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Die Horrorfilm-Welle der 1980er Jahre: The Fog - Nebel des Grauens

Die Horrorfilm-Welle der 1980er JahreJohn Carpenters
The Fog - Nebel des Grauens

Antonia Bay ist eine beschauliche, kleine Küstenstadt in Kalifornien. Kurz vor der Feier zum 100-jährigen Bestehen des Ortes kommt es jedoch zu unheimlichen Geschehnissen.

Als Nick Castle (Tom Atkins) die Tramperin Elizabeth Solley (Jamie Lee Curtis) mit in die Stadt nimmt, versagt plötzlich das Autoradio, und die Fenster des Fahrzeugs gehen ohne ersichtlichen Grund zu Bruch.

The Fog - Nebel des GrauensUnd auch Stevie Wayne (Adrienne Barbeau), die Betreiberin der lokalen Radiostation, hat ein unheimliches Erlebnis.

Doch dies ist erst der Anfang. Denn drei Fischer, die mit ihrem Boot auf dem Meer vor Anker gegangen sind, werden vom Nebel eingehüllt und grausam getötet.

Außerdem zieht vom Meer her ein undurchdringlicher Nebel auf die Stadt zu. Niemand der Bewohner der kleinen Küstenstadt ahnt, welche Gefahr von dieser Nebelbank ausgeht.

Erst durch eine Entdeckung von Pater Malon (Hal Holbrook) kommt das furchtbare Geheimis von Antonia Bay zum Vorschein...

Nachdem Erfolg des Horrorfilms "Halloween" (1978) unterschrieb der Regisseur John Carpenter (zusammen mit der Produzentin Debra Hill) mit der Produktionsfirma Avco-Embassy einen Vertrag über zwei Filme.
Einer dieser Filme des Deals zwischen Carpenter und der Avco-Embassy war der Horrorfilm "The Fog - Nebel des Grauens", für den Carpenter zusammen mit und Debra Hill nicht nur das Drehbuch schrieb, sondern auch erneut die Musik zum Film komponierte. Der zweite Film des Deals war der SF-Film "Die Klapperschlange" (1981) mit Kurt Russell in der Hauptrolle.

The Fog - Nebel des GrauensEiner der weiblichen Hauptrollen in "The Fog - Nebel des Grauens" wurde mit der Schauspielerin Adrienne Barbeau besetzt, die mit Capenter nicht nur bereits in dem Fernsehfilm "Das unsichtbare Auge" (Originaltitel: Someone's Watching Me!, 1978) zusammengearbeitet, sondern den Regisseur am 1. Januar 1979 auch geheiratet hatte. Die Ehe wurde jedoch am 14. September 1984 wieder geschieden.

Hinzu kamen Jamie Lee Curtis, die mit "Halloween" ihr Film-Debüt gegeben hatte, sowie ihre Mutter Janet Leigh (1927-2004).

Die männlichen Hauptrollen bekamen Tom Atkins sowie der Schauspieler Hal Holbrook, der am 23. Januar 2021 im Alter von 95 Jahren in Kalifornien verstarb.

Der Dreharbeiten des Films "The Fog", für den John Carpenter ein Budget von eine Million US-Dollar zu Verfügung gestellt wurde, begannen im April 1979 und wurden im Mai 1979 abgeschlossen.
Die Innenaufnahmen entstanden in den Raleigh Studios in Hollywood. Die Außenaufnahmen im Bundesstaat Kalifornien in Point Reyes. Bolinas und Inverness sowie in der "Episcopal Church of the Ascension" in Sierra Madre.

Nachdem John Carpenter allerdings den Rohschnitt des Horrorfilms gesehen hatte, war der Regisseur sehr unzufrieden mit dem Ergebnis, so dass er nicht nur begann neue Szenen hinzuzufügen, sondern auch begann, andere Szenen neu aufzunehmen, was weitere 100.000 US-Dollar kostete.
Hinzu kam die Prolog-Szene, in der Mr. Machen einigen Kindern am Lagerfeuer eine Geistergeschichte erzählt.

The Fog - Nebel des GrauensNachdem "The Fog - Nebel des Grauens" am 8. Februar 1980 in den USA startete, wurde der Horrorfilm ein großer Erfolg an den Kinokassen, und spielte in den USA über 21 Millionen US-Dollar ein. Die weltweiten Einspielergebnisse des Films sind nicht bekannt.

Der Horrorfilm "The Fog - Nebel des Grauens" gehört nicht ohne Grund zu den Klassikern des Genres und ist nach über 40 Jahren seit seinem Kinostart immer noch sehr überzeugend in Szene gesetzt und sehr sehenswert, was vor allem an seiner zeitlosen Machart liegt.

Denn schon die Anfangsszene des Horrorfilms "The Fog - Nebel des Grauens", in der Mr. Machen einigen Kindern am Lagerfeuer eine Geistergeschichte erzählt, sorgt bereits für gruselige Stimmung und für eine geisterhafte Atmosphäre, der sich der Zuschauer nicht entziehen kann.

Wie zuvor in "Halloween" (1978) kann auch der Horrorfilm "The Fog - Nebel des Grauens" durch die überzeugende Regie von John Carpenter punkten, die mehr auf Schock- und Überraschungsmomente setzt, und der es auch ohne großes Blutvergießen gelingt, Spannung zu erzeugen.

The Fog - Nebel des GrauensDoch diese Spannungsdramaturgie Carpenters ist in "The Fog - Nebel des Grauens" weit ausgereifter als in "Halloween".
Denn in "The Fog" setzt John Carpenter noch ausgeklügelter auf eine Atmosphäre nicht greifbarerer Bedrohung, die wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Bewohner von Antonia Bay schwebt.
Zu dieser bedrohlichen Atmosphäre trägt aber auch die unheimliche, vom Regisseur selbst komponierte Musik bei.

Hinzu kommen die einfachen, aber sehr wirkungsvollen Effekte mit dem Nebel sowie mit dem sich darin zu verbergenden Zombie-Piraten, die bis auf wenige kurze Ausnahmen im Film nur schemenhaft zu sehen sind, wodurch die gruselige Atmosphäre und latente Bedrohung im Film weiter gesteigert werden kann.

Was aber letztendlich und einziges im Horrorfilm "The Fog - Nebel des Grauens" nicht wirklich stimmig und glaubwürdig wirkt, ist die Schluss-Szene des Films. Denn obwohl der Fluch anscheinend gebannt wurde, taucht am Ende des Films der Zombie-Kapitän auf, und köpft Pater Malone.  

The Fog - Nebel des GrauensThe Fog – Nebel des Grauens
(The Fog)
USA 1980

Regie: John Carpenter
Drehbuch: John Carpenter und Debra Hill
Kamera: Dean Cundey
Schnitt: Charles Bornstein und Tommy Lee Wallace
Musik: John Carpenter

Darsteller
Adrienne Barbeau als Stevie Wayne
Jamie Lee Curtis als Elizabeth Solley
Tom Atkins als Nick Castle
Janet Leigh als Kathy Williams
Hal Holbrook als Pater Malone
Tom Atkins als Nick Castle
John Housema als Machen
Nancy Loomis als Sandy Fadel
Ty Mitchell als Andy Wayne
Rob Bottin als Blake
George Flower als Tommy Wallace

FSK: Ab 16 Jahren
Laufzeit. 90 Minuten

Kinostart: Am 28. August 1980


© by Ingo Löchel


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Kommentare  

#1 Laurin 2021-02-16 11:07
Eigentlich konnte ich mit der Schluss-Szene immer gut leben. Frei nach dem Motto: Da hat der Zombie-Kapitän wohl gerade einen miesen Tag gehabt, was Pater Malone halt trotzdem ausbaden muss.
Wesentlich schlimmer fand ich das nun wirklich überflüssige Remake aus dem Jahre 2005, unter der Regie von Rupert Wainwright. Man konnte zwar sagen, dass die Darsteller wie Selma Blair, Kenneth Welsh oder Maggie Grace sich hier redlich Mühe gaben, aber retten konnten sie dieses Machwerk (anders kann man dieses Remake leider nicht bezeichnen) damit wirklich nicht. In dem Punkt sollte man also lieber gleich beim Original bleiben. Und ob sich John Carpenter neben Debra Hill als Produzent dieses Remake von 2005 noch einen Gefallen getan hat, wage ich hier auch einmal zu bezweifeln.
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#2 Ingo Löchel 2021-02-16 14:06
Das Original von John Carpenter bleibt bis heute ein unübertroffenes Meisterwerk und ein absoluter Klassiker des Horrorfilms.
Dagegen ist das Remake aus dem Jahr 2005 nur ein müder, schlechter und wirrer Abklatsch, dessen Handlung vollkommener Schwachsinn ist.
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#3 AARN MUNRO 2021-02-17 08:09
Und it welch einfachen Effekten soviel Wirkung erzielt wurde. Dafür war Carpenter einfach gut!
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#4 koldir 2021-02-17 23:17
Carpenter war immer dann am besten, wenn er kein großes Budget zur Verfügung hatte. "Flucht aus L.A." (seelenlose Fortsetzung zur "Klapperschlange") oder "Big Trouble in Little China" - durchaus unterhaltsam, aber austauschbar, ohne Eindruck zu hinterlassen.
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