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Adios Amigos - Spiel

Cover Adios AmigosAdios Amigos
Spiel für 2-4 Spieler ab 8 Jahren
Autor: Momo Besedic
14,99 €
Pegasus Spiele

Showdown in Mexiko. Unter sengender Sonne stehen sich Banden von Desperados zum letzten Duell gegenüber. Nur wer eine ruhige Hand und einen kühlen Kopf bewahrt, kann sich im Kampf Mann gegen Mann behaupten. Und wenn alle Stricke zu reißen drohen, hat manch einer vielleicht noch eine Stange Dynamit bei sich, um das Blatt entscheidend zu wenden.

Mit „Adios Amigos“ bringt Pegasus Spiele ein kurzweiliges Spiel mit Wildwest-Thematik auf den deutschen Markt, dass ich mir im Rahmen dieser Rezension einmal genauer anschauen möchte.

Ziel des Spiels ist (wie sollte es anders sein), so viele gegnerische Desperados wie möglich zu erschießen, da nach jeder Spielrunde derjenige, der am meisten Gegner in die ewigen Jagdgründe befördert hat, mit einer entsprechenden Menge Goldnuggets belohnt wird.
 
Wer am Ende der insgesamt 5 Spielrunden die größte Anzahl dieser Nuggets gesammelt hat, gewinnt das Spiel. Zu Beginn einer jeden Runde legen die Spieler drei ihrer insgesamt 15 Desperados offen vor sich auf den Tisch. Rechts und Links auf den Desperadokarten befinden sich Zahlen zwischen Eins und Neun. Diese Zahlen sind wichtig, wenn es darum geht, wer welchen Gegner erschießen kann.
 
Mit dem Start der ersten Runde drehen nämlich alle Spieler gleichzeitig zwei ihrer Revolvermarker um, auf denen wiederum Zahlen von Null bis Neun zu finden sind. Um einen der generischen Desperados zu erschießen, muss nun die Summe oder die Differenz der beiden Zahlen auf der Desperadokarte mit der Zahl des Revolvermarkers übereinstimmen und der Revolvermarker auf der gegnerischen Desperadokarte abgelegt werden.
 
Klingt kompliziert - ist es aber nicht. Hier ein Beispiel: Spieler A hat auf seinen Revolvermarkern die Zahlen 4 und 7 stehen – auf einer gegnerischen Desperadokarte von Spieler B befinden sich die Zahlen 2 und 5, auf einer Desperadokarte von Spieler C stehen die Zahlen 1 und 5. Folglich kann Spieler A mit dem Marker mit der Zahl sieben den Desperado von Spieler B erschießen (Summe aus 2 und 5 gleich 7) und mit dem Marker mit der 4 dem Desperado von Spieler C (Differenz aus 1 und 5 gleich 4) den Garaus machen. Allerdings muss man (wie das bei Western-Shootouts nun einmal der Fall ist) recht schnell dabei vorgehen, denn alle Spieler schießen gleichzeitig – und wer alle seine Desperados verloren hat, kann in dieser Runde nicht mehr eingreifen.

Doch natürlich hat man nicht immer die passenden Zahlen auf seinen Revolvermarkern stehen, um zum Schuss zu kommen. Da jeder der Spieler über insgesamt 10 Revolvermarker verfügt, kann man jederzeit laut „Nachladen“ rufen, und eine seiner beiden Patronen in die Tischmitte legen. In diesem Moment können nun alle Spieler zwei weitere ihrer Revolvermarker umdrehen, was die Trefferchance für alle natürlich um einiges erhöht. Wer nun immer noch nicht imstande ist, die Gegner zu besiegen, dem bleibt noch das Dynamit, das jedem Spieler einmal pro Runde zur Verfügung steht.
 
Spielkarte Adios AmigosSobald ein Spieler sein Dynamit in der Mitte des Spieltischs platziert und dabei laut „Bombe“ ruft, bleibt für alle anderen Spieler quasi die Zeit stehen. Der Spieler mit der Bombe hat nun 10 Sekunden Zeit, einen der Gegner mit seinen Revolvermarkern zu bearbeiten, wobei er nur jetzt mehrere Marker auf einem Desperado ablegen kann, was beispielsweise notwendig sein kann, wenn ein Revolvermarker allein nicht die benötigte Zahl zum besiegen dieses Desperados erreichen kann. Hier geht es nun allein um die Summe der Zahlen auf dem Desperado: Hat der Desperado also die 5 und die 8 auf seiner Karte, muss der Angreifer Revolvermarker mit einem Gesamtwert von 13 benutzen, um den Desperado zu treffen.
 
Am Ende jeder Runde (also dann, wenn nur noch ein Spieler mit überlebenden Desperados ausgestattet ist), wird dann abgerechnet. Für jeden getroffenen Gegner erhält der überlebende Spieler einen Nugget, für fälschlich erschossene (also mit unpassenden Revolvermarken getroffene) Gegner gibt es drei Goldnuggets abgezogen – man sollte also gut nachrechnen bevor man vorschnell auf einen Gegner schießt. Der Gewinner der Runde erhält außerdem noch den Rundenmarker, der ebenfalls eine (sich von Runde zu Runde steigernde) Anzahl von Nuggets Wert ist.
 
Aus der oben stehenden Beschreibung lässt sich unschwer erkennen, dass es sich bei Adios Amigos um ein sehr schnelles, actionbetontes Spiel handelt, bei dem man kaum Zeit zum Taktieren oder längeren Überlegen hat. Doch gerade darin besteht der Reiz dieses Spiels. Es eignet sich wegen seines hohen Tempos und der einfachen (und gut auf zwei Seiten dargestellten) Regeln hervorragen für ein schnelles Match zwischendurch. Das Spielmaterial darüber hinaus auch ansprechend gestaltet, so dass man Adios Amigos eigentlich nur empfehlen kann. Einziger kleine Wermutstropfen ist die, meiner Meinung nach, etwas zu große Spielverpackung, was einen unkomplizierten Transport in der Jackentasche unnötig erschwert – das Spielmaterial hätte man auch in einer wesentlich kleineren Verpackung unterbringen können (hier lässt sich natürlich selbst Abhilfe schaffen).
 
Fazit: Wer Spaß an einem aktionsreichen Kartenspiel im Wilden Westen haben könnte, sollte sich Adios Amigos in jedem Fall einmal im Spieleladen seiner Wahl anschauen.

Packungsinhalt:

  • 60 Desperadokarten
  • 40 Revolvermarker
  • 5 Beuteplättchen
  • 8 Patronen
  • 4 Dynamitbündel
  • 1 Anleitung


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