Way of War

Cover zu Way of WarWay of War
(The Way of War)
mit Cuba Gooding Jr., J.K. Simmons, Vernel Bagneris, Brett Beoubay, Kyle Bradley, Edrick Browne, Vince Canlas, Patrick Michael Carney, Brad C. Carter, Marc Gill, Mark Joy, David Jensen, Lance Reddick
Regie: John Carter
Drehbuch: John Carter / Scott Schäfer
Kamera: Kevin Sarnoff
Musik: James Melvin
FSK 16
USA / 2008


US-Soldat David Wolfe (Cuba Gooding Jr.) wird als Elitekämpfer in den Mittleren Osten gesandt, um zusammen mit seinen Kameraden den Anführer einer Terrororganisation zu vernichten. Doch während dieses Auftrags kommen sie vor Ort einer bedeutenden und ungeheuerlichen Verschwörung auf die Spur, die unter anderem die höchsten Ränge der US-Regierung involviert. Als Totgeglaubter kehrt er in die USA zurück und sieht sich nur einem einzigen Ziel gegenüber: Die Wahrheit ans Licht zu bringen bevor es zu spät ist! Ein packendes Katz-und Maus-Spiel beginnt.
 
Nun gut, so interessant und spannend sich die Inhaltsangabe auch anhört, so maximal mittelmäßig ist leider deren Umsetzung. Es verhält sich ganz komisch mit diesem Film, denn es ist durchaus ein gewisser Grad an Spannung vorhanden, da man die gesamte Laufzeit über permanent damit rechnet, das noch etwas spektakuläres und Überraschendes folgen muß. Doch spätestens, als der Abspann einsetzt wird man dieser Hoffnung beraubt und versucht so erst einmal, das gerade Gesehene zu sortieren. Und das ist gar nicht einmal so leicht, denn ziemlich schnell gelangt man zu der Erkenntnis, das man einen irgendwie unvollständig wirkenden Film gesehen hat, der einen mit doch sehr zwiespältigen Gefühlen zurücklässt.

Das Problem von Way of War liegt darin begründet, das für einen Actionfilm eindeutig zu wenig Action vorhanden ist, denn bis auf eine kleine Schießerei und einen kurzen Nahkampf gibt es nichts weiteres mehr zu verzeichnen. Aber auch als Politthriller funktioniert dieses Werk nicht wirklich, denn dafür ist die Geschichte viel zu lückenhaft und bietet auch keine befriedigende Aufklärung des Ganzen. Die Thematik der vorherrschenden Verschwörung kann sich zu keiner Zeit entfalten, man bekommt lediglich einige fragmentartige Flashbacks serviert, die alles erklärbarer machen sollen, doch viel eher das Gegenteil ist der Fall. Phasenweise kann es durchaus passieren, das leichte Verwirrungen auftreten, da zwar einige Dinge leicht angedeutet, aber nie richtig erklärt werden.

So focusiert sich das Hauptaugenmerk auf dem zurückgekehrten David Wolfe, der die Wahrheit ans Licht bringen will. Dabei fragt man sich allerdings die ganze Zeit, um welche Wahrheit es hier nun wirklich geht. Die mehr als oberflächlichen Anrisse der Verschwörung dienen hier nicht gerade zum besseren Verständnis, man kann sich zwar seinen eigenen Reim auf die Geschehnisse machen, doch die Erzählweise der Geschichte trägt nicht gerade dazu bei, das man einen guten Überblick bekommt. Zu oberflächlich sind die Erklärungsversuche, es gibt keinerlei tiefere Einblicke in das Ganze, so das bei einen die gesamte Laufzeit über ein Gefühl vorherrscht, als wenn wichtige Passagen des Films entfernt wurden.

Wer jetzt aber denkt, das man mit genügend guten Action-Passagen entschädigt wird, der sieht sich ziemlich schnell getäuscht, denn Action ist so gut wie nicht vorhanden. So kann man also festhalten, das der hier gezeigte Versuch, eine Mischung aus Action-und Politthriller zu kreieren nicht so wirklich gelungen ist, um es einmal diplomatisch auszudrücken. Hinzu kommt auch noch die tatsache, das im darstellerischen Bereich nicht gerade hochwertige Kost geboten wird. Cuba Gooding Jr. ist zwar ganzzeitig bemüht, der Geschichte seinen Stempel aufzudrücken, was ihm aber leider nicht so ganz gelingen will und er sich so dem maximal mittelmäßigen Niveau des Filmes anpasst.

Way of War ist ein eher misslungener Versuch, das Action-Genre mit einem Politthriller zu kreuzen. Der Film wirkt irgendwie unvollständig, anders kann man es wirklich nicht beschreiben. Die eigentliche Thematik des Films wird absolut unzureichend bearbeitet, da hätte es erheblich mehr gebraucht, als einige oberflächliche Andeutungen und einige eingefügte Flashbacks, die manchmal eher verwirrend als erklärend wirken. Eigentich sehr schade, denn ich hatte mir doch etwas mehr erwartet. Zum einmaligen anschauen geeignet, aber zu mehr reicht es hier leider nicht.

Die DVD
Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: 87 Minuten
Extras: Making Of, Interviews

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