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SOKO 5113 – Staffel 21 - Kein reibungsloser Übergang

SOKO 5113 – Staffel 21

Kein reibungsloser Übergang

 

Nach siebzehn neuen Folgen endete die 17. Staffel der Erfolgsserie „SOKO 5113“ im Jahr 2000 mit dem Tod der Ermittlerin Maja Cramer, gespielt von Cay Helmich. In der darauffolgenden Staffel, die nun als „SOKO 5113 – Staffel 21“ erstmals auf DVD erschienen ist, musste es deswegen zwangsläufig wieder zu einem Wechsel in der Stammbesetzung kommen.

Diese eigentlich 18. Staffel der ZDF-Vorabendkrimiserie startete nach einer nur kurzen Sommerpause rund dreieinhalb Monate nach der vorangegangenen Staffel, die eben mit dem Tod von Kriminalkommissarin Maja Cramer endete. Da diese in rund 70 Folgen mit von der Partie war, konnte dieser Bruch im Ermittlerteam natürlich nicht vollkommen reibungslos vonstatten gehen. Insbesondere Kriminalkommissar Manne Brand (Hartmut Schreier) tut sich in den ersten Folgen dieser neuen Staffel schwer mit Majas Nachfolgerin. Diese kommt von der Hamburger Sitte nach München, hört auf den Namen Susanne von Hagenberg (Christine Döring) und ist bereits Kriminaloberkommissarin. All diese Punkte stoßen Manne besonders sauer auf, der Susanne stets aufgrund ihres adligen Namens frotzelt, insgeheim aber eigentlich gar niemanden auf dem Sessel Majas akzeptieren würde. Theo Renner (Michel Guillaume) ist da wesentlich herzlicher und freundet sich schnell mit der Neuen an, auch der Leiter der „SOKO“, „Kriminalhauptkommissar Horst Schickl (Wilfried Klaus), hat keine Berührungsängste und ist schon schnell vom Können der Kollegin aus dem Hohen Norden überzeugt. Mit der Besetzung Christine Dörings bleiben die Macher ihrem Prinzip treu, als weibliche Unterstützerin für das Männer-Ermittlerteam ausgesprochen hübsche und junge Schauspielerinnen zu besetzen. Susanne von Hagenberg ist aber nicht der einzige Neuzugang in dieser Staffel, auch unter den wiederkehrenden Figuren der zweiten Reihe wird nun jemand Neues etabliert.

Der Kontakt der „SOKO“-Beamten zu Polizeiärzten aus der Pathologie war schon lange Bestandteil der Serie, Marcus Grüsser und Peter E. Funck haben diese Rollen zuvor am häufigsten bekleidet und sind auch in Episoden dieser Staffel wieder mit von der Partie. Hinzugekommen ist mit dem Pathologen Dr. Fröhlich (Max Krückl) nun aber noch eine weitere, sehr einnehmende Figur. Denn Fröhlich ist voller Marotten und Spleens, die die Serie um witzige Elemente bereichern, wie es seit den Auftritten der Amtmänner Waldi Zellmann bzw. Kraske nicht mehr der Fall gewesen war. Damit wird der nötige Gegenpol zu den in sich abgeschlossenen zwölf neuen Fällen geliefert, die wieder durchweg sehr unterhaltsam und kaum gealtert sind. Diese kreisen hier u.a. um einen fiesen Einbrecher, der einen Mord nur vortäuscht; einen Geschäftskompagnon, der am Ende doch über sein falsches Alibi stolpert; eine verschwundene „Braut aus dem Katalog“; eine getötete Eislaufprinzessin oder einen Mord auf einer Wellnessfarm, auf der Susanne von Hagenberg gerade wegen ihres Geburtstages eine kleine Auszeit genommen hatte. In der Folge „Der Mann des Jahres“ ist darüber hinaus Film- und Fernsehstar Heinz Drache (1923-2002) in seiner letzten Serienrolle zu sehen. Highlight ist aber fraglos die Episode „Der geborene Verlierer“, bei der ein naiver Mann vom Schlüsseldienst in die Pfanne gehauen werden soll.

Hinter den Kulissen waren auch in dieser Staffel alte Bekannte aktiv. Conny Lens („Wolffs Revier“) war an fünf der gelungenen Drehbücher beteiligt, auch Anne Neunecker („Lindenstraße“) kam mehrfach zum Zug. Jeweils fünf Folgen inszenierten Peter Adam („Tatort“) und Zbynek Cerven („Küstenwache“), neu ins Regie-Team stieß hier der ehemalige Schauspieler Patrick Winczewski („Hotel Paradies“), den man heute am ehesten als Synchronsprecher von Tom Cruise kennt. Sie alle haben auch diese Staffel zu einem kurzweiligen Vergnügen gemacht, bei dem keinerlei Längen entstehen und man oftmals mit den vier Kriminalbeamten eifrig mitknobeln kann – in der Folge „Gleichung mit einer Unbekannten“ wird deren lange Ratlosigkeit hinsichtlich des Täters sogar zusätzlich noch zur Spannungssteigerung genutzt. Wie bei den zuvor veröffentlichten DVD-Boxen liegen die drei Scheiben auch hier wieder in einem Amaray-Case vor. Das Bild (im Vollbildformat 1,33:1) und der Ton (Deutsch in Dolby Digital 2.0) sind soweit in Ordnung, Extras sind keine mit aufgespielt.

Kommentare  

#1 Mainstream 2023-12-02 12:38
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Kennt denn jemand den Grund für die abweichende Staffel-Nummerierung?
Oder hab' ich wieder Mal was überlesen...
#2 Frank Brenner 2023-12-03 11:06
Das war wohl einfach Schludrigkeit bei der Recherche... gleich zu Beginn haben die bei der Veröffentlichung auch komplette Staffeln nochmal gesplittet (und dabei eine Episode ganz vergessen!)...
#3 Mainstream 2023-12-03 12:25
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Okay, habe schon in die Richtung gedacht. Kommen sich aber sehr schlau vor, mit der Splittung Geld zu scheffeln.
Danke!

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