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Die 70er: Der Omega Mann

Die 70erDie 70er
Der Omega Mann

Nach einem bakteriologischen Krieg wurde fast die gesamte Menschheit ausgerottet. Der Wissenschaftler Robert Neville (Charles Heston) konnte jedoch ein Antiserum entwickeln, doch der Versuch, das Serum zur Massenfertigung zu bringen, scheiterte und er konnte sich nach seinem Hubschrauberabsturz nur noch selbst impfen. Durch das Impfen überlebte er die Katastrophe und ließ sich danach im ausgestorbenen Los Angeles nieder, wo er fortan sein Dasein fristet.

Der Omega-MannDoch ganz allein ist Neville jedoch nicht. Denn ebenfalls zu den Überlebenden gehört der religiöse Fanatiker Matthias (Anthony Zerbe) mit seinen Anhängern, bei denen die Seuche zu Mutationen geführt hat.

Die degenerierten Mutanten nennen sich "Die Familie" und sehen ihre Berufung in der Ausrottung der Zivilisation, die sie für den Untergang der Welt verantwortlich machen, womit Neville ganz oben auf ihrer Abschussliste steht.

Aufgrund ihrer Lichtempfindlichkeit trauen sich die Infizierten jedoch nur nachts auf die Straße, weswegen sich Neville nach Sonnenuntergang in seiner zur Festung ausgebauten Wohnung verbarrikadieren muss.

Eines Tages gerät Neville in eine Falle der Sektierer und soll auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Doch er wird von einem weiteren Überlebenden gerettet, der ihn in ein Versteck außerhalb der Stadt bringt, wo weitere Menschen, insbesondere eine große Anzahl von Kindern, die Katastrophe überlebt haben, bei denen die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist...

Der Omega-Mann"The Omega Man" aus dem Jahr 1971 mit dem Schauspieler Charlton Heston in der Hauptrolle ist nach "The Last Man on Earth" (1964) mit Vincent Price die zweite Verfilmung des Romans "Ich bin Legende" (Originaltitel: I Am Legend, 1954) von Richard Matheson.
Doch im Gegensatz zum Roman bzw. zur Filmversion mit Vincent Price aus dem Jahr 1964 kämpft der Protagonist im SF-Film "The Omega Man" nicht gegen vampirartige Wesen, sondern gegen mutierte Menschen. 2007 wurde der Roman unter dem Titel "I Am Legend" mit Wil Smith zum dritteln Mal verfilmt.

Auch wenn "The Omega Man" weniger mit der Handlung des Originalromans von Richard Matheson zu tun hat, zählt der Film aus dem Jahr 1971 mit Charlton Heston zu der besten Verfilmung des Romanstoffes.
Was vor allem an dem apokalyptisch düsteren Szenario liegt, dass durch den einsamen Kampf von Robert Neville (sehr überzeugend gespielt von Charlton Heston) gegen die Mutanten noch verstärkt wird, die in mit ihren kalkweißen Gesichtern und in schwarze Mönchskutten gehüllt, durch die nächtliche Stadt streifen.

Zumal insbesondere die erste Hälfte des Films überzeugend von Regisseur Boris Sagal inszeniert wurde.
Der Zuschauer des Films wird Zeuge von Nevilles Alltag und den Schwierigkeiten, mit denen der Protagonist zu kämpfen hat. Neben seiner ständig präsenten Einsamkeit, der Kampf gegen die Mutanten, auf die am Tag Jagd macht.
Der Omega-MannHier kann "The Omega Mann" durch seine unheimliche und düster-melancholische Stimmung und Atmosphäre punkten.

Als Neville im weiteren Verlauf dann doch auf ein paar nicht infizierte Menschen stößt, die die Katastrophe überlebt haben, keimt in der zweiten Hälfte des Films eine gewisse Hoffnung auf, das Steuer noch einmal umzudrehen, indem Robert Neville mit Hilfe seines Blutes ein Antiserum herstellt, um die Reste der Menschheit zu retten.

Nachdem der Film "The Omega Man" am 1. August 1971 in den USA gestartet war, spielte er an den Kinokassen 4 Millionen US-Dollar ein. Die weltweiten Einspielergebnisse des SF-Films sind nicht bekannt.

Am 26. November 1971 startete "The Omega Man" unter dem Titel "Der Omega-Mann"  auch in den deutschen Kinos. 

Der Omega-MannDer Omega-Mann
(The Omega Man)
USA 1971

Regie: Boris Sagal
Drehbuch: Richard Matheson, John William Corrington und Joyce Hooper Corrington
Kamera: Russell Metty
Schnitt: William H. Ziegler
Musik: Ron Grainer und Cootie Williams

Darsteller
Charlton Heston als Robert Neville
Anthony Zerbe als Matthias
Rosalind Cash als Lisa
Paul Koslo als Dutch
Eric Laneuville als Richie
Lincoln Kilpatrick als Zachary
Brian Tochi als Tommy

FSK: Ab 16 Jahren
Laufzeit: 98 Minuten

Deutscher Kinostart: Am 29. November 1971

© by Ingo Löchel

 

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Kommentare  

#1 Robert Martschinke 2021-02-19 02:25
Der Song gleichen Titels vom vierten Album von The Police wurde von dem Film inspiriert bzw. bezieht sich auf ihn. Rockt gar nicht mal übel: www.youtube.com/watch?v=9mKLxttBgnc&ab_channel=ThePolice-Topic
#2 matthias 2021-02-19 09:26
Wenn ich mich richtig erinnere, lief dieser Film im ZDF in der Reihe "Der phantastische Film".
In den DDR Kinos wurde ja sowas nicht gezeigt.
#3 Ingo Löchel 2021-02-19 09:48
"Der phantastische Film" war eine wirklich sehr schöne Film-Reihe beim ZDF.
Wer sich darin erinnern möchte

www.zauberspiegel-online.de/index.php/phantastisches/gesehenes-mainmenu-150/4182-der-phantastische-film
#4 Ingo Löchel 2021-02-19 09:53
"Der Omega-Mann" lief aber nicht in der ZDF-Reihe "Der phantastische Film", sondern in der ARD,
Der Sender hat eine eigene Film-Reihe (der Name fällt mir nicht mehr ein) und zwar mit SF-Filmen gestartet.
Darunter auch "Der Omega-Mann", der am 10. Februar 1979 ab 23:25 Uhr in der ARD ausgestrahlt wurde. Also zur späteren Stunde!
#5 matthias 2021-02-19 10:24
zitiere Ingo Löchel:
"Der Omega-Mann" lief aber nicht in der ZDF-Reihe "Der phantastische Film", sondern in der ARD,
Der Sender hat eine eigene Film-Reihe (der Name fällt mir nicht mehr ein) und zwar mit SF-Filmen gestartet.
Darunter auch "Der Omega-Mann", der am 10. Februar 1979 ab 23:25 Uhr in der ARD ausgestrahlt wurde. Also zur späteren Stunde!


Da hat mir die Erinnerung einen Streich gespielt.
Danke für den obigen Link
#6 Larandil 2021-02-19 10:49
zitiere Ingo Löchel:
"Der Omega-Mann" lief aber nicht in der ZDF-Reihe "Der phantastische Film", sondern in der ARD,
Der Sender hat eine eigene Film-Reihe (der Name fällt mir nicht mehr ein) und zwar mit SF-Filmen gestartet.
Darunter auch "Der Omega-Mann", der am 10. Februar 1979 ab 23:25 Uhr in der ARD ausgestrahlt wurde. Also zur späteren Stunde!

Ja, die ARD-Reihe. Sie begann mit George Pals "Krieg der Welten" und brachte im späteren Verlauf solche Perlen wie "Lautlos im Weltraum" (Silent Running) und "2022 - die überleben wollen" (Soylent Green).

Ein bißchen mehr dazu hat hier jemand bereitgestellt:
www.hoergruselspiele.de/index.php?thread/20383-nostalgie-science-fiction-die-ard-serie-1978-zdf-der-phantastische-film/
#7 Ingo Löchel 2021-02-19 10:51
Hatte die ARD-Reihe nicht den Vorspann mit der startenden Rakete?
#8 Ingo Löchel 2021-02-19 10:53
Wer es noch nicht gesehen hat...unter der Rubrik "Rezension" wurde mit "Ingos Bücherecke" eine neue Reihe gestartet, in der ich abwechselnd deutsche und englischsprachige Romane und Bücher besprechen werde!
#9 Estrangain 2021-02-19 11:43
zitiere Ingo Löchel:
Hatte die ARD-Reihe nicht den Vorspann mit der startenden Rakete?

Richtig. Untermalt wurde das Intro mit "I feel Love" von Donna Summer...
#10 Harantor 2021-02-19 11:48
Ab Sekunde 48 gehts los: www.youtube.com/watch?v=g5_Iywn1zCg
#11 Robert Martschinke 2021-02-20 01:30
@matthias ... Im Gegenzug liefen in der DDR Perlen wie Tarkowskis "Solaris" Jahre eher im Kino als im Westen ...
#12 matthias 2021-02-20 23:14
zitiere Robert Martschinke:
@matthias ... Im Gegenzug liefen in der DDR Perlen wie Tarkowskis "Solaris" Jahre eher im Kino als im Westen ...

Ich habe diesen Film damals im DDR-Kino gesehen, kann mich aber nur schwach dran erinnern, da zu lange her. Bin noch nicht mal sicher, ob es im Kino war. Jedenfalls hat dieser Film nichts Bleibendes bei mir hinterlassen!
Hab auch den Büchern von Lem nicht abgewinnen können (Ausnahme "Der Unbesiegbare")

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