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SOLOMON KANE

Solomon KaneSOLOMON KANE

Irgendwo in Nordafrika im Jahr 1600. Solomon Kane, der gold- und mordgierige Pirat und Abenteurer im Dienst der Königin Elisabeth, stürmt mit seinen Halsabschneidern zu Beginn des Films eine Festung der Ungläubigen und massakriert alle Verteidiger. Es ist dabei schon etwas seltsam mit anzusehen, wie Kane mit zwei Schwertern bewaffnet die moslemischen Krieger anscheinend im Alleingang niedermetzelt. Nachdem alle Feinde getötet worden sind, dringen Kane und seine Mannen ins Innere der Festung vor, wo sie in einen großen Raum gelangen, der von magischen Spiegeln bewacht wird. In diesen magischen Gebilden wohnen Dämonen, die alle Männer Kanes töten.


Solomon KaneKane dringt währenddessen allein in den Thronsaal, der eigentlichen Schatzkammer  der Festung, vor und wird dort mit dem Todesengel des Teufels konfrontiert, der wegen Kanes vieler Untaten dessen Seele fordert. Doch der  Abenteurer überlebt den Zweikampf, indem er aus dem Fenster Thronsaals springt.

Ein Jahr nach diesen Ereignissen hat sich Solomon Kane in ein Kloster in England zurückgezogen und hat der Gewalt gänzlich abgeschworen. Aus dem goldgierigen Piraten, der über Leichen gegangen ist, ist anscheinend ein Pazifist geworden. Doch Kane muss das Kloster verlassen und begibt sich in seine alte Heimat, um dort sein Erbe anzutreten.
Auf seiner Wanderschaft wird der Zuschauer mit einem Land konfrontiert, dass eher einem Land des Mittelalters ähnelt, dass im Chaos versunken ist, als dem England König Elisabeths. Kane wird auf einem Weg von drei Räubern überfallen. Und da er zum Pazifisten avanciert ist, wehrt er sich nicht und wird stattdessen Bewusstlos geprügelt, wird aber von der Familie Crowthorn gefunden, die nach Amerika auswandern will,  die ihn wieder gesundpflegt.

Zwischendurch wird der Zuschauer mit  einigen Rückblenden aus der Vergangenheit des Abenteurers konfrontiert, die davon erzählen, wie Kanes Vater ihn als jungen Mann zwingen wollte Priester zu werden, da sein älterer Bruder den gesamten Familinbesitz erbt. Doch Solomon Kane lehnte sich gegen seinen Vater auf und verließ seine Familie, um sein Glück in der Fremde zu machen. In einer weiteren Rückblende kommt es zwischen ihm und seinen ekelhaften und bösen Bruder zum Streit in dessen Verlauf dieser die Klippe herunterstürzt.

Pete Postlethwaite und James Purefoy

Während Kane mit der Familie weiter durch das Land zieht, wird es immer abstruser. Neben einer Konfrontation mit einer Hexe, scheint das Land von dämonischen Kräften beherrscht zu sein, die sich auf dem Besitz von Kanes Familie breitgemacht haben. Anführer dieser dämonischen Kräfte ist der Magier Malachi und ein seltsamer maskierter und dämonischer Reiter, der seine Kämpfer in Besessene verwandelt, die die Bewohner ganzer Dörfer einfangen.
Nach der Begegnung mit der Hexe wird auch die Familie Crowthorn von diesen besessenen Kämpfern angegriffen. Selbst als Samuel, der jüngste Sohn mit dem Messer bedroht wird, will Kane nicht kämpfen, sondern versucht mit den Besessenen zu diskutieren und ihn davon zu überzeugen, dem Jungen nichts anzutun. Doch das Reden nützt nichts und der Besessene schneidet Samuel die Kehle durch.
Erst durch die Ermordung des Jungen entscheidet sich Solomon Kane zum Kampf. Dabei kommen aber nicht nur William Crowthorn und sein ältester Sohn Edward ums Leben, sondern auch Meredith, die Tochter, wird von den Besessenen entführt.

Dem Sterbenden William und seiner Frau, die neben ihrer Tochter als einzige überlebt hat, gelobt Kane Meredith zurückzubringen, um seine Seele vor dem Teufel zu retten.
Kane gelangt danach in eine größere Ortschaft, die aber ebenfalls von den Besessenen angegriffen wird. Der Abenteurer wird daraufhin mit einigen anderen ans Kreuz geschlagen, wird aber von bewaffneten Rebellen gerettet, die sich gegen die Herrschaft des maskierten Reiters und dem Magier Malachi auflehnen.
Mit diesen Männern zusammen stürmt er den ehemaligen Landsitz seiner Familie und entdeckt in einen der  Kerker des Gutes seinen Vater, der an magischen Ketten gefesselt ist, von dem er erfährt, dass sein Bruder den Sturz von der Klippe schwer verletzt überlebt hat. Von dem Magier Malachi wurde er in ein untotes und dämonischen Wesen verwandelt.
Zum Ende des Films kommt es schließlich zum Kampf zwischen seinem Bruder, in dessen Verlauf er auch den Magier Malachi tötet und sogar das Auftauchen eines Dämons überlebt. Zudem gelingt es ihm Meredith zu retten und rettet so seine Seele.

SzenenfotoVermutlich wollte der Regisseur und Drehbuchautor Michael J. Bassett mit „SOLOMON KANE“ (aus welchen Gründen auch immer) eine Art Vorgeschichte bzw. Entstehungsgeschichte des Abenteurers drehen. Dabei hat er sich aber leider ins eigene Fleisch geschnitten. Denn was die Handlung betrifft, bietet der Film leider nicht viel Neues. Sie ist vorhersehbar, zudem ohne Tiefgang und plätschert mehr oder minder  dahin. Zudem fehlt es ihr an überraschenden Wendungen sowie originellere Ideen, die die Handlung mehr vorangebracht hätte.

All das hätte sich Michael J. Bassett ersparen können, hätte er aus den Originalgeschichten geschöpft. Zudem wäre es dem Film sehr zugute gekommen, hätte sich der Regisseur auch ein bisschen mehr an der Originalfigur von Robert E. Howard orientiert. Aus den puritanischen und degenschwingenden Abenteurer des 16. Jahrhunderts ist im Film ein gold- und mordgieriger Pirat geworden, der durch die Begegnung mit dem Todesengel des Teufels der Gewalt abschwört, aber dann doch wieder zum Schwert greift.

Auch kommt eine wirkliche Solomon Kane-Stimmung im gesamten Film nicht auf. Erst am Ende des Films, wenn der Abenteurer sein Pferd besteigt und daraufhin der Abspann folgt, in dem Solomon Kane gegen diverse Gegner Mann gegen Mann kämpft, hat man das Gefühl den echten Abenteurer, den Robert E. Howard erschafften hat, vor sich zu haben. Leider viel zu spät.

Auch die Bösewichte und ihre Helfer bleiben während des gesamten Film mehr als farblos und sehen aus - allen voran der Magier Malachi - als wären sie Überbleibsel aus einem Conan-Film mit Arnold Schwarzenegger. Sie wirken weder wirklich bedrohlich (allen voran der Magier Malachi) und sind auch keine richtigen Gegner für Solomon Kane

Man hätte aus dem Solomon Kane-Stoff weit mehr herausholen können, als es Michael J. Bassett vollbracht hat. Was bleibt ist der bittere Nachgeschmack nicht nur eines Fans von Robert E. Howards, sondern auch eines Fans des phantastischen Films über eine Handlung, die einfach nicht überzeugen konnte.

Einzig und allein JAMES PUREFOY in der Rolle des Titelhelden sowie dem Schauspieler PETE POSTLEWAITE können durch ihre Darstellungen  überzeugen und heben den Film „SOLOMON KANE“ dadurch über den Durchschnitt .

Da kann man nur hoffen, dass die Macher der neuen CONAN-Verfilmung sowie der KULL-Verfilmung ein weit glücklicheres Händchen als Michael J. Bassett besitzen, um die Stoffe richtig auszureizen.

Solomon Kane
SOLOMON KANE
England, Frankreich, Tschechoslowakei  2009

Regisseur und Drehbuch: Michael J. Bassett

DARSTELLER
James Purefoy  als Solomon Kane
Rachel Hurd-Wood als Meredith Crowthorn
Pete Postlethwaite als  William Crowthorn
Alice Krige als Katherine Crowthorn
Patrick Hurd-Wood als Samuel Crowthorn
Anthony Wilks als Edward Crowthorn
Max von Sydow als Josiah Kane
Jason Flemyng als Malachi
Samuel Roukin als Marcus Kane

Format: Dolby, DTS, PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (DTS 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Paramount Home Entertainment
Ab 16 Jahren
Laufzeit: ca. 103 Minuten

Erscheinungstermin: 7. Oktober 2010

Kommentare  

#16 Friedhelm 2010-10-09 13:09
Und der neue Conan, Jason Momoa ist, wenn man so will, ein "ganz normaler muskulöser Mann". Die
Zeiten, in denen Männer mit Arnie-Muskeln das Kino rockten sind wohl auch vorbei, Thanks God...

Momoa wird aber schon als "No Go" abgeurteilt. Es gibt tatsächlich Leute, die ihn als "zu schmächtig" empfinden. Wahrscheinlich die ewigen Arnie-Nachhänger...
#17 Lefti 2010-10-09 13:47
Zitat:
#11 Valerius
2010-10-0809:28:51
...Wie auch alle übrigen Werke von Howard. Und für mich als Robert E. Howard-Fan war der Film eine Enttäuschung.
Da ging es Dir wie mir, damals, als die Conan-Filme mit Schwarzenegger Arnold erschienen. Arnie macht als Conan echt keine schlechte Figur. Seine schauspielerischen Fähigkeiten waren damals so tumb - einfach perfekt für die Barbarenrolle. Aber das ganze Drumherum, was sich Dino De Laurentiis mit den Filmen geleistet hat war, bzw. ist eine Vergewaltigung von Robert E. Howards Conan-Werk.
Bei dem Gedanken an Conan schweben mir jahrtausende alte, nebelverhangene Urwälder, Dschungel und Sümpfe mit Flugechsen und Riesenaffen im Kopf herum. Und was war im Film zu sehen: Steppe und Steinwüste, Steppe und Steinwüste... :-(

Zitat:
#15 Valerius:
Apropos Schwarzenegger & Co. Also ich muss nicht unbedingt einen Bodybuilder-Typ als Titelheld auf der Kinoleinwand sehen. Was sowieso vollkommen unlogisch ist. Denn keiner der Barbaren hatte solche Muskeln. Sie waren vermutlich ganz normale muskulöse Männer.
Ich stelle mir Barbaren, gerade Conan, so vor, wie Frazetta sie gezeichnet hat. Mit seinen Bildern konnte er perfekt die Stimmung einfangen, die Robert E, Howard in seinen Werken beschrieb. Eine perfekte Ergänzung. Daher war Arnold als Conan die beste und einzige Wahl. Nur Dino De Laurentiis als Produzent war ein Griff ins Klo. :o :-x :cry:

Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Robert E. Howard gar nicht so unbekannt ist. Jedem, der sich für Fantasy interessiert, egal ob Leser, Filme-Kucker oder Rollenspieler, dürfte Robert E. Howard ein Begriff sein. Sogar H.P. Lovecraft-Leser kennen Rober E. Howard, da beide Schriftsteller befreundet waren, wie wir alle wissen.
#18 Mainstream 2010-10-09 20:59
-
#16 Friedhelm
Zitat:
Es gibt tatsächlich Leute, die ihn als "zu schmächtig" empfinden. Wahrscheinlich die ewigen Arnie-Nachhänger?
#17 Lefti
Zitat:
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Robert E. Howard gar nicht so unbekannt ist.
Beide Aussagen sind für mich wirklich interessant, weil
sie sich meines Erachtens ein widersprüchlich zu einander
verhalten. CONAN wird für den Großteil der Zuschauer
immer Herr Schwarzenegger sein. Das Howard bekannt
ist, steht außer Frage. Aber er würde nicht der Name sein,
mit dem Mann einen SOLOMON KANE bewirbt. Wäre
auch eine Schande, wie vergleichenden Ausführungen
in den Kommentaren hier verdeutlichen. Der Name wird
sicherlich bei CONAN aufgeführt, aber auch da sind die
Fanboys wirklich nicht für das Einspielergebnis relevant.
Es ist eindeutig ein Remake der Schwarzenegger-Filme
und kein 'reimagining' des Howard-Stoffes.

Für sich, war SOLOMON KANE ein sehr unterhaltsamer
Film, den ich gerne fortgesetzt sähe. Gerade wenn die
Macher sich mehr dem Ursprung annähern würden.

Eins sei mir aber noch angemerkt, Ingo Löchel. Wenn
jemand so eine Besprechung verfasst und den Film aber
dennoch dreimal gesehen hat, dann macht mir das Angst.
#19 Harantor 2010-10-09 21:49
@Mainstream. Du wirst immer wieder die unterschiedlichsten Ansichten zu Filmen finden. Die Sichtweise Ingos finde ich etwas puristisch,a ber durchaus legitim
#20 Valerius 2010-10-10 12:14
Mainstream. Ich denke, man muss auch die Meinungen anderer akzeptieren. Die Leute, die anderer Meinung sind, können ja nicht dafür, dass Du auf dem Fantasy-Festival einen schlechten Platz erwischt hast.
Und auch wenn ich mir den Film SOLOMON KANE 10mal oder mehr anschaue, bleibt mein Urteil bestehen, das die Verfilmung nicht das Gelbe vom Ei ist und war. Und sollte es weitere Kane-Verfilmungen geben, dann müssen sich die Macher aber noch gewaltig anstrengen.
Und die Frage sollte schon gestattet sein, warum der Film in vielen Ländern gar nicht ins Kino gekommen ist und wo er angelaufen ist, nur sehr magere Einspielergebnisse erreicht hat. In England z. B. seit Februar mal gerade 1,2 Millionen Pfund.

Nach über 30 Jahren als Filmfan machen mir nur Leute Angst, die ständig versuchen andere zu bekehren und nicht deren Meinung akzeptieren können oder wollen. Geschmäcker sind halt verschieden, Mainstream, das muss man einfach aktezptieren.
#21 Mainstream 2010-10-10 20:39
-
Valerius, durchaus kann und muss ich die Meinung anderer akzeptieren.
Du siehst das sicherlich anders, weil ich dich persönlich angegriffen habe.
Als Rezensent musst Du dir das allerdings gefallen lassen, als Person
in den Kommentaren weniger.

In dem Artikel bringst Du deine sehr persönliche Meinung ein, die dir
Wohl keiner nehmen kann, aber ich antworte mit meiner ganz persönlichen
Ansicht, die Du mir als toleranter Mensch sicherlich auch nicht nehmen
möchtest.

Aber mal ehrlich, und das meine ich wirklich so, mich würde interessieren,
warum Du den Film drei Mal angesehen hast, obwohl er kaum Eindruck
auf dich gemacht hat.

Zitat:
Nach über 30 Jahren als Filmfan machen mir nur Leute Angst, die ständig versuchen andere zu bekehren und nicht deren Meinung akzeptieren können oder wollen.
Das ist natürlich auf mich bezogen, und dieser Meinung möchte ich gerne
entgegen wirken. Welche Äußerungen von mir haben dich zu dieser Aussage
kommen lassen? Ich werde diese dann umgehend erläutern, wenn ich mich
tatsächlich so missverständlich ausgedrückt habe.
So etwas will man ja aus der Welt schaffen.
-
#22 Larandil 2010-10-10 22:52
Zitat:

Nach über 30 Jahren als Filmfan machen mir nur Leute Angst, die ständig versuchen andere zu bekehren und nicht deren Meinung akzeptieren können oder wollen.
Tja ... ich persönlich fand "Firefly" gaaanz toll und leider viel zu kurzlebig. Eine wirklich gute Freundin von mir weigert sich jedoch standhaft bis auf den heutigen Tag, auch nur eine Episode anzuschauen, weil j25s Whedon "Buffy" abgegeben hat, um "Firefly" machen zu können.
Ich finde, da entgeht ihr etwas wirklich Sehenswertes. Aber sie läßt nicht mit sich reden ...
#23 Valerius 2010-10-11 12:16
Das würde ich nicht so sagen. Eindruck hat der Film "Solomon Kane" schon hinterlassen, aber wenn man einen Film rezensiert, dann schaue ich ihn mir schon mehrmal hintereinander ab. Natürlich nicht direkt danach, sondern da sind schon einige Tage dazwischen.
Einen sehr positiven Eindruck hat der Schauspieler Purefoy hinterlassen. Ansonsten wundere ich mich.
immer, warum die Filmemacher immer so gute Vorlagen bei der Umsetzung verhunzen. Und wie gesagt, die echte Solomon Kane-Stimmung kam erst zum Ende des Films auf. Hätte man das am Anfang gesetzt und eine wirklich gutes Drehbuch entwickelt, dann wäre aus dem Film ein wirkliches Highlight geworden.
Also ich persönlich toleriere jede Art Meinung. Dir hat der Film gut gefallen, dann ist es doch Okay. Das akzeptiere ich ohne wenn und aber. Aber irgendwie habe ich bei Dir zwischen den Zeilen gelesen, dass das von Deiner Seite - auch bezüglich auf die Rezi - nicht der Fall gewesen ist. Aber ich kann mich natürlich auch täuschen.
#24 Larandil 2010-10-11 13:05
Wenn man es mal ganz nüchtern betrachtet, ist der Solomon Kane der Howard-Geschichten ein "Vigilant", also ein Vertreter der Selbstjustiz. Der Punisher des elisabethanischen Zeitalters, sozusagen.
Wahrscheinlich hat man ihm deshalb im Film diesen Vorbau verpaßt von wegen "Deine Seele ist verdammt!" - "Au weia. Ich will auch nie wieder ... " - weil es sich für die heutige westeuropäische Moralvorstellung nicht gehört, daß ein Mann aufsteht und das Recht in die eigenen Hände nimmt. Nicht ohne höheren Auftrag. Wo kämen wir denn da hin, wenn "V wie Vendetta" Schule machte und jeder zweite Deutsche den Kohlhaas geben wollte?
Meiner Ansicht nach hätte man den Piratenüberfall zu Filmbeginn von einem anderen, einflußreichen Kapitän führen lassen sollen, und Solomon Kane hätte sich ihm - oder Teilen der Mannschaft - beim Ausplündern und Foltern von Frauen und Kindern in den Weg stellen sollen mit den Worten: "Das ist nicht recht vor Gott!", um ihn dann im Schwertkampf zu töten.
Und dann wäre er eben als Ausgestoßener nach Hause zurückgekehrt, anstatt erst mal im Kloster sich selbst zu verleugnen.
#25 Friedhelm 2010-10-11 14:29
Jo, Leute, ich bin seit satten 40 Jahren Filmfan und neige selber gerne dazu, den "Lehrmeister" zu machen. Irgendwie kann ich Mainstream da schon verstehen (teuflisches Grinsen...), weil man ja "seine Erfahrungen" aus diesen Jahren "weitergeben" möchte. Da kann es schon einmal vorkommen, dass die Meinungen anderer nicht so gerne als angenommen werden.
Also, ich lasse mich immer wieder gerne überzeugen, und ich denke, bei Mainstream wird's dann auch nicht anders sein.
Letztendlich sind wir alle Filmfreunde, und jeder weiss etwas, das er anderen näher bringen kann.

Vielleicht hilft da ein bisserl "Arroganz". Ich jedenfalls bin so frei, denn Kritik, egal von wem, ist irgendwie zum grössten Teil eine recht subjektive Sache.
Ich muss ja auch damit klar kommen, dass meine Schreibe hier vielleicht nicht sooo gut an kommt..
Also, wat solls, seht die Sache nicht zuuu eng..
#26 Mainstream 2010-10-13 09:19
-
Um diese Anregende Diskussion zu einem vernünftigen Ende zu
führen, möchte ich nochmal auf den interessanten Einwurf
eingehen, das es wohl seinen Grund haben würde, das SOLOMON
KANE nicht in die Kinos kam. Die Qualität des Filmes spielt
dabei nicht die geringste Rolle.

Miramax hat zwei fertige Filme an der Startlinie. Doch weil die
Filmfirma wieder einmal zum Verkauf ansteht, und erst alles Rechtliche
bis zur Unkenntlichkeit abgeklärt werden muss, werden sich die Starts
der Filme auf unbestimmte Zeit verschieben.

Da ist THE DEBT mit Sam Worthington, Helen Mirren, Ciaran Hinds
und Tom Wilkinson. Geschrieben von KICK ASS und STARDUST
Autor / Regisseur Matthew Vaughn. Regie führte SHAKESPEARE
IN LOVE Regisseur John Madden.
DON't BE AFRAID OF THE DARK produziert und geschrieben von
Guillermo Del Toro, ist mit Katie Holmes und Guy Pearce besetzt.
Die Filme sollten im Dezember und Januar anlaufen.

Hört sich nicht gerade nach Filmen an, die man ohne Umweg in die
DVD-Regale stellen wollte. Könnte aber durchaus passieren, wenn sich
Irgendwie, irgendwo in diversen Verträge Klauseln auftun, die durch
den Verkauf von Miramax an Colony Capital wirksam werden.

Ein sehr unschönes, aktuelles Beispiel, das demonstriert, das die
Qualität eines Filmes nicht das Geringste mit einer Kinoauswertung
zu tun hat. Sehr trauriger Fakt der Geldmaschinerie.

Und das war jetzt kein Plädoyer für SOLOMON KANE im Kino. Nur
ein kleiner Ausflug in die Verschrobenheit des Systems.
-

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