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DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND

Kino mit Ingo

DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND

Die renommierte Wissenschaftlerin Dr. Helen Benson (Jennifer Connelly) trifft auf den Außerirdischen Klaatu (Keanu Reeves), der durchs Weltall gereist ist, um die Menschheit vor einer globalen Katastrophe zu warnen.

Doch die Mächtigen der Welt sehen in dem Außerirdischen einen Feind und verweigern Klaatu die Möglichkeit, mit ihnen zu sprechen. Helen und ihr Stiefsohn Jacob (Jaden Smith) entdecken schnell, welche tödlichen Konsequenzen sich aus Klaatus Anspruch „ein Freund der Welt zu sein“ ergeben könnten.

Nun muss Helen einen Weg zu finden, das Wesen, das geschickt wurde, um die Menschen zu zerstören, davon zu überzeugen, dass es sich durchaus lohnt, die Bewohner der Erde zu schonen.

Aber vielleicht sind alle Mühen schon umsonst. Denn der Zerstörungsprozess der Erde hat bereits begonnen ...

Die Idee, ein Remake von „THE DAY THE EARTH STOOD STILL“ zu machen, kam Produzent Erwin Stoff als man gemeinsam mit dem Schauspieler Keanu Reeves den Erfolg von SPEED („Speed“, 1994) feierte.
Während eines Meetings in den 20th Century Fox Studios sah Stoff das Poster des Robert-Wise-Klassikers an der Wand

„Vergessen wir mal das Projekt, das wir besprechen wollten. Wir sollten eine Neuverfilmung von THE DAY THE EARTH STOOD STILL realisieren – mit Keanu als Klaatu.
Ich fand die Idee großartig. Aber irgendwie sprang niemand darauf an. Dann kam mir zwölf Jahre später das Schicksal zur Hilfe. Mir wurde ein Drehbuch zu genau diesem Film angeboten ...“.  (1)

In ihrem Remake haben Drehbuchautor David Scarpa und Regisseur Scott Derrickson den Ansatz des Originals verändert.
In ihrer Version besteht das Problem unseres Planeten nicht mehr in den Aggressionen der Völker untereinander, sondern im rücksichtslosen Umgang der Menschheit mit den Ressourcen der Natur, mit der Zerstörung von Flora und Fauna im Allgemeinen.

„Ich bin ein riesiger Fan des Originals. Der Film war innovativ, originell und progressiv – sei es nun in punkto Spezial-Effekte oder auch des Kommentars auf den Kalten Krieg. Nicht zu vergessen natürlich der originelle Blickwinkel – wir betrachten uns selbst durch die Augen von Außerirdischen.
Ein wahrhaft grandioser Film, aber die meisten heutigen Kinogänger kennen ihn nicht. Ich finde, dass die Leute diese Geschichte kennen sollten. Ich sah in einem Remake also die Gelegenheit, den Film mit einem neuen Ansatz zu erzählen und die Themen und Konflikte, die uns heute angehen, in den Vordergrund zu stellen.
Damit will ich jedoch keineswegs sagen, dass der Ansatz von Robert Wise irgendwie an Aktualität verloren hat – seine Behauptung, dass der Mensch selbst der größte Feind des Menschen ist, hat immer noch Bestand.
Aber wie wir uns zerstören, wie wir uns das Leben selbst schwer machen, das hat sich verändert. Dass wir an unserer Natur Raubbau betreiben, daran besteht kein Zweifel.
Die Herausforderungen denen wir uns heute stellen müssen sind genauso gewaltig und beunruhigend wie die zur Zeit der Originalverfilmung und wenn wir bei der Lösung dieser Probleme scheitern sind die Konsequenzen genauso gefährlich wie damals vor Ende des Kalten Krieges“. (2)

Als Repräsentant einer Gruppe ferner Zivilisationen, die selbst schwer unter Klimawechsel und ökologischen Problemen zu leiden hatten, reist Klaatu (Keanu Reeves) auf unseren Planeten, um dessen Bevölkerung auszurotten.
Die Menschheit hat nach Ansicht der Auftraggeber der Außerirdischen das Recht verwirkt, weiterzuleben, ist sie doch für die ökologischen Schäden auf der Erde verantwortlich.

„Die Situation hat sich derart zugespitzt, dass das Ende der Welt, aufgrund der rücksichtslosen Verschmutzung durch ihre Bewohner, kurz bevor steht.
Klaatu ist nun zur Erde gereist, um zu herauszufinden, ob die Menschheit in der Lage ist, ihre Vorgehensweise zu ändern, oder ob man, um die Welt zu retten, das ‚Problem’ beseitigen muss“.  (3)

Klaatu verfolgt die Absicht, vor den Vereinten Nationen mit den Führern der Welt zu sprechen. Als ihm dies jedoch verweigert wird, kommt er zu dem Schluss, dass die Menschheit nicht lernfähig ist und deshalb ausgelöscht werden muss.

Klaatu (Keanu Reeves) „Klaatu hat schon eine recht schlechte Meinung von den Menschen, als er hier ankommt. Er hat bereits gesehen wie wir unsere Welt offenen Auges ruinieren und auch wenig Willen zeigen, unser Vorgehen diesbezüglich zu ändern.
Und seine ersten Erfahrungen hier auf unserem Planeten tragen nicht gerade dazu bei, seine Meinung zu ändern“. (4)

Trotz all seiner Vorurteile, die er den Menschen gegenüber besitzt, tritt Klaatu seine Mission mit geradezu gespenstischem Gleichmut an.

„Ich wollte diesen Charakter möglichst glaubhaft verkörpern, spürbar werden lassen, wie er alles um sich herum genauestens studiert. Es scheint ein immenser Druck auf meiner Figur zu lasten.
Er ist ein Alien, gefangen in einem menschlichen Körper. Da fühlt er sich natürlich nicht wohl. Aber im Verlauf des Films lernt er die Menschen kennen, er erfährt, was es bedeutet ‚menschlich’ zu sein, was es bedeutet, Hoffnung zu haben“.  (5)

Der Produzent Erwin Stoff  wollte auch deshalb unbedingt ein Remake von „THE DAY THE EARTH STOOD STILL“ machen, weil er in Keanu Reeves den idealen Schauspieler sieht, Klaatu zu verkörpern.

„Ich weiß, dass Keanu ein brillanter Schauspieler ist und ehrlich gesagt, ich wüsste niemanden, der Klaatu sonst hätte spielen können. Ich wusste von Anfang an, dass Keanu der ideale Mann für die Rolle sein würde.
Er hat die einzigartige Fähigkeit, in der Darstellung eines Charakters Zynismus und Optimismus zu vereinen. Das sind zwei sehr wichtige Aspekte für diesen Part“.  (6)

Der Schauspieler Keanu Reeves arbeitete eng mit Produzent Erwin Stoff, Regisseur Scott Derrickson und Drehbuchautor David Scapa zusammne.
Dabei stand besonders Klaatus Beziehung zu Helen Benson (Jennifer Connelly) und ihrem verschlossenen Sohn im Vordergrund.

Klaatus „Menschwerdung“ wird vor allem durch Dr. Helen Benson ausgelöst, ihres Zeichens renommierte Astrobiologin, die einem hastig zusammengestellten Expertenteam zugeteilt wird, als sich die Ankunft des Aliens auf der Erde ankündigt.

Helen ist der erste Mensch, mit dem Klaatu in Kontakt tritt, wenn er aus seinem Raumschiff tritt.

„Helen ist die Person, die den Zuschauer in den Film hineinführt. Sie hat im Verlauf des Films einige schwere moralische Entscheidungen zu treffen. Als Wissenschaftlerin fühlt sie sich für die ganze Situation wesentlich verantwortlicher als ein normaler Mensch, denn sie hat sich ihr Berufsleben lang mit der Möglichkeit außerirdischen Lebens beschäftigt.
Aber ich glaube, dass sie auch in ihren wildesten Träumen nie gedacht hätte, mit außerirdischem Leben in Kontakt zu kommen – geschweige denn mit so einem klugen und kommunikativen Alien wie Klaatu“. (7)

Als dann die US-Außenministerin Regina Jackson aller wissenschaftlichen Vorgehensweise zum Trotz Klaatu zu geheimem Regierungseigentum erklärt, ihn in eine Hochsicherheitseinrichtung einsperren und dort unter Drogen setzen und befragen lässt, ist Helen zutiefst betroffen. Obwohl sie weiß, welche Gefahr von ihm ausgeht, fühlt sie mit Klaatu.

„Und genau diese positiven Gefühle, die Helen ihm entgegenbringt beeindrucken Klaatu und bringen ihn dazu, über die Menschheit nachzudenken.
Durch ihre Anstrengungen ihm zur Flucht zu verhelfen, zeigt sie ihm, dass Menschen durchaus in der Lage sind, sich zu verändern und er lernt eine ganze Menge über diese Spezies, die er ja beurteilen soll.
Er erkennt, dass doch noch Gutes in der Weltbevölkerung steckt und dass sie durchaus das Potenzial dazu besitzt, sich zu ändern“. (8)

Die Filmemacher waren überzeugt, dass die Oscargekürte Schauspielerin Jennifer Connelly ideal für den Part der Wissenschaftlerin sein würde.

„Wir brauchten jemanden, der zu gleichen Teilen Intelligenz und Mitgefühl in die Rolle der Helen einbringen könnte und Jennifer war da zweifellos eine perfekte Wahl.“ (9)

Während Helen sich plötzlich durch die Ankunft Klaatus mit einer globalen Katastrophe konfrontiert sieht, wird das Alien Zeuge eines ganz persönlichen Dramas, das sich zwischen der Wissenschaftlerin und ihrem rebellischen, elfjährigen Stiefsohn Jacob abspielt.
Der Tod von Helens Mann, Jacobs Vater, hat die beiden in eine tiefe Krise gestürzt und entzweit. Jeder der beiden erinnert den anderen an den verlorenen Gatten, den verlorenen Vater – und je mehr Helen Jacob zu trösten versucht, desto mehr entfernt er sich von ihr.
Dieser Mutter-Sohn-Konflikt repräsentiert im Kleinen den Zustand der Welt im Großen, im Allgemeinen.
Klaatu tritt nun als Katalysator für ihren Zwist auf den Plan. Er weiß ihr zerbrochenes Verhältnis zu kitten.

Helen (Jennifer Conelly) und Klaatu (Keanu Reeves) „Das Verhältnis von Klaatu zu Helens Sohn Bobby war im Original zweifelsohne Dreh- und Angelpunkt des Films. Bobby hatte den größten Einfluss auf das Alien. „Diesen Aspekt der Geschichte wollten wir unbedingt beibehalten, ihn aber heutigen Familienverhältnissen anpassen“.  (10)

Der schwelende Streit zwischen Helen und Jacob ist für Klaatu zunächst Beweis dafür, dass die Menschen ihren Planeten genauso behandeln wie sie sich gegenseitig behandeln. Das heißt, es geht eher um Macht und Gleichgültigkeit als um Freundlichkeit und Fürsorge.
Aber dann wird er Zeuge, wie sich Helen und Jacob einander annähren, sich allmählich versöhnen und das gibt ihm den Glauben an die Menschheit zurück.

Und während die Uhr tickt, versucht Helen Klaatu mit allen Mitteln daran zu hindern, den „Prozess“ in Gang zu setzen. So stellt sie ihm ihren Kollegen Professor Barnhardt vor, einen Nobelpreisträger, der als Physiker die Basis des Altruismus erforscht.
Barnhardt bekommt ein paar Antworten auf seine komplexen Fragen, als Klaatu an einer komplizierten Formel, die der Professor auf einer Tafel notiert hat, einige Verbesserungen vornimmt.
Als Barnhardt klar wird, worin Klaatus Mission eigentlich besteht, versucht er das Alien davon zu überzeugen, der Menschheit doch noch eine Chance zu geben.

„Der Professor hat diese wunderbare Zeile, die er an Klaatu richten darf: ‚Beurteile uns nicht nach dem, was wir verdient hätten, sondern nach dem Potenzial, das wir besitzen.’
Ich glaube, wir Menschen verfügen über ein unglaubliches Potenzial. Aber wir wachsen in einer trivialen, banal orientierten Welt auf.
Alles ist nur aufs Geldverdienen ausgerichtet und wir versuchen, so viel wie nur möglich zu verdienen. Auch wenn wir es dann niemals ausgeben können. Ehrlich gesagt ist das alles andere als klug“.  (11)

Und während Barnhardt sich bemüht, Klaatu davon zu überzeugen, dass die Menschheit durchaus rettungswürdig ist, setzt die Verteidigungsministerin Regina Jackson (Kathy Bates) alles daran, die Welt vor einer Alien-Attacke zu schützen.

„Regina ist eine taffe Frau. Sie hat hart gearbeitet, um dorthin zu kommen, wo sie ist. Sie geht davon aus, dass Klaatu nicht in Frieden kommt, weil seine Verbündeten die amerikanischen Abwehrsatelliten ausgeschaltet haben, damit er in US-Luftraum eindringen konnte.
Also richtet sie sich von Beginn an auf Kampf ein. Gleichzeitig versucht sie aber, die schwierige Situation zu kontrollieren, so gut es geht“. (12)

Als Jackson feststellt, dass die Militärattacken gegen Klaatu die Situation nur verschlimmern, gestattet sie Helen, es bei dem Außerirdischen noch einmal mit Worten und Überzeugungskraft zu versuchen.
Auf dieser überlebenswichtigen, heiklen Mission wird die Astrobiologin von einem gewissen Dr. Michael Granier (Jon Hamm) begleitet.

„Michael sitzt irgendwie zwischen allen Fronten“, erläutert Hamm, der den Einsatzleiter des Wissenschaftsteams spielt, das als erstes in New York mit Klaatu Kontakt aufnimmt.

Und so kommt es dann zwischen Klaatu und Jacob, Helen und Michael zur finalen, alles entscheidenden Konfrontation, bei der die Welt im wortwörtlichen Sinn zum Stillstand kommt.
Nun ist es jedoch vielleicht wirklich schon zu spät, das Ende der Welt wie wir sie kennen aufzuhalten – sogar für das Alien, der diesen „Prozess“ auslöste und letztendlich doch noch seinen Glauben an die Menschheit findet.

„Klaatu kennt die schlimmsten und die besten Seiten der Menschen. Nun, nachdem er sich noch einmal genau mit der menschlichen Spezies beschäftigt hat, glaubt er, dass sie sich doch noch zum Besseren wenden kann.
Aber manchmal setzt dieser Umdenkungsprozess erst ein, nachdem man schlimmes Leid erfahren musste“. (13)

Die selbsternannten Filmfreaks Scott Derrickson und David Tattersall verbrachten Stunden damit, Einstellungen, Bildaufbau und Kamerabewegungen für den Film zu diskutieren.
Dabei entwickelten sie keinen einheitlichen Stil für den gesamten Film, sondern entschieden von Szene zu Szene, wonach diese Stelle der Geschichte nun verlangte.

„Wir hatten den Eindruck, unterschiedliche Sequenzen müssten auch unterschiedlich inszeniert sein, also verändert sich der Stil innerhalb des Films.
Manche Szenen haben wir mit langer Brennweite aufgenommen, einige sehr statisch, andere mit Weitwinkelobjektiv und viel Bewegung der Kamera. Insgesamt sollte eine Symmetrie zwischen den einzelnen Szenen entstehen, so dass die Stile des Films einen sinnvollen Zusammenhang ergeben“. (14)

Wann immer möglich, gab Kameramann David Tattersall Rückprojektionen und gezeichneten Hintergründen den Vorzug vor Green-Screen-Aufnahmen und Computer-Effekten.

Die Dreharbeiten zu „DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND“ fanden von Januar bis März 2007 in Vancouver statt, das im Film New York darstellt.
Der kanadische Winter mit seinen unvorhersehbaren Wetterschwankungen und ein Drehbuch, in dem nächtliche Außenaufnahmen genauso vorkommen wie Schnee, Nebel, Wind und Regen, brachten die Filmemacher schließlich dazu, einige dieser Szenen im Studio zu drehen. Nur so konnte die Kontrolle über Licht und Umwelteinflüsse gewahrt bleiben.

Zu den täuschend echt aussehenden, aber von David Brisbin und seinem Team nachgebauten Sets gehören ein tiefer Wald, ein Sumpf und eine schnee-bedeckte Bergkette.
Das Wetter spielt in der Geschichte eine große Rolle, es musste von der Spezial-Effekte-Abteilung heraufbeschworen und, wo nötig, mit CGI optimiert werden – alles nach Derricksons Maßgabe des Realismus.

Da 20th Century Fox unterliegt als Teil der News Corp den Umweltschutz-Richtlinien des Konzerns, der sich zum Ziel gesetzt hat, ab dem Jahr 2010 klimaneutral zu produzieren, wurde DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND auserwählt, die erste grüne Produktion des Filmstudios zu sein.

„Zum ersten Mal überhaupt habe ich mit meinem Auftraggeber daran gearbeitet, in der Requisite effizienter zu werden und weniger Müll zu produzieren.“ (15)

Üblicherweise wühlt sein Team sich durch Berge von Papier, vor allem durch unzählige Fotos von Drehorten. Doch für diese Produktion entwickelten die Ausstatter eine digitale Lösung.
Sie luden die Aufnahmen ins Internet, wo sie von den anderen Abteilungen eingesehen werden konnten, und sparten so an Papier und Druckertinte.
Weiterhin nutzten die Zeichner, Bauarbeiter und Requisiteure wann immer möglich wieder verwendbare Materialien und biologisch abbaubare Produkte. Wurde Holz benötigt, bezog man es aus einem Wald mit nachhaltigem Anbau.

Ein ebenso großes Augenmerk lag auf der Einsparung von Benzin. Neben Hybridfahrzeugen kamen Generatoren zum Einsatz, die von Biodiesel statt von fossilen Brennstoffen angetrieben wurden – darüber hinaus stellte man die Regel auf, dass nach einem Aufenthalt von mehr als drei Minuten in einem stehenden Fahrzeug sofort der Motor ausgeschaltet werden musste. Der Einsatz von energiesparenden Gerätschaften war selbstverständlich.

„Ich glaube, dass dieser Film, den Menschen im Kern sehr positiv sieht. In dem Moment, in dem wir mit dem Rücken zur Wand stehen, rücken wir auch zusammen. Der Film zeigt, wie schlecht wir uns tatsächlich benehmen und auch wie wir letztendlich in der Lage sind, zusammen Gutes zu tun“. (16)

„Ich hoffe, dass dieser Film die Leute davon überzeugt, dass dies ‚unser‘ Planet  ist. Wir passen doch nur für kurze Zeit auf ihn auf und müssen ihn für kommende Generationen hegen und pflegen. Bis jetzt waren wir nicht sehr gut darin. Es ist also wichtig, dass wir endlich einen ordentlichen Job machen“. (17)

„Wenn unser Film die Zuschauer dazu anregt, über die Umwelt und wie wir mit ihr umgehen nachzu-denken, dann haben wir viel erreicht. Was ich mir aber wirklich wünsche ist, dass sich die Leute zwei Stunden lang richtig gut unterhalten. Ich will, dass sie für ihr Eintrittsgeld am Samstagabend voll auf ihre Kosten kommen, einen Science-Fiction-Thriller erleben, der sie interessiert, berührt, und bewegt“. (18)

 

(1) Produzent Erwin Stoff
(2) Regisseur Scott Derrickson
(3) Keanu Reeves
(4) Regisseur Scott Derrickson
(5) Kenau Reeves
(6) Produzent Erwin Stoff
(7) Regisseur Scott Derrickson
(8) Keanu Reeves
(9) Erwin Stoff
(10) Regisseur Scott Derrickson
(11) John Cleese
(12) Kathy Bates
(13) Regisseur Scott Derrickson
(14) Regisseur Scott Derrickson
(15) Produktionsdesigner David Brisbin
(16) Keanu Reeves
(17) Kathy Bates
(18) Regisseur Scott Derrickson

 

© 2008 by Ingo Löchel

Bilder: Archiv des Autors

DER TAG, AN DEM DIE ERSTE STILLSTAND
(The Day the Earth Stood still)
USA 2008
Der Tag, an dem die Erde stillstand
DARSTELLER
KEANU REEVES, JENNIFER CONNELLY, JADEN SMITH, JOHN CLEESE, JON HAMM, KYLE CHANDLER, KATHY BATES, ROBERT KNEPPER, JAMES HONG, JOHN ROTHMAN • BRANDON T. JACKSON

STAB
Regie
SCOTT DERRICKSON
Drehbuch
DAVID SCARPA
Produzenten
GREGORY GOODMAN, PAUL HARRIS BOARDMAN, ERWIN STOFF
Kamera
DAVID TATTERSALL, BSC
Produktionsdesign
DAVID BRISBIN
Schnitt:
WAYNE WAHRMAN, A.C.E.
Kostüme
TISH MONAGHAN
Musik
TYLER BATES

KINOSTART: 11.12.2008

Verleih: TWENTIETH CENTURY FOX


 

Kommentare  

#1 Harantor 2008-12-07 02:31
Ich bin skeptisch, was diesen Film angeht. Ich liebe das Original aus den Fünfzigern. Ob dieser Film den Charme einfangen kann?
#2 Thomas Rippert 2008-12-07 07:52
Ich denke das ich mir den Film in erster Linie wegen Jennifer Conelly ansehen werde. Die Ausschnitte haben mich bisher nicht überzeugen können das er auch nur annährend an das wirklich hervorragende Original wird heran reichen können.
#3 G. Walt 2008-12-07 10:16
Leider haben diese Art von Filmen heute den Nachteil das die Atmosphäre in sinnloser Effekthascherei untergeht.

Und Remakes sind immer so eine Sache. Klar es gibt gelungene Remakes, wenn auch nur wenige, doch eines ist vornerein klar. Dem Original kann kein Remake das Wasser reichen.
#4 Mainstream 2008-12-07 11:25
-
Was ist so Besonderes an dem Original?

Ich bin ein großer Verehrer davon, die Originale in Ruhe
zu lassen, aber Neuverfilmungen und 'Neuinterpretationen'
hat es in der langen Geschichte des Filmes schon immer
gegeben.

Erst vor zwei Tagen habe ich das Original gesehen und war
erstaunt wie behäbig es erzählt war und welche Logik-Löcher
Robert Wise da durch gehen liess. Einzig die Aussage
und das Kernthema waren zu dieser Zeit überraschend
und innovativ.

Dieser Film hat tatsächlich eine Chance, dem Siegel von
"Neuinterpretation" wirklich gerecht zu werden. Und ich
hoffe, das es keine Neuverfilmung wird, die einem Original
das Wasser reichen will, sondern mit Eigenständigkeit
sein Publikum überzeugen wird.
#5 G. Walt 2008-12-07 11:36
Das ist der springende Punkt. Warum dann nicht gleich eigene Ideen entwickeln?
Wenn man dem Original sowieso nicht das Wasser reichen will, warum es dann erst angehen?

Ausserdem weiß ich nicht ob das Original so toll ist, hab jetzt nicht auf dem Schirm. Ich sprach nur im Allgemeinen von Neuverfilmungen, die meistens schief gingen, bis auf wenige Ausnahmen.
#6 Holzi 2008-12-07 11:40
Warum werden Theaterstücke immer wieder neu "interpretiert"? Das dürfte ungefähr dasselbe sein. Ich kenne zahllose Fälle, in denen Remakes besser waren als die Originale, insbesondere wenn etliche Jahre dazwischen lagen, weil sich Stil, Geschmack, Möglichkeiten und "political correctness" wandeln.
#7 G. Walt 2008-12-07 11:47
Der Vergleich mit dem Theater hinkt ein wenig. Die werden sogar täglich neu aufgeführt und erfahren immer wieder kleine Änderungen.

Ausserdem geht ein Theaterstück nicht in Effekthascherei und sinnloser Action unter.

Es gibt sehr gute Neuverfilmungen, das stimmt. Aber für mich ist keine (und nochmals absolute keine) besser als das Original (von denen, die ich kenne). Das ist übrigens auch Ansichtssache.
#8 Harantor 2008-12-07 12:39
@Mainstream: Ich liebe durchaus die Behäbigkeit der Inszenierung des Originals. Mit den Logiklöchern kann ich leben. - Und es wäre schön, endlich die Originale in Ruhe zu lassen. Neuinterpretationen - auch im Theater - gibt es genug. Ich denke an Hamlets auf harleys, Brünhildes in Unterwäsche. Oder im Kino z. B. die Neuverfilmung der Creature of the Black Lagoon.

Nicht neu interpretieren, sondern neu schreiben. Ideen variieren (ohne direkten Bezug, den ein Remake hergibt).
#9 Mainstream 2008-12-07 12:56
-
Hallo G.Walt (super Nickname),
es sieht so aus, das nur sehr, wenige Punkte in dieser Neuverfilmung
aus dem Original übernommen wurden. Gib jetzt mal dem Kind
einen anderen Namen und schon ist ein Riesengeschrei im
Gang, weil die ja NUR von einem alten Klassiker abgeschaut
hätten.
Fakt ist: Es gibt KEINE neuen Ideen im Film. Also sollen die
Macher bitte so ehrlich sein und das Kind dann wenigstens
beim Namen nennen.

Und (ein seltenes Mal das Holzi und ich einig sind) die filmischen
Möglichkeiten haben sich genauso geändert wie die politischen
Verhältnisse. Spielbergs 'War of the Worlds' hat gezeigt,
das man mit viel filmischen Verständnis ein klassisches Thema
hoch aktuell gestalten kann und es nochmals gelingt
den Nerv der Zeit richtig zu treffen
(auch wenn der Scientologe mitspielt).

Und dann muss ich noch widersprechen, das Theater nicht
auf Effekthascherei aus wäre. Siehe die alljährlichen Bayreuther
Festspiele, die ständig mit kontroversen Bildern versuchen
im Gerede zu bleiben. Hätten die ja eigentlich auch nicht nötig.
#10 G. Walt 2008-12-07 13:21
Du hast natürlich auch nicht unrecht, Mainstream. Und die Originale ganz in Ruhe lassen ist auch nicht immer von Nöten. Denn es gibt noch sehr gute, ähm Neuinterpretationen.

Ich wollte ja auch nur deutlich machen, dass es unmöglich ist den Charme einer Originalverfilmung von vor 30, 40 oder noch mehr Jahren zu erreichen.

Mit allen anderen reden wir jetzt etwas am Thema vorbei.
Und wenn dem Film keine neuen Geschichten mehr einfallen, dann tut mir das sehr leid für den Film.
#11 horror1966 2008-12-07 18:19
Ich bin normalerweise auch der Meinung, das man von gewissen Klassikern die Finger lassen sollte. Bei diesem Film allerdings bin ich schon sehr gespannt auf die Neu-Interpretation.
#12 Kyr 2008-12-12 17:54
Halb off topic: Im Firefox 3.x einfach about:robots eingeben. Klaatu barada nikto ist einfach überall. 8)

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