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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Kürzungen in der DK-Neuauflage - 26. Teil - Die Todesmasken des Dr. Faustus

Dämonenkiller zum 40.Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Kürzungen der Neuauflage
Die Todesmasken des Dr. Faustus

Als am 12. April 1983 die Neuauflage der Dämonenkiller-Serie startete, war ich hocherfreut, denn es bestand für mich die Chance, daß ich endlich das Ende des Baphomet-Zyklus (Dämonenkiller 130 – 149)  in Heftformat erhalten könnte. Leider wurde nichts daraus und das lag unter anderem daran, dass der Erich Pabel-Verlag auf eine glorreiche Idee kam.


Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Im Sinne des Jugendschutzes begann man damit, sämtliche (möglicherweise) jugendgefährdenden Stellen in den Dämonenkiller-Romanen zu entfernen.

Schauen wir uns mal an, was in Dämonenkiller-Roman Nr. 26 Die Todesmasken des Dr. Faustus gekürzt wurde:

Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller 26
Seite 9, 1. Spalte, 2. Absatz 

Der Dieb rannte über den Fried­hof. Georg Rudolf Speyer nahm die Verfolgung auf, während rings um ihn die Blitze einschlugen und die Gräber sich öffneten. Ein Blitz traf den Sarg, den die Träger zum offe­nen Grab brachten. Der Sargdeckel sprang auf, und der Tote erhob sich mit einem tierischen Schrei.

Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller-Neuauflage 25
Seite 9, 1. Spalte, 2. Absatz 

Der Dieb rannte über den Fried­hof. Georg Rudolf Speyer nahm die Verfolgung auf, während rings um ihn die Blitze einschlugen und die Gräber sich öffneten. Ein Blitz traf den Sarg, den die Träger zum offe­nen Grab brachten. Der Sargdeckel sprang auf, und der Tote erhob sich mit einem Schrei.

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Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller Nr. 26
Seite 9, 2. Spalte, 6. Absatz – Seite 10, 1. Spalte, 1. Absatz

Man sah ihm an, daß er aus Edelme­tall gearbeitet war. Doch er bestand aus einem besonderen Gold - aus Al­chimistengold; und dieses Gold war zur Geburtsstunde der Dämonen-Drillinge erschaffen worden. Des­halb bestand zwischen den drei Ge­schöpfen des Teufels und dem Dru­denfuß eine geheimnisvolle Verbin­dung. Er war die Waffe, mit der man die drei Ungeheuer zur Strecke brin­gen konnte. Dorian wollte ihn behü­ten, als wäre er ein Stück von ihm. Und genau betrachtet war der Gol­dene Drudenfuß auch ein Teil seines Lebens.

1Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 25
Seite 10, 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 10, 2. Spalte, 1. Absatz

Man sah ihm an, daß er aus Edelme­tall gearbeitet war. Doch er bestand aus einem besonderen Gold - aus Alchimistengold; und dieses Gold war zur Geburtsstunde der Dämonen-Drillinge erschaffen worden. Des­halb bestand zwischen den drei Ge­schöpfen des Teufels und dem Drudenfuß eine geheimnisvolle Verbin­dung. Er war die Waffe, mit der man die drei Ungeheuer zur Strecke brin­gen konnte. Dorian wollte ihn behü­ten, als wäre er ein Stück von ihm.

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Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller Nr. 26
Seite 19, 1. Spalte, 9. Absatz

„Ich hieß damals Georg Rudolf Speyer, war neunzehn, Sohn eines Kaufmanns an der Lahn und stu­dierte in Wittenberg Medizin. Dr. Faust war einer meiner Lehrer. Er machte jedoch mehr Ulk mit uns, als daß er uns medizinische Kenntnisse beibrachte. Zumindest erschien es mir damals als Ulk. Ich erinnere mich plötzlich einer Begebenheit so deutlich, als sei sie gestern passiert.

Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 25
Seite 19, 2. Spalte, 8. Absatz

„Ich hieß damals Georg Rudolf Speyer, war neunzehn, Sohn eines Kaufmanns an der Lahn und stu­dierte in Wittenberg Medizin. Dr. Faustus war mein Lehrer. Er machte jedoch mehr Ulk mit uns, als daß er uns medizinische Kenntnisse beibrachte. Zumindest erschien es mir damals als Ulk. Ich erinnere mich plötzlich einer Begebenheit so deutlich, als sei sie gestern passiert.

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Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller Nr. 26
Seite 19, 2. Spalte, 4. Absatz – Seite 20, 1. Spalte, 1. Absatz

Als Faust aus Wittenberg fortzog, gab ich bald darauf mein Studium auf und ging auf Wanderschaft. Das war mit einundzwanzig. Ich wußte zu diesem Zeitpunkt noch nicht, daß ich durch einen Pakt mit Asmodi I. Unsterblichkeit erlangt hatte. Und auch nichts darüber, daß ich im Jah­re 1508 als Juan Garcia de Tabera die Entstehung des Goldenen Druden­fußes und die Geburt der schreck­lichen Dämonen-Drillinge miterlebt hatte. (Siehe Dämonen-Killer 23: DER GOLDENE DRUDENFUSS) Erst als mich mein Wandertrieb im Jahre 1531 - einige Tage vor Weihnachten - nach Toledo führte, erfuhr ich die Wahrheit über mich. Ich erlebte die Schrecken der entfesselten Elemente mit, als jemand den Drudenfuß, den ich als de Tabera an einem Seitenal­tar der „Santa Maria la Blanca“ versteckte, stahl. Da setzte die Erinne­rung an meine früheren Leben ein, und ich wußte, daß ich nur nach To­ledo gekommen war, um den Goldenen Drudenfuß zu finden. Doch er wurde vor meinen Augen geraubt. Ich erfuhr, daß der Dieb einer Komö­diantentruppe angehörte, die noch am selben Abend nach Norden wei­terzog. Ich folgte den Komödianten, holte sie aber erst Anfang Februar des folgenden Jahres nahe vor Köln ein.“

Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 25
Seite 20, 1. Spalte, 4. Absatz – Seite 20, 2. Spalte, 1. Absatz

Als Faust aus Wittenberg fortzog, gab ich bald darauf mein Studium auf und ging auf Wanderschaft. Das war mit einundzwanzig. Ich wußte zu diesem Zeitpunkt noch nicht, daß ich durch einen Pakt mit Asmodi I. Unsterblichkeit erlangt hatte. Und auch nichts darüber, daß ich im Jah­re 1508 als Juan Garcia de Tabera die Entstehung des Goldenen Druden­fußes und die Geburt der schreck­lichen Dämonen-Drillinge miterlebt hatte. (Siehe Dämonen-Killer 22: Jagt die Satansbrut) Erst als mich mein Wandertrieb im Jahre 1531 - einige Tage vor Weihnachten - nach Toledo führte, erfuhr ich die Wahrheit über mich. Ich erlebte die Schrecken der entfesselten Elemente mit, als jemand den Drudenfuß, den ich als de Tabera an einem Seitenal­tar der „Santa Maria la Blanca“ versteckte, stahl. Da setzte die Erinne­rung an meine früheren Leben ein, und ich wußte, daß ich nur nach To­ledo gekommen war, um den Goldenen Drudenfuß zu finden. Doch er wurde vor meinen Augen geraubt. Ich erfuhr, daß der Dieb einer Komö­diantentruppe angehörte, die noch am selben Abend nach Norden wei­terzog. Ich folgte den Komödianten, holte sie aber erst Anfang Februar des folgenden Jahres nahe vor Köln ein.“

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Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller Nr. 26
Seite 29, 2. Spalte, 6. Absatz – Seite 30, 1. Spalte, 1. Absatz

Isolde brach mit einem Aufschrei zusammen. Sie kauerte auf dem Bo­den, riß sich den Fellmantel vom Leib, keuchte und röchelte und schrie; und sie riß sich an den Haa­ren und schlug sich ins Gesicht, bis es aufgequollen war und die Lippen bluteten; und sie packte eines ihrer Beine, verrenkte es sich und schlug sich die Ferse immer wieder in den Leib; und sie heulte wie ein Tier; und sie verdrehte die Augen, bis nur noch das Weiße zu sehen war; und sie riß ihren Mund auf. Noch nie in seinem Leben hatte Speyer einen Menschen gesehen, der es fertig brachte, den Mund so weit aufzutun. Und sie steckte die Finger der einen Handtief in diesen riesigen Mund und biß heftig zu.

Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 25
Seite 31, 1. Spalte, 5. Absatz

Isolde brach mit einem Aufschrei zusammen. Sie kauerte auf dem Bo­den, riß sich den Fellmantel vom Leib, keuchte und röchelte und schrie; und sie riß sich an den Haa­ren und schlug sich ins Gesicht. Sie packte eines ihrer Beine, verrenkte es sich und schlug sich die Ferse immer wieder in den Leib. Sie heulte wie ein Tier, und sie verdrehte die Augen und riß ihren Mund auf.

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Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller Nr. 26
Seite 36, 1. Spalte, 2. + 3. Absatz

„Man munkelt, daß Ada einmal ei­nen ihrer Geliebten zwischen ihren Brüsten erdrückt hat“, klärte Os­wald Supper am Lagerfeuer den Schauspielaspiranten Speyer auf.
Supper war etwa dreißig. Seine Schwester Kordula, die ebenfalls der Truppe angehörte, war im Leben und auf der Bühne das, was man ein Mauerblümchen nannte. Sie hatte ursprünglich ins Kloster gehen wol­len, weil der Mann, der ihr als Gatte bestimmt worden, mit einer Ger­bersfrau durchgegangen war. Doch ihr Bruder hatte es verstanden, sie zu überreden, sich der Schauspielkunst zu widmen, um ihr Leid aller Welt zu zeigen.

Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 25
Seite 35, 2. Spalte, 3. Absatz – Seite 36, 1. Spalte, 1. Absatz

Os­wald Supper, ein anderer Schauspieler, war etwa dreißig. Seine Schwester Kordula, die ebenfalls der Truppe angehörte, war im Leben und auf der Bühne das, was man ein Mauerblümchen nannte. Sie hatte ursprünglich ins Kloster gehen wol­len, weil der Mann, der ihr als Gatte bestimmt worden, mit einer Ger­bersfrau durchgegangen war. Doch ihr Bruder hatte es verstanden, sie zu überreden, sich der Schauspielkunst zu widmen, um ihr Leid aller Welt zu zeigen.

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Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller Nr. 26
Seite 37, 2. Spalte, 3. Absatz

„Habt Ihr es noch nicht erkannt, daß es meistens die Getretenen sind, die sich im Endeffekt durchsetzen, Herr Georg?“ Sie nahm sofort wieder Abwehrstellung ein und verzog den vollen Mund zu einem spöttischen Grinsen, während sie weitersprach. „Diese Narbe stammt von dem ersten Mann in meinem Leben. Ich war da­mals vierzehn. Meine Mutter zwang mich, auf diese Weise Geld zu verdie­nen. Ich wußte erst, was es bedeutete, als dieser Rohling über mich herfiel. Ich wehrte mich erfolgreich, doch bevor ich ihm den Dolch zwischen die Rippen stoßen konnte, fügte er mir mit seiner Waffe noch diese Wunde zu. Seit damals bin ich ge­zeichnet. Und dafür, daß ich meine Unschuld verteidigte, mußte ich mo­natelang in den Kerkern der Inquisi­tion schmoren. Dort habe ich alles verloren. Jetzt könnt Ihr Euch vielleicht ein Bild davon machen, wie ich zum Leben stehe. Wollt Ihr immer noch unter meine Fittiche? Ich fürchte, Ihr werdet nun einsehen, daß Ihr bei mir nicht bekommt, was Ihr Euch erwartet.“

Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 25
Seite 37, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 37, 2. Spalte, 1. Absatz

„Habt Ihr es noch nicht erkannt, daß es meistens die Getretenen sind, die sich im Endeffekt durchsetzen, Herr Georg?“ Sie nahm sofort wieder Abwehrstellung ein und verzog den vollen Mund zu einem spöttischen Grinsen, während sie weitersprach. „Diese Narbe stammt von dem ersten Mann in meinem Leben. Ich war da­mals vierzehn. Meine Mutter zwang mich, auf diese Weise Geld zu verdie­nen. Ich wußte erst, was es bedeutete, als dieser Rohling über mich herfiel. Doch bevor ich mich erfolgreich wehren konnte, fügte er mir mit seiner Waffe noch diese Wunde zu. Seit damals bin ich ge­zeichnet. Und dafür, daß ich meine Unschuld verteidigte, mußte ich mo­natelang in den Kerkern der Inquisition schmoren. Dort habe ich alles verloren. Jetzt könnt Ihr Euch vielleicht ein Bild davon machen, wie ich zum Leben stehe. Wollt Ihr immer noch unter meine Fittiche? Ich fürchte, Ihr werdet nun einsehen, daß Ihr bei mir nicht bekommt, was Ihr Euch erwartet.“

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Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller Nr. 26
Seite 41, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 41, 2. Spalte, 1. Absatz

Und wieder wurde er mit der glü­henden Zange gerissen. Das ging achtmal so, bis er für seine von ihm erschlagenen Kinder gebüßt hatte. Am Ende konnte der Gequälte nicht mehr sprechen, sondern schrie nur noch vor Schmerzen. Aber noch ein­mal wurde er mit der glühenden Zange gerissen. Es war die Buße für die Magd, die er verflucht hatte, während sie ihn um Gnade anflehte, bevor er ihr den Schädel zerschmet­terte.
Dann schleppten die Folterknechte den brüllenden Schmied zu einer Grube. Der Henker mit dem Schwert stellte sich vor ihn.
Der Rechtsgelehrte fragte den Schmied, ob er hier schließlich das ihm angetraute Weib in den Tod be­fördert habe.
„Ja - und ich würde es wieder tun. Asmodis zuliebe. Hörst du mich, o Fürst der Finsternis? Nimm mich treuen Dämonendiener bei dir auf!“
„Dann büße!“
Der Henker blickte zur Prunkkut­sche. Speyer sah, wie die Augen der Dämonen-Drillinge fast lüstern auf­blitzten. Calira gab dem Henker mit dem kleinen Finger ein Zeichen.
Und der Henker schlug mit dem Riesenschwert zu. Nur zweimal. Zu­ erst trennte er den Kopf des Ange­klagten vom Rumpf. Dann hieb er ihm mit einem einzigen Schlag beide Hände ab. Als der Schädel des Schmiedes in die Grube fiel, kam noch einmal der Name des Fürsten der Finsternis über seine Lippen.

Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 25
Seite 41, 1. Spalte, 9. Absatz – Seite 41, 2. Spalte, 7. Absatz

Und wieder wurde er mit der glü­henden Zange gerissen. Das ging achtmal so, bis er für seine von ihm erschlagenen Kinder gebüßt hatte. Am Ende konnte der Gequälte nicht mehr sprechen, sondern schrie nur noch vor Schmerzen.
Dann schleppten die Folterknechte den brüllenden Schmied zu einer Grube. Der Henker mit dem Schwert stellte sich vor ihn.
Der Rechtsgelehrte fragte den Schmied, ob er hier schließlich das ihm angetraute Weib in den Tod be­fördert habe.
„Ja - und ich würde es wieder tun. Asmodis zuliebe. Hörst du mich, o Fürst der Finsternis? Nimm mich treuen Dämonendiener bei dir auf!“
„Dann büße!“
Der Henker blickte zur Prunkkut­sche. Speyer sah, wie die Augen der Dämonen-Drillinge fast lüstern auf­blitzten. Calira gab dem Henker mit dem kleinen Finger ein Zeichen.
Und der Henker schlug mit dem Riesenschwert zu.
Als der Schädel des Schmiedes in die Grube fiel, kam noch einmal der Name des Fürsten der Finsternis über seine Lippen.

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Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller Nr. 26
Seite 42, 2. Spalte, 2. Absatz

Die Frauen wagten sich schon am zweiten Tag nicht mehr nach Haß­furt hinein. Als sie am Morgen zu dritt - Zenta, Isolde und Oswald Sup­pers Schwester Kordula - zum Brun­nen auf dem Marktplatz gegangen waren, um Wasser zu holen, da begeg­neten ihnen die Bewohner zuerst freundlich. Wo der Brunnen sei? Ja, meine Hübschen, ich führe euch hin, hatte sich ein freundlicher alter Mann angeboten. Und weitere Dorf­bewohner, alles Männer aller Alters­stufen, hatten sich ihnen angeschlos­sen. Der Alte führte die drei Frauen wirklich zu einem Brunnen. Doch nachdem sie ihre Eimer am Strick heruntergelassen und wieder em­porgeholt hatten, war darin statt Wasser nur Schlamm gewesen; und der Schlamm hatte nur so von Wür­mern gewimmelt und menschliche Gebeine hatten darin gesteckt. Als die drei Frauen zu schimpfen began­nen, schütteten die Dorfbewohner den Inhalt der Eimer einfach über sie.

Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 25
Seite 42, 2. Spalte, 5. Absatz – Seite 43, 1. Spalte, 1. Absatz

Die Frauen wagten sich schon am zweiten Tag nicht mehr nach Haß­furt hinein. Als sie am Morgen zu dritt - Zenta, Isolde und Oswald Sup­pers Schwester Kordula - zum Brun­nen auf dem Marktplatz gegangen waren, um Wasser zu holen, da begeg­neten ihnen die Bewohner zuerst freundlich. Wo der Brunnen sei? Ja, meine Hübschen, ich führe euch hin, hatte sich ein freundlicher alter Mann angeboten. Und weitere Dorf­bewohner, alles Männer aller Alters­stufen, hatten sich ihnen angeschlos­sen. Der Alte führte die drei Frauen wirklich zu einem Brunnen. Doch nachdem sie ihre Eimer am Strick heruntergelassen und wieder emporgeholt hatten, war darin statt Wasser nur Schlamm gewesen. Als die drei Frauen zu schimpfen began­nen, schütteten die Dorfbewohner den Inhalt der Eimer einfach über sie.

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Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller Nr. 26
Seite 43, 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 43, 2. Spalte, 1. Absatz

Dem Prinzipal erging es weniger gut. Er trank alles in sich hinein, was man ihm in Bechern und Krügen reichte; und dann forderte man ihn auf, Personen aus seinen Stücken zu spielen; und er spielte bis zum Um­fallen. Dabei traktierte man ihn mit Schlägen. Immer, wenn er Stöße in den Rücken bekam und sich um­drehte, wurde er von der anderen Seite geschlagen, so daß er nie wuß­te, von wem die Knüffe kamen. Und alle lachten ihm dabei freundlich ins Gesicht. Dann tanzte man mit ihm. Es war ein Tanz, wie Odrigue ihn noch nie gesehen hatte. Die Männer ent­blößten sich dabei und rissen auch dem Prinzipal die Kleider vom Leib. Sie fügten sich selbst und anderen Wunden mit glosenden Holzscheiten zu - und natürlich auch Apillion.

Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 25
Seite 43, 2. Spalte, 6. Absatz – Seite 44, 1. Spalte, 1. Absatz

Dem Prinzipal erging es weniger gut. Er trank alles in sich hinein, was man ihm in Bechern und Krügen reichte; und dann forderte man ihn auf, Personen aus seinen Stücken zu spielen; und er spielte bis zum Um­fallen. Dabei traktierte man ihn mit Schlägen. Immer, wenn er Stöße in den Rücken bekam und sich um­drehte, wurde er von der anderen Seite geschlagen, so daß er nie wuß­te, von wem die Knüffe kamen. Und alle lachten ihm dabei freundlich ins Gesicht. Dann tanzte man mit ihm. Es war ein Tanz, wie Odrigue ihn noch nie gesehen hatte. Die Männer entblößten sich dabei und rissen auch dem Prinzipal die Kleider vom Leib. Sie fügten sich selbst und anderen Wunden zu - und natürlich auch Apillion.

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Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller Nr. 26
Seite 44, 1. Spalte, 7. Absatz – Seite 44, 2. Spalte, 1. Absatz

Speyer mußte sich als Opfer anbie­ten, um seine Geliebte zu verscho­nen. Der Schmied geht scheinbar auf den Handel ein, zerschmettert ihm zuerst mit dem Hammer die Einge­weide und holt sich dann trotzdem noch das Leben der Magd.
„Wir stecken dir eine Hühnerblase unter das Wams, Georg“, rief Apil­lion begeistert. „Und diese füllen wir mit Tierblut. Ja, das ist gut. Es muß spritzen und knallen. Und Odrigue soll sich dazu einen passenden Text einfallen lassen. Isolde, du als die Frau des Schmiedes wirst in Georgs Eingeweiden herumwühlen und ze­tern und fluchen. Aber erst wenn du den Fürst der Finsternis anrufst, sollst du erhört werden. Barnabas, du bist Asmodi. Wo hast du deine Maske? Los, komm schon!“

Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 25
Seite 44, 2. Spalte, 6. Absatz – Seite 45, 1. Spalte, 2. Absatz

Speyer mußte sich als Opfer anbie­ten, um seine Geliebte zu verscho­nen. Der Schmied geht scheinbar auf den Handel ein, zerschmettert ihm zuerst und holt sich dann trotzdem noch das Leben der Magd.
„Wir stecken dir eine Hühnerblase unter das Wams, Georg“, rief Apil­lion begeistert. „Und diese füllen wir mit Tierblut. Ja, das ist gut. Es muß spritzen und knallen. Und Odrigue soll sich dazu einen passenden Text einfallen lassen. Isolde, du als die Frau des Schmiedes wirst ze­tern und fluchen. Aber erst wenn du den Fürst der Finsternis anrufst, sollst du erhört werden. Barnabas, du bist Asmodi. Wo hast du deine Maske? Los, komm schon!“

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Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller Nr. 26
Seite 60, 1. Spalte, 6.  – 9. Absatz

„Ich habe die Rolle nicht abgege­ben“, ertönte Eenes hohle Stimme hinter der Maske.
Speyer glaubte, sich getäuscht zu haben. Er hatte doch mit eigenen Augen gesehen, wie Barnabas unter der Maske erstickt war.
Speyer mußte sich Gewißheit ver­schaffen. Er riß dem Teufel die Mas­ke ab. Darunter kam Barnabas Ee­nes Gesicht zum Vorschein. Es war unnatürlich blaß, grau eigentlich, und ohne Ausdruck. Die dunklen Augen, die Speyer anblickten, waren tot. Ohne ein einziges Wort zu verlie­ren, setzte sich der Untote die Maske wieder auf.
Die anderen hatten von dem Zwi­schenfall nichts bemerkt.
Cherves Apillion, der Schmied, der alle mit seinem Hammer niedermetzeln sollte, stützte sich auf diesen. Plötzlich kam Leben in ihn.

Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 25
Seite 60, 1. Spalte, 9. Absatz – Seite 60, 2. Spalte, 1. Absatz

Speyer glaubte, sich getäuscht zu haben. Er hatte doch mit eigenen Augen gesehen, wie Barnabas unter der Maske erstickt war.
Cherves Apillion, der Schmied, der alle mit seinem Hammer niedermetzeln sollte, stützte sich auf diesen. Plötzlich kam Leben in ihn.

* * *

Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller Nr. 26
Seite 60, 2. Spalte, 3. – 7. Absatz

Calira durfte ihren schönen Kör­per zeigen. Nur ihr Gesicht war hinter einem schaurigen Totenschä­del versteckt. Armlange Haare stan­den nach allen Seiten ab. Die Zehen - sie kam barfuß - und Finger hatten lange, spitze Nägel, die aus Tierhorn bestanden.
„Ein wirklich bunter Reigen“, sagte sie spöttisch. „Nur schade, daß der Fürst nicht anwesend ist. Er mußte leider wegen dringender Geschäfte fort und läßt sich entschuldigen. Aber es mag für euch Komödianten ein Trost sein, daß wir ihm das Schauspiel nachträglich in allen Ein­zelheiten schildern werden. Oh, ich bin gewiß, daß wir uns noch gern und lange daran erinnern werden.“
„Beginnen wir endlich!“ sagte Athasar mit vor Erregung heiserer Stimme.
„Ja, das Schauspiel kann begin­nen“, sagte Faust.
Der Vorhang wurde zurückgezo­gen.

Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 25
Seite 61, 1. Spalte, 1. + 2. Absatz

Calira durfte ihren schönen Kör­per zeigen. Nur ihr Gesicht war hinter einem schaurigen Totenschä­del versteckt. Armlange Haare stan­den nach allen Seiten ab. Die Zehen - sie kam barfuß - und Finger hatten lange, spitze Nägel, die aus Tierhorn bestanden.
Der Vorhang wurde zurückgezo­gen.

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Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller Nr. 26
Seite 61, 1. Spalte, 6. Absatz –  Seite 61, 2. Spalte, 6. Absatz

Während er mit lautstarker Stim­me Beschwörungsformeln in einer unbekannten Sprache rief, bei denen der Prinzipal mitten in der Bewe­gung erstarrte, riß er sich den Um­hang vom Leib.
Darunter kam ein enganliegendes weißes Gewand zutage, in das mit schwarzem Garn Dämonenbanner gestickt und mit Pech daraufgemalt waren. In der einen Hand hielt er plötzlich ein mit Dornenkränzen ge­spicktes Kruzifix, die Faust seiner Rechten umspannte den Druden­stein.
So stellte er sich den drei dämoni­schen Geschwistern entgegen.
Diese fauchten und schrien wie die Tiere und versuchten verzweifelt, sich ihrer hinderlichen Masken zu entledigen. Doch vergebens. Die Masken klebten ihnen förmlich am Leib, waren eins mit ihnen gewor­den.
Die Dämonen-Drillinge sahen keinen anderen Ausweg mehr, als die Komödianten, die immer noch in ih­rem Bann standen, zu Hilfe zu rufen.
Der Prinzipal ließ den Hammer niedersausen und zerschmetterte damit den Zwerg Odrigue.
Speyer rannte zu Isolde und griff ihr ins Haar, um sich den Drudenfuß zu holen. Doch sie entkam ihm. Er verfolgte sie über die Bühne. Sie suchte in ihrer vorbestimmten Rolle die Nähe des Prinzipals, um von ihm als Frau des Schmiedes den Tod zu empfangen.
„Du willst noch weitere Opfer, As­modi?“ gellte die Stimme des Prinzi­pals durch den Park. „Also will ich sie dir bringen.“
Er schwang seinen Hammer und ließ ihn wuchtig in die Reihen seiner Komödianten sausen, aber wie durch ein Wunder verfehlte das tödliche Eisen jedesmal sein Ziel.
Speyer sah, wie Zenta sich ergeben vor den Prinzipal stellte, um von ihm erschlagen zu werden. Er beförderte sie einfach mit einem Tritt von der Bühne - und damit aus dem Gefah­renbereich.

Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 25
Seite 61, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 61. 2. Spalte, 5. Absatz

Während er mit lautstarker Stim­me Beschwörungsformeln in einer unbekannten Sprache rief, bei denen der Prinzipal mitten in der Bewe­gung erstarrte, riß er sich den Um­hang vom Leib.
So stellte er sich den drei dämoni­schen Geschwistern entgegen.
Diese fauchten und schrien wie die Tiere und versuchten verzweifelt, sich ihrer hinderlichen Masken zu entledigen. Doch vergebens. Die Masken klebten ihnen förmlich am Leib, waren eins mit ihnen gewor­den.
Die Dämonen-Drillinge sahen keinen anderen Ausweg mehr, als die Komödianten, die immer noch in ih­rem Bann standen, zu Hilfe zu rufen.
Speyer rannte zu Isolde und griff ihr ins Haar, um sich den Drudenfuß zu holen. Doch sie entkam ihm. Er verfolgte sie über die Bühne. Sie suchte in ihrer vorbestimmten Rolle die Nähe des Prinzipals, um von ihm als Frau des Schmiedes den Tod zu empfangen.
Speyer sah, wie Zenta sich ergeben vor den Prinzipal stellte, um von ihm erschlagen zu werden. Er beförderte sie einfach mit einem Tritt von der Bühne - und damit aus dem Gefah­renbereich.

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Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller Nr. 26
Seite 62, 2. Spalte, 3. Absatz

Der Prinzipal wurde förmlich in Stücke gerissen. Und diese Stücke, schönen Ornamenten und leuchten­den Blumenmustern gleich, zerfielen zu Staub.

Die Todesmasken des Dr. Faustus
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 25
Seite 62, 2. Spalte, 5. Absatz

Der Prinzipal zerfiel förmlich zu Staub.

Das war die Kürzungen in Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 25. In der nächsten Folge kommen die Kürzungen in Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 26 "Das Mordpendel" von Kurt Luif alias Neal Davenport dran.

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