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Derrick und seine Fälle: Folge 111 - Manuels Pflegerin

Derrick und seine FälleFolge 111
Manuels Pflegerin
 
Dr. Jochen Masilke kam mit dem Zug aus Jülich. Drei Wochen wollte er in München Urlaub machen, eingeladen von seinem Freund Dr. Rohm. Der hatte ihn am Bahnsteig erwartet und in ein kleines Hotel gefahren. Sie verabredeten, dass er seinen Gast in zwei Stunden von dort abholen würde. Masilke, so die Ermittlungen der Mordkommission, hat nicht mehr lange gelebt. Noch während er damit beschäftigt war, seinen Koffer auszupacken, hatte sich sein Mörder Zutritt zu seinem Zimmer verschafft - mit einem raffinierten Trick, wie Oberinspektor Derrick vermutet. Denn der Portier erinnert sich eines Postboten mit einem Einschreiben für ihn. Nachforschungen bei der Post bestätigen sehr schnell Derricks Befürchtung: Kein Brief für Dr. Masilke! Ganz offensichtlich war der Anschlag von langer Hand vorbereitet. Doch weit und breit kein Motiv für den Mord an dem pensionierten Hochfrequenztechniker, der ohne Familie war und zurückgezogen in Jülich lebte. (1)

Susanne Uhlen heuteReinecker entwickelte mit dieser Folge wieder mal einen geschickt gestrickten Fall. Leider gibt es einige Lücken, besonders in der Logik, was sich im Übrigen wie ein roter Faden durch die gesamte Serie zieht. Warum - zum Beispiel - hat sich Dr. Masilke in einem Hotel eingemietet, wo er doch von seinem Freund eingeladen wurde und dieser ein großes Haus zur Verfügung hat? Das hätte man besser erklären müssen. Ansonsten ist der Fall durchweg spannend. Ein Mord ohne Motiv ist immer interessant, da man nie vorhersehen kann, wie es wohl ausgeht, und wer der Mörder ist.

Als Motiv hat sich Reinecker diesmal eine kleine Industriespionage-Geschichte zurechtgelegt, und Susanne Uhlen darf man in der Rolle einer geheimen Doppelagentin erleben. Eine harte Nuss für Derrick, der doch sonst oft nur mit emotional motivierten Morden zu tun hat.

Günther Schramm (Assistent beim Kommissar) hat einmal in einem Interview erwähnt, dass er Reinecker beim Schreiben hin und wieder über die Schulter schaute. "Liest sich toll", hat er einige Male zu Reinecker gesagt. "Wie geht das weiter?" Daraufhin Reinecker: "Du, ich habe keinen blassen Schimmer. Die Geschichte entwickelt sich beim Schreiben von ganz alleine". Genauso denkt man auch, wenn man einige Folgen sieht. Schnelle Wendungen im Film deuten auf Gedankensprünge beim Schreiben hin.
 
 
 
Darsteller: Horst Tappert, Fritz Wepper, Willy Schäfer, Herbert Fleischmann, Sascha Hehn, Susanne Uhlen, Carl Lange, Joachim Höppner und andere

Regie: Helmuth Ashley, Buch: Herbert Reinecker, Titelmusik: Les Humphries, Musik: Frank Duval,Produzent: Helmut Ringelmann.Eine Produktion der Telenova Film und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Erstausstrahlung: 02.03.1984 (ZDF)

Diese Folge ist enthalten auf Die Derrick Collector's Box Vol. 7
MORE Home Entertainment GmbH & Co. KG 2009


(1) Quelle: ZDF

Kommentare  

#1 daniel 2013-11-17 12:01
Das Gästezimmer ist bereits belegt mit der Pflegerin.
#2 G. Walt 2013-11-17 14:56
In dem Riesenhaus - nur ein Gästezimmer?
#3 daniel 2013-11-24 23:23
Ändert jedenmfalls nichts daran das er nicht ankommen darf, der Mord hätte dann eben im Zug passieren müssen, oder bei der Abreise.
:)

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