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Dübell, Richard - Die Wächter der Teufelsbibel (Hörbuch)

Die Wächter der Teufelsbibel nach Richard DübellDie Wächter der Teufelsbibel
nach Richard Dübell
Bearb. Fassung, gelesen von K. Dieter Klebsch
6 CDs, 19,95 €
ISBN: 978-3-7857-3702-6
Erschienen: September 2008

Verlagsgruppe Lübbe (Lübbe Audio)

„Es gibt eine Legende. Ein Mönch wurde eingemauert als Sühne für eine schreckliche Tat. Während er in seinem Gefängnis verschmachtete wollte er sein Vermächtnis niederschreiben, eine Bibel des Wissens. Schon in seiner ersten Nacht erkannte er, dass er niemals damit fertig werden würde. In seiner Not begann er zu beten, und da Gott seine Gebete nicht erhörte, betete er zum Teufel und bot ihm seine Seele an.

Der Teufel kam, und schrieb das Buch in jener Nacht. Aber statt wie vereinbart die gesammelte Weisheit der Welt darin festzuhalten, ergänzte er sie um sein Wissen, mit dem sich die Menschheit selbst zerstören würde. Und da der Teufel wusste, dass die meisten Menschen vor ihm auf der Hut waren, tarnte er sein Vermächtnis als Niederschrift der Bibel.
Als das Verließ des Gefangenen nach Wochen aufgebrochen wurde, fand man neben seinem Leichnam ein gigantisches Buch. Die Mönche die es aufschlugen, zuckten entsetzt zurück: Auf einer Seite grinste ihnen ein Bild des Leibhaftigen entgegen, alles was der Mönch hatte tun können war die Nachwelt mit dieser Zeichnung zu warnen... und den Schlüssel zu des Teufels Werk auf drei Seiten in dem Buch zu verstecken. Es gibt eine Legende.
Wer den Glauben an Gott besitzt, dem gehört das Himmelreich.
Wer das wissen des Teufels besitzt, der beherrscht die Welt.“


Prag, 1612. Das gefährlichste Buch der Zeit wird aus dem Hradschin gestohlen – die Teufelsbibel. Wenig später geschehen unheimliche Dinge: Eine Frau ermordet ihre Familie, ein Mann erdrosselt seine Verlobte.. Und alle sagen, der Teufel hätte es ihnen befohlen. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Grausamkeiten und dem Verschwinden der Teufelsbibel? Die beiden Freunde Cyprian Khlesl und Andrej von Langenfels riskieren ihr Leben für die Lösung des Rätsels...

Nach „Die Teufelsbibel“ ist mit „Die Wächter der Teufelsbibel“ ein mindestens ebenso spannender, aber in sich abgeschlossener Nachfolger erschienen. Die Handlung schließt (zumindest fast) nahtlos an den Vorgänger an, was den Einstieg auch für Erstleser (oder in diesem Fall: Hörer) möglich macht. Obwohl die schrecklichen Ereignisse um die teuflischen Schriften bereits einige Jahre zurückliegen, begreift man dennoch sehr schnell um welch gefährliches Stück Literatur es sich bei diesem Buch handelt.

Cyprian steht nicht mehr in Dienste seine Onkels, des Erzbischofs von Wien Melchior Khlesl. Er und seine Frau Agnes leben in Prag, führen ein erfolgreiches Handelsunternehmen, und haben eine gemeinsame Tochter – Alexandra. Auch Andrej von Langenfels spielt noch eine Rolle in ihrem Leben, genauso wie dessen Sohn Wenzel, der gemeinsam mit Alexandra aufgewachsen, und zudem noch schwer verliebt in die junge Dame ist.

Die Kluft zwischen den beiden christlichen Kirchen ist groß geworden, und auch das Böse ruht nicht im Stillen. Als Melchior Kardinal Khlesl erfährt, daß die gut versteckte Teufelsbibel nicht mehr sicher zu sein scheint, beauftragt er erneut seinen Neffen Cyprian sich um die Angelegenheit zu kümmern. Cyprian bricht auf um nach dem Rechten zu sehen, während seine Tochter Alexandra bereits nichts ahnend in die Falle des dunkel beseelten Heinrich von Wallenstein-Dobrowitz tappt, der ihr den Hof macht um so über sie an das versteckte Buch zu gelangen.
Natürlich hat die Teufelsbibel längst einige Unschuldige in ihren Bann gezogen, schreckliche Morde geschehen, und das Netz aus Lügen und Verschwörungen zieht sich immer enger zusammen. Die erneute Suche nach dem grauenvollen Buch beginnt, und keiner der Hauptprotagonisten ahnt auch nur im Entferntesten wie nah das Böse diesmal an sie herankommen wird.

Mit „Die Wächter der Teufelsbibel“ ist Lübbe-Audio eine gute Hörbuch-Umsetzung des Dübell Romans gelungen. Einziger Kritikpunkt sind die schlecht voneinander getrennten Handlungsstränge, für die ich in der Gesamtbewertung einen kleinen Abstrich machen würde. Was im Geschriebenen deutlich zur Spannung beiträgt, wirkt im Gehörten doch manchmal etwas verwirrend. Zumindest, wenn man sich nicht ein hundertprozentig auf das Gehörte konzentriert. Ich habe mich hin und wieder bei kleinen unbeabsichtigten Unaufmerksamkeiten erwischt, und musste dann feststellen, daß ich der Handlung nicht mehr wirklich folgen konnte da die Übergänge zwischen den einzelnen Handlungssträngen kaum bis gar nicht pausiert sind, und so kaum auffallen. Da half leider immer wieder nur die Spielzeit zurück zustellen. Man kann mir jetzt vorwerfen, daß ich mich besser konzentrieren soll, aber ich bin der Meinung daß diese Übergangsproblematik sicher auch geeigneter gelöst werden könnte.

In Anbetracht der perfekt gesetzten musikalischen Unterlegung und der phänomenalen Leistung des Sprechers Klaus-Dieter Klebsch (u.A. die dt. Synchronstimme von Hugh Laurie alias Dr. House) kann ich aber getrost über dieses minimale Manko hinwegsehen. Herr Klebsch überzeugt einfach total und fesselt den Hörer bis zur letzten Minute.

Lübbe und alle anderen Mitwirkenden haben wieder einmal gute bis überragende Leistungen gezeigt, und daher werde ich „Die Wächter der Teufelsbibel“ gerne weiter empfehlen. Da freut man sich auf den letzten Teil der Trilogie.

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