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Der Alte - Erwin Kösters Fälle: Folge 34 - Die Lüge

Der Alte - Erwin Köster und seine FälleFolge 34
Die Lüge

Kommissar Köster wird zu einem Familiendrama gerufen: Herr Bertram liegt, durch einen Schuss lebensgefährlich verletzt, im Wohnzimmer seines Hauses. Seine Frau Karin gibt zu, ihren gewalttätigen und trunksüchtigen Mann niedergeschossen zu haben. Im Haus wohnt noch Frau Bertrams Großvater, Wilhelm Kampka, ein liebenswürdiger älterer Herr, der von den Vorgängen im Haus scheinbar nicht viel mitbekommen hat. Während Köster Frau Bertram festnimmt, kümmert sich Heymann um Herrn Kampka, der nicht im Tathaus bleiben kann.

 

Siegfried Lowitz und Michael AndeIm Büro schildert Karin Bertram Köster die Hintergründe ihrer Tat. Herr Bertram ist nicht vernehmungsfähig und stirbt schließlich an seinen Verletzungen. Zu einer Schlüsselfigur in dem Fall entwickelt sich für Köster Wilhelm Kampka. Er besucht den alten Herrn im Heim, in dem er sich sehr unwohl fühlt und lässt ihn schließlich sogar bei sich wohnen. Bei einem ihrer Nachmittagsausflüge erzählt Herr Kampka Köster von einem jungen Mann, der seine Enkelin manchmal besucht hat. Es gelingt, ihn als den Polizisten Peter Pawlak zu identifizieren ...

Köster erweist sich einmal mehr als wahrer Menschenfreund. Herr Kampka blüht zuhause bei Köster richtig auf. Natürlich erhofft sich der Kommissar daraus ein richtiges Gespräch und Hinweise zur Tatnacht. Doch viel sagt der alte Mann nicht. Bis es eben zu der Erzählung um den Polizisten kommt.

Die Auflösung des Falles ist überraschend. Denoch hat auch diese Folge keine nennenswerte Spannung aufzuweisen. Reichlich schwach wird das Ehedrama dargestellt.

Einschläfernd auch die Darsteller. Bruno Dittrich bleibt als Liebhaber so blass wie eh und je in seinen Krimigastrollen. Witta Pohl ist ebenfalls farblos, und ihre schauspielerische Leistung hatte mich noch nie überzeugt. Einzig Rudolf Platte vermag seiner Rolle etwas Charakter zu geben. Einige Zeit hat der Mime hier in Hildesheim gelebt, und immer wenn ich an seinem alten Wohnhaus vorbeigehe, verharre ich einen Moment lang vor der ansehnlichen Gedenktafel davor.

Aus dem Drehbuch wurde Regietechnisch nichts gemacht. Dauernd wartet man, das irgendwas passiert, doch leider bleibt Die Lüge eines der schwächsten Köster-Stücke.

Reine Schlamperei war es, dass genau 23 Jahre später wieder eine Der Alte-Folge mit dem Titel "Die Lüge" gesendet wurde. Und wieder war der Autor der Folge Volker Vogeler. Es war die insgesamt 281. Folge der Krimireihe.

Etwas Besonderes gibt es in der Folge aber doch noch. Köster trennt sich in der Folge von seiner Freundin Anna Gautier. Das geht aus einigen Tlefonaten mit ihr, innerhalb der Geschichte hervor. Damit  verliert Köster nach 34 Fällen auch entgültig sein Privatleben, und kann sich ganz und gar auf seine Fälle konzentrieren.

Besetzung: Siegfried Lowitz (Erwin Köster), Michael Ande (Gerd Heymann), Jan Hendriks (Brenner), Rudolf Platte, Witta Pohl, Bruno Dietrich, Lisa Hellwig, Eva Kotthaus, Hannes Kaetner und andere
Stab: Buch: Volker Vogeler,  Titelmusik: Peter Thomas, Musik: Frank Duval, Kamera: Heinz Hölscher, Szenenbild: Wolf Englert, Herstellungsleitung: Gustl Gotzler, Redaktion: Peter Renfrantz, Produzent: Helmut Ringelmann. Eine Produktion der Telenova Film und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Regie: Theodor Grädler. Erstausstrahlung: 30.11.1979 (ZDF)

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