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Hammers Abgesang mit mehreren Baustellen - »Die Braut des Satans«

Die Braut des Satans Hammers Abgesang mit mehreren Baustellen
»Die Braut des Satans«

Henry Beddows hat in seinem Leben wohl so manche Fehler gemacht. Seine eigene schwangere Frau Margaret jedoch einer okkulten Sekte um den Teufel Asteroth zu verschreiben, dürfte wohl der Fehler seines Lebens gewesen sein. Dabei fängt der Fehler schon in dem Augenblick an, als Beddows einen unheiligen Pakt mit dem finsteren Pater Michael Rayner einging, der bereits wegen seiner Hinwendung zu Asteroth von der Kirche exkommuniziert wurde.

Die Braut des SatansMargaret indessen wird die Geburt ihres Kindes wohl nicht überleben.

Denn um das satanische Ritual zu vollziehen, wird ihr Baby gleich auch mit dem Blut ihrer sterbenden Mutter von Pater Rayner auf den Namen Catherine getauft.

Catherine wiederum wächst so in den folgenden Jahren als Nonne in einem Klosterstift unter der Leitung von Pater Rayner in Bayern (Deutschland) auf. Das diese scheinbar christliche Einrichtung nur die perfekte Tarnung der Teufelssekte ist, ahnt das Mädchen nun wiederum wohl auch noch nicht so wirklich.

Bevor sie jedoch volljährig wird, tritt sie noch einmal eine Reise nach London (England) an, wo sie einige Tage mit ihrem Vater Henry Beddows verbringen soll. Aber auch das gehört zum perfiden Plan von Pater Rayner, denn während des Besuch bei ihrem Vaters soll Catherine auch sogleich an ihrem Geburtstag dem Dämon Asteroth zur Frau gegeben werden, damit sie auf Erden zur Repräsentantin des Bösen wird.

Beddows jedoch plagen seine zurückliegenden Sünden und um seine Tochter noch zu retten, bittet er den amerikanischen Schriftsteller und Fachmann in Sachen Okkultismus, John Verney darum, sich statt seiner Catherine anzunehmen und sie zu beschützen. Was jedoch wirklich hinter Bddows Bitte steckt, das er sich um Catherine kümmern soll, weiß selbst Verney zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Als Catherine jedenfalls eintrifft, läuft erst einmal alles auf dem Londoner Flughafen in recht normalen Bahnen ab, wobei sich Verney schon etwas wundert, warum so ein hübsches und noch so junges Mädchen bereits die Nonnentracht trägt. Das dahinter jedoch weit mehr steckt, wird selbst Verney mit seinen okkulten Erfahungen recht bald klar und so setzt er nun alles daran, hinter das Geheimnis von Catherine und ihrem Vater zu kommen. Dabei erhält er auch Hilfe seitens seiner Freunde David Kennedy und Anna Fountain.

Das in London nun jedoch nicht alles rund läuft, bemerkt auch Pater Rayner und so setzt er und seine Teufelssekte alles daran, um Catherine wieder in ihre Gewalt zu bringen. Mittels seiner telepathischen Fähigkeiten greift Rayner daher nicht nur Beddows an, sondern droht auch Verney, um ihn zu zwingen, ihm Catherine wieder auszuhändigen. Darauf geht Verney natürlich nicht ein und sucht nun seinerseits Beddows um an weitere überlebenswichtige Informationen zu gelangen.

Doch Pater Rayners übersinnliche Fähigkeiten werden immer bedrohlicher und so gelingt es ihm Catherine nicht nur durch Halluzinationen des Bösen zu quälen, sondern auch unter seine geistige Kontrolle zu bringen, worauf sie die schlafende Anna Fountain ermordet und aus der Wohnung von Verney flieht.

Nun setzen John Verney und sein noch völlig vom Mord an Anna geschockter Freund David Kennedy alles daran, aus Beddows die benötigten Informationen im Hinblick auf dessen unheiligen Pakt herauszufinden, um den teuflischen Pater Rayner zu stoppen und Catherine aus dem Bann des Bösen entgültig zu befreien.

Die Braut des SatansEin Film, scheinbar wie ein Abgesang für Hammer:
Der Film DIE BRAUT DES SATANS, der im Original den gleichen Titel wie der hierzu vorliegende Roman von Dennis Wheatley trug, ist in Deutschland z.B. recht schnell auf dem Index gelandet. Erst im Jahre 2011 wurde er dann von diesem gestrichen und erhielt die FSK-Altersfreigabe ab 16 Jahre, welche dem Film wohl weitaus besser zu Gesicht steht. Denn dieses Vorgehen im Hinblick auf den Film war bereits zur damaligen Zeit eher ein kaum nachvollziehbarer Schritt gewesen.

So war zwar Natassja Kinski bei ihrer hier ersten aber auch recht kurzen Nackszene erst 14 Jahre gewesen (zumindest noch während der Dreharbeiten) und es gab im Film selbst auch noch die einen oder anderen kleineren Szenen mit sexuellen Anflügen sowie etwas Gewalt, aber für das Erscheinungsjahr 1976 erscheint es doch selbst aus damaliger Sicht heraus etwas arg übertrieben, den Film gleich auf den Index zu verbannen. Denn bereits 1977 trat sie ja in ihrer zweiten Hauptrolle in dem Krimi REIFEZEUGNIS aus der ARD-Reihe TATORT von Wolfgang Petersen wiederum recht freizügig auf, und da war sie gerade auch erst einmal 15 Jahre alt. Das Natassja Kinski überhaupt in dem Film DIE BRAUT DES TEUFELS die Rolle der Catherine bekam, lag indessen an der beteiligten deutschen Produktionsfirma Terra Filmkunst, welche sie gleich mit ins Boot holte.

Die Braut des SatansIhr darstellerischer Mix aus junger Unschuld und erotischer Lolita passte indessen wirklich gut in die Handlung von DIE BRAUT DES SATANS, wo sie durchaus recht traumwandlerisch durch die Handlung zwischen Gut und Böse wandelte. Auch Christopher Lee, der hier wieder einmal als Bösewicht Pater Rayner die Handlung wesentlich aufwertete, konnte durch sein Auftreten und seine mitunter erschreckend böse klingenden Dialoge durchaus überzeugen, die er im Film auch noch bei Zeiten mit einem eiskalten Lächeln vortrug. Hieran kann es also nicht gelegen haben, dass der Film DIE BRAUT DES SATANS ein ziemlicher Fehlschlag für Hammer wurde.

Denn die Probleme der Hammer Studios schwelten schon seit einiger Zeit recht negativ nicht nur über diesen Film. Der typische und eigentlich auch recht langlebige Stern mit Gothic-Stil der Hammer-Horrorfilme war längst im sinken begriffen gewesen. Das man dann auf etwas mehr nackte Haut in manchen Filmen setzte, half Hammer da auch nicht mehr wirklich weiter, denn auch das konnten andere bereits wesentlich effektiver und mitunter etwas weniger verschämt in diverse filmische Handlungen einbauen. Das Hammer auch in Sachen Einnahmen hinsichtlich des Films DIE BRAUT DES SATANS nicht auf der Überholspur fuhren, lag zudem daran, dass auch eine andere Produktionsfirma wie die Terra Filmkunst (Berlin) hier natürlich die Hände aufhielten. Daran hätte sich allerdings auch nichts positiv geändert, wäre der Film in den Kinos ein Erfolg geworden. Allerdings wäre bei einem Erfolg das Geld wohl auch reichlicher geflossen.

Der erhoffte Erfolg blieb jedoch aus, denn mit dem Thema Okkultismus und Satanismus hatten dann die heutigen Okkult-Klassiker dieser Zeit wie DER EXORZIST, DAS OMEN oder ROSEMARYS BABY eh die Nase weit vorne. Da kam der Film TO THE DEVIL A DAUGHTER (original Roman- und Filmtitel) inhaltlich nie wirklich heran. Aber auch sonst stand der Film DIE BRAUT DES SATANS unter keinem wirklich guten Stern.

Die Braut des SatansEiner geht, einer tobt und einer stänkert:
Für Christopher Lee war der Film DIE BRAUT DES SATANS sein letzter Auftritt in einem Horrorfilm der klassischen Hammer Studios fürs Kino gewesen. Es dürfte wohl auch ein gewisser Befreiungsschlag für Lee gewesen sein, der es immer mehr hasste, in Sachen Filme immer wieder in eine vorgefertigte Schublade gesteckt zu werden.

Schockiert war indessen der Romanautor Dennis Wheatley von der Verfilmung DIE BRAUT DES SATANS gewesen. Dabei hatte diese Zusammenarbeit mit Hammer doch durch die Verfilmung seines Romans THE DEVIL RIDES OUT aus dem Jahre 1934 unter gleichem Filmtitel im Jahre 1968 so vielversprechend begonnen. Wheatley muss jedenfalls wohl getobt haben über das, was man da aus seinem Roman filmisch gemacht hatte und überhaupt hasste er es, wenn die Handlung seiner Romane filmisch in die Moderne (hier die 1970er Jahre) versetzt wurde. Zwar hatte Hammer die Hand noch auf einige weitere okkulte Romane seitens Wheatley, um diese zu verfilmen, doch Wheatley ließ nach DIE BRAUT DES SATANS jegliche weitere Verfilmungen seiner Romane nun rechtlich unterbinden.

Ein weiteres Sorgenkind war dann noch der US-Schauspieler Richard Widmark, der hier den Schriftsteller und Fachmann für Okkultismus, John Verney spielte. Widmark (DER LETZTE WAGEN/1956 oder DAS WAR DER WILDE WESTEN/1962) stänkerte jedenfalls während der Dreharbeiten gleich im Dauerzustand gegen die Hammer Studios wie auch gegen den Film und drohte mehrmals auch damit, die Filmaufnahmen abzubrechen und umgehend in die USA zurückzukehren. Man mag sich da die Frage stellen, warum Widmark überhaupt diese Filmrolle angenommen hatte. Die Gage dürfte für Widmark jedenfalls damals nicht wirklich ausschlaggebend gewesen sein. Seine etwas mürrische Darstellung des John Verney in DIE BRAUT DES SATAN dürfte daher wohl auch seiner denkbar schlechten Laune am Filmset geschuldet gewesen sein. Jedenfalls verbreitete er während der Dreharbeiten ziemlich dicke Luft, weshalb die anderen Darstellerinnen und Darsteller es wohl auch nicht gerade leicht hatten, mit ihm warm zu werden.

Herausreißen konnte bei dem Film DIE BRAUT DES SATANS auch die britische Schauspielerin Honor Blackman (bekannt durch die Serie MIT SCHIRM, CHARME UND MELONE/1962 - 1964 oder JAMES BOND 007: GOLDFINGER/1964) nicht wirklich viel, denn dafür wurde sie durch das kalte Händchen des Filmtodes auch viel zu schnell aus der Handlung wieder herausgerissen. Zumindest konnte sie mit einigen recht interessanten bis etwas schlüpfrigen Dialogen im Film durchaus punkten.

Und wenn etwas den Film DIE BRAUT DES SATANS wirklich runterzieht,  dann ist es ab etwa der Hälfte des Filmes die scheinbar einsetzende Lustlosigkeit der Filmemacher. Denn spätestens ab hier tauchen dann leider einige lapidare Szenen auf, die einen solchen Schluss eher zulassen würden. So wirkt dann auch das recht unspektakuläre Finale so extrem lustlos, als wolle man die Handlung nun einfach nur noch schnell beenden. Dabei stellt sich jedoch auch die Frage, warum man das wesentlich bessere Finale nicht im Endschnitt verwendet hatte, welches ebenfalls bereits abgedreht war.

Die Braut des SatansMeine Filmkritik:
Es gibt hier eigentlich nichts zu drehen oder zu wenden, denn der Film DIE BRAUT DES SATANS wurde zum "Schwanengesang" seitens der Hammer Studios und zum letzten Horrofilm für das Kino dieser klassischen Produktionsfirma. Mit TÖDLICHE BOTSCHAFT folgte noch 1979 ein Kriminalfilm (Remake des Hitchcook-Thrillers EINE DAME VERSCHWINDET aus dem Jahre 1938), bevor man in Sachen Grusel und Horror sich mit einzelnen Episoden in Fernsehreihen wie GEFRIER-SCHOCKER (1980, wo dann zumindest in einer Episode Christopher Lee nochmals eine Rolle annahm) oder VORSICHT, HOCHSPANNUNG! (1984) noch mal aus der Deckung begab. Und erst 2009 verschlug es noch einmal Christopher Lee zu einer moderneren Hammer-Produktion (nach der Reaktivierung der Hammer-Filmproduktion durch den niederländischen Produzenten John de Mol) in dem Horrorfilm THE RESIDENT.

Und seien wir mal ehrlich, an Filme wie DER EXORZIST oder DAS OMEN kam der damalige Film DIE BRAUT DES SATANS auch zu keinem Zeitpunkt wirklich heran. So war der Abgang der Hammer-Horrorfilme für die Kinos auch eines der Beispiele, wie ein Absturz aussehen kann, nachdem man den eigentlichen Zenit längst überschritten, bzw, den Anschluss an die filmische Moderne verpasst hatte.

Doch gehen wir hier auch nicht zu streng mit dem Film DIE BRAUT DES SATANS ins Gericht, denn bei meiner ersten Sichtung konnte auch ich noch feststellen, dass dieser Film trotzdem noch so einige interessante Stellen aufweist, die es lohnen, zumindest einmal reingesehen zu haben. Richtig bleibt aber, dass dieser Film weit entfernt von den klassischen und erfolgreichen B-Movie-Horrorfilmen seitens Hammer ist, mit denen wir damals gespannt aufgewachsen sind. Da ändern auch nicht die darstellerisch durchaus ansprechenden Leistungen seitens Christopher Lee oder der damals noch blutjungen Natassja Kinski etwas.

Interessant bleibt der Film jedoch wohl eben nur für die, die mit den Filmen seitens Hammer aufgewachsen sind und sich eben auch darüber hinaus mit dieser großen Ära des britischen Horrorfilms befassen. Denn so sehr man wohl hier auch den Film geschrottet haben mag, so bleiben doch immer noch recht interessante und zum Teil auch recht gruselige Szenen im Gedächtnis haften. Ich erwähne hier nur die Stelle, wo Christopher Lee sich zu einer sterbenden Frau hinunterbeugt um ihr mit einem freudig-kaltem Lächeln zu sagen, dass es nun doch langsam Zeit wäre zu sterben. Oder die Szene, in der er seinem Gesprächspartner am Telefon suggeriert, er halte statt einem Telefonhörer eine Giftschlange in Händen. Gerade aber auch die wortgewandten Dialoge seitens Lee sprühen geradezu vor feinem Sarkasmus und bösen Höflichkeiten über.

Ein Loblied auf die kleine, scheinbar blutverschmierte Inkarnation des Dämon Astaroth, die Catherine in ihren Träumen und Visionen erscheint, möchte ich mir hier allerdings ersparen. Denn dieses embryonale Böse wirkte selbst für einen Film aus dem Jahre 1976 weder abschreckend noch gruselig, sondern eher nur wie der völlig misslungene Versuch, eine neue Figur für die Muppet Show von Jim Henson zu kreieren. Zumindest konnte ich mir ein Lachen hierbei nicht wirklich verkneifen, als ich diesen etwas zu groß geratenen Dämonen-Fötus zum ersten mal im Film erblickte. Alleine schon diese schon eher etwas lächerlich wirkende Darstellung des Bösen war bereits damals für ein B-Movie eher wohl ein beschämender Effekt, den man sich wohl besser verkniffen hätte. Hier hätte man eventuell auch besser auf Christopher Lee gehört, der damals nicht gerade erbaut war, eine Art Dämon in einer solch plüschigen Form wirklich im Film zu präsentieren.

DIE BRAUT DES SATANS dürfte jedenfalls der erste Film sein, bei dem ich wirklich in Sachen Bewertung auf krumme Zahlen zurückgreifen muss. Denn wenn ich den durchaus interessanten Stellen gerne mit aller Gewalt noch 2,5 von insgesamt 5 Punkten vergeben möchte, so bleiben eben auch 2,5 Punkte, die den Daumen der Bewertung mehr als ersichtlich nach unten zeigen lassen. Eine Empfehlung, sich den Film unbedingt mal anzusehen (oder gar zuzulegen), verkneife ich mir daher an dieser Stelle. Denn dies dürfte sich nur für Sammler lohnen, die in Sachen Hammer-Filmproduktionen auf die gesamte Bandbreite zurückgreifen wollen, wozu ich mich allerdings hier gleich auch einmal outen würde.

Die Braut des SatansDie Braut des Satans
(To The Devil A Doughter)
mit Christopher Lee, Richard Widmark, Natassja Kinski, Denholm Elliott, Honor Blackman, Anthony Valentine, Michael Goodliffe, Petra Peters, Irene Prador, Eva Maria Meineke, Derek Francis, Izabella Telezynska, Frances de la Tour, Brian Wilde, Howard Goorney, Anna Bentinck u.a.
Regie: Peter Sykes
Drehbuch: Christopher Wicking
Produktion: Roy Skeggs
Musik: Paul Glass
Genre: Horror
Laufzeit: 93 Minuten (BD)
DVD/FSK: 16 Jahre
Extras: Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen, Dokumentation: Dark Arts: Inside, To The Devil A Daughter, Interview mit synchronsprecher Christian Rode, Bildergalerie, Super-8-Fassung, Trailer u.m.
Vertrieb: i-catcher Media GmbH & Co.KG
Großbritannien/Deutschland 1976

Kommentare  

#1 Friedhelm 2020-01-24 12:48
Meiner bescheidenen Meinung nach kann man diesen Film für die legedäre "Hammerfilms einfach nur als unwürdigen Abschluss. bezeichnen. Davon einmal abgesehen, behaupte ich einfach mal, dass den Machern dort ein gewisses Gespür für neuzeitliche Sehgewohnheiten völlig abging. In den 1950ern war es da noch einfacher - weil klassische Gruselware ala "Dracula", "Frankenstein" ect...ect. immer noch ein sicheres Geschäft darstellten. Weil das bei "Hammer" aber niemand wirklich mitbekam, musste die kleine Firma in den 1970ern zwangsläufig untergehen.

Christopher Lee und Anthony Nelson Keys wollten Wheatleys Roman eigentlich für ihre eigene, kurzlebige Produktionsfirma "Charlemagne Productions" erwerben. Aber die beiden kriegten die Finanzierung nicht auf die Reihe und überliessen "Hammerfilms" das Feld.
Man darf davon ausgehen, dass die einstige "Fabrik der Ungeheuer" sich mit der Verfilmung gleich mal den völlig neuen Sehgewohnheiten anbiedern wollte. Aber dafür fehlte den Machern einfach das sichere Händchen.

Mir selber "sagt" dieser Streifen eigentlich gar nichts- ich fand das Ding einfach struntz-langweilig. Offensichtlich ist das auch der Grund dafür, dass mir glatt entfallen ist, wann ich diesen Film wo gesehen habe. Mir war auch nie klar, warum ausgerechnet der genrefremde Richard Widmark besetzt wurde - oder warum zwecks Mitfinanzierung eine deutsche Produktionsfirma (eben Terra..) beteiligt werden musste. Über Nastassja Kinskis Besetzung will ich mich hier gar nicht auslassen - ich kann dieser sogenannten Schauspielerin bis heute nichts abgwinnen.
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#2 Laurin 2020-01-24 16:45
@ Friedhelm:
Wie oben bereits schon gesagt, fand ich ihn nicht so extrem schlecht (aber auch nicht wirklich gut umgesetzt). Zwar bin ich noch an einem anderen Buch dran, aber mir liegt seit heute auch das Taschenbuch DER SCHWARZE PFAD (Apex Verlag) vor, und das ist der deutsche Titel zum Roman von Dennis Wheatleys TO THE DEVIL A DAUGHTER.
Neugierig wie ich nun mal bin, werde ich diesen Roman gleich im Anschluss vornehmen um zu schauen was besser ist: Der Roman von Wheatley oder die Verfilmung DIE BRAUT DES SATANS. ;-)

Und so ganz nebenbei habe ich mir auch den Roman zu THE DEVIL RIDES OUT von Wheatley besorgt (auch Apex Verlag).

Aber es stimmt schon, mit dem Film DIE BRAUT DES SATANS hat sich Hammer keinen wirklichen Gefallen getan. Und erst recht nicht, wenn man den Autor des Buches dabei auch noch vor den Kopf stößt. Die Macher bei Hammer scheinen allerdings auch da irgendwie den Anschluss verpasst zu haben, was die Veränderungen innerhalb des Genre anging.
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#3 Friedhelm 2020-01-24 18:08
Zitat:
Neugierig wie ich nun mal bin, werde ich diesen Roman gleich im Anschluss vornehmen um zu schauen was besser ist:
Auf alle Fälle hält ist der Film wohl eher eine "lose" Bearbeitung des Romans. Aber das kennt man bereits aus anderen Beispielen.

Jedenfalls war Christopher Lee auch sehr ungehalten über den endgültigen Film - vor allem hätte er ein anderes Ende, das auch gedreht wurde, eher bevorzugt.
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#4 Laurin 2020-01-24 19:41
@ Friedhelm:
Ja, das mit dem anderen Ende, welches ja bereits abgedreht war, versteht man hier auch nicht (wie ich schon kurz im Artikel festhielt), zumal dieses sogar wesentlich besser gewesen sein soll, als das, was man dann statt dessen eingesetzt hatte. :sad:
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