Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Krieg im Multiversum - »Doctor Strange in the Multiverse of Madness«

Doctor Strange in the Multiverse of MadnessKrieg im Multiversum
»Doctor Strange in the Multiverse of Madness«

Gemeinsam ist die blutjunge America Chavez auf der Flucht, geradewegs von einem Universum ins nächste, weil sie von einem Dämon verfolgt wird, der ihre Fähigkeit für sich beanspruchen will, frei durch das Multiversum reisen zu können. Dabei wird sie begleitet vom Magier "Defender Strange" einer anderen Inkarnation von Doctor Strange aus unserem Universum mit der Nummer 616. Doch der sieht keine andere Lösung als America Chavez sogar selbst zu töten.

Doctor Strange in the Multiverse of MadnessSchließlich scheinen die finsteren Mächte zu stark zu sein, um sie dauerhaft daran zu hindern, die Kräfte des Mädchens doch noch an sich zu reißen und damit das Multiversum in eine schreckliches Chaos zu stürzen.

Indessen befindet sich Dr. Strange mit dem Obersten Zauberer Wong in unserem Universum (also dem des eigentlichen MCU) auf der Hochzeit von Dr. Stranges Ex-Verlobten, Dr. Christine Palmer, die er auch jetzt immer noch liebt, auch wenn es für beide offenbar keine Zukunft geben kann. Dumm nur, das gerade zu diesem Zeitpunkt America Chavez von einem gewaltigen Monster direkt in der Nähe der Kirche angegriffen wird. Denn die sind geradewegs beide ins Universum 616 gelangt, wobei Defender Strange allerdings sein Leben gelassen hat.

Dr. Strange und Wong sind zwar in der Lage, das Monster am Ende zu besiegen und America Chavez zu retten. Doch die traut Dr. Strange aus diesem Universum nicht sofort, zumal sie ihre Kraft, durch das Multiversum zu reisen, offenbar nur dann einsetzen kann, wenn sie extreme Angst verspürt. Da Dr. Strange und Wong dem Mädchen aber helfen wollen, lassen sie eben mal die Leiche von Defender Strange verschwinden (man weiß ja nie wofür man die noch brauchen kann) und machen sich Gedanken, wer ihnen hinsichtlich America Chavez noch helfen könnte. Und hier fällt Dr. Strange gleich die Scarlett Witch, Wanda Maximoff ein, welche durch die letzten Ereignissen (zu sehen in der TV-Serie WANDAVISION) nach dem Endkampf mit Thanos enorm an Macht hinzugewonnen, sich danach allerdings  offenbar sehr zurückgezogen hatte.

Und so sucht Dr. Strange Wanda auf und bittet sie um Hilfe. Ein folgenschwerer Fehler, wie der Magier kurz darauf erkennen muss. Denn Wanda lebt offenbar wieder in einer magischen Scheinwelt (siehe die Miniserie WANDAVISION) und schöpft weiterhin ihre eher dunklen magischen Hexenkräfte aus dem Darkhold, einem finsteren Buch, welches auch negative Macht über seinen Nutzer auszuüben pflegt.

Mit Hilfe der Fähigkeiten von America Chavez erhofft Wanda sich nun im Multiversum ihre beiden Kinder, die vorher nur aus ihren magischen Fähigkeiten heraus zum Leben erweckt wurden, zu finden. Denn folgerichtig muss es irgendwo auch ein Universum geben, in dem ihre beiden Kinder Billy und Tommy durchaus Real sein können. Doch um sich die Fähigkeiten von America Chavez anzueignen, muss Wanda diese erst einmal in ihre Gewalt bringen und töten.

Und so sehen Dr. Strange und Wong sich gezwungen America Chavez nach Kamar-Taj, dem Sitz der Zauberer zu bringen um sie dort mit den anderen Zaubern gegen den Angriff der Scarlett Witch zu verteidigen. Doch auch dieser Plan fordert recht schnell viele Leben, denn der dunklen Macht der Scarlett Witch scheinen auch die vereinten magischen Kräfte der Zauberer nicht wirklich etwas entgegensetzen zu können.

Eine Chance sieht Dr. Strange, Wong und America Chavez nur darin, ein Portal zu öffen, um in ein anderes Universum fliehen zu können, was Dr. Strange mit America Chavez dann auch sogar gelingt. Doch während sie so in einem weiteren fremden Universum der Superheldengruppe der Illuminati (darunter z.B. Mr. Fantastic, Professor X, Black Bolt oder Captain Carter) in die Hände geraten, die bereits ihren eigenen Dr. Strange als eine Gefahr für das Multiversum angesehen hatten, gelingt es Wanda Maximoff/Scarlett Witch im eigentlichen Tempel des Darkhold nicht nur ein Universum zu finden, in dem sie samt ihrer Kinder Realität sind, sondern auch ihre dunklen magischen Kräfte so zu intensiveren, dass sie auch einen enormen Einfluss auf die Menschen in anderen Universen  ausüben kann. Dr. Srange und America Chavez bleibt nur die Hoffnung an das geheime Buch von Vishanti zu gelangen, um die gewaltige schwarze Magie des Darkhold in den Händen von Wanda Maximoff bekämpfen zu können. Doch vorher gilt es die Illuminati zu überzeugen, das man keine Gefahr für das Multiversum ist, was schon bei Baron Mordo von den Illuminati offenbar unmöglich erscheint. Und so verstreicht kostbare Zeit, in der die Scarlett Witch durch ihre dunkle Magie auch die Illuminati in ihrem eigenen Universum angreifen und offenbar sogar vernichtend schlagen könnte.

Doctor Strange in the Multiverse of MadnessKann sie nun, oder kann sie ...
... doch nicht? Kann man sich hier natürlich auch fragen, wenn man den Film (im Kino) selbst noch nicht gesehen hat. Aber mal ehrlich, Wanda Maximoff, die ja mit zu den AVENGER gehörte, hat offensichtlich in ihrer kleinen Fernsehserie WANDAVISION eine enorme Steigerung hinsichtlich ihrer magischen Fähigkeiten hingelegt. Denn jetzt dürfte sie selbst einem Thanos locker alleine seine Grenzen aufzeigen können, der doch mit einem Fingerschnippen samt den Infinity-Steinen das Leben in nur einem Universum mal eben halbiert hatte (zu sehen in AVENGERS: INFINITY WAR/2018 sowie in AVENGERS: ENDGAME/2019).

Kräftemäßig ist dieser Anstieg der magischen Fähigkeiten bei der Scarlett Witch durchaus vergleichbar mit einem gewaltigen Quantensprung. Denn vorher war sie zwar mit ihren Fähigkeiten gefährlich für ihre Gegner, aber eben längst noch nicht fasst unbesiegbar für sie. Das sieht nun völlig anders aus. Aber damit bleibt das MCU durchaus in der direkten Tradition der legendären Comics von Marvel, denn auch dort gab es ja die von ihr so sehr geliebten Kinder, die jedoch alleine ihrer Fantasie und der wachsenden Magie geschuldet waren, aber eigentlich nie wirklich exzistierten. Und als diese selbstgewählte Seifenblase seitens Wanda auch in den Comics platzte, war sie auch da nicht gerade mehr auf der Seite der Helden wiederzufinden gewesen und wurde mit ihren nun enormen Fähigkeiten sogar eine apokalyptische Gefahr für alle Helden, an deren Seite sie lange Zeit für das Gute gekämpft hatte. Wenn man da an die Anfänge der Scarlett Witch (mit ihrem Bruder Pietro Maximoff/Quicksilver) in den Comics der X-MEN und später in THE AVENGERS denkt, so war sie mit ihren Hexenkräften lange Zeit eher sogar eines der eher schwächeren Glieder in der Kette ihrer heldenhaften Mitstreiter bei den AVENGERS, wie etwa den wesentlich stärkeren Helden GOLIATH, HERKULES, THOR oder eben IRON MAN.

Doctor Strange in the Multiverse of MadnessACHTUNG - Dieser kleine Absatz enthält einen dicken Spoiler:
Ein wenig - und hier bitte ich kurz die Augen zu schließen, weil ich gerade wirklich etwas wichtiges spoiler - ist es natürlich schade, dass nun auch Wanda Maximoff am Ende offenbar ihre Handlungen mit dem eigenen Leben bezahlt. Denn ihre Figur hatte nun erst richtig Potential entwickelt, was man so einfach wegwirft, um sich dann anderen Figuren der eher vierten bis fünften Reihe der Marvel-HeldInnen zuzuwenden. Schade eigentlich.

Der zweite Film um den Magier DOCTOR STRANGE ist daher durchaus auch wieder ein Glanzlicht im MCU, nachdem man uns vorher Filme mit den ENTERNALS oder dem Kung-Fu-Helden SHANG-CHI beschert hatte, die mich gefühlt bisher Null interessiert hatten. Und auch die Figur CAPTAIN MARVEL versprach als Film irgendwie weit mehr, als er dann wirklich noch halten konnte. Und selbst was den Film BLACK WIDOW betrifft, hätte ich mir da schon auch etwas mehr erwartet, als nur die Version, in der die jüngere Nachfolgerin aufgepeppelt wird, die dann aber erst einmal in einer der MCU-Fernsehserien wieder auf- und wieder abtaucht (Miniserie HAWKEYE). Da wäre auch wesentlich mehr drin gewesen.

Aber auch sonst zeigt das MCU mittlerweile Elemente in den Kinofilmen, die mir langsam aber beständig die Lust an weiteren Filmen zu rauben beginnt. So wurde Thor zum saufenden Gott mit Bierbauch in AVENGERS: ENDGAME, oder auch der HULK wurde dabei entsprechend wie THOR mal eben zur völligen Witzfigur runtergezogen. Und nun haut man uns auch weitere Serien mit SHE-HULK oder MS. MARVEL um die Ohren, wobei erstere eher laut Trailer zur reinen Sitcom verkommt und letztere mich auch nicht die Bohne interessiert. Und ja, bereits bei dem Film AVENGERS: AGE OF ULTRON hatte man schlicht ohne Not eine durchaus interessante Figur wie Wandas Bruder Pietro Maximoff/Qucksilver einfach gleich wieder sterben lassen, während Sony ihm in deren X-MEN Verfilmungen gleich eine völlig andere Hintergrundgeschichte verpassten. Aber das legt man in der Zusammenarbeit von Marvel/Disney und SONY ja auch als ein anderes Universum im Multiversum aus, was uns übrigens in DOCTOR STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS  bei den Illuminati den Schauspieler  Patrick Stewart als Professor Xavier wiederbringt, der ja bei den Marvel Mutanten seitens SONY (hält hier bisher die Filmrechte) auch recht bekannt wurde (siehe die erste Trilogie der X-MEN).

Und leider verliert man irgendwie auch langsam die Übersicht hinsichtlich der Zusammenhänge, da man seitens Disney ja eh durch die MCU-Miniserien (gibt es ja jetzt auch eine Menge die aber tunlichst nicht auf DVD oder BD veröffentlicht werden) förmlich genötigt wird, auch noch deren Bezahlsender DISNEY+ an Land zu ziehen. Sorry, aber so weit geht selbst meine Liebe nicht zu den Marvel-Comic-Verfilmungen, wenn ich schon die GEZ am Hals habe.

Doch wie gesagt, DOCTOR STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS ist hier durchaus in Sachen MCU wieder ein Lichtblick nach einigen trüben wie eher verschmerzbaren Ausrutschern. Das liegt aber auch an der Regiearbeit von Sam Raimi, der bereits die ersten drei SPIDER-MAN Filme von 2002, 2004 und 2007 bei Sony sehr erfolgreich in Szene gesetzt hatte und damit eigentlich den Grundstein auch für das spätere MCU überhaupt legte. Und wie bereits in den SPIDER-MAN Filmen packte Raimi auch hier wieder seinen Leib- und Magen-Schauspieler Bruce Campbell in kurzen, eher lustigen Szenen mit rein, mit dem er damals ja schon die EVIL DEAD Filmreihe (ab 1981) begonnen hatte, deren erste Filme ja im Bereich des Horror längst Kultstatus genießen.

Ein wenig gruseliger sollte es daher auch bei dem zweiten Film zu DOCTOR STRANGE zugehen, wobei hier wirklich einige recht düstere Szenen durchaus die Spannung optimal heben. Und gerade Wanda Maximoff als böse Scarlett Witch kann bei diesen düsteren Szenen sehr gut punkten. Das liegt aber auch am darstellerischen Talent der Schauspielerin Elizabeth Olsen, bei dem es irgendwie bisher auch sonst nie etwas zu meckern gab.

Etwas daneben ist allerdings die Szene geraten, wo unser Dr. Strange mit einem anderen, eher bösen Dr. Strange eines anderen Universum kämpft, indem sie sich mit "magischen Musiknoten" beschießen. Das hätte nun wirklich nicht sein müssen, weil da für mich doch gleich irgendwie Disneys damaliger Animationsfilm FANTASIA von 1940 wieder in den Sinn kam. Nur möchte ich mir nicht unbedingt einen guten Film damit versauen, indem ich Dr. Strange plötzlich mit Micky Maus vergleichen muss (was sich in den Szenen leider doch recht aufdringlich anbietet). Es gibt schon einen Grund, weshalb ich es generell nicht für wirklich gut halte, wenn ein Konzern wie Disney so ziemlich alles schluckt, was einem mal in Sachen Comics und Film lieb und teuer gewesen war.

Gar wirklichen Horror bekommt man bei DOCTOR STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS allerdings auch nicht geboten, auch wenn der Film an sich sehr interessante wie düstere Passagen durchaus aufweist, was ich aber eher verniedlichend mal als gruselig auf geringem Niveau bezeichnen würde. Dagegen hält nämlich die US-Altersfreigabe, die möglichst für Disney so niedrig sein sollte, dass man auch den Jüngsten noch das Taschengeld aus den kurzen Hosen ziehen kann. Und die Hürde ist eben auch so niedrig, dass man bei der deutschen FSK den Film eben auch gleich ab 12 Jahre ansetzt, ohne hierbei vielleicht doch mal nervös mit der Wimper zu zucken.

Doctor Strange in the Multiverse of MadnessMein persönliches Fazit ...
... läute ich aber mal mit ein paar der Darsteller ein. So kann Benedict Cumberbatch (SHERLOCK/Fernsehserie von 2010 bis 2017 oder auch STAR TREK INTO DARKNESS/2013) als Dr. Strange wieder voll bei mir Punkten. Denn irgendwie lebt er seine Figuren richtig, die er in seinen Filmen oder Fernsehserien spielt und gibt so deren Charaktere eine ganz natürliche und glaubwürdige Note.

Gleiches würde ich fasst auch hinsichtlich Elizabeth Olsen (GODZILLA/2014 oder WIND RIVER/2017) behaupten, die in genialer Weise die gute Scarlet Witch aus den Filmen um die AVENGERS in eine düstere Version der Hexe transformiert und entsprechend glaubwürdig auch herüberbringt. Ich hoffe da mal, dass das MCU sie nun nicht völlig abschreibt, da sie eine der Glanzfiguren eben des MCU geworden ist. Aber leider scheinen die Macher des MCU ja in dem Punkt einen gewissen selbstzerstörerischen Trieb zu besitzen, was wirklich wichtige Charaktere seitens Marvel betrifft.

Xochitl Gomez (ROPED/2020 sowie SHADOW WOLVES/2019) ist hierbei noch recht jung an Jahren, hat jedoch ganz offensichtlich nicht nur ein hübsches Aussehen, sondern bringt auch eine Menge Talent mit ein. Das macht dann richtig Spaß, ihr beim Spiel zu folgen. Ihre Figur der America Chavez gehört indessen eher wieder zu den Marvel-Figuren, die in Deutschland niemand vom heimischen Comic-Markt bisher wirklich kennt, sofern er sich die entsprechenden Heftchen nicht gleich aus den USA liefern lässt. Durch diesen MCU-Film wird sich aber wohl Panini Comics wie eigentlich immer, recht schnell daran machen, einige Comics zu dieser Figur postwendend nun auch in Deutschland aufzulegen. Was mich an der Figur selbst etwas stört ist dieser gequält übergestülpte US-Patriotismus, indem man eine junge Frau mit offensichtlich südamerikanischen Wurzeln (denen man ab der Grenze von Mexiko ja bekanntlich seitens der USA eine Einreise regelrecht zur Hölle macht) mit dem Vornamen "America" bestraft und ihr auch gleich eine Jacke überzieht, die abgehalfteter Weise an die US-Flagge erinnert. Das reine Zusammenspiel solcher inhaltlich wie optischer Dummheiten wirkt leider bereits auf dem ersten Blick eher schon verlogen und nur einem ungesundem, weil übersteigertem Nationalismus der USA geschuldet. Ein Captain America reicht für den übertriebenen US-Patriotismus scheinbar bei Marvel Comics (oder dem MCU) noch nicht. Die Schauspielerin kann allerdings nichts dafür und holt hier recht positiv betrachtet und mit sichtlich spielerischer Freude alles aus ihrer Rolle heraus, was man eben auch positiv bewerten muss.

Doctor Strange in the Multiverse of MadnessPatrick Stewart (DER WÜSTENPLANET/1984 oder 3 ENGEL FÜR CHARLIE/2019) merkt man in seiner kleinen Rolle wieder als Professor X indessen merklich an, dass er für so manche Filmrollen irgendwie den Zenit überschritten hat, was das Alter und ein agiles Spiel betrifft. Da bin ich ihm aber nicht böse drum oder sehe das generell negativ, denn mit über 80 Jahren (1940 geboren) stemmt auch der beste Schauspieler keine wilden Pferde mehr, um es mal so auszudrücken. Dafür war es mal schön, ihn wieder in der großen Familie der Superhelden und Mutanten von Marvel zu sehen. Und das mit einem Rollstuhl, den die Fans der X-MEN sicherlich bereits von den späteren Comics her begeistert erkannt haben dürften.

Bruce Campbell (TANZ DER TEUFEL/1981 oder BLACK FRIDAY - ÜBERLEBENSCHANCE STARK REDUZIERT/2021) ist und macht indessen das, was er damals schon in den ersten drei SPIDER-MAN Filmen von Sam Rimi getan hat. Er ist die kleine schrille wie lustige Zugabe des Regisseur, der zwischenzeitlich mal die Handlung etwas auflockert. Seine Role als Verkäufer von Pizza-Bällchen ist jetzt für die Handlung nicht wirklich wichtig, aber eben auflockernd lustig, was ja auch mal gelobt werden darf.

Und wenn man dann den Abspann etwas abwartet, dann kommt da eben noch eine kleine Szene, die für die Zukunft im MCU ja noch interessant sein könnte. Hier taucht dann auch in einem Cameo-Auftritt die Schauspielerin Charlize Theron (IM AUFTRAG DES TEUFELS/1997 oder ATOMIC BLONDE/2017) als Clea bei Dr. Strange auf. Und natürlich dürfte jeder Fan der Comics um Dr. Strange wissen, dass es sich hier um eine ganz wichtige Figur eben der damaligst vom Willam Verlag (1970er Jahre) herausgebrachten Comic-Serie zum Magier des Marvel-Universums handelt. Man darf da also durchaus weiter gespannt sein, was in Sachen Dr. Strange noch kommen mag.

Gesamt an den letzten Kinofilmen des MCU nach dem letzen AVENGER Film gemessen, ist DOCTOR STRANGE IN THE MULIVERSE OF MADNESS endlich mal wieder ein Beitrag des MCU, bei dem sich für mich die Anschaffung einer Blu-ray für die eigene Filmsammlung wieder gelohnt hat. Einziger wirkliche Wermutstropfen war dabei nur eben die Auseinandersetzung, bei der man sich mit Musiknoten bekämpfte. Da ist dann ein Kopfschütteln berechtigt. Gesamt betrachtet fand ich den Film auch wesentlich besser als den letzten SONY Ableger unter dem Titel SPIDER-MAN: NO WAY HOME (müsste ich auch mal bei Zeiten einen Artikel zu machen), bei dem es ja ebenfalls um das Multiversum ging und Dr. Strange einen Gastauftritt hinlegte. Und selbst das riesige Auge mit den vielen Tentakeln, welches ja America Chavez angreift, fand ich irgendwie doch etwas gelungener als den einäugigen Riesenseestern Patrick ... ach nein, vertan, der heißt doch Starro, aus dem DC-Kinofilm THE SUICIDE SQUAD von 2021, auch wenn es hierbei eher kaum einen wirklich großen Unterschied gibt, außer das dieser Starro leider länger meine Nerven im DC-Film strapazieren durfte (neben einigen anderen DC-Figuren die die Welt manchmal wirklich nicht braucht, ich sag da nur Polka-Dot Man oder schlicht Amanda Waller).

Was also meine Empfehlung angeht, so kann ich hier durchaus wieder mal aus dem Vollen schöpfen, und das mit nur ganz wenigen kritischen Abstrichen. Doch damit scheint beim MCU auch erst einmal wieder eine Durststrecke eingeläutet zu werden, bis wieder mal einige wirklich interessante Figuren wie Ant-Man und seine Partnerin Wasp endlich in ihrem dritten Kinofilm die Leinwand aufmischen können. Zeit also, sich auf andere Filme außerhalb des MCU zu konzentrieren.

Doctor Strange in the Multiverse of MadnessDoctor Strange in the Multiverse of Madness
(Doctor Strange in the Multiverse of Madness)
mit Benedict Cumberbatch, Elizabeth Olsen, Xochitl Gomez, Benedict Wong, Patrich Stewart, Haruka Ohshima, Bruce Campbell, John Krasinski, Sheila Atim, Lashana Lynch u.a.
Regie: Sam Raimi
Drehbuch: Michael Waldron
Produktion: Kevin Feige
Musik: Danny Elfman
Genre: Fantasy/Action
Laufzeit: 126 Minuten
DVD/FSK: 12 Jahre
Extras: Wie das Multiversum entstand, Gestatten: America Chavez, Pannen beim Dreh, Audiokommentar u.m.
Vertrieb: Walt Disney Studios Home Entertainment
USA 2022

Kommentare  

#16 Mainstream 2022-08-13 10:42
-
Bei uns ist im Studio die Klimaanlage (welch Ironie) wegen der Hitze ausgefallen. Wenn Du aber noch weinen konntest, warst du noch lange nicht am Ende... Doch man kommt schon leicht an die Grenze zur Arbeitsverweigerung.

Doch von meiner Seite noch dieser letzte Beitrag: Um bei der Phantastik oder Science Fiction zu bleiben, waren die Studios wie Marvel, Lucas oder Fox doch schon immer, also weit vor Disney, auf PG oder PG-13 geeicht. Deswegen hinkt für mich dieses Beispiel.
Das Einfluss genommen werden kann, steht außer Frage. Allerdings hatte der Aufsichtsrat bisher keinen Grund dazu. Marvel Studios z.B. machen ja ihre Filme und Serien auch nicht als Arbeitsgbeschaffungsmassnahme.
Und ICH habe Disney ganz toll lieb. Sensationelle Themen-Parks, Dschungelbuch, Dschungelbuch (2016), massive Steuerverluste wegen der Ablehnung des Don't-Say-Gay-Aktes. Wo mach ich da weiter, würde ich aufhören können? Gut, Walt Disney war ein konservativer Denunziant, aber das nehme ich in Kauf.

Und STRANGE 2 war mir tatsächlich auch etwas zu überladen. Für Seiteneinsteiger kaum nachvollziehbar. Ich wurde viel zu oft abgelenkt durch diverse Querverweise und eventuelle Plot-Möglichkeiten für die nächsten Filme. Aber wenigstens war er extrem kurzweilig, wenngleich er als wirklicher Horrorfilm, wie angekündigt, nicht gut funktioniert hat.
#17 Laurin 2022-08-13 11:42
Hallo @Mainstream,
das ich dabei noch weinen konnte bei der Hitze, lag schlicht an den Flaschen Sprudelwasser, mit denen ich den permanenten Flüssigkeitsverlust wieder auffangen konnte. Man gönnt sich ja sonst nichts. ;-)

Gut, das mit der PG-13 hatte ich mal als bildhaft nachvollziehbare Möglichkeit genannt, um mal aufzuzeigen, warum eventuell die Bezeichnung Assimilation auch bei Unternehmen durchaus möglich ist. Natürlich hast du hier recht, dass die Freigabepolitik nicht alleinigst von Disney gefahren wird. Da haben natürlich schon früher viele andere gemerkt gehabt, dass man so die Kinokassen mit den Jüngsten auch ordentlich klingeln lassen kann.

So eine PG-13 Freigabe geht natürlich auch auf den angekündigten Horror-Anteil bei STRANGE 2, der uns gestandenen Filmfreunden natürlich eher nur ein müdes Lächeln ins Gesicht zaubert. Deshalb hatten ja auch nicht wenige bei den Filmen von SONY wie spätestens beim zweiten VENOM Film oder MORBIUS gehofft, das man hier für einen ordentlichen Horror-Anteil auch eine höhere Alterseinstufung in Betracht zieht. Da hatte man aber bisher mit Pflaumen gehandelt, da auch hier hinsichtlich der Kassenlage die PG-13 Freigabe offensichtlich eine heilige Kuh darstellt, die man unbedingt auch melken will.

Für Quereinsteiger könnte STRANGE 2 durchaus etwas überladen und daher nicht in allen Punkten nachvollziehbar sein. Wenn man sich aber mal vorstellt, was so alles in Zukunft noch im MCU ablaufen soll, wird das wohl nicht wirklich besser werden. Denn schon jetzt ist man der Meinung, dass anhand der vorliegenden Informationen zu BLACK PANTHER 2 eben in diesem Film viel zu viel reingepackt wird und wie die Macher das dann auch noch zufriedenstellend lösen wollen. Das könnte man auch ein wenig als Fluch eines sich fortlaufend aufbauendem Film-Universum werten, welches möglichst viel aus dem gewaltigen Fundus der Marvel-Comics (also Helden, Antihelden und Bösewichte) aufgreifen möchte. Das man da ja auch noch dazu übergegangen ist, laufend Miniserien zu produzieren, die man nur sehen kann, wenn man auch das Bezahlfernsehen (z.B. in Sachen Marvel halt DISNEY+) gleich mit finanziert, macht das ganze auch nicht gerade leichter. Aber insgesamt kann ich für mich behaupten (der z.B. genau diese Bezahlsender aus Prinzip nicht finanziert, solange ich auch noch die GEZ bezahlen muss), das ich persönlich bei STRANGE 2 in Sachen Nachvollziehbarkeit eigentlich noch keine ernsthaften Probleme hatte oder der Film überladen auf mich wirkte. Ob das allerdings die Nachwirkung davon ist, dass ich mich bereits seit den 70er Jahren mit den Comics von Marvel auseinandersetze, weiß ich hier allerdings nicht wirklich.
#18 Friedhelm 2022-08-13 15:11
Okay, Leute, dann habe wohl "doch noch einen"...(aber das war's dann wirklich... :cry: )

Offensichtlich verstehen die "Experten" hier mich gerne mal falsch - über "PG-Freigaben" u.a. müssen wir ja gar nicht debatieren - wie es damit steht, ist mir schon selber klar. Ebenso kann man sich eine Debatte darüber ersparen, dass "Marvel" hinsichtlich "PG", "PG13" (bzgl. Disney) "die Nase weiter vorne hatte.." Oder habe ich da irgendetwas bestritten? Nö.... :D

Zuvor aber noch dieses, vom guten, alten Konrad:

Zitat:
Gut, das mit der PG-13 hatte ich mal als bildhaft nachvollziehbare Möglichkeit genannt, um mal aufzuzeigen, warum eventuell die Bezeichnung Assimilation auch bei Unternehmen durchaus möglich ist.
Ist möglich, aber da es sich hier eher um einen Terminus aus der Wissenschaft handelt, findet derselbe im Bereich der Unternehmen kaum Anwendung. Über diesen Umstand kann man sich durchaus einmal informieren... ;-)

And now this.... 8)

Nun habe ich eine mögliche Einflussnahne Disneys "angesprochen" und -wie man sich evtl. erinnert-, ein Beispiel von Lucas Film genannt. Marvel war zu diesem Zeitpunkt erstmal gar nicht mein Thema (sorry, Konrad, für den "Richtungswechsel...." :-* :D ). Dabei bezog ich mich auf einen Kommentar von "Mainstream":

Zitat:"Zitat:
Disney Entertainment nimmt keinen Einfluss auf Storyline, Besetzung, Budget oder Altersfreigaben. Das ist einfache, aber falsche Argumentationshilfe.
In seinem letzten Kommentar sieht das aber schon etwas anderes aus:

Zitat:Zitat:
Das Einfluss genommen werden kann, steht außer Frage. Allerdings hatte der Aufsichtsrat bisher keinen Grund dazu. Marvel Studios z.B. machen ja ihre Filme und Serien auch nicht als Arbeitsgbeschaffungsmassnahme.
Jetz hat er, wenn man es so sehen will, doch noch etwas "eingelenkt" - somit liege ich einer Hinsicht also richtig.

Aber ersmal wieder zu Konrad: :-)

Zitat:Zitat:
Da haben natürlich schon früher viele andere gemerkt gehabt, dass man so die Kinokassen mit den Jüngsten auch ordentlich klingeln lassen kann.
Und damit sind wir wieder bei meinem alten Beispiel: "Star Wars: "Das Erwachen der Macht" - der Film hat meines Wissens eine FSK 12.

Für die "Jüngsten" hat Lucas-Film mit dem von mir bereits erwähnten Kugel-Robo "BB8" eben doch nichts anderes als eine typische "Disney-Referenz"
geliefert. Das ist gar nicht zu übersehen, und da darf man sich sehr wohl die Frage stellen, ob es nicht doch der "disneysche Wille" war.

Um "Mainstream" gleich mal "vorzubeugen" - der Robo ist für den Film selber natürlich kein allumfassendes Argument - kann aber hinsichtlich "Disneyscher" Geflogenheiten ( bestimmte "Figuren-Zeichnungen" betreffend) als Merkmal gesehen werden.

So, Freunde, schönes Rest-Wochende - evtl weitere Antworten lasse ich nun wirklich, wirklich, wirklich, unkommentiert. Ansonsten soll mich Dr. Strange ins Multiversum schiessen... :-)

Man kann das jetzt auch einfach mal so stehen lassen..., woll.. 8)
#19 Laurin 2022-08-13 15:38
Verstehe ich jetzt nicht @Friedhelm. Warum sollten wir in Sachen PG-13 als schlichtes Beispiel, wie eine Assimilierung aussehen könnte, intensiver Diskutieren? Hey ... war ein Beispiel von mir, nicht mehr (aber auch nicht weniger). :-*

Und in Sachen Assimilation durch Unternehmen widersprichst du mir hier eigentlich auch nicht, denn das etwas "kaum Anwendung" in diesem Bereich findet, schließt die Möglichkeit hierzu nämlich trotzdem nicht generell aus. :o

Aber ... ach, egal, es ist Wochenende. Wir sollten draußen sein und Spaß haben (um mal locker einen Spruch aus dem Kinofilm "ES" hier zu zitieren). :lol:
#20 Friedhelm 2022-08-13 17:37
Konrad: :-)
#21 Mainstream 2022-08-14 10:16
-
Zitat:
Jetz hat er, wenn man es so sehen will, doch noch etwas "eingelenkt" - somit liege ich einer Hinsicht also richtig.
Hat er nicht. Und nein, tust Du nicht.

Wenn schon Zitate kopiert und eingefügt werden sollten so auch noch einmal gelesen werden. Es werden zwei verschiedene Zeitformen verwendet.

Das jetzt als Meinung verstanden werden soll, was Du selbst vorher als faktisch beschrieben hast, bringt die Debatte aus dem Kurs.

So, und jetzt kann man das auch einfach mal so stehen lassen...
#22 Friedhelm 2022-08-14 12:57
Okay, von mir aus.....,man kann@Mainstream, obwohl sich dazu glatt noch "etwas sagen" liesse. Zeiformen, Faktum und Meinung, Blubb und Blah :-* :D

Zudem wollte ich folgende Antworten ja eh unkommentiert lassen - und(im gewissen Sinne)habe ich das jaeigentlich auch getan..

Na gut, dann schieben wir das alles hier doch einfach mal der abartigen Hitze "in die Schuhe"... :-* ;-) :-)

Der Gästezugang für Kommentare wird vorerst wieder geschlossen. Bis zu 500 Spam-Kommentare waren zuviel.

Bitte registriert Euch.

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Indem Sie "Akzeptieren" anklicken ohne Ihre Einstellungen zu verändern, geben Sie uns Ihre Einwilligung, Cookies zu verwenden.