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Alternatives Leben bei Ren Dhark - »Schlomos« dreiundzwanzigste Kolumne

Ren Dhark & das Weltall Eine echte Spaceopera
»Schlomos« dreiundzwanzigste Kolumne

Achtung! Diese Kolumne enthält Spoiler zu Ren Dhark Unitall 33 »Iondrus Suche« von Jan Gardemann

Eigentlich hab ich ja eine (fast) fertige Kolumne zu Ren Dhark 65, »Aufbruch nach NGK 3109«. Der Roman ist tierisch spannend, aber da ich die Kolumne bereits vor einer Woche geschrieben hatte, wollte ich weiterlesen


Iondrus SucheNa, ja, was soll ich sagen? Nach 192 Seiten war ich mit dem “nur kurz anlesen” fertig und megatierisch begeistert. Also hab ich schnell eine Kolumne dazu geschrieben... (Daher gibt es diesmal auch keine Mampfpausen. Hm.)

Seite 3: Vorwort Ben B. Black warnt hier vor sicher stattfindenden Spoilern, wenn man Unitall 28 noch nicht gelesen hat. Dem kann ich mich nur anschließen: Also Leute, jeder, der Unitall 28 noch NICHT gelesen hat, möge jetzt sofort die Kolumne schließen. Andernfalls wird er (oder sie - solls ja auch geben) gnadenlos zugespoilert.

Die Beschreibung zum Rätsel um Iondru lässt nichts zu wünschen übrig. Ich wiederhol das jetzt nicht, da garantiert nicht alle, die Nummer 28 noch nicht kennen, aufgehört haben, die Kolumne zu lesen.

Und noch etwas: Ben meint, er hatte Schwierigkeiten, Jan Gardemanns Manuskript Korrektur zu lesen, weil er es so spannend fand, dass er es kaum geschafft hat, hinreichend langsam zu lesen. Hm. Kann ich nachvollziehen. Ging mir beim “nur kurz anlesen” genau so. Jan Gardemann hat da etwas geschrieben, bei dem man nicht zwischendurch einfach mal eine Pause einlegen kann. Also ich zumindest schaff das nicht... (Das mit der Pause, mein ich.) Hab das Buch in weniger als 2 Stunden inhalliert...

Seite 5: Kapitel 1: Es geht im November 2070 auf der Erde los. Ren Dhark besucht Iondru in dessen “Büro“ im obersten Stockwerk des ehemaligen UN Gebäudes in New York. Da kommt sofort WG Feeling auf! Vergammelte Sofas waren bei uns damals auch Pflicht. Jedenfalls wimmelt Iondru Dhark nach einer halben Stunde wieder ab,weil er ihn nicht als biologischen Vater akzeptiert. Sehr zum Bedauern von Ren Dhark und von Iondrus Leibwächterin Liz. Allerdings ist er selbst nach dem Gespräch so schlecht drauf, dass er Liz, die nebenbei auch seine Chronistin ist, seinen letzten Traum nicht erzählen will. Später. Gut, dann warten wir halt noch auf die Geschichte in der Geschichte, auf die ich schon tierisch gespannt bin.

Gegen Abend zu – Iondru hat sich alleine zum Nachdenken zurückgezogen – wollen Liz und Astrid, die in Band 28 zu Iondru übergelaufen ist, noch in ein Cafe gehen. Die beiden benehmen sich wie verknallte Teeniemädchen, was ihnen auch bewusst ist. Entscheidend an der Szene ist aber ein kurzer Dialog zwischen den beiden: “Was wollen wir dem Cafe Betreiber als Gegenleistung für die Beköstigung in seinem Etablissement anbieten?” “Ich werde in dem Garten auf Roosevelt Island etwas Unkraut zupfen.” WOW! Das ist echt ein Bolo! Leute, lest mal von P.M. “Bolo Bolo” WOW! Megagenial! Versteht ihr jetzt, wieso ich die Kolumne “Alternatives Leben bei Ren Dhark“ genannt hab?

Seite 15: Kapitel 2: Dezember 2070: Die Leute aus NY haben die Metro wieder in Betrieb genommen. Iondru und Liz sind als Ehrengäste bei der ersten Fahrt dabei. Cool ist auch der Chefingenieur Crocked. Könnte so etwas wie Iondrus Shanton werden. Markenzeichen: Er ist genau so dick. (Wieso müssen Ingenieure eigentlich immer fett sein? Ich kenn auch ein paar spindeldürre.) Unterwegs beschließt Iondru nach seinen wahren Erzeugern, vermutlich den Balduren, zu suchen. Und Liz darf mit. DAS klingt nach einem Aufbruch zu Spas, Abenteuern und echt fetzigen Sachen. Darauf fahr ich ab! Yeah!

Seite 23: Kapitel 3: Kataki. Jetzt kommt endlich Iondrus nächster Traum. Yeah, die Geschichte in der Geschichte. Das Schema kenn wir ja schon aus Band 28, aber es kommt immer noch gut rüber. Ist so ein Kapitel, das keine Unterbrechung duldet. Iondru – oder vielmehr sein Vorgänger – ist Seemann auf einem Schiff, das Treibgut sammelt. Der Kapitän heißt Okulta Gröde (sollte man mal analysieren...) und sie ist auf dem Titelbild abgebildet. Die Traumstory ist genau so simpel wie stark: Iondrus Vorgänger beobachtet ein grelles goldenes Licht, das heller als die Sonne den Himmel umspannt, Stunden später rollt eine Riesentsunami über das Schiff. Dazwischen gibts ein paar nicht ganz jugendfreie Szenen – zumindest, wenn man so eine Phantasie hat wie ich... Lechts.

Iondrus Vergänger stirbt (diesmal ersäuft er), eine golden Kugel nimmt ihn kurz auf, spu(c)kt ihn dann ohne Erinnerungen wieder aus. Ich mag das! Bin echt begeistert!

Seite 34: Kapitel 4: Köjen, der nach seinem “Tod” eigentlich Iondru ist, beobachtet etwas desorientiert – da ohne Erinnerungen – die Aufräumarbeiten. Er lernt sehr schnell, erfährt, dass er eine eigene Hütte besitzt und fühlt sich dort wohl. Nebenbei erfahren wir einiges über die Gesellschaftsform der Gujak. Es ist eine Art Matriarchat mit deutlich mehr Männern als Frauen.

Dann beobachtet Niek Köjen erneut ein goldenes Leuchten am Himmel über dem Meer. Er befürchtet, dass das Leuchten eine neue Monsterwelle ankündigt, kann aber niemand warnen. Es scheint keinen auch nur irgendwie zu belasten.

In der Nacht kommt dann tatsächlich eine neue Tsunami und verwüstet die Stadt erneut. Dann erst entschließt sich Okulta Nieks Vorschalg anzunehmen, den Südkontinent, von dem das Leuchten anscheinend kam, zu untersuchen.

Nach einer langen Verhandlung – von der wir aber zum Glück nur aus ihrer Erzählung erfahren – beschließt der Rat der Frauen eine Expedition zum Südkontinent zu schicken.

Seite 56: Kapitel 5: Zwei Schiffe werden umgebaut und für die lange Fahrt zum Südkontinent ausgerüstet. Da die Kapitäninnen der beiden Schiffe echte Konkurrentinnen sind, entwickelt sich die Expedition zum Wettrennen. Zwischendurch gibt es sogar einen Kampf mit einem Seeungeheuer! Megastark!

WOW! Die Story ist derart spannend, dass ich jedes mal total verblüfft bin, wenn schon wieder ein Kapitel zu Ende ist.

Nach 4 Tagen erreicht die RUN RUN den Südkontinent.

Seite 68: Kapitel 6: Weiter gehts auf der Erde im Dezember 2071. Iondru hat Liz gerade die vorigen beiden Kapitel seines Traums erzählt, und sie will – wie ich auch! - wissen, wie es weiter geht. Der Sprung zwischen der Traumebene und dem Roman, der damit automatisch zur Metaebene des Traums wurde, ist absolut genial und gelungen! Wahnsinn, ist das stark! Kurz zusammengefasst: Iondru will sich ein eigenes Kleinraumschiff beschaffen. YEAH! Wer hat DAVON noch nicht geträumt? Das ist so derart megastark, also wenn ich die Story nicht bereits gelesen hätte, hätt ich es nie geschafft, ausgerechnet hier zu unterbrechen, um ein paar Zeilen zu schreiben.

Jetzt kommt Rob Hawtin ins Spiel. Der durchgeknallte Ingenieur mit seinen ferngesteuerten Eisbären. Gigastark! Ha! Und er macht mit. So langsam aber sicher tauchen alle Leute auf, die man braucht, um Unmögliches zu schaffen. Saustark!

April 2071: Hawtin hat es fast geschafft, seine Gedankensteuerung so weit zu entwickeln, dass man sie patentieren und verkaufen kann. Es geht voran...

Seite 81: Kapitel 7: Kataki: Ha! Endlich geht die Geschichte in der Geschichte weiter. Muss schon sagen: Bei dem Band ist JEDES Kapitel megaspannend, und das Buch ist eine echter “Pageturner”. Da kann man einfach nicht aufhören weiter zu lesen. Und das so schnell wie möglich

Sie haben jetzt die Küste des Südkontinents erreicht: Hohe Klippen aus Kreidefelsen und massenhaft Treibgut. Aber sie finden einen primitiven Pier und Einbäume. In der Nähe des Piers auch eine Serpentine, die die Klippen hinauf führt. Dort lagern sie erst einmal.

In der Nacht taucht das Lichtphänomen erneut auf. 5 Besatzungsmitglieder sind tot, das Schiff ist schwer beschädigt, aber Niek und Okulta leben. Die Expedition ins Landesinnere geht weiter, und dort treffen sie auf kleinwüchsige Artgenossen. Es gibt einen kurzen “Abschreckungskampf”, dann findet Niek heraus, dass hier ein Patriarchat existiert.

Eine einfache Verständigung mit Zeichnungen an einer Tafel klappt, und wie es aussieht, will der Anführer der Eingeborenen die Gruppe morgen zur Quelle der Leuchterscheinungen bringen.

Seite 94: Kapitel 8: Nach einer Wanderung durch die verwüstete Gegend erreichen sie die “Kultstädte”: Einen goldenen Dorn. Der Dorn besteht aus einem sehr harten Material, das sich allen Versuchen widersetzt, eine Probe zu entnehmen.

Und dann taucht auch noch die rivalisierende Kapitänin auf...

Seite 103: Kapitel 9: Juni 2071 auf der Erde: Die ehemalige TSA Agentin Astrid hat inzwischen Nachforschungen bezüglich des Headhunters angestellt, der Hawtin überfallen hat und ist unter anderen auf einen Biologen und einen genialen Astronomen gestoßen – potentielle Besatzungsmitglieder für Iondrus geplante Expedition...

Nach langer Suche spürt Astrid den Headhunter in New York auf. Sein Versteck ist eine echte Ruine, und dort kommt es zum Kampf, den Astrid gewinnt. Schließlich entdeckt sie im Keller mehrere Tiefschlafkammern mit entführten Wissenschaftlern und Ingenieuren. Darauf hin verständigt sie die TSA – wegen zu groß für Iondrus Leute...

Seite 114: Kapitel 10: August 2071 auf der Erde: Astrid berichtet Bruder Lambert, was sie erlebt hat und erfährt, dass die Entführten inzwischen wieder wohlauf sind. Astrid will wieder für die TSA arbeiten. Hm. Schade eigentlich. Aber zumindest kann sie mit Lambert aushandeln, dass Iondru alles Wissen über die Balduren und aktuelle Sternkarten erhält.

Oktober 2071: Der Astronom glaubt, dass man mit den Sterndaten aus Iondrus Träumen vielleicht den Planeten finden kann.

August 2072: Iondrus Raumschiff ist endlich geliefert worden. Ein 120 Meter Diskus. Und wir erfahren, dass Liz ENDLICH den abschließenden Teil von Iondrus Traum ins Netz gestellt hat. Und hier kommt er:

Seite 123: Kapitel 11: Kataki: Es kommt zum Kampf der beiden rivalisierenden Gruppen. Und dann schweben plötzlich goldene Kugeln aus dem Boden, schließen die Leute teilweise ein und fliegen mit ihnen weg. Es erwischt auch Niek, und das überlebt er nicht.

Seite 128: Kapitel 12: September 2072, irgendwo im Weltraum: Die KATAKI mit Iondru, Liz, Hawtin und dem Astronomen Basinski fliegt in Richtung galaktisches Zentrum. Das gesuchte System mit dem Planeten Kataki liegt in der Nähe eines optischen Pulsars, den Iondru in seinem Traum gesehen hat und zur Navigation bei der Fahrt zum Südkontinent verwendet hatte.

Nach einigen Fehlschlägen entdecken sie tatsächlich den Planeten Kataki. Dort lösen die goldenen Nadeln einen neuen Tsunami aus, aber die inzwischen weiter entwickelten Schiffe der Gujak überstehen diesen. Auf einem der Schiffe fährt Okulta , inzwischen deutlich gealtert, mit ihrer Tochter, die irgendwie auch Iondrus Tochter ist. Da Iondru die beiden als “seine” Familie betrachtet wird ihm klar, dass Ren Dhark im Bezug auf ihn ebenso empfindet.

Iondru und Liz wollen “maskiert” den Planeten besuchen, sich ein wenig umsehen...

Seite 140: Kapitel 13: Die beiden landen mit der KATAKI auf Kataki in einem Kornfeld, das Schiff startet wieder und hinterlässt den für UFOs typischen Kornkreis. Iondru und Liz schleichen zu den Zugschienen, um auf einen Güterzug aufzuspringen.

In der Stadt stellen sie fest, dass sich alles sehr schnell und zum Besseren weiter entwickelt hat. Dann werden sie von der KATAKI gerufen, sollen zurück kommen, weil Hawtin und Basinski etwas wichtiges entdeckt haben.

Der Planet ist künstlich! Eine planetengroße goldene Kugel, umzogen von einer dünnen natürlichen Kruste. Vergleiche mit den Daten aus der POINT-OF-Stiftung zeigen, dass das nur eines der Planetenschiffe der Balduren sein kann. Am Südpol entdecken sie ein viele 10 Kilometer tiefes Loch und daneben einen schwarzen Würfel, vermutlich ein Raumschiff. Also landen sie dort, um sich das ganze mal näher anzusehen.

Iondru beschließt, mit der KATAKI durch den Schacht nach unten zu fliegen.

Seite 158: Kapitel 14: Das Schiff fliegt durch den Schacht, an Felswänden entlang, bis es in den Bereich des goldenen Materials kommt. Das scheint ebenfalls von außen aufgeschmolzen worden zu sein. Darunter liegt ein riesiger Hohlraum. Sie landen auf dessen Grund.

Als Iondru den Boden betritt, fängt dieser plötzlich an zu leuchten. Der Hohlraum ist – nein war – eine Maschinenhalle, wurde aber ausgeschlachtet. In einiger Entfernung scheint es einen Ausgang zu geben, und den wollen sich die 3 (Iondru, Liz und Hawtin) mit dem Gleiter ansehen.

Während sie mit dem Gleiter eine Halle nach der anderen durchfliegen, meldet sich eine Gedankenstimme in Iondrus Gehirn. Und sie teilt Iondru mit, dass ein Lebewesen in den Planetenraumer eingedrungen sei, das mit seinen Aktivitäten das Leben auf der Oberfläche gefährdet, und deshalb unschädlich gemacht werden muss.

Seite 175: Kapitel 15: Die KI des Planetenraumers schickt die drei per Transmitter an den Ort, an sich der Eindringling eingenistet haben soll. Er ist jedoch gerade (zum Glück!) außer Haus. Der Raum ist ausgestattet mit Teppichen, bunten Tüchern, Regalen voll exotischem Tand und so weiter...

Der Fremde ist ein Hexakotatekl. Ein extrem mieser Typ, der so nebenbei den Astronomen der KATAKI entführt, köpft und seiner “Sammlung” zufügen will. Nach einem kurzen Kampf klaut er von Hawtim den Gedankensteuerungshelm, was sich als schwerer Fehler herausstellt: Die KI sendet einen speziellen Impuls, und der Helm grillt das Gehirn des Banditen.

Die KI wirft anschließend unsere Freunde heraus, gibt Iondru aber ein goldenes Artefakt mit, dessen Sinn vollkommen unklar ist.

Seite 192: Nein! – Doch! - Oh. (Ende)

1Wahnsinn? Schon aus? Das schreit doch nach einer Fortsetzung. Und zwar jetzt und sofort!

Fazit: Es fühlt sich an wie eins von den ersten Ren Dhark Heften und ist gleichzeitig etwas total Neues. Spannungsgetrieben, schnell, ohne Lückenfüller. Dazu der formale Aufbau – mit der Traumgeschichte und und und – der einen schon vorahnen lässt, wie es weiter geht. Trotzdem schafft es Jan Gardemann am Laufenden Band Spannung zu erzeugen, weil es eben NICHT so abläuft, wie man es erwartet, und das löst bei mir andauernd das Gefühl aus, ich hätte noch irrsinnig viel Text zu lesen, aber dann ist der Roman plötzlich zu Ende. Stellenweise erinnerten mich die Stories an den Seewolf von Jack London. Und da ist mir Eins klar: DAS geht weiter! Das schreit nach Fortsetzung! Und genau die würd ich am liebsten sofort (Und zwar jetzt!) lesen. Die Geschichte hat das Potential der ersten Ren Dhark Hefte. Da ist ganz klar, da kommt noch mehr. Viel mehr!

Kritik: Die “Kometen” sind keine, sondern Sternschnuppen und Meteore. Sonst passt alles.

Schalom, Schlomo

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