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Die ruhmreichen Fünf - Neue Superhelden halten die Welt in Atem: FIMBUL-WINTER (Teil 2)

StoryDie ruhmreichen Fünf
Superhelden halten die Welt in Atem!
FIMBUL-WINTER (Teil 2)

Er pfiff vor sich hin. Heute war sein Tag. Der Scheck vom NEKUL-Verlag würde sein Konto wieder auf einen höheren Level bringen als es jetzt hatte. Er wollte schon die Tür öffnen als von drinnen eine laute Stimme ertönte. Und sie klang nicht als wollte der Besitzer dieser Stimme etwas einzahlen. BANKÜBERFALL schoss es es Radzuweit durch den Kopf. Verdammt, nirgendwo war eine dunkle Ecke wo er sich verwandeln konnte.



Sein herumschwirender Blick fand eine Telefonzelle. Das war die Lösung. Er rannte auf die Zelle zu als plötzlich ein Wagen neben ihm hielt aus dem ein älterer Herr stieg. Bevor Ralf die Telefonzelle erreicht hatte war der Mann hineingeschlüpft.

„$%&/#“, der Werbetexter fluchte laut vor sich hin.

Sein Blick fiel auf einen Abwasserkanal, nur von vier Pfosten abgesichert, der offen war. Der Deckel lag daneben.

Ralf Radzuweit schüttelte sich. Aber es half nichts.  Also hinein ins ‚Vergnügen‘ mache er sich selbst Mut.

„Turtle Power!“, stieß er aus, dann fiel er nach unten. Doch er erreichte den Boden nicht. Eine Kanalratte sah gerade noch wie sich die Gestalt Ralf Radzuweit in die der MOTTE verwandelte und in rasender Geschwindigkeit aus der Öffnung verschwand.

Fiepend rannte die Ratte davon.

*

„Das war doch noch nicht alles! Los pack die anderen Scheine auch ein.“ Die Pistole in seiner Hand zitterte nervös. Tom war unruhig. Dies war sein erster Banküberfall. Ein Blick auf die Bankkunden zeigte ihm das sie noch immer auf dem Boden lagen. Niemand wagte es gegen ihn Front zu machen. Die Angst vor seiner Waffe hielt sie in Schach.

„Da... das Geld.“, die junge Frau reichte ihm den Plastikmüllsack über den Schaltertisch.

Hastig griff Tom Seiler nach dem Sack, riß ihn an sich und drehte sich um. Jetzt wurde es Zeit die Bank zu verlassen. Eilig strebte er der Tür zu und erstarrte.

„Wohin denn so schnell?“

Vor ihm stand eine seltsame Gestalt mit Insektenflügel und -augen.

Er riss die Waffe hoch. Der Lauf der Pistole zeigte auf den Maskierten

„Gib auf, du hast keine Chance!“ Der Maskierte kam näher.

„Bleiben Sie steh‘n Mann. Ich schieße!“ Tom merkte wie seine Hand zitterte. Doch der Fremde kam näher.

Tom Seiler schoss.

*

Die MOTTE betrat den Schalterraum. Ein Mann rannte auf ihn zu.

„Wohin denn so schnell?“

Erschrocken blieb der Bankräuber stehen. Der Superheld sah das der Lauf der Pistole auf seinen Bauch zeigte.

„Gib auf, du hast keine Chance!“ Er näherte sich dem Mann.

„Bleiben Sie steh‘n Mann. Ich schieße!“

Die MOTTE bemerkte das die Hand des Mannes zittert. Langsam ging er weiter auf ihn zu, Dann zog der Mann den Abzug durch.

Die MOTTE riss die Hände hoch. Strahlen schossen aus den Finger und bildeten eine Schutzwall vor ihm. Dann trat er vor und ließ seine Faust unter das Kinn des Bankräubers krachen. Diese verdreht nur kurz die Augen und fiel dann Bewustlos zu Boden.

„Glaskinn.“ murmelte die MOTTE und drehte sich um.

„Die Gefahr ist vorbeit. Übergeben sie den Kerl an die Polizei.“

Er nickte der Kassiererin kurz zu, dann verschwand er.

*

Mühsam verließ Ralf Radzuweit die Kanalisation. Jetzt wurde es aber Zeit das er seinen Scheck einlöste.

Als er an der Telefonzelle vorbeikam stand der alte Mann noch immer drin. Da hätte er ja lange warten können.

Endlich erreichte er die Bank und trat neugierig ein. Fast wäre er über den Bewußtlosen gestolpert. Er schüttelte den Kopf. Die hatten den Bankräuber noch nicht einmal zur Seite geräumt.

„Ich möchte diesen Scheck einzahlen.“ Er reichte ihn der Kassiererin.

Draußen ertönten schon die Sirenen der Polizei.

„Hier ihr Beleg Herr Radzuweit.“ Lächelnd gab die junge Frau ihm einen Zettel. Dafür das die Bank gerade überfallen worden war reagierten die Menschen ziemlich gelassen.

Ralf grinste zurück und bedankte sich.

Die Polizei betrat die Bank und wäre fast ebenfalls über den noch immer bewußtosen Bankräuber gestolpert. Zwei Beamte schleppten den Mann nach draußen. Die anderen Beiden begannen den Anwesenden Fragen zu stellen.

„Und Sie?“ Einer der Beamten trat an Ralf Radzuweit heran.

„Ich? Ich kam etwa vor zwei Minuten rein und zahlte einen Scheck ein. Das kann die junge Dame hinter dem Schalter bezeugen.“

„Stimmt das?“ Der Polizist drehte sich uum Schlater um. Die Frau bejahrte.

„Gut, Sie können dann gehen.“

Ralf atmete au. Es hätte ihm gerade noch gefehlt in den Fall mit reingezogen zu werden.

Vor der Tür winkte er ein Taxi heran. Es wurde Zeit das er nach Hause kam. Neue Aufträge warteten schon.

*

PLOPP!

Verwirrte blickte ich in den Himmel. Ich musste eingeschlafen sein, denn die Sonne stand hoch im Zenit.

Ich stand auf. Es wurde Zeit für das Mittagessen.

Aber was war das für ein Geräusch gewesen das mich aufgeweckt hatte.

Im Radio liefen die Nachrichten. Der Sprecher berichtete gerade on einer Beobachtung der Sternwarte, die eine Leuchtspur in der Atmosphäre entdeckt hatte.

Ich stellte den Kasten ab. Es wurde Zeit das ich mir mein Essen in die Mikrowelle schob.

Ich nahm das Radio und ging auf die Terrasse zu.

Doch was war das? Wo kam die kleiner Krater her? Den hatte es noch nicht gegeben bevor ich mich in die Hängematte gelegt hatte.

Ich stellte das Radio auf den Boden und bückte mich um das kreisförmige Loch genauer in Augenschein zu nehmen.

Es war nicht tief, etwar einen halben Meter, und es lag etwas darin. Das Ding war schwarz. Aber es war kein normales Schwarz wie man es kannte. Dieses Schwarz glänzte matt und war doch so tiefschwarz das man Angst hatte darin zu versinken. Ein silbriger Schimmer tanzte über den Stein, der eigentlich mehr wie ein Kristall aussah und unzähligen Facetten hatte.

Und dann tat ich etwas vollkommen Verrücktes - ich fasste den Kristall an.

Ein wahnsinniges Kribbeln umfasste meinen ganzen Körper. Ich versuchte den Kristall loszulassen, konnte es aber nicht. Dann wurde es Schwarz um mich.

*

Als ich die Augen aufschlug war es dunkel. Die ersten Sterne funkelten schon am Nachthimmel.

Ich starrte auf meine Hand. Sie war in Ordnung, doch der Kristall war verschwunden. Nur eine Art schwarzer Sandstaub bedeckte sie, so als wäre der Kristall zu Staub zerfallen. Ich wischte den Staub an meiner Jeans ab.

Es war verrückt, aber ein Blick auf meine Uhr bestätigte mir das ich acht Stunden bewußtlos im Gras gelegen hatte. Es war 20 Uhr.

„Jetzt werd ich verrückt.“  Ich stand auf.

Mir war schwindlig. Ob dies vom Kristall kam oder vom Hunger der sich gerade knurrend aus meinem Magen bemerkbar macht wusste ich nicht.

Langsam ging ich ins Haus. In der Küche stellte ich das Radio das ich mitgenommen hatte ab und schon das Essen in die Mikrowelle.

Im Kühlschrank stand noch eine Flasche Mich. Gierig trank ich sie leer.

Jetzt ging es mir schon etwas besser, und als das Piepen anzeigte, dass das Essen gar war fühlte ich mich großartig.

Ich hatte schonmal bessere Lasagne gegessen, nämlich meine Eigene, aber für ein Fertiggericht war sie gar nicht mal so übel.

Ich goß mir ein Glas französischen Rotwein ein und setzte mich vor den Fernseher.

Sie zeigten Bilder eines Banküberfalls der sich heute in Bremen ereignet hatte. Die automatischen Kameras hatte alles aufgenommen. Der Sprecher kommentierte das Ganze.

„Und wieder einemal hat einer dieser rätselhaften Superhelden zugeschlagen. Verfolgen Sie auch die nachfolgenden Sendung SUPERHELDEN ODER KRIMINELLE SELBSJUSTIZLER. Eine Disskussionsrunde mit Politikern, Polizisten und Bürgern...“

Es war blödsinning. Anstatt sich zu freuen das dieses Maskierten gegen das Verbrechen kämpften und der Polizei halfen, stellte man sie als kriminelle Geisteskranke hin. Es war genau wie in den Comics.

Mir kam eine glänzende Idee. Ich würde ein Superhelden Comic zeichnen. Die realen Helden würden als Vorbild Pate stehen. So würde ich ihren Ruf verbessern.

Gesagt, getan. Ich setzte mich ans Zeichenbrett. Ein firschen Blatt Papier war schon aufgelegt. Eine alte Gewohnheit von mir. Aber wo war der Bleistift?

„Einen Bleistift, ich brauche einen Bleistift!“

Ein seltsames Glühen hüllte mich ein. Entsetzt starrte ich in den Spiegel an der Wand gegenüber. Ich verwandelte mich in einen menschengroßen Bleistift.

„Nein!“ Ich zuckte zusammen.

Urplötzlich lie der Effekt nach. Ich war wieder normal. Aber war ich das wirklich?
Ich musste es wissen...

*

Seit drei Nächten hatte ich meine Kräfte erprobt und mich bis zur Leistungsgrenze getestet. Dabei hatte ich festgestellt das ich fliegen konnte. Und zwar nur durch meinen Willen. Auch war meine Muskelkraft um einiges größer geworden, doch meine Grenze waren zehn Tonnen Gewicht.

Aber das war noch nicht alles. Ich konnte mich verwandel. Jedes beliebiges Aussehen konnte ich annehmen. Auch von Gestalten die der Phantasie entsprungen waren. Aber egal in was ich mich verwandeln würde, ich behielt immer nur mein Wissen und meine Intelligenz.

Ich landete auf der Terrasse meines Hauses. Es war schon vorteilhaft das ich am Stadtrand wohnte. Dennoch brauchte ich ein Kostüm zur Tranung, zum Schutz meiner waren Identität. Und ich hatte da schon eine Idee.

Ich setzte mich an mein Zeichenbrett und nahm den Stift in die Hand. Langsam bildetet sich Konturen auf dem Blatt. Ein schwarzes Etwas - mein Dress, wie es in den Comics immer hieß - entstand. Er war tiefschwarz und bedeckte den aus meinem Mund und den Augen den ganzen Körper. Silbern glänzende Pünktchen glühten in unregelmäßigen Abständen in der Schwärze des Stoffes auf und verschwanden wieder.

Ja, es war so geheimnisvoll wie es es haben wollte.

Ich schnkte mir einen Glefiddich ein. Ein Grisen huste mir über das Geischt. Ich war mir nun ganz sicher, das neuen Supherhelden-Projekt würde ein Renner werden.

*

„Da. Seht... ein Vogel.“

„Nein, ein Flugzeug.“

„Nee, es ist die MOTTE!“

„Quatsch! Seit wann hat die MOTTE ein pechschwarzes Kostüm? Und wo sind die Flügel?“

Ich grinste als ich die Stimmen der Menschen vernahm, denn ich hatte meine Ohren kurzfristig auf Supergehör umgestellt. So konnte ich hören was tief unter mir gesprochen wurde. (Na, von welchem Superheld hat er das abgekupfert? - Red.)

Vor mir waren ein paar Wolken. Ich sauste hinein und wirbelte sie durcheinander bis sie so waren wie ich sie haben wollte.

V A R I O stand nun in großen Buchstaben am Himmel. Jetzt wussten die Leute da unten meinen Namen.

VARIO stand für meine Fähigkeit jede beliebige Gestalt oder Form anzunehmen.

Ich war gut drauf, wie man so sagte, denn heute war mein erster Tag in der Öffentlichkeit. Ich hoffte nur das ich mich nicht blamierte wenn es zum Ernstfall kam.

Doch dazu sollte es schneller kommen als ich dachte!

*

Vergangenheit:
Es war kalt - eisig kalt. Der strenge WInter machte das Leben schwer für die wenigen Menschen die hier im Norden lebten. Es ging ihnen zwar besse als denen die an den Küsten des rauen Nordmeeres lebten, doch auch hier war der Winter noch immer hart genug.
Heldron seufzte. Er träumte von einem leichteren Leben im Süden des Landes. Dort wo der Winter nicht so streng und gnadenlos war.

Er hatte von den wandernden Händler viel gehört. Viel Dinge hatte sie ihm beschrieben. VonGöttern und starken Männern hatten sie ihm erzählt. Von schönen Frauen, seltenen Früchten und großen, kostbaren Schätzen. Aber auch von den gefährlichen Tieren und Ungeheuern, die auf die ahnungslosen Reisenden lauerten.

Auch Heldron wollte Abenteuer erleben, in die warmen Gefilde ziehen. Doch er konnte seinen alten, gebrechlichen Vater nicht verlassen. Er war als Einziger übrig geblieben, denn all die anderen Söhne waren durch Kriege und Krankheiten dahingerafft worden. Solange sein Vater lebte musste er ausharren.

Jetzt wo es draußen dunkel und noch ungemütlicher als sonst war, und Wöfe und Bären sich auf der Suche nach leichter Beute herumtrieben, tat es hit am offenen Feuer zu sitzen und sich die Glieder zu wärmen.

Ein lautes, seltsames Geräusch riß Heldron aus seinen Gedanken. Was war das für ein Zischen das die Luft zerschnitt. Dann ein lauter Knall und die Erde erbebte.

„Bei allen Erdgöttern!“ Heldron war aufgesprungen und rannte mit dem Bronzeschwert zur Tür. „Was war das?“

Ein seltsames blauesweißes Licht leuchtet nicht unweit des Dorfes auf.

Aber was beim Vater aller Götter war das? Heldron wollte nicht warten bis jemand Anders es herausfand. Hier war endlich das Abenteuer auf das er gewartet hatte.

Er lief in die Dunkelheit.

*

Der Himmelsvogel steckte mit seinem Schnabel im Boden. Die glänzende Haut war von Roissen durchzogen, die Schwingen waren gebrochen. Dieser Vogel konnte sich nie wieder in den Himmel erheben.

Was war geschehen? Hatten die Riesen der Kälte die Götter von ihrem Himmelsreich vertrieben? Kam es jetzt zum Untergang der Welten? War der eweige Endzeitwinter schon angebrochen, so wie es die Väter und deren Väter erzählten und vor dem sich alle Mensch fürchteten.

Landsam öffnete sich eine Klappe im Bauch des Vogels. Helles Licht strahlte in die DUnkelheit hinaus und erhellte die Umgebung.

Heldron erstarrte als er die Gestalt sah die in der hellerleuchteten Öffnung stand.

Kein Zeifel, die Götter waren gekommen.

(HABE KEINE ANGST MENSCH!) ertönte eine Stimme in seinem Kopf. (ICH BRAUCHE DEINE HILFE.)

„Was meinst du damit. Herr?“ Heldron war überzeugt das es der Göttervater war, der Herrscher aller Götter, der in der Öffnung des Himmelsvogel stand.

(DU MUSST EINE AUFGABE ERLEDIGEN!) Die Stimme schwieg kurz. (SAGE MIR HELDRON, WO WÄRE ETWAS GEFÄHRLICHES UND TÖDLICHES VOLLOKMMEN SICHER VOR DER NEUGIER DER MENSCHEN?)

Heldron überlegte nicht lange und wies auf eine kleine Senke die unter dem Eis versteckt lag. „Dort Herr. Es ist eine Vertriefung die immer unter Wasser steht. Sie ist sumpfig und jeder der sie betritt versinkt für alle Zeiten.“

Das Wesen in der glänzenden Rüstung nickte. Es kam aus dem Bauch des Vogels und winkte ihn zu sich.

Zögernd kam Heldron näher. Es war nicht die Angst die vor dem Gott die ihn zögern lies. Es war die Furcht das sich alles nur als Traum entpuppen könnte und er gleich aufwachen würde. Doch es war kein Traum.

Aus der Bauchöffnung des Himmelsvogel schwebte eine metallene Truhe mit seltsamen Verzierungen heraus und setzte vor Heldrons Füßen auf. Als er wieder aufsah hob der Gott die Hand und zeigte in Richtung der Vertiefung.

Die Erde samt der Eisdecke hob sich empor und legte das Sumpfloch frei. Es war ein gewaltige Stück Erde, das mehrer Meter dick war.

(WERFE DIE KISTE IN DAS LOCH HELDRON. NIE DARF JEMAND HAND AN DIE TRUHE LEGEN, DENN ES WÄRE DAS ENDE DER WELT! DER EWIGE WINTER WÜRDE ÜBER DIE ERDE KOMMEN UND ALLES LEBEN ERLÖSCHEN! WIRF SIE HINEIN HELDRON.)

Heldron hob die Truhe an. Se war seltsam leicht. Trotz seiner Fellhandschuhe spürte er die Eiseskälte die von der Truhe ausstrahlte. Ein Schauer des Entsetzens lief im das Rückrat hinunter. Es schien als wären alle Eis- und Frostdämonen in dieses Kästchen eingesperrt worden.

(SO UNGEFÄHR IST ES MENSCH.) Die Stimme des Gottes war erneut in seinem Kopf aufgeklungen. (DESHALB IST ES WICHTIG DAS KEIN WESEN DIESE KISTE JEMALS FINDET!)

Heldron holte weit aus und schleuderte die Truhe in weitem Bogen in das Loch. Mit einem dumpfen Ton schlug sie auf. Dann senkte sich der Boden, der noch immer in der Luft schwebte, nach unten und verschloss das Loch fast nahtlos. Niemand würde erkennen das hier etwas geschehen war.

Ein knirschendes Geräusch ließ Heldron herumfahren. Der metallene Himmelsvogel war aus der Erde gezogen worden. Selbst die Flüge waren durch die unglaubliche Magier des Göttervaters wieder gerade und verheilt.

Der Krieger wusste das der Abschied von seinem Gitt nahte.

(DU HAST MIR SEHR GEHOLFEN HELDRON!) sagte der Gott, doch diesmal hatte er seinen Mund bewegt. (GIB MIR DEIN SCHWERT!)

Heldron reichte ihm das Bronzeschwert. Es war sein ganzer Stolz und sein größter Besitz.

Der Gott betrachtete es eine Weile, dann fuhr er mit der Hand über das Metall. Ein weißliches Leuchten hüllte das Schwert ein. Langsam veränderte sich das Metall des Schwertes und wurde feuerrot. Die Klinge strahlte in seltsames Licht gehüllt in der Dunkelheit. Dann reichte ihm der Gott das Schwert zurück.

Vorsichtig nahm Heldron es im Empfang- Das Leuchten verblich als er es in der Hand hatte und das Metall war kalt.

(DIESES SCHWERT IST NUN UNZERSTÖRBAR. ES WIRD DICH DIESES SCHWERT SIEGREICH DURCH ALLES KÄMPFE TRAGEN, DOCH NUTZE ES WEISE HELDRON!)

Der Gott wandte sich um und betrat den Göttervogel. Zum Abschied hob er seine rechte Hand. Dann schloss sich die Luke. Wenige Sekunden später flog der Vogel in den sternenübersäten  Himmel davon.

Heldron hob sein Schwert zum letzten Gruß bevor er nach Hause ging. Silbern leuchteten die seltsamen Runen der Klinge im Mondlicht auf.

Er würde dieses Abenteuer niemals vergessen so lange er lebte. Noch in dieser Nacht, die bald zu Ende war, würde er das Erlebte in einem Lied zu Ehren des Göttervaters verewigen.
*

Die große Digitaluhr zeigte nur, das es drei Uhr nachmittags war. Gleich drauf blendete sie das Datum des Tages ein. Es war der sechste Juni, aber das wusste ich auch so. Dann kam die Temperatur dran. 36 Grad Celsius im Schatten. Aber mein Kostüm ließ mich nicht im Stich. Es war aus einem Stoff der Kälte und Hitze reflektierte, so dass sie nicht zum Körper durchdringen konnte.

Ich hatte also weder in Afrika noch am Südpol Probleme. Wasserdicht war es sowieso.

Ich kreiste kurz über die Stadt bevor ich in Richtung meines Hauses flog. Heute war nichts los. Außerdem wurde es Zeit das ich an meiner neuen Comic Idee weiterarbeitete. Ich musste schließlich Geld verdienen, denn auch Superhelden können nicht von Luft leben.

*

WILL THE WUZ  saß in seinem Studienzimmer. Raumhohe Regale mit alten und neuen Büchern füllten den Raum.

Plötzlich zuckte er zusammen. Eine gewaltige magische Energie wurde ganz in der Nähe freigesetzt. Doch das war noch nicht alles. Wie durch Magier wurde sein Blick zum großen Panoramafenster seiner Villa gelenkt.

Schnee!

Es war verrückt. Draußen fielen in einem rasenden Tempo Schneeflocken zu Boden. Dabei war es Juni und mindesten sechsundreißig Grad Celsius.

Willi Lüders schüttelte den Kopf. Das konnte nicht mit rechten Dingen zugehen. Er musste wissen woher das kan und wer oder was es auslöste.

Er rannte aus dem Zimmer in den Flur und riss eine Lederjacke von der Gadarobe.
Kurz überlegte er was für einen Wagen er nehmen sollte. Bei diesem Wetter fiel seine Wahl auf den Land Rover. Denn der Schnee lag jetzt schon einen halben Meter hoch.
Wenige Sekunden später brauste er los.

*

Schnee!

Ralf Radzuweit traute seinen Augen nicht. Schnee mitten im Sommer. Was zum Teufel war da los?

Er stand auf. Das Fenter würde er nicht öffnen, denn der Wind wehte die Schneeflocken genau drauf zu.

Ralf zitterte plötzlich. Es war verdammt klat geworden. Schnell drehte er die Heizung auf. Ralf Radzuweit war froh das er das kleine Haus in einem Außenbezirk Bremens gekauft hatte. So war er nicht auf einen Hausmeister angewiesen der zur Heizperiode den Brenner einschaltete. Schnell wurde es war im Zimmer. Der Schnee am Fenster schmolz, rutschte ab und gab die Sicht frei.

War es vorhin nur ein mittelstarker Schneefall, so artete es jetzt zu einem Schneesturm aus.

Es wurde Zeit das er zur MOTTE wurde. Schwierigkeiten würde es da draußen bestimmt genug geben.

Zwei Minuten später hatte sich Ralf Radzuweit, alias die MOTTE, in die Luft erhoben und kämpfte sich durch das Gestöber zur Bremer City durch.

*

Uwe Schnabel starrte aus dem Fenster.

Schnee - in riesigen Mengen Schnee. Eigentlich hätte ihn das freuen müssen, denn als Eismann liebte er die Kälte. Als Uwe Schnabel jedoch nicht so sehr.

Er drückte die Sprechtaste nieder. „Fräulein Arnold. Geben Sie der gesamten Belegschaft frei. Bei diesem Schneegestöber kommt ja sonst keiner mehr nach Hause.“

Er nahm seine Jacke vom Haken und öffnete die Bürotür. „Sie können auch gehen, Fräulein Arnold. Auf Wiedersehen.“

„Auf Wiedersehen, Herr Schnabel.“

Uwe Schnabel, Chef und Herausgeber des NEKUL-Verlags stürmte auf den Aufzug zu. Es wurde Zeit das er die Sache aufklärte. Wo kam der Schneesturm im Sommer her? Und vor allem wer oder was hatte ihn ausgelöst?

*

Sabine Siewert und ihre Kollegin Anja Gerber saßen über den Texten des neuen Gruselcomics. Die Zeichnungen von Michael Müller und die spannungsgelandenen Texte von Hay Hedgesparrow passte so gut zusammen als hätten Autor und Zeichner zusammengesessen und über jedes Bild einzeln beraten.

Es war schon phantastisch wie Michael Müller die Vorgaben Hedgesparrows umgesetzt hatte. Man musste einfach das Comic bis zum Schluss lesen.

„Achtung, wichtige Duchsage. Uwe Schnabel hat angeordnet das die gesamte Belegschaft wegen des Schneesturms jetzt schon nach Hause gehen kann. Also los bevor niemand mehr nach Hause kommt. Also Feierabend.“ Es war die Stimme der Chefsekretärin Fräulein Arnold.

„Schneesturm?“ Sabine blickte zum Fenster. Da war ja wirklich einer. Den hatte sie garnicht bemerkt, so spannend war das Comic gewesen.

„Dann machen wir uns mal auf die Socken.“ sagte Anja und griff ihre Tasche.

„Es wird ganz schön kalt sein in den Sommersachen!“ meinte Sabine nur und verließ mit Anja Gerber den Raum. Doch in Gedanken war sie schon ganz wo anders.

Es wurde Zeit für SUNBEAM. Wäre doch gelacht wenn sie nicht den Ursprung des unnatürlichen Wetters herausfinden würde.

*

Wenige Stunden vorher:

Es herrschte Hochbtrieb im Norden Bremsns. Seit ein paar Tagen lrempelten ein paar Männer und Frauen, alles freiwillige Helfer, das Gelände um. Das Ganze fand auf Grund einer alten Keltenlegende statt über die Peter Karser auf einer alten Bronzeplatte gestolpert war, die er in England erstanden hatte.

Peter Kerser, ein bekannte Buchautor im Bereich der Prä-Astronautik, hatte Geld lockergemacht und diese private Forschung, zu der der Bremer Senat die Erlaubnis gegeben hatte, finanziert.

HELDRONS LIED hieß der Text der ihn hergeführt hatte. Er hatte von einem Himmelsvogel und dem Göttervater der ihn lenkte. Helderon erhielt von ihm eine seltsame Truhe. Diese versenkte er mit Hilfe des Gottes im Boden, denn kein Wesen sollte sie finden. Weiter heiß es in diesem Lied die Truhe würde Verderben über die Erde bringen falls sie je geöffnet werden würden. Ewiger Winter würde herrschen, so lautete die Prophezeihung.

Peter Karser hatte schon die Verbindung zur germanischen Mythologie gezogen in der vom Endzeitwinter, dem Fimbulwinter, die Rede war. Doch HELDRONS LIED war älter, sehr viel älter.

Auch war die Rede von einem Schwert das der Gott aus Heldrons Schwert erschaffen und als Lohn für seinen Dienst geschenkt hatte. Dann war der Gott mit dem Himmelsvogel. der nichts anderes als ein Raumschiff gewesen war, in das Reich der Götter zurückgekehrt.

Für Karser war es klar das es sich um ein Wesen aus dem All gehandelt haben muste dem Heldron begegnet war. Doch was war in der Truhe?

„Wir haben etwas gefunden das diese Truhe sein könnte die Sie suchen. Sie wird gerae gesäubert.“ Ein Mitarbeiter war auf ihn zugerannt und winkte mit den Armen.

Peter Karser folgte ihm so schnell er konnte zur Fundstellen. Wasser hatte den Dreck und den Schmutz der Jahrhunderte abgespühlt. Metallischer Glanz strahlte im Licht der Sonnen. Es schien als wäre diese Truhe erst heute gemacht worden.

Ja es bestand kein Zweifel. Das war die Göttertruhe Heldrons.

Einer der Helfer hatte einen Geigerzähler mitgebracht den er nun an die Truhe hielt. Nichts. Au der Truhe drang keine Strahlung aus. Doch was wär wenn man sie öffnen würde?

„Man musste kurz einen Spalt öffnen. Wenn der Geigezähler ausschlägt klappen wir den Deckel schnell wieder zu!“

Karser wiegte den Kopf hin und her. Er glaubte zwar nicht das etwas Radioaktives in der Truhe war, denn sonst hätte die Strahlung, bei der langen Zeit in der sie im Boden gelegen hatte, schon längst die Außenhaut der Metalltruhe durchdrungen.  Dann nickte er. „Gut, machen wie es so.“

Jo Scherer fasste die Truhe an. „Man, die ist ja plötzlich eiskalt.“ Er schüttelte sich kurz. Dann öffnete Scherer langsam den Deckel der kleinen Truhe einen Spalt weit.

Eine Sekunde lang hielten alle den Atem an. Doch der Geigerzähler blieb stumm.

Plötzlich flog der Deckel mit Urgewalt nach hinten auf und riss Scherer von den Füßen.

Eiskalter Nebel wallte aus der Truhe hervor, hüllte alles ein. Wie aus dem Nichts begann in einem wahnsinnigem Tempo Schnee zu fallen.

(FREI, ENDLICH FREI!) dröhnte es vom Himmel. Doch das bekamen die zwöf Menschen an der Ausgrabungsstelle schon lange nicht mehr mit. Sie lagen, hockten oder standen in totenähnlicher Starre auf ihren Plätzen gebannt.

Der Nebel hatte längst Gestalt angenommen. Eine riesige, etwa dreißig Meter hohe, einem Menschen nur enfernt ähnelnde Gestalt erhob sich in den grauen Winterhimmel. Sein ganzer Körper war mit Eis übersät. Ein lautes Grollen entrann sich seiner Kehler. Nun würder er sein eisiges Reich endlich errichten können. Niemand und nichts würde es diesmal verhindern können.

*

Ich kam nicht bis nach Hause, denn urplötzlich verdunkelte sich der Himmel und Schnee fiel rasend schnell vom Himmel. In wenigen Minuten war die Schneedecke einen halben Meter hoch. Ich konnte mir vorstellen das die Temperaturen rapide gesunken sein mussten. Nur was war der Auslöser gewesen?

Ich drehte und flog zurück zur City. Besser gesagt, ich wollte es, denn plötzlich sah in den Land Rover unter mit der in einer Schneewehe steckte. Ich landete neben dem Wagen. Ein Mann saß am Steuer.

Ich klopfte an die Scheibe die einen Spalt aufgekurbelt wurde.

„Kann ich Ihnen helfen?“ schrie ich durch das Tosen des Windes.

*

Die MOTTE kämpfte gegen den starken Wind an, der schon zu einem halben Orkan angewachsen war.

Das Chaos herrschte in der Stadt. Die Schneedecke hatte den kompletten Verkehr lahmgelegt. Doch er konnte nichts tun um die Schneedecke zu beseitigen, denn der Schnee fiel noch immer von Himmel. Es schien als würde der Schneefall niemals enden.

Die MOTTE versuchte einige Insekten mit seinen Gedanken zu erreichen. Doch kein Insekt antwortete ihm, denn alle waren in eine Art Winterstarre gefallen.

Plötzlich nahm die Windstärke erneut zu. Ein Windstoß  wirbelte ihn     davon. Krampfhaft versuchte die MOTTE irgenwo Halt zu finden. Doch es war zwecklos. Hilflos trieb er davon.

„Hab dich!“ hörte er plötzlich neben sich und ein kräftige Hand hielt ihn fest.

Fortsetzung folgt

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