Das Geheimnis des Königssees

Das Geheimnis des KönigsseesDas Geheimnis des Königssees
mit Yvonne Catterfeld, Barbara M. Ahren, Werner Prinz, Krista Stadler, Hans Sigl, Agathe Taffertshofer, David Zimmerschied, Michael Schwartmaier, Luise Deschauer, Philipp Sonntag, Jürgen Goslar, Patricia Hirschbichler, Christine Klein, Ingrid Resch, Wilfried Labmeier
Regie: Markus Rosenmüller
Drehbuch: Wolf Jakoby
Kamera: Klaus Merkel
Musik: Oliver Kranz
FSK 12
Deutschland / 2007

Als Angestellte eines Münchener Reisebüros soll die junge und hübsche Marla eine Pauschalreise zum sagenumwobenen Königssee organisieren. Zur Seite steht ihr dabei Hotelier Maximilian Leitner, ein ebenso faszinierender wie mysteriöser Mann, der im Besitz des besten Hotels am Königssee ist. Obwohl Marla merkt, dass der galante Hotelier von einer geheimnisvollen Trauer umgeben ist, lässt sie sich mehr und mehr in seinen Bann ziehen. Erst als sie erfährt, dass Max noch immer um eine Frau namens Nora trauert, die vor 20 Jahren spurlos verschwunden ist, beendet sie schließlich die Liaison...

Zurück in München macht Marla dann eine beunruhigende Entdeckung: Per Post erhält die junge Frau ein anonymes Schreiben, das ein altes Foto von Nora enthält. Schockiert muss sie feststellen, dass Max' einstige Geliebte ihre leibliche Mutter ist. Marla beschleicht ein furchtbarer Verdacht. Sie kehrt zurück, fest entschlossen, das Geheimnis des Königssees ein für alle Mal zu lüften.
 
Im Normalfall halte ich nicht unbedingt sehr viel von diesen deutschen TV-Produktionen, da es sich zumeist um irgendwelche Pseudo-Komödien handelt und die Filme, die dem Spannungs-Sektor angehören, in der Regel doch viel eher durch konstante Langeweile auffallen, als das die vorhandene Geschichte den Zuschauer faszinieren und fesseln könnte. Umso überraschter war ich, als sich mit der RTL-Produktion Das Geheimnis des Königssees ein wirklich sehr gelungener Psycho-Thriller offenbarte, der insbesondere durch seinen gelungenen Spannungsaufbau zu überzeugen weiss. Dabei präsentiert sich dem Zuschauer von Beginn an eine sehr interessante und gut durchdachte Story-Line, deren Spannungsschraube kontinuirlich immer fester angezogen wird, so das erst gar kein Platz für langatmige Passagen bleibt und man so in den Genuss eines ganzzeitig spannenden Films kommt.

Teilweise entfaltet sich sogar eine wirklich gelungene und phasenweise bedrohliche Grundstimmung, die insbesondere in den Phasen auftritt, in denen die Hauptfigur Marla (Yvonne Catterfeld) drauf und dran ist, das schreckliche Geheimnis zu lüften, das sich um ihre leibliche Mutter rankt, die anscheinend 20 Jahre zuvor unter äusserst mysteriösen Umständen verschwunden ist. Ein Grund für den über den gesamten Film vorhandenen Spannungsbogen ist auch die Tatsache, das man erst kurz vor dem Ende die ganzen Zusammenhänge erfährt und bis dahin werden einem so einige Personen serviert, die etwas mit dem Verschwinden zu tun haben könnten. Immer, wenn man der Meinung ist, das man des Rätsels Lösung kennt, kommen neue Erkenntnisse ans Tageslicht, so das man seine eigenen Vermutungen immer wieder neu überdenken muss. Zwar ahnt man schon ziemlich schnell, worauf das Ganze hinausläuft, was die Spannung aber in keinster Weise beeinträchtigt, da die wirklichen Geschehnisse und Hintergründe erst am Ende des Films so richtig offengelegt werden.

Neben der excellenten Grundstimmung und der immer spannenden Geschichte beeindrucken vor allem die malerischen Bilder, die einem hier präsentiert werden. So bekommt man einen tollen Eindruck von der wunderschönen Umgebung, in der sich das Geschehen abspielt. Und dann wären da auch noch die richtig guten Darsteller, die allesamt absolut überzeugendes Schauspiel anbieten und die von ihnen dargestellten Charaktere sehr glaubhaft und authentisch wiedergeben. Hierbei sticht ganz besonders die hübsche Yvonne Catterfeld (Gute Zeiten, schlechte Zeiten) heraus, die hier in ihrer ersten wirklichen Hauptrolle zu sehen ist und durch äusserst ausdrucksstarkes Schauspiel ihrem Charakter so etwas wie eine Seele einhaucht.

Insgesamt gesehen hat man es hier also mit einem wirklich sehr guten Psycho-Thriller zu tun, der endlich einmal die Dinge beinhaltet, die man sich von einem solchen Film erwartet und die man in so vielen anderen deutschen TV-Produktionen immer vermisst hat. Gute Darsteller, eine intelligente Geschichte, ein hohes Maß an Spannung und eine sehr dichte und bedrohliche Atmosphäre, die den teilweise aufkommenden Nervenkitzel noch einmal zusätzlich unterstreicht.


Fazit: Im kaum noch zu durchdringendem Dschungel der zumeist eher schlechten und belanglosen TV-Produktionen sticht "Das Geheimnis des Königssees" sehr wohlwollend hervor und bietet dem Betrachter einen erstklassigen Thriller, der an malerischen Schauplätzen gedreht wurde und mit sehr überzeugenden Darstellern besetzt ist. Ein hohes Maß an Spannung sorgt dafür, das man insgesamt einen erstklassigen Film-Genuss serviert bekommt, den sich anzuschauen sich wirklich lohnt.


Die DVD
Vertrieb: KSM
Sprache / Ton: Deutsch DD 2.0
Bild: 1,78:1 (16:9)
Laufzeit: 95 Minuten
Extras: Trailer, Biographien, Bildergalerie

Kommentare  

#1 blu 2010-04-17 02:29
Dem schließe ich mich ausnahmslos an. Ich hatte den Film damals im Fernsehen gesehen, und war wirklich positiv überrascht, da ich von den meisten RTL Produktionen nichts halte. "Das Geheimnis des Königssees" war allerdings tatsächlich spannend und unterhaltsam - wahrscheinlich einmalig in der RTL Produktionsgeschichte, aber immerhin. ;-)

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