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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Kürzungen in der DK-Neuauflage - 61. Teil - Trip in die Unterwelt

 Dämonenkiller zum 40.Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Kürzungen der Neuauflage
Trip in die Unterwelt

Als am 12. April 1983 die Neuauflage der Dämonenkiller-Serie startete, war ich hocherfreut, denn es bestand für mich die Chance, daß ich endlich das Ende des Baphomet-Zyklus (Dämonenkiller 130 – 149) in Heftformat erhalten könnte. Leider wurde nichts daraus und das lag unter anderem daran, dass der Erich Pabel-Verlag auf eine glorreiche Idee kam.


Im Sinne des Jugendschutzes begann man damit, sämtliche (möglicherweise) jugendgefährdenden Stellen in den Dämonenkiller-Romanen zu entfernen.

Schauen wir uns mal an, was in Dämonenkiller-Roman Nr. 60 Trip in die Unterwelt gekürzt wurde:

Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller Nr. 60
Seite 10, 2. Spalte, 3. - 5. Absatz

Dann sah ich, wie das Blut an mir herunterlief. Hinter mir schrie Angela langgezogen und gellend auf.
Die Tierblase voll warmen Blutes, die mir die Männer - oder waren es Spukgestalten? - vor der Tür drau­ßen ins Gesicht geschmettert hatten, war zerplatzt.
Etwa ein Dutzend mittelgroßer Gestalten mit schauerlichen Dämonenmasken drängten mich in den Raum zurück. Ununterbrochen gab die Maultrommel ihr dröhnendes Dong-Ding-Dong von sich. Die Flöten wimmerten. Ich stand in einer Blutlache; Blutspritzer waren auch an den weißen Wänden, breite Bah­nen liefen über das Sims herunter.

Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 60
Seite 11, 2. Spalte, 6. Absatz - Seite 12, 1. Spalte, 1. Absatz

Etwa ein Dutzend mittelgroßer Gestalten mit schauerlichen Dämonenmasken drängten mich in den Raum zurück. Ununterbrochen gab die Maultrommel ihr dröhnendes Dong-Ding-Dong von sich. Die Flö­ten wimmerten.

* * * 

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller Nr. 60
Seite 11, 2. Spalte, 5. + 6. Absatz

Das streng riechende Blut auf mei­nem Hemd, in meinem Gesicht und auf dem Pullover begann zu trock­nen. Ich griff nach der Taschenlam­pe und den Autoschlüsseln, und stürzte auf die Tür zu. Sie klemmte. Ich stemmte mich mit aller Kraft gegen die Wand und zerrte an der schweren Messingklinke. Die Tür sprang mit einem scharrenden Knarren auf.
Ich sah das nächste Schreckens­bild. Auf einem verkrüppelten Olivenzweig, der in den Boden jenseits der Schwelle aus Granit gerammt war, steckte der nasse, blutbesudelte Kopf eines geschlachteten Esels. Die Ohren schwankten im Wind. Aus den Nüstern tropfte Blut.

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 60
Seite 12, 2. Spalte, 8. + 9. Absatz

Ich griff nach der Taschenlam­pe und den Autoschlüsseln, und stürzte auf die Tür zu. Sie klemmte. Ich stemmte mich mit aller Kraft gegen die Wand und zerrte an der schweren Messingklinke. Die Tür sprang mit einem scharrenden Knarren auf.
Ich sah das nächste Schreckens­bild. Auf einem verkrüppelten Olivenzweig, der in den Boden jenseits der Schwelle aus Granit gerammt war, steckte der Kopf eines geschlachteten Esels. Die Ohren schwankten im Wind.

* * * 

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller Nr. 60
Seite 12, 2. Spalte, 7. Absatz

Ich stank nach dem trockenen Blut und sah aus, als hätte ich im Schlachthaus von Arzachena gear­beitet. Arzachena! Das war es. Ich kannte den Barmann des kleinen Hotels. Es war den Winter über ge­öffnet. Tonino würde mir ein Zim­mer beschaffen und dafür sorgen, daß ich mich waschen konnte und meine Wäsche gereinigt wurde.

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 60
Seite 14, 1. Spalte, 4. Absatz

Ich sah aus, als hätte ich im Schlachthaus von Arzachena gear­beitet. Arzachena! Das war es. Ich kannte den Barmann des kleinen Hotels. Es war den Winter über ge­öffnet. Tonino würde mir ein Zim­mer beschaffen und dafür sorgen, daß ich mich waschen konnte und meine Wäsche gereinigt wurde.

* * *

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller Nr. 60
Seite 13, 2. Spalte, 5. + 6. Absatz

„Dieses Blut...“ begann er. „Ist Ih­nen etwas geschehen? Wirklich nichts?“
Ich schüttelte den Kopf und sagte: „Hören Sie, Sie können mir einen gewaltigen Gefallen tun. Ich brauche als erstes einen gewaltigen Schluck Grappa und anschließend eine Du­sche. Das ist nicht mein Blut, sondern das eines Esels.“

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 60
Seite 15, 1. Spalte, 4. + 5. Absatz

„Ist Ih­nen etwas geschehen? Wirklich nichts?“
Ich schüttelte den Kopf und sagte: „Hören Sie, Sie können mir einen gewaltigen Gefallen tun. Ich brauche als erstes einen gewaltigen Schluck Grappa und anschließend eine Du­sche.“

* * *

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller Nr. 60
Seite 16, 2. Spalte, 11. Absatz - Seite 17, 1. Spalte, 1. Absatz

„Dieses Blut. Das Blut des toten Esels. Sie sind gezeichnet, Arnoldo. Jeder, der sich mit Ihnen abgibt, ist gezeichnet. Sie sind zum Gezeich­neten und Gehetzten geworden, mein junger Freund, weil Sie sich dem Gericht der Maskierten, den Dämonentänzern, entzogen haben. Ich kann nicht mehr sagen, darf nicht mehr sagen, weil sie mich sonst auch holen und brandmarken. An Ihnen, Arnoldo, haftet der Geruch eines Verdammten.“
„Fortunato“, erklärte ich leise, „Sie sind verrückt. Wir schreiben 1975.“

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 60
Seite 17, 2. Spalte, 3. + 4. Absatz

„Sie sind gezeichnet, Arnoldo. Jeder, der sich mit Ihnen abgibt, ist gezeichnet. Sie sind zum Gezeich­neten und Gehetzten geworden, mein junger Freund, weil Sie sich dem Gericht der Maskierten, den Dämonentänzern, entzogen haben. Ich kann nicht mehr sagen, darf nicht mehr sagen, weil sie mich sonst auch holen und brandmarken. An Ihnen, Arnoldo, haftet der Geruch eines Verdammten.“
„Fortunato“, erklärte ich leise, „Sie sind verrückt. Wir sind nicht mehr im Mittelalter.“

* * *

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller Nr. 60
Seite 27, 2. Spalte, 9. Absatz

„Wenn man Sie nicht bestialisch schlachtet, dann ist der Zustand, in dem Sie sich morgen befinden, noch schlimmer als der Tod. Für mich gilt übrigens das gleiche. Danke, daß Sie mich befreit haben.“

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 60
Seite 29, 2. Spalte, 9. Absatz

„Wenn man Sie nicht umbringt, dann ist der Zustand, in dem Sie sich morgen befinden, noch schlimmer als der Tod. Für mich gilt übrigens das gleiche. Danke, daß Sie mich befreit haben.“

* * *

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller Nr. 60
Seite 28, 2. Spalte, 11. Absatz – Seite 30, 2. Spalte, 5. Absatz

In dem Wesen, das über einem der Besatzungsmitglieder wie ein Liebhaber lag, erkannte ich unschwer George von Loewenstein. Aber er hatte sich erschreckend verändert. Die Haut dieses nicht mehr mensch­lich wirkenden Wesens hatte sich fahlgrün verfärbt. Sein Körper zuckte wie in höchster Ekstase. Sein Kiefer bewegte sich, ein widerliches Schmatzen war zu hören.
„Erkennen Sie Ihren Freund wie­der?“ hauchte Dorian Hunter an meinem Ohr.
Ich war unfähig, etwas zu ant­worten, stand wie gelähmt da, beob­achtete die Szene im hellen Licht der teuren Lampen und in den drei Spiegeln, die das Luxusbett umga­ben.
Fassungslos schüttelte ich schließ­lich den Kopf.
Der Mann, der mit ausgebreiteten Armen und Beinen unter ihm lag, bewegte sich nur wenig, aber auch sein Körper zitterte wie im Fieber.
Mir wurde schlecht.
Es war grauenhaft. Dies alles war kein Film, war nicht der wahnwitzi­gen Fantasie eines Malers oder Schriftstellers entsprungen, sondern war die reine, von uns miterlebte Rea­lität. Ein häßliches Knacken war zu hören, als würde George - oder das, in was sich von Loewenstein ver­wandelt hatte, einen Knochen zer­beißen.
Dann hörte ich in meiner Erstar­rung neben mir den Dämonenkiller - ich begriff undeutlich den Sinn die­ser Bezeichnung! - sagen: „Loewen­stein, Dämon aus der Schwarzen Fa­milie, wir sind da, um auch dein Le­ben auszulöschen. Willst du dich wehren?“
Das unmenschliche Wesen, das käuend und schmatzend auf dem wachsbleichen Körper des nackten Mannes lag, fuhr aufkreischend in die Höhe. Einen Sekundenbruchteil lang starrten wir uns an. George sah uns im Spiegel und sprang mit allen vieren gleichzeitig in die Höhe. Er riß sich selbst an dem dicken Vorhang herum und breitete die Arme aus. Ein grauenhafter Schrei kam über seine Lippen, die von einer unerklärlichen Flüssigkeit glänzten und leuchteten. Aus seinen Augen schie­nen Funken zu sprühen, und mitten in den Schrei hinein war das pfeifen­de Zischen der Harpune zu hören. Der Pfeil traf genau die Herzgegend des Monsters.
George wurde zwei Meter zurück­geschleudert, flog über den zucken­den Körper hinweg und zertrüm­merte den Spiegel an der Breitseite des Bettes. Die klauenartig ver­krümmten Hände griffen nach dem Schaft der Harpune, die zwei Hand­breit aus seinem Rücken hervorsah. Ich bemerkte, daß sich Hunter neben mir bewegte und die Waffe neu lud.
„Du wirst niemanden mehr quälen, Mißgeburt!“
Die Harpune entlud sich zum zwei­tenmal. Der Pfeil drang durch das rechte Auge in den furchtbaren Schädel ein und zersplitterte mit ei­nem Klirren den großen, zackigen Rest des Spiegels.
Der Körper Georges kippte nach vorn und legte sich über den Körper des Opfers.

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 60
Seite 31, 1. Spalte, 3. Absatz – Seite 31, 2. Spalte, 6. Absatz

In dem Wesen, das über einem der Besatzungsmitglieder wie ein Liebhaber lag, erkannte ich unschwer George von Loewenstein. Aber er hatte sich erschreckend verändert. Die Haut dieses nicht mehr mensch­lich wirkenden Wesens hatte sich fahlgrün verfärbt. Sein Körper zuckte wie in höchster Ekstase. Sein Kiefer bewegte sich.
„Erkennen Sie Ihren Freund wie­der?“ hauchte Dorian Hunter an meinem Ohr.
Ich war unfähig, etwas zu ant­worten, stand wie gelähmt da, beob­achtete die Szene im hellen Licht der teuren Lampen und in den drei Spiegeln, die das Luxusbett umga­ben.
Fassungslos schüttelte ich schließ­lich den Kopf.
Der Mann, der mit ausgebreiteten Armen und Beinen unter ihm lag, bewegte sich nur wenig, aber auch sein Körper zitterte wie im Fieber.
Mir wurde schlecht.
Es war grauenhaft. Dies alles war kein Film, war nicht der wahnwitzi­gen Fantasie eines Malers oder Schriftstellers entsprungen, sondern war die reine, von uns miterlebte Rea­lität.
Dann hörte ich in meiner Erstar­rung neben mir den Dämonenkiller - ich begriff undeutlich den Sinn die­ser Bezeichnung! - sagen: „Loewen­stein, Dämon aus der Schwarzen Fa­milie, wir sind da, um auch dein Le­ben auszulöschen. Willst du dich wehren?“
Das unmenschliche Wesen, das kauend und schmatzend auf dem wachsbleichen Körper des nackten Mannes lag, fuhr aufkreischend in die Höhe. Einen Sekundenbruchteil lang starrten wir uns an. George sah uns im Spiegel und sprang mit allen vieren gleichzeitig in die Höhe. Er riß sich selbst an dem dicken Vorhang herum und breitete die Arme aus. Ein grauenhafter Schrei kam über seine Lippen, die von einer unerklärlichen Flüssigkeit glänzten und leuchteten. Aus seinen Augen schie­nen Funken zu sprühen, und mitten in den Schrei hinein war das pfeifen­de Zischen der Harpune zu hören. Der Pfeil traf genau die Herzgegend des Monsters.
George wurde zwei Meter zurück­geschleudert und zertrüm­merte den Spiegel an der Breitseite des Bettes.
Ich bemerkte, daß sich Hunter neben mir bewegte und die Waffe neu lud.
„Du wirst niemanden mehr quälen, Dämon!“
Die Harpune entlud sich zum zwei­tenmal. Der Pfeil drang durch den Körper des Dämons und zersplitterte mit ei­nem Klirren den großen, zackigen Rest des Spiegels.
George kippte nach vorn und legte sich über den Körper des Opfers.

 * * *

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller Nr. 60
Seite 42, 2. Spalte, 2. Absatz

Ich betrachtete die Insel genau. Sie war nicht groß, vielleicht zwanzig mal zehn Meter und bestand aus Steinen, Felsplatten und schwarzem Sand. Die gesamte Insel war von Skeletten, Knochen und zum Teil zerschmetterten Schädeln bedeckt. All diese weißen Knochen waren Menschenknochen. Etwas am Rande dieser Skelettinsel sah ich einen dicken Holzpfahl, etwa einundeinhalb Meter hoch, auf dem ein Schädel steckte; der Unterkiefer war wegge­rissen. Um den Pfahl war eine lange Kette geschlungen, an der ein Halseisen angeschmiedet war. Jedes Glied der Kette hatte lange, schwar­ze Eisenstacheln.

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 60
Seite 44, 1. Spalte, 2. Absatz

Ich betrachtete die Insel genau. Sie war nicht groß, vielleicht zwanzig mal zehn Meter und bestand aus Steinen, Felsplatten und schwarzem Sand. Die gesamte Insel war von Skeletten, Knochen und zum Teil zerschmetterten Schädeln bedeckt. Etwas am Rande dieser Skelettinsel sah ich einen dic­ken Holzpfahl, etwa einundeinhalb Meter hoch, auf dem ein Schädel steckte. Um den Pfahl war eine lange Kette geschlungen, an der ein Halseisen angeschmiedet war. Jedes Glied der Kette hatte lange, schwar­ze Eisenstacheln.

* * *

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller Nr. 60
Seite 43, 2. Spalte, 5. Absatz

Ich wußte wieder einmal nicht, was ich tun sollte. Was machte Ange­la hier? Ihre Jeans waren zerrissen. Ich sah blutige Kratzer an ihren Wa­den und Schenkeln. Die Bluse war aufgerissen, der Pullover bestand nur noch aus einem größeren Netz, und das wunderschöne lange Haar war naß, verklebt und strähnig. Sie sah mich nicht. Ihre Augen leuchte­ten wie die der anderen Besessenen. Sie träumte mit weit geöffneten blinden Augen. Ihr Gesicht strahlte eine fast unbeschreibliche Ruhe aus, als würde sie große Zärtlichkeit erleben und genießen.

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 60
Seite 45, 1. Spalte, 7. Absatz – Seite 45, 2. Spalte, 1. Absatz

Ich wußte wieder einmal nicht, was ich tun sollte. Was machte Ange­la hier? Ihre Jeans waren zerrissen. Ich sah Kratzer an ihren Wa­den und Schenkeln. Die Bluse war aufgerissen, der Pullover bestand nur noch aus einem größeren Netz, und das wunderschöne lange Haar war naß, verklebt und strähnig. Sie sah mich nicht. Ihre Augen leuchte­ten wie die der anderen Besessenen. Sie träumte mit weit geöffneten blinden Augen. Ihr Gesicht strahlte eine fast unbeschreibliche Ruhe aus, als würde sie große Zärtlichkeit erleben und genießen.

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Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller Nr. 60
Seite 46, 1. Spalte, 3. Absatz – Seite 47, 1. Spalte, 3. Absatz

Der Krake bildete mit seinen bei­den, aus dem Wasser züngelnden Ar­men Schleifen und Knoten. Sie hin­gen über dem Mädchen und der In­sel. Dann senkten sich die langen Arme herab. Ihre Saugnäpfe öff­neten und schlossen sich; sie waren hellrot und schleimig. Die Spitzen der Tentakel berührten das Mäd­chen. Es sank in die Knie und ließ sich dann seitwärts fallen. Die Ten­takel berührten das warme, feste Fleisch und liebkosten es.
Mir wurde übel, aber ich konnte meine Blicke nicht von diesem Bild wegreißen. Das blonde Mädchen wand sich und stöhnte vor Wonne. Der Krake schwamm langsam nach links und berührte mit den anderen, kürzeren Armen das Ufer. Der Leib, der wie ein unförmiger Sack voller Gas aussah, schabte an den Tropf­steinen. Ein Rachen wurde sichtbar. Zwei Augen von der Größe und Leuchtkraft von Unterwasser­scheinwerfern schoben sich aus der schwarzen Brühe des Sees.
Am Ufer und auf dem Wasser hinterließ der Riesenkalmar eine dicke, glitschige Schleimhaut. Ich konnte deutlich erkennen, wie der Schleim aus spaltförmigen Öff­nungen abgesondert wurde, die sich an der Nahtstelle der acht Tentakel mit dem Körper befanden. Der Schleim lagerte sich auf dem Sand, auf dem Wasser und den wachsen­den Kristallen ab. Langsam und majestätisch, dabei immer mit zwei Tentakel das Mädchen streichelnd und betastend, bewegte sich der Kal­mar einmal rund um die Insel. Als er an der Stelle vorbeikam, an der ich mich zitternd zwischen scharfkanti­gen Felsen und Tropfsteinen preßte, hielt er kurz inne und sah mich mit seinen riesigen Augen an. Es war ein seltsam hypnotischer Blick. Aber ich war nicht sicher, ob die Bestie mich wirklich bemerkte. Langsam, halb schwimmend und halb auf den ande­ren Tentakeln gehend, glitt das riesi­ge Tier an mir vorbei.
Die Schleimspuren, die das Wasser überzogen, begannen zu erstarren und wurden milchig. Die Schrecken und der dauernde Terror schienen meine Sinne geschärft zu haben. Ich erkannte, daß sich der Schleim lang­sam in Kristalle verwandelte.
Inzwischen war das gewaltige Tier wieder auf der anderen Seite der In­sel. Das Mädchen stieß jetzt kleine, spitze Laute aus. Unausgesetzt fuh­ren die Enden der Fangarme über sämtliche Stellen ihres aufregenden Körpers, der sich in höchster Leiden­schaft zwischen den brüchigen Kno­chen und grinsenden Totenschädeln, aus deren Kiefern die Zähne fielen, wand und drehte.
Der Kalmar kam näher an die Insel heran. Sein Körper hob sich aus dem Wasser, das in breiten Bahnen, mit dem auskristallisierenden Schleim vermischt, von den Fangarmen, dem riesigen Sack und dem furchtbaren Gebiß tropfte. Hochaufgerichtet stand er über dem Mädchen. Jetzt legten sich drei der Arme um ihren Körper und wickelten sich langsam darum herum. Das Mädchen genoß noch diese tödliche Umarmung.
Alle Besessenen, die auf meiner Seite des Ufers standen, starrten schweigend und regungslos hinüber zu der Opferstätte. Von dem Mäd­chen war nur noch der Kopf zu se­hen. Ihre Augen waren weit aufge­rissen. Das durch die tödliche Um­klammerung nach hinten gerissene Haar zog den Kopf in den Nacken. Ihr Mund stand weit auf. Lustvolle Schreie waren zu hören.
Dann knackten Knochen. Der Ra­chen des Kalmars näherte sich dem Kopf des Mädchens, das auf dem Hö­hepunkt der Lust sterben mußte.
Als die Bestie aus dem Alptraum ihre grausige Mahlzeit begann, fuhr ich aus der Erstarrung. Plötzlich konnte ich mich bewegen.

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 60
Seite 47, 2. Spalte, 4. Absatz – Seite 48, 2. Spalte, 4. Absatz

Der Krake bildete mit seinen bei­den, aus dem Wasser züngelnden Ar­men Schleifen und Knoten. Sie hin­gen über dem Mädchen und der In­sel. Dann senkten sich die langen Arme herab. Ihre Saugnäpfe öff­neten und schlossen sich; sie waren hellrot und schleimig. Die Spitzen der Tentakel berührten das Mäd­chen. Es sank in die Knie und ließ sich dann seitwärts fallen. Die Ten­takel berührten und liebkosten es.
Mir wurde übel, aber ich konnte meine Blicke nicht von diesem Bild wegreißen. Das blonde Mädchen wand sich und stöhnte vor Wonne. Der Krake schwamm langsam nach links und berührte mit den anderen, kürzeren Armen das Ufer. Der Leib, der wie ein unförmiger Sack voller Gas aussah, schabte an den Tropf­steinen. Ein Rachen wurde sichtbar. Zwei Augen von der Größe und Leuchtkraft von Unterwasser­scheinwerfern schoben sich aus der schwarzen Brühe des Sees.
Am Ufer und auf dem Wasser hinterließ der Riesenkalmar eine dicke, glitschige Schleimhaut. Ich konnte deutlich erkennen, wie der Schleim aus spaltförmigen Öff­nungen abgesondert wurde, die sich an der Nahtstelle der acht Tentakel mit dem Körper befanden. Der Schleim lagerte sich auf dem Sand, auf dem Wasser und den wachsen­den Kristallen ab. Langsam und majestätisch, dabei immer mit zwei Tentakel das Mädchen streichelnd und betastend, bewegte sich der Kal­mar einmal rund um die Insel. Als er an der Stelle vorbeikam, an der ich mich zitternd zwischen scharfkanti­gen Felsen und Tropfsteinen preßte, hielt er kurz inne und sah mich mit seinen riesigen Augen an. Es war ein seltsam hypnotischer Blick. Aber ich war nicht sicher, ob die Bestie mich wirklich bemerkte. Langsam, halb schwimmend und halb auf den ande­ren Tentakeln gehend, glitt das riesi­ge Tier an mir vorbei.
Die Schleimspuren, die das Wasser überzogen, begannen zu erstarren und wurden milchig. Die Schrecken und der dauernde Terror schienen meine Sinne geschärft zu haben. Ich erkannte, daß sich der Schleim lang­sam in Kristalle verwandelte.
Inzwischen war das gewaltige Tier wieder auf der anderen Seite der In­sel. Das Mädchen stieß jetzt kleine, spitze Laute aus.
Der Kalmar kam näher an die Insel heran. Sein Körper hob sich aus dem Wasser, das in breiten Bahnen, mit dem auskristallisierenden Schleim vermischt, von den Fangarmen, dem riesigen Sack und dem furchtbaren Gebiß tropfte. Hochaufgerichtet stand er über dem Mädchen. Jetzt legten sich drei der Arme um ihren Körper und wickelten sich langsam darum herum.
Alle Besessenen, die auf meiner Seite des Ufers standen, starrten schweigend und regungslos hinüber zu der Opferstätte.
Der Ra­chen des Kalmars näherte sich dem Kopf des Mädchens, das auf dem Hö­hepunkt der Lust sterben mußte. Ich fuhr aus meiner Erstarrung. Plötzlich konnte ich mich bewegen.

* * *

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller Nr. 60
Seite 47, 2. Spalte, 9. Absatz – Seite 48, 1. Spalte, 1. Absatz

Sicher mußte das Riesentier von Zeit zu Zeit, in gewissen regelmäßigen Abständen, Menschen bekom­men, die es aussaugen und fressen konnte. Dadurch sicherten sich die Besessenen die Absonderung des Schleims. Der Schleim kristallisierte dann. Vielleicht war er eine Art Dünger für die steinernen Blumen, aus denen die Kristalle blühten. Konnte sein. Kannte ich die Gesetze dieser dämonischen Welt? Nein! Ich kannte sie nicht.

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 60
Seite 49, 2. Spalte, 5. Absatz

Sicher mußte das Riesentier von Zeit zu Zeit, in gewissen regelmäßi­gen Abständen, Menschen bekom­men, die es und fressen konnte. Dadurch sicherten sich die Besessenen die Absonderung des Schleims. Der Schleim kristallisierte dann. Vielleicht war er eine Art Dünger für die steinernen Blumen, aus denen die Kristalle blühten. Konnte sein. Kannte ich die Gesetze dieser dämonischen Welt? Nein! Ich kannte sie nicht.

* * *

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller Nr. 60
Seite 57, 1. Spalte, 2. Absatz

Angela stellte sich zwischen die Männer. Sie sah hinreißend aus: halbnackt, vor Leidenschaft bebend, bereit, die schönste Umarmung zu genießen. Ihr Körper war eine Sen­sation.

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 60
Seite 59, 1. Spalte, 10. Absatz

Angela stellte sich zwischen die Männer. Sie sah hinreißend aus: halbnackt, vor Leidenschaft bebend, bereit, die schönste Umarmung zu genießen.

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Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller Nr. 60
Seite 61, 1. Spalte, 2. Absatz - Seite 61, 2. Spalte, 2. Absatz

Das Boot wurde zermalmt, die Trümmer krachten gegen die Höhlendecke und fielen ins Wasser. Vier, fünf Besessene wurden gepackt, hochgehoben und durch die Luft ge­wirbelt. Der Kalmar schleuderte sie in verschiedene Richtungen. In ei­nem Regen aus Wassertropfen und Steinbrocken fielen die zerschmet­terten Körper aufklatschend in den See.
Der Kalmar tobte im Todeskampf. Er schlug um sich und benutzte seine Fangarme wie Keulen. Der Sand wirbelte in Fontänen hoch. Das schwarze Wasser verwandelte sich in weiße Gischt und spritzte nach al­len Seiten.
Kreischend rannten die Besesse­nen hin und her und stolperten übereinander. Die kristallenen Gewächse wurden teilweise von dem schweren Körper niedergewalzt, teilweise peitschten die Fangarme die Blüten aus Stein ab. Ein Arm traf einen Mann und zerschnitt ihn fast in zwei Teile.
Dann näherte sich der tobende und offensichtlich vor Qualen und Schmerzen blinde Kalmar der Stelle, an der die Kristalle zermahlen wur­den. Die Deichsel wurde mit einem Ruck herausgerissen und nach hin­ten geschleudert. Sie zerschmetterte einer Besessenen den Schädel und brach gleichzeitig einem ins Wasser flüchtenden Mann beide Knie. Zwei Tentakel packten den oberen Mühl­stein und hoben ihn hoch.
„Hinaus, Coco!“ schrie ich.
Wir alle betrachteten gebannt das dramatische Geschehen.
Mein Schrei schien den Kraken er­schreckt zu haben. Er bäumte sich auf, die Fangarme schnellten nach vorn. Der Mühlstein verwandelte sich in ein tödliches Geschoß, das ge­nau auf uns zuraste.
Ich warf mir Angela über die Schulter und hetzte die Stufen hin­auf. Der gewaltige Stein schlug dicht unter uns auf, zerschmetterte die Granitstufen und rollte nach unten. Ehe er im aufschäumenden Wasser verschwand, zerquetschte er den Mann mit den zertrümmerten Knien und trennte einen Tentakel ab.
Der Körper des Kalmars zuckte noch einmal auf. Hellrotes Blut schoß aus seinem Rachen und zahl­losen Wunden. Dann sackte die ballonartige Hülle in sich zusammen. Das Untier legte sich auf die Knocheninsel und streckte die Tentakel von sich.

Trip in die Unterwelt
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 60
Seite 61, 2. Spalte, 3. Absatz – Seite 62. 1. Spalte, 4. Absatz

Das Boot wurde zermalmt, die Trümmer krachten gegen die Höhlendecke und fielen ins Wasser.
Der Kalmar tobte im Todeskampf. Er schlug um sich und benutzte seine Fangarme wie Keulen. Der Sand wirbelte in Fontänen hoch. Das schwarze Wasser verwandelte sich in weiße Gischt und spritzte nach al­len Seiten.
Kreischend rannten die Besesse­nen hin und her und stolperten übereinander. Die kristallenen Gewächse wurden teilweise von dem schweren Körper niedergewalzt, teilweise peitschten die Fangarme die Blüten aus Stein ab.
Dann näherte sich der tobende und offensichtlich vor Qualen und Schmerzen blinde Kalmar der Stelle, an der die Kristalle zermahlen wurden. Die Deichsel wurde mit einem Ruck herausgerissen und nach hin­ten geschleudert. Zwei Tentakel packten den oberen Mühl­stein und hoben ihn hoch.
„Hinaus, Coco!“ schrie ich.
Wir alle betrachteten gebannt das dramatische Geschehen.
Mein Schrei schien den Kraken er­schreckt zu haben. Er bäumte sich auf, die Fangarme schnellten nach vorn. Der Mühlstein verwandelte sich in ein tödliches Geschoß, das ge­nau auf uns zuraste.
Ich warf mir Angela über die Schulter und hetzte die Stufen hin­auf. Der gewaltige Stein schlug dicht unter uns auf, zerschmetterte die Granitstufen und rollte nach unten.
Der Körper des Kalmars zuckte noch einmal auf. Dann sackte die ballonartige Hülle in sich zusammen. Das Untier legte sich auf die Knocheninsel und streckte die Tentakel von sich.

* * *

Das waren die Kürzungen in der DK-Neuauflage Nr. 60. In der nächsten Folge kommen die Kürzungen in der Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 61 "In der Gewalt der Schneemenschen" von Kurt Luif alias Neal Davenport dran.

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