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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Dämonenkiller-Chronik 98

Dämonenkiller zum 40.Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Dämonenkiller-Chronik (98. Teil)

Aus Anlass des vierzigjährigen Jubiläums der Dämonenkiller-Serie habe ich eine Chronik erstellt, die sich mit der Geschichte der Serie beschäftigt.

Ernst Vlcek schrieb das DK-Exposé 123 für seinen Autorenkollegen Walter Appel, der den elften Teil des Malkuth-Zyklus verfassen durfte.

Viel Spaß beim Lesen…


118DIE GROTTE DES UNGEHEUERS
Dämonenkiller 123
Schauplatz: weiterhin Indien
Zeit: Ende November (im Anschluß an Band 119)
Autor: Warren-Appel
Termin: 22.9.76

Titelbild: AK 6174 Beschreibung Fr. Illfeld v. 21.4. d.J.
Das Bild zeigt ein grünes See- oder Meeresungeheuer mit roten Augen und warziger Haut, von der lange grüne Fäden herunterhängen. Das Ungeheuer verfolgt eine nackte schwimmende Frau (blond). Die Umrahmung des Bildes besteht aus Luftwurzeln.
!!Fotokopie des Titelbildes bitte an Autor!!

Handlung:
Irgendwo im dichtesten Urwald von Indien, nördlich von Ajanta. Eine siebenköpfige Expedition hat endlich ihr Ziel erreicht, den legendenumwobenen Tempel Shivas, der unermeßliche Schätze beherbergen soll.
Das uralte Gemäuer ist vom Dschungel überwuchert, die mächtigen Wurzeln der Urwaldriesen sprengen das Gestein. Der Tempel liegt an einem See, eigentlich einem von Schling- und anderen Wasserpflanzen durchsetzten Tümpel. Immerhin ist der Tümpel ziemlich ausgedehnt, verliert sich in unzähligen Wasserarmen und endet vor einer hohen, ebenfalls vom Dschungelgrün durchzo­genen Felswand.
Auf dem Tempel soll ein Fluch liegen, deshalb haben sich die Eingeborenen nicht bis hierher vorgewagt. Die letzten sieben Ex­peditionsteilnehmer sind Engländer. Den Schatzplan haben sie von einem englischen Kolonisten, der ihn seinerseits von einem Maharad­scha erbeutet haben soll, oder ähnlich... bitte beliebig ausschmücken.
Man dringt in die überwucherten Gewölbe vor, macht Markierungen, um wieder aus dem Labyrinth herauszufinden. Da - an einer Wand die Abdrücke von vier Händen. Der Expeditionschef ist überzeugt, daß die Abdrücke von einem Wesen stammen: Shiva wird bekanntlich mit vier Armen dargestellt.
Und da steht man vor Shivas Standbild. Es ist drei Meter hoch und ganz aus grünem Stein. Der vierarmige Gott steht im Flam­menkranz, zu seinen Füßen eine verdorrte Lotosblüte, alles aus Stein gemeißelt. In jeder seiner vier Arme hält er einen Dolch.
Als MacArthur, der Expeditionsleiter, kurz zur Seite und dann wieder zurückblickt, könnte er schwören, daß sich die Stellung der Arme verändert hat.
Bevor er den anderen seine Entdeckung mitteilen kann, werden diese von einem Schrei abgelenkt. Er kommt von draußen, klingt fern. Alarmiert begibt man sich ins Freie. Man hat nämlich zwei Expeditionsteilnehmer als Wachen bei der Ausrüstung zurückgelas­sen.
Den einen findet man tot vor, der andere ist verschwunden. Aber aus der grünlichen Brühe des Tümpels steigen Wasserblasen auf, und der Sterbende deutet verzweifelt hin, dann erliegt er seinen furchtbaren Verletzungen, seine Brust ist förmlich wie von Eisen­klauen zerfetzt...
Zwei Mann springen ins Boot (Schlauchboot mit Außenborder) und fahren den sich entfernenden Luftblasen nach. Einer bleibt mit dem einzigen weiblichen Mitglied Liz Collins (blond) zurück -  MacArthur hat man vergessen...
Das Schlauchboot mit den zwei Männern gelangt an eine Grotte in der Felswand. Darin verschwinden die Luftblasen. Man stoppt, geht hinter überhängendem Blätterwerk in Deckung, denn man ent­deckt Menschen.
Vier Männer, nur mit Lendenschürzen bekleidet, nähern sich entlang der Felswand dem Eingang der Grotte. Sie machen den Eindruck von Asketen oder Yogi. Sie verschwinden in der Grotte.
Die beiden Männer rudern zurück, um keinen Lärm zu machen. Sie berichten und sagen, daß sie von diesen Fanatikern vielleicht einiges zu befürchten haben, weil sie einen Shiva-Tempel "entweihen". Unbehagen macht sich breit.
Inzwischen kommt MacArthur aus dem Tempel. Niemandem fällt es auf, daß er irgendwie verändert wirkt. Nur Liz fällt es auf, daß sein Hemd auf dem Rücken zerrissen ist und darunter eine blutige Wunde zu sehen ist. Darauf angesprochen meint MacArthur bagatellisierend, er habe sich an einem Dorn gekratzt.
Die Wunde scheint aber größer zu sein und eher von einem Dolch zu stammen...

Umblenden:
Die Padmas werden gnadenlos von den Chakras gejagt. Das hat zur Folge, daß sie zersplittert werden. Deshalb können sie sich nicht zu Meditationskreisen zusammenschließen, um ihre geistigen Fähigkeiten zu potenzieren und sich auf diese Weise mit ihren PSI-Kräften zum Padma abzustrahlen.
Deshalb müssen sie sich in kleinen Gruppen durchschlagen.
Unga und Reena sind allein. Sie erörtern dieses Problem - zwischendurch machen sie auch etwas Liebe, unser Cro-Magnon ist ja sehr potent.
Reena sagt, es gäbe einen vereinbarten Treffpunkt. Dort versammeln sich alle Padmas dieses Gebietes. Denn alle haben nur den einen Wunsch, ihrem im Lotos Geborenen zu Hilfe zu kommen.
Bei dem Treffpunkt handle es sich um eine Grotte in der Nähe eines legendenumwogenden Shiva-Tempels, der seit Jahrhunderten verlassen ist und den nur eingeweihte Padmas kennen.
Hat Bixby ihn auch gekannt? fragt Unga. Die Antwort ist ja. Nun, hoffentlich hat er dann den Treffpunkt nicht den Chakras verraten.
Die beiden kommen an den See. Hier ist der Urwald am stillsten, direkt unheimlich still - als fliehen alle Tiere diesen Ort.
Unga wird von seinen Urinstinkten gewarnt. Er will zuerst die Umgebung erkunden, bevor er mit Reena die Grotte aufsucht.
Und bald stößt er auf einen Padma, der sich recht seltsam benimmt (beliebig schildern). Unga bemerkt, daß er eine schlecht verheilte Rückenwunde wie von einem Dolch hat, und ihm entgeht auch nicht die dämonische Ausstrahlung des Padma.
Ohne lange zu überlegen nimmt er den Kommandostab zur Hand und stößt ihn dem Besessenen in die Rückenwunde, um ihn das Dämonische rauszuschneiden, etwas wie man es bei einem Schlangen­biß tut. Doch der Besessene ist nicht zu retten. Immerhin erwirkt Ungas Maßnahme, daß er aus dem dämonischen Bann gerät und gerade noch - nunmehr Herr seiner Sinne - stammeln kann, daß Shiva ihn massakriert hätte.
Unser Cro-Magnon wittert sofort eine große Gefahr. Obwohl Reena in die Grotte drängt, will er der Sache auf den Grund gehen. Bei einer weiteren Erkundigung entdeckt er die auf fünf Mitglieder dezimierte Expedition. Er beobachtet, wie vier Männer und eine Frau Schätze aus dem verfallenden Gemäuer holen und in einem Versteck horten. Sie reiben sich in Vorfreude auf den Reichtum, den sie bald genießen werden, die Hände.
Unga kehrt zu Reena zurück, berichtet. Sie wird blaß. Sie sagt, daß könne ihnen womöglich einen Strich durch die Rechnung machen. Denn auf dem Tempel solle ein Fluch liegen, der besagt, daß Shiva furchtbare Rache an jenen üben wird, der ihn beraubt.
Unga glaubt zwar nicht, daß die indische Gottheit Shiva selbst die Rache vollziehen wird. Aber wer weiß, der Tempel könnte ja einem Dämon gehören, der die Gestalt Shivas angenommen hat - und das könnte die Schwarze Familie auf den Plan rufen.
Man muß den Tempelräubern das Handwerk legen.
Unga will die Dämonenprobe machen. Er wagt sich nicht zu nahe an die Leutchen heran, um sich den Dämonen eventuell nicht zu verraten, deshalb bittet er Reena um ein telekinetisches Kunststück. Sie hat ja auch schon den Puppenmann Don - wer weiß, was aus ihm geworden ist - durch die Luft befördert, also solle sie das auch mit Ungas Kommandostab tun.
Gesagt getan, Reena läßt den Kommandostab hin schweben und vier der Expeditionsteilnehmer von ihm berühren (der fünfte, und ausgerechnet MacArthur ist gerade nicht anwesend). Unga muß er­leichtert feststellen, daß die vier die Dämonenprobe bestehen.
Da begibt sich Unga zu ihnen und verlangt ziemlich drastisch, daß sie abhauen, um nicht die schlafenden Dämonen zu wecken... MacArthur hält sich wohlweislich versteckt.
Unga tritt mit den Tempelräubern, die ihn belächeln (bis auf Liz) in die altwürdigen Hallen. Und was müssen sie feststellen? Der dolchbewehrte Shiva ist verschwunden. Und man findet aus dem Labyrinth nicht mehr heraus, denn statt der Markierungen sin, überall irreführende Handabdrücke - und zwar nur linke.
Unga assoziiert das mit Luguri (Linkshänder - Vergangenheits­episoden).
MacArthurs irres Lachen ertönt. Er verkündet, daß sie nun alle Shivas Sklaven sind. Unga stößt auf ihn und stößt den Kommandostab in ihn, d.h. in seine Rückenwunde. MacArthur wird normal, aber er haucht sein Leben aus. Bevor er das endgültig kann, warnt er vor dem mordenden Shiva.
Und während Unga abgelenkt ist, taucht der Vierarmige Drei-Meter-Steingötze auf, schnappt sich das nächste Expeditions­mitglied und flieht mit ihm. Mit Liz, den beiden verbliebenen Männer und Reena versucht Unga nach einem Ausgang.
Plötzlich tun sich Sprünge im Boden auf, das Wasser des Sees dringt ein. Unga und Gefährten werden zudem noch von Dämonen bedroht, die aber nie deutlich zu sehen sind, immer nur schatten­haft.
Man muß in höhere Gefilde ausweichen und sehen, daß man den steigenden Fluten entrinnt. Und auf einmal, was für ein Wunder, gelangt man in die Grotte, die das Ziel der Padma-Pilger ist.
Sie haben sich bereits zu Dutzenden versammelt. Ein weiteres Mitglied der Expedition sieht das faszinierende Bild der Meditie­renden jedoch nicht mehr. Er gerät in einen Wasserüberfluteten Felsspalt und wird von einem tentakelähnlichen Schlingarm in die Tiefe gezogen.
Unga, Reena, Liz und der letzte Mann retten sich ins Trockene. Aber sie müssen sehen, wie sich das Wasser, allen Naturgesetzen zum Trotz, in der Grotte steigt, bis es schließlich den Ausgang versperrt. Es gibt nur noch eine kleine Lücke, durch die man schwimmend das Freie erreichen könnte...
Was heißt schwimmend. Wieder scheint ein Wunder zu geschehen, denn das Schlauchboot treibt wie in einer Strömung herein. Liz und ihr Freund wollen nicht in der Höhle ersaufen, sondern sind entschlossen, sie im Schlauchboot zu verlassen. Ungas Warnungen schlagen sie in den Wind.
Der Cro-Magnon zuckt die Achseln, es ist ihr Begräbnis. Er hat Wichtigeres zu tun. Schließlich will er sich den Padmas bei der Geistesreise zum im Lotus Geborenen anschließen.
Liz und ihr Begleiter fahren durch den immer kleiner werdenden Spalt ins Freie. Dort angekommen, taucht aus den Fluten auf einmal das Titelbildmonster auf.
Unga hört Liz' Schrei, stürzt sich bedenkenlos ins Wasser. Im Ernst fall ist alles andere nicht so wichtig wie ein Menschenleben zu retten; das hat er vom Dämonenkiller angenommen.
Die Öffnung hat sich geschlossen, er taucht, den Kommandostab zwischen die Zähne geklemmt. Da sieht er das monströse Ungeheuer vor sich, wie es das Schlauchboot zerfetzt, den Mann in Stücke reißt und sich die Brocken ins Maul schiebt. Die Kleider des Mädchens sind in Fetzen gegangen. Nackt versucht es sich schwimmend ans Ufer zu retten, das Monster gierig hinterdrein.
Unga holt das Untier ein, springt ihm auf den Rücken und sticht mit dem Kommandostab auf es ein, bis es schließlich genug hat und sich ins tiefe Wasser rettet. Unga kommt zu dem Mädchen ans Ufer.
Aus den Überbleibseln der Ausrüstung - von Luguris Horden verwüstet - nimmt sie sich einige Fetzen, um ihre Blößen zu bedec­ken. Nach einer kurzen Atempause machen sie beide die Entdeckung, daß rund um sie der Kampf tobt.
Und zwar kämpfen Luguris Monsterhorden gegen Chakras, deren Ziel zweifellos die Grotte war, die jedoch nicht wußten, daß Luguri schon vor dem Chakravartin darauf aufmerksam wurde.

Hier einige Erklärungen, die der Autor an beliebiger Stelle einflech­ten soll:
Der Januskopf, der sich Chakravartin nennt, hat tatsächlich von Bixby-Ravana den Treffpunkt der Padmas mitgeteilt bekommen. Er entschloß sich sofort, ihnen eine Falle zu stellen. Und zwar wollte er sie nicht einfach meucheln, sondern dachte eher an einen magischen Trick. Er holte zwar seine Chakras heran, die die Grotte belagern sollen. Die Padmas mußten nun annehmen, daß dies die einzige Bedrohung sei und würden sich ahnungslos und geschlos­sen auf die Reise zum Padma begeben. Aber sie würden dort nie hinkommen, sondern an einen Ort nach Chakras Wahl.
Dies passiert zum Schluß trotz allem, also nicht zu früh verraten!
Der Januskopf wußte aber eines nicht:
Als die Tempelräuber die verfluchte Shiva-Statue beraubten, erwachte diese zu magischem Leben - und gleichzeitig erfuhr Luguri davon, der nun auf alle ungewöhnlichen Ereignisse auf der Welt ein wachsames Auge hat. Und Luguri schaltete sich mit seinen Dämonen sofort ein, als er erkannte, daß hier verschiedene Strömungen fremder Mächte am Werk waren.
Durch die Erweckung der Shiva-Statue wurde also auch Luguri auf den Plan gerufen. Nach den Erfahrungen mit Vozu (Band 121) in Kaschmir hat er sofort die Kampfhandlungen gegen die Chakras eröffnet.
Obwohl sich Luguri und der Chakra bekämpfen, vergessen sie dabei die Padmas nicht, denn diese sind für beide gefährlich und mehr oder minder unbekannte Faktoren.

Weiter in der Handlung.
Unga will nun versuchen, mit allen Mitteln in die Grotte zu gelangen. Natürlich muß er Liz mitnehmen, er kann sie nicht den Dämonen überlassen.
Aber der einzige Weg führt durchs Wasser - und dort lauert das schreckliche Monster. Unga will nach Möglichkeit einen Kampf vermeiden. Er wägt seine Chancen ab - dies tut er vor dem Hinter­grund der sich bekriegenden Parteien von Luguri und dem Chakra.
Unga merkt nicht, daß ihm der vierarmige Shiva auf den Fersen ist und daß er Liz im Laufen den Dolch in den Rocken sticht. Ebenfalls von Unga unbemerkt geht mit ihr eine Wandlung vor sich. Sie gibt vor, in der Felswand, zehn Meter über dem Boden einen Spalt zu sehen, durch den sie vielleicht in die Grotte gelangen können.
Unga klettert bedenkenlos mit ihr hinauf, das ist immerhin ein Hoffnungsschimmer. Als Liz plötzlich zurückbleibt und er sich umblickt, sieht er knapp hinter sich den vierarmigen Shiva. Drei Meter groß und grün wie er ist, sitzt er Unga auf den Fersen.
Der Cro-Magnon stößt mit dem Kommandostab nach ihm, doch an dem Stein seines Körpers prallt er wirkungslos ah. Er muß höher klettern. Noch höher. Natürlich findet er keinen Felsspalt. Nun ist er schon fünfzehn Meter über dem See - und vor ihm ist der Abgrund. Es gibt kein Weiter.
Der Cro-Magnon sieht einen einzigen Ausweg zur Rettung. Er kann sich in die Fluten stürzen. Wenn ihm der Shiva folgt, wird er an Grund des Sees landen. Immerhin besteht er aus tonnenschwe­rem Stein und kommt sicher nicht mehr hoch, wenn Luguri ihm mit all seinen magischen Kräften nicht hilft.
Schon greift der Shiva mit seinen vier Steinarmen nach ihm. Unga wählt den Weg ins Wasser, obwohl er dort das Ungeheuer weiß. Im Fallen sieht er, daß der Shiva hinter ihm nachstürzt.
Unga taucht. Ringsum brodelt das Wasser. Das Monster war aufmerksam genug, um ihn zu bemerken...

Achtung: Wenn es dem Autor genehm ist, kann er schildern, wie in der Grotte Reena um Unga bangt und wie das Ungeheuer dort unter den sich ängstlich zurückziehenden (und dermaßen nicht zur Meditation fähigen) Padmas wütet.

Unga wird im Wasser herumgewirbelt, ein unheimlicher Zweikampf spielt sich zwischen ihm und Luguris Monster ab. Als Unga von dem Ungeheuer hochgehoben und seinem weit aufgerissenen Maul zugeführt wird, hat er keine andere Wahl, als ihm den Kommando­stab wie ein Wurfmesser in eben dieses Maul zu schleudern.
Daran hat das Monster zu schlucken. Der Kommandostab bereitet ihm innerliche Qualen, und es windet sich in einem aussichtlosen Todeskampf.

Das Ungeheuer ist erledigt.
Aber: Unga hat von nun an keinen Kommandostab mehr!

Der Cro-Magnon nützt die Gelegenheit und taucht in die Grotte. Er erreicht die Padmas, die - dezimiert - trauernd Reenas reglosen Körper umstehen. Das Monster hat sie mit einem Pranken- oder Maul­tantakelhieb getroffen. Unga ist erschüttert.
Die Padmas behaupten, daß Reena nicht tot sei und sogar Hoffnung auf Rettung für sie besteht. Doch im Augenblick können sie ihr nicht helfen. Sie werden sie aber mitnehmen, um ihr - wenn sie am Ziel sind - die entsprechende Hilfe zu gewähren.
Nun schließt sich der Kreis zur Meditation.
Vollste Konzentration.
Unga reiht sich in den Kreis der Padmas ein. Er spürt ihre geballte Geisteskraft. Und dann hört er eine Stimme. Es könnte die von Jeff Parker sein. Sinngemäß sagt diese Stimme:
Ihr kommt alle zu spät, ihr Erleuchteten. Die bösen Mächte haben uns und den im Lotos Geborenen eingeschlossen, umzingelt. Die Verbindung zur Augenwelt ist unterbrochen. Die letzte Phase des Überlebenskampfes beginnt.
Dann ist der Kontakt unterbrochen. Obwohl die Padmas nun annehmen müssen, daß sie trotz aller parapsychischen Anstrengun­gen nicht mehr zum Padma gelangen können, geben sie nicht auf.
Und ihr Vorhaben scheint zu gelingen - die Reise beginnt. Sie unterscheidet sich wesentlich von jenen "Sprüngen", die Unga mit Dorian mittels dessen abgezirkelten Magnetfeldern mitgemacht hat. Bei den Sprüngen von Magnetfeld zu Magnetfeld dauert die Reise einige Zeit. Der Geist dagegen kann weite Entfernungen fast in Null-Zeit überbrücken. Man merkt kaum die kurze Phase der Dunkelheit und der explodierenden Lichter und Impressionen fremder Welten und Landschaften.
Es dauert nicht einmal die Dauer eines Fingerschnippens - und man ist an einem anderen Ort.
Das ist geschehen.
Unga findet sich in dichten Nebel eingehüllt. Er triumphiert: Wir sind am Ziel. Aber aus dem Nebel kommt von irgendwo die Enttäuschende Antwort eines Padma-Jüngers: Niemand weiß, wo man ist. Doch, eines ist gewiß - dies ist nicht der Ort, an dem sich der Padma - aufhält.
Man scheint in eine Falle gegangen zu sein.
In wessen Falle? In die von Luguri oder in die des Chakra­vartin? Die Wahrheit liegt in der Mitte - man befindet sich zu gleichen Teilen in der Gewalt von beiden.
Pattstellung.
Trübe Aussichten.
Ausblenden.
Keine weiteren Aussagen und keine Spekulationen machen. In den Folgebänden daran denken, daß nun auch Unga - wie Dorian - keinen Kommandostab mehr hat.

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