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Michael's Historisches - Der Stern von Sachsen - Historisch (2. Das Exposé Teil 1)

miCHAEL#S aBENTEUERDer Stern von Sachsen

2. Das Exposé von Teil 1 - Sachsen-Ehre
Der historische Roman. Das Gebiet hätte ich gern als literarischen Tummelplatz gehabt. An anderer Stelle habe ich schon geschrieben, warum ich mich seit meiner Kindheit mit der Geschichte der Menschheit teilweise in kleinsten Details beschäftige. Im Lauf der Zeit habe ich sehr viele Konzepte für historische Romane geschrieben - für die Jugend wie für das Alter lesbar und ganz sicher auch mit einer spannenden Handlung. 


Als ich sie bei Verlagen vorgelegt habe, bestand jedoch kein Interesse - vermutlich auch deshalb, weil manche Themen eben von einer großen Leserschaft nicht so gefragt sind.

Aber lest und urteilt einfach selbst ...

Der Stern von Sachsen
Band 1: Sachsen-Ehre

Historischer Hintergrund: Vorkriegszeit. Erstürmung der Eresburg und Zerstörung des Sachsenheiligtums der Irminsul durch die Franken. Erste Unterwerfung sächsischer Edler. Erneuter Aufstand der Sachsen, Sieg der Franken und Gestellung von Geiseln.

Handlung:
Germar, der Alte aus der Familie der Hassionen und Wulfhere, der Axtschwinger aus der Familie der Wulfalinge sind die alten Patriarchen der die Handlung tragenden Familien. Der Chatte und der Sachse haben Anno 732 Seite an Seite unter Karl Martell in der Schlacht von Tours und Portiers gegen die Araber gekämpft und so die Freundschaft der Familien begründet.

Ihre ältesten Söhne Gerohard und Wolfrit bewirtschaften große, befestigte Gutshöfe und stellen jeder in seinem Volks-Gau so eine Art Bauernadel dar. Aus Hörigen und Freisassen auf dem Hof und den umliegenden Katen können sie rasch eine wehrfähige Gefolgschaft von mehr als achtzig Mann zusammenrufen.

Die gegenseitigen Besuche der beiden Familien finden in Franken vornehmlich Ostern und Weihnachten statt, weil hier christliche und heidnische Feste verknüpft sind. Der Hof der Gerwalter ist nahe der Fulda (Fulla) auf dem  Gebiet des Kasseler Stadtteiles Wolfsanger zu suchen. Die Wulfalinge, gewöhnlich Wölflinge genannt haben ihren Hof im heutigen Hann-Münden auf auf der Halbinsel zwischen Fulda und Werra, wo der Weserstein ist - damals ein (fiktives) Heiligtum von zwei Flussgöttern, die eine Ehe eingehen, aus denen die Weser entsteht. Beide Sippen  finden nichts dabei, gemeinsam den christlichen Gottesdienst zu besuchen um anschließend nach Art der Väter an den Weihesteinen den alten Göttern zu opfern das Fleisch der geopferten Pferde zu essen und reichlich Bier dazu zu trinken.

Es ist Ostern 772. Die alten Patriarchen haben sich daran erinnert, dass ihre Waffenbrüderschaft nun vierzig Jahre währt und aus diesem Grund diesmal ein größeres Familienfest zu feiern ist. Dies sollen die Verlobungen der ältesten Söhne mit den Töchtern der anderen Familie werden. Nach Liebe oder Zuneigung zwischen Gernot und Gunhilde wie auch zwischen Wulfegar und Hildegard wird nicht gefragt. Doch von ihrem Wesen und Empfindungen her sind sie sich ähnlich. Gunhilde aus dem Sachsenland ist schon halbe Christin während Hildegard aus Franken/Hessen im Herzen noch dem Heidentum anhängt.

Außerdem soll die Waffenprüfung und Schildbelehnung von Gerfried und Welfo, den jüngsten Sippengenossen, nach Art der Väter stattfinden. Der Weg zu den Gerwaltern wird darum von den Wölflingen gleich für einen Teil der Mannbarkeitsprüfung genutzt. Der junge Welfo, nur mit dem Sachs (einem einschneidigen Kurzschwert, eher ein langes Messer) bewaffnet, hat eine halbe Stunde Vorsprung und muss es schaffen, die vierzig Kilometer durch den Wald zum Gerwalter-Hof zu laufen, ohne von der ihn jagenden Wölfling-Sippe gefasst zu werden.

An sich ist so eine Jagd ein Spiel, um die Geschicklichkeit des Jungmannes zu erproben. Doch Welfo bekommt in Audulf, dem Fuchs und seinen Männern Jäger, die es ernst meinen. Die ausgestoßenen Banditen hausen in den Wäldern. Wenn es ihnen gelingt, den jüngsten der Wölflinge im Wald zu fassen, können sie bei der Sippe ein entsprechend hohes Lösegeld erpressen.

Gerfried ist zur gleichen Zeit in den Wäldern, um aus Mannbarkeits-Gründen allein mit einer Frame (Speer), einen wilden Eber zu jagen.

Der Roman beginnt mit Gerfrieds Kampf gegen den Eber als Parallelhandlung zu Welfos Flucht vor Audulf und zehn seiner Männer, die ihn aufgespürt haben. Audulf weiß, dass er für den jungen Sachsen von den Gerwaltern wie von den Wölflingen jeweils ein hohes Lösegeld bekommen kann. Welfo wird in unmittelbarer Nähe des Ortes gestellt, wo Gerfried eben den Eber erlegt hat.

Welfo setzt sich mit dem Sachs zur Wehr und durch das Kampfgeschrei wird Gerfried angelockt und greift mit seiner Frame ein. Dennoch sind es zu viele Gegner.

Da brechen drei Reiter durch den Wald, welche mit ihren Schwertern die Räuber niedermachen. Audulf der Fuchs wird gefangengenommen. Die Reiter sind Karl der Große, Graf Roland und Widukind, jetzt noch ein unbekannter sächsischer Fürstensohn der Engern, der heimlich an Karls Königshof dient, um die fränkische Lebensart kennen zu lernen. Karl der Große will mit seinen engsten Freunden in diesen Wäldern jagen und Widukind ist in diesem unwegsamen und unbekannten Gelände sein Pfadgänger. Gerfried und Welfo, die sich nach überstandenem Kampf stark blutend in den Armen liegen, haben auf diese Art Blutsbrüderschaft geschlossen.

So treffen die Hauptfiguren der Trilogie aufeinander, denn Stunden später erreicht der Zug der Wölfinge den Gerwalter-Hof. Karl der Große wundert sich über diese Freundschaft und Toleranz zwischen Christen und Heiden. Erzbischof Turpin aus Königs Karls Gefolge rät, mit den Sachsen in Frieden zu leben. Ein getöteter heidnischer Sachse ist nach seiner Meinung ein Sieg für die Hölle, weil der ja nicht mehr getauft werden kann. Roland und Widukind aber sehen den Krieg herauf dämmern. Sie wissen, dass sie auf verschiedenen Seiten Männer in den Kampf und den Tod führen müssen und schwören sich gegenseitig, unnötige Grausamkeiten zu verhindern. Sie vereinbaren geheime Erkennungszeichen, um auch während eines Krieges in Kontakt treten zu können.

Ganelon aus Karls Gefolge erkennt die Möglichkeit, König Karl durch einen Sachsenkrieg so zu beschäftigen, dass er keine Zeit hat, seine fränkischen Fürsten genau zu überwachen. Denn unter den Großen des Frankenreiches hat Ganelon ein geheimes Intrigenspiel in Gang gesetzt, mit dem er heimlich plant, König Karl abzusetzen.

Die Verschwörung bekommt Gelder von Desiderius, dem  König der Langobarden, der Karl im Norden halten will, damit er selbst sich in Italien den Papst gefügig machen kann. Denn nur der Papst als Stellvertreter Christi hat die Autorität, Desiderius im Namen Gottes das alte Diadem der Cäsaren aufzusetzen und damit als Kaiser über alle Könige zu stellen.

Aber an einem Kaisertum von Gottes Gnaden ist auch Karl interessiert. Und deswegen bricht er die kommenden Sachsenkriege immer vorschnell ab, um dem Papst gegen die Langobarden in Italien zu helfen. Karls eigentliches Ziel ist es, in Italien Macht und Einfluss der Franken so zu vergrößern, dass der  Papst und das Volk von Rom in ihm den Schutzherrn des Staates und der Kirche sehen und ihn daher zum "Schutzherrn Roms und der Kirche" - also zum Kaiser machen.

Heimlich befreit Herzog Ganelon Audulf, den Fuchs, den Karl schon zum Tode durch Erhängen verurteilt hat. Audulf verspricht, mit seinen Leuten in sächsischer Verkleidung ein Kloster anzuzünden, damit Karl gezwungen wird, einen Vergeltungsschlag durchzuführen. Ein im späteren Romanverlauf geschilderter Überfall auf das Kloster Paderborn schlägt jedoch fehl, weil die Mönche sich recht gut zu wehren wissen, und ihnen außerdem die Priester eines Wotans-Haines zu Hilfe eilen.

So gehen Audulf und seine Männer nach Denveneter in Friesland und brandschatzen in sächsischer Kleidung dort ein Kloster, um ihr Versprechen einzulösen. Als Beschützer des christlichen Glaubens ist König Karl jetzt gezwungen, einen Vergeltungskrieg zu führen.

Im Grunde seines Herzens hat Karl für die freiheitsliebenden Sachsen Sympathien. Er ist Pate bei einer Taufe auf dem Gerwalter-Hof und Zeuge der Verlobungen nach altgermanischem Recht. Als jedoch bei der Schild-Belehnung Gerfrieds und Welfos auf Wunsch der Familien außer Bruder Claudius auch ein Wotans-Priester den Segen über die beiden jungen Krieger aussprechen soll, ist Karl empört und verlässt den Hof. Gerwalter und Wölfinge nehmen es gelassen hin. Der König ist bald weit fort und man hat hier wieder seine Ruhe. Übers Jahr soll die Hochzeit sein.

Wulfegar und Hildegard, beide mehr dem Heidentum zugeneigt, beschließen, an der Irminsul, dem größten Heiligtum der Sachsen (Irmin-Säule, im Roman eine mächtige, uralte Eiche, die einst Irmin, einer der Stammvater der Sachsen, gepflanzt haben soll), von den alten Göttern ihren Bund segnen zu lassen.

Als sie es vor Aufbruch der Wölfinge den Familien kundtun, stößt es auf gemischte Gefühle. Die Ablehnung des Frankenkönigs gegen den Wotans-Priester ist nicht ohne Einfluss auf die Gerwalter geblieben. Aber das junge Paar findet dennoch Zustimmung bei den Patriarchen der Sippen. Und das Wort der beiden "Alten" gibt den Ausschlag. Gerfried und Welfo sollen Wulfegar und Hildegard auf ihrer ersten "Kriegerfahrt" begleiten, dazu die heidnisch denkende Magd Allgunde.

Die Irminsul befindet sich auf einer uralten Hügelbefestigung, der Eresburg. Wulfegar und Hildegard erleben mit ihren Begleitern eine Sommersonnenwendfeier, die sie beide in echter Liebe zusammenbringt.

Gerfried verliebt sich in das gleichaltrige Sachsen-Mädchen Waltraude, eine Halbschwester Widukinds. Auch Widukind ist anwesend, äußert aber seine Bedenken gegen diese Verbindung. Er hat Kunde, dass ein Heer der Franken anrückt. Die Eresburg soll nach der Feier von Wehrunfähigen geräumt werden.

Am Morgen nach der Sonnenwendfeier übersteigen fränkische Krieger den Wall. Roland führt sie an. Er hofft, die Sachsen im Schlaf zu überrumpeln und sie gefangen zu nehmen, damit kein Blut fließt. Doch die Sachsen fassen sich schnell und formieren durch Widukind starken Widerstand.

So kommt es zu schweren Gefechten und zum ersten Mal stehen sich Widukind und Roland im Kampf gegenüber. Den meisten Sachsen gelingt es, zu entkommen. Gerfried und Welfo können untertauchen. Widukind wird mit vielen anderen Sachsen gefangen genommen.
König Karl verspricht Widukind die Freiheit, wenn er durch Sachsen ziehen will um dort für die Sache des Friedens und der Toleranz gegenüber den Christen zu reden. Unter Erzbischof Turpins Einfluss will er die sanfte Missionierung durch Klöster. Doch bevor Widukind den Eid gesprochen hat, lässt Ganelon durch fanatische Mönche die heilige Irminsul anzünden.
 
Bevor Widukind den Eid sprechen kann, wird er im allgemeinen Durcheinander der brennenden Irminsul durch Gerfried und Welfo befreit. Während Widukind mit Welfo entkommt, wird Gerfried von Roland festgehalten. Karl verlangt von ihm einen Schwur, dass er niemals das Schwert gegen einen Franken erheben werde (weshalb Gerfried stets einen kurzen Speer und eine Streitaxt mit sich führt, um den Eid zu umgehen). Roland nimmt ihn in sein persönliches Gefolge auf, während Welfo für seine tapfere Tat von Widukind in seine Gefolgschaft aufgenommen wird.

In einem Gehöft angekommen hat Widukind eine Plan. Der sächsische Bauer und neun seiner Knechte ziehen sich ihre Feiertagsgewänder an und gehen in dieser Verkleidung als sächsische Edleins Lager der Franken, um die Unterwerfung der Sachsen zu verkünden, sich taufen zu lassen und sich selbst als Geiseln zu stellen.

Das kommt Karl sehr gelegen, weil er eigentlich nach Italien ziehen will. Er nimmt die Unterwerfung an und zieht ab. Hildegard und Wulfegar, die Roland erkennt, werden freigelassen, damit sie ihren Familien berichten können, dass Gerfried den König auf dem Zug nach Italien begleitet und Welfo mit Widukind geflohen ist.


Drei Jahre werden von der Romanhandlung übergangen und die Ereignisse in Gesprächen der Handlungsträger geschildert. Während Gerfried als Gefolgsmann König Karls in Italien gegen die Langobarden kämpfe, zog Welfo mit Widukind durch Sachsen und Dänenland, um aus den einzelnen Stämmen ein Volk zu machen. Doch die Sachsen weigern sich, Widukind als Herzog anzuerkennen - mit dreißig Jahren erscheint er seinen Landsleuten zu jung für dieses Amt.

Vor seinem Rückzug hat Karl die Eresburg und die Quelle des Pader (Paderborn) seinem Reich offiziell einverleibt. Obwohl der Abt des Klosters Paderborn der eigentliche Landesherr ist, unterdrücken die weltlichen Franken-Herren ansässige Sachsen, wo sie können. Die Sachsen glauben allerdings, dass ihnen die Christenpriester alle diese Demütigungen antun und sie mit übergroßen Steuern belegen und wollen sich deshalb rächen. Eine von den Priestern Donars aufgehetzte Schar Sachsen erobert die Eresburg zurück, fällt dann in Franken ein und plündert Dom und Kloster von Fritzlar.

Da einige von den Sachsen, als friedliche Wanderer getarnt, auf dem Gerwalter-Hof Speise und Trank erhalten, fallen die Gerwalter beim König in Ungnade und nur Erzbischof Turpins Fürsprache kann Gerohard und Gernot bei der fränkischen Volksversammlung bei Düren im August 875 vor Repressalien retten. Von dort aus zieht der fränkische Heerbann gleich gegen Sachsen.

Die Sigiburg an der Ruhr, die Widukind tapfer verteidigt, fällt. Während Karl die Eresburg zurück erobert und als Brückenkopf in Sachsen stark befestigt, zieht Widukind, dessen Führungsqualitäten von den Sachsen widerwillig anerkannt werden, die kampfeswilligen Kräfte an der Weser in der Gegend von Höxter zusammen. Doch sie erleiden eine Niederlage.

Die Sachsen, die eher sterben als sich unterwerfen wollen, igeln sich ein, um bis zum letzten Mann zu kämpfen. Roland schlägt vor, mit Widukind einen Zweikampf als eine Art Gottesgericht zwischen Christus und Tiu-Saxnot auszufechten. Roland siegt in diesem Kampf und die Sachsen bis auf Widukind nehmen widerwillig die Taufe, ohne innerlich Christen zu werden. Diesmal erscheinen echte sächsische Edle, die sich offiziell unterwerfen.

Widukind schwört Roland Gefolgschafts-Treue bis zum Tod und an diesen Schwur ist auch Welfo gebunden. So ziehen Gerfried und Welfo zusammen mit Roland und Widukind mit König Karl nach Italien.
 


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