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Die Fünfziger - Western: Lederstrumpf

Die Fünfziger - WesternLEDERSTRUMPF

Nathaniel 'Nat' Bumppo (Lex Barker), der wegen seiner markanten Kleidung auch "Lederstrumpf" genannt wird, ist ein weißer Trapper, der am Rande der Zivilisation in den Wäldern Nordamerikas lebt. Seine Schießkunst bei der Jagd brachte ihm auch die Namen "Wildtöter" und "Falkenauge" ein.

Gemeinsam mit seinem indianischen Blutsbruder Chingachgook (Carlos Rivas), Häuptling vom Stamme der Mohikaner, hilft Nathaniel dem Fallensteller Harry March (Forrest Tucker), als dieser von Kriegern der Huronen überfallen wird.


Sie schlagen gemeinsam die feindlichen Angreifer in die Flucht und begeben sich danach zu dem alten Pelzjäger Tom Hutter (Jay C. Flippen), der mit seinen Töchtern Judith (Cathy O'Donnell) und Hetty (Rita Moreno) auf einer kleinen hölzernen Wasserburg in der Mitte des Glimmersees lebt.

Dort angekommen entdeckt Nat Bumppo den wahren Grund, warum sich die Huronen auf dem Kriegspfad befinden. Tom Hutter ist nicht nur auf Biberfelle aus, sondern macht vor allem blutige Jagd auf die Indianer, denen er ihre Skalps nimmt.

Wildtöter und sein Blutsbruder geraten zwischen die Fronten, als ein Kampf auf Leben und Tod droht.

"LEDERSTRUMPF – DER WILDTÖTER“ aus dem Jahre 1957 gehört wohl zu den besten und stimmungsvollsten Verfilmungen des gleichnamigen Romans von James Fenimore Cooper. Mit dem charismatischen Lex Barker ist die Titelrolle zudem auch sehr gut und glaubhaft besetzt.

Was allerdings in dem Film ein bisschen stört, sind die Westernszenen im Film, die die Handlung mit Lederstrumpf & Co. zu Anfang ab und zu unterbrechen.

Die Filmmusik von Paul Sawtell und Bert Shefter ist ein kleiner Ohrwurm, weil die teils traurige, aber sehr stimmungsvolle Hintergrundmusik, den Zuschauern den sinnlosen Kampf der Indianer gegen die Weißen vor Augen hält, den die Ureinwohner einfach nicht gewinnen können, auch wenn sie sich noch so anstrengen.

Aber auch sonst bietet der Abenteuerfilm „LEDERSTRUMPF“ beste Unterhaltung, die zeigt, dass es für Lex Barker auch eine Zeit vor Old Shatterhand gegeben hat und dass vermutlich so manche Idee für die deutschen Karl May-Filme an dem Film „Lederstrumpf“ angelehnt sind.

So z. B. das Trapperkostüm von Lex Barker, das vermutlich Pate für das spätere Old Shatterhand-Kostüm stand. Das liebevoll gestaltete Booklet zum Film rundet den positiven Eindruck zur DVD-Veröffentlichung ab.

Lederstrumpf
LEDERSTRUMPF – DER WILDTÖTER
Originaltitel: The Deeslayer
USA 1957

Regie: Kurt Neumann, Clinf Reinard
Drehbuch: Carroll Young, Kurt Neumann nach dem Roman "Lederstrumpf" von James Fenimore Cooper

DARSTELLER
Lex Barker als Wildtöter
Carlos Rivas als Chingachgook
Rita Moreno als Hetty
Cathy O'Donnell als Judith
Forrest Tucker als Harry Marsh
Jay C. Flippen als Tom Hutter


1 DVD im Amaray-Case mit Wende-Inlay (inwendig ohne FSK-Logo)
Laufzeit: 75 Minuten
Bildformat: 2.35:1 anamorph
Tonformat: Dolby Digital 2.0 (Dual mono)
Sprache: Deutsch
Ländercode: 2 (Europa)
System: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Extra: Booklet Bildern und Infos

Pidax-film.de

© by Ingo Löchel

Kommentare  

#1 Valerius 2017-12-08 18:14
Im Original soll der Film 78 Minuten lang sein.
Ich habe die Westernszenen leider nicht mehr auf dem Schirm. Daher kann ich nicht sagen, ob dass die von Dir erwähnten zusätzlichen Szenen sind.
Aber viele Filmversionen kamen in Deutschland in gekürzten Fassungen in die Kinos.

Das merkt man bei manchen DVD-Veröffentlichungen, wenn plötzlich statt der deutschen Synchronisation die Originalsprache erscheint. Dann kann man mit bestimmt davon ausgehen, dass diese Szenen damals der Schere zum Opfer fielen. Aus welchen Gründen auch immer.

Ich erinnere mich da u. a. an die Fu-Man-Chu-Filme mit Christopher Lee aus den 1960er Jahren, wo die deutschen Filmversionen zwischen 15 und 20 Minuten kürzer waren, als die Originale.

Das ging weit in den 1980er Jahren hinein. So war zum Beispiel auch der Alain-Delon-Film "Der Kämpfer" enorm zerstückelt. Das Original war über zwei Stunden lang. Die deutsche Version nur knapp 85 Minuten.
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#2 Valerius 2017-12-09 10:40
Bei "Der Kämpfer" wurden in der deutschen Version einige Szenen gekürzt, die im Original viel länger sind. Das Treffen mit seinem Freund, der kurz darauf getötet wird, die Fahrt zum Hotel, der Aufenthalt auf dem Polizeipräsidium nach der Ermordung seiner Freundin oder die Gespräche mit dem undurchsichtigen Restaurantbesitzer, um nur einige zu nennen.
Nichtsdestotrotz hat "Der Kämpfer" das gewisse Etwas. Denn ich habe mir den Film schon viele Male angeschaut.
Leider gibt es ja nicht sehr viele Delon-Filme auf DVD. "Der Schock" mit Catherine Deneuve ist zum Beispiel gar nicht zu bekommen. Schade.
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#3 Valerius 2017-12-09 14:11
Mit dem Schreiben von Artikeln ist das so eine Sache. Die Zeit. Der Tag müsste 48 Stunden haben, um alle Artikel zu können, die ich gerne schreiben würde.

Den Film "Der Schock" habe ich Fernsehen gesehen. Das ist aber auch schon mindestens fünfzehn Jahre her.

Mit den deutschen Filmtiteln ist das so eine Sache. Ich erinnere mich da an den Belmondo-Film "Le Solitaire", der unter dem schwachsinnigen deutschen Titel "Profi 2" in die Kinos kam.
Ähnliches war ja auch bei dem Delon-Film "Ne réveillez pas un flic qui dort", der unter "Panther 2" in die Kinos.
Der hatte aber mit "Parole de flic", den du erwähntest, also "Der Panther" überhaupt nichts zu tun. Zumal "Panther II" ein äußerst schlechter Film von Delon war.

Ich mag die französischen Kriminalfilme. Die haben ihren eigenen Stil, der sich von den Filmen aus Hollywood glücklicherweise sehr unterscheidet.

Einige meiner Lieblingsfilme sind

Razzia in Paris
Wenn es Nacht wird in Paris
Der Teufel mit der weißen Weste
Der Panther wird gehetzt
Der Profi

Zu "Razzia in Paris" hatte ich ja mal einen kleinen Artikel geschrieben.

www.zauberspiegel-online.de/index.php/krimi-thriller-mainmenu-12/gesehenes-mainmenu-160/4676-ein-franzsischer-krimi-razzia-sur-la-chnouf-razzia-in-paris

Ein Top-Film mit Jean Gabin, in dem Lino Ventura nach "Wenn es Nacht wird in Paris" in seiner zweiten Filmrolle zu sehen ist. In "Razzia" spielt er erneut den Bösewicht. Diesmal einen Killer.
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#4 Valerius 2017-12-09 14:14
Den "Lederstrumpf"-Film habe ich gar nicht mehr. Aber ich meine mich zu erinnern, dass von dem Barker-Film zwei verschiedene Versionen existieren.
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#5 Estrangain 2017-12-09 16:25
Die Lex Barker Verfilmungen gefallen mir am besten. Hellmut Lange ist als Darsteller unpassend, die Verfilmung ist eher lahm. Die Lederstrumpf-Erzählungen sind als Film auch wesentlich zugänglicher als die Romanvorlagen, die doch recht altbacken, verklärt und stellenweise ausufernd geschrieben sind. Was mich ein wenig stört, ist die Einordnung des Lederstumpf in das Western-Genre: da gehört es IMHO nicht hin, da es definitiv kein Western ist.
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#6 Valerius 2017-12-10 14:11
Du hast noch den Delon-Film "Borsalino" (mit Belmondo) vergessen.
Den habe ich auch lange nicht mehr gesehen. Gibt es den Film eigentlich auf DVD?
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