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Das tödliche erzkonservative Christentum - »We Summon the Darkness«

We Summon the Darkness Das tödliche erzkonservative Christentum
»We Summon the Darkness«

Die 1980er Jahre waren schon eine recht seltsame Zeit in der doch als so frei bezeichneten USA. Denn zu dieser Zeit zogen recht dubiose Geistliche und erzkonservative Christen immer wieder gegen die Heavy-Metal-Musik zu Felde. Denn die besagten Musiker und ihre Fans waren nach ihrer Meinung längst dem Satanismus mit ihren umgedrehten Kreuzen und Pentagrammen verfallen. So kam es besonders in den ländlichen Bereichen der USA zu seltsamen Formen von Zensur und Verboten.

We Summon the DarknessSo kommt es auch (allerdings nur im vorliegenden Film und nicht in der damaligen Realität), das im Sommer 1988 in den Nachrichten auch von bald 18 unschuldigen Opfern berichtet wird, die wohl in die blutigen Fänge sogenannter Satanisten geraten sein sollen. Da erklärt dann auch medial ein recht lauter Reverend der teuflischen Heavy Metal Musik den ultimativen Krieg.

Dies hält allerdings die drei Freundinnen Alexis, Val und Beverly  nicht von ihrem Roadtrip zum nächsten Heavy-Metal-Festival ab. Wären da nicht auch drei Jungs in ihrem Van, die zwar das gleiche Ziel haben, sich aber nicht wirklich benehmen können. So fliegt bald ein Getränk direkt aus ihrem Van auf die Windschutzscheibe des Wagens der drei Mädels. Zumindest war diese Aktion der Jungs durchaus gehalten, dass die drei Mädels auch einen schlimmen Unfall hätten erleiden können.

Das wollen sie natürlich diesen Jungs nicht durchgehen lassen und zeigen ihnen am Zielort erst einmal, wozu so böse Mädels alles fähig sind um sich entsprechend zu rächen.

Doch Ivan, Mark und Kovacs scheinen dann doch noch für die Mädels drei richtig schnuckelige Vertreter ihres Geschlechts zu sein. Und so feiert man also gemeinsam mit ihnen auf dem Festival. Als dieses dann sich dem Ende neigt, schlagen die Madels den drei Jungs vor, nach dem Konzert die wilde Party doch gleich in einem abgelegenen Haus weiterzufeiern.

Zuerst sind die Jungs auch dem Vorschlag sehr angetan. Schreit dies doch geradezu nach Sex, Drogen und Rock'n'Roll mit drei lockeren wie auch hübschen Mädels. Und eigentlich fängt es auch recht gut an, bis die Jungs allerdings aus den Latschen kippen, weil die Mädels ihnen etwas in den Drink gemischt haben.

Und danach entwickelt sich das Ganze zu einer höllischen Achterbahnfahrt für die Jungs, denn die drei Mädels entpuppen sich als kleine fanatische Luder des Christentum, die netten Heavy-Metal-Freaks wie ihnen nur zu gerne das Lebenslicht ausblasen wollen, um die Morde danach irgendwelchen erfundenen Satanisten zuschreiben zu können.

Also geht es für die Jungs darum, möglichst ihr bisschen Leben in dem einsamen Landhaus so teuer wie möglich zu verkaufen. Dabei kommt ihnen wohl auch etwas zu Gute, dass die süße Beverly, die noch recht frisch in der mörderischen Mädelsgruppe ist, langsam so einige Gewissensbisse plagen. Das fällt allerdings auch Alexis und Val auf, so das auch bald Beverly zu einem möglichen Opfer mutiert.

Und dann könnte glatt noch Hilfe in der Not auftauchen, als der Reverend aus dem Fernsehen ebenfalls in der Nacht in dem Landhaus eintrifft. Doch ist er wirklich für die Gehetzten eine Hilfe, oder doch eher der teuflische Kopf hinter den blutrünstigen jungen Damen?

We Summon the DarknessEine schwarzhumorige Home-Invasion-Perle:
Natürlich - und das muss man leider immer mal wieder betonen, wenn es um neue Filme des Genre geht - wird auch hier das Rad nicht gleich neu erfunden. An entsprechenden Versuchen dürfte man wohl aber auch stets perfekt scheitern.

Nun ist WE SUMMON THE DARKNESS aber auch kein Horrorfilm, welcher sich gleich fest in die Hirnwindungen des Zuschauers frisst. Denn gerade die grobe Handlung selbst und die Slasher-Momente wirken dann doch mitunter irgendwie etwas schwach auf der Brust, auch wenn die DVD oder BD mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren daher kommt.

Zumindest kann ich nicht so wirklich im Groben und Ganzen nachvollziehen, warum es eine Freigabe ab 16 Jahren nicht auch getan hätte. Denn hier spritzt kein Hirn in Zeitlupe gegen die Wände und es fliegen keine Gedärme wild durchs Bild. Und selbst die Mädels geben sich zwar stets sehr sexy in ihren sehr bauchfreien Heavy-Metal-Klamotten, aber blanke Brüste oder gar mehr ist hier auch nicht zu erwarten. Wie gesagt, es handelt sich hier um einen US-Horrorfilm und da bekommen nicht wenige US-Amerikaner geradezu Schnappatmung, wenn dann mal ein weiblicher Nippel außerhalb eines einheimischen Pornos über die Leinwand blitzt.

Dabei hätte so eine Nippel-Show eigentlich recht passend in den Film gepasst. Schließlich würde man damit die gleichen christlichen US-Moralapostel bis ins Mark treffen, die man hier durch das frühere Reizthema der Heavy-Metal-Musik eh schon als Zielscheibe ausgesucht hatte. Und wer das jetzt hier auch wieder von mir als sexistische Aussage bezeichnet, dem gebe ich hier gerne mal recht, schließlich entstamme ich mit einigem Stolz der Generation von "Make Love, Not War", auch wenn man dies heute manchmal politisch gerne wieder andersherum sehen möchte. Aber gut, hier geht es ja um den Horrorfilm WE SUMMON THE DARKNESS.

Und da kann ich auch in gewisser Weise zustimmen, wenn die Aussage getätigt wird, dass dieser Film (mitunter) eine nett abgefahrene Mischung aus FUNNY GAMES, SCREAM und GREEN ROOM beinhaltet.

Aber auch die Dialoge sind durchaus recht spritzig gewählt, was für einen weiteren Spaßfaktor bei diesem Slasher beiträgt. Aber auch mit den jeweiligen Darstellerinnen und Darstellern hatte man hier nun wirklich keinen Fehlgriff getan. Besonders die Schauspielerin Alexandra Daddario dürfte ausgemachten Genre-Fans kaum noch eine Unbekannte sein. Spielte sie doch schon in Filmen wie PERCY JACKSON - DIEBE IM OLYMP (2010), TEXAS CHAINSAW 3D (2013) oder der Zombie-Komödie WEG MIT DER EX (2014) mit und konnte eigentlich immer als Schauspielerin überzeugen. Und so setzt sie auch hier ihre Rolle als blutrünstige, aber sehr hübsche Furie wieder gekonnt in Szene.

Austin Kingsley Swift, der sich als Schauspieler einfach nur Austin Swift nennt und in WE SUMMON THE DARKNESS in der Rolle des Ivan auftritt, der gerne mal selbst in einer Band mitspielen und Karriere machen würde, ist übrigens der kleine Bruder der sehr erfolgreichen US-Sängerin Taylor Swift. Seine bisherigen Auftritte in Filmen bzw. Fernsehproduktionen sind jedoch noch mehr als recht übersichtlich (man könnte sie zumindest zur Zeit noch an einer Hand abzählen können), so das er dem deutschen Publikum eigentlich auch noch nicht aufgefallen sein dürfte. Hier allerdings kommt er durchaus recht sympathisch herüber und es mangelt ihm auch nicht am nötigen Talent.

Aber der Film WE SUMMON THE DARKNESS kann trotz der einen oder anderen kleineren Schwäche auch durchaus mit einigen sehr bösen Gags punkten. Der größte und wohl böseste Gag ist wohl der, dass die Bösen hier nicht irgendwelche Satanisten der Heavy-Metal-Szene sind, sondern hübsche christlich erzogene Mädchen, die mittels der Religion zu psychopathischen Kettenhunden mutiert sind. Ob man als US-Amerikaner bei dieser Vorstellung auch noch Stolz auf Gott und Vaterland sein darf, halte ich mal für eine nette Ansichtssache. Aber seien wir mal ehrlich, der Übergang zwischen Gut und Böse ist eh fließend und in jedem Kind Gottes steckt irgendwo schließlich auch immer ein kleiner Psychopath drin (laut einer Aussage des Profiler Mark T. Hoffmann), sofern man die Existenz eines höheren Wesens (also Gott) eh nicht in Frage stellt.

Leider liegt da allerdings auch die wichtigste Schwäche des Films seitens des Regisseur Marc Meyers verborgen. Denn spätestens wenn es in Richtung Landhaus geht, merkt der Slasher-Fan doch recht schnell, in welche Richtung die Handlung laufen wird. Hier hätte man also durchaus mehr Fingerspitzengefühl an den Tag legen können, um diesen (möglichen) Überraschungseffekt nicht zu schnell offensichtlich werden zu lassen.

Dabei hatte WE SUMMON THE DARKNESS sogar einen recht starken Auftakt hingelegt, den man hier auch mal lobend erwähnen muss. Aber leider ist es dann dem Drehbuchautor Alan Trezza im weiteren Verlauf der Handlung nicht mehr wirklich gelungen, die weitere Handlung ebenfalls auf einem so überzeugenden Niveau weiter zu transportieren. Dabei hatte man durchaus so einiges ganz richtig gemacht. Nehme man nur die Outfits und Frisuren der damaligen Zeit. Eben das gesamte Drumherum bis hin zu den Auseinandersetzungen, welche Heavy-Metal-Band denn nun die wirklich bessere wäre. Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, hatte man in diesem Horrorfilm die 80er Jahre durchaus recht gut eingefangen.

We Summon the DarknessMeine Filmkritik:
Halten wir mal fest, dass man bei der Besetzung von WE SUMMON THE DARKNESS nicht gekleckert hatte, was zum Beispiel das Talent betraf. Und man hatte auch die damaligen 80er Jahre in der Handlung fasst perfekt eingefangen.

Hinzu kommt der bitterböse Gag, dass es sich hier nicht nur um recht hübsche, sondern auch recht christliche Killer handelt, die im Namen Gottes mal so richtig die Sau rauslassen. Aber trotzdem reicht es dann nicht wirklich ganz dazu, sich im Hirn eines Genre-Fans dauerhaft festsetzen zu können.

Allerdings wer hier ein Auge zudrückt und sich den Slasher-Film in den Recorder legt, dürfte trotzdem ca. 90 Minuten lang seinen Spaß haben. Dafür sorgen schon die gut besetzten Darstellerinnen und Darsteller mit einem recht ansehnlichen Schauspiel und die wirklich spritzigen bis schwarzhumorigen Dialoge, die auch mal über die eine oder andere kleine Schwäche des Gesamtfilms hinwegsehen lassen.

Wo ich mich persönlich aber immer noch wirklich negativ reibe, ist die Altersfreigabe ab 18 Jahre. Denn seien wir mal ehrlich, bei den Wunden, die so ein Messer oder eine Pistolenkugel anrichten können, sieht man im Film nämlich eigentlich denkbar wenig Blut. Auch aus der Motorsense als Mordinstrument hätte man wesentlich mehr herausholen können. Tut man im Film allerdings nicht. Vielmehr wird mit der Motorsense nur gedroht und wenn sie denn zum Einsatz kommt, dann nur als Schlaginstrument um den Gegner einfach mal ausknocken zu können. Das hätte man aber auch mit einem großen Schraubenschlüssel genauso gut hinbekommen. Und wenn man dann mal größere Blutflecken sieht, so sieht man im Vorfeld jedenfalls nicht wirklich, wie diese zustande gekommen sind.

In diesen Punkten muss man also als Zuschauer durchaus etwas das eigene Kopfkino bemühen. Einmal genauer betrachtet halte ich die Freigabe ab 18 Jahre daher eher als einen versteckten Werbegag statt einer berechtigten Festsetzung. Zumindest erwarte ich bei einem Film mit der Freigabe ab 18 Jahren auch die entsprechenden Szenen, die eine solche Altersfreigabe rechtfertigen würden. Nur genau diese Rechtfertigung bleibt der Film WE SUMMON THE DARKNESS leider völlig schuldig, was aber nun nicht an den Machern des Films liegt.

Zumindest kann ich es drehen wie ich will, aber am Ende hätte es locker auch eine Altersfreigabe ab 16 Jahren sicherlich getan, ohne das man sich hier einen Zacken aus der Krone gebrochen hätte. Der Film selbst wurde übrigens schon im Vorfeld im Februar 2019 beim Mammoth Film Festival das erste mal uraufgeführt. Sein Start in den US-Kinos erfolgte allerdings erst im April 2020.

Bleibt noch meine persönliche Bewertung von WE SUMMON THE DARKNESS, und da komme ich eben gerade mal auf gute drei von insgesamt fünf Messern als Höchstbewertung. Wer sich aber ohne einen hohen Anspruch mal mörderisch unterhalten möchte und auch in Sachen fetziger Dialoge mit einer Menge schwarzem Humor umgehen kann, dem kann ich den Horrorfilm WE SUMMON THE DARKNESS dann doch noch locker empfehlen. Wer aber innovative bzw. brandneue Ideen im Genre sucht, dem empfehle ich alternativ statt dessen ca. 90 Minuten lang das Brettspiel "Mensch ärgere Dich nicht" zu spielen. Das Brettspiel ist zwar auch nicht neu, aber zumindest irgendwie zeitlos.

We Summon the DarknessWe Summon the Darkness
(We Summon the Darkness)
mit Alexandra Daddario, Amy Forsyth, Maddie Hasson,  Keean Johnson, Logan Miller, Johnny Williams, Austin Swift u.a.
Regie: Marc Meyers
Drehbuch: Alan Trezza
Produktion: Marc Lane, Kyle Tekiela, Robert Jones u.a.
Musik: Timothy Williams
Genre: Horror/Slasher/Home Invasion
Laufzeit: 91 Minuten (BD)
DVD/FSK: 18 Jahre
Vertreib: Splendid Film
USA 2020

Kommentare  

#1 Friedhelm 2020-09-12 13:16
Zitat:
Die 1980er Jahre waren schon eine recht seltsame Zeit in der doch als so frei bezeichneten USA.
Die Amis hatten ja schon immer ihre Probleme, so als konseratives Völkchen - denen waren damals nicht nur "Heavy Metal-Musik und deren Vertreter zuviel.

Wenn es um "nackte Tatsachen" u.a. ging, dann waren die praktisch wie die Puritaner zugange. Ich möchte meinen, dass die damit heute immer noch nicht klar kommen.

Zitat:
Natürlich - und das muss man leider immer mal wieder betonen, wenn es um neue Filme des Genre geht - wird auch hier das Rad nicht gleich neu erfunden. An entsprechenden Versuchen dürfte man wohl aber auch stets perfekt scheitern.
Jepp, das hatten (wir beide) ja schon des öfteren auf dem Schirm. Ganz ehrlich, ich kann mir beim besten Willen auch nicht vorstellen, dass da noch mal einer mit innovativen Ideen kommen könnte. Wie denn auch, war ja alles schon mal da.

Dass, was man immer wieder mitbekommt: da werden dann uralte Ideen einfach mal dem herrschenden Zeitgeist angepasst. Mehr sollte man auch nicht erwarten..

Zitat:
Nun ist WE SUMMON THE DARKNESS aber auch kein Horrorfilm, welcher sich gleich fest in die Hirnwindungen des Zuschauers frisst.
Zitat:
Zumindest kann ich nicht so wirklich im Groben und Ganzen nachvollziehen, warum es eine Freigabe ab 16 Jahren nicht auch getan hätte. Denn hier spritzt kein Hirn in Zeitlupe gegen die Wände und es fliegen keine Gedärme wild durchs Bild. Und selbst die Mädels geben sich zwar stets sehr sexy in ihren sehr bauchfreien Heavy-Metal-Klamotten, aber blanke Brüste oder gar mehr ist hier auch nicht zu erwarten.
Also, seit den letzten 25 Jahren sind mir Genreplots kaum länger als die Lauflänge in Erinnerung geblieben. Das war ganz selten einmal anders.

Und Filme in denen das Hirn nicht an die Wand spritzt und die Gedärme drinbleiben müssen ja unterhaltungstechnisch nicht unbedingt schlecht sein.

Schaut man sich alte Movies, wie etwa Hitchcocks "Psycho,1960" an, dann konnten die auch ohne Blutgemansche ganz schöne "Nervenzerrer" sein - auf alle Fälle bei der Erstsichtung.

Gleiches gilt übrigens auch für "blanke Brüste.."

Sagen wir mal so - ganz sicher kommt es immer darauf, was man selber für eine Erwartungshaltung hat - und was da dann nötig ist, um den "Thrill-Effekt" zu erreichen.

Wenn man sich jetzt mal Filme wie den ersten "Freitag.." anschaut, dann waren die auch nicht unbedingt "überblutig." Die einzige Szene, bei der ich ein bisserl schlucken musste, war der "Halsbohrer", mit Kevin Bacon.

Trotzdem war der Streifen ein Erfolg - das gilt dann übrigens auch für John Carpenters "Halloween", der ja noch viel blutleerer war.

Genrefilme, die ohne großes Blut-Gekröse auskommen, auf eine Erfolgsschiene zu bringen, das kann also durchaus funktionieren.

Aber auch da muss man wohl wieder die Zeit sehen - heute ist das natülich etwas anders, aber eben auch nicht gänzlich unmöglich.
Zitieren
#2 Laurin 2020-09-12 13:43
Zitat Friedhelm:
"Wenn es um "nackte Tatsachen" u.a. ging, dann waren die praktisch wie die Puritaner zugange. Ich möchte meinen, dass die damit heute immer noch nicht klar kommen."

Das meinst du nicht nur, dass ist noch immer so, zumindest was die nackten Tatsachen angeht. Bei der Darstellung von Gewalt geht bei den Amis der Blutdruck jedenfalls nur noch selten hoch. :lol:

Zitat:
"Ganz ehrlich, ich kann mir beim besten Willen auch nicht vorstellen, dass da noch mal einer mit innovativen Ideen kommen könnte. Wie denn auch, war ja alles schon mal da. "

Genau so sehe ich das auch und setze da meine Erwartungen lieber in eine möglichst gelungene Umsetzung der Handlung. ;-)

Zitat:
"Und Filme in denen das Hirn nicht an die Wand spritzt und die Gedärme drinbleiben müssen ja unterhaltungstechnisch nicht unbedingt schlecht sein."

Richtig, aber ich hatte da ja nun auch nicht das Gegenteil behauptet. Mir ging es hier speziell um die Altersfreigabe bei uns ab 18 Jahre, die ich hier nun nirgendwo gerechtfertigt sehe, auch wenn der Film an sich für schlappe 90 Minuten doch recht spaßig daher kommt. Ich werde da auch das Gefühl nicht mehr los, dass da manche Label bei bestimmten Filmen die 18er-Freigabe eher dazu nutzen, um Erwartungshaltungen der Genre-Fans zu fördern, die der Film selbst aber kaum bis nicht halten kann. Bei WE SUMMON THE DARKNESS halte ich die FSK-Freigabe ab 18 Jahre jedenfalls mal wieder für einen ausgemachten Werbegag ohne berechtigte Grundlage. :-*
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#3 Friedhelm 2020-09-12 16:23
Zitat:
ch werde da auch das Gefühl nicht mehr los, dass da manche Label bei bestimmten Filmen die 18er-Freigabe eher dazu nutzen, um Erwartungshaltungen der Genre-Fans zu fördern,
So isses - das wurde früher mit reisserischen Teasertexten auf den Filmplakaten genauso gehandhabt. Dieses Vorgehen ist fast so alt wie das Medium Film selber.

Bei solchen Gelegenheiten führe ich immer wieder gerne das Beispiel mit einem Filmchen aus den 1970ern an, das den Titel "Die Straße des Bösen/Homebodies" trug.

Auf dem Plakat, das an Filme wie "Der Exorzist" und "Das Omen" erinnerte, stand der Text: "Wenn sie in diesem Film gehen, trauen sie sich in ihre Straße nicht zurück."

Die Story selber: ein paar Renter wollen den Abriss ihrer Wohnstätte (ein Hochhaus..) verhindern und killen den Eigentümer. Dabei fliesst nicht einmal Blut - einziger, wohl als Schockszene gedachter Moment: Dem getöten Typen wird mit einerAxt vorne ein Teil des Fußes abgehackt - auch recht unblutig.

Und als einer der Rentner zur Polizei gehen will, findet er den Tod durch eine Urne, die ihm einer seiner "Mitstreiter" vom Fenster aus an den Kopf wirft.

Ganz ehrlich, der Streifen war Langeweile pur - und konnte mitnichten halten, was das Filmplakat versprach.

Solche Beispiele gab schon damals zuhauf - und ich habe bestimmt ein dutzend Mal ins Geländer gebissen, weil ich (oder ich und mein Kumpel) darauf reingefallen bin.

Heute erfüllt halt eine erhöhte FSK den nötigen Zweck.

Dieses nur mal dazu... ;-)
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#4 Des Romero 2020-09-13 16:01
Natürlich huldigt Heavy Metal dem Teufel. Wer sich Black Sabbath anhört, kann dem wohl kaum widersprechen. Und wer Heavy Metal cool findet, darf sich überlegen, welchem Herrn er dient.
Dazu kommen Black Metal und Death Metal. Kranke Auswüchse einer Kultur, die Satan verehrt, Mord und Totschlag predigt und jeglichen Respekt vor dem Leben verloren hat.
Wen wundert es, dass die Welt so ist, wie sie ist.
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#5 matthias 2020-09-13 16:03
zitiere Des Romero:
Natürlich huldigt Heavy Metal dem Teufel. Wer sich Black Sabbath anhört, kann dem wohl kaum widersprechen. Und wer Heavy Metal cool findet, darf sich überlegen, welchem Herrn er dient.
Dazu kommen Black Metal und Death Metal. Kranke Auswüchse einer Kultur, die Satan verehrt, Mord und Totschlag predigt und jeglichen Respekt vor dem Leben verloren hat.
Wen wundert es, dass die Welt so ist, wie sie ist.


Da kann ich nur den Kopf schütteln, über soviel Blödsinn ...
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#6 Des Romero 2020-09-13 16:06
zitiere matthias:
zitiere Des Romero:
Natürlich huldigt Heavy Metal dem Teufel. Wer sich Black Sabbath anhört, kann dem wohl kaum widersprechen. Und wer Heavy Metal cool findet, darf sich überlegen, welchem Herrn er dient.
Dazu kommen Black Metal und Death Metal. Kranke Auswüchse einer Kultur, die Satan verehrt, Mord und Totschlag predigt und jeglichen Respekt vor dem Leben verloren hat.
Wen wundert es, dass die Welt so ist, wie sie ist.


Da kann ich nur den Kopf schütteln, über soviel Blödsinn ...


Oh, ein Anhänger des Teufels hat gesprochen. Was findest Du denn so geil an Metal? Und wie willst Du meiner Aussage widersprechen?
Da Du es nicht kannst, wirst Du vermutlich sagen: "Über Blödsinn brauche ich nicht zu diskutieren."
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#7 Laurin 2020-09-13 17:39
Du hat es glatt erkannt, Des Romero, denn über offensichtlichen "Blödsinn braucht man wirklich nicht zu diskutieren".
Sag mal, gibt es bei Facebook nicht genügend Gleichgesinnte, denen du auf den Nerven rumtrampeln kannst mit deinen wirren Weisheiten und Fake News?
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#8 Friedhelm 2020-09-13 17:53
@Laurin: gestern habe ich mir den Film mal ausgeliehen - und werde ihn heute abend wohl anschauen.

Und um da mal kurz einzusteigen - den Kommentar von Des Romero habe ich eigentlich für einen Scherz gehalten. Ist das jetzt wieder so ein Verschwörungsding? In diesem Falle hast du recht, Laurin - dafür gibt es im Netz wahrscheinlich inzwischen etliche Foren, in die man da eintauchen kann.

Inzwischen denke ich nämlich auch, dass man solche Dinge -ebenso wie politische- hier nicht unbedingt auswalzen sollte.
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#9 Des Romero 2020-09-14 09:58
zitiere Laurin:
Du hat es glatt erkannt, Des Romero, denn über offensichtlichen "Blödsinn braucht man wirklich nicht zu diskutieren".
Sag mal, gibt es bei Facebook nicht genügend Gleichgesinnte, denen du auf den Nerven rumtrampeln kannst mit deinen wirren Weisheiten und Fake News?


Allein in den Titeln diverser Bands (dazu gehören auch Rock-Bands) ist die Verherrlichung des Teufels herauszulesen, geschweige denn ihr visuelles Auftreten. Die Texte der Songs tun ein Übriges.
All das ist Blödsinn???
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#10 Harantor 2020-09-14 10:11
Das ist Blödsinn. Das Ganze ist Show. Welche Verschwörungsspiele kommen nun noch? Bitte nicht noch mehr. Und merkst Du nicht, dass hier keiner mit Dir spielen will ... Oder glaubst Du auch daran, dass Lassiter die historische Wahrheit über die USA ist? (Die Frage war rhetorisch und ich will keine Antwort)
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#11 Friedhelm 2020-09-14 11:22
@Harantor: aus Fehlern lernt man ja - und ich werde hier künftig auch nicht mehr auf so etwas einsteigen - vesprochen. Trotzdem finde ich es fast schon amüsant, ,wenn man liest, wo denn das absolut Böse überall seine Finger im Spiel haben soll. ;-)

@Laurin: Film gestern abend gesehen - hat mich eigentlich nicht so überrascht. Da wurde so ziemlich das ganze Repertoire dieses Genres ausgebreitet.

Die Charaktere waren nicht sooo pralle- allerdings fand ich dann doch , dass Daddario als irre Sektentussi schön fies rüberkam, Zeitweis hätte sie mit ihrem bösen Konterfei glatt in einen "Exorzisten-Film" gepasst.

Für mich war's auch eher positiv, dass man beim "Blutgehalt" nicht so dermaßen übertrieben hat.

Die deutsche Synchro hat allerdings einen "kleinen Schnitzer" aufzuweisen. Der Film soll in den 1980ern spielen - nutzt aber neuzeitliche Ausdrucksweisen. Beispiel: Soviel ich weiss wurde "voll" (für total oder so: "Finde ich voll gut...") damals noch nicht in den Sprachgebrauch involviert. :-*
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#12 Des Romero 2020-09-14 20:42
zitiere Harantor:
Das ist Blödsinn. Das Ganze ist Show.


Macht das einen Unterschied? :-x
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