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... Dietmar Kuegler über den Westen, Reenactment und Westmänner

Dietmar Kuegler... Dietmar Kuegler ...
... über den Westen, Reenactment und Westmänner

Wir sprachen mit Dietmar Kuegler bereits über seine Arbeit für »Ronco« und seine Karriere als Westernautor, obwohl da mit Sicherheit noch Fagen offen sind. Immerhin gehört Kuegler einer Generation von Heftromanautoren an, die noch viel zu tun hatte. Die Leser des Zauberspiegels bekommen die Möglichkeit, diese Lücken zu schließen.

Wir hingegen wechseln nun das Thema von der Fiktion zu den Fakten und vollenden ein zweiteiliges Interview (1. Teil hier) zur Geschichte des Westens und seines Verlags.

 

 Dietmar Kuegler und Frau Dagmar bei den Jesse-James-Tagen in Minnesota Zauberspiegel: Einzelne Figuren scheinen für den Laien zu gewissen Zeitpunkten immer wieder eine große Rolle gespielt zu haben. Aus dem reichhaltigen Fundus greife ich mal wahllos ein paar Namen heraus: Chisum, Custer, Earp, im Bürgerkrieg unter anderem Lee und Grant, aber in Gettysburg auch der Lehrer Chamberlain. Ist das ein Trugschluss (nach dem Motto: »When the legend becomes fact, print the legend«) oder ist das Individuum in der Tat ein wichtiger Teil der US-Geschichte?
Dietmar Kuegler: Bei den genannten Personen greift das Prinzip, das ich in der vorigen Frage angeschnitten habe: Man wird Held, man stürzt und zeigt sich als Verlierer oder gar als Schurke, und man steigt wieder zum Helden auf – oder man beginnt als Schurke und wird zum Helden. Diese Eigenart ist ein erheblicher Unterschied zum Denken und Handeln der Europäer.
Hinzu kommt aber auch, dass wir in Europa diese Personen häufig fehleinschätzen, weil wir zu Pauschalurteilen neigen und weil uns die amerikanische Denkweise oft fremd bleibt.
Nehmen wir die genannten Namen: General Lee war ein angesehener Offizier der US-Armee. Dann entschied er sich bei Ausbruch des Bürgerkrieges für seinen Heimatstaat Virginia und für die Konföderation und wurde damit zur Feindfigur im Norden. Nach dem Krieg wirkte seine würdevolle, charakterlich einwandfreie Haltung als Verlierer vorbildlich, und der Norden begann sogar, seine Erfolge auf dem Schlachtfeld gegen die Nordarmee zu bewundern. Heute gilt er als gemeinsamer Held von Nord und Süd sogar als bindendes Element. Das ist nicht paradox, sondern „sehr amerikanisch“.
Kuegler mit dem Sheriff von Rice County (Minnesota), Richard Cook, der ihn im September 2006 zum "Special Deputy" ernannte George A. Custer war ein jugendlicher Held im Bürgerkrieg, der unglaublich bewundert wurde. Nach seinem Tod am Little Big Horn wurde er zur Märtyrergestalt. Seit sich die Haltung zu den Ureinwohnern geändert hat, wurde er zum Symbol für die gewaltsame Indianerpolitik und damit zum Schurken. Das aber ist die oben erwähnte „historical incorrectness“. Denn Custer war keineswegs die Negativfigur, als die er heute in populären Darstellungen benutzt wird. Er war weder ein Indianerhasser, noch ein skrupelloser Menschenschlächter. Seine Charakterisierung ist viel komplizierter und komplexer und sagt in Wahrheit viel über die amerikanische Gesellschaft und ihre Verwerfungen in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s aus. Nicht mal die meisten Indianer der damals betroffenen Stämme sehen ihn so krass. In der Kriegertradition der Plainsvölker war Custer ihr Feind, aber er war auch ein tapferer Gegner, der mal gewonnen und letztlich verloren hat. So haben es mir einige indianische Historiker gesagt, und so sachlich kann man Vorgänge sehen, über die manche Europäer sich maßlos aufregen. („Wir haben uns bekämpft. Er hat uns geschlagen, und dann haben wir ihn geschlagen. Unsere Vorfahren waren Krieger, und er war ein Krieger.“)
Für ein solches Interview ist diese Darstellung zu umfangreich. Ich habe mehrfach Vorträge über seine Person gehalten und einen längeren Fachartikel in einer wissenschaftlichen Militärzeitschrift über ihn geschrieben, der europaweit verbreitet wurde. Sein Leben ist umfassend dokumentiert. Man muss nur die Zusammenhänge seiner Zeit, seines Werdegangs und seines sozialen Umfelds kennen und in Beziehung setzen. In Amerika polarisiert er bis heute – aber nur durch sein Verhalten. In Europa gilt er dagegen als Scharlatan, Großsprecher, Rassist. Da wird dann gesagt: „Der war ja nie richtiger General.“ Ich kann darauf nur antworten: „Alles Unsinn.“ Natürlich war er „richtiger General“, und natürlich war er ein angesehener militärischer Führer. Es war sein zwiespältiger Charakter, der ihn umstritten gemacht hat. Es war die Pioniergesellschaft, die seinen Charakter und sein Verhalten geformt hat. Und er war ein Werkzeug der damaligen Indianerpolitik.
Wyatt Earp wiederum ist ein geradezu klassischer Westernheld. Seine Verdammung und seine Glorifizierung könnten zum Paradebeispiel für den Zeitgeist der Pionierjahrzehnte, für die Entstehung von Legenden, aber auch für die amerikanische Mentalität herangezogen werden.
Das Grundproblem der Europäer ist, dass sie immer ihre Ordnungsvorstellungen auf den amerikanischen Westen übertragen (siehe meine Bemerkung zum Ethnozentrismus). Da gibt es säuberlich getrennt die Gesetzesvertreter und die Gesetzlosen – aber im alten Westen waren diese Grenzen oft fließend. Ein Mann konnte zu bestimmten Zeiten beides sein.
Kueglers Abzeichen als "Special Deputy"-Sheriff; ein silberner Stern mit der Prägung "State of Minnesota - Rice County - Special Deputy"Ich komme noch einmal auf den schon erwähnten Sheriff C. P. Owens zurück: Ein Mann allein geht in ein Haus, in dem ihn schwer bewaffnete Banditen erwarten, und er tötet 3 davon und verletzt einen schwer - die Geburt einer Western-Legende. Tatsächlich hat – und das hat die auch schon erwähnte Gerichtsverhandlung nach dem Vorfall ergeben – Owens sich so verhalten, wie die meisten Revolvermarshals seiner Zeit. Er war erfolgreich, weil er nicht darauf wartete, bis seine Gegner zur Waffe griffen. Er hat sie aufgefordert, sich zu ergeben, und noch bevor sie ihm gefährlich werden konnten, hat er das Feuer eröffnet und sie niedergestreckt. Das hatte zwar nichts mit dem „fairen Duell“ zu tun, aber es war sehr vernünftig, wenn man in so einer Situation überleben wollte.
Was nun das Individuum angeht: Durch die sehr individualistische Lebensauffassung in den USA – die aus der Pionierzeit kommt – hat der Einzelne u. U. viel mehr Wirkung auf die Allgemeinheit als hier in Europa. Der Amerikaner glaubt an die Stärke jedes Individuums, glaubt daran, dass jeder Einzelne die Welt verändern kann. Das hat sich in der Pionierzeit ja auch immer wieder gezeigt. Der Einzelne und die Gruppe haben eine fast gleiche Gewichtung. Die Geschichte zeigt: starke, visionäre Persönlichkeiten haben Amerika verändert. Beispielsweise die Gründer des Pony Express, die Gründer der großen Eisenbahngesellschaften, Landsucher wie Daniel Boone, Pelzhändler wie die Brüder Bent oder auch unser deutscher Auswanderer Johann Jacob Astor.

Kuegler vor der Delicate Arch, einem natürlich geformten Sandsteinbogen in der Bergwüste von Utah, dem Symbol des Staates. Zauberspiegel: Die Eisenbahn spielte eine gewaltige Rolle bei der Eroberung des Westens. In Filmen wurde das Bild von weißen Mann und den Schienen geprägt. Aber so kann das nicht stimmen. Welche Rolle spielten Chinesen und andere (könnte man sie Gastarbeiter nennen?) beim Erschließen des Westens durch die Eisenbahn? Unter welchen Bedingungen wurde gearbeitet?
Dietmar Kuegler: Nein, der Begriff „Gastarbeiter“ – in sich sowieso ein Gegensatz, denn wer lässt einen Gast arbeiten? – trifft auf Amerika überhaupt nicht zu. Die USA sind eine Schmelztiegel-Gesellschaft. Wer dorthin kommt und arbeiten kann und will, wird Amerikaner, mit allen Rechten, aber auch mit allen Pflichten. Ohne Wenn und Aber. Die Chinesen, die maßgeblich an der „Central Pacific Eisenbahn“ mitgearbeitet haben, sind als reguläre Einwanderer gekommen und haben sofort ein starkes ethnisches Element an der Westküste und in anderen Teilen des amerikanischen Westens gebildet. (Heute ist China-Town in San Francisco eine der größten chinesischen Städte der Welt – zurückgehend auf den kalifornischen Goldrausch.) Genauso verhielt es sich mit den Iren auf der Seite der „Union Pacific“.
Im Südwesten haben immer die mexikanischen Arbeiter dominiert. Im 19. Jh. genauso wie heute. (Heute viele leider illegal.)
Kuegler vor dem Spritzenhaus von Harpers Ferry (West-Virginia), wo sich John Brown verschanzte, bis Soldaten unter R. E. Lee ihn überwältigten Unbestritten ist, dass es oft die Arbeitsbedingungen waren, die bestimmte ethnische Gruppen in bestimmte Jobs gedrängt haben. Für den Eisenbahnbau brauchte man genügsame, fleißige Arbeiter, die bereit waren, auch für geringe Löhne zu schuften. Das waren Chinesen und Iren. Die Eisenbahnbarone waren bedeutende Pioniere, aber auch gewaltige Ausbeuter. Ihren Vorarbeitern gelang es dennoch, die schlecht bezahlten Bautrupps zu Höchstleistungen zu motivieren. Was die chinesischen und irischen Schwellen- und Schienenleger geleistet haben, war übermenschlich. Von Arbeitsschutz war dabei keine Rede. Niemand weiß genau, wie viele Arbeiter durch Unfälle ums Leben gekommen sind.
In der Tat war der Eisenbahnbau eine der Schlüsselleistungen der Pionierzeit. In einem Land mit so gewaltigen Entfernungen wie in den USA, ist das Transportwesen ganz entscheidend für die Besiedelung gewesen.
Trotz der beschriebenen „Schmelztiegel-Einstellung“ in Amerika, gab es natürlich ethnische Zu- und Abneigungen. Die Gruppen standen sich oft rivalisierend, ja feindlich gegenüber. Das ist heute noch genauso. Alle Amerikaner bekennen sich als starke Patrioten zu ihrer Verfassung und scharen sich bei jeder Krise um ihr Sternenbanner. Aber interne gesellschaftliche Auseinandersetzungen werden zugleich mit großer Härte geführt, wobei sowohl ethnische, als auch soziale und politische Gruppen ihre gegensätzlichen Interessen vertreten. Diese Gegensätze sind für uns in Europa oft schwer zu verstehen.
Nehmen wir noch mal das historische Beispiel Wyatt Earp: Er hätte 1880 Sheriff des Cochise County in Arizona werden können, also in Tombstone. Aber zu dieser Zeit standen sich schon die beiden großen Parteien, Republikaner und Demokraten, gegenüber; denn Tombstone war ein politischer und wirtschaftlicher Brennpunkt. Earp war Republikaner und galt daher als Vertreter der reichen Minenbesitzer. John Behan war korrupt bis ins Mark, aber er war Demokrat und hatte damit fast alle Minenarbeiter und dazu noch die Cowboys aus dem Umland hinter sich. Deswegen, und auch wegen einiger Manipulationen, gewann er die Sheriffswahl. Bei den Auseinandersetzungen in Tombstone ging es um politische Macht und Geld. Das sind Auseinandersetzungen, die im Zusammenhang mit der Western-Geschichte fast nie erwähnt werden, weil sie so „bürgerlich zivilisiert“ erscheinen. So war es aber überall im alten Westen. Die Legende ist in der Tat auf die abenteuerlichen Aspekte konzentriert. Aber ich finde diese Realitäten genauso spannend. Letztlich vereinigten sich Zivilisation und Faustrecht.

Kuegler vor Chimney Rock, dem "Schornstein-Felsen", einer legendären Wegmarke der Planwagentrecks auf dem Oregon Trail in Nebraska Zauberspiegel: Man könnte noch zahlreiche Ereignisse der Geschichte des Westens mit Ihnen diskutieren. Aber zwei ›Figuren‹ müssen doch noch vorkommen:
Zum Ersten: Der Cowboy. Was an ihm ist Mythos? Was ist Wahrheit? Welche Rolle spielte der Cowboy? Kann der reale Cowboy gegen den Mythos Hollywoods und der Romane bestehen?

Dietmar Kuegler: Der heutige reale Cowboy sonnt sich in dem Mythos, den schon die frühen Dime Novels und später dann Hollywood von seinem Berufsstand geschaffen haben. Tatsächlich konnte er diesem Mythos fast nie gerecht werden. Der Cowboy war und ist ein „landwirtschaftlicher Facharbeiter“, um einen völlig illusionsfreien Begriff zu benutzen. Sozial und wirtschaftlich war er schon damals schlecht gestellt und ist auch heute nicht auf Rosen gebettet. Was ihn zur Legende machte, war eigentlich sein Umfeld, die „freie Weide“, sein Leben in der Natur. Er galt immer als unabhängiger Mensch in einem Land ohne Grenzen; schon das war eine Illusion. Die Schlüsselrolle, die die Rinderzüchter - und damit auch ihre Cowboys - beim wirtschaftlichen Wiederaufstieg von Texas nach dem Bürgerkrieg spielten, gab dem Cowboy eine besondere Prägung.
Wie in allen fest umrissenen Berufsgruppen entwickelte sich auch bei ihm ein eigener Lebensrahmen. Neben einer „Fachsprache“, die besonders bildhaft, rau und direkt war, gab es einen Ehrenkodex, ein Berufsethos, mit dem er sich von anderen sozialen Gruppen unterschied. Sein Stolz, seine scheinbare Unabhängigkeit, sein einfaches Rechts- und Gerechtigkeitsempfinden, seine Bereitschaft, für ein gegebenes Wort einzustehen, seinen Arbeitgeber immer loyal zu unterstützen gilt als vorbildlich. Dabei wird übersehen, dass Cowboys materiell ein recht ärmliches Leben führten und auch ziemlich primitive Rabauken und Rüpel sein konnten, die in den Rinderstädten von Kansas einen miserablen Ruf hatten. Es wird auch selten erwähnt, dass mindestens die Hälfte der Cowboys Schwarze, Mexikaner und Indianer waren.
Wie stark die Legende dennoch wirkt, sieht man daran, dass der Cowboy heute eine der markantesten positiven Symbolfiguren Amerikas ist.

Kuegler vor Bisonherde in South Dakota Zauberspiegel: Und die zweite Figur ist der Indianer. Da gibt es mehrere Bilder. Der edle Wilde, die blutrünstige Bestie? In einer TV-Dokumentation sagte ein Indianer mal: »Wir wären schon froh, wenn man uns mal als Menschen begreifen würde«. Gibt es überhaupt den Indianer?
Dietmar Kuegler: Natürlich nicht. Einst ca. 500 verschiedene Völker, die in mehr als 300 völlig unterschiedlichen Sprachen geredet haben, kann man nicht pauschalisieren. Noch heute sind über 160 Indianersprachen aktiv, und so groß wie die Sprachvielfalt ist, so groß ist auch der kulturelle Unterschied. Die Indianer der Ostküste haben mit den Indianern des Südwestens oder der Westküste kulturell so viel gemeinsam wie Isländer und Sizilianer.
Ein indianischer Freund hat einmal zu mir gesagt: „Sieh Dir Amerika an. Theoretisch kann jeder hier einwandern, egal, wo er herkommt, und er wird zum Amerikaner. Aber keiner, nicht einer kann Indianer werden.“
Das ist genau der Punkt: Die Indianer unterscheiden sich untereinander, und alle Indianer unterscheiden sich erheblich von uns Weißen oder von anderen Ethnien. Sie haben eine andere Art zu denken und die Welt zu sehen als wir. Sie gehen ihre Probleme anders an. Auch wenn sie äußerlich ihre Lebensweisen häufig dem amerikanischen Mainstream angepasst haben – sie wollen schließlich eine Teilhabe an der Gesellschaft –, sind ihre Ansätze grundlegend anders. Ihre traditionelle politische Organisation hat mit unserem westlichen Demokratieverständnis wenig zu tun. Ihre Führungsstrukturen sind im gesamten 19. Jh. von den meisten Regierungsbeamten und Militärs nicht verstanden worden, so wie sie unsere staatliche Organisation nicht verstanden haben. Allein diese grundlegenden Missverständnisse haben viele gewaltsame Konflikte verursacht, den „Clash of Cultures“, wie heute gesagt wird.
Als die ersten weißen Siedler kamen, wollten sie die „Wilden“ entweder ausrotten oder zur Zivilisation bekehren. Die Kolonisten haben nirgends auf der Welt begriffen, dass die Völker, die sie antrafen, ihre eigene Zivilisation hatten. Bis die Zivilisationsformen der Indianervölker als solche anerkannt wurden, musste das 20. Jh. beginnen.
Heute gibt es gut meinende Menschen, die das Unrecht, das den Indianern zugefügt wurde, wieder gutmachen wollen. Aber sie führen sich häufig ebenfalls auf wie Missionare, die die Völker nicht nur unterstützen, sondern sie auch belehren wollen. Es ist so, wie in der Frage ausgedrückt: Warum behandelt man die Indianer nicht einfach als Menschen mit Stärken und Schwächen und mit Unterschieden? Das galt vor 150 Jahren und gilt noch immer.
Indianer waren keine Edelmenschen, sie waren keine naiven Naturkinder, sie waren auch keine Barbaren. Sie waren einfach Menschen, die unter bestimmten Bedingungen aufwuchsen und sich eine für ihre Lebensverhältnisse angemessene Kulturform schufen. Diese Kultur war nicht schlechter oder besser als unsere, sie war nur anders, und für die jeweiligen Völker war sie damals die richtige.
Kultur ist dynamisch. Sie wandelt sich. Sie nimmt von sich aus Elemente anderer Kulturen an, wenn diese sich als besser erweisen. Durch den intensiven Handel zwischen Weißen und Indianern hatten die Indianervölker bereits im 19. Jh. viele anglo-amerikanische Kulturelemente für sich adoptiert. Das ist ein natürlicher Vorgang.
Wenn man eine Kultur aber abwürgen und komplett durch eine andere ersetzen will, dann wird sie deformiert, und das Ergebnis ist eine Entwurzelung des Menschen und eine Identitätszerstörung. Das war das Problem der Indianervölker im 19. Jh., und das wirkt bis heute nach. Man hat den Indianern die Chance genommen, ihre Kultur der sich wandelnden Welt Schritt für Schritt anzupassen. Es war schlimm genug, dass sie lernen mussten, dass die weißen Siedler stärker waren und den längeren Atem hatten. Dass man ihre Art des Lebens nicht mehr toleriert hat, dass man ihre Lebensform als nutzlos vernichten wollte, war das Schlimmste.
Jeder Mensch braucht ein geistiges Fundament im Leben. Das ist in der Regel die Kultur, in der er groß wird. Es ist die Vertrautheit, mit der er seine Umgebung sieht. Danach richtet er seine Sicht der Welt und sein Verhalten aus. Wird ihm dieses Fundament genommen, verliert er den Halt. Man kann ihm nicht einfach etwas Fremdes überstülpen und annehmen, dass es ihn glücklich macht.

Die Stadt Northfield (Minnesota) überreichte Kuegler 2006 den "Lost Spur", als Anerkennung für die Verbreitung amerikanischer Pioniergeschichte in Europa. Zauberspiegel: Sie halten Vorträge zur US-Geschichte. Wo setzen Sie an, welchen Schwerpunkt setzen Sie in Ihren Vorträgen? Geht es nur um den Westen oder auch um Themen wie Einwanderung, englische Kolonialzeit und den Siebenjährigen Krieg?
Dietmar Kuegler: Zum einen äußern die Veranstalter natürlich Wünsche, „bestellen“ ein Thema, zum anderen haben sich in meinen Arbeiten der letzten Jahrzehnte bestimmte Schwerpunkte herauskristallisiert. Ich habe 2011 Vorträge über die Heimstättensiedler, über George A. Custer und Little Big Horn, über den Oregon Trail und die großen Planwagentrecks nach Westen gehalten. Thema war in anderen Jahren auch die große Lewis-&-Clark-Expedition. Manchmal sind es auch „nur“ Reiseberichte, d. h. ich spreche in einem großen geschichtlichen Überblick über eine ganze Region, wie etwa den Südwesten der USA. Ein Vortrag mit dem Titel „Wo die Steine Götter sind“ habe ich u. a. vor mehr als 400 Zuhörern in der IHK von Hagen gehalten; das war eine Schilderung der Entwicklung der Staaten Utah, Arizona, New Mexico, Süd-Colorado.
Die Themen müssen in der Regel darauf Rücksicht nehmen, dass meine Zuhörer nur wenig darüber wissen und sich an wenigen bekannten Schlagworten orientieren.
Mein Anliegen ist es bei solchen Veranstaltungen immer, Zusammenhänge aufzuzeigen. Es reicht nicht, irgendwelche historischen Ereignisse abstrakt zu schildern. Die Zuhörer müssen wissen, was solchen Ereignissen vorausging, was sie für Folgen hatten, in welcher Beziehung sie zu anderen Geschehnissen standen, was die Menschen, die dabei eine Rolle spielten, für Motive und Hintergründe hatten.
Nur dann kann man Geschichte verstehen, einordnen und im besten Fall daraus lernen. Was nützt es, eine Kette von irgendwelchen Daten herunterzubeten und etwa zu sagen: „Im Oktober 1881 erschossen die Brüder Earp und Doc Holliday 3 Männer im O. K. Corral.“. Das sagt den Zuhörern gar nichts. Sie müssen erfahren, wieso es zu dieser Schießerei kam, wie die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen waren, die diese Entwicklung begünstigten. Was für eine Rolle die einzelnen Personen gespielt haben, und, und, und … (Genau das werde ich im September übrigens im Karl-May-Museum in Radebeul machen.)
Es geht mir in meinen Vorträgen darum, den Menschen zu erklären, dass der „Wilde Westen“ nicht eine Gesellschaft von Totschlägern und Trunkenbolden war, sondern dass es in einem Pioniergebiet extreme Ereignisse geben kann, die es zu analysieren gilt, die man aber nicht verallgemeinern kann. Die Besiedelung des Westens war eine der Voraussetzungen dafür, dass die USA Weltmacht wurden. Tatsächlich waren 90% der Westwanderer fleißige Kolonisten, deren einziges Interesse es war, sich eine Existenz und ihren Kindern eine gute Zukunft zu schaffen. Die Personen, die uns namentlich als abenteuerliche Charaktere bekannt sind, waren Ausnahmeerscheinungen – wie sie sich zugegebenermaßen nur unter den extremen Bedingungen der Pionierjahrzehnte entwickeln konnten. Als sich aber im Laufe der Zeit die Verhältnisse normalisierten, wurden sie zu Außenseitern.
Diese Entwicklung ist übrigens sehr gut in John Waynes letztem Film „Der letzte Scharfschütze“ (The Shootist) dargestellt. Dieser Film belegt – was ich früher schon einmal sagte –, dass eine unterhaltsame, aber authentische Darstellung im Roman oder im Film zum historischen Verständnis beitragen kann.

Seit 2008 führt Kuegler mit seiner Frau zweimal jährlich Menschen, die sich für die Pioniergeschichte interessieren, durch den amerikanischen Westen. Die Gruppen sind nie über 4 - 6 Personen stark. Hier sind die Kueglers (rechts) mit einer dieser Gruppen beim großen Living History Weekend in Fort Bent (Colorado), zusammen mit dem Living-History-Dozenten John Luzader und John Carson, dem Urenkel des berühmten Kit Carson. Zauberspiegel: Sie bereisen die USA seit Jahren. Wie ist der Westen heute? Wie viel Geschichtsbewusstsein gibt es da? Ist es wie in Liberty Valance oder bildet sich da ein echtes Interesse an den Fakten heraus?
Dietmar Kuegler: Viele Fragen auf einmal. Der amerikanische Westen ist noch immer eine besondere Region. Viel Wildnis. Eine grandiose Natur. Schwach besiedelt. Montana etwa ist größer als ganz Deutschland und hat gerade mal ca. 900.000 Einwohner. Wyoming ist etwa zwei Drittel so groß wie Deutschland und hat vielleicht 450.000 - 500.000 Menschen – das passt bei uns in eine einzige Großstadt. Man kommt dort in Nester, in denen 10 Menschen wohnen, umgeben von unendlicher Einsamkeit. Es gibt Gegenden, da begegnet einem kaum ein anderes Auto. Dafür sieht man Herden von Antilopen. Man sieht Waschbären, Stinktiere, Stachelschweine und Coyoten, und man muss sich vor Klapperschlangen in Acht nehmen.
Ich bin Anhänger der Thesen des großen Historikers Frederick Jackson Turner, der die Entwicklung des Pioniercharakters und des amerikanischen Westerners als Folge der Prägung durch die überwältigende Landschaft des amerikanischen Westens gesehen hat. Es ist nachvollziehbar, dass die Gewalttätigkeit der Natur im Westen, die eine substanzielle, lebensfeindliche Herausforderung für den Kolonisten darstellte, die Menschen geformt, verändert und wehrhafter gemacht hat. Gleichzeitig ist eine tiefe Ehrfurcht vor dieser Natur gewachsen. Die Einsamkeit des Lebens in dieser Welt hat für eine große Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft gesorgt. All das, und viele besondere Eigenschaften mehr – etwa Abneigung gegen städtische Lebensformen, eine feindselige Haltung gegen Regierungsverordnungen, Isolationismus –, findet man noch heute im Westen. Viele Amerikaner ziehen sich bewusst in diese Welt zurück, weil sie individueller, freier, sicherer und überschaubarer scheint.
Die Amerikaner sind viel geschichtsbewusster, als das hierzulande geglaubt wird. Sie halten viel von Tradition. Amerikaner haben – um das vorauszuschicken – sehr viel weniger Urlaub als wir. Die Entfernungen, die sie in ihrem Land reisen müssen, sind enorm und bei steigenden Benzinpreisen teuer. Trotzdem werden die historischen Stätten sehr stark besucht. Orte wie der alte Pelzhandelsposten Fort Union in North Dakota liegen endlos weit weg von den urbanen Zentren. Trotzdem kommen jedes Jahr über 20.000 Besucher dorthin. Zum Little Big Horn-Schlachtfeld in Montana fahren jährlich rund 350.000. Plätze wie der Alamo in Texas, die verkehrsmäßig leicht erreichbar sind, werden jährlich von bis zu 1,5 Millionen Menschen besucht.
Suchen Sie mal in Deutschland jemanden, der absatzweise aus dem Grundgesetz zitieren kann. Viele Amerikaner können Ihnen lange Passagen ihrer Verfassung hersagen.
Große Namen der Westbesiedelung gehören zum Allgemeingut, wobei man natürlich sagen muss, dass auch bei den Amerikanern der Pionier-Mythos viele negative Fakten überdeckt und sie sich nur zögernd mit der Realität beschäftigen. Aber sie tun es. Viele Ereignisse der Gegenwart werden gern mit historischen Vorgängen verglichen.

Kuegler in seiner Rolle als Mitglied der Jesse-James-Bande; In der Hauptstraße von Northfield erschossen. Zauberspiegel: Wie ist die Reenactment-Bewegung zu bewerten? Wie genau ist die? Wie viel Mythos schwingt mit?
Dietmar Kuegler: Zunächst mal muss man eine sachliche Unterscheidung zwischen Reenactors und Hobbyisten vornehmen. Der Hobbyist widmet seine Freizeit dem Eintauchen in eine andere Welt. Dabei gibt es Qualitätsunterschiede, die von der reinen Lagerfeuerromantik bis zur ernsthaften Präsentation von handgefertigten Kostümen und Ausrüstungen reichen. Die Bandbreite ist groß, und man muss genau hinschauen, welchen Standard der Hobbyist vertritt. Wenn ich in den USA einen Trapper sehe, der Plastikperlen auf seinen Mokassins hat oder einen Cowboy, der mit Boots aus dem Westernstore herumstiefelt, weiß ich, dass der Mann zwar seinen Spaß hat, aber dass er sein Hobby eben nicht sehr genau nimmt.
Der Reenactor lässt Geschichte wieder aufleben, indem er sich der Materie wissenschaftlich nähert, vom originalgetreuen Hosenknopf bis hin zur Sprache. Er holt die vergangene Zeit buchstäblich wieder zurück. Daher wird seine Tätigkeit mit „Living History“ umschrieben. Ein Wissenschaftler in den USA sprach mir gegenüber von einer „Zeitmaschine“.
Ich bin selbst Reenactor. Nachdem ich mich dieser Form der historischen Interpretation journalistisch angenähert habe, um darüber zu berichten, hat mich das alles fasziniert. Weil es die Möglichkeit eröffnete, bestimmte Abläufe und Denkweisen vergangener Zeiten physisch zu erschließen und sich über die Theorie zu erheben. Die Beschreibung eines historischen Vorgangs bekommt eine andere Dimension, öffnet andere Perspektiven, wenn man sich mit allen Konsequenzen in die Situation eines Menschen der damaligen Zeit versetzt.
Ich habe an Pelzhandels-Rendezvous in Fort Union und Fort Bent teilgenommen, und 2004 hat mich die Jesse-James-Gang der Stadt Northfield (Minnesota) eingeladen, Mitglied zu werden. Das war (und ist) eine der größten Ehren, die mir je widerfahren ist; denn diese Gruppierung ist eine der exklusivsten Reenactor-Gruppen der USA. Sie besteht aus z. Zt. nur 28 Leuten, und man kann sich nicht darum bewerben oder eintreten, man wird ausgesucht und eingeladen; und dann bleibt man Mitglied auf Lebenszeit. (Es kostet keinen Beitrag.) Zu dieser Gruppe gehören u. a. auch ein ehemaliger Gouverneur und ein Ex-Senator. Voraussetzung ist ernsthafter Sinn für historisches Denken und die Liebe zur Pioniergeschichte.
Die Gruppe führt einmal jährlich im September am Originalschauplatz den Bankraub von Jesse James auf, den „Northfield Raid“ von 1876, der zum vollständigen Zerbrechen der James-Bande führte, weil die Bürger von Northfield sich entschieden zur Wehr setzten.
Die Aufführung läuft so originalgetreu ab wie nur möglich. Sie ist mehrfach ausgezeichnet worden und lockt jährlich um die 100.000 Zuschauer an. Es ist kein Spiel – obwohl wir als Teilnehmer natürlich daran Freude haben –, sondern ein mit großer Ernsthaftigkeit und Gründlichkeit recherchiertes und minutiös nachvollzogenes „Geschichts-Theater“.
Ich habe 25-mal mitgemacht und dabei mehr gelernt, als aus jedem dokumentarischen Buch. Dem Reenactor geht es um die Erfahrung, wie Geschichte in der Realität abgelaufen ist, um in die Schuhe seiner Vorfahren zu schlüpfen.
Reenactor sein heißt, Vergangenheit noch einmal erlebbar zu machen, für sich selbst und für die Zuschauer. Dabei ist die Selbsterfahrung für den historischen Autor genauso wichtig wie die visuelle Vermittlung historischer Vorgänge an die Zuschauer, die vielleicht noch nie ein Fachbuch gelesen haben. Auch das ist ein komplexes Thema, das mit einer Antwort in einem Interview nicht abgehandelt werden kann: Ich habe ein ganzes Buch darüber geschrieben.
Die Praxis der Living History ist ursprünglich in den 1890er-Jahren in Schweden entstanden. Die Amerikaner, als ein sehr visuell orientiertes Volk, haben sie aufgegriffen und zur Perfektion entwickelt. Der Nationalpark-Service, dem die meisten historischen Stätten unterstehen, bietet seinen Angestellten spezielle Schulungen dafür an. Er hat Dozenten für Reenactments ausgebildet, die inzwischen sogar weltweit Einführungen erteilen und Unterricht in den verschiedenen Techniken der Präsentation geben. Mehr und mehr Museen und historische Plätze in anderen Ländern greifen diesen Gedanken auf, Geschichte mit darstellerischen Mitteln zu interpretieren.
Wenn Sie zum jährlichen Pelzhandels-Reenactment nach Fort Bent in Colorado kommen, begegnen Ihnen einige der besten Living-History-Interpreten der USA. Sie treffen Menschen des frühen 19. Jh.s, die sich z. B. nur mit Zeichensprache verständigen, die ihre Mahlzeiten ausschließlich mit den Mitteln der damaligen Zeit kochen, die in den Werkstätten mit den Werkzeugen und Methoden von 1840 Fässer, Räder und Möbelstücke anfertigen, die sich kompromisslos aus dem Alltag des 21. Jh.s ausgeklinkt haben.
Wer das mitmacht, erlebt den „alten Westen“ physisch. Die Grenze ist dann gezogen, wenn man wieder in sein Auto steigt und ins Hotel fährt. Aber man versteht – im Idealfall – plötzlich, wie in der Pionierzeit gelebt, gedacht und gehandelt wurde, und warum die Amerikaner im Westen heute so sind, wie sie sind.

Kuegler und der amerikanische Generalkonsul Duane C. Butcher Zauberspiegel: Besten Dank fürs Interview!
Dietmar Kuegler: Es war mir wie immer eine Freude. Lassen Sie mich abschließend noch eine grundsätzliche Bemerkung machen. Ich möchte den Lesern des Zauberspiegel danken, die meine vorherigen Interviews so freundlich kommentiert haben. Einige haben geschrieben, dass man an meinen Antworten merkt, dass ich vollständig hinter dem Western-Thema stehe. Das stimmt. Ich freue mich darüber, dass diese Tatsache deutlich geworden ist.
Seit meiner Kindheit hat sich zwar die Art und Weise, wie ich mich mit dieser Thematik auseinandersetze, mehrfach geändert, aber der Kern ist immer gleich geblieben. Ich habe das große Glück gehabt, meinen Traum leben zu können. Ob nun als Romanautor oder als Fachautor, oder als Verleger. Die Pionierzeit Amerikas, das Land Amerika, seine Menschen haben mich seit meiner Kindheit fasziniert.
Ich mache keine künstlichen Unterschiede zwischen Unterhaltungsroman, populärem Fachbuch und wissenschaftlicher Studie. Es geht nur um das Bedürfnis des Lesers, was für ihn gerade besonders wichtig ist, inwieweit er sich auf das Thema einlassen will. Wie viel Legende und wie viel Wahrheit er sich wünscht. Was er für sein Leben umsetzen möchte. Entscheidend ist immer nur die Qualität. Wie immer man amerikanische Pioniergeschichte konsumiert – die Ausarbeitung muss gut sein.
Für mich ist das Amerika-Thema zum Lebensstil geworden. Das betrifft auch unsere Kleidung, unsere Einrichtung, unsere alltäglichen Vorlieben. Ich werde über Amerika schreiben, bis es nicht mehr geht – vielleicht sogar eines Tages wieder Romane.
Wer weiß das schon?

Kommentare  

#1 GoMar 2012-03-04 10:42
Wie ich es schon bei seinem ersten Interview schrieb: einfach grandios! Es macht mir große Freude, diese Interviews zu lesen (zumal ich mich auch etwas mehr als üblich mit der amerikanischen Pioniergeschichte auskenne) und von diesem großartigen Kenner des Wilden Westens weitere Details darüber erfahren konnte.

Wie ich auch schon erwähnte, werden mir andere Berichte und Interviews gelegentlich zu langatmig, da sie oftmals künstlich aufgebläht wirken (natürlich nicht alle), aber hier erscheint mir jedes Interview als zu kurz geraten. Das liegt mit Sicherheit an seinem Engagement für die Sache, hinter der er einfach mit jeder Faser seines Herzens steht. Das spürt man eben - und das fasziniert halt den interessierten Leser auch. Vielleicht sogar den etwas weniger interessierten Leser. Wäre interessant, so eine Meinung mal zu lesen an dieser Stelle ...

Ich hoffe, dass der Zauberspiegel noch lange keine Ruhe gibt und weitere Beiträge mit Herrn Kuegler vorbereitet. Vielleicht mal über die Indianer und deren Lebensgewohnheiten damals und heute? Das wäre gewiss ein, zwei Beiträge oder Interviews wert.

Auf jeden Fall wünsche ich Herrn Kuegler alles Gute für seine Zukunft - und möge er demnächst einen würdigen Nachfolger für seinen Verlag finden, der dieses engagierte Projekt in seinem Sinne weiterführt.
#2 Harantor 2012-03-04 14:32
Herr Kuegler hat sich bereit erklärt uns im Rahmen seiner zeitlichen Möglichkeiten für Fragen aller Art zur Verfügung zu stehen. Das macht mich sehr froh. Und wird immer mal wieder für interessante Beiträge sorgen. Dafür danke ich ihm.
#3 R. Wick 2015-03-13 18:14
Von Herrn Kueglers ganz unüblicher, differenzierter Betrachtungsweise bin ich immer wieder fasziniert. Hochinteressant.

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