In brightest day, in blackest night - Teil 126: The diabolical Doctor UB'X
In brightest day, in blackest night
Teil 126: The diabolical Doctor UB'X
John Stewart, Salakk und Kilowog stellen sich Dr. Polaris und seinen Verbündeten gegenüber, mit denen er sich in den Nachwehen der Crisis zusammengetan hat.
John wird im Kampf verletzt und die Green Lanterns ziehen sich in ihre neue Zitadelle auf der Erde zurück. Dort sammeln sich alle sieben Green Lanterns und sie fliegen nach Modora. Polaris versucht, dort bei Sonar Unterschlupf zu bekommen.
Es kommr zum Kampf, bei dem die Green Lanterns zunächst unterliegen. Einer der Verbündeten Polaris‘ entpuppt sich als der Erzfeind von Green Lantern Ch’p, Doctor UB’X. Der Schurke konnte sich vor den Auswirkungen der Crisis retten, indem er eine Waffe schuf, die er eigentlich gegen Ch’p einsetzen wollte. Die kleine Green Lantern hatte UB’X auf dessen Heimatplaneten eine derartige Gegenwehr geliefert, dass seine Herrschaft beendet wurde. Nun will UB’X sich an seinem alten Feind rächen und die Herrschaft auf der Erde übernehmen.
Daraufhin kommt es zu Streitereien unter den Schurken, will sich Sonar doch so einfach UB’X nicht unterordnen. Die Green Lanterns nutzen die Unaufmerksamkeit und können sich befreien. Nach dem Sieg der Ringträger vergeht die Waffe von UB’X und er löst sich auf. Die schützende Wirkung der Waffe setzt aus. Ch’p trauert um den alten Feind, war er doch wie er selbst, ein Relikt aus den alten Zeiten vor der Crisis.
Steve Englehart und Joe Staton setzen ihre Arbeit an Green Lantern fort. Im Mittelpunkt steht nun nicht mehr Hal Jordan allein, sondern das Green Lantern Corps insgesamt. Es wirkt, als habe man die Hauptgeschichten der alten Ausgaben mit der Sub-Serie Tales of the Green Lantern Corps verschmolzen.
In der ersten Storyline gerät das Corps an Ch’p alten Erzfeind, der durch die Crisis vergangen sein sollte. Er schafft sich eine Waffe, die ihn zugleich vor den Auswirkungen der Waffe schützt.
In einer Rückblende erzählt UB’X wie er die Herrschaft über den Planeten H’lvent erlangen will. Als er den Widerständler Ch’p hinrichten lassen will, zeigt der keine Angst. In der Zelle erscheint ein Guardian und übergibt ihm einen Kraftring - und Ch’p wird zu Green Lantern.
Die zweite Ausgabe ist nahezu vollständig damit beschäftigt, das Origin zu erzählen. Englehart scheint sich vorzunehmen, den Lesern die neuen Green Lanterns vorzustellen. Wahrscheinlich werden Salakk und Kilowog in den nächsten Ausgaben folgen. Katma Tui ist den Lesern bereits bekannt. Sie stammt von Korugar und hat dort die Nachfolge der gefallenen Green Lantern Sinestro angenommen.
Der Zweiteiler besticht zunächst durch einen eigenwilligen Humor. Die Zeichnungen wirken phasenweise wie ein Cartoon. Joe Staton zeichnet die Charaktere außerordentlich gut und überzeichnet vor allem die Bewohner von H’lvent in den Rückblenden. Die Dialoge laden ebenfalls zum Schmunzeln ein. Als der Guardian Ch’p seinen Ring aushändigt, fragt er, ob er fortan eine Green Lantern sein will. Ch’p fragt verwundert zurück, warum er denn ein Möbelstück sein wolle.
Trotz dieser Komikeinlagen endet die Geschichte rührselig. Als UB’X seine Waffe verliert, beginnt die Veränderung der Crisis bei ihm zu wirken und er droht sich aufzulösen. Da ist kein Triumpf und auch keine Freude über den Sieg bei Ch’p zu erkennen. Es ist Trauer, die ihn überwältigt, denn UB’X stammt wie er, aus einer längst vergessenen Zeit vor der Crisis. Ch’p rettet ihn aus der Crisis-Blase und die beiden liegen sich freundschaftlich in den Armen.
Unter die ersten Seiten der Nummer 202 mischen sich noch einige Szenen, die den neuen Status Quo zementieren. Hal Jordan ist immer noch bei Ferris Aircraft angestellt, das jetzt von Con-Trol und Smith kontrolliert wird. Nach der Verschmelzung des Predators mit Carol führt Smith Con-Trol allein weiter. Hals alter Freund Thomas Kalmaku arbeitet als Subunternehmer für Ferris und stellt die Motoren für die Flugzruge her.
Die Auswirkungen der Crisis haben bei Arisia bewirkt, dass sie sich in eine erwachsene Frau verwandelt hat. Sie hat sich in Hal verliebt, der sie aber noch als die kleine Jugendliche Green Lantern aus der Pre-Crisis-Zeit erlebt. Die Veränderungen an ihrem Körper scheinen noch nicht ganz abgeschlossen zu sein. Für einen kurzen Augenblick erfasst sie ein Schwindel und ihr Arm löst sich auf. Kurze Zeit später ist der Schwindel weg und der Arm wieder da. Sie schenkt dem Vorgang keine weitere Beachtung.
Katma Tui hat ihren Lebensmittelpunkt bereits vor einiger Zeit auf die Erde verlegt. Seit sie ihre Liebe zu John Stewart entdeckt, hat sich auf der Erde eingerichtet und lebt mit John zusammen in dessen Wohnung.
Das Green Lantern Corps ist nun in voller Pracht jeden Monat zu sehen, wenn auch vorerst nur die sieben, die auf der Erde stationiert sind. Sie haben sich ein Hauptquartier errichtet, dass sie analog zu Oa Zitadelle nennen. Englehart und Staton erzählen zwar eine spannende Geschichte, aber trotzdem fühlt sich der Überbau der Serie nicht richtig an. Das Fehlen der Guardians, die eine intergalaktische Polizeitruppe führen, macht sich bemerkbar. Das Corps ist noch da, verkommt aber zu einer gewöhnlichen Superheldentruppe, wie sie massenhaft in Comics vorzufinden sind. Englehart kann gute Geschichten erzählen und Staton ist ein begnadeter Zeichner. Es wird sich zeigen, was die beiden mit dem Corps anzufangen wissen.
11/2025



