Johan Theorin: Öland (Hörspiel)

Johan Theorin - ÖlandÖland
nach Johan Theorin
mit Astrid Meyerfeldt, Traugott Buhre, Götz Naleppa, Klaus Herm, Mathias Brenner, Martin Brauer, Anton Weniger, Andreas Schmidt, Christine Osterlein, Ingeborg Medschinski, Götz Schubert, Udo Schenk
Hörspielbearbeitung: Andrea Czesienski
Regie: Götz Naleppa
Musik: Werner Cee
Redaktion: Torsten Enders
Coverfoto: plainpicture/Sodapix
Laufzeit: ca. 67 Minuten
ISBN: 978-3-86717-648-4
Deutschland-Radio Kultur/Der Hörverlag 2009/2010

Im dichten Nebel von Öland verschwindet ein kleiner Junge ohne jede Spur. Niemand sieht ihn je wieder. Zwanzig Jahre später erhält Julia, die Mutter des Jungen, einen ungeheuerlichen Anruf von ihrem Vater: Es gibt einen Hinweis, sie soll nach Öland zurückkehren und ihm bei der Suche nach ihrem verschwundenen Sohn helfen. Es geht das Gerücht, der unheilbringende Nils Kant sei der Mörder. Aber Nils Kant ist gestorben, lange bevor der Junge verschwand. Manch einer dagegen behauptet, er wandere noch immer über die weite Kalkebene von Öland.
 
Der düstere schwedische Krimi ist eine kleine Vermischung von Grusel- und Kriminalroman. Der Krimi hat jedoch die Oberhand, und das Element des Grusel und des Schauers schwindet im Verlauf der Handlung mehr und mehr dahin. Einzelne Fragmente und Spannungsspitzen ergeben einige lose Enden, die in diesem Hörspiel zum Ende hin zu einem dramatischen Gesamtbild geführt werden.

Die Geschichte ist seicht, ruhig und lebt von der Atmosphäre und den tiefergehenden Dialogen. Ein Mitfiebern gibt es nicht, auch keine Schockeffekte. Es ist allein die Düsternis und das Mysteriöse das den Hörer fesselt. Die Schatten einer rätselhaften Vergangenheit, ein Dorf voller Eigenbrödler und das Drama um ein vermisstes Kind sind ausreichende Zutaten für einen gelungenen Krimi dieser Art.

Öland ist der erste Teil einer Tetralogie, der jedoch völlig unabhängig von den übrigen Teilen funktioniert. Die Gemeinsamkeit: alle Geschichten spielen in Öland zu verschiedenen Jahreszeiten. Öland selbst ist im Herbst angesiedelt. Es ist die Hommage des Autoren an den Ort seiner Kindheit. Der Roman des Autoren ist als Krimidebüt des Jahres 2007 ausgezeichnet wurden.

Die Sprecher agieren auf höchsten Niveau. Jeder der einzelnen Akteure verleiht seinen Charakteren ein prägnantes Eigenleben. Besonders hervorzuheben sind der kürzlich verstorbene Traugott Buhre und Astrid Meyerfeldt.

Die Musik von Werner Cee verleiht der Produktion schleißlich das i-Tüpfelchen an Mysteriösität und Spannung.

Fazit: Ein gelungener Thriller der seichten Art.
 
 
Weitere Mitwirkende
Regieassistenz: Karena Lütge

Schnitt: Eugenie Kleesattel
Ton: Lutz Pahl

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