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Hard Case Crime - Mails vom Herausgeber

Hard Case CrimeMails vom Herausgeber

In ständiger Regelmässigkeit meldet sich Charles Ardai, der Herausgeber von HCC per Mail, um über Neuigkeiten zu informieren. Um diese auch zu erhalten, kann man/frau sich jederzeit auf der Hauptseite anmelden (ganz nach unten scrollen und die E-Mail-Adresse eingeben). Mit dieser persönlich angehauchten Einrichtung, werden Interessenten Neuerscheinungen näher gebracht, die bei HCC in den nächsten Monaten ins Haus stehen. Dabei wird Charles Ardai auch die Möglichkeit geboten, näher auf den Inhalt oder auch den Autoren eines Buches einzugehen.

Für Fans und auch den leidlich Interessierten ein gesundes Hintergrundfressen. Bei mir hat diese Verlagsbindung jedenfalls ganz gut funktioniert, komme ich mir doch dadurch schon wie ein Insider vor, der vor dem Veröffentlichungstermin mit Infos gefüttert wird und so einen Blick hinter die Kulissen werfen darf. Es verschafft zudem auch Einblick in die Gedankenwelt eines Charles Ardai, der im tiefen Schreiberherzen ein Fan des Genres geblieben ist.

Eine praktische Nebenerscheinung kommt gleich mitgeliefert, kann pro E-Mail (neu auch per Twitter) an einem Wettbewerb teilgenommen werden. Machen muss man dafür herzlich wenig: Anmelden, und wenn man zu den glücklichen Gewinnern gehört, eine Rezi über das Buch schreiben. Irgendwo. Sei das auf Amazon oder einer persönlichen Internetseite. Das Buch wird einem per Post zugeliefert.

Es findet sich noch mehr zum Thema.

Das Cover kommt auch gleich mit der Mail, ebenso ein Link, um sich das erste Kapitel des Buches anzusehen. Da kann jeder und jede für sich herausfinden, ob das Buch einem entspricht. Sicherlich eine gute Einrichtung für den Gelegenheitsleser, der sich so einen Happen genehmigen kann, ohne gleich die Börse zu zücken.

Das T-ShirtDes Weiteren kam vor kurzem die Mitteilung, dass es jetzt auch T-Shirts mit den Lieblingsbildern von HCC im Onlineshop zu kaufen gäbe.
 
Es geht weiter mit Merchandise! Sogar Unterwäsche kann man nun mit dem Logo von HCC ergattern!

Ob die Welt wirklich darauf gewartet hat, dass ich das Logo meines Lieblingsverlages auch gleich auf meinem Luxushintern mittrage, wage ich zu bezweifeln, aber es soll ja für alles Menschen geben.

Für eine Kaffetasse kann ich mich dann schon eher begeistern!

HuntAls die Autoren von HCC sich an einer andere Gattung als der des Detektivgenres zu betätigen gedachten, las ich das zuerst in einer Mail von Charles Ardai. Dabei handelte es sich um das Abenteuergenre, das im Filmform von Harrison Ford als Indiana Johnes und von Nicolas Cage als Benjamin Franklin Gates porträtiert wurde. „Gabriel Hunt“ ist in dieser Branche der neuste Held, der sich als Archäologe in die Geschichte der Menschheit wirft, um Geheimnisse zu ergründen, oder diese Gaunern und Bösewichten abzujagen. Hier der Link dazu.

Eine Neuigkeit in einer der letzten Mails liess mich kurz erschrocken den Atem anhalten, war es doch so geschrieben, als würde HCC die Verlagstätigkeit einstellen. Es sieht aber zum Glück nur so aus. Bis Ende Jahr 2009 wird die bisherige Veröffentlichungsgeschwindigkeit von einem Buch pro Monat eingehalten. Im 2010 gönnt sich HCC eine wohlverdiente Pause, die auch vielen ihrer Partner die Möglichkeit bieten soll (gemäss Charles Ardai) ihre offenen Rechnungen zu begleichen. Die angesprochenen Personen wüssten schon, wovon er spreche.

Dann biete es vielen – allen? – Fans von HCC die Möglichkeit mit lesen aufzuholen, bekam Charles Ardai doch oft zu hören, dass die Bücher zu häufig erscheinen würden. Ich zähle mich auch zu denen, bei dem sich die Romane ansammeln, da es sooooo viel anderes gibt, das mich auch noch interessiert.

Der Verschnaufer kommt mir sehr gelegen!

Ich nahm mir eigentlich vor, den Inhalt jeden Mails von Charles Ardai an dieser Stelle wider zu geben, aber bis der Artikel jedes Mal erscheint, ist diese Neuigkeit auch schon längst keine mehr und nur noch Schnee von Gestern. Aus diesem Grund dieser Artikel mit Links und zum anmelden. So bekommt jeder die Möglichkeit die News dann wirklich aus erster Hand zu bekommen.

Viel Vergnügen bei nachfolgender Rezension.

Falsches HerzFalsches Herz
Hard Case Crime Nr. 010 Feb. 2009
von Lawrence Block
Übersetzung: Andreas C. Knigge
ISBN: 978-3-86789-068-7
256 Seiten; € 9,90 | Sfr. 18,90
Rotbuch


„Geld oder Liebe ...“

Johnny Hayden und Doug Rance wollen Immobilienunternehmer Wallace Gunderman um sein gesamtes Vermögen bringen. Doch damit der Plan aufgehen kann, brauchen sie eine Frau im Innern der Firma. Hier kommt Evelyn Stone ins Spiel - Gundermans Sekretärin, Geliebte und sein schlimmster Feind. Gunderman hatte versprochen, sie zu heiraten, es aber nie getan. Jetzt will sie es ihm heimzahlen und Evelyn ist eifrig bei der Sache ... Könnte es aber auch sein, dass sich die beiden Gauner mit der Sekretärin jemand an Bord geholt haben, die zu eifrig an die Sache heran geht?


Es begann alles mit einem Buch von Lawrence Block, als der Verlag „Hard Case Crime“ im Herbst 2004 an den Start ging. Das Buch „Grifters Game“ war eine perfekte Wahl um sich auf das Material einzustimmen, was einem als Leser in Zukunft noch geboten werden konnte. In meinen Augen machte es einen prächtigen ersten Eindruck und das Werk gefiel mir ausserordentlich gut. Nun sind Charles Ardai und Verlag mit einer neuen, fantastischen Block-Neuauflage zurückgekehrt.

Mir gefallen diese langen Gaunergeschichten, und „Falsches Herz/The Girl with the long green Heart“ ist eine der besten. Natürlich bin ich vorbelastet, das gebe ich unumwunden zu, aber einem unbefangenen Leser sollte dieses Buch trotzdem zusagen.

In Sachen Unterhaltungswert könnte man es auf eine Stufe mit dem Film „The Sting/Der Clou“ stellen. Lawrence Block beschreibt und führt das Unternehmen so detailliert und gekonnt auf, dass man sich gezwungenermassen fragen muss, ob der Autor für diesen Roman nicht noch etwas tiefer recherchiert hat, als man normalerweise annehmen würde.

In der ersten Person geschrieben, hat „Falsches Herz/The Girl with the long green Heart“ eine ganze Menge interner Monolog zu bieten. Aus der Sicht von John Hayden liest sich das jedoch interessant, da vieles mit dem Job zu tun hat, den sie aufziehen, und eine ganze Menge an Situationen anders kommen, als geplant. Block bringt das gekonnt und lebendig rüber.

Lawrence BlockAus diesem Grund liest sich das Buch auch blitzschnell. Ich war durch, bevor ich jemand „Paperlapap“ sagen konnte und übergab nach getaner „Arbeit“ ein weiteres Schmuckstück meinem Büchergestell. Wenn dies die Qualität ist, die man sowohl von HCC und Lawrence Block erwarten kann, dann bleibe ich auf jeden Fall dabei Stammleser! Auch aus dem Grund, dass mir ältere Werke von Lawrence Block näher gebracht werden, die kaum mehr – oder für teures Geld – aufzutreiben sind.

Blocks Geschichten entstehen nicht immer aus den originellsten Ausgangslagen, doch die spezielle Stimmung, die er hervorzaubern kann, bringt immer wieder ein familiäres Gefühl rüber und lässt den Leser mit Freude an den Schreibfähigkeiten des Autors teilhaben. Und die haben es in sich! Mit Sicherheit auch ein Grund, warum er einer meiner Lieblingsautoren ist!

The Girl with the Long Green HeartBereits erschienene Bücher von Lawrence Block siehe in der Wikipedia.

Das Buch in Englisch:
The Girl with the long green Heart
251 Seiten
ISBN: 0-8439-5585-6
$ 6,99
Hard Case Crime No 014 Nov. 2005

 

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