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Halloween feiern und derbe sterben! - »Night of the Demons«

Night of the DemonsHalloween feiern und derbe sterben!
»Night of the Demons«

Nun könnte man gerade bei dem Vorspann dieses Horrorfilm glatt der Meinung sein, dass man hier eigentlich einen Familienfilm vor sich hat, bei dem vom achtjährige Rudi bis zur achtzigjährigen Oma Trude alle irgendwie ihren Spaßfaktor finden dürften. Schließlich legt der Vorspann mit jeder Menge witziger Zeichentrick-Monster und einem zugegeben nicht gerade hitverdächtigen Synthiesound gerade eine solche Option recht nahe.

Night of the DemonsDoch in diesem Punkt hatte man bereits 1988 lieber Vorsicht walten lassen sollen.

Denn an sich geht es hier nicht nur bald recht blutig zu, sondern der Film an sich und gerade mit der lockeren Bande von hormonell gesteuerten Teenagern, wartet auch noch mit so einigen blanken Tatsachen auf, wobei einer der süßen Höhepunkte wohl der sein dürfte, wo sich die etwas rosa angehauchte Linnea Quigley als "Suzanne" einen Lippenstift lustig durch die Brustwarze direkt in die eigene Brust schiebt. Dabei ist sie bereits zu Beginn schon als sexy Blickfang aufgefallen, als sie zum sicheren Alkohol-Diebstahl den Verkäufer eines Drugstore ablenkt, indem sie ihren Knackpo mit nur gering verhüllendem Slip jedem (also auch den Zuschauern) zur hübschen Begutachtung entgegenstreckt. Dabei waren damals schon alle diese Teenager-Darstellerinnen längst im entsprechenden Alter, um in den USA bereits Alkohol ohne Probleme käuflich erwerben zu können. Aber wie gesagt, der Film kann auch durchaus noch ganz anders, was natürlich damals auch unsere Jugendschützer dann etwas ins Rotieren gebracht hatte. Denn die etwas durchgeknallte Gruftischnecke Angela will mit ihrer Freundin Suzanne im rosa Prinzessinnenkleidchen und dem Rest der Clique eine heimliche Halloween-Party im berüchtigt-verlassenen Hull-House abziehen, welches mal ein Bestattungsunternehmen beherbergt hatte. Ganz abgesehen davon, das sich um das Hull-House auch noch einige seltsame wie schaurige Gerüchte ranken. Und da werden dann später auch schon mal unter dämonischem Einfluss Augen knackig wie Pickel ausgedrückt oder eine Zunge schmackhaft abgebissen.

Night of the DemonsIn diesem ganzen Trubel, wo auch die hübsche Judy zwischen zwei jungen Burschen irgendwie die Qual der Wahl hat, wenn es darum geht, wem sie denn nun irgendwann die eigene Jungfräulichkeit um die Backen schlagen will, kann so nicht wirklich alles gelingen. Denn plötzlich versagen erst einmal die Batterien für die Musik und dann macht sich auch bald schon eine allgemeine Langeweile breit. Also kommt man auf die Idee, eine Geisterbeschwörung zu veranstalten, womit sie aber eher ungewollt die dämonischen Kräfte im Keller des Hull-House erwecken, die sich recht bald dann auch der knackigen Körper von Angela und Suzanne  annehmen, um ihre grausamen Taten zu vollbringen. Nur die Teenager  Rodger und Helen bekommen langsam weiche Knie und wollen nicht nur die Party, sondern auch das Gelände des Hull-House so schnell wie möglichst verlassen. Doch dann ist selbst das Eingangstor in der Mauer, welche das Haus umgibt, plötzlich verschwunden. Damit scheinen die Jugendlichen nun auch noch genauso wie die Dämonen der Hölle hier festzusitzen, denn an der Mauer des Hull-House fließt ein unterirdisches Gewässer, welches Dämonen schlicht nicht überschreiten können. Das die Dämonen natürlich deshalb jetzt nicht anfangen, mit den anderen Teenagern Karten zu spielen, dürfte wohl sicher sein, und so mancht Angela und der Rest der Besessenen nun blutige Jagd auf die noch lebenden Teenager, damit auch sie von weiteren dämonischen Kräften aus dem finsteren Zwischenreich in Besitz genommen werden können. Allerdings haben sie da aber irgendwie ihre bösartigen Ziele nicht wirklich mit Judy und Rodger abgesprochen, die sich nun zusammengeschlossen haben, um der blutigen Opferliste der Höllenkreaturen doch noch einen gehörigen Strich durch die Rechnung zu machen.

So viel Aufregung der Film NIGHT OF THE DEMONS (1988) damals auch im Hinblick auf den teutonischen Jugendschutz entfacht hatte, so kann man diesen Film heute mit einem Augenzwinkern schon als eine kleine Splatter-Ikone betrachten, welche sich aufgrund des Erfolg an den Kinokassen dann auch ab 1994 zu einer filmischen Trilogie ausgewachsen hatte. Das führte aber darüber hinaus 2009 dann auch noch zu einem Remake des Originalfilm aus dem Jahre 1988, ebenfalls unter dem Titel NIGHT OF THE DEMONS, den ich euch hier im ZAUBERSPIEGEL aber auch bereits schon mal vorgestellt hatte. Die bekanntesten Gesichter im Remake dürften hierbei Edward Furlong und Shannon Elizabeth sein. Letztere konnte sich schon mit hübschem Körpereinsatz in Filmen wie AMERICAN PIE - WIE EIN HEISSER APFELKUCHEN (1999) oder etwa SCARY MOVIE (2000) in Szene setzen. Furlong wiederum, der seinen Erfolg recht jung in TERMINATOR 2 - TAG DER ABRECHNUNG (1991) begonnen hatte und auch in Filmen wie AMERICAN HISTORY X (1998) oder DETROIT ROCK CITY (1999) recht positiv aufgefallen war, konnte spätestens im Remake von NIGHT OF THE DEMONS zeigen, wo so ein früher Erfolg auch recht negativ hinführen kann. Denn in bester Verfassung, was Alkohol und/oder Drogen betraf, schien der Schauspieler in diesem Film irgendwie nicht mehr wirklich zu sein.

Night of the DemonsIm Originalfilm von 1988 fällt allerdings, was bekannte Gesichter betrifft, eigentlich nur die Schauspielerin Cathy Podewell bei mir wirklich als bekannt auf. Dabei hat sie zumeist ihr schauspielerisches Talent eher ab 1988 bis 1995 in Fernsehserien zum Besten gegeben. Und genau eine solche US-Fernsehserie, die weltweit auch mal eine Weile als Straßenfeger galt, machte sie auch hier damals recht Bekannt. Die Zeiten als "Straßenfeger" war zwischen 1988 bis 1991 für die Serie DALLAS und dem Ewing-Clan zwar schon merklich abgeflaut, allerdings ging die Schauspielerin Cathy Podewell noch in insgesamt 70 Episoden der Serie als recht naive wie blutjunge zweite Ehefrau von J.R. Ewing in die Geschichte der Seifenoper um Öl, Macht und Hinterlist ein. 2013 trat sie dann nochmals in einer recht kleinen Gastrolle in einer Episode der Neuauflage der Fernsehserie DALLAS auf, bevor sie dann offenbar wirklich entgültig die Schauspielerei an den Nagel hängte. Dabei ist sie auch hier in NIGHT OF THE DEMONS ein recht hübscher Blickfang, welcher jedoch hier weniger häufig dem Zuschauer auch die Innenseiten ihrer Bekleidung recht freizügig offenbarte. Überhaupt kann man mit einigen Jahrzehnten Abstand ganz grob den Originalfilm NIGHT OF THE DEMONS irgendwie als netten Mix irgendwo zwischen TANZ DER TEUFEL (1981) und EIS AM STIEL (1978) betrachten, wo der Mixer dann auch noch einige Runden als Zugabe geliefert hatte.

Da ist dann auch heute der damalige Budenzauber seitens des Jugendschutz nicht mehr wirklich ernst zu nehmen, Gesetze hin oder her. Und weil es sich ja dann später auch um eine filmische Trilogie handelte mit Fortsetzungen aus den Jahren 1994 sowie 1997, kann sich die Leserschaft hier ja auch denken, das hiermit der letzte Drops in Sachen kleine Filmrezensionen noch nicht gelutscht sein dürfte. Manchmal kann eine solche Aussage, was die Filme selbst betrifft, allerdings auch schon mal fasst als eine Drohung aufgefasst werden. Davon aber mal abgesehen ist der Originalfilm NIGHT OF THE DEMONS aus dem Jahre 1988 unter der Regie von Kevin S. Tenney nicht gerade im Genre der hellste Stern seiner Zeit, allerdings für eine feucht fröhliche Runde in der Nacht zu Halloween erfüllt dieser lockere Splatterfilm immer noch ganz nett seinen spaßig-blutigen Zweck. Alleine die Bildqualität der mir vorliegenden DVD seitens LASER PARADISE erfüllt vieleicht gerade mal VHS-Kassetten-Nievau kurz vor einem Bandsalat, woran man sich sicherlich erst einmal wieder gewöhnen muss. Die Tonqualität reißt da auch nicht viel heraus, aber zumindest hat man keine Probleme damit, die handelnden Darstellerinnen und Darsteller zu verstehen. Ist ja irgendwie auch schon mal was wert.

Night of the DemonsNight of the Demons
(Night of the Demons)
mit Cathy Podewell, Amelia Kinkade, Linnea Quigley, Hal Havins, Alvin Alexis, Allison Barron, Harold Ayer, Billy Gallo, Don Jeffcoat, Jill Terashita u.a.
Regie: Kevin S. Tenney
Drehbuch und Produktion: Joe Augustyn
Musik: Dennis Michael Tenney
Genre: Horror
Laufzeit: 90 Minuten (DVD)
DVD/FSK: 18 Jahre
Vertrieb: Laser Paradise
USA 1988

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