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Dämonenkiller-Neuauflage: Nr. 176 "Der Gevatter ruft zum Totentanz" - Exposés 173 - 183 von Walter Appel (Earl Warren)

Dämonenkiller-AutorenNr. 176
Der Gevatter ruft zum Totentanz
Exposés 173 - 183 von Walter Appel (Earl Warren)

Walter Appel alias Earl Warren hat im Februar 1986 - vor 27 Jahren - den 30jährigen Krieg-Zyklus für die Zweitausgabe der Dämonenkiller-Serie verfasst. Leider sind von den geplanten Nummern 173 – 183 nur  die Bände 173 – 175 als DK-Hefte erschienen. Walter Appel hat uns freundlicherweise gestattet, seine DK-Exposés zu veröffentlichen. Wir bringen die Exposés in täglicher Folge und heute bringen wir das Exposé für die Nummer 176.


Peter TerridDK-Heft Nr. 176
Autor: Ritter/Lykoff
Der Magier vom Schwarzwald
Hochzeit der Dämonen
Im Abgrund des Schreckens
Der Gevatter ruft zum Totentanz

Zeit: Gegenwart: Anfang Mai / Vergangenheit 1629 - 1630 längere Zeit

Handlungsorte:
Gegenwart: Andorra/Basajaun und London
Vergangenheit: Schwarzwald und anderswo.

Titelbildvorschlag: Im Vordergrund steht der Gevatter Tod. Schwarzer Umhang, lederhäutiges Gesicht, Sense. Er wendet sich einem Schloß zu und deutet darauf. Um den Gevatter können sich beliebige Horrorgestalten scharen. Im Zweifelsfall kann der Zeichner an seine Schwiegermutter oder sonst wenn denken und sie gegebenfalls entstellen.

Story:

1.) Ein Werwolf liegt noch auf der Lauer - Gegenwart - und fällt Dorian an, als er Virgil Fenton aufsuchen will, der zurückgelassen wurde. Es gibt ein hartes Gemenge. Dorian wirft den Werwolf in eine Schlucht, er konnte keine Waffe ziehen. Der Werwolf überlebt zwar den Sturz, aber nicht den Silberkugeln, die Dorian und Abi Flindt dann auf ihn feuern. Action-Anfang. Virgil Fenton hat nach einem Werwolfsbiß den dämonischen Keim in sich, die Metamorphose ist aber noch nicht abgeschlossen. Dorian muß ihn dennoch mit dem Kommandostab schlagen. Man fesselt Fenton mit Silberschnüren. Dorian spricht über den Kommandostab mit Unga, das geht nach Arias' Ende. Jetzt kann man immerhin Nachrichten austauschen. Martin und Tirso geht's gut. Dorian hat keine Ahnung, wo Coco verblieben ist, was ihm große Sorge bereitet. (Erklärung siehe Expo 175)

Dorian braucht dann mit Flindt und Kramer sowie dem gefesselten Fenton, den man zu heilen hofft, gen Basajaun auf. Man will zum Söller durchbrechen, wo sich die DK-Crew verschanzt hat. Der Rest des Castillos gehört den Freskendämonen. Es geht hart auf hart - Szenen frei im Ermessen des Autors - und ein Ausbruch und Vorstoß Yoshi Hojo und anderer aus dem Söller rettet den DK und seine Gefährten. Man kann sich in den mit Dämonenbannern gesicherten Söller, die letzte Bastion, zurückziehen. Dort will man per Kommandostab und mit einem Ritual Virgil Fenton von dem Wolfskeim befreien. Es klappt aber nicht. Fenton muß gefesselt bleiben und stellt eine Gefahr dar. Flindt verlangt, daß er getötet wird, das Ende seiner Frau, die eine Dämonin war, hat Flindt ungeheuer hart gemacht. Die andern weigern sich. (Achtung, Dorian und Flindt sprechen noch immer kein Wort miteinander, nur über Dritte). Darauf meint Flindt, bei so einem laschen Haufen könne es ja wohl nichts werden mit dem Kampf gegen die Schwarzblütler.

2.) Vergangenheit: Der Reichsbaron Matthias Troger von Mummelsee weiß, daß er ein unehelicher Sproß des Dänenkönigs Christian IV. ist. Von seinen früheren Leben und seiner Bestimmung weiß er noch nichts, den Bann muß ihn Coco noch lösen. Erwähnen, daß Matthias und Geneviéve de Rohan ganz verrückt miteinander sind. (Notiz: Ob Erzählung aus der Sicht Cocos - Ich-Form - oder Mattias, muß der Autor entscheiden. Beachten, daß Coco als Jana Collandt auftritt. Tarnung wie erwähnt. Coco verändert ihr Aussehen gegenüber dem des 20. Jahrhundert geringfügig mit kosmetischen Mitteln. Andere Kleidung trägt sie sowieso.) Jetzt auf Geneviéve de Rohan eingehen. Sie gehört zu einer französischen Hexer-Sippe, die Asmodi I. wegen Unbotmäßigkeit und Entartung ausgelöscht hat. Die de Rohans waren ihm nicht mehr dämonisch und böse genug. Geneviéves Eltern haben ihre Tochter als tot ausgegeben, d. h. behauptet, sie wäre dem Zauber gegen de Rohans schon zum Opfer gefallen, und in das Kloster gesteckt, bei dessen Plünderung und Brandschatzung durch Marodeure sie Matthias dann rettete.

Geneviéve war drei, vier Jahre alt, als man sie ins Kloster gab. Sie sollte mit 17 Novizin werden und stand kurz davor. Mittlerweise ist sie 17 geworden. (Matthias ist oder wird 19). Auf sich selbst gestellt, hat Geneviéve bescheidene magische Fähigkeiten entwickelt. Sie schämte sich dessen bei den Nonnen und verbarg sie. Zweitweise wollte sie ihre Natur unterdrücken, aber das kann keiner. (Notiz: Die Frage erhebt sich, weshalb die de Rohans Geneviéve in ein Kloster gaben. Doch bevor sie starb, lieber dahin, die Motivation sollte genügen. Und dort suchte Asmodi einen Dämonensproß zu allerletzt). Coco beginnt, Geneviéve auszubilden, Matthias sieht das nicht gern.

Aber Geneviéve ist fasziniert von dem, was Coco ihr vorführt - Coco zeigt ihr nicht alles, was sie kann, namentlich die Zeitmanipulation nicht - und lernt eifrig und heimlich. Matthias ist auch oft unterwegs, d. h. außerhalb des Schlosses. So vergehen ein paar Monate, Matthias versucht alles, um seinen Untertanen das Leid des 30jährigen Kriegs  wenn nicht zu ersparen, so doch zu erleichtern.

Er hat große Probleme. Man könnte auch seine Erbberechtigung anzweifeln, z. b. ein neidischer Verwandter. Doch da setzt sich Matthias durch. Einmal steht eine Einquartierung der Schweden ins Schloß, die Coco mit Magie - hypnotisiert den Befehlshaber - abwenden kann. Im großen und ganzen kommt man am Schloß noch so einigermaßen zurecht, trotz Krieg, und Matthias und Geneviéve erleben ihre große Liebe, bis sich der Magister Callisto meldet, zusammen mit Gevatter Tod.

Coco kennt den Seuchendämon, der in der Gegenwart vom Staub der Mumie des Hermes Trismegistos vernichtet wurde. A lebt er im 17. Jahrhundert sowieso noch, B kann der Gevatter Tod nicht auf Dauer getötet werden (Infoexposés). Callisto meldet Ansprüche auf Matthias an. Matthias stand als Kind in seinem Bann, deshalb gab ihm die Baronin Irmgard auch weg (Infos) und jetzt will Callisto im Schloß wohnen und das Sagen haben. Er hat sich des Beistandes eines mächtigen Verbündeten gesichert. Magister Schnabel jeweils nicht vergessen.

Coco muß sich ranhalten und man hat alle Mühe, sich Callistos und des Seuchendämons zu erwehren. Zunächst erscheint es ganz aussichtlos. (Notiz: Auf die seelischen Probleme Cocos eingehen, zumindest erwähnen. Sie ist in der Vergangenheit gestrandet und weiß nicht, ob sie je zurückkehren kann. Sie hat Dorian und ihr Kind verloren bzw. ist durch über 300 Jahren von ihnen getrennt. Sie erhält keine Verbindung mit Merlin, der sie im 174er Exposé barsch abfahren ließ. Das ist schon was.)

3.) Gegenwart: Unga hat keine Ruhe. Er hat mittlerweise keine Verbindung mit dem DK mehr. Er wendet sich nach London und will Trevor Sullivan dazu veranlassen, mit Phillip nach Andorra zu reisen. Die Gegenwart des Hermaphroditen müßte die Dämonenbrut aus dem Castillo verjagen. Doch da kommt Unga Miß Pickford gerade recht. Ihr armes Phillipchen, das im Basajaun so leiden mußte, will man der Gefahr aussetzen? Nein, nein, dreimal nein. Nur über ihre Leiche! Sullivan kann den Drachen Martha Pickford  nicht umstimmen.

Unga fliegt schließlich, weil er es nicht mehr aushält, von Reykjavik nach London, ein günstiges Magnetfeld zum Springen gibt's nicht. Er läßt Martin und Tirso doch mit Don Chapman und Dula allein am Elfenhof. Reena, Ungas Freundin, ist auch da. Coco ist schon fort und wenn Dorian auch noch ausfällt, ums Leben kommt oder Schlimmeres, ist das bestimmt nicht im Sinn des Jungen. Außerdem ist Chapman zwar klein, aber oho.)

(Notiz: Man hat an Tim Morton und Peter Belmont, letzterer bekannt aus DK 150 nach New York telegraphiert. Doch die haben selbst mit irgendwelchen nicht näher bezeichnenden Vorkommnissen alle Hände voll  zu tun und können nichts machen. Jeff Parker ist mit unbekannten Ziel unterwegs.)

In London angelangt, setzt Unga es durch, daß Phillip ihn begleitet. Aber Martha Pickford kommt mit, da kennt sie nichts. Der Cro-Magnon fügt sich innerlich fluchend. (Notiz: Wie flucht ein Steinzeitmensch? Saurierbombendonnerwetterschockelement. Aber sagen wir lieber, Unga hat's in der Neuzeit gelernt.)

4.) Gegenwart Basajaun: Dorian ruft Olivaro. Seit Olivaro sein Knochengesicht für ihn opferte, kann er ihn bekanntlich anfordern, ihm allerdings keine wörtliche Botschaften senden. Nur Aufforderung: Komm. Dorian trifft Olivaro auf der Söllerplattform. Der Ränkeschmied behauptet, auch nicht zu wissen, wo Coco Zamis sei. (Notiz: Das ist gelogen.) Er gibt Dorian aber einen Tip, wie Virgil Fenton vom Wolfskeim zu heilen sei. Man muß ihm den Magischen Bumerang auflegen und dazu die Tabula Smaragdina Hermes Trismegistos zitieren - Text habe ich, kann der Autor haben. Außerdem verrät Olivaro, daß Phillip mit Unga und Miß Pickford um Anmarsch ist. Aber auch Luguri. (Achtung: Bei der Schwarzen Familie tritt Olivaro in seiner Tarnexistenz als Elia Gereon auf und blufft selbst Luguri). Mit Luguri könne man auch bald rechnen, verrät Olivaro.

Der Erzdämon ist wieder erstarkt und hat den Bau seiner Blutorgel fast abgeschlossen. Es geht ihm zu langsam mit Basajaun und er will drastische Mittel anwenden, anstatt abzuwarten wie Zakum. Olivaro verschwindet. Ira Marginter hat Fenton befreit. Man merkt es gerade noch. Fenton wird eingefangen und überwältigt, aber Ira Marginter flüchtet zu den Dämonen hinaus.

Zakums Programm kommt bei ihr voll zum Ausbruch, sie wird selbst dämonisch. Damit Finis Basajaun für diesen Roman.

5.) Vergangenheit: Der Magier Callisto wird von Coco gefangengenommen. Durch einen Geheimgang verläßt sie Schloß Mummelsee, das von feindlichen Söldnern unter der Führung von Olivaro alias Marchese Ottavia Arras und Gevatter Tod umstellt ist. Gevatter Tod tritt als der Profoß des Söldnerführers Arras auf, der - Arras - sich oft mit eisernen Maske zeigt bzw. Flügelhelm mit geschlossenen Visier. Der Profoß war der derjenige, dem die Überwachung, teils auch Verhängung der drakonischen Strafen unterstand. Da wurden reihenweise Deserteure und sonstigen gehenkt, erschossen, gerädert, geschunden. Das Amt versieht der Gevatter Tod gern. Bei Olivaro ist auch  noch eine Hexe, Alraune, nicht die spätere Hekate aus früheren DK-Romanen, sondern eine Galgenhexe, die sich Alraune nennt. (Galgenhexe siehe Infos). Man hat auch ein paar Gehenkte, die für Olivaro retten. Asmodi alias Rittmeister Wartstein ist irgendwo anders beschäftigt, doch mit ihm muß man in absehbarer Zeit auch rechnen.

Coco schwant ein ganz übler Braten. Sie schleppt den Callisto ins Schloß - Zeitmagie o. ä. muß der Autor überlegen - und man verhört ihm. Callisto plaudert alles aus, was er weiß. Die Dämonen schüren im 30jährigen Krieg das Chaos. Oattvia Arras alias Olivaro, dessen charakterische Ausstrahlung erkannt hat - sie hat Callisto mitten aus dem feindlichen Lager herausgeholt - und Gevatter Tod arbeiten zusammen. Zwischen Olivaro und Asmodi gibt's Spannungen, weil Olivaro Asmodi gern den Rang ablaufen möchte. Er muß ihm aber den Oberbefehl lassen.

Der Plan der Dämonen sieht so aus, daß sie erreichen wollen, daß mit dem Kriegswirren jede Ordnung im früheren Sinn in Europa zerfällt und auch nicht mehr wiederhergestellt wird. Dann sollen Chaos und Teufelskulte herrschen. (Notiz: In dieser finsteren Zeit gab es tatsächlich viele Satanskulte und es sah zeitweise tatsächlich so aus, als ob die Ordnung nie wiederhergestellt werden könnte.)

Coco weiß, daß Asmodis und Olivaros Pläne gelingen können. Dann wird die Geschichte anders verlaufen. Es kann kein Zufall sein, daß Coco ausgerechnet zudem Zeitpunkt in die Vergangenheit geraten ist. Sie ist ein maßgeblicher Faktor und sie will demnächst Merlin fragen, gleich, ob er zuletzt unwirsch war oder nicht.

Sie muß mit Matthias zusammen die dämonischen Pläne durchkreuzen.

Schluß des Romans: Man stellt Callisto auf die Zinne des Schlosses, wo er Olivaro und Gevatter Tod zuruft, sie sollten sich um seinetwillen entfernen. Sie husten ihm was, bzw. der Gevatter bläst ihm die Cholera an den Hals und zwar eine so konzentrierte Form, daß Callisto, ein dämonischer Mensch, binnen kurzem stirbt.

Hubert HaenselMan wirft ihn mit Hellebarden vors Schloß. Das weitere ist abzuwarten. Rosig sieht's nicht aus. Gevatter Tod stellt sein Ultimatum. Bedingungslose Kapitulation oder sämtliche Seuchen für alle im Schloß.

Schlußnotiz: Lieber Peter, bitte beachte die von mir später mit Ende des vorigen Romanes eingefügte Figur des Magister Schnabel laut Infoexposé, aus dem seine Rolle hervorgeht. Gelegentlich den Schnabel im Romanen erwähnen.

Walter Appel, den 23.02.86

 

Warum Hubert Haensel die Nummer 176 geschrieben hat und nicht Wolfpeter Ritter ist mir nicht bekannt.

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