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Ein Mann wie Dynamit

Ein Mann wie DynamitEin Mann wie Dynamit
(The Restless Breed)
mit Scott Brady, Anne Bancroft, Jay C. Flippen, Jim Davis, Rhys Williams, Leo Gordon, Scott Marlowe, Eddy Waller, Harry Cheshire, Myron Healey, Gerald Milton, Dennis King Jr., James Flavin, Clegg Hoyt, Marilyn Winston
Regie: Allan Dwan
Drehbuch: Steve Fisher
Kamera: John W. Boyle
Musik: Edward L. Alperson Jr.
FSK 12
USA / 1957

Der aufbrausende Mitch (Scott Brady) ist auf der Jagd. Er will die Bande von Ed Newton (Jim Davis) erledigen, die vor Jahren seinen Vater, einen Sheriff, ermordet hat. In dem Nest Mission an der mexikanischen Grenze findet Mitch unverhofft Helfer und die Frau fürs Leben (Anne Bancroft).

The Restless Breed, wie der Film im Original heißt, zählt wohl ganz eindeutig zu den Western, die heutzutage kaum noch einer kennt. Umso schöner ist die Tatsache, dass dieser herrliche B-Movie-Western jetzt endlich für kleines Geld auf DVD erscheint. Erzählt wird die Geschichte des leicht aufbrausenden Mitch, der den Tod seines Vaters rächen will und dabei sämtliche Warnungen und Vorsichtsmaßnahmen außer Acht lässt. Todesmutig stellt er sich der Bande von Gesetzlosen, die seinen Vater auf hinterhältige Art und Weise ums Leben gebracht haben. Der hier noch junge Scott Brady (Das China Syndrom, Gremlins - Kleine Monster) spielt den smarten Hauptcharakter, der von Beginn an viele Sympathiepunkte beim Zuschauer einheimsen kann, andererseits aber auch keinen Zweifel daran aufkommen lässt, dass er ein harter und nicht zu unterschätzender Haudegen ist, der sich auch nicht von einer zahlenmäßig überlegenen Gegnerschaft einschüchtern lässt, was diese auch äußerst schnell zu spüren bekommen.

Auch wenn es sich bei diesem Werk um einen sogenannten B-Movie handelt und es genügend Leute gibt, die solche Western lieber an sich vorbeigehen lassen, da sie ihnen nicht genügend Qualität zusprechen, hat es Regisseur Allan Dwan hervorragend verstanden, eine recht simple Rache-Story spannend und sehr interessant in Szene zu setzen und mit charismatischen Darstellern zu besetzen, die durch die Bank einen erstklassigen Job abliefern. Dabei wird die Geschichte durchgehend sehr flüssig und temporeich erzählt, langatmige Passagen sind überhaupt nicht vorhanden. Das mag sicherlich auch in der relativ kurzen Laufzeit von knapp 78 Minuten begründet sein, die ganz eindeutig dafür Sorge trägt, dass das gesamte Geschehen knackig verpackt ist und so ganzzeitig extrem kurzweilige Unterhaltung bietet.

Der Film schafft es jederzeit, dem Zuschauer das Gefühl zu vermitteln, dass man sich wirklich in der damaligen Zeit befindet, denn das ganze Szenario wirkt sehr authentisch; man kann die Angst der Einwohner der kleinen Grenzstadt förmlich spüren, die ganz einfach nicht den Mut aufbringen, sich gegen die skrupellosen Banditen zur Wehr zu setzen. Da kommt dann natürlich ein furchtloser Typ wie Mitch gerade zur rechten Zeit, um dem Treiben ein Ende zu bereiten und dabei gleichzeitig seine Rachegelüste zu stillen. Die Reihen der Banditen lichten sich immer mehr, doch bis es zum finalen Duell zwischen Mitch und Newton kommt, muss sich der Zuschauer bis kurz vor Ende der Geschichte gedulden. Daraus lässt sich auch sehr gut erkennen, dass der dramaturgische Spannungsaufbau hier als äußerst gelungen bezeichnet werden kann, da die gesamte Story auf den letztendlich stattfindenden finalen Showdown ausgerichtet ist, der meiner Meinung nach allerdings etwas zu kurz geraten ist.

Das ist aber auch der einzige kleine Wermutstropfen, der in diesem herrlichen Film mitschwingt, der jedoch das insgesamt hervorragende Gesamtbild dieses fast vergessenen Kleinods nicht großartig trüben soll, da hier ansonsten alles geboten wird, was einen guten Western auszeichnet. Gute Darsteller, eine interessante und spannend erzählte Geschichte, und nicht zu vergessen einige gut inszenierte Schießereien. So dürften Western-Fans hier voll auf ihre Kosten kommen und sich bestens unterhalten fühlen.


Fazit: The Restless Breed ist für mich persönlich eine kleine und fast vergessene Perle des B-Western, die auch im Laufe der Jahrzehnte nichts von ihrem Charme verloren hat. Endlich gibt es diesen tollen Film auch auf DVD und dann auch noch für kleines Geld. Eine Tatsache, die das Herz eines jeden Western-Fans höher schlagen lassen dürfte. Und auch wenn ich selbst nicht zu den größten Fans zu zählen bin, einen solchen Western kann ich bedenkenlos weiterempfehlen, da hier wirklich nostalgische Gefühle in einem aufkommen können.

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