurrenz wie Handy, Playstation, Netflix, TV allgemein, um nur einige zu nennen, ist einfach übermächtig.
Und natürlich auch die Interessenlosigkeit...

Und glaubt jemand, dass ein "Deutscher" mit afghanischen Wurzeln etwa einen MADDRAX liest, oder überhaupt was Deutsches liest?
PISA will ich jetzt gar nicht weiter auswalzen.

Belletristik im allgemeinen und der Heftroman im besonderen sind auf dem Rückzug! Leider!
#10 Ganthet 2023-12-09 11:35
zitiere matthias:


Und glaubt jemand, dass ein "Deutscher" mit afghanischen Wurzeln etwa einen MADDRAX liest, oder überhaupt was Deutsches liest?
r!


Ich möchte dich bitten, das zu unterlassen. Das hier ist eine Westernvorschau. Andere soziale Netzwerke bieten ausreichend Raum, diese Themen anzusprechen.
#11 Rüdiger 2023-12-09 13:29
Wahrheiten erwähnen unerwünscht, wenn unbequem ...
#12 Thomas1901 2023-12-10 01:03
Sammlerinfo: Im WINCHESTER kann man jetzt alle 4 Wochen einen umgeschriebenen LASSITER von Kolja van Horn lesen. Der Name des Helden wurde geändert und die Sexszenen deutlich entschärft bzw. komplett rausgekürzt...

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