In brightest day, in blackest night - Teil 136: … I am
In brightest day, in blackest night
Teil 136: … I am
Im 58. Jahrhundert liegen die Menschen im Krieg mit den Breakers. Der Rat holt, wie bereits einige Male zuvor, eine Green Lantern aus dem 20. Jahrhundert zur Hilfe. Allerdings handelt es sich dieses Mal nicht um Hal Jordan, sondern um Salakk.
Der Rat geht ähnlich vor wie in alter Zeit. Salakk werden die Gedanken gelöscht und neue aufgespielt. Demnach ist er Pol Manning, der im Dienst des Rates steht und in Iona Vane verliebt ist. Iona ist ebenso ein Opfer der Intrigen des Rates, denn auch ihr sind Gedanken in den Kopf gepflanzt worden, dass sie in Pol verliebt ist. So soll Salakk motiviert werden, für die Menschen zu kämpfen.
Ch’p und UB’X kommen ins 58. Jahrhundert um Salakk zu suchen. Dabei geraten sie an die Breakers, die ebenfalls von H’lven zu stammen scheinen. UB’X erkennt die vertrauten Wesen sofort wieder, sind sie doch die Nachfahren jener, die er mit seinen Experimenten in der Vergangenheit erschaffen hatte.
Es kommt zum Konflikt zwischen den Parteien, zu dem auch Hal Jordan zur Hilfe gerufen wird. Die Green Lanterns versuchen zunächst erfolglos zwischen den Kontrahenten zu vermitteln. Als in der Folge eine Auseinandersetzung droht, ergreift Ch’p Partei für die Breakers.
Es gelingt die Schlacht abzuwenden, als sich die Kriegsparteien darauf einigen, den Streit in einem Zweikampf zu lösen. Die Green Lanterns gewinnen und die Kontrahenten willigen ein, ihre Probleme friedlich beizulegen.
Es kommt zum Bruch im Corps. Salakk ist entsetzt, dass Ch’p Partei für die Breakers ergriffen und sich gegen seine Kameraden gestellt hat. Nach der Rückkehr in die Gegenwart wird er die Erde verlassen und nach H’lven zurückkehren. Salakk wird dem Corps ebenfalls den Rücken zuwenden. Er hat seine Erinnerungen mittlerweile zurückerlangt, möchte aber trotzdem bei Iona bleiben, bei der die Programmierung nach wie vor aktiv ist und die unsterblich in ihn verliebt ist.
Steve Englehart greift einen Handlungsbogen auf, der bereits einige Mal in Green Lantern thematisiert wurde. In der Zukunft der Erde herrscht der Rat, der bei schwierigen Konflikten eine Green Lantern aus dem 20. Jahrhundert entführt und in deren Sinne manipuliert. Der Rat geht dabei ziemlich rücksichtslos vor, denn mit Iona wird eine Frau aus ihren eigenen Reihen ebenfalls so manipuliert, dass sie sich in die fiktive Figur Pol Manning verliebt. Salakk wird der Gedanke mittels einer Maschine eingepflanzt, er wäre Manning. Hal Jordan wurde bei seinen letzten Entführungen dahingehend beeinflusst, dass er Manning wäre. Iona erkennt nicht, dass es sich bei den anderen Malen um Hal gehandelt hat und nun um Salakk.
Eine Quintessenz der Geschichte ist, dass Ch’p und Salakk die Serie vorerst verlassen. Ch’p ergreift in dem Konflikt Partei für die Nachfahren seines Volkes und stellt sich gegen die neutrale und vermittelnde Rolle des Corps. Er vermisst sein Volk dermaßen, dass er in dem Kampf dessen Seite wählen muss. Es ist schließlich Salakk, der fordert, dass er das Corps verlassen muss. Ch’p wird die Erde nach der Rückkehr verlassen und nach H’lven gehen. Dort wird er wieder als Green Lantern allein seinen Dienst versehen.
Salakk wird das Corps ebenfalls verlassen. Er will bei Iona bleiben, die immer noch in ihn verliebt ist.
Auf der Erde ist Kilowog auf der Suche nach einer neuen Heimat. In den USA ist er unzufrieden, da das Land eher einem Unternehmen gleicht, als einem Staat. Er bezeichnet sich selbst als Sozialisten, musste in seiner Zeit in Russland aber erkennen, dass die Sowjetunion auch nur eine gewöhnliche Diktatur ist. Nun versucht er sein Glück bei weiteren vorgeblichen sozialistischen Gruppen und trifft auf Rebellen in Nicaragua.
Steve Englehart schafft mit Kilowog die wohl politischste Perspektive von Green Lantern. Er lässt Kilowog die verschiedenen gesellschaftlichen Systeme auf der Erde durchlaufen. Kilowog ist nicht parteiisch und verschafft dem Leser eine Außenperspektive auf unseren Planeten. Er spart nicht mit Selbstkritik und wirft einen kritischen Blick nicht nur auf die Diktaturen des Warschauer Paktes, sondern nimmt auch die westliche Welt ins Visier.
Die Zeichnungen sind von Ian Gibson angefertigt, der ein außerordentliches Gespür für die Charaktere an den Tag legt. Er schafft es, den Figuren ihren emotionalen Zustand förmlich in die Gesichter zu zeichnen. Selbst den extraterrestrischen Wesen ist sofort zu erkennen, in welchem Gemütszustand sie sich befinden.
Gibson ist ein britischer Comiczeichner, der wie viele seiner Landsmänner seinen Weg in die US-Szene über Judge Dredd gefunden hat. Er fertigt einige Zeichnungen für DC an, sucht aber ansonsten die Zusammenarbeit mit anderen britischen Comicschaffenden, wie z.B. Alan Moore.
03/2026



