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Tödlicher Trubel auf dem Saturnmond Tethys - »Saturn 3«

Saturn 3Tödlicher Trubel auf dem Saturnmond Tethys
»Saturn 3«

Auf der Station Saturn 3 auf dem Mond Tethys gibt es eigentlich nur zwei Menschen, die seit Jahren in der Forschung aktiv sind, um die Nahrungsmittelknappheit auf der Erde beenden zu können. Doch der ältere Forscher Adam und seine wesentlich jüngere Partnerin Alex kommen da nicht wirklich so weiter, wie man es auf der Erde gerne sehen würde. Dafür führen die zwei aber in der gewaltigen Station ein geradezu paradisisches Leben wie "Adam und Eva" mit jeder Menge Körperkontakt.

Saturn 3Um allerdings die besagten Forschungen effizienter und schneller erledigen zu können, soll von Seiten der Saturn-Raumstation nun Captain James aufbrechen, um den Roboter "Hector" aus der neuen "Halbgott"-Produktionsreihe in der Station von Tethys zu montieren, der die Forschungen dann um Jahre verkürzen soll, während man Adam und Alex zur Erde zurückbeordern will. Doch Captain James kommt nicht dazu, da er von dem kaltblütigen wie psychisch labilen Captain Benson ermordet wird. Und Benson macht sich nun mit ganz eigenen Vorstellungen auf, um den Roboter Hector auf der Forschungsstation zu instalieren.

So wirklich glücklich scheinen allerdings weder Adam noch Alex darüber zu sein, das sie nun durch einen Roboter ersetzt werden sollen, sehen aber ein, das sie sich nicht gegen die Vorgaben höherer Stellen der Zentralregierung auf der Erde widersetzen können. Und so scheint alles erst einmal seinen ganz normalen Gang zu gehen, als Benson auf Saturn 3 eintrifft. Doch irgendwie merken Adam und Alex aber auch, dass sich Benson ihnen gegenüber irgendwie doch recht seltsam verhält.

So versteht Benson nicht, wie die junge Alex sich auch sexuell dauerhaft mit einem wesentlich älteren Mann abgeben kann. Und da es den Frauen auf der Erde eh verboten ist, sich sexuell nur an einen männlichen Partner dauerhaft zu binden, fordert Benson Alex sogleich für sich. Dabei offenbart er Adam unverholen, dass dieser wohl eh zu alt wäre und dieser ihm freiwillig als jüngeren Geschlechtspartner Alex zur sexuellen "Benutzung" aushändigen solle. Irgendwie klar, das Adam und Benson in diesem Leben so keine wirklichen Freunde mehr werden, auch wenn Adam die Entscheidung hierzu alleine Alex überlässt, die Benson jedoch eine klare Abfuhr erteilt.

Doch mit guten Worten ist die Sache eben noch lange nicht ausgestanden, denn Benson verfolgt auch mittels des Roboters Hector ganz eigene und nicht gerade freundschaftliche Ziele. Und so fügt er dem Roboter offenbar bei der Montage weitere Teile hinzu und programmiert ihn dann so mental über eine implantierte Steckverbindung zu seinem Gehirn im Nacken, worauf der Roboter Bensons krankes Bewusstsein übernimmt, was auch die sexuelle Fixierung auf Alex beinhaltet.

Als der Roboter plötzlich zu gewalttätigen Aktivitäten übergeht, gelingt es zwar, ihn offenbar doch noch zu stoppen und in Teilen wieder zu demontieren. Doch der Sieg stellt sich sehr schnell als ein gefährlicher Trugschluss heraus, da Benson auch dafür gesorgt hat, das Hector sich durch Ersatzteile anderer, niederer Roboter und Geräte der Forschungsstation von selbst wieder instand setzen kann und so erneut auf gefährliche Weise wieder gegen die Menschen der Station aktiv wird.

Zwar scheint Hector auch bald Benson nicht nur eine Hand abgetrennt, sondern seinen Herrn auch getötet zu haben, während Adam und Alex nun versuchen mit Hilfe von Bensons Raumschiff die zur Todesfalle gewordene Forschungsstation auf Tethys zu verlassen. Doch dann taucht der tot geglaubte Benson plötzlich auf den Monitoren auf und versetzt auch diesem Fluchtplan ein gnadenloses Ende. Doch lebt Benson wirklich noch, oder ist dies nur List des wahnsinnigen Bewusstseins von Benson, welches sich eben bereits im Roboter Hector befindet?

Saturn 3Der SciFi-Film SATURN 3 ...
... wurde seiner Zeit mit sage und schreibe rund 10 Millionen US-Dollar umgesetzt, konnte aber eigentlich bis Heute keine wirklich positiven Kritiken einfahren. In Deutschland hatte der Film übrigens auch noch zuerst den etwas dümmlichen Alternativtitel SATURN-CITY, wobei von einer Stadt ja weit und breit im Film nichts zu sehen ist. Und eine Forschungsstation als Stadt zu bezeichnen, kann auch nur denen in Deutschland einfallen, die dem Film einen deutschen Titel verpassen sollten, aber den Film selbst allerdings wohl nie wirklich gesehen haben. Und so haut man dann auch noch auf dem Cover der BD den dümmlichen Satz "Keine Rückkehr vom roten Planeten ..." mit drauf, obwohl es mit dem Mars, der ja als roter Planet bezeichnet wird, absolut nichts zu tun hat. Man sieht also, dass Niveau des Allgemeinwissens scheint bei manchen Werbetextern sogar noch die Höhe der Grasnarbe zu unterschreiten.

Die Regie sollte übrigens von Jonathan "John" Berry geführt werden, der bereits in Sachen Filmdekorationen und als Chefarchitekt an Filmen wie UHRWERK ORANGE (1971), PHASE IV (1974) oder SUPERMAN (1978) sehr erfolgreich mitgewirkt hatte. Für die Filmbauten von KRIEG DER STERNE (1978) wurde er auch gemeinsam mit Norman Reynolds und Leslie Dilley mit je einem Oscar ausgezeichnet. Da hätte es bei Barrys Regiedebüt doch eigentlich wesentlich besser laufen müssen. Doch der Fehler war wohl schon, dass er die Idee dieses Horror-Science-Fiction-Film auch dem Regisseur Stanley Donen (CHARADE/1963 oder etwa DER KLEINE PRINZ/1974) unterbreitete, der ihn auch dazu ermutigte, dieses Filmprojekt anzugehen. Donen selbst schien bisher aber auch kein wirklich eigenes Interesse an der Umsetzung eines SciFi-Film gehabt zu haben. Er ermutigte jedoch Berry ein Drehbuch auszuarbeiten, welches er danach noch durch Martin Amis weiter ausarbeiten ließ, weshalb auch nur in Sachen Drehbuch eben Barry und Amis später noch genannt wurden. Jedoch gibt es diverse Aussagen, dass auch hier so einiges später schief lief und das sich "jeder Skriptdoktor der Stadt" (Zitierung von Steve Gallagher nach dem Blogeintrag von Greg Moss: Something Is Wrong On Saturn 3) an dem Drehbuch beteiligen konnte, so das man hinterher wohl unmöglich noch zu sagen vermochte, ob das Drehbuch schon zu Beginn eine Todgeburt war, oder erst danach förmlich durch die viele "Köche" völlig verdorben wurde. Steve Gallagher, der auch 1979 den Roman zum entsprechenden Film schrieb, nannte das Drehbuch-Endprodukt jedenfalls am Ende nicht nur schlecht, sondern geradezu "schrecklich"(siehe ebenfalls Blogeintrag von Greg Moss).

Das von Barry vorgelegte Drehbuch leitete Donen jedenfalls an  den Fernseh- und Filmproduzenten Lew Grade weiter, welcher auch durch die vorherigen erfolgreichen englischen SciFi-Fernsehproduktionen UFO (1970 - 1971) sowie MONDBASIS ALPHA 1 (1975 - 1977) dem Genre durchaus sehr aufgeschlossen war.

Und es war auch Grades, der in einem Flugzeug auf die Schauspielerin Farrah Fawcett (FLUCHT INS 23. JAHRHUNDERT/1976 oder EXTREMITIS/1986) samt ihrem Agenten stieß und ihr das Drehbuch auch gleich in die Hände drückte. Späterhin wird die Schauspielerin allerdings auch eher kritisch zugeben, dass es wohl zwischen dem anfänglich vorgelegtem (und als positiv empfundenen) Drehbuch und dem, was dann wirklich verlangt und gedreht wurde, gewaltige Unterschiede herrschten. In der Rolle des Adam hatte man sich zudem wohl eher den früheren Bond-Darsteller Sean Connery vorgestellt, doch der hatte die Hauptrolle als Adam abgelehnt. Da man aber nun nicht kleckern, sondern ordentlich klotzen wollte, holte man sich den ebenfalls sehr berühmten US-Schauspieler Kirk Douglas (SPARTACUS/1960 oder etwa DER WEG NACH WESTEN/1967) für die Rolle des Adam ins Boot.

Berry, der am Anfang offenbar mit viel Elan an den Film heranging, wurde jedoch schon nach kurzer Zeit in seiner Regiearbeit wieder gestoppt. Denn Stanley Donen (der neben Martin Starger auch Produzent des Film war) hatte nach drei Wochen Drehzeit plötzlich die seltsame Meinung, John Barry sei seiner Aufgabe wohl nicht gewachsen und setzte sich dann schlicht und ergreifend gleich selbst in den Regiestuhl, was wohl ein weiterer schwerer Fehler war. Denn wenn der Zuschauer z.B. erwartet, überhaupt einen Grund dafür im Film zu erhalten, warum besagter Captain Benson zu Beginn Captain James tötet und welche Ziele oder Pläne Benson denn nun wirklich mit und durch den Roboter Hector verfolgt, so kann man hierzu eher lange vergeblich warten. Überhaupt wirkte die Handlung mitunter schlicht eher behäbig, der Roboter mit dem eher etwas albern wirkendem Minikopf wirkt in seinen Bewegungen völlig hölzern und unglaubwürdig und auch sonst kann man so einige Stellen finden, bei denen man die Effekte nur mit einem kopfschütteln betrachten kann. In Sachen Effekte war man hier sogar eher sehr weit von der Höhe der Zeit entfernt geblieben. Nach anderen Aussagen soll es vorher aber auch zu Streitigkeiten zwischen Jonathan Barry und Kirk Douglas gekommen sein, was Donens Entscheidung hinsichtlich Jonathan Berry befeuert haben könnte, da Douglas mit Sicherheit ein finanziell nicht zu verachtender Posten der Filmproduktion war, den man sicherlich nun nicht vergraulen wollte. Und bis auf die Tatsache, dass Kirk Douglas hier auch mal nackt sich in eine Auseinandersetzung stürzt, blieben seine darstellerischen Leistungen jedoch ansonsten eher nur guter Durchschnitt ohne wirkliche Höhen.    

Dagegen waren gerade die Aufbauten zum Film recht futuristisch  und durchaus ansprechend geraten, auch wenn sie eher an SciFi-Filme der 70er Jahre erinnerten und alles auch irgendwie etwas zu blank poliert wirkte. Man schaffte es aber trotzdem, so dem ganzen noch eine recht passende Atmosphäre zu verpassen, auch wenn man sich in diesem Punkt eher die Frage stellt, ob man das damals durchaus ansehnliche Budget nur eher an die wenigen Gagen der drei Hauptdarsteller verplempert hat, da z.B. ein George Lucas mit 10 Millionen US-Dollar sicherlich auch optisch wesentlich mehr hätte umgesetzen können. In diesem Sinne blieben die Effekte und Aufbauten bei SATURN 3 jedenfalls im Rückblick betrachtet, weit hinter den Erwartungen hinsichtlich der damaligen SciFi-Filme zurück.

Jonathan Barry jedenfalls kehrte enttäuscht wieder zurück zum Produktionsteam von STAR WARS - DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK (1980), wo er aber auch wieder mit offenen Armen empfangen wurde, auch wenn er sich wegen der Regiearbeit zu SATURN 3 eigentlich aus dem Projekt von George Lucas zurückgezogen hatte. Hier sollte er bei der bereits in den Elstree Studios fertiggestellten Rebellenbasis von Hoth (diese hatte er vorher noch selbst mit entworfen) nun als Second-Unit-Direktor seine Arbeit wieder aufnehmen können. Tragischer Weise verstarb Barry dann jedoch nur wenige Tage später mit nur 43 Jahren durch eine bakterielle Infektion.

Saturn 3Mein Fazit:
Was das Thema Sex und Frauen im Film in der Zukunft betrifft, so dürfte hier die "Me Too Bewegung" der Vergangenheit gnadenlos an die Wand gefahren sein. Denn offenbar sind junge Frauen eh wieder nur sexuelle Wanderpokale zur "Benutzung" durch die Männerwelt eben dieser eher dystopischen Zukunft. Und auch sonst scheint auf der Erde wohl ein totalitätes Regime das sagen zu haben, welches aber die internen Probleme wie etwa die Nahrungsversorgung nicht wirklich im Griff hat. Und so lässt auch das Ende für sie als einzige Überlebende auf dem weg zur Erde, keine wirklich glückliche Zukunft erwarten.

Farrah Fawcett, die in Deutschland ja eher durch die Fernsehserie DREI ENGEL FÜR CHARLIE (CHARLIE'S ANGELS ab 1976) so richtig bekannt wurde und mit ihrer blonden Wallemähne und dem ansteckenden Lächeln sich dann auch schnell in die Herzen vieler Fans spielte, wirkt hier im Film des öfteren nur wie eben der übliche hübsche Blickfang, den man dann auch mal zur Freude der männlichen Zuschauer in ein sexy Outfit steckte. Wer bei ihr aber in diesem SciFi-Film auf wirklich nackte Tatsachen hofft, der wird auch hier sicherlich nicht auf seine Kosten kommen. Dafür schmeißt sich wie gesagt eher Kirk Douglas mal blankgezogen ins Getümmel, wobei man aber auch hier darauf achtet, dass da nichts lustlos vor der Linse der Kamera baumelt, was bei den zuschauenden Damen für Schnappatmung sorgen könnte. In sofern ist Sex zwar im Film durchaus ein Thema, welches jedoch eher in den Dialogen wirklich ausführlichen Raum findet.

Das SciFi-Szenario hält sich in SATURN 3 allerdings durchaus in nachvollziehbaren Bahnen, denn man redet hier nicht von interstellaren Raumflügen. Viel mehr hat man sich von der Erde aus gerade mal im eigenen Sonnensystem etwas ausgebreitet, weil man wohl auch mangels weiterer Rohstoffe auf der geschundenen Erde usw. keine andere Wahl mehr hatte, wenn man dem grenzenlosen Konsumgedanken zumindest ab der gehobeneren Mittelschicht der Erdbevölkerung noch Rechnung tragen wollte. Man sieht also, wirklich rosarote phantastische Gedankengänge hatte man bereits bei diesem SciFi-Film aus dem Jahre 1980 nach unseren heutigen Maßstäben nicht wirklich gehabt. Denn heute spielt man durchaus bereits schon in der Realität mit den Gedanken, die Rohstoffe direkt im Weltraum, z.B. von entsprechenden Asteroiden im Sonnensystem abzubauen und auch günstig dort eventuell gleich zu verarbeiten. Der Knackpunkt heute liegt da eher noch darin, ab wann sich die dafür benötigten enormen finanziellen Mittel wieder gewinnbringend einspielen würden und wie man die eventuell benötigten Menschen im nicht ungefährlichen Weltraum (Strahlung, Schwerelosigkeit usw.) über lange Zeiträume (Monate und Jahre) gesund und munter halten soll.

Im Grunde also könnte der Filmstoff hier also wirklich viel hergeben und auch durchaus interessant sein, weil hier keine völlig unerreichbaren Luftschlösser aufgebaut werden, was die nahe Zukunft z.B. des nächsten Jahrhundert angeht. Allerdings waren selbst diese Vorstellungen in den 1980er Jahren wohl noch Fiction, so das sich hier eher das meiste um die eigentliche Handlung unter den drei Personen und dem Roboter im Film drehte, auch wenn am Ende trotzdem einfach zu viele Fragen schlicht offen bleiben. Letzteres dürfte dem Film daher ebenfalls stark geschadet haben.

Saturn 3Aber auch sonst wirkt diese Zukunft der Menschheit eher wenig erstrebenswert, was aber wiederum der Realität wieder sehr nahe kommt, wenn man sich eben die reale Welt seit der Jahrtausendwende mal genauer betrachtet. Dass das mit der Menschheit nämlich noch lange gut geht, da habe ich langsam eher wenig Hoffnung. Und daran ist sicherlich nicht alleine der Russe schuld, so wie es heute in den Medien so gerne recht einseitig propagiert wird. Aber gut, genug Dreck am Stecken haben sie alle und die Menschheit wird schon mitbekommen, wenn deshalb der entgültige Hammer in Sachen Klima, Rohstoffausbeutung, Artensterben und Kriege fällt. Ich hoffe nur, sie lassen sich noch etwas Zeit mit der selbstgeschaffenen Idioten-Apokalypse, damit ich eventuell noch was von meiner langsam näher rückenden Rente habe, bevor ich den Löffel dann von alleine irgendwann mal wegschmeiße.

Doch kommen wir zum Film zurück, so rettete den damals eben auch nicht die kleine, aber namentlich gewichtige Besetzung mit Kirk Douglas, Farrah Fawcett oder Harvey Keitel. Denn für einen SciFi-Film der 1980er Jahre wirken die Spezialeffekte und Aufbauten schlicht zu altbacken und billig, trotz einem millionenschweren Budget, welches aber eher als verschleudert zu betrachten sein dürfte. Dabei ist wie gesagt die eigentliche Idee nicht einmal schlecht gewählt, weshalb man hier durchaus der grundlegenden Idee sogar mal ein wirklich gutes Remake wünschen dürfte. Aber ob jemand gerade dieses Eisen nochmals finanziell gut ausgestattet anfassen will, wo der Originalfilm von 1980 mit dieser kleinen Starbesetzung so frontal an den Kinokassen floppte und selbst im Fernsehen kaum Beachtung findet, wage ich hier mal wirklich zu bezweifeln.

Was die FSK-Freigabe von SATURN 3 angeht, gibt es auch einige Ungereimtheiten. Denn in der Wikipedia wird hier die Altersfreigabe mit 12 Jahren angegeben, was meiner bescheidenen Meinung nach durchaus auch ausreichend für die vorliegende Blu-ray gewesen wäre. Wer bei der Blu-ray allerdings nun auf den Einfall gekommen ist, diese nun mit einer Altersfreigabe ab 16 Jahren zu versehen, scheint irgendwie etwas geraucht zu haben, was ihm sicherlich nicht bekommen sein dürfte. Netter kann ich es in Sachen Altersfreigabe jedenfalls nicht mehr umschreiben.

Sollte man also besser gleich als Filmfreund die Finger von der Blu-ray von SATUR 3 lassen? Nun, man sirbt nicht wirklich vor Langeweile, wenn man sich diesen Film mal antut, auch wenn er 1981 dafür entsprechend mit der Goldenen Himbeere nominiert wurde. Allerdings bei dieser Besetzung verspricht der Film eigentlich auch viel zu viel, weshalb die Enttäuschung entsprechend hoch ausfällt. Und leider haben auch das Drehbuch und die Regie eher unrühmliche Wege beschritten, die wohl weit ab von der Ursprungsidee seitens Jonathan Berry lagen und so dem Film selbst sicherlich auch nicht gut getan haben. Eine positive Empfehlung kann ich daher für SATURN 3 nicht mit gutem Gewissen aussprechen. Allerdings sollte man ihn als Filmfreund bzw. als Fan von SciFi-Flmen und Serien vielleicht zumindest mal gesehen haben.

Saturn 3Saturn 3
Deutscher Alternativtitel: Saturn City
mit Farrah Fawcett, Kirk Douglas, Harvey Keitel sowie Douglas Lambert
Regie: Stanley Donen
Drehbuch: Jonathan Berry, Martin Amis
Produktion: Stanley Donen, Martin Starger
Musik: Elmer Bernstein
Genre: Science Fiction
Laufzeit: 89 Minuten (BD)
DVD/FSK: 16 Jahre
Extras: TV-Spot, Trailer, Audiokommentar, Super-8-Fassung (ca. 18 Minuten), Zusätzliche Szenen der Fernsehfassung u.m.
Vertrieb: Koch Media
Großbritannien 1980

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