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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Kürzungen in der DK-Neuauflage - 52. Teil - Die Sklaven des Vampirs

Dämonenkiller zum 40.

 Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Kürzungen der Neuauflage
Die Sklavin des Vampirs

Als am 12. April 1983 die Neuauflage der Dämonenkiller-Serie startete, war ich hocherfreut, denn es bestand für mich die Chance, daß ich endlich das Ende des Baphomet-Zyklus (Dämonenkiller 130 – 149) in Heftformat erhalten könnte. Leider wurde nichts daraus und das lag unter anderem daran, dass der Erich Pabel-Verlag auf eine glorreiche Idee kam.


Im Sinne des Jugendschutzes begann man damit, sämtliche (möglicherweise) jugendgefährdenden Stellen in den Dämonenkiller-Romanen zu entfernen.

Schauen wir uns mal an, was in Dämonenkiller-Roman Nr. 51 Die Sklavin des Vampirs gekürzt wurde:

Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller Nr. 51
Seite 10, 1. Spalte, 3. Absatz

Pierre hob die Stahlstange auf, rannte durch den aufwirbelnden Staub und holte aus. Er zielte auf das riesige Horn. Aber die schwarzhaa­rige Bestie ahnte den Angriff und drehte sich, die bewußtlose Frau im Arm, halb herum. Ein furchtbarer Schlag traf Pierre und schleuderte ihn mit dem Rücken gegen ein leeres Faß. Pierre rutschte langsam am Faß herunter und fiel zur Seite, mitten in den Knochenhaufen. Das gierige, lustvolle Schmatzen der schwarzhaarigen Bestie hörte er nicht mehr.

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 51
Seite 11, 1. Spalte, 3. Absatz

Pierre hob die Stahlstange auf, rannte durch den aufwirbelnden Staub und holte aus. Er zielte auf das riesige Horn. Aber die schwarzhaa­rige Bestie ahnte den Angriff und drehte sich, die bewußtlose Frau im Arm, halb herum. Ein furchtbarer Schlag traf Pierre und schleuderte ihn mit dem Rücken gegen ein leeres Faß. Pierre rutschte langsam am Faß herunter und fiel zur Seite, mitten in den Knochenhaufen.

* * *

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller Nr. 51
Seite 18, 1. Spalte, 5. Absatz

„Ich bin in den Keller zurückge­rannt, habe den Hammer geholt und ihr den Pfahl in die Brust geschla­gen. Sie hat gedacht, ich bringe Wein, und hat noch immer in dem schwar­zen Steinsarg gelegen. Sie hat gräß­lich geschrien. Und dann ist sie zu Staub zerfallen. Ich kann heute noch hören, wie der Pflock geklappert hat, als er umfiel, weil ihr Körper plötz­lich - plötzlich nicht mehr da war.“

Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 40
Seite 19, 2. Spalte, 3. Absatz

„Ich bin in den Keller zurückge­rannt, habe den Hammer geholt und ihr den Pfahl in die Brust geschla­gen. Sie hat gedacht, ich bringe Wein, und hat noch immer in dem schwar­zen Steinsarg gelegen. Und dann ist sie zu Staub zerfallen.“

* * *

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller Nr. 51
Seite 28, 2. Spalte, 7. Absatz

„Sehr interessant. Ich ahnte so etwas“, kommentierte Fritz von Schallfeldt. Er besaß Sinn für Tradition.

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 51
Seite 30, 2. Spalte, 6. Absatz

„Sehr interessant. Ich ahnte so etwas“, kommentierte Victor von Schallfeldt. Er besaß Sinn für Tradition.

* * *

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller Nr. 51
Seite 41, 2. Spalte, 6. Absatz – Seite 42, 1. Spalte, 5. Absatz

Fieberhaft bewegte er die Finger. Der Vampir hing drohend über ihm, streckte die Arme mit den spitzen Krallen aus und grunzte angriffslu­stig. Endlich schnappte der kleine Hebel herum. Der Dämon landete auf Dorian. Die Hand des Mannes wurde gegen seine Brust gepreßt, aber Dorian bewegte das Handge­lenk nicht, er krümmte nur den Fin­ger.
Der Einschlag des Spezialgeschos­ses warf den Vampir zwei Handbreit in die Höhe. Dorian spürte den Rück­stoß und befreite sich von der schwe­ren, nach Moder und Feuchtigkeit stinkenden Gestalt.
Der Vampir glitt neben ihm zu Bo­den. Dorian zielte genau und schoß ein zweites Mal. Diesmal jagte er sei­nen Schuß in die Gegend, wo das Herz saß. Der peitschende Knall der Waffe mußte sich im Haus wie ein Kanonenschuß anhören. Susan schrie leise auf. Sie versuchte vom Bett herunterzurollen.
Dorian stand keuchend da und sah, wie sich die Gesichtszüge des Vampirs zu verändern begannen. Ich habe getroffen, dachte er, aber sein Blick wurde abgelenkt. In der schwarzen Öffnung des Fensters be­wegte sich etwas. Eine zweite Ge­stalt. Sie kam vom Dach und sprang jetzt mit einem mächtigen Sprung, wie eine große, schwarze Raubkatze, auf Susan zu.
Der Dämonenkiller drehte sich herum und schoß zum drittenmal. Der Vampir, der mit aufgerissenem Maul und vorgestreckten Krallen auf das Fußende des Bettes springen wollte, wurde mitten im Sprung ge­troffen. Er fiel senkrecht herunter und begann sich aufzulösen.
Susans Körper schlug hart gegen den Schrank, der heftig zu wackeln begann. Sie hielt die Hände vor den Mund und starrte mit schneeweißem Gesicht auf das Bild, das sich ihr bot.
Die zwei Wesen, die hier einge­drungen waren, begannen sich auf­zulösen. Ihre Körper schrumpften zusammen und begannen zu Staub zu zerfallen. Dorian packte den er­sten Vampir, riß ihn wie ein Bündel hoch und stemmte ihn aus dem Fen­ster hinaus in die Nacht. Es schneite schon wieder; dicke weiße Flocken tanzten ins Zimmer. Dann wirbelte er herum, ohne Susan zu beachten, zog den zweiten Vampir an den Bei­nen herum und schleppte ihn eben­falls zum Fenster. Die Reste der Be­stie landeten auf den Dachziegeln und im Schnee.

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 51
Seite 42, 2. Spalte, 7. Absatz – Seite 43, 2. Spalte, 1. Absatz

Fieberhaft bewegte er die Finger. Der Vampir hing drohend über ihm, streckte die Arme mit den spitzen Krallen aus. Endlich schnappte der kleine Hebel herum. Der Dämon landete auf Dorian. Die Hand des Mannes wurde gegen seine Brust gepreßt, aber Dorian bewegte das Handge­lenk nicht, er krümmte nur den Fin­ger.
Dorian spürte den Rück­stoß und befreite sich von der schwe­ren, nach Moder und Feuchtigkeit stinkenden Gestalt.
Der Vampir glitt neben ihm zu Bo­den. Dorian zielte genau und schoß ein zweites Mal. Diesmal jagte er sei­nen Schuß in die Gegend, wo das Herz saß. Der peitschende Knall der Waffe mußte sich im Haus wie ein Kanonenschuß anhören. Susan schrie leise auf. Sie versuchte vom Bett herunterzurollen.
Dorian stand keuchend da und sah, wie sich die Gesichtszüge des Vampirs zu verändern begannen. Ich habe ihn getroffen, dachte er, aber sein Blick wurde abgelenkt. In der schwarzen Öffnung des Fensters be­wegte sich etwas. Eine zweite Ge­stalt. Sie kam vom Dach und sprang jetzt mit einem mächtigen Sprung, wie eine große, schwarze Raubkatze, auf Susan zu.
Der Dämonenkiller drehte sich herum und schoß zum drittenmal. Der Vampir, der mit aufgerissenem Maul und vorgestreckten Krallen auf das Fußende des Bettes springen wollte, wurde mitten im Sprung ge­troffen. Er fiel senkrecht herunter und begann sich aufzulösen.
Susans Körper schlug hart gegen den Schrank, der heftig zu wackeln begann. Sie hielt die Hände vor den Mund und starrte mit schneeweißem Gesicht auf das Bild, das sich ihr bot.
Die beiden Wesen, die hier einge­drungen waren, begannen zu Staub zu zerfallen. Dorian packte den er­sten Vampir, riß ihn hoch und stemmte ihn aus dem Fen­ster hinaus in die Nacht. Es schneite schon wieder; dicke weiße Flocken tanzten ins Zimmer. Dann wirbelte er herum, ohne Susan zu beachten, zog den zweiten Vampir an den Bei­nen herum und schleppte ihn eben­falls zum Fenster. Die Reste der Be­stie landeten auf den Dachziegeln und im Schnee.

* * *

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller Nr. 51
Seite 51, 1. Spalte, 5. + 6. Absatz

Der Vampir stürzte sich auf ihn. Er hatte die Arme seitlich ausgestreckt und griff nach den Schultern des Dä­monenkillers. Dorian wartete scheinbar gelähmt, bis das Untier dicht vor ihm stand, dann handelte er blitzschnell. Er sprang zur Seite, trat nach den Knien des Vampirs und holte mit der Rechten weit aus. Der Vampir fuhr herum, wurde ge­blendet, und in derselben Sekunde fuhr mit Wucht der spitze Pfahl ins Herz des Ungeheuers.
Dorian rettete sich mit einem schnellen Satz vor den Krallen. Er prallte mit der Schulter gegen die Mauer, richtete die Lampe rasch nach unten und sah, daß er gut ge­troffen hatte. Der Körper des Vam­pirs krümmte sich in letzten Zuc­kungen. Die Krallen seiner Finger fuhren kratzend über den staubbe­deckten Boden und hinterließen tiefe Spuren. Dann lag der Vampir still und begann sich aufzulösen.

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 51
Seite 52, 1. Spalte, 5. + 6. Absatz

Der Vampir stürzte sich auf ihn. Er hatte die Arme seitlich ausgestreckt und griff nach den Schultern des Dä­monenkillers. Dorian wartete scheinbar gelähmt, bis das Untier dicht vor ihm stand, dann handelte er blitzschnell. Er sprang zur Seite und holte mit der Rechten weit aus. Der Vampir fuhr herum, wurde ge­blendet, und in derselben Sekunde fuhr der spitze Pfahl ins Herz des Ungeheuers.
Dorian rettete sich mit einem schnellen Satz vor den Krallen. Er prallte mit der Schulter gegen die Mauer, richtete die Lampe rasch nach unten und sah, daß er ge­troffen hatte. Der Körper des Vam­pirs krümmte sich in letzten Zuc­kungen und begann sich aufzulösen.

* * *

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller Nr. 51
Seite 53, 1. Spalte, 7. Absatz

Er drängte dem zitternden Mann das Gerät auf, dann zog er seine Spezialwaffe und schoß. Er traf den Vampir, der noch vor einer Stunde ein Mensch gewesen war, ins Herz. Schreiend und kreischend brach der Blutsauger fast auf der Stelle zu­sammen und überschlug sich. Er fiel vor die Füße der Männer, die ausein­andersprangen und weiter rannten. Hinter ihnen kamen die anderen Vampire. Vor ihnen lag der Licht­kreis rund um den Tisch. Die anderen Gäste, unter ihnen der Winzer, standen ratlos da und wußten nicht, was plötzlich los war.

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 51
Seite 54, 2. Spalte, 1. Absatz

Er drängte dem zitternden Mann das Gerät auf, dann zog er seine Spezialwaffe und schoß. Er traf den Vampir ins Herz. Schreiend und kreischend brach der Blutsauger fast auf der Stelle zu­sammen. Er fiel vor die Füße der Männer, die ausein­andersprangen und weiter rannten. Hinter ihnen kamen die anderen Vampire. Vor ihnen lag der Licht­kreis rund um den Tisch. Die anderen Gäste, unter ihnen der Winzer, standen ratlos da und wußten nicht, was plötzlich los war.

* * *

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller Nr. 51
Seite 55, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 55, 2. Spalte, 2. Absatz

Die Männer versuchten sich zu wehren, aber immer wieder schreckten sie vor den Vampiren und Blut­saugern zurück. Schritt um Schritt näherten sie sich dem Eingang, hinter dem das flackernde Licht und der ausgezackte Riß in der Mauer zu sehen waren. Dorian schwieg und konzentrierte sich. Und dann spie seine Waffe einen Bolzen aus. Das Geschoß traf einen der Vampire, die sich zu nahe herangewagt hatten, ins Herz. Der Untote starb und verende­te unter gräßlichen Schreien und dem Wutgeheul seiner Artgenossen. Die Füße der Vampire zertrampelten den Staub, zu dem der Körper zerfiel. Die Untoten drangen plötzlich mit überraschender Wildheit vor, ergrif­fen mit zahllosen weißen Händen und langen Krallen den weißhaa­rigen Engländer und schleppten ihn mit sich in das erleuchtete Gewölbe. Obwohl Dorian versuchte, ihnen die Beute wieder zu entreißen, konnte er nichts ausrichten.
Die verzweifelten Schreie des alten Mannes erstarben, als sich die Fangzähne in seinen Hals bohrten. Auch er war zum Opfer und Blutsauger geworden. Dorian aber brachte es fertig, dem letzten der heulenden Vampire einen Pfahl von hinten ins Herz zu schießen.

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 51
Seite 56, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 56, 2. Spalte, 2. Absatz

Die Männer versuchten sich zu wehren, aber immer wieder schreckten sie vor den Vampiren und Blut­saugern zurück. Schritt um Schritt näherten sie sich dem Eingang, hinter dem das flackernde Licht und der ausgezackte Riß in der Mauer zu sehen waren. Dorian schwieg und konzentrierte sich. Und dann spie seine Waffe einen Bolzen aus. Das Geschoß traf einen der Vampire, die sich zu nahe herangewagt hatten, ins Herz. Der Untote starb und verende­te unter dem Wutgeheul seiner Artgenossen. Die Füße der Vampire zertrampelten den Staub, zu dem der Körper zerfiel. Die Untoten drangen plötzlich mit überraschender Wildheit vor, ergrif­fen mit zahllosen weißen Händen und langen Krallen den weißhaa­rigen Engländer und schleppten ihn mit sich in das erleuchtete Gewölbe. Obwohl Dorian versuchte, ihnen die Beute wieder zu entreißen, konnte er nichts ausrichten.
Der alte Mann war zum Opfer und Blutsauger geworden. Dorian aber brachte es fertig, dem letzten der heulenden Vampire einen Pfahl von hinten ins Herz zu schießen.

* * *

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller Nr. 51
Seite 57, 2. Spalte, 2. Absatz

Eine Flammenspur raste quer durch das Gewölbe. Zwei Vampire, die mitten im Weg gestanden hatten, begannen zu brennen. Es war, als ob sie aus Papier gewesen wären. Sie bildeten lodernde Fackeln, die krei­schend und jaulend durch die Halle rannten und sich gegen die Mauern warfen. Dorian streckte einen weite­ren Vampir mit einem gut gezielten Schuß nieder und sah, daß der Junge vor dem rasenden Dämon stand und ihn mit Benzin bespritzte.

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 51
Seite 57, 2. Spalte, 4. Absatz

Eine Flammenspur raste quer durch das Gewölbe. Zwei Vampire, die mitten im Weg gestanden hatten, begannen zu brennen. Dorian streckte einen weite­ren Vampir mit einem gut gezielten Schuß nieder und sah, daß der Junge vor dem rasenden Dämon stand und ihn mit Benzin bespritzte.

* * *

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller Nr. 51
Seite 58, 2. Spalte, 7. Absatz – Seite 59, 2. Spalte, 2. Absatz

Jetzt begriff der Dämonenkiller. Er drehte sich um, lief die ausgetre­tenen Stufen wieder hinunter und auf die Säulen zu, die sich neben der Maschine befanden. Dort tasteten seine Finger über den Stein, über Metallgegenstände, über Drähte und erwischten endlich einen Schalter.
Von oben kamen schmatzende und stöhnende Geräusche. Dorian drehte am Schalter.
Plötzlich durchflutete Licht den Raum. Überall befanden sich Leuchtkörper, die gleichzeitig auf­flammten.
Der Raum hatte drei Eingänge. Dorian blickte nach oben. Auf der Plattform, von der aus die Trauben­sammler ihre Körbe entleerten, standen der Junge und der Dämon, eng aneinander gepreßt. Sie wirkten wie ein Liebespaar, aber Dorian sah, wie sich der rechte Arm des Jungen aus der Umklammerung löste und nach hinten drehte. In der Faust be­fand sich der lange Pfahl.
Dorian senkte den Kopf und such­te. Er las schnell die wenigen Bezeichnungen, dann klappte er einen schweren Hebel nach unten. Ein Elektromotor heulte auf. Ein altes Getriebe begann zu rumpeln.
Der Stempel begann sich zu sen­ken. Dorian wartete einige Sekun­den, dann rief er scharf: „Jetzt!“
Mit einem wilden Ruck löste sich Durand aus der Umarmung des Dämons. Seine Hand schnellte vor, rammte den Pfahl in die Brust des Dämons; und gleichzeitig warf Du­rand mit der Schulter den riesigen, vor Erregung bebenden Körper um. Der Dämon fiel zu Boden, rollte schreiend über die Plattform, von den wütenden Tritten und Stößen des Jungen verfolgt, bis er in den Bottich stürzte.
Ununterbrochen senkte sich die Presse auf ihn herab. Die Finger an dem rissigen Hartgummihebel, drehte sich Dorian langsam um. Er war bereit, auf alles zu feuern, was sich zeigte. Aber kein Vampir dräng­te mehr in den Raum hinein. Aus der Öffnung kamen dicke, weißgraue Rauchschwaden. Das Stöhnen und Wimmern draußen wurde schwä­cher. Dafür begannen Vibrationen das Gewölbe zu erschüttern. Der ge­troffene Dämon heulte schauerlich. Die Wände des eisernen Bottichs warfen seine Schreie zurück.
Die tonnenschwere Platte berühr­te den Rand des Bottichs, schob sich unaufhaltsam tiefer. Die Gewinde­stangen drehten sich schneller und schneller. Der Junge rannte von der Brüstung herunter, stolperte über die Treppe und raste auf Dorian zu.
Die Vibrationen wurden stärker. Der Motor begann lauter zu winseln. Die Zahnräder des Getriebes knack­ten und ratterten. Von der Decke rie­selte Staub aus den Quadern des Kreuzgewölbes.
„Es ist alles vorbei!“ schrie Durand und sprang in die Höhe. „Sehen Sie, Reed!“
Er deutete auf das Loch im Bottich, an das sich eine eiserne Rinne anschloß. Der Dämon schrie noch im­mer unmenschlich, wurde aber im­mer leiser. In der Öffnung des Bot­tichs erschien eine dunkle, zähe Flüssigkeit. Sie sah wie gerinnendes Blut aus. Es war das Blut des ster­benden Dämonen. Dickes, dunkelro­tes Blut, das jetzt langsam zu laufen begann und am Ende der Rinne ei­nen großen, dicken Tropfen bildete.
Keuchend stand Durand neben Dorian. An vier Stellen zugleich fie­len jetzt Mörtel und Steinbrocken von der Decke. Aus den Vibrationen waren starke Erschütterungen ge­worden.
„Kommen Sie! Wir müssen hier raus!“
Dorian ließ den Handgriff los. Plötzlich, nach einem letzten grau­envollen Ächzen, verstummte der Dämon. Der Strom der satanischen Flüssigkeit war dicker geworden und bildete unterhalb der Rinne ei­nen riesigen Fleck im Staub. Mit ei­nem harten Ruck kuppelte das Ge­triebe aus.

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 51
Seite 59, 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 60, 1. Spalte, 6. Absatz

Jetzt begriff der Dämonenkiller. Er drehte sich um, lief die ausgetretenen Stufen wieder hinunter und auf die Säulen zu, die sich neben der Maschine befanden. Dort tasteten seine Finger über den Stein, über Metallgegenstände, über Drähte und erwischten endlich einen Schalter.
Dorian drehte am Schalter.
Plötzlich durchflutete Licht den Raum. Überall befanden sich Leuchtkörper, die gleichzeitig auf­flammten.
Der Raum hatte drei Eingänge. Dorian blickte nach oben. Auf der Plattform, von der aus die Trauben­sammler ihre Körbe entleerten, standen der Junge und der Dämon, eng aneinander gepreßt. Sie wirkten wie ein Liebespaar, aber Dorian sah, wie sich der rechte Arm des Jungen aus der Umklammerung löste und nach hinten drehte. In der Faust be­fand sich der lange Pfahl.
Dorian senkte den Kopf und such­te. Er las schnell die wenigen Bezeichnungen, dann klappte er einen schweren Hebel nach unten. Ein Elektromotor heulte auf. Ein altes Getriebe begann zu rumpeln.
Der Stempel begann sich zu sen­ken. Dorian wartete einige Sekun­den, dann rief er scharf: „Jetzt!“
Mit einem wilden Ruck löste sich Durand aus der Umarmung des Dämons. Seine Hand schnellte vor, rammte den Pfahl in die Brust des Dämons; und gleichzeitig warf Du­rand mit der Schulter den riesigen, vor Erregung bebenden Körper um. Der Dämon fiel zu Boden, rollte schreiend über die Plattform, bis er in den Bottich stürzte.
Ununterbrochen senkte sich die Presse auf ihn herab. Die Finger an dem rissigen Hartgummihebel, drehte sich Dorian langsam um. Er war bereit, auf alles zu feuern, was sich zeigte. Aber kein Vampir dräng­te mehr in den Raum hinein. Aus der Öffnung kamen dicke, weißgraue Rauchschwaden. Das Stöhnen und Wimmern draußen wurde schwä­cher. Dafür begannen Vibrationen das Gewölbe zu erschüttern. Der ge­troffene Dämon heulte schauerlich. Die Wände des eisernen Bottichs warfen seine Schreie zurück.
Die tonnenschwere Platte berühr­te den Rand des Bottichs, schob sich unaufhaltsam tiefer. Die Gewinde­stangen drehten sich schneller und schneller. Der Junge rannte von der Brüstung herunter, stolperte über die Treppe und raste auf Dorian zu.
Die Vibrationen wurden stärker. Der Motor begann lauter zu winseln. Die Zahnräder des Getriebes knack­ten und ratterten. Von der Decke rie­selte Staub aus den Quadern des Kreuzgewölbes.
„Es ist alles vorbei!“ schrie Durand und sprang in die Höhe. „Sehen Sie, Reed!“
Er deutete auf das Loch im Bottich, an das sich eine eiserne Rinne anschloß. Der Dämon schrie noch im­mer unmenschlich, wurde aber im­mer leiser.
Keuchend stand Durand neben Dorian. An vier Stellen zugleich fie­len jetzt Mörtel und Steinbrocken von der Decke. Aus den Vibrationen waren starke Erschütterungen ge­worden.
„Kommen Sie! Wir müssen hier raus!“
Dorian ließ den Handgriff los. Plötzlich, nach einem letzten grau­envollen Ächzen, verstummte der Dämon. Mit ei­nem harten Ruck kuppelte das Ge­triebe aus.

* * *

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller Nr. 51
Seite 62, 2. Spalte, 8. Absatz – Seite 63, 1. Spalte, 1. Absatz

„Aber Sie tun mir doch die Ehre an, noch eine von den berüchtigten Flaschen zu leeren? Auch Sie, Monsieur Reed, ja?“
„Aber gern“, meinte Dorian und lehnte sich zurück.
Wilson drehte sehr nachdenklich das Glas zwischen seinen knochi­gen Fingern. Pascal wirkte noch immer verstört und war in sich ge­kehrt.
Simon entkorkte die Flasche mit der langen Schrift auf dem Etikett. Der Weingeruch schwebte wie eine Wolke über dem Tisch neben dem brennenden Kaminfeuer. Blutrot leuchtete die Flüssigkeit in den Glä­sern. Das letzte Sonnenlicht des Tages fiel durch die kleinen Fenster.

 

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 51
Seite 63, 2. Spalte, 3. – 5. Absatz

„Aber Sie tun mir doch die Ehre an, noch eine von den berüchtigten Flaschen zu leeren? Auch Sie, Monsieur Reed, ja?“
„Nein, danke“, meinte Dorian und lehnte sich zurück. Er war froh, endlich nicht mehr den Weinkenner spielen zu müssen und wieder Bourbon trinken zu können
Simon entkorkte die Flasche mit der langen Schrift auf dem Etikett. Der Weingeruch schwebte wie eine Wolke über dem Tisch neben dem brennenden Kaminfeuer. Blutrot leuchtete die Flüssigkeit in den Glä­sern. Das letzte Sonnenlicht des Tages fiel durch die kleinen Fenster.

* * *

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller Nr. 51
Seite 63 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 63, 2. Spalte, 3. Absatz

„Das ist der letzte Beweis“, sagte Dorian und goß den Inhalt ins Feuer. „Der Wein ist unbrauchbar. Es tut mir leid für Ihre dreiundzwanzig Flaschen, Simon.“
Der dicke Wirt hockte über alle Maßen enttäuscht am Tisch. Wenn er noch einen Beweis gebraucht hätte, um an Dämonen und Blutsauger zu glauben - hier war er. Niemals wie­der würde es einen solchen Wein ge­ben. Niemals wieder würden Men­schen zu Sklaven eines dämonischen Küfers werden.
„Bringen Sie anderen Wein!“ sagte Dorian Hunter. „Und weniger teu­ren, Simon!“

 

Die Sklavin des Vampirs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 51
Seite 63, 2. Spalte, 10. Absatz – Seite 64, 2. Spalte, 2 Absatz

„Das ist der letzte Beweis“, sagte Dorian, der von Wilsons Glas gekostet hatte, und goß den Inhalt ins Feuer. „Der Wein ist unbrauchbar. Es tut mir leid für Ihre dreiundzwanzig Flaschen, Simon.“
Der dicke Wirt hockte über alle Maßen enttäuscht am Tisch. Wenn er noch einen Beweis gebraucht hätte, um an Dämonen und Blutsauger zu glauben - hier war er. Niemals wie­der würde es einen solchen Wein ge­ben. Niemals wieder würden Men­schen zu Sklaven eines dämonischen Küfers werden.
„Bringen Sie anderen Wein!“ sagte Dorian Hunter. „Und mir noch ein Bourbon.“

* * *

Das waren die Kürzungen in der DK-Neuauflage Nr. 51. In der nächsten Folge kommen die Kürzungen in der Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 52 "Die Schlangengrube" von Walter Appel alias Earl Warren dran.

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