Fantasy-Con Wien 2026 Teil 3
Fantasy-Con Wien 2026
(Teil 3, Sonntag 26. April)
denn viele dieser Spiele sind tatsächlich Geschichten, die über lange Zeiträume erzählt werden, und die SpielerInnen nehmen Rollen nicht nur für einen vergnüglichen Nachmittag an, sondern über Jahre (sic!) hinweg. im Wiener Club Athenaes Siegel beispielsweise trifft man einander dreimal die Woche, die Spielrunden tragen so klingende Namen wie Grabmal der Vernichtung, Imperium Maledictum, Geisterwacht von St. Tabea, etc. das Spielen wird hier sehr ernst genommen.
hier auf der Con-Seite gibt es einen schönen Überblick, wer aller mit dabei war.

die Brettspiele, die ich in den Gaming-Räumen kennenlernen durfte, reichten von simpel bis extrem ausgeklügelt. und so mancher hat seine Rolle so verinnerlicht, dass er sogar in Verkleidung - äh ich meine natürlich Alltagstracht am Tische gesessen hat...

einige Spielenamen waren mir nicht unbekannt, wie zB Dungeons & Dragons, hier von jedermann und-frau nur D&D genannt. und dass es dazu Extensions gibt, also Erweiterungen, die auf dem Originalspiel aufbauen, hat mich auch nicht überrascht. beeindruckt hat mich das grimmigdüstere und nihilistische Artwork von Silver Monarch - The Shattered World.
sehr interessant und kurzweilig waren die Schilderungen von Gernot Florian, der seit mehr als 30 Jahren als Spieleleiter in der LARP-Szene tätig war, auf Facebook findet ihr ihn unter seinem Spielenamen "Paul von Cyriel".

Ariochs Erben bezeichnet sich selbst als Österreichs ältester Live-Rollenspiel-Verein, sie waren auch mit einem Stand vertreten, aber irgendwie war ich nie zum richtigen Zeitpunkt da, um mit jemandem plaudern zu können. auch von den Whovians of Austria, also Fans der englischen Serie Doctor Who, liefen mir sicherlich welche über den Weg, aber halt nicht erkenntlich. ob sich die alle in der Zeitmaschine Tardis versteckten? die war leider abgeschlossen, und das Schild bat, keinen Versuch zu unternehmen, einzutreten...
spannend fand ich die Silver Sabres, da dachte ich zunächst mal an Krieg der Sterne und Lichtschwerter. tatsächlich lehrt man nicht den Kampf gegen die dunkle Seite der Macht, sehr wohl jedoch die Grundlagen für den Schwertkampf - Angriffe, Schwertbewegungen und Beinarbeit. dabei geht es vor allem darum, "durch Bewegungen basierend auf traditionellen Tai Chi Formen und Atemübungen unsere Grundlagen zu festigen, die eigene Körperkoordination zu erforschen und sich mit Achtsamkeit vertraut zu machen." make tai chi not war.
mit diesem interessanten Einblick in diese ungemein kreative Seite der Fantasy endete die Con(vention) für mich. während das Team der Fantasy-Schmiede wahrscheinlich bereits wieder Pläne für die nächste Con schmiedet, lasse ich die Eindrücke noch über das lange Erster-Mai-Wochenende wirken. angefixt für nächstes Jahr bin ich jedenfalls definitiv...
zum Bericht über die Preisverleihung klickt ihr hier, für den Bericht vom Samstag hier.
Fantasy-Con Wien 2026 Teil 1 - Artisten & Autoren
Fantasy-Con Wien 2026 Teil 2 - der Österreichische Phantastikpreis




