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Die 60er: Cormans Poe-Verfilmungen - Lebendig begraben

Die 60erCormans Poe - Verfilmungen
1962: Lebending begraben

Emily Gault (Hazel Court) reist zum abgeschiedenen Anwesen ihres Verlobten Guy Carell (Ray Milland), wo dieser zusammen mit seiner Schwester Kate lebt. Grund für ihre Reise ist ein Brief von Guy, indem er ihre Verlobung auflöst und sich darin ausspricht, dass sie allen Kontakt mit ihm abbrechen soll. Nach ihrer Ankunft erklärt ihr der von Neurosen und Ängsten geplagten Carell, dass sein Vater nicht an einen Herzanfall gestorben ist.

Die 60erEs war infolge eines kataleptischen Anfalls fälschlicherweise für tot erklärt und lebendig begraben wurde.

Guy hat nun Angst, dass ihm das gleiche Schicksal blühen könnte und möchte ihr diese Pein ersparen.

Guy hat gewisse Vorkehrungen getroffen. Auf dem weitläufigen Anwesen der Familie Carell hat er ein Mausoleum bauen lassen, in dem er eines Tages bestattet zu werden wünscht.
Dieses Mausoleum wurde von ihm mit zahlreichen technischen Hilfsmitteln ausgestattet, die garantieren sollen, dass Guy seinem Grab entkommen kann, sollte er tatsächlich einmal lebendig begraben werden

Seine Verlobte will von allem nichts wissen. Und so heiraten Guy und Emily doch noch.
Durch die Hilfe von Emily und dem jungen Arzt Miles Archer (Richard Ney), ein Freund der Familie, scheint er auch langsam von seinen Ängsten kuriert zu werden, bis er durch einen Schock in einen kataleptischen Zustand verfällt und von Miles und Emily für tot erklärt wird.

Unfähig sich zu artikulieren wird er schließlich Zeuge seiner eigenen Beerdigung. Zudem wird er auf Anweisung seiner Frau nicht in seinem Mausoleum beerdigt, sondern lebendig in einem normalen Sarg unter die Erde gebracht...

Die 60erNach dem großen Erfolg des Horrorfilms "DAS PENDEL DES TODES" drehte der Regisseur Roger Corman mit "LEBENDIG BEGRABEN" (Originaltitel: The Premature Burial) eine weitere Poe-Verfilmung, die eine große Besonderheit aufweist.
"LEBENDIG BEGRABEN" ist die einzige Poe-Verfilmung Corman, der Vincent Price nicht mitspielt, da dieser vertraglich anderweitig verpflichtet war.
Stattdessen wurde der Schauspieler Ray Milland als Hauptdarsteller für den Film verpflichtet, was der Poe-Verfilmung keinen Abbruch tut. Ganz im Gegenteil. Denn Milland kann in seiner Rolle des depressiven und von Neurosen und Ängsten geplagten Guy Carell durchweg überzeugen.
Hinzu kommen die beiden hervorragenden Darstellungen der Schauspielerinnen Hazel Court und Heather Angel, mit der der Film zusätzlich positiv punkten kann.

Selbst nach fast 60 Jahren ist die Poe-Verfilmung "LEBENDIG BEGRABEN" aufgrund seiner atmosphärisch dichten Handlung und dem intensiven Spiel und den überzeugenden Darstellung er Schauspieler immer noch sehr sehenswert, obwohl klar erkennbar ist, dass der gesamte Horrorstreifen und dessen 'Außenaufnahmen', indem ein ständiger wallender Nebel zu sehen ist, im Studio gedreht wurde.

Zwar ahnt der Zuschauer im Verlauf der Handlung des Films, dass Guy Carell Opfer einer perfiden Intrige geworden ist, doch das ausgeklügelte und durchdachte Ende des Films, sorgt zum Schluss dann doch noch für einige Überraschung.

Nach "LEBENDIG BEGRABEN", die auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe basiert, folgte 1963 mit "Der Mann mit den Röntgenaugen" (Originaltitel: X-The Man with X-Ray Eyes) eine weitere Zusammenarbeit zwischen Ray Milland und Regisseur Roger Corman.

Der Horrorfilm "LEBENDIG BEGRABEN" startete im Mai 1962 in den USA und spielte dort eine Million US-Dollar an den Kinokassen ein.
Erst eineinhalb Jahre später, genauer gesagt am 29. November 1963, kam der Film auch in die deutschen Lichtspielhäuser...

Die 60erLebendig begraben
(The Premature Burial)
USA 1962

Regie: Roger Corman
Drehbuch: Charles Beaumont , Ray Russell
Kamera: Floyd Crosby
Schnitt: Ronald Sinclair
Musik:  Ronald Stein, Les Baxter

Darsteller
Ray Milland: Guy Carrell
Hazel Court: Emily Gault
Richard Ney: Miles Archer
Heather Angel: Kate Carrell
Alan Napier: Dr. Gideon Gault
John Dierkes: Sweeney
Dick Miller: Mole

FSK: Ab 16 Jahren
Laufzeit: 80 Minuten

Deutscher Kinostart: 29. November 1963

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© by Ingo Löchel

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