Katie Bird

Katie BirdKatie Bird
(Katie Bird : Certifiable Crazy Person)
mit Helene Udy, Taylor M. Dooley, Nicole Jarvis, Lee Perkins, Todd Gordon, Jun Hee Lee, Ben L. McCain
Regie : Justin Paul Ritter
Drehbuch : Justin Paul Ritter
Kamera : Josh Fong
Musik : Daniel Iannantuono
Altersfreigabe : Ungeprüft

USA / 2005

KatieBird Wilkins (Helene Udy), eine Frau mit einer Leidenschaft für die Liebe, durchlebt noch einmal kurz in Gedanken die Ereignisse die bis zu ihrem ersten Mord während der Abschlusssitzung mit dem Psychologen Dr. Mark Richardson (Todd Gordon), ihr Arzt und Geliebter, führen. Was als Romanze zwischen Dr. Richardson und KatieBird beginnt wandelt sich bald in ein kaltes Zeugnis einer Beziehung mit einer sadistischen Mörderin. Beovr Richadrson einlenken kann, findet er sich an ein Bett gefesselt und abhängig von KatieBirds Gnade wieder. Nun beginnt KatieBird ihm die Geschichte ihrer Kindheit zu erzählen, von ihrer Beziehung zu ihrem Vater, Merl (Lee Perkins). Gut umsorgt und geliebt als normales Kind, entdeckt KatieBird eines Tages, dass viel mehr in ihrem Vater steckt, hinter verschlossenen Türen.


Und wenn sie verletzt vom lokalen Herzklopfen der Schule nach Hause heimkehrt, nimmt Merl sie in seine Welt hinter verschlossenen Türen mit. Er unterrichtet sie, auf die einzige Art die er kennt um die Wahrheit heraus zu finden. Beängstigt, verwirrt, weiß sie jetzt dass dies ihr vorbestimmter Pfad im Leben ist, ihr Schicksal. KatieBird beginnt zu lernen was schon ihr Vater und der Vater ihres Vaters und dessen Vater… die Wahrheit die nur durch den Tot gefunden werden kann. Bald hat sie auch ihr erstes Opfer festgenommen und beginnt zu lernen und verstehen was wahrer und ehrlicher Schmerz ist. Als Richardson das Zeugnis von KatieBird gehört hat, bestätigt jenes nur seinen Glauben, dass sie weit davon entfernt ist Hilfe zu empfangen. Doch die verdrehte Doktor/Liebhaber Beziehung hält Richardson geistig sowie als auch, vorzeitig, physisch gebunden zu ihr. Als Dr. Richardson mitbekommt, dass er nicht mehr Herr über die Situation ist, begreift er erst, dass er KatieBirds letztes Opfer sein soll…

"Was ist es, was uns zu dem macht, was wir sind?"

Ob diese Frage in diesem Independent - Streifen befriedigend beantwortet wird, ict sicherlich Interpretationssache, aber eines ist wohl ziemlich klar, dieses Werk ist absolut verstörend, hart und bleibt nachhaltig im Kopf des Betrachters hängen. Es ist einer dieser typischen Filme, die eigentlich nur 2 extreme Meinungen zulassen, entweder ist man begeistert, oder man kann rein gar nichts mit ihm anfangen. In erster Linie liegt das mit Sicherheit an der angewendeten Split Screen Technik, in der

"Katie Bird" gedreht wurde. Das ist sehr gewöhnungsbedürftig und am Anfang nervt es sogar ein bisschen, auf der anderen Seite fordert es die volle Konzentration des Betrachters, die hier auch durchaus notwendig ist.

Mit Sicherheit zählt dieser Film nicht zu den üblichen Serienmörder - Streifen, die man zur Genüge kennt, hier ist meiner Meinung nach etwas ganz Aussergewöhnliches entstanden. Die Geschichte, die Katie hier selbst erzählt, ist ihr Werdegang von einem lebenslustigen Mädchen zu einer psychopatischen und sadistischen Killerin. Wenn man sieht, wie sie hier die Kunst des Tötens von ihrem Vater erlernt, der selbst auch ein mehrfacher Mörder ist, dann wirkt das schon extrem schockierend, denn die Leichtigkeit, mit der das geschieht, ist schon sehr erschreckend. Das zeichnet sich besonders gut in den Dialogen zwischen Vater und Tochter ab, so bekommt Katie zum Beispiel auf die Frage, warum er denn ein Killer ist lediglich die Antwort: "Ich bin nun einmal so".

So erlernt sie von ihrem Vater das Töten, wie andere Leute eine normale Berufsausbildung machen, wobei sie nie zu etwas gezwungen wird und alles ihrem freien Willen überlassen wird. Die Entwicklung, die das Mädchen vollzieht und vor allem ihre extrem sadistische Seite, die zum Vorschein kommt, lassen erahnen, welch ein Monster in ihr schlummert. Hinzu kommt noch ihre ausgeprägte Sehnsucht, von ihren Opfern auch Schmerzen zu erfahren. Als diese sich aber weigern, ihr den Genuß des Schmerzes zuzufügen, kommt bei Katie auch eine masochistische Ader zum Vorschein und sie verletzt sich ständig selbst.

All diese Dinge zeichnen ein recht gutes Bild ihrer absolut kranken Psyche, ihre Mimik drückt beim eigenen Zufügen von Verletzungen absolute Befriedigung aus. Helen Udy liefert hier eine, wie ich finde, absolut überzeugende und glaubhafte darstellerische Leistung ab, auch wenn viele Leute das anders sehen mögen. Sie verleiht dem Charakter der Katie Ausdruckskraft und Autenzität.

"Katie Bird" ist mit Sicherheit kein mainstreamtauglicher Film, aber er weiss zu schockieren und hinterlässt bestimmt nachhaltige Spuren beim Zuschauer. Wenn man mit der Split Screen Technik kein Problem hat und dieses Werk auf sich wirken lässt, dann könnte man am Ende vielleicht sogar feststellen, das man etwas Besonderes gesehen hat.

Und Vorsicht, die bei uns in Deutschland erschienenen Versionen sind um satte 25 !!! Minuten geschnitten, was ich persönlich als eine absolute Frechheit ansehe, denn das ergibt einen vollkommen anderen Film.

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