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PRINCE OF PERSIA

Kino mit Ingo

PRINCE OF PERSIA

Persien im sechsten Jahrhundert. Mit Weisheit und Güte herrscht Sharaman (RONALD PICKUP) über sein Königreich. In ferner Zukunft sollen Prinz Tus (RICHARD COYLE) und sein jüngerer Bruder Prinz Garsiv (TOBY KEBBELL) Sharamans Erbe antreten. Doch eines Tages erhält die königliche Familie überraschend Zuwachs. Vom beherzten und mutigen Einsatz des jungen Dastan begeistert, der bei seiner akrobatischen Flucht über Mauern und Dächer eine Schar Krieger zum Narren hält, nimmt der König den Jungen von der Straße als Adoptivsohn in seine Familie auf.


Nizam (Ben KIngsley) Viele Jahre später ist aus Dastan (JAKE GYLLENHAAL) ein verwegener Draufgänger geworden, der als persischer Prinz von seinen Brüdern akzeptiert, wenn auch als Mann noch immer nicht ernst genommen wird. Dastans erste schwere Prüfung kommt, als seine Brüder und sein Onkel Nizam (SIR BEN KINGSLEY) mit dem königlichen Heer nach Alamut ziehen - eine Stadt, die König Sharaman bisher als heilig und unantastbar betrachtete, die jetzt aber, den Berichten von Spionen zufolge, im Verdacht steht, Waffen an die Feinde des Königs zu liefern.
Obwohl Prinz Tus die Gebote seines Vaters kennt und deshalb - wie auch sein Bruder Dastan - Alamut verschonen will, lässt er sich vom aufbrausenden Garsiv zu einer fatalen Entscheidung überreden.
So führt Garsiv das königliche Heer in einem verlustreichen Frontalangriff gegen die befestigte Stadt, während Dastan alle Befehle missachtet. Weit entfernt vom Zentrum der Attacke überwindet er unbemerkt und mit akrobatischer Körperbeherrschung die Stadtmauer, springt über Dächer, Mauern und die Köpfe der feindlichen, ihn unter Beschuss nehmenden Krieger hinweg und öffnet schließlich das Osttor. Mit diesem Sieg der List über die Kraft ermöglicht er den Einzug des Heers und besiegelt die Niederlage Alamuts.
Als die feindlichen Truppen in die Stadt einfallen, versucht Prinzessin Tamina (GEMMA ARTERTON) den größten Schatz Alamuts, ein Geschenk der Götter, in Sicherheit zu bringen. Einer ihrer Krieger soll mit dem Dolch, der in seinem gläsernen Griff ein großes Geheimnis birgt, aus der Stadt fliehen.
Aber der unerschrockene Dastan holt den Reiter mit einem verblüffenden Sprung vom Pferd und gelangt so in den Besitz des Dolches. Doch noch kennt der Prinz die Kräfte dieser Waffe nicht, die Leben retten, aber auch das ganze Reich vernichten könnte.
Als der König in Alamut eintrifft und seine Söhne, verärgert über sein gebrochenes Gebot, zur Rede stellt, gibt Prinz Tus seinem Vater ein Versprechen: Er will den Beweis für den Verrat Alamuts erbringen und als Geste der Versöhnung Tamina zur Frau nehmen. Von der Umsicht Dastans bei der Rettung unzähliger Menschenleben besänftigt, macht Sharaman einen Gegenvorschlag: Nicht Tus, der schon mehrere Frauen hat, sondern Dastan soll die schöne Prinzessin heiraten.
Gerührt schenkt Dastan dem König eine prächtige Robe, die ihm Tus zu diesem Zweck überlassen hatte. Doch diese bringt Sharaman kein Glück, sondern, weil sie in Gift getränkt ist, den Tod. Eifersüchtig auf die Anerkennung, die sein Adoptivbruder erhält, und geschockt vom grausamen Sterben des Vaters, beschuldigt Garsiv Dastan des Mordes und hetzt umgehend die Wachen auf ihn.
Im Chaos der sich überstürzenden Ereignisse ergreifen Tamina und Dastan die Flucht und lassen Alamut sowie die Verfolger schnell hinter sich. Als sie in der Wüste zur Ruhe kommen, gibt sich Tamina unerwartet friedlich und verführerisch. Doch ihr Interesse gilt nicht dem Eroberer, den sie verachtet, sondern ihrem Dolch, den er jetzt trägt. Im Kampf um das einzigartige Stück berührt Dastan zufällig den Knopf am gläsernen Schaft.
Plötzlich setzt aus dem Griff gestreuter Sand alle Naturgesetze außer Kraft und die Zeit dreht sich für einige Momente rückwärts. Verblüfft beobachtet Dastan, wie sich das Phänomen durch Druck auf den Griff wiederholen und schließlich so kontrollieren lässt, dass er Taminas Plan, den Dolch zu stehlen, voraussehen und verhindern kann.
Obwohl nur dem Träger des Dolches die von ihm ausgelöste Manipulation der Zeit bewusst ist, erkennt Tamina an Dastans Verhalten, dass er das Geheimnis des Dolches entdeckt hat. Eindringlich warnt sie den Prinzen vor dem magischen Sand der Zeit, der nicht in die falschen Hände fallen und niemals länger als eine Minute in die Vergangenheit zurückführen dürfe.
Denn einen Missbrauch ihres Geschenks würden die Götter mit einer fürchterlichen Bestrafung der Menschen ahnden. Weil sich aber Dastan nicht für mögliche Konsequenzen zu interessieren scheint, beschimpft Tamina ihn als verwöhnten und verzogenen Königssohn. Bis Dastan ihr die Wahrheit über seine Herkunft erzählt und damit Frieden einkehrt. Für einige Stunden zumindest.
Als sie das Tal der Sklaven erreichen, überlistet Tamina den Prinzen und schlägt ihn nieder. Doch die Freude über ihre Flucht und den zurückeroberten Dolch währt nur kurz. Scheich Amar (ALFRED MOLINA) und sein Messer werfender afrikanischer Leibwächter Seso (STEVE TOUSSAINT) holen Tamina ein.
Nun ist sie als Gegenleistung für Dastans Rettung Amars Sklavin und der Dolch damit wieder in Dastans Besitz. Wieder kommt es zum Streit zwischen der schönen, selbstbewussten Prinzessin, die seit vielen Jahren mit anderen Wächtern eines heiligen Bundes das Geheimnis des magischen Sands schützt, und dem furchtlosen, aber auch respektlosen Prinzen, der keine Gefahr wirklich ernst zu nehmen scheint. Die Ereignisse überstürzen sich und die Rollen von Freund und Feind werden neu verteilt.
Bei einem von Amar veranstalteten Straußenrennen gibt der schlitzohrige Scheich zu erkennen, dass er an dem ungewöhnlichen Dolch, aber auch an der auf Dastan ausgesetzten Belohnung interessiert ist. Wieder bleibt dem streitenden Paar nur die gemeinsame Flucht, die sie nun nach Avrat, zum Begräbnis des Königs, führt.
Auf einem geheimen Treffen mit seinem Onkel enthüllt Dastan seinen Verdacht, von wem und aus welchen Gründen Sharaman wirklich ermordet wurde. Immer ging es dem Täter nur um den Dolch und die Möglichkeit, mit der Vergangenheit auch die eigene Zukunft zu verändern.
Wie sehr er sich zumindest in einem Punkt täuschte, erkennt Dastan, als ein von ihm bewunderter Vertrauter sein wahres Gesicht zeigt. Während die Brüder immer noch Dastan für den Mörder ihres Vaters halten, werden der Prinz und Tamina von einem machthungrigen Intriganten und seinen unheimlichen Killern gejagt.
Auf der Flucht zu einem geweihten Tempel, in dem der Dolch für immer versteckt werden soll, halten Dastan und Tamina das Schicksal Persiens in ihren Händen sowie ihre gemeinsame Zukunft, die von giftigen Vipern, gefürchteten Dämonen und der zerstörerischen Rache der Götter bedroht wird ...

Der Prinz (Jack Gyllenhall) JORDAN MECHNER kreierte sein bahnbrechendes Videospiel Prince of Persia im Jahr 1989. Doch Mechner erschuf nicht nur einen Helden, der einen Abgrund nach dem anderen übersprang, sondern wagte auch selbst einen riesigen Sprung, und suchte nach neuen Technologien, um die Welt von „PRINCE OF PERSIA“ möglichst perfekt zum Leben erwecken zu können.

„Die Welt des Videospiels Prince of Persia war faszinierend. Es gab diese wunderbaren fantastischen Elemente, und der 2003 ins Spiel eingeführte Sand der Zeit war einfach ideal für den Transfer auf die große Leinwand. Wir glaubten, dass wir bestimmte Elemente des Spiels übernehmen, aber wie schon bei FLUCH DER KARIBIK und den Fortsetzungen unsere eigene Geschichte entwickeln sollten. Unserer Ansicht nach sind wir aber der Vision, die Jordan Mechner für das Videospiel hatte, treu geblieben.“  (1)

Für Dastan suchte man einen Darsteller, der viele Facetten zeigen kann. Er musste ein schneidiger Held wie in alten Hollywood-Klassikern sein, listig sein und Gefühl für verwegenen Spaß haben können, von der Bürde zurückliegender Armut belastet sein und danach streben, ein besserer Mensch zu werden.

„Mit Jake Gyllenhaal, den ich bereits sehr lange beobachte, wollte ich auch schon ebenso lange zusammenarbeiten. Er ist ein wunderbarer Schauspieler, außerordentlich attraktiv und ein großer Gentleman. Er hat Erstaunliches geleistet bei seinem Training für PRINCE OF PERSIA, hat enorm an Muskeln zugelegt, hat Nah- und Schwertkampf, Parkour und Reiten trainiert. Und jeden einzelnen Tag der über 100 Tage andauernden Dreharbeiten hat er an seinem Körper gearbeitet.“  (2)

Nach einer weltweiten Suche wurde Gemma Arterton für die Rolle der Tamina in „PRINCE OF PERSIA-DER SAND DER ZEIT“ besetzt.

„Gemma, eine wunderbare junge Schauspielerin, haben wir in London entdeckt. Sie hatte gerade erst ihre Ausbildung an der Royal Academy of Dramatic Arts abgeschlossen. hatte eine kleine Rolle in QUANTUM OF SOLACE („James Bond 007 - Ein Quantum Trost“, 2008), doch wir besetzten sie, bevor dieser Film überhaupt ins Kino kam. Deshalb schätzen wir uns auch sehr glücklich, sie am Anfang ihrer Karriere bekommen zu haben, denn seit der Bond-Film herauskam, hat sie für großes Aufsehen gesorgt. Gemma wird ein richtig großer Star werden.“ (3)

Die Rolle von Dastans Onkel Nizam, Bruder von Dastans Adoptivvater König Sharaman, besetzten die Filmemacher mit Sir Ben Kingsley. Scheich Amar wird vom erfahrenen Charakterdarsteller Alfred Molina verkörpert. Eine Gruppe exzellenter britischer Schauspieler rundet die Besetzung ab.
Dazu gehören Richard Coyle als besorgter Tus und Toby Kebbell als streitbarer Garsiv - die Brüder von Dastan. Außerdem zählen dazu Steve Toussaint als imposanter afrikanischer Krieger Seso, Ronald Pickup als Dastans geliebter Adoptivvater, König Sharaman, Reece Ritchie als Dastans Diener und Kumpel Bis sowie Will Foster, ein junger britischer Parkourschüler, der in der Rolle des jungen Dastan erstmals vor der Kamera steht.

Nizam und der Prinz (Kingsley und Gyllenhall) „PRINCE OF PERSIA - DER SAND DER ZEIT“ bot seinen Stuntkoordinatoren eine riesige epische Leinwand, auf der sie arbeiten konnten. Das Spektrum reichte von Sprüngen und akrobatischen Leistungen, die der Schwerkraft und Todesgefahr trotzten, über unglaubliche Straußenrennen bis hin zu nahöstlichen mittelalterlichen Schlachten gewaltigen Ausmaßes. Zum Team gehörten George Aguilar, Stuntkoordinator der Hauptcrew, Greg Powell, der den gleichen Posten beim zweiten Aufnahmeteam bekleidete, außerdem Stephen Pope, der in Marokko als Ko-Stuntkoordinator arbeitete, weiterhin die beiden Kampfkoordinatoren Thomas Dupont und Ben Cooke sowie David Belle, der die Parkourszenen choreografierte.
Die Schauspieler begannen mehrere Wochen vor Beginn der Dreharbeiten mit ihrer Vorbereitung für den Film, unterzogen sich harten Trainingsprogrammen, die sie in Form bringen und versierte Reiter aus ihnen machen sollten.
Wie die anderen Schauspieler trainierte auch Gyllenhaal intensiv mit Pferden. Das geschah unter Anleitung eines der besten Reiter Spaniens, Ricardo Cruz Moral, auf dessen Ranch außerhalb von Madrid.

„Ich besaß überhaupt keine Reiterfahrung, deshalb schickte man mich zusammen mit den anderen vor den Dreharbeiten in eine Art Ausbildungslager für Reiter. Es war einfach brillant, und jetzt gehört das Reiten zu meinen Hobbys. Einer der Stunts, die ich im Film selbst ausführe, ist die Szene, bei der ich aus dem Stand heraus auf ein auf mich zugaloppierendes Pferd gezogen werde. Auf diesen Stunt bin ich wirklich stolz.“ (4)

Ein Element aus Jordan Mechners Kreation wurde von den Filmemachern in "PRINCE OF PERSIA – DER SAND DER ZEIT" integriert und wird den Film von anderen abheben.

„Im Videospiel kann der Prinz Wände hinauflaufen und besitzt auch andere Parkour-Fertigkeiten. Parkour begann in den Vorstädten von Paris. Dort waren die Kids so gelangweilt, dass sie begannen, das, was in ihrer Umgebung zur Verfügung stand, zu benutzen, um sich die Zeit zu vertreiben. Ich habe mir Dokumentationen über sie angeschaut, gesehen, wie sie Wände hinaufliefen und von Dach zu Dach sprangen. Das sind außergewöhnliche Athleten. Deshalb holten wir uns einige der weltweit besten Parkourprofis ins Team, die uns zeigten, was wir zu tun hatten, damit auch alles gut aussah  (5)

Darsteller und Crewmitglieder ertrugen auch tapfer die Temperaturen von über 49 Grad, die dünne Höhenluft oder die tödliche Kriechtiere in lebensfeindlicher Wüstenlandschaft. Nach sechs Monaten intensiver Vorbereitung begannen die Dreharbeiten zu PRINCE OF PERSIA – DER SAND DER ZEIT am 23. Juli 2008, als man in den ersten zwei Drehwochen auf einer Höhe von 2.500 Metern in Oukaimden filmte, etwa 75 Kilometer von der glühend heißen Metropole Marrakesch entfernt.
Um dieses entlegene Gebiet im Hohen Atlas erreichen zu können, musste man das grün bewachsene Ourika-Tal passieren und dann eine kurvenreiche, nicht ausgebaute Straße mit gefährlichen Abhängen und Serpentinen hinauffahren. Aber für Hidden Valley, das versteckte Tal, war es einfach der perfekte Drehort.

Dreieinhalb Wochen brauchten 20 marokkanische Arbeiter, um eine Straße zu diesem entlegenen Drehort zu bauen. In der Zwischenzeit wurde das erste von vielen Basislagern errichtet. Auf dem Gelände wurde ein riesiges Zelt für das Catering und die Küche aufgestellt. Es fanden auch alle Autos, die man für die Produktion brauchte, von den Wohnwagen der Schauspieler bis zu den Lastwagen für die technische Ausrüstung, Platz. Unzählige Landrover® mit Allradantrieb wurden von Gerry Gore, der alle Transportfragen in Marokko koordinierte, organisiert. Sie brachten Cast und Crew vom Basislager am Fuße des Skilifts zum Drehort für das versteckte Tal – eine holprige Fahrt, die es mit dem Indiana-Jones-Ride in Disneyland durchaus aufnehmen kann.
Im nordafrikanischen Hochsommer fallen die Temperaturen selten unter 38 Grad. Während der Dreharbeiten lagen die Durchschnittstemperaturen zwischen 43 und 46 Grad. So waren an vielen Drehtagen die Originalschauplätze in Marokko die heißesten Orte auf dem Planeten oder kamen diesen zumindest sehr nahe.

20 Kilometer südwestlich von Marrakesch liegt Tamesloht, ein Dorf mit staubigen, ungepflasterten Straßen, in dem es nur ein paar Geschäfte, ärmliche Behausungen, eine Polizeistation, freundliche Bewohner und die Mauern einer sehr alten Kasbah, die vor 700 Jahren entstanden sein soll, gibt. Dieser Ort wurde als Schauplatz für Alamut, die fiktive Stadt in „PRINCE OF PERSIA – DER SAND DER ZEIT“, ausgewählt, die Produktionsdesigner Wolf Kroeger entworfen hatte. Zu diesem Entwurf gehörten ein gewaltiger Platz, auf dem sich ein 15 Meter hoher Palast, der dem Taj Mahal ähnlich war, erhob, außerdem ein angrenzendes rot-weißes, mit Balkonen geschmücktes Gebäude sowie ein von Elefantenstatuen flankierter Springbrunnen, aus dem das Wasser schoss.
Es gab Straßen voller architektonischer und dekorativer Details, in einer engen, von kleinen Glöckchen geschmückten Gasse auch Läden für Schriftrollen, außerdem einen blassgelben Tempel, der mit Blumengirlanden in den buntesten Farben dekoriert war, Bögen mit Flachreliefs, in die Blumendesigns gemeißelt waren, schließlich auch Läden, die Schuhe, getrocknete Kräuter und Blumen verkauften, und alte Mauern aus Lehm, die von fantasievollen Fresken mit Abbildungen von Menschen und Tieren verziert wurden.

„Wolf hat diese wunderbare Fähigkeit, sich einzustimmen und anzupassen. Zwei Dinge beherrscht er auf fantastische Weise: Zum einen behält er den Überblick über das Gesamtkonzept, zum anderen beherrscht er die Kunst, dieses Konzept mit den kleinsten Details zum Ausdruck zu bringen. Er hat das Auge eines Malers und ließ sich, wie auch ich, von der Kunst der Orientalisten inspirieren. Außerdem betrieb Wolf umfangreiche Recherchen zur antiken persischen und nahöstlichen Architektur. Wir haben viele Tage damit verbracht, uns Bilder vom Iran anzusehen.“ (6)

Szenenfoto Kroeger kreierte für „PRINCE OF PERSIA – DER SAND DER ZEIT“ nicht nur die Sets, sondern komplette Milieus, Lebensräume und damit eine alternative Welt, die Geschichte und Fantasie mit wirklich entfesselter Vorstellungskraft zusammenbrachte.
An Kroegers Seite arbeiteten als Ausstatter für Marokko Jonathan McKinstry, als Ausstatter für die in England gedrehten Szenen Gary Freeman, außerdem Set-Dekorateurin Elli Griff, Chef-Requisiteur David Balfour, Waffenschmied Richard Hooper, die Kulissenbauer John Maher (für Marokko) und Brian Neighbour (für England) sowie eine ganze Armee von Künstlern und Technikern.
Hinter dem präislamischen Persien des sechsten Jahrhunderts, das Kroeger und sein Team für den Film erschufen, steht der bewusste Versuch, authentische Architektur und sorgfältig recherchierte Design-Elemente mit einer hohen Dosis Fantasie zu verweben, die von den fantastischen und übernatürlichen Elementen der Geschichte bestimmt wird. Alamut ist eine völlig fiktive Stadt, eine Art Shangri-La mit deutlichen indischen Einflüssen.

Jede der Design-Abteilungen musste sich auf die außerordentlichen Fähigkeiten der marokkanischen Kunsthandwerker, Handwerker und Bauarbeiter verlassen. Fast jedes Einzelstück, das die von Griff angeleiteten Set-Dekorateure, Balfours Requisiteure und Hoopers Waffen-Crew benötigten, wurde in riesigen Werkstätten im Industriegebiet von Marrakesch hergestellt. König Sharamans von Pferden gezogener und kunstvoll verzierter Bestattungswagen, die Sänfte des übergewichtigen Mughal und ähnliche Objekte wurden von Stuart Rose entworfen und gebaut.

„Die Lagerhallen für die Set-Dekorateure und Requisiteure zu besuchen, gehörte zu den erstaunlichsten Erfahrungen, die ich je bei einem unserer Filme, unabhängig von ihren Drehorten, gemacht habe. Es waren gigantische Lagerhallen, in denen vom Boden bis zur Decke Requisiten und andere für das Produktionsdesign benötigte Sachen gestapelt waren. Lampen gehörten dazu wie auch Schwerter, Sättel oder alle möglichen kunstvollen Waffen. Und alles wurde vor Ort, von Hand, von Kunsthandwerkern aus der Umgebung hergestellt. Ich kann mir wirklich keinen anderen Ort auf der Welt vorstellen, wo man dieses handwerkliche Können und dieses künstlerische Geschick finden kann.“ (7)

Ging es um Waffen, war Hooper der Mann, an den man sich wenden musste. Ob er nun in der Hitze von Marokko von seinem speziell ausgestatteten Lastwagen aus oder in den Pinewood Studios in einer zugigen Werkstätte aus Wellblech arbeitete.

„Für diesen Film wurde alles eigens angefertigt, erst von der Ausstattungsabteilung entworfen, dann vom Produzenten, dem Regisseur oder dem Schauspieler genehmigt und schließlich hergestellt. Den größten Einfluss auf das Design der persischen Waffen hatte die Recherche über das Design des sechsten Jahrhunderts, aber auch das Prince of Persia-Videospiel. Ich versuchte, historische Authentizität und Fantasy in ein Gleichgewicht zu bringen, denn auf genau diesem schmalen Grat sollten wir uns laut Jerry Bruckheimer und Mike Newell bewegen. Wir sahen uns Sammlungen in Museen im Iran, in der Türkei, im Irak, in Ägypten, im British Museum in London und im Smithsonian an. Und wir entdeckten verschiedene Bücher, die Rüstungen und Waffen aus dem Persien jener Zeit zeigten. Wir wählten verschiedene Stile und Elemente aus und entwickelten dann unsere eigenen Designs für die Schwerter, Dolche und Schilde (8)

Hooper und seine Abteilung stellten annähernd 3.500 Einzelstücke her, darunter Schwerter, Schilde, Speere, Äxte, Pfeile, Bögen, Köcher, Schwertscheiden, Bogentaschen, Dolche und die Waffen der Assassinen. Als Material für die Waffen verwendete man Eisen, Holz, Gummi oder was man sonst für eine bestimmte Szene brauchte. Wie die Leiter der anderen Abteilungen verließ sich auch Hooper auf das kunsthandwerkliche Geschick der Marokkaner.

Von den Tausenden Objekten, für die Balfour zuständig war, war keines wichtiger als der bedeutendste Gegenstand des Films: der Dolch der Zeit. Wie bei fast allem anderen, das mit dem Film zu tun hatte, entstand die endgültige Version des Dolches der Zeit in einem Prozess, der Recherche, Entwicklung und Experimentieren umfasste. Insgesamt ließ Balfour 20 verschiedene Versionen des Dolches der Zeit herstellen, alle sahen gleich aus, erfüllten aber unterschiedliche Funktionen.

„Der Dolch wird herumgeworfen, aus Dastans Händen getreten und landet auch im Dreck. Mit dem Dolch geschieht eine ganze Menge, deshalb waren des Öfteren Reparaturen notwendig. Aber es gab auch exakte Duplikate aus Hartgummi und Weichgummi für die Stunts, und ein Dolch konnte sogar aufleuchten  (9)

Die 45 Kilometer nordwestlich von Marrakesch gelegene mondähnliche Landschaft von Bouaissoun eignete sich perfekt für das Wüstenkönigreich von Scheich Amar. Vier Tage drehte man dort mit launischen Vögeln die Szenen mit dem Straußenrennen. Strauße gelten als störrisch, übelriechend, unheimlich und gefährlich, was vielleicht erklärt, warum man sie selten auf der großen Leinwand sieht.
Für die Überwachung der außergewöhnlichen Vögel wurden die Straußexperten Bill Rivers und Jennifer Henderson verpflichtet. Stuntkoordinator George Aguilar und sein Team engagierten mit Rivers’ Unterstützung acht marokkanische Profijockeys. Sie mussten die Strauße in den Rennsequenzen reiten, wofür ein gut zweiwöchiges Training erforderlich war.

Weil die Ausrüstung unter diesen extremen klimatischen Bedingungen dauernd gewartet werden musste, erschwerte das das Leben des australischen Kameramanns John Seale und seiner Crew während der ganzen Dreharbeiten in Marokko sehr. Aber Seale hatte ähnliche Bedingungen schon einmal in Tunesien, beim Dreh von THE ENGLISH PATIENT („Der englische Patient“, 1996), erlebt, der ihm einen Oscar® eingebracht hatte. „An die Hitze konnten wir uns anpassen, und die Kameras waren auf diese Bedingungen ausgerichtet“, erzählt Seale.

„Aber trotzdem hatten wir auf dem Negativ eine ständige Trübung. Wochenlang kamen wir nicht dahinter, was die Ursache dafür war, mussten dann aber einräumen, dass die unglaubliche Hitze das Negativ trübte. Wir versuchten alles, wurden aber die Trübung nicht los. In die Auswahl der Ausrüstung floss viel Vorbereitungszeit ein. Staubstürme und Sandhosen stifteten Chaos, bliesen Sand in die Kameras. Das kann zu Kratzern auf dem Film und in der Folge zu Nachdrehs führen. Deshalb war die Kameracrew besonders aufmerksam.“  (10)

Der nächste Drehort für „PRINCE OF PERSIA – DER SAND DER ZEIT“ war ein ganz besonderer. Der seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörende, mächtige alte Ksar (befestigter Ort) von Ait-Ben-Haddou war aus braunem Stampflehm erbaut worden und schließt auch einen Speicherturm (Tighremt) ein, der mit Berbermotiven verziert ist. Direkt am Ksar befand sich ein perfekter Standort, an dem Wolf Kroeger den prachtvollen Marktplatz von Nasaf errichten konnte, in dessen Hintergrund Teile der Anlage von Ait-Ben-Haddou zu sehen sind.

Während der Dreharbeiten in Quarzazate filmten die Hauptcrew und das zweite Aufnahmeteam auch innerhalb der außergewöhnlichen Stampflehm-Mauern der Kasbah Taouirt, einer alten Wohnburg mitten in der Stadt. Tatsächlich war die Kasbah alles, was dort ursprünglich stand, bevor die französischen Kolonialherren um sie herum die Garnisonsstadt Quarzazate errichteten.
Noch heute spürt man diese wunderschöne Atmosphäre von Einfachheit und Ursprünglichkeit, die gleichermaßen Stärke und Exotik ausstrahlt. Die Kasbah ist noch immer das schlagende Herz von Quarzazate. In ihren engen Gassen wimmelt es von Einheimischen, die kommen und gehen, die Karten oder Domino spielen, die in kleinen Geschäften einkaufen, verkaufen und feilschen.

Nachdem man auch einige in der mächtigen Schlucht von Tiwiyne gedrehte Aufnahmen im Kasten hatte, zog das Team um, fuhr 322 Kilometer genau nach Osten, folgte der Straße der 1.000 Kasbahs, bis man Erfoud erreichte. Nur einen Steinwurf von der algerischen Grenze entfernt, wählten die Filmemacher einen Wüstenabschnitt aus, der als abschreckender Eingang in das Tal der Sklaven dienen sollte, das von Scheich Amar und seinen schäbigen Banditen beherrscht wird.

Während der letzten zwei Drehtage in Marokko stellte man die Kameras in den berühmten Sanddünen von Merzouga auf – Sandberge, die sich wie eine goldgetönte Fata Morgana aus einer schwarzen, steinigen und lebensfeindlichen Ebene auf Höhen von bis zu 137 Metern erheben.

Tamina und der Prinz (Gemma Arterton und Gyllenhall)

Der plötzliche Wechsel vom unerbittlich heißen und regelmäßig chaotischen Marokko in die ruhigen, kühlen, kontrollierten und eingegrenzten Räumlichkeiten der Pinewood Studios war für alle Beteiligten mehr oder weniger ein Kulturschock. Die komplett selbst erbauten, aber deshalb nicht weniger bewunderungswürdigen Sets von Wolf Kroeger wurden in neun Hallen des historischen Filmstudios, das im ländlichen Iver Heath in der Grafschaft Buckinghamshire liegt, errichtet.

Während das Team noch in Marokko drehte, bereiteten Gary Freeman, der für den Dreh in England verantwortliche Ausstatter, und sein Team von Ausstattern und Kulissenbauern 35 aufwändige Sets vor, die in neun Hallen auf dem Studiogelände errichtet wurden.
Das umwerfende Osttor von Alamut nahm in Länge, Breite und Höhe fast die ganze James-Bond-Halle in Pinewood in Beschlag. Dazu gehörten die fast 15 Meter hohen Stadtmauern und aus Südspanien importierte Palmen, die von Chefgärtner Jon Marson und seinem Team mit Bedacht versorgt wurden. Der Set war so groß, dass man dort sogar eine riesige Schlachtszene drehen konnte, an der Hunderte von Statisten und 25 Pferde beteiligt waren, die durch Tore und Feuerbarrieren stürmten.

Im großen Palastsaal von Alamut, der in Halle S in Pinewood aufgebaut wurde, verschmolzen indische Architektur- und Dekorstile zu einem glänzenden Ganzen voller Cremetöne mit goldenen Abschnitten. „Ich wollte für diesen Set kein Kerzenlicht“, betont Set-Dekorateurin Elli Griff.
Die Innenräume des Palasts von Alamut ließen sich vielseitig verwenden, unter anderem für Taminas Thronsaal, die Zimmer von Tus und den Bankettsaal, in dem König Sharaman ermordet wird.

Taminas Schlafgemach ist eine üppige Farbfantasie mit einem Pfauenbett und Wandverzierungen, in die wertvolle Edelsteine eingearbeitet sind und die an alte beleuchtete Manuskripte erinnern. Es ist ein Schlafzimmer, das wahrlich angemessen ist für eine Prinzessin.
In der gleichen Halle, in der die Innenräume des Palasts von Alamut und Taminas Zimmer entstanden, wurde auch die Himmelskammer aufgebaut – ein hoch über Alamut gelegener Horst, wo der heilige Dolch der Zeit in einem wunderschön gestalteten Tabernakel aufbewahrt wird. Die von Hand geschnitzten, dann eingegossenen Holzstatuen erzeugten mit den steinernen Säulen eine tempelähnliche Atmosphäre. Diesen Eindruck akzentuierte Kameramann John Seale mit kunstvollen Lichtbündeln, die für einen spirituellen Schimmer sorgten.

Der Tempelgarten von Alamut war ganz bewusst als ein Stück Paradies angelegt. Es gab dort Loris, Aras, Papageien und Tukane – alle in geschmückten Vogelkäfigen. Außerdem fand man dort aus Hecken zugeschnittene Elefantenfiguren, einen funktionsfähigen Brunnen, der mit farbenprächtigen Statuen von Einhörnern, Schafböcken und Pfauen dekoriert war, einen Torbogen mit Fresken, die mit Edelsteinen besetzt waren, Bäume mit blassen, lichtdurchlässigen Blättern, jedes einzelne von Hand angebracht, und schließlich auch goldene Laternen und kleine Glöckchen.

Zu den weiteren großen, in Pinewood errichteten Sets zählten auch der Tempel des Dolches, eine Höhle mit Wasserfällen, die sich in einen Pool ergießen, und ein mit Schätzen und spirituellen Gegenständen geschmückter Schrein. Letzterer ist Schauplatz einer großen Action-Sequenz mit Jake Gyllenhaal, Gemma Arterton und Thomas Dupont, der Hassad spielt, den Assassinen, der die mit scharfen Klingen besetzten Peitschen schwingt.
Das Innendekor musste indirekt zu den Außenaufnahmen passen, die man zuvor in Oukaimden in Marokko gedreht hatte. Mit großer Detailliebe wurden auch Sets gebaut, die den Basar von Avrat wie auch die Straßen und Dächer der Stadt nachbildeten – allesamt entworfen für die aufregenden Parkoursequenzen.

 „Wir wussten von Anfang an, dass wir eine wichtige Action-Sequenz mit vielen Parkourszenen hatten, die auf diesem Set gedreht werden musste. Wolf wollte für diese akrobatischen Szenen einige vertikale und horizontale Strukturen bauen. Wir nahmen ein Team von Stuckateuren nach Marokko mit, die die vorhandenen Strukturen so authentisch wie möglich erfassen mussten und für die Mauerabschlüsse Gussformen anfertigten. Das große Problem war dann, die Mauern für die Stuntleute zu verstärken - deshalb verbirgt sich unter den irdenen Strukturen jede Menge Metall.“  (11)

Dreharbeiten

In einer unscheinbaren Straße in einem Viertel von Marrakesch, das als Zone Industrielle bekannt ist, steht ein Gebäude, bei dem es sich um eine Lagerhalle oder eine Fabrik handeln könnte. Tatsächlich war dieses Gebäude in den Monaten vor Drehbeginn zu PRINCE OF PERSIA – DER SAND DER ZEIT und auch während der Dreharbeiten in Marokko eine Traumfabrik: Dort arbeitete eine kleine Armee von Zuschneidern, Kostümschneidern, Schustern, Näherinnen, Hutmachern, Färbern, Waffenschmieden und Kunsthandwerkern – alle unter der Aufsicht von Kostümdesignerin Penny Rose.

Für PRINCE OF PERSIA – DER SAND DER ZEIT musste Penny Rose nicht weniger als 7.000 Kostüme entwerfen, die meisten davon wurden komplett selbst angefertigt. Unterstützt wurde Rose dabei von ihren Assistenten Timothy John Norster, Margie Fortune und Maria Tortu, von Costume Supervisor Ken Crouch, von Gewandmeister Mark Holmes sowie von Lucie Bowring, die ebenfalls im Kostümdesign assistierte. Darüber hinaus verließ sich Rose auf ein Heer von Gewandmeistern und Kostümschneidern, die am Set zum Einsatz kamen, auf Fachkräfte, die die Arbeit in den Werkstätten beaufsichtigten, auf Metallarbeiter, Schuhmacher und auf Kunsthandwerker aus der ganzen Welt.

Ein Trick aus Roses Branche, den sich außerhalb davon niemand so recht vorstellen kann, ist die Abteilung, die sich um das künstliche Altern der Kleidung kümmert.

„In meinen Filmen gibt es nur wenige Darsteller, die in nagelneuer Kleidung am Set erscheinen. Wir müssen die Kostüme immer zunächst einmal künstlich altern, sie gebraucht erscheinen lassen. Ich will, dass sie realistisch wirken, selbst in einem Fantasy-Film wie diesem. Unsere Spezialisten haben für den Alterungsprozess Gegenstände wie zum Beispiel einen Zementmischer benutzt. Dort hinein steckten wir neue Lederkleidung, ließen sie ein paar Stunden mit einigen Steinen rotieren, und danach sah sie wirklich gebraucht aus. Auch Käsereiben kamen für diesen Prozess zum Einsatz, so unglaublich das auch klingen mag.“ (12)

Um Stoffe und Dekomaterialien für so viele Tausend Kostüme aufzutreiben, sahen sich Rose und ihr Team auf fast allen Kontinenten um, wurden schließlich in der Türkei, in Thailand, Afghanistan, China, Malaysia, Großbritannien, Frankreich (Paris), Italien (Rom) und natürlich auch in Marokko fündig.

 1.200 visuelle Effekte mussten Tom Wood und seine Mitarbeiter für den Film erstellen. Zum Team gehörten dabei Produzenten, Manager, Koordinatoren, Experten, die sich mit den digitalen Daten herumschlugen, und Techniker. Einige dieser Effekte waren lang und komplex, wie etwa das Zurückdrehen der Zeit, der gewaltige Sandsturm bei der Sanduhr der Götter aus dem Finale des Films oder auch die bösartigen Grubenottern, die der Anführer der Assassinen aus dem Ärmel zaubert. Andere Effekte waren nicht mehr als kleine digitale Korrekturen am Bildrand.

Wood griff dabei auf alle modernen Technologien und Techniken zurück, die ihm zur Verfügung standen. Zu den wichtigsten Effekten seiner Arbeit gehörte das Zurückdrehen der Zeit, ein viermal ablaufender Prozess, der durch Druck auf den Edelstein auf der Spitze des Dolchgriffes ausgelöst wird, wodurch der Sand der Zeit freigesetzt wird.

„Der Entwurf für die Sequenz mit der zurückgedrehten Zeit stammt von den Effekt-Spezialisten von Double Negative und genannt haben sie diese Technik ‚Event Capture‘. Mit Animatics, also mit animierten Storyboards, haben wir diese Sequenz bis ins Detail prävisualisiert. Dann haben wir auf dem Set, auf dem die Hauptcrew arbeitete, die Sequenz gefilmt, und zwar ganz normal in der Vorwärtsbewegung. Im Anschluss daran filmten wir vier Tage lang bestimmte Einstellungen für die Effekte, stellten dafür die Kameras an bestimmten Punkten und mit bestimmten Perspektiven auf, die wir ausgewählt hatten.
Wir arbeiteten mit neun Kameras vom Typ Arriflex 435, benutzten identische Linsen, drehten mit bis zu 48 Einzelbildern pro Sekunde und mit einer auf 45 Grad eingestellten Sektorenblende. Das brachte große Herausforderungen mit sich, weil die Beleuchtung am Set dafür geändert werden musste, um ein möglichst scharfes Bild zu bekommen. Einige Mitarbeiter von Double Negative haben jedes Mal die Kameras neu in Position gebracht und überwacht. Sie mussten sehr präzise arbeiten und brauchten für die Aufstellung einer Kamerareihe jeweils etwa zwei Stunden.
“
  (13)

Prince Of Persia

STAB
Regie: Mike Newell
Produktion: Jerry Bruckheimer
Auführende Produzenten: Mike Stenson, Chad Oman, John August, Jordan Mechner
Patrick McCormick, Eric McLeod

Drehbuch: Boaz Yakin, Doug Miro und Carlo Bernard
Kamera: John Seale
Produktionsdesign: Wolf Kroeger
Stuntkoordinator: George Aguilar
Schnitt: Michael Kahn, Martin Walsh, Mick Audsley
Kostüme: Penny Rose
Visual Effects Supervisor: Tom Wood, Trevor Wood
Musik: Harry Gregson-Williams

BESETZUNG
Jake Gyllenhaal als Dastan
Sir Ben Kingsley als Nizam
Gemma Arterton als Tamina
Alfred Molina als Scheich Amar
Steve Toussaint als Seso
Toby Kebbell als Garsiv
Richard Coyle als Tus
Ronald Pickup als König Sharaman
Reece Ritchie als Bis
Gisli Örn Gardarsson als Zolm, Anführer der Assassinen

 Kinostart: 20. Mai 2010

Im Verleih von Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

(1) Mike Stenson
(2) Jerry Bruckheimer
(3) Jerry Bruckheimer
(4) Gemma Arterton
(5) Mike Stenson
(6) Mike Newell
(7) Chad Oman
(8) Richard Hooper
(9) David Balfour
(10) John Seale
(11) Gary Freeman
(12) Penny Rose
(13) Tom Wood

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