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Ruhelose Geister, böser Baum und echte Skelette - »Poltergeist«

PoltergeistRuhelose Geister, böser Baum und echte Skelette
»Poltergeist«

Der Immobilienmakler Steve Freeling fühlt sich eigentlich mit seiner Gattin Diane und ihren Kindern Dana, Robbie und der kleinen Carol Ann pudelwohl in der Neubausiedlung Cuesta Verde. Doch schon bald bekommt das Familienidyll recht seltsame Vorkommnisse vorgesetzt. Da ist es noch ein Klacks wenn der Kanarienvogel von Carol Ann den Löffel wegschmeißt, oder Sohn Robbie seine Angst vor Gewittern in Kombination mit der Angst vor einem alten Baum neuerdings eine hohe Priorität einräumt.

PoltergeistUnd das die Bauarbeiter der kessen Dana eindeutige Signale senden, die der Teenager aber gut zu kontern versteht, kann Mutter Diane auch nicht aus der Bahn werfen. Das sieht aber plötzlich anders aus, als Stühle plötzlich wie durch Geisterhand verrückt werden, oder Carol Ann wie durch eine seltsame Energie auf dem Hosenboden durch die Küche rutschen kann.

Diese offenbar paranormalen Vorkommnisse erscheinen zuerst auch irgendwie noch harmlos, weshalb bei der Familie Freeling auch noch nicht gleich die Panik ausbricht. Viel eher überwiegt da noch der verwunderte Unglaube gepaart mit einer seltsamen Faszination. Doch als die kleine Carol Ann eines Nachts vor dem laufenden Fernseher  plötzlich seltsame Botschaften aus dem Störbild erhält und sich dann auch direkt etwas aus dem Bildschirm heraus in die gegenüberliegende Wand einnistet, scheinen die seltsamen Vorkommnisse eine neue und weniger schöne Dimension anzunehmen.

Denn als in der Nacht ein recht heftiges Gewitter tobt, scheint eben der alte Baum vor dem Fenster des Kinderzimmer von Robbie und Carol Ann lebendig zu werden und versucht gar, Robbie zu verschlingen. Und während Vater Steve und Mutter Diane zur Rettung ihres Sohnes eilen, öffnet sich im Wandschrank des Kinderzimmers plötzlich ein Portal, welches die kleine Carol Ann in die finstere Dimension der Toten zieht.

Von nun an kann die Familie Freeling quasi nur noch über den laufenden Fernseher überhaupt noch einen gewissen Kontakt zur kleinen Carol Ann herstellen, die in einer Art Zwischenwelt von ruhelosen Geistern gefangen gehalten wird, die sich aber offenbar nicht einmal darüber bewusst sind, dass sie längst verstorben sind.

Hilfe erhofft sich die Familie nun von einem Team von Parapsychologen, die jedoch selbst bald an ihre Grenzen stoßen, zumal sie nicht mit solchen Heftigkeit der übernatürlichen Vorkommnissen gerechnet hatten. Denn gerade das Kinderzimmer, in dem Carol Ann verschwand, gleicht einer übersinnlichen Achterbahnfahrt an gefährlichen Ereignissen. Aber auch sonst scheinen die Geister es ab und an auf die eher schon ratlosen Wissenschaftler abgesehen zu haben, da sie diese nun gerne in Angst und Schrecken versetzen.

Um Carol Ann also endlich wieder aus der Zwischenwelt der Geister befreien zu können, ziehen die Wissenschaftler um Dr. Lesh nun auch das Medium Tangina Barrons hinzu, welche die Freelings zum schnellen Handeln anhält, wenn sie Carol Ann noch aus den Klauen der Geister befreien wollen. Denn hinter den Geistern, die durch das junge Leben des Mädchens geradezu magnetisch angezogen werden, weil ihnen genau dieses Leben fehlt, scheint noch ein mächtigeres und bösartigeres Wesen zu stehen.

Kann dieser gesamte Schrecken aber vielleicht auch daran liegen, dass man offiziell den vorherigen Friedhof unter den Grundstücken zwar verlegt, die eigentlichen Verstorbenen aber nie wirklich umgebettet hatte?

PoltergeistJa der Fluch mit den Gräbern ...
... über die man einfach die Neubausiedlung gebaut hatte, ohne die darunter begrabenen Leichen ordentlich umzubetten. Und ja, auch beim Dreh des Film POLTERGEIST von 1982 soll ein Fluch auf dem Filmset und den DarstellerInnen gelegen haben, der einigen sogar das Leben kostete. Mag das vielleicht daran gelegen haben, dass die Anfertigung von künstlichen Skeletten, die in der Szene mit der Schauspielerin JoBeth Williams (THE DAY AFTER - DER TAG DANACH/1983) im frisch ausgehobenen Loch für einen Swimmingpool zu teuer waren, weshalb man gleich auf echte Skelette zurückgegriffen hatte? Gesagt hatte man dies der Schauspielerin jedenfalls im Vorfeld nicht, als sie in dem Wasser-Schlamm-Gemisch auf die Skelette traf. Schließlich hätte sie den Dreh dieser Sezenen deshalb ja auch ablehnen können (Infos hierzu im Bonusmaterial zum Film). Man kann allerdings hierzu eigentlich nur feststellen, dass die Macher des Films offensichtlich selbst nicht an einen Fluch seitens der Toten glaubten, sonst wäre ihnen der Einfall mit den echten Skeletten wohl nicht gekommen. Doch selbst die späteren Todesfälle lassen sich auch ohne einen Fluch beim Film eigentlich recht normal erklären.

Das erste reale Opfer war jedenfalls die 22-jährige US-Schauspielerin Dominique Dunne (AUTOSTOP - EINBAHNSTRASSE IN DEN TOD/1979), welche die ältere Tochter Dana in POLTERGEIST spielte. Denn sie hatte sich erst vorher aus einer eher toxischen Beziehung von ihrem gewalttätigen Freund gelöst. Doch nach dem Dreh des Films traf sie wieder auf ihren Ex-Freund, der sie dann auch in einem seiner gefährlichen Eifersuchtsanfällen getötet hatte.

Auch die kleine Heather Michele O'Rourke (MASSARATI AND THE BRAIN/1982), welche die kleine niedliche Carol Ann auch noch in den zwei Fortsetzungen zu POLTERGEIST (1986 und 1988) spielte, verstarb aufgrund einer angeborenen Darm-Stenose mit gerade mal 12 Jahren, da man die auftretenden gesundheitlichen Anzeichen lange Zeit fehlerhaft als Morbus Crohn diagnostiziert hatte. Nach Komplikationen bei einer Notoperation aufgrund eines Darmverschluss verstarb sie dann am 1. Februar 1988, kurze Zeit also nach dem Ende der Dreharbeiten zu Teil 3. mit dem Titel POLTERGEIST III. - DIE DUNKLE SEITE DES BÖSEN.

Mal abgesehen davon, dass es sicherlich auch nachträglich noch eine große Werbung für die POLTERGEIST Filme war, hier von Flüchen beim Dreh und unter den DarstellerInnen zu spekulieren, gab es auch ein anderes, bis Heute nicht wirklich befriedigend gelöstes Rätsel. Nur hatte dieses Rätsel eher wenig mit einem Fluch zu tun. Denn die Regie führte ja eigentlich bei POLTERGEIST der Regisseur Tobe Hopper (THE TEXAS CHAIN SAW MASSACRE/1974 oder BRENNEN MUSS SALEM/US-Miniserie/1979) und Steven Spielberg sollte eigentlich nur am Drehbuch beteiligt gewesen sein und tritt neben Frank Marshall dann auch noch als Produzent auf. Genau genommen durfte Spielberg (DER WEISSE HAI/1975 oder GREMLINS 1984) vertraglich bei POLTERGEIST auch keine Regie führen, da er ja gleichzeitig selbst gerade Regie bei E.T. - DER AUSSERIRDISCHE (1982) führte.

Dieser klare Vertragspassus zur E.T.-Produktion störte Spielberg aber scheinbar wohl nicht daran, alle Nase Lang beim Dreh von POLTERGEIST aufzutauchen und wohl auch überall seinen Senf hinzugeben zu müssen. Und so ist es eigentlich immer noch ein ungelöstes Rätsel, wer da in Sachen Regie von POLTERGEIST wirklich die Zügel in der Hand hatte. Und mal Hand aufs Herz, wenn ich mir POLTERGEIST ansehe, dann finde ich persönlich ebenfalls recht wenig von Tobe Hopper, aber in fasst allen Szenen verdammt viel von Steven Spielberg, weshalb ich (seine Fans mögen mir verzeihen) diesen fasst "familientauglichen Film" auch nie wirklich als Horrorfilm ernstnehmen konnte.

PoltergeistDabei waren die Spezialeffekte 1982 in POLTERGEIST durchaus auf der höhe der Zeit gewesen. Da gibt es wirklich nichts dran zu rütteln. Und der Film hat durchaus auch bis Heute einen recht netten Unterhaltungswert beibehalten. Als Horrorfilm taugte er für mich allerdings schon damals nicht wirklich. Viel eher wurde hier ein Film über eine typische US-Familie mit jeder Menge Humor und allerlei gruseligen Versatzstücken hingelegt, wie man es eben durchaus von Steven Spielberg, aber sicherlich nicht in dieser Form von Tobe Hopper erwarten würde. Nicht ganz unschuldig dürfte bei dem "familientauglichen Eindruck" aber auch die musikalische Untermalung seitens Jerry Goldsmith sein. Denn Teile dieser Filmmusik könnte man sich auch in einem hübschen Zeichentrickfilm locker vorstellen.

Selbst den Titel nahm ich dem Film nicht glaubwürdig ab, denn hier geistern gleich eine Menge Geister herum, die nur nicht wissen, das sie eigentlich schon längst vertorben sind. Und das Böse im Hintergrund haut zwar mit einigen bizarren Aktivitäten zu, hat aber eigentlich nicht wirklich viel mit den gängigen Beschreibungen eben eines Poltergeist gemein. Ein Poltergeist manipuliert jedenfalls nicht gleich das ganze Wetter negativ und erweckt auch Bäume nicht zu einem morbiden Eigenleben. Es scheint eher, als konnte man sich damals nicht entscheiden, ob man hier nun einen Film um einen Poltergeist abdrehen wollte, oder doch lieber gleich einen grobmaschigen Fluch durch die nie umgebetteten Verstorbenen in die Handlung um die "liebevolle US-Durchschnittsfamilie" einbauen sollte.

Wenn man also einen wirklich guten Film zum Thema "Poltergeist" aus dieser filmischen Zeitperiode sehen möchte, dann sollte man doch lieber gleich zu dem US-Horrorfilm ENTITY greifen, der ebenfalls im Jahre 1982 erschien.

Und sieht man sich dann mal das Remake zu POLTERGEIST von 2015 an, so findet man hier zwar eine Familie vor, die man leider nicht gleich als Zuschauer kritiklos ins Herz schließen mag und wo das schauspielerische Können des damaligen (2002 geborenen) jungen Hauptdarstellers Kyle Catlett durchaus zu wünschen übrig lässt. Allerdings strahlt das Remake zumindest nicht so aufdringlich diese typische Familientauglichkeit aus, welches man leider aus nicht wenigen Filmen seitens Steven Spielberg her kennt und die auch der Spannung des Film POLTERGEIST etwas kontraproduktiv anhaftet.

Auf der anderen Seite kann man dem Originalfilm durchaus zugute halten, dass die Darstellerischen Leistungen durch die Bank weg auf einem recht angenehmen bis sehr gutem Nivau liegen. Man nehme hier auch gleich als sehr positives Beispiel den US-Schauspieler Craig T. Nelson (DIE WILDE VON BEVERLY HILLS/1989 oder IM AUFTRAG DES TEUFELS/1997), dem man den typisch durchschnittlichen US-Bürger nur zu gerne abnimmt. Eher wenig konnte ich bis Heute allerdings der US-Schauspielerin Zelda Rubinstein (LAST SCREAM - WÄCHTER DES TEUFELS/1996 oder WISHCRAFT/2002) abgewinnen, die hier das Medium Tangina Barrons spielt und auf mich persönlich eher wirkte wie eine gescheiterte Sitcom-Zugabe zur Handlung.

PoltergeistMein Fazit:
Ich weiß, da wird so manche Seele bei anderen Filmfreunden gleich ins brodeln kommen, aber über einen gemütlichen Unterhaltungswert kommt der Film POLTERGEIST bei mir persönlich trotzdem leider nicht hinaus. Im Grunde kann ich mich sogar daran erinnern, dass die zwei Fortsetzungen mich in manchen Punkten sogar manchmal eher überzeugen konnten, was das angestrebte Genre betrifft. Aber das mag auch daran liegen, dass bei den zwei Fortsetzungen fürs Kino Steven Spielberg wirklich keine Rolle mehr spielte.

Und was die Effekte betrifft, ist der Film POLTERGEIST gerade für jüngere Zuschauer eher weniger gut gealtert und dürfte zumeist nur noch die begeisterten Nostalgie-Nerds vom Sofa kicken. Ganz im Gegensatz z.B. zum SciFi-Horrorfilm ALIEN von 1979, der selbst jüngeren Zuschauern immer noch locker eine Gänsehaut verpassen kann, auch wenn der eben noch älter ist. POLTERGEIST ist allerdings auch genau betrachtet, irgendwo als Film ein Kind seiner Zeit geblieben und eben eines Steven Spielberg, der nur zu gerne auch mal mit Übertreibungen arbeitete, die man sich auch hätte ersparen können. Ich nenne hier nur einmal den Kinder verschlingenden Baum, der das gruselige Element schlicht in eine Märchenstunde umwandelt und leider auch in einer leicht abgewandelten Form im Remake von 2015 wieder aufs Tablett gebracht wurde, statt diesen Märchen-Part lieber stillschweigend verschwinden zu lassen. Da hilft es auch nichts, wenn ich trotzdem feststellen kann, dass die Szenen mit dem Baum im Remake von 2015 sogar besser umgesetzt wurde.

Wenn man sich allerdings mal vom Horror-Genre bei POLTERGEIST ein wenig verabschiedet, dann hat der Film durchaus eben einen recht ansprechenden, allgemeinen Unterhaltungswert, so das man sich bei einer günstigen Stimmungslage auch gerne diesen Film mal wieder ansehen mag. Nur eben von Tobe Hopper kann ich hier nicht wirklich viel hinsichtlich "seiner" Regiearbeit finden. Dafür blitzt gleich zu Beginn die Handschrift von Steven Spielberg durch, als einige Kinder in der Straße mit ihren ferngesteuerten Spielzeugautos einen Nachbarn ärgern, der gerade auf einem Fahrrad mit jeder Menge Dosenbier zum Haus der Freelings eilt. Für mich ist und bleibt POLTERGEIST jedenfalls durch und durch ein Spielberg-Produkt, denn von Hopper hätte ich ehrlich gesagt wesentlich besseres erwartet.

Ob ich hier aber nun für die vorliegende Blu-ray Version von POLTERGEIST wirklich trotzdem noch eine positive Empfehlung abgeben soll, fällt mir ehrlich gesagt ein wenig schwer zu sagen. Denn da bin ich eher etwas gespalten in Sachen allgemeinem Unterhaltungswert und schlecht gealteter Gruseleffekte. Aber man sollte ihn zumindest mal gesehen haben, denn manche Szenen sind durchaus erst einmal atmosphärisch nicht schlecht aufgebaut. Nur leider schafft man es hier aber auch leider immer wieder, den gruseligen Anteil etwas im typischen Spielberg-Klamauk abdriften zu lassen, was bei mir schon eher die Form einer Horror-Komödie anspricht.

Wer den Film POLTERGEIST aber als zeitlosen Klassiker sieht und mag, der dürfte sich auch über die sehr gute Bildqualität (neue digitale Abtastung von überarbeitetem Bildmaterial) der mir vorliegenden Blu-ray, aber auch dem hier verfügbaren Bonusmaterial sicherlich freuen. In Sachen ernsthaftem Horror hat dieser zugegeben filmische Klassiker allerdings längst seinen Zenit für mich überschritten.

PoltergeistPoltergeist
(Poltergeist)
mit JoBeth Williams, Craig T. Nelson, Hesther O'Rourke, Dominique Dunne, Beatrice Straight, Zelda Rubinstein, James Karen, Martin Casella, Richard Lawson u.a.
Regie: Tobe Hopper
Drehbuch: Steven Spielberg, Mark Victor, Michael Grais
Produktion: Steven Spielberg, Frank Marshall
Musik: Jerry Goldsmith
Genre: Horror
Laufzeit: 114 Minuten (BD)
DVD/FSK: 16 Jahre
Extras: Zweiteilige Dokumentation: Sie sind unter uns & Kommunikation mit den Toten
Vertrieb: Warner Home Video Germany
USA 1982

Kommentare  

#1 Friedhelm 2022-08-17 13:57
Ob "Poltergeist" nun als zeitloser Klassiker gesehen werden kann - oder eben nicht (wahrscheinlich nur bedingt), sei einfach mal dahingestellt. :-?

Der Film hat mir zu jener Zeit im Kino gut gefallen - und heute schiebe ich ihn ab und an gerne wieder in den Player. Aber das liegt eben auch daran, dass ich für ein "gewisses Gänsehautfeeling nicht nur auf härteren Toback wie den "Exorzisten" oder neuzeitlichen Produktionen wie "Conjuring" ect...ect..ect.. fixiert bin.

In dieser Hinsicht ist "Poltergeist" natürlich dann doch eher harmloser "Familienspuk -keineswegs "der weisse Hai unter den Geisterfilmen", als der er damals, während seiner Produktionsphase, in einem Filmmagazin angekündigt wurde.

Macht aber gar nichts, denn für mich (als den "angesprochenen Nostalgie-Nerd" ;-) ) bleibt der leicht altmodische Spielberg-Plot bis zum heutigen Tag stimmig, und die Effekte finde ich -bis auf wenige Ausnahmen- immer noch überzeugend. Außerdem hat Jerry Goldsmith, meiner bescheidenen Meinung nach, einen schön gruseligen Score abgeliefert, den er in geeigneten Momenten "herunterschalten" konnte. :-)

Mir stellt sich dabei die Frage, ob man "zum Vergleich" tatsächlich Sidney J. Furies "Entity", aus demselben Jahr, heranziehen kann. Der Film geht in eine ganz andere Richtung und zeigt sich als durchweg ernsteres Szenario. Außerdem fehlt hier völlig der familiäre Unterbau. :-? .

Tobe Hooper berichtete 1983 von seiner eigenen Version, die Produktionsgeschichte betreffend.

Demnach dachte er sich die Geschichte um eine Familie, die ein Haus neben einem Friedhof bewohnt, bereits 1975 aus, nachdem er im Büro des Regisseurs Robert Wise ein Buch mit dem Titel "Poltergeist" entdeckte. Hooper war ein Fan von Wises Gruselmovie "Bis das Blut gefriert/The Haunting,1963" und hatte ohnehin vor, eine Geistergeschichte zu verfilmen. Und die wollte er, zusammen mit Wlliam Friedkin, im "Sensurround-Verfahren", angehen.

Später, während der Arbeit am Slasher "Das Kabinett des Schreckens/Funhouse 1981" , kam ein Anruf von Steven Spielberg, der ihn zunächst für eine Fortsetzung von "Unheimliche Begegnung der 3. Art/Close Encounters of the Third Kind,1977" engagieren wollte - daraus wurde schliesslich E.T., den der Meister bekanntlich selber inszenierte. :-)

Aber, weil Hooper statt eines SF-Films viel lieber seinen Geisterplot verfilmen wollte - machten sich beide an das "Poltergeist-Projekt." :oops:

Und eigentlich, so Hooper, wäre die Zusammenarbeit mit Spielberg weniger anstrengend gewesen, als immer wieder von anderen Seiten behauptet wurde. :oops:

Okay, das hätte ich, an seiner Stelle, wahrscheinlich auch gesagt. :-*

Und was nun Poltergeist und die Fortsetzungen betrifft, so fand ich Teil 2 auch nicht gerade schlecht. Ärgerlich nur, dass man gar nicht erfährt, wo Tochter Diane (die verstorbene Dominique Dunne) abgeblieben ist. Der Teil, der das erklärt, wurde ja dummer Weise geschnitten..

Den dritten Teil hätte man sich total sparen können. Abgesehen davon, dass von der ursprünglichen Besetzung nur noch Heather O'Rourke dabei war, fehlte mir die Musik von Jerry Goldsmith - Joe Renzetti kann da nur als mittelmäßiger Ersatz gesehen werden.

Ach, und die Neu-Interpretation (ein Remake sehe ich darin nicht) aus dem Jahre 2015: fand ich irgendwie völlig überflüssig. Die Geschichte erinnert nur teilweise an das Original, präsentiert aber die zur Drehzeit achtjährige Kennedi Clements, als "Heather O Rourke-Look a Like". Sorry, aber diese kleine Abschweifung musste denn doch sein. :-*

Na gut, und über einen angeblichen "Poltergeistfluch" breiten wir einfach mal den "Mantel des Schweigens" aus. Ähnliches konnte man bei William Friedkins Teufelsaustreiber-Klassiker "Der Exorzist,1973" ja auch vernehmen. :cry:


Und, um entsprechenden Kommentaren vorzubeugen: "Experte" bist selbstverständlich du
.ich nehme für mich nicht in Anspruch, irgendetwas wirklich zu wissen. :-* ;-)

Wie immer geht es einfach nur um meine persönliche Sichtweise.... :-* :-)
#2 Laurin 2022-08-17 21:08
Zitat Friedhelm:
"Mir stellt sich dabei die Frage, ob man "zum Vergleich" tatsächlich Sidney J. Furies "Entity", aus demselben Jahr, heranziehen kann. Der Film geht in eine ganz andere Richtung und zeigt sich als durchweg ernsteres Szenario."

Da sollte man jetzt auch nicht die Filme inhaltlich vergleichen. Es ging vielmehr darum, wenn man zum Thema Poltergeist etwas sehen will, dann wäre man mit dem Film ENTITY besser versorgt. Der Film von Spielberg/Hopper heißt zwar POLTERGEIST, hat aber mit der Thematik weniger als 40 Prozent zu tun, während ENTITY locker zu 80 Prozent sich an Überlieferungen hält, die man mit Poltergeistern in Verbindung bringt. Es geht also auch nicht bei meinem Hinweis darum, ob man es nun etwas lustiger mag, oder doch eher ernster. Spielberg/Hopper lieferten hier nämlich eher einen Geister-Eintopf ab, mit allem was man so überliefert und selbst hinzugedichtet, mehr oder weniger einbauen konnte und nannten es nur netter Weise dann "Poltergeist". :sigh:

Was Hopper zu Spielberg und dem Film aussagte, will ich hier auch nicht in Abrede stellen. Fakt bleibt allerdings, das Spielberg vertraglich wegen E.T. gebunden bei POLTERGEIST keine Regie führen durfte, allerdings fasst jeder der sich mit den Filmen Spielbergs auskannte, überwiegend trotzdem dessen Handschrift im Film wiedergefunden hatte und dafür denkbar wenig von der Handschrift seitens Hopper. :-*

Und nein Friedhelm, in einer guten und möglichst informativen Rezension breitet man zu diesem Film keinen "Mantel des Schweigens" aus, auch wenn es nur um das werbewirksame Gerede eines Fluch bei der Filmproduktion und den DarstellerInnen geht. :lol:

Aber du hast schon recht, mit solchen Flüchen rührte man auch bei DER EXORZIST oder DAS OMEN schon genüßlich die Werbetrommel. ;-)
#3 Friedhelm 2022-08-18 14:05
Immer widder lustisch - bin aber ja selber schuld, warum äußere ich mich denn auch... :-*

Zitat:
Der Film von Spielberg/Hopper heißt zwar POLTERGEIST, hat aber mit der Thematik weniger als 40 Prozent zu tun, während ENTITY locker zu 80 Prozent sich an Überlieferungen hält, die man mit Poltergeistern in Verbindung bringt. Es geht also auch nicht bei meinem Hinweis darum, ob man es nun etwas lustiger mag, oder doch eher ernster. Spielberg/Hopper lieferten hier nämlich eher einen Geister-Eintopf ab, mit allem was man so überliefert und selbst hinzugedichtet, mehr oder weniger einbauen konnte und nannten es nur netter Weise dann "Poltergeist".
Na gut, dieser Umstand ist mir zufälliger Weise auch nicht unbekannt :P Aber mal ehrlich, so ein Genrefilmchen soll in erster Linie nichts anderes als "Pocorn-Kino" sein. Diesbezüglich fragt wahrscheinlich kein Mensch (oder eben die wenigsten) danach, ob die gebotenen "Spukerscheinungen" authentisch" sind ; erst recht nicht, die früheren "Familien-Movies (u.a. auch "E.T.", "Die Goonies"....usw.) vom Meister Spielberg betreffend, der damals schon fast als legetimer "Disney-Erbe" gehandelt wurde. Es sei denn natürlich , dass so ein Plot mal wieder auf einer "wahren Geschichte" beruhen sollte. :-?

Filme werden zuweilen aber eben auch über Titel verkauft, die eine gewisse Erwartungshaltung wecken sollen. Und ob der titelgebende titelgebende, übernatürliche Unhold nun dräuende Gewitterwolken erzeugen kann, oder in der Lage ist, Bäume zu entwurzeln, die dann kleine Kinder verschlingen wollen, dürfte dabei eine eher nebensächliche Frage sein. :-*

Und nebenbei - wenn es darum geht, Genrefilme nach "ungerechtfertigten" Titeln zu beurteilen, müsste, unter anderem, ebenfalls so mancher "Dracula"-Schinken (z.b. "The Brides of Dracula/Dracula und seine Bräute..") "bekrittelt" werden. Es gäbe noch genug andere Beispiele - aber dieses sollte eigentlich ausreichen... ;-)

In meinem ersten Kommentar ging es mir eigentlich nur am Rande um den Spassfaktor - und der Vergleich sollte eher "indirekt" gemeint sein, deshalb die "Gänsefüsschen".
Zur Erklärung etwas, dass ich in besagtem Kommentar glatt vergessen habe: :-)

Der Autor Rolf Giessen hat 1983 von einem "Hollywood-Insider" einiges über die primären Zielsetzungen hinsichtlich "Poltergeist" und dem Nachfolger "Entity" erfahren. :-?

Wie man sich denken kann, wäre Tobe Hoopers ursprüngliche Fassung damals natürlich um einiges härter ausgefallen, aber als Spielberg "auf den Plan trat" landete dieselbe im Papierkorb, weil der Meister andere Vorstellungen hatte. Hooper blieb, aus den von dir genannten Gründen, als Regisseur, musste aber damit leben, dass Spielberg ihm andauernd "über die Finger sah.

Aber der Film sollte nicht nur einen familienfreundlichen Touch erhalten. Ziel sei es auch gewesen, das "Hereinbrechen des Bösen", in eine unschuldige, familiäre Idylle, durch die Demonstration neuer, visueller Tricks darzustellen, die das Kino seit dem seit dem "Star Wars-Erfolg, 1977" revolutionierten. Die Story alleine "genoss" offensichtlich "an höherer Stelle" nicht genaug Vertrauen, um einen monetären Erfolg an der Kinokasse zu gewährleisten. :oops:

Hingegen war "Entity" von Anfang an als krasser Gegensatz zu "Spielbergs weichgespültererem "Familien-Gruseler" gedacht. Im Plot gibt es keine Familie, sondern eine schutzlose Frau, die von gewalttätigen Geistern sogar vergewaltigt wird. (Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe - die Sichtung liegt bei mir bereits 34 Jahre zurück). Am Ende geht der Albtraum weiter...." :cry:

Auch hier dürfte es eigentlich kaum relevant sein, ob die "Poltergeist-Belege" nun realistischer sind als bei Spielberg/Hooper . Denn letztendlich geht es doch immer nur darum, Einnahmen zu generieren, die den Film "am Ende" rechtfertigen. 8)

Und letztendlich entscheidet so etwas ja irgendwie mit über einen "guten Film". Hinsichtlich eines monetären Erfolges könnte man also dennoch Vergleiche anstellen - auch, wenn das jetzt gerade nicht der Tenor deiner Aussage war. ;-)

Zitat:
Was Hopper zu Spielberg und dem Film aussagte, will ich hier auch nicht in Abrede stellen. Fakt bleibt allerdings, das Spielberg vertraglich wegen E.T. gebunden bei POLTERGEIST keine Regie führen durfte, allerdings fasst jeder der sich mit den Filmen Spielbergs auskannte, überwiegend trotzdem dessen Handschrift im Film wiedergefunden hatte und dafür denkbar wenig von der Handschrift seitens Hopper.
Ich widerspreche dir da ja gar nicht. Habe lediglich Tobe Hoopers Version zur Produktionsgeschichte erwähnt, nicht die meinige. :P

Zitat:
Und nein Friedhelm, in einer guten und möglichst informativen Rezension breitet man zu diesem Film keinen "Mantel des Schweigens" aus, auch wenn es nur um das werbewirksame Gerede eines Fluch bei der Filmproduktion und den DarstellerInnen geht.
Besagten "Mantel" wollte ich weder zum noch über den Film "ausbreiten". Es ging mir nur darum, dass solche "Gerüchte" eben längst ein alter "Werbe-Hut" :-) sind. Logisch, kann/soll man so etwas in einem Artikel zur Thematik kurz erwähnen.
#4 Laurin 2022-08-18 21:30
Zitat Friedhelm:
"... bin aber ja selber schuld, warum äußere ich mich denn auch... :-* "

Ehrlich, ich kann da absolut nix für ... :-* :D

Zitat:
"Genrefilmchen soll in erster Linie nichts anderes als "Pocorn-Kino" sein. Diesbezüglich fragt wahrscheinlich kein Mensch (oder eben die wenigsten) danach, ob die gebotenen "Spukerscheinungen" authentisch" sind "

Gut, jemand der sich durch alle Genre nur gut unterhalten lassen will, für den trifft das wohl zu. Aber lass das mal keinen hören (so wie mich), der sich mit den Jahren auf ein Genre und allem Drumherum (Romane, Fachliteratur usw.) regelrecht spezialisiert hat.
Und "ungerechtfertigte" Titel gibt es natürlich jede Menge wenn man sucht. Das macht die bestehende Situation aber sicherlich nicht besser.

Zitat
"Wie man sich denken kann, wäre Tobe Hoopers ursprüngliche Fassung damals natürlich um einiges härter ausgefallen, aber als Spielberg "auf den Plan trat" landete dieselbe im Papierkorb, weil der Meister andere Vorstellungen hatte. "

Siehst du, und genau das hätte sich der sogenannte "Meister" damals laut Vertrag für den Film E.T. eigentlich sparen sollen. Vielleicht wäre Hoppers Version dann sogar die wirklich bessere gewesen. :-*

Zitat:
" Im Plot gibt es keine Familie, sondern eine schutzlose Frau, die von gewalttätigen Geistern sogar vergewaltigt wird. (Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe - die Sichtung liegt bei mir bereits 34 Jahre zurück). "

Öhh ... nö, im Plot greift der Poltergeist bei ENTITY zwar bevorzugt die Frau an (Poltergeister konzentrieren sich auch in den Ausführungen der Parapsychologie eher auf eine bestimmte Person), es gibt aber sehr wohl eine Familie in Form von zwei jüngeren Kindern und einem älteren Sohn (Teenager). Auch gibt es einen Mann, der allerdings die meiste Zeit auf Geschäftsreisen ist, diese aber eigentlich einstellen will um sie zu heiraten. Nur kommt er mit den paranormalen Übergriffen auf seine Verlobte nicht klar und zieht sich verängstig von ihr zurück. Und bei einem Poltergeist handelt es sich immer um nur einen Geist und niemals um mehrere Geister. Du siehst, 34 Jahre sind zu lang und am besten, du ziehst dir den Film mal wieder rein. :lol:

Zitat:
"Denn letztendlich geht es doch immer nur darum, Einnahmen zu generieren, die den Film "am Ende" rechtfertigen. "

Aus der Sichtweise der Studios und der dahinter stehenden Aktionäre ist das schon richtig, Aber als Zuschauer, Fan, Nerd oder was auch immer, setze ich da andere Kriterien an. So gibt es da dann auch durchaus Filme, die zwar ordentlich die Kinokassen haben klingeln lassen, die ich aber z.B. wiederum aus diversen Gründen (wegen Langeweile, übler inhaltlicher Fehler usw.) kein zweites Mal sehen wöllte. Und weil wir da gerade bei Spielberg sind, gehören da Filme von ihm wie E.T. DER AUSSERIRDISCHE, DIE UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART oder HOOK zu den Filmen, die ich sicherlich kein zweites mal mehr sehen möchte, weil mir da wirklich die Zeit zu schade ist. :sigh:
Ob also ein Film wirklich gut ist/war und gerechtfertigt ist, entscheidet am Ende daher erst einmal jeder Zuschauer persönlich für sich. ;-)

Zitat:
" Es ging mir nur darum, dass solche "Gerüchte" eben längst ein alter "Werbe-Hut" :-) sind. "

Klar, da will ich dir ja auch nicht widersprechen. Allerdings wird auch dieser "alte Hut" immer noch gerne (auch bei neueren Filmen noch immer) genutzt und macht auch immer noch eine Menge Menschen trotzdem neugierig, auch wenn wir zwei alten Hasen da längst drüber stehen. 8)
#5 Friedhelm 2022-08-18 23:04
Zitat:
Aber lass das mal keinen hören (so wie mich), der sich mit den Jahren auf ein Genre und allem Drumherum (Romane, Fachliteratur usw.) regelrecht spezialisiert hat.
Naja, trotzdem bleibt es Popcorn-Kino - und da sollte man es mit den Genauigkeiten eben auch nicht übertreiben. Ich bin, was Fachliteratur bestimmte Genres betreffend, auch nicht ganz unbeleckt. Da steht bei mir so einiges im Schrank, aber ich "klebe" auch nicht unbedingt "sklavisch daran." Habe nämlich irgendwann festgestellt, dass man sich den cineastischen "Spass" durch den unbedingten Drang zur Perfektion (hier: Authenzität) " (sagen wir mal so..) doch sehr verderben kann. Film ist Film - mehr sollte es auch nicht sein - auch egal, ob irgendwo ein wahrer Kern liegt, oder nicht.

Zitat:
Siehst du, und genau das hätte sich der sogenannte "Meister" damals laut Vertrag für den Film E.T. eigentlich sparen sollen. Vielleicht wäre Hoppers Version dann sogar die wirklich bessere gewesen
Auch wenn mir "Poltergeist" gefallen hat, bestreite ich das ja gar nicht. Aber was heisst denn besser: brutaler, blutiger? Denn dafür stand Tobe Hooper ja eigentlich.


Zitat:
Öhh ... nö, im Plot greift der Poltergeist bei ENTITY zwar bevorzugt die Frau an (Poltergeister konzentrieren sich auch in den Ausführungen der Parapsychologie eher auf eine bestimmte Person), es gibt aber sehr wohl eine Familie in Form von zwei jüngeren Kindern und einem älteren Sohn (Teenager). Auch gibt es einen Mann
Okay, muss ich einräumen, und mache das hiermit. So einfach aus dem -inzwischen überalterten-Gedächtnis, das klappt wohl doch nicht.

Zitat:
Aus der Sichtweise der Studios und der dahinter stehenden Aktionäre ist das schon richtig, Aber als Zuschauer, Fan, Nerd oder was auch immer, setze ich da andere Kriterien an. So gibt es da dann auch durchaus Filme, die zwar ordentlich die Kinokassen haben klingeln lassen, die ich aber z.B. wiederum aus diversen Gründen (wegen Langeweile, übler inhaltlicher Fehler usw.) kein zweites Mal sehen wöllte. Und weil wir da gerade bei Spielberg sind, gehören da Filme von ihm wie E.T. DER AUSSERIRDISCHE, DIE UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART oder HOOK zu den Filmen, die ich sicherlich kein zweites mal mehr sehen möchte, weil mir da wirklich die Zeit zu schade ist.
Wie gesagt, aus der Sicht des Studios muss ein Film Kasse machen. Ansonsten gibt es da ja auch Konsens zwischen uns. Als Fan ( oder Nerd - wenn ich denn einer bin..) sehe ich mir auch Filme an, für die kein anderer wirklich Geld an der Kasse lassen würde. So kann ich dein Urteil bzgl. "Unheimliche Begegnung..." eigentlich nicht unbedingt nachvollziehen, denn ich mag den Film. Wobei mir dann auch noch aufgefallen ist, dass "Poltergeist" fast die gleiche Geschichte erzählt - nur eben als als Grusel-Plot. Sogar die Effekte sind ein wenig ähnlich - statt Ufos tummeln sich halt hier die Geister.

Ich denke mal, dass dir der Film zu langweilig, zu zahm war. Ich meine bei dem, was du sonst so konsumierst... ;-)

Zitat:
Ob also ein Film wirklich gut ist/war und gerechtfertigt ist, entscheidet am Ende daher erst einmal jeder Zuschauer persönlich für sich
Hab ich ja auch nicht bestritten...und aus Sicht der Studios generiert ein Film, der von sehr vielen Zuschauern für gut befunden wird, eben weitere Einnahmen. (Kosten werden auch wieder "eingespielt...) Da geht's dann ja auch wieder um "MundpropagandaW(anderes Thema...) usw...usw.

Zitat:
. Allerdings wird auch dieser "alte Hut" immer noch gerne (auch bei neueren Filmen noch immer) genutzt und macht auch immer noch eine Menge Menschen trotzdem neugierig, auch wenn wir zwei alten Hasen da längst drüber stehen.
Da "sage" ich ja auch nichts gegenteiliges....

So, okay, jetzt muss ich endlich mal einen Abschluss finden - und diesmal bleibt es dabei. Wir werden irgendwann wieder diskutieren - spätenstens dann, wenn ich -neben meinem eigenen Projekt- einen Artikel für den ZS zustande bringe.

Wie immer hängt das bei mir von Lust und Laune ab - und von der Frage, ob man sich als Rentner diesen "Stress" überhaupt noch antun soll.

Bis demnächst, wenn ich die Antwort darauf habe..
#6 Laurin 2022-08-19 00:38
Nun ja, Friedhelm, Popcorn kann ich auch bei einem Porno essen, sagt also noch nicht viel aus. Und sklavisch muss man nun auch an nichts hängen, aber bei Spielberg sehe ich mich bei nicht gerade wenigen Filmen wie eben POLTERGEIST auch etwas (hart gesagt) verarscht, weil er vieles einfach nur in ein Vormittags-Familienkonzept presst und damit auch noch richtig absahnt. Positiv und richtig gut umgesetzt fand ich da von ihm z.B. eher SCHINDLERS LISTE, weil da durfte und konnte (und wollte) er nicht die Handlung auf Disney-Niveau runterziehen. :sigh:

Und ja, du kennst mich doch. Etwas blutiger, etwas härter durch Hopper und POLTERGEIST wäre zumindest einem richtigen Horrorfilm näher gekommen. So aber ... na ja, eine nette kleine Geschichte mit überwiegend eher seichter Spannung die weder die Oma noch den Junior wirklich überfordern dürfte. :D Von daher sehe ich auch bis auf vielleicht zwei Szenen im Film die Freigabe erst ab 16 Jahren schon eher als Witz an.

Das ich mit diesem Stil von Spielberg allerdings nicht klar komme, mag vielleicht sogar doch daran liegen, dass ich eher härteres gewohnt bin. Nur gut gemachte Horror-Komödien weiß ich durchaus auch zu schätzen. Nur sollten auch solche Beiträge im Genre nicht so rosa-plüchig daher kommen, wie Spielberg dies gerne mag.

Aber nun ist gut, muss doch mal probieren, bei der schwüle gerade am Ort, noch ein Auge zu zubekommen. In dem Sinne, gut Nächtle miteinander. :zzz
#7 Friedhelm 2022-08-19 10:45
PPS: okay, muss wohl doch nochmal sein...

Zitat:
Nun ja, Friedhelm, Popcorn kann ich auch bei einem Porno essen, sagt also noch nicht viel aus.
Konrad, ehrlich, Porno? Also, deine Art der "Argumentation" ist ja schon irgendwie drollig. :o Zudem waren die 80er halt generebedingt Spielbergs cineastische "Flegeljahre". Welche Erwartungen hattest du denn nach "Unheimliche Begegnung, 1977" bzgl. seiner Filme "E.T.,1982" und "Poltergeist,1982". Dass es in einem Spielberg-Movie kein slashiges Geschnetzel geben würde, muss dir doch klar gewesen sein. :-? Man hatte auch in den 1980ern immer noch die Wahl... :-?

Na gut, soll mir egal sein - ich wollte eigentlich deine Aussage bzgl. "Schindlers Liste" aufgreifen - bzw. muss ich mich da glatt mal "einhaken." Und dann ist aber wirklich Sendepause..

Dieser Film ist reale, deutsche Geschichte - eines der abartigsten Kapitel dieses Landes. Dass Spielberg daraus keinen banalen Unterhaltungs-Kracher machen wollte/konnte/durfte, muss nicht extra erwähnt werden. Schindler hingegen soll aber tatsächlich früher einmal einer Verfilmung durch Disney zugestimmt haben, die dann bekanntlich nicht zustande kam.

Ich würde nun einfach mal behaupten, dass dieses Drama (in Hinsicht einer "gelungenen, positiven Umsetzung") in einer Diskussion zur Thematik über eher belanglose (im Sinne der Gewichtigkeit und Aussage) Effekte-Movies gar nichts zu suchen hat , weil so etwas dann schon wieder verharmlosend wirkt.

Zudem wird meiner Ansicht nach dadurch das Spielbergsche Ansinnen fast schon entehrt. Also kein wirklich gutes Beispiel - nur, um einmal mehr Recht haben zu wollen .

Sorry, musste ich jetzt los werden - das "verhagelt mir einfach die Laune."

Und damit soll es gut gewesen sein. Eine Antwort deinerseits ist auch nicht unbedingt von Nöten, weil diese mich wahrscheinlich kaum überzeugen könnte.

So ist das eben, Diskussionen leben von unterschiedlichen Ansichten, aber manchmal ist es dann auch "des Guten zuviel..." :oops:

Und jetzt endlich ..."auf zu neuen Ufern"... :-)
#8 Laurin 2022-08-19 21:00
Nun ja, wann und ob ich auf etwas antworte, entscheide mal erst ich, egal ob ich dich überzeugen kann oder nicht (was nicht einmal mein erster Gedanke wäre, da wir eh kaum mal einer Meinung sind) und zweitens weiß ich nicht, woran du dich da gerade so künstlich-moralisch hochziehst. Denn ich schrieb ja das Spielberg gerade hier bei SCHINDLERS LISTE gezeigt hat, dass er auch wirklich gute Filme machen kann, wenn er nicht gerade drollige Familienklopper produziert. Und wir reden hier erst einmal von dem Film und seine Umsetzung und eben nicht in erster Linie über die geschichtliche Einordnung, auch wenn ich in diesem Punkt den Film SCHINDLERS LISTE sogar für einen der wichtigsten Filme halte, die man einfach gesehen haben muss, um aus der eigenen dunklen Geschichte Deutschlands zu lernen. Ob dir da meine differenzierte Herangehensweise aber die Laune verhagelt, ist aber auch erst einmal nicht mein Problem.

Ich hätte jetzt als richtig gute Filme von Spielberg auch JURASSIC PARK von 1993/Regiearbeit oder als ausführender Produzent die Filme ARACHNOPHOBIA von 1991 oder DEEP INPACT 1998 nennen können. Nur fällt mir bei Speilberg eben als wirklich herausragenden Film eben erst SCHINDLERS LISTE ein bevor es dann wieder etwas dunkler um ihn wird.

Und was meine Form der Argumentation angeht, da müsstest du langsam wissen, dass mir in dem Punkt auch schon mal das Herz auf der Zunge liegt. Und bei Spielberg hatte ich damals zumindest mal die Hoffnung, dass er nicht immer wieder den familientauglichen Einheitsbrei durch alle Genre verwurstet. Aber in dem Punkt war er für mich schlicht zumeist eher eine glatte Enttäuschung.

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