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... Peter Emmerich über Hugh Walker, Romane und Verlegen

Peter Emmerich... Peter Emmerich ...
... über Hugh Walker, Romane und Verlegen

Ein Kleinverlag mehr. Einer, der es mit der Publikation phantastischer Stoffe versucht. Davon gibt es viele.

Aber EBM (=Emmerich Book & Media) hat zum einen ein interessantes Programm, interessante Pläne und nutzt auch die Möglichkeiten, die sich Selfpublishern bieten.

Und daher ist uns das ein paar Fragen wert ...


Zauberspiegel: Es gibt zahllose kleine Verlage, auch eine ganze Reihe, die sich dem Phantastischen in allen Facetten zuwenden. Was bewegt dich nun, einen weiteren Verlag aufzumachen und braucht die Welt „EMMERICH Books & Media“ (kurz: EBM)?
Peter Emmerich: Ich muss ehrlich zugestehen, dass ich durch Stephan „Holzi“ Holzhauer zu dem Projekt EBM inspiriert wurde. Da gab es zunächst den Bericht in seinem Blog phantanews.de und die damit zusammenhängende Herausgabe des ersten Bandes der „Steampunk-Chroniken“  über die Amazon-Tochter „CreateSpace“. Ich sah da sofort die Möglichkeit, a) in dieser Richtung Dienstleistung anzubieten und b) zu versuchen, ein eigenes Verlagsprogramm herauszugeben.
2Bei dem Punkt Dienstleistung wurde ich leider ziemlich schnell ernüchtert: Es gab hier zwar einige Kontakte zu (Möchte-Gern-)Autoren, die gerne einen Selfpublishing-Verlag gegründet hätten, um ihre Werke zu veröffentlichen, die aber nicht bereit dazu waren, einen entsprechenden Arbeitsaufwand von mir zu entlohnen. Ich beschloss daraufhin, meine Arbeitszeit lieber in Richtung Herausgeberschaft und in das eigene Verlagsprogramm zu investieren. Unterstützung fand ich hierbei in Beate Rocholz, die das komplette Grafikdesign macht, und Jörg Schukys, der den ganzen Textsatz übernimmt. Uns Dreien gemeinsam ist das Ziel, entsprechend der Möglichkeiten, die uns durch CreateSpace gegeben sind, qualitativ hochwertige Produkte zu generieren, die sich vor den professionellen Ausgaben der Publikumsverlage nicht zu verstecken brauchen. Wir wollen uns hierbei von der Masse der übrigen Selfpublisher abheben – und genau deswegen braucht die Welt EBM!

Zauberspiegel: Der erste Schwerpunkt ist Hugh Walker und seine Horrorromane, die in den Siebzigern vor allem bei Pabel erschienen sind. Lange wurden diese Romane im Fantasyfandom unterschätzt, weil das ja nur ›Hefterl‹ und ›Horror‹ sind. Erst mit der Neuausgabe der Romane in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern erlangten sie nach und nach eine verdiente Würdigung.
Nun, noch mal ein viertel Jahrhundert später, gehst du eine weitere Neuauflage an. Welche Erwartungen verbindest du damit? Was bewegt dich, auf ein kommerziell schwächelndes Genre zu setzen?
2Peter Emmerich: Der erste Schwerpunkt waren die Romane und Kurzgeschichten von Michael Sullivan (Klaus-Michael Vent), der in den 1980er-Jahren einige Sachen bei Pabel – vor allem in der TERRA ASTRA-Reihe – veröffentlicht hat. Darüber hinaus erschienen von ihm über die Jahre hinweg zahlreiche Kurzgeschichten und Novellen in diversen Fanzines und Magazinen, hier vor allem im EDFC-Fantasia. Da wir uns bereits seit 1974 aus gemeinsamen FOLLOW-Tagen her kennen, bot es sich geradezu an, mit seinem literarischen Schaffen die ersten Erfahrungen mit CreateSpace zu sammeln – herausgekommen sind dabei bislang vier Taschenbücher.
Hugh Walker kam ins Spiel, als ich mit ihm bezüglich der Namensrechte zur Fantasywelt MAGIRA korrespondierte, weil ich vorhatte, ausgesuchte Fan-Romane aus dem Umfeld von FOLLOW/MAGIRA herauszugeben. Im Zuge unserer eMails sprach ich ihn spontan – also ohne groß darüber nachzudenken – auf die Idee an, ob er sich denn vorstellen könnte, seine Horror-Romane komplett bei mir nochmals zu veröffentlichen, nicht nur als Printausgabe in Taschenbuchform, sondern erstmals auch als offizielle eBook-Ausgabe. Er sagte „ja“, mein Team (Beate & Jörg) sagte „ja“ – also gingen wir die Sache an.
Wenn ich an dieser Stelle ehrlich bin, machen wir uns momentan noch keine Gedanken darüber, ob sich Hughs Romane kommerziell „lohnen“ werden oder nicht. Natürlich wäre es schön für ihn und auch uns, wenn mehr als nur eine „schwarze Null“ in der Endabrechnung stehen würde und ich ordentlich Tantiemen auszahlen könnte. Nein, uns macht es einfach Spaß, eine gute Arbeit abzuliefern. Wir unterliegen keinerlei Zwängen, wir können die Bücher – in enger Zusammenarbeit mit dem Autor – so gestalten, wie wir sie uns wünschen, also beispielsweise „Bonusmaterial“ mit veröffentlichen, was bislang nur stark im Web oder in Magazinen verteilt zugänglich ist. Und vielleicht belohnt das ja dann schlussendlich der Leser – und führt uns damit zum wirtschaftlichen Erfolg.

3Zauberspiegel: Wie ordnest du Hugh Walker als Autor ein? Ist er eher ein Horrorautor, Fantasyautor oder generell ein Autor, der dem Phantastischen verhaftet ist?
Peter Emmerich: Wenn ich Hugh in eine Schublade stecken müsste, würde ich ganz klar sagen, er ist ein begnadeter Horror-Autor, denn das Genre, welches ich „Realitäts-Phantasie“ nennen würde, gibt es ja nicht. Wenn man seine Romane am Stück liest, kommt man nicht umhin, seinen Mikrokosmos zu bewundern, den er aufgebaut hat. Sein zentrales Thema ist immer wieder die Vermischung von Realität und Phantasie: Wo hört die Wirklichkeit auf und wo beginnt der Wahn? Es gibt Figuren, die immer wiederkehren, die innerhalb der Romane ihr Eigenleben entwickeln, die teilweise sogar mit dem Autoren interagieren; allen voran Franz Laudmann, der sich z.B. im ersten MAGIRA-Roman darüber beschwert, dass es zwischen ihm und Karla Milletti (ein Medium in drei Horror-Romanen) nie zu einer Liebesbeziehung gekommen ist. Und da ist natürlich auch noch Hans Feller, einerseits als Geisterjäger und Okkultist Handlungsträger in einigen Romanen, andererseits ist er der Co-Autor bei dem SF-/Fantasy-Zyklus um die „Welt der Türme“.
Ich denke, man kann Hugh Walker nicht eindeutig klassifizieren, wenngleich sicherlich die Horrorelemente in seinen Romanen deutlich überwiegen.

Zauberspiegel: Ist Hugh Walker heute noch zeitgemäß oder wird er gerade jetzt erst zeitgemäß? Sprich, viele seiner Romane lassen sich mit dem Modebegriff ›Urban Fantasy‹ umschreiben. War Hugh Walker also seiner Zeit voraus?
Peter Emmerich: Hugh Walkers Ideen/Handlungen waren bereits damals bei den Erstveröffentlichungen unkonventionell und sie sind es eigentlich heute noch. Alleine schon, wenn ich – um wenigstens ein Beispiel anzuführen - seinen DRAKULA betrachte: Das Kunstblut, welches heute in der HBO-TV-Serie TRUE BLOOD verwendet wird, mit dem die Vampire nicht mehr darauf angewiesen sind, Menschen als Nahrungsquelle zu benutzen ... das gab es vom Prinzip her in den 1970er-Jahren schon als Idee von Hugh Walker.


Ich möchte Hugh Walkers Horror-Romane gerne als zeitlos definieren, denn sie unterhalten noch heute, wenngleich man natürlich mit dem Charme der 1970er-Jahre – also die Zeit, in der es noch keine Handys und Smartphones gab, die Globalisierung in den Anfangsstadien steckte und man sich im bayerischen Wald tatsächlich noch verirren konnte – zurechtkommen muss. Seine Geschichten haben nichts mit den gängigen Teenie-Horror-Vampir-Romanzen und den Endlosepen zu tun, mit denen im Moment gutes Geld gemacht wird. Aber stellen wir uns die Frage: Wird man sich in 40 Jahren an diese Romane noch erinnern? Ich für mich bin sicher, einen Hugh Walker-Roman wird man dann immer noch spannend finden und lesen.

Zauberspiegel: Walker SF-Romane mögen nicht alle. Werden auch die SF-Werke Walkers bei EBM erscheinen?
Peter Emmerich: Wie man der Webseite entnehmen kann, haben wir mit den Horror-Sachen eine Vorplanung bis ca. Ende 2014 gemacht. Ich darf aber an dieser Stelle schon sagen, dass wir alle SF-Romane bereits eingescannt und einer ersten Bearbeitung unterzogen haben. Ich denke, dass ich 2015 als realistischen Veröffentlichungszeitpunkt nennen kann.
Zuvor werden wir aber auf jeden Fall die zwei Romane und die zwei Novellen um die „Welt der Türme“ – von Genre her ein Mix von SF und Fantasy, geschrieben von Hugh Walker & Hans Feller – in einem Buch herausbringen; vor allem in der richtigen Reihenfolge. Hierzu wird ein neues Titelbild von Josef „JoSch“ Schwab  gemalt und eine ergänzende Landkarte von Jörg Schukys gezeichnet.
Es sei mir noch ein Wort zu Hughs SF-Romanen erlaubt: So ganz nachvollziehen kann ich nicht, warum man diese sieben Romane so negativ klassifiziert. Sie sind sicherlich nicht mit den damaligen Space-Operas zu vergleichen – dies hätte ja das vorgeschriebene Heftformat auch nicht zugelassen –, bieten aber solide und kurzweilige Unterhaltung. Und typisch für Hugh Walker auch wieder einige überraschende Ideen: So finde ich in „Rebellion der Talente“ (1971) eine ganz eigene Interpretation von „Colossus“ (1966 Erzählung von Dennis Feltham Jones; 1970 der gleichnamige Film), in der die Menschen von einem GEHIRN regiert werden. Und es war – so meine ich – „Gefangene des Kosmos“ (1973 – der dritte Roman der Real-Phantasie-Reihe), der mich mit seinen Speicherzylindern und den digitalisierten Menschen, an die simulierte Welt von MATRIX (1999) erinnert – wenn man so will also eine Idee, die man von Hugh geklaut hat. Ich bin der Meinung, auch Hugh Walkers SF-Romane haben etwas an sich, das sie aus der Masse der sonstigen Produktionen heraushebt.

Zauberspiegel: Wirst du dich nach Hugh Walker auch anderen Autoren zuwenden und diese in deinem Programm eine neue Heimat geben?
Peter Emmerich: Wenn man die bisher von mir genannten Namen betrachtet – dazu noch Sylvia Koch und Saskia Botsch erwähnt, welche Illustrationen zu „Indianersommer“ und „Der Murmler und andere Gestalten“ erstellt haben –, dann fällt dem Insider auf, dass alle Personen aus dem „Dunstkreis“ von FOLLOW kommen – mich eingeschlossen. Ich hege die Hoffnung, dass da im Laufe der Zeit das eine und andere Talent den Weg zu EBM finden wird.
Unabhängig von FOLLOW sind bei mir – wahrscheinlich aufgrund der Webseite – bereits anderweitige Manuskripte eingegangen, die ich aber bislang leider alle ablehnen musste. Ich bin aber wirklich offen für jedes Genre – Hauptsache, das Manuskript langweilt mich nicht und der Autor beherrscht einigermaßen die deutsche Rechtschreibung und Grammatik.
An dieser Stelle kann ich vielleicht erwähnen, dass es zwei Grusel/Fantasy-Kinderbücher gibt, die Hugh Walker zusammen mit Franz Schwabeneder  geschrieben hat. Sobald Hugh noch die Stellen überarbeitet hat, die durch das Einscannen des Originalmanuskripts entstanden sind, werden wir versuchen, die Bücher noch irgendwo bis Mitte 2014 einzuschieben.

Zauberspiegel: Im weiteren Sinne schwebt der Name Hugh Walker ja auch über einem weiteren Titel deines Verlages. Immerhin ist Hugh Walker einer der ›Erfinder‹ der Fantasywelt »Magira« und Gründer ›FOLLOWs‹. Hans-Peter Schultes Roman »Wege des Ruhm« ist auf »Magira« angesiedelt. Allerdings sind viele Stories im Rahmen ›FOLLOWs‹ nur innerhalb der Magira-Simulation verständlich. Somit stellt sich die Frage: Ist »Wege des Ruhms« ein Einzelfall oder wird es da Folgeprodukte geben?
Peter Emmerich: Ich hatte es weiter oben schon angedeutet, dass ich gerne eine eigene Reihe von MAGIRA-Romanen herausbringen will – Kontakte zu Autoren von „Wunschromanen“ habe ich bereits geknüpft; mal sehen, ob daraus letztlich eine Zusammenarbeit resultiert. Persönlich wünsche ich mir also, dass „Wege des Ruhms“ kein Einzelfall bleibt!
Zu FOLLOW und MAGIRA: Es gibt Romane und Stories aus der Fantasywelt MAGIRA, die ein Außenstehender auch ohne Kenntnisse der Simulation verstehen kann. So ist beispielsweise „Im Schatten des Blutmondes“, ebenfalls geschrieben von Hans-Peter Schultes und Andreas Groß (erschienen im Verlag „Saphir im Stahl“) ein MAGIRA-Roman, obwohl – wahrscheinlich aus rechtlichen Gründen – jeder MAGIRA-Bezug entfernt wurde.
Wege des Ruhms“  ist nun ein echtes MAGIRA-Epos und ergänzt als eigenständiges Werk „Im Schatten des Blutmondes“. Ein Geschichtsabriss und ein ausführliches Glossar, zusammen mit einer Karte, die von Beate Rocholz & Jörg Schukys gezeichnet wurde, ermöglicht dem „normalen“ Fantasy-Leser in die Welt von MAGIRA einzutauchen – er muss sich nur darauf einlassen.

Zauberspiegel: Wird es künftig auch neue Romane von bekannten und weniger bekannten Autoren geben?
Peter Emmerich: Früher oder später wird es weitere Autoren im EBM-Programm geben, das ist sicher. Ob da auch bekanntere Autoren dabei sein werden? Ich denke, das wird u.a. davon abhängen, ob die „Bekannteren“ erkennen, dass wir ein seriöser Partner sind und dass wir es schaffen, aus ihren Manuskripten ein gutes Buch zu machen. Das EBM-Team ist jedenfalls motiviert und verfügt noch dazu über eine gehörige Portion Idealismus.

Zauberspiegel: Vielen Dank für das Interview …
Peter Emmerich: Der Dank geht auch an dich, dass du es mir möglich gemacht hast, den Kleinverlag und sein bisheriges Programm auf deinem Portal vorzustellen.

Kommentare  

#1 Roland 2013-08-18 11:55
Interessantes Interview. Zunächst einmal vielen Dank an den Emmerich Verlag. Hugh Walker ebooks ist eine tolle Sache. Werden gekauft werden. Von den Science Fiction Romanen halte ich allerdings Abstand.
Ich finde es schade das es wohl bei Hugh Walker bleibt.Gerade die Henker Miniserie von Uwe Voehl hätte es verdient digitalisiert zu werden. Das selbe gilt im übrigen auch für den Hexer Stanley. Frankenstein Trilogie von Kurt Luif oder einige Cedric Balmore und Al Frederics innerhalb des VHR Romans. Der VHR war im übrigen für mich die beste Horrorserie schlechthin. Da kommt Gespenster Krimi nicht mit.
#2 Andreas Decker 2013-08-18 14:02
Das sieht ganz gut aus. Als Ebook interessiert mich das nicht - so praktisch sie sein mögen in vielerlei Hinsicht und ich viele ausländische kaufe, hat ein Ebook als Buch keinerlei Wert für mich. Umso schöner, dass es sie auch als Printausgabe geben wird, von denen ich mir mit Sicherheit einige kaufen werde. Bd.1 sieht jedenfalls besser als die damalige Blitz-Ausgabe aus.

Die Leseprobe bei Amazon von EBM sah auch gut aus, nicht so indiskutabel wie von anderen deutschen Kleinverlegern, was den Satz angeht.


Aber beim Hype sollte man die Fakten nicht ganz aus den Augen verlieren. Ohne den guten Hubert schmälern zu wollen, die Idee mit dem Kunstblut gab es bereits 69 in der amerikanischen Comicserie Vampirella. Und vermutlich schon davor in irgendwelchen Romanen. Wäre ein nettes Projekt, da den Patienten Null aufzuspüren.

Auch der Matrix-Vergleich ist wenig hilfreich. Dicks Ubik ist von 69, Galouyes Simulacron-3 von 64 (!), die deutsche Verfilmung Welt am Draht von 73. Dass Huberts SF-Romane wenig zu den schlichten Space Operas der Terra-Reihe passten, ist aber unbestritten, auch das sie thematisch sicherlich eigenständiger waren als die Romane anderer deutscher Autoren.
#3 matthias 2013-08-19 09:06
Als ich den Namen HUGH WALKER gelesen habe, schaute ich erst mal ins EBAY, um dessen Marktwert zu testen. Selbst jetzt im "Sommerloch" genau 100 Auktionen mit Texten von HW. Und schaut man sich die beendeten Auktionen an, kann man sehen, dass hier kaum geboten wird. Die originalen Hefte aus der VAMPIR HORROR REIHE von HW finden selbst für einen EURO keinen Abnehmer.
Wie soll dann ein Verlag, den auch noch keiner kennt und der natürlich TEUER sein muss, hier was verkaufen.
Obwohl, im EBook wären einige Verkäufe möglich, aber als Printausgabe wohl kaum.

Ich wünsche dem Verlag natürlich viel Erfolg, aber er sollte nicht auf HUGH WALKER bauen...
#4 Andreas Decker 2013-08-19 11:46
zitiere matthias:
Als ich den Namen HUGH WALKER gelesen habe, schaute ich erst mal ins EBAY, um dessen Marktwert zu testen. Selbst jetzt im "Sommerloch" genau 100 Auktionen mit Texten von HW. Und schaut man sich die beendeten Auktionen an, kann man sehen, dass hier kaum geboten wird. Die originalen Hefte aus der VAMPIR HORROR REIHE von HW finden selbst für einen EURO keinen Abnehmer.
Wie soll dann ein Verlag, den auch noch keiner kennt und der natürlich TEUER sein muss, hier was verkaufen.
Obwohl, im EBook wären einige Verkäufe möglich, aber als Printausgabe wohl kaum.


Ich weiß nicht, ein paar hundert Nostalgiker, die sich die Romane noch mal in Buchform ins Regal stellen, das reicht vermutlich, wenn man entsprechend kalkulieren kann.

Aber du hast natürlich recht. Der Ebay-Markt ist völlig am Boden. Die seltenen Nummern sind beim VHR jetzt die letzten Hundert, weil davon nicht mehr viel im Umlauf sind - offenbar hat sie damals tatsächlich kaum einer noch gekauft -, und wenn sie mal angeboten werden, sind es meistens Händler mit überzogenen Preisen.
#5 Roland 2013-08-19 13:13
Es gibt kaum noch Romanleser. Selbst ein Hugh Walker oder ein Friedrich Tenkrat sind keine Zugpferde mehr. Nicht mal John Sinclair hat mehr allzu große Abnehmer. Diejenigen die Hugh mögen haben die Sachen von Hugh schon. Jüngere Leser werden kaum noch hinzustossen. Gerade die VHR Romane bekommt man ohne große Probleme vollzählig. Haben selbst kaum 6 Monate gebraucht um die Sammlung komplett zu haben. Ich denke auch mit der Buchausgabe werden keine Gewinne erzielt werden können. Vielleicht die Print Ausgabe.
#6 Roland 2013-08-19 13:15
Alleine wenn man schon diverse Foren wie das Gruselroman Forum sich ansieht. Höchstens 20 Aktive User.
#7 matthias 2013-08-20 12:13
zitiere Roland:
Es gibt kaum noch Romanleser. Selbst ein Hugh Walker oder ein Friedrich Tenkrat sind keine Zugpferde mehr. Nicht mal John Sinclair hat mehr allzu große Abnehmer. Diejenigen die Hugh mögen haben die Sachen von Hugh schon. Jüngere Leser werden kaum noch hinzustossen. Gerade die VHR Romane bekommt man ohne große Probleme vollzählig. Haben selbst kaum 6 Monate gebraucht um die Sammlung komplett zu haben. Ich denke auch mit der Buchausgabe werden keine Gewinne erzielt werden können. Vielleicht die Print Ausgabe.

Wenn ich mit der Bahn zur Arbeit fahre, sehe ich 90% aller Jugendlichen mit einem Smartphone rummachen. Wobei hier natürlich auch EBooks gelesen werden können. Aber Bücher lesen, das tun nur solch alten Kerle wie ich. Ich meine damit "richtige" Bücher. Romanhefte sind aus der Bahn verbannt. Zumindestens im Raum Karlsruhe.
Ich bin froh, dass ich meine Romanheft-Sammlung (ca. 15.000 Stück) rechtzeitig im EBAY verkauft habe...
#8 Myxin der Magier 2013-08-20 15:23
Also für mich kommen die gedruckten Werke durchaus in Betracht. Gut möglich, dass ich mir da noch ein paar gönnen werde. :-)
#9 McEL 2013-08-20 15:48
zitiere Myxin der Magier:
Also für mich kommen die gedruckten Werke durchaus in Betracht. Gut möglich, dass ich mir da noch ein paar gönnen werde. :-)

Ich mir auch!!! ;-)
#10 Roland 2013-08-20 18:43
[quote name="matthiaszitiere matthias:
Wenn ich mit der Bahn zur Arbeit fahre, sehe ich 90% aller Jugendlichen mit einem Smartphone rummachen. Wobei hier natürlich auch EBooks gelesen werden können. Aber Bücher lesen, das tun nur solch alten Kerle wie ich. Ich meine damit "richtige" Bücher. Romanhefte sind aus der Bahn verbannt. Zumindestens im Raum Karlsruhe.
Ich bin froh, dass ich meine Romanheft-Sammlung (ca. 15.000 Stück) rechtzeitig im EBAY verkauft habe...


Ich bin froh, dass ich meine Romanheft-Sammlung (ca. 15.000 Stück) rechtzeitig im EBAY verkauft habe...
15000 Stück? Was hast du damit gemacht? Alle digitalisiert oder alles entsorgt? Hoffe das bereust du nicht mal.
#11 Thomas Mühlbauer 2013-08-20 19:00
Man sollte bei dieser Edition nicht vergessen, dass sich darunter auch unbekanntes/vergessenes/verstreutes Material befindet, das nun eben gesammelt und in einheitlichem Äußeren erscheinen soll. Außerdem besteht die Aussicht, diese immer noch interessant und spannend zu lesenden Sachen ohne Zensur und Bearbeitungen zu lesen.

Natürlich hat man als "alter" Leser die Hefte zuhause, was aber nicht daran hindern sollte, die Neuausgabe in seiner Eigenschaft als Sammler zu kaufen. Für mich persönlich auf alle Fälle eine Option...
#12 Roland 2013-08-31 23:57
So Hugh Walker gekauft. Klasse Arbeit. Preis für 4 Romanhefte sehr günstig, wenn man bedenkt welche Arbeit dahinter steckt. Das Bonusmaterial und das Vorwort gefallen mir außerordentlich. Da habt ihr euch richtig ins Zeug gelegt. Das Cover gefällt mir nicht ganz so, aber schlecht ist es auch wiederrum nicht. Ich hoffe das es Rentabel für das Unternehmen ist, damit noch andere Klassiker digitalisiert werden. Gerade innerhalb es VHR gibt es so viele versteckte Perlen. Die beste Romangruselserie forever. Da kommt Gespensterkrimi bei weitem nicht mit... weiter so und ich hoffe für die tolle Arbeit werdet ihr auch entlohnt werden.
#13 Roland 2013-10-29 22:00
Auch das neue ebook ist gekauft. Vielleicht kann Emmerich mal Stellung beziehen ob man das durchziehen kann. Freue mich über jedes Ebook von Hugh.
#14 Peter Emmerich 2013-11-04 15:16
Zitat:
Vielleicht kann Emmerich mal Stellung beziehen ob man das durchziehen kann.
Das Team hat immer noch den festen Willen, den Hugh Walker komplett durchzuziehen! Eben ist ja "Dorf des Grauens" erschienen; "Der Okkultist" (Hans Feller & Klara Miletti) befindet sich in der Layoutphase und für "Die Toten lieben anders" (Hughs Vampir-Romane) wird gerade das Titelbild erstellt.
Ebenfalls sind für Ende 2014 Titelbilder zu dem Fantasyzyklus "Welt der Türme" und zu den SF-Romanen in Auftrag gegeben.
#15 Roland 2013-11-04 17:23
Ja das ist super. Die ebooks, besonders das Vorwort und auch das Bonusmaterial sagen mir sehr zu. Ich hoffe das man zukünftlich vielleicht auch noch andere Autoren an Land ziehen kann.
Weiter so.

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