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...und sie kann es doch weitaus gruseliger!

The Messenger...und sie kann es doch weitaus gruseliger!
The Messengers

Am 23. 04. 2010 um 22.15 Uhr beglückte uns Pro7 mit dem Gruselfilm "The Messengers"! Irgendwo im Netz habe ich gelesen, es gäbe auch einen zweiten Teil, aber hierzu scheint niemand wirklich mehr mitteilen zu wollen. Ich habe aber wegen Erkrankung nicht wirklich intensiv nachgeforscht. Da ich an diesem Tag nun schon seit vier Tagen mit einer Hammer-Erkältung dahinvegetierte, wurde der Film "Galaxy Quest" noch für einige durchwachsene Schlafpausen genutzt. Schließlich wollte ich "The Messengers" ja an einem Stück sehen.

 

SzenenfotoKristen Stewart ohne "Twilight" und Pattinson
Schon mal gleich vorweg gesagt: bereits im Film "Panic Room" mit Jodie Foster machte die junge Kristen Stewart schauspielerisch eine sehr gute Figur. Ich hatte mir damals schon gedacht, wenn man diesem Mädchen die richtigen Rollen gibt, kann echt was aus ihr werden. Nun mit lockeren 20 Jahren scheint es Kristen Stewart mit den "Twilight" Filmen ja geschafft zu haben. Zumindest habe ich es ihr wirklich gegönnt, ist sie doch eine der wenigen Jungschauspieler, die mit offensichtlichem Herzblut an die Arbeit gehen. Ich gestehe aber, dass ich mit den weichgespülten Blutsaugern eigentlich nichts anfangen kann. Einen Film gesehen reicht für mich da völlig. Doch auch wenn Thema und Handlung mich kaum hinter dem Ofen herlocken können, schauspielern muss man in diesen Filmen können und Stewart kann es und muss sich hinter ihrem nun auch realen Lover Robert Pattinson überhaupt nicht verstecken!

Ich frage mich aber schon ernsthaft, wie Kristen Stewart mit der sehr seltsamen Allergie von Pattinson (gegenüber weiblichen Geschlechtsteilen) klar kommt
Laughing! Könnte aber auch nur die tiefgründige Antwort auf... "das geht euch nun wirklich nichts an!"... von Robert Pattinson gewesen sein. Humor hat er ja!

Mit dem Film "The Messengers" zeigt uns Kristen Stewart, die selbst auf Independent-Kino steht, dass sie es durchaus schauriger kann.

zenenfotoThe Messengers... oder traue niemals einsamen Farmen
Was so einen Anfang von Filmen dieses Genres angeht, ist man bei etwa 95 Prozent vor Überraschungen sicher (tut dem Gesamtwerk aber nicht wirklich einen Abbruch).

So beginnt denn auch "The Messengers" in einem Auto samt Anhänger, der sich zu einer entlegenen Farm in North Dakota bewegt. Hier versucht Roy Solomon, der in der Großstadt aus der Arbeitslosigkeit nicht herauskommt und mit der Ernte von Sonnenblumen endlich mal selbst zu punkten versucht, anstatt am Geldtropf seiner Frau Denise zu versauern. Mit dabei ist die 16-jährige Tochter Jess (Kristen Stewart), die dem Landleben nicht wirklich etwas abgewinnen kann (wie gesagt, nicht neu, aber beliebt). Aber auch sonst scheint es Spannungen zwischen Mutter und Tochter zu geben. Seit einem Unfall, den Jess verursacht hat, redet ihr kleinster Sohn Ben kein Wort mehr (...der Kleine ist wirklich irgendwie ein knuffiges Kerlchen).

Zuerst ist es daher auch der kleine Ben, der bemerkt, dass man hier wohl nicht alleine ist. Aber auch Jess wird bald immer intensiver durch die unheimlichen Wesen terrorisiert. Auch Jess Vater sieht sich und sein Saatgut bald als Kampfhintergrund, denn auch die Krähen sind in diesem Hinterland recht agressiv ("Die Vögel" von Hitchcock lassen grüßen). Hilfe kommt von Burwell Rollins, der sich gerne für Unterkunft und Mahlzeit einstellen läßt.

Als Jess bei einem Angriff der unheimlichen Wesen sogar die Polizei holen muß, vetieft sich die Spaltung zwischen Tochter und Eltern noch mehr, denn die Spuren eines Kampfes sind verschwunden und im Krankenhaus ist man der Meinung, sie hätte sich die Verletzungen selbst zugefügt.

Bei weiterem Suchen nach Hintergrundinformationen kommen Jess und ihr neuer Freund dahinter, daß die Familie, die Jahre vorher hier lebte, spurlos verschwunden ist. Mittlerweile jedoch beginnt das Böse unvermittelt alle Familienangehörigen zu terrorisieren und ihr Ziel ist Rache, denn Burwell Rollins ist alles andere als der nette Kerl, der gerne mit anpackt, wo Not am Mann ist.

SzenenfotoEine Gesamteinschätzung
Wie oben bereits mal erwähnt, "The Messengers" wartet nicht wirklich mit echten Überraschungen oder Knallern auf. Hierauf hat die Regie seitens Oxide Pang Chun und Danny Pang scheinbar keinen großen Wert gelegt. Der ganze Film bietet eher die Voraussetzung für eine solide gemachte Gruselstory ohne viele Experimente.

Sehenswert ist "The Messengers" jedoch durchaus. Manche Bilder können durchaus unter die Haut gehen und auch der Aufbau der Handlung ist es wert, mit Knabberzeug und einem Bierchen (oder wie ich mit meinem Liter Milch...
Laughing)der Handlung zu folgen. Gerade die schauspielerischen Leistungen lassen hier keine Wünsche offen und machen den Film zu einem Genuss für Fans des Genres!

Aber seien wir uns darüber klar, dass es in diesem Genre eigentlich fast nichts mehr gibt, was nicht in irgendeiner Art und Weise schon mal da gewesen ist. In diesem Sinne freue ich mich natürlich, wenn mal jemand wirklich was aus der Ideenschmiede herausholt, das mir noch nicht bekannt war. Aber natürlich freue ich mich auch über solide gemachte Filme des Genres, weil es ihnen wie in diesem Fall gelingt, mich auch noch zu unterhalten während Kopf- und Gliederschmerzen gepaart mit Hustenanfällen mich größtenteils flachlegen. Und sollte sich in diesem Punkt bald mal was ändern, wäre mein persönlicher Horror auch geringer!

The Messenger
The Messengers

Mitwirkende:
Jess Solomon - Kristen Stewart
Roy Solomon  - Dylan McDermott
Denise Solomon - Penelope Ann Miller
Burwell Rollins - John Corbett
Bobby - Dustin Milligan

Regie: Oxide Pang Chun & Danny Pang
Hergestellt: USA 2007
Laufzeit: 81 Min.
Die Dvd
DVD: Deutschland/2008

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