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Die Invasion der Space-Androiden - »Space Agent -K1-«

Space Agent -K1-Die Invasion der Space-Androiden
»Space Agent -K1-«

Nun gut, wer mit diesem Filmtitel SPACE AGENT -K1- von 1965 eventuell nicht viel anfangen kann (es handelt sich hier um den DVD-Titel), dem dürfte vielleicht der Filmtitel FBI JAGT PHANTOM etwas geläufiger sein, denn es handelt sich schlicht um den selben Film. Die Handlung ist ebenfalls schnell gestrickt und pendelt irgendwo zwischen SciFi- und Agentenfilm mit jeder Menge Trash der guten alten Zeit. Und ein paar bekannte Darsteller durften da wohl auch nicht fehlen.

Space Agent -K1-
Was die verschiedenen Titel angeht, so zeigt die mir vorliegende DVD des Studio Tonpool Medien GmbH bereits so einige Seltsamkeiten. Während also auf dem Cover der DVD der Titel SPACE AGENT -K1- steht, so poppt im Vorspann des Film dann der Titel FBI JAGT PHANTOM auf. Da fragt man sich ehrlich, warum man nicht gleich den geläufigen und im Film selbst genutzten Titel auf das Cover gesetzt hat. Einen Eintrag in der Wikipedia findet man übrigends ebenfalls nur unter dem Titel FBI JAGT PHANTOM. Aber gut, dies mag eines der Geheimnisse der freien Marktwirtschaft im Filmbereich sein, die man nicht zwingend verstehen muss.

Dafür sind aber die zwei Hauptdarsteller des Films nicht so ganz unbekannt. Doch bevor ich nun auch auf die eingehe, hier erst einmal der Einblick in die eigentliche Handlung des Film:

Androiden-Invasion durch die kalte Küche ...
... könnte man hier im Prinzip sagen. Zumindest nähert sich ein fremdes Raumschiff der Erde mit nur einem Passagier. Und das ist Kolos, ein außerirdischer Androide der von den Menschen der Erde allerdings nicht zu unterscheiden ist. Netter Weise merkt Kolos auch erst gegen Ende, dass er eigentlich kein wirkliches Lebewesen im biologischen Sinne ist, aber so weit sind wir ja noch nicht.

Nun, Kolos hat unter Androhung der eigenen Vernichtung (wie nett und zuvorkommend) den Auftrag erhalten, die Forschungen von Professor Dornheimer in Sachen menschenähnlicher Roboter (eben Androiden) etwas zu pushen, denn der würde dafür glatt noch Jahrzehnte benötigen. Und schließlich geht es ja auch um die Übernahme des Planeten Erde unter die Herrschaft des galktischen Volk der Androiden. Und die wiederum gleich an Ort und Stelle selbst für die Invasion gebastelt, erspart halt eine riesige Invasionsflotte.

Das es hierzu zwecks Nachschub von wichtigen Materialien zu eher rätselhaften Einbrüchen auf Militäreinrichtungen kommt, ruft natürlich auch irgendwann mal das FBI auf den Plan, welches auch sogleich ihren Agenten Glenn Martin auf die Sache ansetzt. Und der kommt recht schnell dahinter, dass eben Professor Dornheimer da irgendwie wohl mit drin stecken muss.

Also macht sich Martin gleich zum besagten Professor auf, wo man ihm gleich das Handwerk legt und ihn auch schon mal durch einen Androiden ersetzt, der dann gleich auch auf Raubzug geht. Nur seine Kollegin und (na ja, wenn es denn unbedingt sein muss) Freundin Gale Wilson merkt, dass hier irgendwas mit dem guten Martin nicht stimmen kann, was allerdings auch irgendwie nicht schwer fällt zu erkennen.

In der Zwischenzeit hat Kolos aber mit dem Adroiden-Duplikat von Professor Dornheimer samt Anhang es auch nicht gerade leicht. Schließlich sitzen ihm der eigene galaktische Rat im Nacken und zum anderen ist der Dornheimer-Androide selbst bereits von Macht und Weltherrschaftsgelüsten zerfressen und würde gleich selbst auch eben die Führung übernehmen. Und dazu soll auch ein Duplikat von Dornheimers blinden Tochter Lisa ins Rennen geschickt werden.

Doch da will Kolos irgendwie nicht mitspielen, denn der hat gleich (ähnlich wie King Kong zur weißen Mini-Schönheit) sein Herz aus Blech an das unschuldige hübsche Ding verloren. Doch der Dornheimer-Androide mag auch Kolos daher nicht mehr als seinen Meister ansehen und nimmt nun gleich alles in die eigenen Hände. Und so ganz nebenbei verrät er Kolos auch gleich, welchen großen Fehler er und sein außerirdischer Rat von Blechköpfen gemacht hat. Denn wenn man selbst die Weltherrschaft übernehmen will, dann sollte man sein Fußvolk (eben die neu gefertigten Androiden) möglichst immer etwas dümmer halten als man selber ist, sonst kommt es wie hier zur Revolution.

Am Ende muss dann eben Agent Martin wieder ran, der gerade noch einige Laubsägearbeiten an seinen Zellengittern durchführt, während der echte Professor Dornheimer noch die Pritsche warm hält. Doch für den wirklichen Sieg über die Androiden bedurfte es dann doch wieder Kolos, der hinsichtlich der süßen Lisa erste humanisitsche Gefühle entwickeln konnte und dabei so nebenbei auch merkte, dass er selbst auch nur eine Maschine ist und seine Auftraggeber im All zumindest schon mal böse sind. Und weil das so ist, vernichtet er alle Androiden auf der Erde und will mit seinem Raumschiff zurück zu seinem Heimatplaneten, wo ihm wegen seines versagen offensichtlich die eigene Vernichtung droht.

Space Agent -K1-Man könnte glatt sagen, dass es sich hier ...
... wieder um die typische Gefahr handelt, bei der die elektronische Entwicklung der Menschen den eigentlichen Erfindern völlig über den Kopf wächst. Und gut, beim Thema künstliche Intelligenz könnte das durchaus auch mal in der Zukunft passieren.

Das gruseligste am Film ist indessen das Cover der DVD, wo Kolos in einem Arm ein junges Mädchen fedthält, während er in der anderen Hand den abgeschlagenen Kopf einer anderen Frau an den Haaren hält. Der Totenschädel dahinter macht das Bild dann komplett. Allerdings genau das sucht man im Film selbst eher vergeblich. Dafür war das gruseligste im Film dann die Schauspielerin Barbara Nichols (DIE NACKTEN UND DIE TOTEN/1958 oder DER TÖLPEL VOM DIENST/1964), welche die Agentin und Geliebte Gale Wilson von Agent Martin spielte. Wirkt Nichols eh schon irgendwie wie eine auf jung getrimmte Oma, so hoffte ich bei der Szene, in der sie sich im einteiligen Badeanzug präsentierte, ich möge doch zumindest kurzweilig erblinden. Allerdings stirbt bekanntlich die Hoffnung immer zuletzt. Und so blieb mir nichts anderes übrig, als den Rest des Abends gegen diese Bilder erotischer Geschmacksverirrungen im Kopf anzukämpfen um wenigstens wieder ruhig schlafen zu können.

Erfreulicher für meine so geschundenen Augen sah es dagegen bei der Schauspielerin Dolores Faith (THE PHANTOM PLANET/1961 oder HOUSE OF THE BLACK DEATH/1965) aus, die hier die blinde Lisa Dornheimer spielte. Sie war für die Optik durchaus eher ein Leckerchen, das man nur leider ein wenig seltener in der Handlung einsetzte, was für mich wiederum auch ein mulmiges Gefühl auf die Personen hinter dem Film wirft, die damals für die Rollenbesetzung verantwortlich waren. Aber über Geschmacksverirrungen bei der allgemeinen Besetzungsliste lässt sich nachträglich ja kaum noch korrigierend streiten. Oder anders gesagt, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, kannst du das Loch auch zuschütten.

Wesentlich interessanter sind da besonders auch für filmische Nostalgiker die Hauptrollen besetzt. Zum einen wäre da der Schauspieler George Nader (ROMMEL DER WÜSTENFUCHS/1951 oder SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS/1967) zu nennen, der gleich nach seiner Rolle als Glenn Martin in diesem SciFi-Agenten-Trash dann in Deutschland im gleichen Jahr mit den Filmen der bekannten Bastei-Kriminalromane um den G-man JERRY COTTON weitermachte. Zu nennen wäre da z.B. SCHÜSSE AUS DEM GEIGENKASTEN (1965) oder etwa DER TOD IM ROTEN JAGUAR (1968) womit er wohl hierzulande eher wirklich bekannt wurde. Die JERRY COTTON Verfilmungen (insgesamt 8 Filme von 1956 bis 1969) galten indessen damals bereits als "erfolgreiches Comeback" des US-Schauspielers hinsichtlich des Kino. Nun allerdings eher im europäischen Filmgeschäft.

Was das Cover der DVD SAPCE AGENT -K1- betrifft, so wird George Nader neben Barbara Nichols allerdings eher recht klein aufgeführt. Ob das etwas damit zu tun haben könnte, dass die heutigen Generationen selbst mit den Verfilmungen von JERRY GOTTON nicht mehr wirklich viel anfangen können, sei daher einfach mal in den Raum geworfen.

Dafür wurde der Name des US-Schauspielers Richard Kiel (DER VERRÜCKTE PROFESSOR/1963 oder AUF DEM HIGHWAY IST DIE HÖLLE LOS/1983) gleich mehr als doppelt so groß in der oberen linken Ecke erwähnt. Das liegt aber sicherlich nicht daran, dass Kiel auch in manchen damaligen Erfolgsserien im Fernsehen wie etwa BEZAUBERNDE JENNY (1965), SOLO FÜR O.N.C.L.E. (ebenfalls 1965 in gleich zwei Episoden) oder etwa in STARSKY & HUTCH (1976) zu sehen war. Viel eher hatte Richard Kiel seinen international durchschlagenden Erfolg den zwei Agentenfilmen um den britischen Geheimagenten JAMES BOND 007 zu verdanken, wo er in DER SPION, DER MICH LIEBTE (1977) sowie MOONRAKER - STRENG GEHEIM (1979) zweimal den wortkargen Killer "Beißer" eben neben Roger Moore als Geheimagenten ihrer Majestät spielte. Und diese Figur dürfte selbst den jüngeren Generationen noch eher geläufig sein, zumal die Bond-Filme auch recht regelmäßig wie erfolgreich immer wieder mal durch diverse Fernsehsender ausgestrahlt werden.

Was die weiteren DarstellerInnen betrifft, so überlasse ich das mal eurer eigenen Neugierde und damit dem Internet, wenn es um erhellendere Informationen hierzu geht. Man muss es schließlich auch nicht grundlos übertreiben.

Space Agent -K1-Genau genommen hatte ich den Film ...
... FBI JAGT PHANTOM schon in meiner frühen Jugend in einer Jugendvorstellung des damals noch existierenden Kino in meiner rheinländischen Heimatgemeinde gesehen gehabt und seit dem eigentlich auch in wesentlich besserer Erinnerung behalten. Der Titel SPACE AGENT -K1- sagte mir daher späterhin erst einmal auch nicht wirklich etwas, bis ich dann mal auf eine Inhaltsangabe zur Handlung hängen geblieben bin. Der Originaltitel lautet übrigens THE HUMAN DUBLICATORS, was mir aber Jahre später wohl auch nicht wirklich weiter geholfen hätte, um meine Erinnerungen zumindest ein wenig aufzufrischen.

Aber ich hatte ehrlich gesagt auch den Film nie wirklich mal gesucht gehabt. Und als ich ihn dann nun doch als DVD in die Hände bekam (als Blu-ray gab es ihn wohl auch noch nie) und so nach Jahrzehnten mal wieder gesehen habe, weiß ich auch warum. Denn den Film kann man ohne Probleme als eine kleine Trash-Perle betrachten, der mitunter auch mal recht sinnfrei wirkt, wenn man denn mal die Tränen vor Lachen aus den Augen gewischt bekommt.

Oder anders gesagt, dass George Nader gleich danach sein Comeback in der europäischen (wie der deutschen) Filmindustrie starten musste, kann man den US-Filmstudios irgendwie nicht verdenken. Denn nach der Rolle als FBI-Agent Gelenn Martin hatte man es dann bekanntlich schon damals schwer gehabt, als Schauspieler nochmals gut in einem anderen Film besetzt zu werden. Da half eben wohl nur noch die Fluch zu neuen Ufern.

Genau genommen hatte es allerdings danach auch nur Richard Kiel international wirklich geschafft, dass ihm in Sachen Filmkarriere dieser Trash-Mix aus Agentenfilmchen und verspäteter Invasionspanik durch Außerirdische nicht gleich wieder unangenehm zwischen die Beine geschlagen ist. Aber gut, kommen wir hier einfach mal zu meiner persönlichen wie kritischen Zusammenfassung.

Space Agent -K1-Mein Fazit:
Wenn man sich den damaligen Kino-Trailer heute noch zu Gemüte führt, wird man den Eindruck nicht los, dass die Macher damals ihren Filmstoff selbst verdammt ernst genommen hatten. Den kann man übrigens auf der DVD ebenfalls sehen, denn der originale Trailer, der damals in den Kinos durch die Vorschau flimmerte, befindet sich als einziges Extra ebenfalls auf der besagten DVD.

Genau genommen wirkt sogar die FSK-Freigabe ab 12 Jahre zum heutigen Zeitpunkt eher wie ein Treppenwitz, ähnlich als wenn der Schauspieler und Komiker Dieter Hallervorden wieder mit seinem gespielten Witz von der Flasche Pommes um die Ecke kommt.

Auf der anderen Seite gibt es aber ja durchaus gewisse Fans, die in Sachen Film gerade solche Trash-Perlen zu schätzen wissen. Man muss das halt eben im Blut (und nicht nur im Urin) haben. In diesem Punkt kann man also auch eine gewisse Existenzberechigung für den Film natürlich nicht absprechen. Und genau genommen kann man sich den Film SPACE AGENT -K1- auch durchaus mal wieder reinziehen, wenn man halt nicht etwas spannenderes zur Hand hat, als die Bläschen der Kohlensäure in einer Wasserflasche zu beobachten.

Es muss natürlich auch nicht immer sein, dass die Spannung in einem Film das persönliche Adrenalin umrührt. Und es dürfte eher dem Spaß als persönlichem Wohlfühlmoment geschuldet sein, sich ab und zu auch mal solche Trash-Perlen des frühen Kinos wieder anzusehen. Irgendwie Spaß hat daher selbst mir dieser keine filmische Rückblick in meine frühe Jugend gemacht, auch wenn ich den Film selbst und seine Handlung heute nicht wirklich mehr ernst nehmen kann. Das sah mit 13 oder 14 Jahren eben halt auch noch anders aus und das persönliche Kopfkino hatte die Handlung dann eben auch über die Jahrzehnte wesentlich spannender im Gedächtnis gehalten, als der ganze Film in Wirklichkeit gewesen war.

Von daher darf jeder nostalgische Filmfreund bei SPACE AGENT -K1- durchaus gerne mal wieder für einen lustigen Filmabend zugreifen, sofern er auch einem (nicht gerade) gehobenerem Trash zuneigt. Denn was die darstellerischen Leistungen betrifft, ist dieser Film durchaus auch irgendwie ein Kind seiner Zeit ohne dabei aber wirklich einen gewissen schauspielerischen Leistungsanspruch zu verfolgen. Aber man kann ja auch nicht immer alles haben wollen ... oder?

Space Agent -K1-Space Agent -K1-
(The Human Duplicators)
Früherer deutscher Filmtitel: FBI Jagt Phantom
mit George Nader, Richard Kiel, Dolores Faith, George Macready, Barbara Nichols, Johnny Indrisano, Richard Alen, Margaret Teele, Melville Ruick u.a.
Regie: Hugo Grimaldi
Drehbuch: Arthur C. Pierce
Produktion: Hugo Grimaldi, Arthur C. Pierce
Musik: Gordon Zahler
Genre: Fantasy, SciFi
Laufzeit: 76 Minuten (DVD)
DVD/FSK: 12 Jahre
Vertrieb: Tonpool Medien GmbH
Extras: Original Kino-Trailer
USA 1965

Kommentare  

#1 Friedhelm 2022-11-30 19:36
Zitat:
Auf der anderen Seite gibt es aber ja durchaus gewisse Fans, die in Sachen Film gerade solche Trash-Perlen zu schätzen wissen. Man muss das halt eben im Blut (und nicht nur im Urin) haben.
Na, dass meiner einer ein Fan solcher "Trash-Perlen" ist, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein. Warum auch nicht - irgendwie finde ich ja schon, dass derartige Billig-Movies eine gewisse Charmanz aufbieten.Und so ziemlich alles, was jemals auf Tele 5, in der Reihe "Schlefaz" lief, habe ich bereits irgendwo gesehen. (Kino Video, DVD..usw.) Allerdings bin ich im "B"-Segment auch nicht ganz schmerzfrei - man denke da nur an diese elenden "Sharkenados", oder den "Asylum-Mist", bei dem die Effekte sogar noch über den "B"-Status hinausgehen.


Was den neuen Titel auf dem DVD-Cover betrifft, so vermute ich einfach mal, dass man da unter anderem untern anderem eine Nähe zur "Space Opera", vielleicht sogar einen weiteren "Spacecop L.A, 1991", assoziieren wollte, um diesen Film auf Silberscheibe erfolgreich verramschen zu können. Beinharte Genre-Fans kriegt man zuweilen ja mit allem, was im Titel eine Begrifflichkeit wie "Space" oder auch "Star" trägt.

So etwas ist ja nun seit jahrzehnten ein gängiges Geschäftsmodel, um aus einem alten Heuler monetär nachträglich doch noch etwas herauszuholen.

Mir fällt dabei mal wieder der "verunglückte", ital/span/deutschen "Perry Rhodan"-Film "SoS aus dem Weltall,1967 " ein , der im 1970er "Star Wars Sog" plötzlich als "Kampf der Planeten" wieder auf der Leinwand zu sehen war.

Und noch früher habe ich bei uns in der Jugendvorstellung die Plotte "Raumschiff Terra zum Planet der Affen" gesehen - ebenfalls ein italienisches Billig-Ding, das vorher "Raumkreuzer Hydra -Duell im All,1967" hiess. Warum der Affen-Titel? Ist doch klar, gelle. Beispiele gäbe es ganz sicher noch genug.

Über die Darsteller muss man wahrscheinlich nicht mehr viel sagen. George Nader hat sich nach diesem Film..und seiner "Jerry Cotton-Reihe" tatsächlich nur noch in ein paar TV-Serien, als Gaststar, verdingt. Seine Fans haben ihn aber wohl nie vergessen - so war er gern gesehener Gast bei beim Filmclub "Buio Omega."

Und dass Richard Kiel seine Popularität den beiden, erwähnten Bond-Filmen verlangt, dürfte auch kein großes Geheimnis sein. Aber nach seinem -sagen wir mal- Megaerfolg als "Jaws/Beisser"hat er dann ja auch nur noch sehr selten "die erste Geige gespielt."

Es darf auch davon ausgangen werden, dass die Macher ihre Arbeit sehr wohl ernst genommen haben. Technisch und plotmässig fehltees halt an "allen Ecken und Kanten".

Ach ja - in den Credits wird ebenfalls John Chambers (gest. 2001) genannt - ein Makeup Artist, der 1968 auch für die Affenmasken in "Planet der Affen/Planet of the Apes" und den vier Fortsetzungen verantwortlich zeichnete.
#2 Laurin 2022-12-01 12:54
Zitat @Friedhelm:
"Und noch früher habe ich bei uns in der Jugendvorstellung die Plotte "Raumschiff Terra zum Planet der Affen" gesehen - ebenfalls ein italienisches Billig-Ding, das vorher "Raumkreuzer Hydra -Duell im All,1967" hiess. Warum der Affen-Titel?"

Nun ja, das mit den Affen im Titel mag dem Umstand geschuldet gewesen sein, dass man auf einem Planeten dann auf affenähnliche Nachfahren traf, die nach ihrem Niedergang wieder die Keule hervorgeholt hatten. Aber davon mal ab, gibt es da zu RAUMKREUZER HYDRA von mir bald auch noch eine Rezension, so dass ich hier auch im Vorfeld nicht weiter zum Film eingehen möchte.

Zitat:
"Mir fällt dabei mal wieder der "verunglückte", ital/span/deutschen "Perry Rhodan"-Film "SoS aus dem Weltall,1967 " ein , der im 1970er "Star Wars Sog" plötzlich als "Kampf der Planeten" wieder auf der Leinwand zu sehen war."

Wenn ich jetzt ehrlich bin, war der PR-Film-Trash von 1967 sogar etwas besser als FBI JAGT PHANTOM, der irgendwie selbst hierzu noch unterirdisch wirkt.

Zitat:
"Allerdings bin ich im "B"-Segment auch nicht ganz schmerzfrei - man denke da nur an diese elenden "Sharkenados", oder den "Asylum-Mist", bei dem die Effekte sogar noch über den "B"-Status hinausgehen."

Nun ja, das sind schon keine B-Movies mehr (eher schon F-Movies) und als Trash-Perlen kann man die auch nicht mehr wirklich bezeichnen.
#3 Friedhelm 2022-12-01 15:37
Zitat:
Nun ja, das mit den Affen im Titel mag dem Umstand geschuldet gewesen sein, dass man auf einem Planeten dann auf affenähnliche Nachfahren traf, die nach ihrem Niedergang wieder die Keule hervorgeholt hatten.
Das war eine rhetorische Frage, Konrad ("Warum der Affen-Titel?"). "Als Raumschiff Terra...." habe ich den Film in der ersten 1970er-Hälfte gesehen. Aufgrund der erfolgreichen "Planet der Affen Movies" (der fünfte Film, "Die Schlacht um den Planet der Affen,1973" , zog gerade durch die Kinos..) lag es nahe, den Streifen unter diesem "Pseudo-Titel" (".....zum Planet der Affen...") neu auszuwerten - praktisch einen 6. Teil zu suggerieren ( im Kino flog der Schwindel natürlich auf - aber, dann wär's ja eh zu spät gewesen :-* )

Die kurze Sequenz auf besagtem Planeten hatte eben Affen drin, die den Titel im weitesten Sinne rechtfertigen konnten. Also reines Marketing, um vom Bekanntheitsgrad der fünfteiligen Filmreihe zu profitieren.

Dass es so ist, weiss ich übrigens schon seit langer Zeit aus der einen oder anderen Quelle. Evtl. suche ich da mal etwas raus. 8) Aber eigentlich dürfte der Grund für dieses Vorgehen mehr als ersichtlich sein. :D :-*

Ach ja, und um vom damaligen "Star Wars,1978" -Hype zu profitieren, wurde das Filmchen dann übrigens nochmals unter dem Titel "Star Pilot" verwurstet. :-|

Zitat:
Wenn ich jetzt ehrlich bin, war der PR-Film-Trash von 1967 sogar etwas besser als FBI JAGT PHANTOM, der irgendwie selbst hierzu noch unterirdisch wirkt.
Möglich, ist wahrscheinlich auch kein grosses Kunststück - da fehlt mir der Vergleich, weil ich den Nader-Film bisher noch nicht gesehen habe. ;-)

Zitat:
Nun ja, das sind schon keine B-Movies mehr (eher schon F-Movies) und als Trash-Perlen kann man die auch nicht mehr wirklich bezeichnen.
Det hab ick doch praktisch schon jesacht , Konrad - kuckst du nochma hier: 8)

Zitat:
man denke da nur an diese elenden "Sharkenados", oder den "Asylum-Mist", bei dem die Effekte sogar noch über den "B"-Status hinausgehen.
Naja, und ich stimme dir mal so richtig zu - das sind wahrlich keine B-Film Perlen, Das sind verzichtbare Schrottgranaten. :oops: :cry:
#4 Laurin 2022-12-01 18:26
Zitat @Friedhelm:
"Det hab ick doch praktisch schon jesacht , Konrad - kuckst du nochma hier: 8) "

Weiß ich doch, wollte deine Aussage ja auch nur bestätigen. ;-)
#5 Friedhelm 2022-12-01 19:37
Zitat:
Weiß ich doch, wollte deine Aussage ja auch nur bestätigen.
Guter Mann.... :-* :-)

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