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Dämonenkiller-Neuauflage: Nr. 174 Die Katastrophe von Basajaun - Exposés 173 - 183 von Walter Appel (Earl Warren)

Dämonenkiller-AutorenNr. 174
Die Katastrophe von Basajaun
Exposés 173 - 183 von Walter Appel (Earl Warren)

Walter Appel alias Earl Warren hat im Februar 1986 - vor 27 Jahren - den 30jährigen Krieg-Zyklus für die Zweitausgabe der Dämonenkiller-Serie verfasst. Leider sind von den geplanten Nummern 173 – 183 nur  die Bände 173 – 175 als DK-Hefte erschienen. Walter Appel hat uns freundlicherweise gestattet, seine DK-Exposés zu veröffentlichen. Wir bringen die Exposés in täglicher Folge und wir bringen heute mit das Exposé für die Nummer 174.


Dämonenkiller-AutorenDK-Heft Nr. 174
Autor: Appel/Warren
Die Katastrophe von Basajaun
Der Herr der Wölfe
Das sechste Leben
In der Vergangenheit verschollen

Zeit: Gegenwart: Anfang Mai / Vergangenheit anno 1626 - 1628 Jahresende

Titelbildvorschlag: Vater Arias, ein dämonischer Mönch - kein kirchlicher - im Kreis von Wölfen mit glühenden Augen. Arias trägt braune Mönchskutte und hat Tonsur. Stark behaart. Sein Gesicht steht im Begriff, sich zur einer Wolfsschnauze zu verwandeln.

Handlungsorte: Island (kurz) Andorra/Basajaun und in der Vergangenheit  Deutschland Bodensee + südliche Regionen bis Schwarzwald

Story:

1.) Wir springen gleich mit zwei Füßen in die Vergangenheit. Coco kommt beim Zeitschacht am Boden heraus, den sie bereits kennt (siehe DK-TB Nr. 60, Erklärung folgt), ist - direkt an die Geschehnisse von DK 173 anschließend - verwirrt und desorientiert. Wie üblich nach einer Zeitreise landet sie nackt - nichts aus der Gegenwart kann in die Vergangenheit an Gegenständen, höchstens was aus jener Zeit, z. B. alte Münzen, Schwert - und kann ihre magischen Fähigkeiten für ca. einen Tag nicht anwenden. Muß sich regenerieren, sammeln. Damit hat Coco hat schlechte Karten, sie landet nämlich bei einem Söldnerlager, wird auch prompt aufgegriffen. (Söldnerführung usw. Anmerkung und Erklärung), schlägt einen Landsknecht nieder und zieht dessen Wams an, um nicht völlig nackt herumspringen zu müssen.

Man bringt sie ins Lager, wo mehrere Söldner die schwarzhaarige Schönheit für sich beanspruchen und es deswegen bald Mord und Totschlag gibt. Tumult schildern. Der Hauptmann Anton von Czersky, ein narbengesichtiger Haudegen, löst das Problem, indem er Coco für sich requiriert und dem Czersky widerspricht keiner. Er läßt Coco in sein Quartier bringen, wo er schon zwei Dirnen (im 30jährigen Krieg allgemein gebräuchlicher Ausdruck für nichtangetraute Landsknechtsliebchen) sowie eine alte Vettel für die gröberen Arbeiten hat. Die zwei Dirnen sind über die Konkurrenz nicht gerade froh. Coco kann sich ihnen gegenüber aber doch behaupten, auch ohne Magie.

Der Czersky leert voller Vorfreude über das leckere Täubchen in seinem Quartier nach dem andern und kommt mit schwerer Schlagseite. Coco haut ihm eine Kanne oder sonstwas Geeignetes über den Kopf, legt den Bewußtlosen, dessen Zustand bald in Schlaf übergeht, ins Bett und schmiegt sich sogar mal an ihn, als eine der Dirnen - Luisa, rassige Italienerin und Barbara, brünette Deutsche - hereinschaut. Coco scheucht Luisa weg. Am folgenden Tag hofft sie wieder im Besitz ihrer magischen Fähigkeiten zu sein und sich damit weiterhelfen zu können. (Notiz: Es ist ein arger Schock für  Coco, als sie erkennt, wo sie gelandet ist. Das setzt ihr schon schwer zu. Sie hat aber keine Zeit für Philosophieren.)

2.) Dorian betritt in der Gegenwart mit Martin und Tirso den Elfenhof (Island) und findet Dula und Don Chapman besorgt wie Unga schwerkrank vor (bitte beachten, Ungas Freundin Reena ist auch da). Dorian ist wegen Cocos Verschwinden geschockt und hat große Sorgen. Fragt sich, ob Coco in Guatemala geblieben oder wo gelandet. Martin weint und meint, seine Mama sei völlig weg und würde auch nie mehr wiederkehren (kindliche Aussage und Befürchtung, doch ernst darstellen.). Unga ist deshalb so krank, weil die Vampirin Rebecca einen Liebeszauber auf ihn geworfen hat. Sie fand, wie im Exposé 172 erwähnt, Gefallen an Unga, doch er ist voller Skrupel ihr gegenüber. Vampirin, soundsoviele Männer umgebracht, naja. Rebecca hat dann in ihrer Glut zu härteren Mitteln gegriffen - Liebeszauber - und Unga geht es immer schlechter, je mehr er dem widersteht. Dorian kann ihm auch nicht helfen, Unga ist matt, hat verzehrende Sehnsuchtsanfälle, Unruhe, Schlaflosigkeit, kann nichts mehr essen usw. Nach Castillo Basajaun besteht keine Verbindung und aus London - Mystery Press, Jugendstilvilla - hört Dorian schlimme Neuigkeiten.

Phillip gebärdet sich nach wie vor völlig verstört. Von London kann man das Castillo auch nicht erreichen. Dorian möchte schnellstmöglich hin, muß aber vorher zusehen, daß er Unga irgendwie kuriert. Sonst stirbt der Cro-Magnon am Ende noch oder es passiert ihm sonst was. Dorian bestellt Rebecca über eine ihrer Fledermauskreaturen, die beim Hof der álfar herumflattert und ihre Herrin auf dem Laufenden hält.

Dorian erinnert sich dann an ein weiteres Stück seine sechsten Lebens als Matthias Troger von Mummelsee zur Zeiten des 30jährigen Krieges. Wir haben dann das, doch vorher die Zustände in Basajaun schildern.

3.) Basajaun: Vater Arias steht mit dem tumben Bauern, die sich für seine dämonische Zwecke einspannen lassen und deren Sprecher Antonio Urales schon erwähnt wurde vor den Toren. Wölfe und Werwölfe streifen (Achtung. Arias, der Vater oder der Herr Wölfe, dirigiert die Wölfe, d. h. hauptsächlich er, Helfen oder andere Dämonen, mit denen er Kontakt hat, nach Belieben, doch nicht scharenweise. Arias kohlt den Bauern aber vor, die Bewohner von Castillo Basajaun wären mit ihrem Treiben für die Wolfsplage und ähnliche Phänomene verantwortlich. Geheimnisvolle Zeichen und Spuk erschrecken die Bauern. Viel Vieh wurde gerissen, auch Menschen von Wölfen oder Werwölfen angefallen). Dem Arias nicht grün ist Ignatia Urales, Antonios Frau. Ihr fällt auf, daß der angebliche Mönch keinerlei christliche Symbole trägt und in seiner Nähe duldet. Arias begründet das damit, diese Symbole - Kreuz, Weihwasser, geweihtes Silber - würden die dämonischen Scharen erst recht reizen und man müsse Basajaun als Wurzel des Übels vertilgen, bevor man damit dessen Auswirkungen beseitigen könne.

Die Drei-Tages-Frist zur Räumung des Castillos ist bereits überfällig. Doch Yoshi Hojo, der Stellvertreter des DK in Basajaun, erreicht eine Verlängerung. Die Bauern haben Angst, das Castillo ist stark befestigt und nicht geheuer. Vater Arias will die Bauern weiter aufstacheln.

In Basajaun geht's drunter und drüber. Die dämonische Fresken beginnen alle, zum Leben zu erwachen. Man hat alle Hände voll damit zu tun, das einzudämmen. Wenn in einem Raum mit Kreuzen, Weihwasser und Dämonenbannern der Prozeß gestoppt ist, geht es anderswo los. Auch mal wieder einen Dämonen losbrechen lassen, der Ira Marginter anfällt, aber nicht tötet. Merkwürdigerweise, Erklärung hier nicht. Abi Flindt ist besonders sauer und schiebt Dorian die Schuld zu, daß sowas passieren konnte, d. h. mit dem Fresken. Wo ist er jetzt, der DK? fragt Abi. Er läßt uns in der Patsche sitzen. Leuchterscheinungen am Himmel, seltsame Zeichen. Basajaun ist komplett abgeschnitten. Abi Flindt wagt sich mal ins Freie, schleicht sich raus und sieht Vater Arias mit Werwölfen zusammen. Abi kann dann mit Mühe ins Castillo zurück. Die Szenen im Castillo sind, vom roten Handlungsfaden abgesehen, wie die bei den Bauern und Vater Arias der Gestaltung der anempfohlen.

Basajaun sollte mehrmals im Roman erwähnt werden bzw. Zustände dort.

4.) Jetzt haben wir den DK als Matthias Troger von Mummelsee in der Vergangenheit, anschließend an die Geschehnisse in DK 138 "Die Pestburg". Die Pestburg endet 1626. Coco landet im Spätherbst 1628 in der Vergangenheit. Matthias, 1626 16 Jahre alt, muß in den 2 1/2 dazwischenliegenden Jahren was getrieben haben. Er ist, anstatt sich gleich zum Mummelsee zu begeben - er erhielt am Ende DK 138 Papiere über seine Abstammung, die ihn nach Schloß Mummelsee verwiesen, hatte da aber noch keine ganz genaue Aufklärung. Vielmehr ist Matthias in der turbulenten Zeiten unter die Söldner geraten und lernte das Kriegshandwerk. Erst war er Fahnenschwenker, dann Musketier, schließlich Reiter. Er traf den Rittmeister Alfred von Wartstein, hinter dem sich Asmodi (Asmodi I) verbirgt, flüchtig oder sah ihn eben. Wartstein gehört mal zu der Union, mal zur Liga, d. h. er hält es mit beiden Parteien und verfolgt finstere Pläne, die wir noch später umreißen werden. Pauschal gesagt: Er schürt das Chaos.

Matthias erlebt so manches, hier aus dem Vollen schöpfen, und reift heran. Von der Liga enttäuscht, wendet sich Matthias der Union zu, aber nur zum festzustellen, daß man da um keinen Deut besser ist.

Matthias stößt auch immer wieder auf das Wirken der Dämonen (Siehe Zyklusexposé. Landsknechtsaberglauben, Seuchen erwähnen, zeitgenössische Figuren - Gustav Adolf, Wallenstein, Tilly im Hintergrund lassen, d. h. nach Möglichkeit nicht persönlich auftreten lassen.) Eine geheimnisvolle Erscheinung ist zu erwähnen, ein hünenhafter Reiter, ausgestattet wie ein Pappenheim'scher Kavallerist (Zyklusexposé), mit Flügelhelm, der beim schnellen Ritt und bei Wind ein sausendes bedrohliches Geräusch erzeugt, doch mit geschlossenem Visier (eiserne Maske). Dahinter versteckt sich, als Vorabinformation für den Autor, Olivaro, der im 30jährigen Krieg als Marchese Ottavio Arras sein Wesen bzw. Unwesen treibt. Der Maskenreiter gibt in diesem Roman mit Gevatter Tod zusammen (Zykusexposé) zwei der Apokalyptischen Reiter ab.

D. h. sieben Dämonen, Vorreiter Asmodi, nennen sich so. Matthias kann mal einen Werwolf erledigen - Silberkugel, abergläubische Landsknechte kannten sich besser aus als heutzutage mit sowas - oder am Schlachtfeld auf Ghouls stoßen, d. h. nach der Schlacht, wenn die Leichenfresser bei Nacht kommen. Matthias weiß noch nichts über seine früheren Leben, Asmodi alias Alfred von Wartstein verpaßt ihm quasi im Vorbeireiten was - er weiß, daß er eine Reinkarnation des Baron Nicolas de Conde vor sich hat, mit dem er 1494 den Unsterblichkeitspakt schloß -, nimmt ihn aber noch nicht ernst genug. Trotzdem, Matthias braucht eine Weile, um sich von dem Schlag - Sturz vom Pferd, magisch verursacht, im Belieben des Autors - zu erholen.

(Autoreninfo: Er will dann zum Mummelsee, wo er Ende 1628 eintreffen wird. Er wird dort auf Coco Zamis treffen. Unterwegs, nächster Roman, lernt Matthias Genevieve kennen. Matthias weißt nicht, wer Coco ist, wie sollte er? Sie hingegen weiß durch Dorians Angaben, die sie im 20. Jahrhundert über ihn erhielt Bescheid.)

5.) Elfenhof Island: Rebecca kommt. Dorian packt sie, bedroht sie mit dem Kommandostab und zwingt sie, den Liebeszauber von Unga zu nehmen, der dann bald wieder topfit ist. Dorian verjagt Rebecca, die er ohnehin nie besonders mochte, und erlegt ihr auf, sich so bald nicht mehr blicken zu lassen. Sie verschwindet auch. Dorian läßt Martin und Tirso bei Unga am Elfenhof zurück und springt per Magnetfeld nach Frankreich.

Den Rest muß er dann im Leihwagen zurücklegen. (Notiz: Abschied Dorian - Martin schildern, Martin ist traurig. Dorian will ihn in Sicherheit wissen. Deshalb bleibt Unga auch am Elfenhof. Don Chapman, Dula und auch Reena waren zu schwach, um die Sicherheit zu gewährleisten. Unga wäre gern aktiver, doch ein Machtwort des DK läßt ihn gehorchen.)

Dorian gelangt ordnungsgemäß nach Frankreich, fährt nach Andorra - und fällt prompt den Bauern in die Hände, die das Castillo belagern. Man überwältigt ihn, obwohl er sich mit Händen und Füßen wehrt. Ein Bauer zieht ihm eins mit dem Dreschflegel über, als er sich fast freigekämpft hat. Da hat Dorian genug. Er wird gefesselt vor Arias gebracht, der sich ihm bald darauf unter vier Augen als ein Dämon zu erkennen gibt und ihm hämisch mitteilt, Castillo Basajaun wäre bald gewesen und er auch. Soweit DK/Basajaun/Gegenwart.

6.) Coco weitere Erlebnisse in der Vergangenheit: Coco hat ihre Hexenfähigkeiten wieder. Zeit: Ein Tag nach ihrer Ankunft im Jahr 1628. Sie kann Anton von Czersky hypnotisieren und völlig in ihren Bann bringen. Coco rekonstruiert zu recht folgendermaßen, wie sie im Jahr 1628 gelandet ist: Das unzuverlässige Magnetfeld hat sie beim Absprung von Dorian, Martin und Tirso getrennt und anderswohin geschleudert als diese. Coco landet per Magnetsprung am Bodensee in der Nähe eines Zeitschachtes. Der hat sie angezogen, bevor sie überhaupt merkte, wo vorging, und auch noch in die Vergangenheit transportiert. (Notiz: Normalerweise kann ein Magnetfeld niemanden in die Vergangenheit bringen, Aber so geht's. Um ins 20. Jahrhundert zurückzukönnen, bräuchte Coco das Armband des Merlins, um die Austrittszeit aus dem Zeitschlacht bestimmen zu können.) Noch hat sie keine Panik. Czersky frißt ihr aus der Hand, die Söldner staunen nur so.

An einem einsamen Platz beschwört Coco dann Merlins Geist, das kann sie. Er meldet sich auch, doch - herbe Enttäuschung! - er kann ihr das Armband in dieser Zeit nicht liefern, sagt er. Merlin beschwert sich, wo Coco solange geblieben sei - das zitieren. Sie solle ihn in zwanzig, dreißig Jahren mal wieder rufen. Damit ist der Kontakt vorbei und Coco Zamis aufgeschmissen. Sie sieht derzeit keine Möglichkeit, ins 20. Jahrhundert zurückzukehren.

So will sie nach Schloß Mummelsee, wo sie annimmt, den DK in seinem früheren Leben zu treffen. Sie will unbedingt Matthias Troger begegnen, was verständlich ist. Hauptmann Czersky begleitet Coco mit einer bewaffneten Eskorte. Das ist für Coco am einfachsten.

Schluß des Romanes: Coco sieht Matthias am Schloßtor. Er hat eine junge, weißblonde Schönheit bei sich, die, wie Coco gleich erkennt, eine Hexe ist. Keine weiteren Aussagen.

Walter Appel, am 25.2.86

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