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Der Baby-Fluch - Der Dämon - Im Bann des Goblin

Der DämonDer Baby-Fluch
Der Dämon - Im Bann des Goblin

Hollow Glen im Jahre 1831. Es ist die Nacht zu Halloween und wie jedes Jahr feiern die Einwohner ein Fest. Es ist das Fest um im kommenden Jahr fruchtbare Felder bestellen zu können. Hierzu entzünden die Einwohner von Hollow Glen in der Nacht stets ein großes Feuer in dem sie dann alles Schlechte der letzten Ernte als Opfer hinein werfen. Doch diesmal gehen sie zu weit und überantworten ein krankes und behindertes Baby ebenfalls den lodernden Flammen.

 

Der DämonDoch diesen Fehler werden die Einwohner von Hollow Glen noch bitter bereuen, denn die junge Mutter, der man das Kind aus den Armen entreißt, entpuppt sich auch als eine in den dunklen Künsten kundige Hexe. Kaum wird ihr Baby durch die Flammen verzehrt, spricht sie auch über Hollow Glen und allen darin befindlichen Einwohnern einen grausamen Fluch aus. Das Resultat folgt auf den Fuß, denn aus den Flammen entspringt ein dämonischer Goblin, der nunmehr jedem Baby in Hollow Glen den Tod bringen wird.

In unseren Tagen: Familienvater Neil zieht mit seiner zweiten Frau und dem Baby, sowie seiner Tochter aus erster Ehe nach Hollow Glen. Quasi mit im Gepäck befindet sich auch die beste Freundin seiner älteren Tochter. Neil Perkins hofft hier nicht nur mit seiner Familie ein neues Leben zu beginnen, sondern auch ein perfektes Geschäft abschließen zu können. Doch die Sache steht unter einem unguten Stern. Sein neues Haus liegt in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Feuerplatzes und es ist der Tag vor Halloween.

Schon seine Tochter und deren Freundin bemerken die seltsamen Eigenarten der Bewohner, als sie einige Besorgungen machen wollen. Kein Laden ist an diesem Tag geöffnet und die Einwohner scheinen sich geradezu zu verbarrikadieren. Als diese dann auch noch mitbekommen das die "neue" Familie ein Baby hat, scheinen sie völlig entsetzt zu reagieren. Dafür treffen sie einige junge Burschen, die den Teenagern gleich ins Auge springen. Und genau die kommen heimlich vorbei während Neil und seine Frau sich mit einem Geschäftspartner und dem örtlichen Sheriff treffen, denn die Mädels müssen als Babysitter im abgelegenen Haus bleiben.

Doch dann taucht der Goblin auf, weil er das Baby förmlich riechen kann und richtet unter den Teenagern ein wahres Blutbad an. Als man zum Haus zurück eilt, um das Baby vor dem Höllenwesen zu retten, ist dieses bereits entführt worden. Doch wer sollte noch ein Interesse an dem Kind haben? Zumindest muss man bald feststellen, dass dieser Dämon seine blutigen Aktivitäten nicht einstellen wird, bevor er nicht seinem eigentlichen Opfer, dem Baby habhaft wird. Ein grausiger Wettlauf um das Baby und gegen das unsagbare Böse beginnt.

Man muss es einfach gleich Eingangs feststellen, die Spezialeffekte kann man nicht unbedingt als schlecht bezeichnen, auch wenn man sehr schnell merkt, das hier nicht gerade mit Geld geprotzt wurde. Solange der Goblin seine düstere Kutte trägt, sieht er auch recht schauerlich aus und lässt durchaus eine schöne gruselige Stimmung aufkommen. Man hätte diesen Pluspunkt aber bis zum Ende des Films beibehalten sollen. Leider hampelt der Dämon zum Endkampf eben ohne die schwarze und vor Dreck strotzende Kutte herum, und schon ist das gruselige Flair verpufft. Denn nun sieht die Computeranimation eben auch aus wie eine billige Animation.

Auch die Schauspieler gehören nicht gerade zur ersten Garnitur, geben sich aber zumindest Mühe, was dem Film insgesamt gut tut. Grundsätzlich bekommt man in Sachen Handlung auch keine überraschenden Wendungen zu sehen und das eine oder andere kommt einem dann doch recht bekannt vor, nur eben neu verpackt. Trotz dem blutigen Szenario fehlen dem Film einige intensivere Akzente auf die Bereiche Terror bzw. Bedrohung, mit dem der Zuschauer konfrontiert werden könnte und ihn so quasi an die Handlung fesselt. Zeitverschwendung ist der Film aber dennoch nicht, denn er ist ansonsten atmosphärisch durchaus dicht und verfügt über einen schönen Unterhaltungswert, der anderen Produktionen mit ähnlich geringer finanzieller Substanz gänzlich abgeht.

Fazit: Der Film DER DÄMON - IM BANN DES GOBLIN ist von der Handlung her sehr schnell durchschaubar, weiß aber das Vorhandene und wohl auch Mögliche aus der Story heraus zu holen, um den Zuschauer nicht zu langweilen oder zur üblen Trash-Gurke abzugleiten. Dabei trumpft er mit einigen sehr schönen, blutigen Szenen auf, ohne dabei den Ekelfaktor zu bedienen. DER DÄMON - IM BANN DES GOBLIN ist mit Sicherheit kein spektakulärer Horror-Schocker, also sollte man die Messlatte in diesem Punkt nicht zu hoch hängen. Die Handlung ist aber atmosphärisch dicht, die Schauspieler geben sich sichtlich Mühe und auch wenn die Handlung leicht durchschaubar ist, verfügt der Film doch über einen durchaus positiv zu bezeichnenden Unterhaltungswert. Beachtet man diese Punkte, wird der Fan des Grusel-Genre durchaus seinen Spaß mit diesem Film haben.
Der Dämon
Daten zum Film:
Der Dämon - Im Bann des Goblin
( Goblin )
mit Gil Bellows, Tracy Spiridakos, Camille Sullivan, Donnelly Rhodes, Reilly Dolman, Colin Cunningham, Katleen Duborg, Brandy Kopp, u.a.
Regie: Jeffery Scott Lando
Drehbuch: Raul Inglis
Musik: Christopher Nickel
Laufzeit: 88 Minuten
Jugendfreigabe: FSK 16
Anbieter: Sunfilm Entertainment
Genre: Horror
Kanada/2010

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