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Halloween, Party, Sex und Dämonen - »Night of the Demons«

Night of the Demons Halloween, Party, Sex und Dämonen
»Night of the Demons«

Wer kennt diese Horrorfilme eigentlich nicht? Da gibt es ein paar partyhungrige Teenager, ein altes Haus um das sich höchst schaurige Geschichten ranken und wie es in diesem Alter wohl so sein muss, behindert noch die Neugierde nach Drogen und Sex den normalen, eben typischen Tagesablauf. Das ganze hat irgendwie etwas von den tollen 1980er Jahren Splatter-Filmchen, das es eine wahre Freude ist. Und so ganz daneben liegt man damit nicht einmal.

Night of the DemonsDer Originalfilm NIGHT OF THE DEMONS stammt übrigens aus dem Jahre 1988 und dreht sich um eine Party zu Halloween im gefürchteten Hall House. Veranstaltet wird die von den hübschen Mädels Suzsanne und Angela, wobei letztere jedoch eher bisher als Außenseiterin glänzte. Um sich dann die Zeit etwas zu vertreiben, beginnen die eingetroffenen jungen Partygäste den Abend mit einer Seance im düsteren Hall House.

Keine gute Idee, denn im Keller des Hall Haouse befindet sich ein Dämon, den sie hiermit erwecken und der nun gleich Besitz vom Körper der süßen Suzanne ergreift. Natürlich passieren nun einige Merkwürdigkeiten und als man Hall House nun fluchtartig verlassen will, merkt man erst, dass man dieses Haus bzw. dessen Gelände in dieser Nacht eben nicht mehr so ohne weiteres verlassen kann.

Doch auch die Körper einiger anderer Partygäste werden nun von Dämonen der Hölle übernommen und mit Dämon-Suzanne an der Spitze beginnen die, die anderen Teenager systematisch auf recht blutige Art und Weise ins Jenseits zu befördern. Nur Judy und Rodger überleben bis zum Morgengrauen und können dann endlich die Begrenzungsmauer überwinden. Durch eine andere unsichtbare Grenze, die durch einen unterirdischen Fluss markiert wird, gelingt es den Dämonen deshalb nicht, ihnen doch noch das klopfende Herzchen herauszureissen.

Night of the DemonsDie 1988er Version ...
... gab es (bzw. wer sucht findet sie wohl auch heute noch) auf DVD als auf 2222 Stück limitierte "Spezielle-Gore-Version", die von Publisher X-rated im Jahre 2001 als Kult-DVD vertrieben wurde. Zu Zeiten der VHS-Versionen war der Film um wenige Sekunden gekürzt auch unter dem Titel DER HALLOWEEN-HÖLLENTANZ erschienen.

Der Originalfilm selbst geisterte dabei durchaus damals mit einer FSK-18er-Fassung als auch mit einer geschnittenen 16er-Fassung durch die deutschen Lande. Erst seit Februar 2014 ist der Originalfilm NIGHT OF THE DEMONS in voller Länge nicht mehr indiziert und damit wieder frei erhältlich, nachdem er vorher weltweit immer mal wieder gerne zensiert wurde.

Der damals von Kevin S. Tenney (Regie) und Joe Augustyn (Drehbuch und Produktion) produzierte Horrorfilm hatte durchaus so einige Trash-Merkmale aufzuweisen. Konnte allerdings auch mit der einen oder anderen Länge etwas negativ glänzen. Dafür passte der Film allerdings trotzdem recht gut in die damalige Welle der Teenager-Horrorfilme. Im Jahre 2009 schob dann Regisseur Adam Gierasch eine Neuverfilmung auf DVD und Blu-ray mit einer FSK-Freigabe ab 18 Jahre nach, die durchaus auch diesem Trash-Faktor wissentlich huldigt. Allerdings auch die Freunde des Gore kommen in der Neuverfilmung von NIGHT OF THE DEMONS durchaus voll, und sogar bei den moderneren Effekten, auf ihre Kosten.

Night of the DemonsParty und Dämonen 2009:
Am Grundgerüst hat man hier durchaus bei der Neuverfilmung festgehalten. Also trifft man hier wieder auf jede Menge Teenager, deren Hormone in dieser Halloween-Nacht nun eher sogar explosionsartig raus wollen. Also steht neben Musik, lockere Kostüme, Alkohol und Drogen auch jede Menge Sex auf dem Programm.

Daher wird für die heiße Nacht des Jahres gleich von den Mädels eine entsprechend gruselige Location für den Anlass hergerichtet. Der Spaß beginnt auch recht angenehm und unter den Mädchen kreisen schon die entsprechenden Gespräche, von wem sie sich denn nun hier gerne mal locker bespringen lassen wollen.

Allerdings hatten Angela, Maddie und Lily bei ihren Einladungen nicht wirklich auch an Colin gedacht, der nun auf der Party sein Geld machen will, indem er seine Drogen vertickt. Und als die Party so richtig Schwung annimmt, steht plötzlich die örtliche Polizei vor der Tür um die Party wieder zu beenden und das Gruselhaus von der notgeilen Meute zu räumen. Sehr umsichtig geht die Polizei bei ihrer Aktion jedoch nicht vor, denn einige Jugendliche verstecken sich im Gebäude und beschließen weiter zu feiern, als wieder Ruhe einkehrt. Schließlich will man ja auch die aufwallenden Hormone  nicht weiterhin gewaltsam deckeln.

Und weil man in jungen Jahren ja nicht nur auf das andere Geschlech recht Neugierig ist, findet man sich bald im Keller des Hauses wieder, wo man einige seltsame Skelette vorfindet. Das man Toten jedoch keine Goldzähne klauen sollte, hatte man ihnen wohl nicht gesagt. Und so beißt der Schädel zu und setzt nun langsam eine Kettenreaktion in Gang, auf die die jungen Leute, einschließlich dem Dealer Colin nicht gefasst waren.

Denn während die Skelette plötzlich verschwinden, ist es zuerst Angela, die von einem Dämon in Besitz genommen wird und sich entsprechend verwandelt. Aber auch einige andere verwandeln sich nun nach und nach in blutrünstige Dämonen, während der Rest ab nun um das junge Leben fürchten muss. Und dummer Weise ist ihnen auch in der Nacht die Flucht von dem Haus und seinem Gelände verwehrt. Aber was wäre so ein Teenager-Horrorfilm, wenn die überschüssigen Hormone nicht trotz aller Gefahr ihr Recht verlangen würden.

Night of the DemonsSind Neuverfilmungen immer schlechter?
Ehrlich gesagt - Nein. Jedenfalls konnte ich dies einige Male durchaus selbst feststellen. Natürlich haben Originalfilme von früher immer irgendwo ihren ganz besonderen Charme. Doch dieser Charme sollte nicht dazu führen, dem Neuen eher verschlossen gegenüberzutreten.

Die Neuverfilmung von NIGHT OF THE DEMONS verbindet nämlich durchaus den recht bekannten Old School Horror der 80er Jahre mit recht modernen Elementen. Ob es dabei nun unbedingt üblich ist, dass heute Mädchen auf der Toilette darüber diskutieren, mit wem sie den Beischlaf vollziehen wollen, lasse ich mal dahin gestellt. Allerdings würde ich dies auch nicht unbedingt als Unglaubwürdig bezeichnen. Schließlich musste ich mal im Karneval (Weiberfastnacht) in einem Lokal auf die Damentoilette ausweichen, weil ein wenig trinkfester Gast die Herrentoilette gerade vollgekotzt hatte. Da saß ich nun auf der Toilette, als einige Damen das WC betraten und in ein internes Gespräch vertieft waren, welches sich eindeutig um die männlichen Gäste drehte. Und was soll ich sagen, was ich da unverblümt mit anhören durfte, trieb selbst mir die Schamesröte wohl noch ins Gesicht. Von daher ist auch das Gespräch der Mädels im Film durchaus noch im grünen Bereich und wirkte so für mich nicht wirklich an den Haaren herbeigezogen.

Allerdings wird auch in der Neuverfilmung recht gerne und durchaus interessant mit der Sexualität im Horrorfilm gespielt. Dabei wird der Trash-Faktor durchaus positiv nach oben getrieben, wenn plötzlich aus den Brüsten eines der dämonischen Mädchen Tentakel schießen, um das männliche Opfer zur Strecke zu bringen. Bei dieser Szene musste ich schon etwas mehr als nur schmunzeln, wobei man solche Gags durchaus gezielt in die recht blutige Handlung eingebunden hatte, um den Film damit auch etwas auflockern zu können.

Es kommt also auch der Gore-Fan bei weiteren Szenen durchaus auf seine Kosten, wobei man hier gut von Hand gemachte Splatter-Effekte bestaunen darf, bei denen man schon auf recht hohem Niveau kritisieren müsste. Wer sich also mal wieder auf einen Teenager-Horrorfilm einlassen möchte, bei dem das Blut nicht nur verschämt aus den Mauerritzen sprudelt, der wird so ziemlich mehr als nur mit bekanntem reichlich verwöhnt, was diese damalige Filmwelle des Genre sonst noch so ausmachte. Egal ob Beziehungsknatsch, frivohle Spielchen, üppige wie nackte Oberweiten bis über dümmliche Sprüche und lesbischen Knutschszenen ist alles dabei.

Night of the DemonsDagegen wirkt der Originalfilm von 1988 eher schon von der Gesamthandlung her recht langatmig umgesetzt. Und die zwei Fortsetzungen, die der Originalfilm damals noch nach sich zog (1994 von Brian Tenchard-Smith und 1997 von Jim Kaufman) kann man hierbei auch getrost wieder unter den Kleiderschrank schieben.

Dabei dürfte bei NIGHT OF THE DEMONS (2009) der Schauspieler Edward Furlong nicht gerade auf seinem schauspielerischen Höhepunkt gewesen sein. Seine bisherigen besten Zeiten in recht jungen Jahren aus Filmen wie TERMINATOR 2 - TAG DER ABRECHNUNG (1991), FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE 2 (1992) oder AMERICAN HISTORY X (1998) und DETROIT ROCK CITY (1999) hatte er ja bereits ab der Jahrtausendwende durch seinen Drogenkonsum hinter sich. Da war dann auch eher der Weg frei für diverse B-Movies und kleinere Rollen. In NIGHT OF THE DEMONS jedenfalls sieht man ihm zumindest die recht ungesunde Lebensweise durchaus an, und die Rolle des Drogendealers Colin passt da gerade auch wie die Faust aufs Auge.

Ebenfalls recht bekannt dürfte uns in NIGHT OF THE DEMONS die Schauspielerin Shannon Elizabeth erscheinen, die bereits in der Teenager-Komödie AMERICAN PIE - WIE EIN HEISSER APFELKUCHEN (1999) ihr hübsches Gesicht und die perfekten körprlichen Rundungen in Szene zu setzen wusste. Auch in den Fortsetzungen von AMERICAN PIE spielte sie dann jeweils 2001 und 2012 wieder mit. Daneben konnte man sie aber auch in SCARY MOVIE (2000) oder der mit vielen Stars besetzten Komödie TATSÄCHLICH... LIEBE (2003) bewundern. Nur für eine durchschlagende Hauptrolle hatte es bei ihr bisher wohl noch nicht gereicht. Schade eigentlich.

Man muss hier für den typischen B-Movie NIGHT OF THE DEMONS jedoch feststellen, dass man die Rollen des Colin oder der Angela auch noch wesentlich schlechter hätte besetzen können. Oder anders gesagt, für ein recht schmales Budget hatte man hier durchaus noch ein glückliches Händchen bewiesen, denn sowohl Furlong als auch Elizabeth merkt man hier durchaus ein gewisses Talent für die Schauspielerei an (allerdings bei Elizabeth wohl mehr als zu dieser Zeit gerade bei Furlong).

Night of the DemonsMeine Filmkritik:
Gut, Shannon Elizabeth hat leider das schauspielerische Manko, dass man ihr stehts Rollen gibt, bei denen sie mit ihrem hübschen Gesicht und den passenden Kurven glänzen darf. Dabei zeigt sich durchaus Talent auch mal für bessere Rollen. Bei Edward Furlong hingegen kam mir der damalige Hype nach seiner ersten Rolle in TERMINATOR 2 schon etwas zu hoch gegriffen vor. Und dieser plötzliche Hype um seine damals noch sehr junge Person ist ihm auch wohl nicht wirklich gut bekommen, denn sein damaliger Konsum an Alkohol und Drogen ab der Jahrtausendwende nahm mitunter schon etwas selbstzerstörerisches an und ließ ihn dann auch recht schnell wieder in der Versenkung des Filmgeschäft verschwinden. Mitunter versucht er ja aus diesem Tief wieder herauskommen zu können durch Filme wie THE GREEN HORNET (2011) oder durch Auftritte wie in der Webserien STAR TREK: RENEGADES (2015).

Lustiger Weise - muss man leider sagen - kommt er als kleiner Drogendealer in NIGHT OF THE DEMONS sogar wegen seiner realen Suchtprobleme zu dieser Zeit durchaus glaubwürdig herüber. Da sammelt er mit manchem lustigen Spruch sogar noch Pluspunkte beim Zuschauer.

Im Gegensatz zum Originalfilm von 1988 kommt diese Neuverfilmung durchaus flotter daher und umschifft durchaus so manche Längen innerhalb der Handlung, die der Originalfilm damals leider mit sich herum schleppte. Den Originalfilm NIGHT OF THE DEMONS kannte ich übrigens noch aus der guten alten Zeit der VHS-Version, als es bei uns im Städtchen sogar noch drei Videoteheken gab. Späterhin hatte ich mich allerdings nicht wirklich um den Originalfilm als DVD gerissen (was auch für die zwei Fortsetzungen galt), denn wirklich etwas verpasst hatte man wohl auch nicht, wenn man ihn damals nicht ausgeliehen und damit gesehen hatte. Zumindest auf die Fortsetzungen hätte man allerdings auch völlig verzichten können.

Die Neuverfilmung von NIGHT OF THE DEMONS ist mir dann bereits vor einigen Jahren in die Hände gefallen und wenn ich ehrlich bin, konnte mir der Film wegen der geballten Menge an typischen Klischees damals auch direkt kein Hochgefühl entlocken. So verschwand die DVD dann auch über lange Zeit eher ganz hinten im Regal. Irgendwann geriet er aber doch wieder in meine Hände und nach schon einigen Minuten konnte der Film nun gerade wegen den recht offensichtlichen Klischees und seiner typischen Trash-Elemente bei mir punkten. Dies mag auch daran gelegen haben, das ich damals an die DVD mit einigen anderen Erwartungen herangegangen bin.

Zwischen dem Film NIGHT OF THE DEMONS aus dem Jahre 2009 und mir war es also nicht wirklich Liebe auf den ersten Blick gewesen.  Mittlerweile sehe ich ihn mir aber durchaus von Zeit zu Zeit immer mal wieder recht gerne an, was auch an den hintergründigen Gags liegt, von denen der Film so einige aufweisen kann.

Im Grunde wollte man hier bei der Neuverfilmung das eigentliche Rad ja auch nicht neu erfinden (was ich zuerst wohl eher erhofft hatte). Dafür veränderte man die Geschichte inhaltlich etwas  um moderner herüber zu kommen und unterlegte das Ganze mit recht ansprechenden Gore-Elementen. Gewürzt mit einigen Gags auf der Höhe der Zeit, kann der Film daher bei einem Filmabend zu Halloween  durchaus allen Anwesenden recht viel Spaß bereiten. Genau betrachtet könnte es einen schlimmer treffen, wenn man statt dessen nur auf den Originalfilm zurückgreifen müsste, denn der liegt in Sachen Gags, Gore und schlüpfrige Beilagen in meiner Erinnerung durchaus hinter der Neuverfilmung um einiges zurück und ist schlicht in den Punkten auch nicht gerade sehr gut gealtert, wie ich in entsprechenden Filmkritiken lesen konnte.

Nimmt man also beim zweiten Blick diese Vorzüge einmal zur Hand und würdigt den Umstand, dass die Neuverfilmung durchweg recht positiv die filmischen Längen des Original sehr gut umschifft, komme ich bei einer genaueren Bewertung nun sogar auf insgesamt vier von fünf Sternchen für die 2009er Version von NIGHT OF THE DEMONS. Wer also anstehend zu Halloween 2019 noch nach einem typischen Teenager-Horrorfilm sucht, der eine positive Mischung von Handlung, Gore und Trash bietet, der sollte hier lieber gleich zur Neuverfilmung hinsichtlich NIGHT OF THE DEMONS greifen. Der zwischen Rock und Punk angesetzte Soundtrack rundet diese Neuverfilmung dabei sogar noch recht positiv ab.

Night of the DemonsNight of the Demons
(Night of the Demons)
mit Shannon Elizabeth, Monica Keena, Diora Baird, Bobbi Sue Luther, Edward Furlong, Michael Arata, Michael Copon, Tatyana Kanavka, John F. Beach, Erica Grant, Tiffany Shepis, Jamie Harris, Hans Longo u.a.
Regie: Adam Gierasch
Drehbuch: Adam Gierasch, Jace Anderson
Produktion: Michael Arata
Musik: Joseph Bishara
Genre: Horror
Laufzeit: 89 Minuten
DVD/FSK: 18 Jahre
Vertrieb: WVG Medien GmbH
USA 2009

Kommentare  

#1 Friedhelm 2019-10-07 12:37
Kenne eigentlich weder das Original noch diese Neuverfilmung, und habe von Tenney damals nur "Witchboard" auf Video gesehen. Der hat mich allerdings nur mäßig unterhalten. Irgendwie sind die Achtziger als "Video-zeitalter" für mich ähnlich "bedeutsam" wie die Siebziger als Kinojahrzehnt. Man konnte in den Videotheken schon wirklich an echte "Genre-Trashklopper" geraten. Ich erinnere mich da an so grottige Titel wie "Spookies" oder "Ghoulies" ..ect..ect. Da hatte man den Eindruck, dass nun jeder, der eine Kamera halten konnte, unbedingt "seinen Film" drehen wollte.
Die ganzen "Freitag der 13.- und "Freddy-Fortsetzungen habe ich auch nur auf Video gesehen. (die jeweils ersten Teile noch im Kino). Manchmal lagen bei mir bis zu zehn Filme rum, von denen ich dann meistens nur drei geschafft habe. Wenigstens konnte ich da in unserem Videoladen noch den "Romero-Zombie" in der ungeschnitten, deutschen Kinofassung ausleihen. :lol: Aber es gab ja nicht nur abgefeierten Horror. Gelegentlich ist bei mir ein Klassiker wie "Ben Hur" im Rekorder gelandet..

Was nun Neuverfilmungen betrifft, da bin ich immer etwas vorsichtiger, weil mich das meiste bisher nicht wirklich überzeugt hat.
Es gibt auch viele Remakes, die gar nicht notwendig sind, weil das Original eh kaum zu übertreffen ist. Ich warte ja immer noch mit Grausen auf die Nachricht, dass "Jaws" neu verfilmt werden soll... :-*
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#2 Laurin 2019-10-07 21:51
Nun ja, in den 70er und 80er Jahre kam es irgendwie ja auch im Genre zu einem neuen Aufbruch im Genre. Und da ist wahrlich auch nicht alles wirklich gelungen.
Klar ist z.B. "Spookies" ein Trashklopper. Allerdings war der Film damals für mich schon ein gewisser Aufbruch weg vom nur zu bekannten Gothic-Horror mit frischen Ideen. In der Hinsicht ist mancher Trash durchaus positiv zu bewerten. ;-)

Allerdings gab es auch gewaltige Unterschiede, was die inhaltliche Qualität anging. Da war z.B. nicht jeder Teil der Filmreihe FREITAG DER 13 auf gleichbleibend positivem Niveau. Bei HALLOWEEN sackte das Niveau gar spätestens nach der ersten Fortsetzung rapide ab. Und bei "Freddy" hätte man es nach dem ersten Film schon gut sein lassen sollen. Romeros erster Zombiefilm war dagegen ein Startschuss, wobei ich hier gerade die Italiener mal loben muss, die zwischen einer Menge qualitätsmäßigem Schrott auch einige richtig gute Filme hierzu hervorbrachten, die aber leider bei uns postwendend auf dem Index landeten. :sigh:

Von daher ist z.B. SPOOKIES für mich durchaus positiver, immer mal wieder gerne gesehener Trash, während GHOULIES zugegeben auch bei mir diese positive Sichtweise nicht wirklich entfachen konnte. Was nun diese Sandalenschinken wie BEN HUR angeht, so muss ich gestehen, mochte ich damals den einen oder anderen Film über die alten Römer schon ganz gerne (also damals im noch existierenden Kino). BEN HUR allerdings hatte ich - glaube ich mich noch erinnern zu können - drei mal angefangen, wobei ich nie über die ersten 45 Minuten hinausgekommen bin, da gerade bei diesem Film das Interesse immer recht rapide bei mir abgenommen hatte (wie auch bei den meisten Bibel-Verfilmungen). CLEOPATRA mit Liz Tylor und Rex Harrison fand ich da um Längen besser. :-*

Bei Neuverfilmungen sehe ich das schon seit langem nicht mehr so eng, zumal ich mittlerweile schon einige male recht positiv überrascht wurde. Allerdings ... warum sollte man von JAWS ein Remake drehen wollen? Tierhorror mit Haien wurde seit einigen Jahren schon so abgedreht durchgenudelt, dass man heute schon kaum noch eine ernsthafte Verfilmung zum Thema hinbekommt. Da würde ich JAWS nur noch als Remake anpacken, wenn mir echt nichts mehr einfallen würde. :oops:
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#3 Friedhelm 2019-10-07 22:34
Ja, Konrad, mit neuen Aufbrüchen in den 70er und 80ern trifftst du ja -bekannter Weise- bei mir immer den alten, nostalgischen Nerv bzgl. Gothic-Horror (z.b. ala Hammer..), Mittlerweile muss sogar ich einsehen, dass sich solche Zeiten zumindest im Kino einfach nicht wiederholen lassen. :sad:

Naja. und was das Niveau der 80er Horror-Reihen betrifft, stimme ich dir voll zu. Ich finde es heute sogar immer noch lächerlich, dass solche Streifen -aufgrund ihres damaligen Härtegrades- auf dem Index gelandet sind. Aus heutiger Sicht kamen die sogenannten, blutigen FX doch eher "harmlos" rüber - aber das war dann wohl wieder den gegebenen, technischen Möglichkeiten geschuldet. Da sind heute, digital, ganz andere Sachen drin - allerdings gibt es gelegentlich auch immer noch gute Handmade-FX.

Ach ja, und Romeros Zombie - jetzt, wo der vom Index ist, hoffe ich tatsächlich, den zu meinen Lebzeiten (jedenfalls solange ich noch frisch im Hirn bin.. :oops: ) endlich in einer sauberen Uncut-Version sehen zu können. Das ist dann allerdings auch der einzige Zombie-Film (neben Romeros Erstling), den ich mir zulegen würde - mit etwas gutem Willen vielleicht noch den ersten von Fulci..

Und ja, bei den Monumentalmovies muss(te) man schon gutes Sitzfleisch haben..
"Ben Hur", "Cleopatra", "Das Gewand", "König der Könige"..ect..ect. - sind Teil meines Archivs. Und, wenn ich dazu Muße habe, lege ich die in den Player. Da muss ich mein Frauchen auch nicht lange bitten, weil die auf so etwas auch steht.

Die Neuverfilmungen betreffend, hoffe ich glatt, dass die es in Hollywood genauso sehen wie du - bei all den mehr oder weniger gut geratenen Fish-Movies muss die große "Entehrung" dieses Klassikers nun wirklich nicht auch noch sein.

Aber ich befürchte (und du wahrscheinlich im geheimsten Eckchen deiner Sinne wohl auch, gelle? ;-) ), dass eben mangels inovativer Ideen doch noch einmal jemand so dreist sein wird...

Na gut, was mache ich jetzt noch mit dem angebrochenen Abend? Ich tue mir nachher einfach mal wieder "The Walking Dead" im TV an. Da sind meine Erwartungshaltungen nicht mehr so hoch - also auch keine wirkliche Enttäuschung.... :P
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#4 Mainstream 2019-10-08 09:05
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ZOMBIE, oder neudeutsch DAWN OF THE DEAD, gibt es bereits auf DVD. In der Box sogar mit Extended Cut und Complete Cut. Relevant sind allerdings nur Romeros Schnittfassung und der Argento-Cut, bei beiden zusammen bekommt man alles zu sehen, was es zu sehen gibt, dafür in dramaturgischer Qualität. Ich hatte einmal einen von Romero erstellten Rohschnitt, mit allen gedrehten Szenen. Da merkt man sehr schnell, dass man zum einen auch einmal loslassen muss, und zum anderen ist ein guter Schnitt das, was die emotionale Wirkung eines Films erst entfaltet.

Bei WALKING DEAD bin ich nur noch solange dabei, bis Andrew Lincoln alias Rick Grimes aussteigt. Die Figuren haben ja in den letzten drei Staffeln alles, aber wirklich alles über den Haufen geworfen, was sie als Gruppe anfangs so stark gemacht hat. Schade darum.
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#5 Friedhelm 2019-10-08 11:55
Zitat:
ZOMBIE, oder neudeutsch DAWN OF THE DEAD, gibt es bereits auf DVD. In der Box sogar mit Extended Cut und Complete Cut.
Ja,die gibt es meines Wissens schon länger - ich würde allerdings dann doch die 1978er Kinofassung bevorzugen (hat mal wieder,..jaaa, nostalgische Gründe..) Das reicht mir eigentlich völlig aus.. Ich hatte ja auch schon diverse Fasssungen, war davon allerdings immer etwas genervt.

Zitat:
Bei WALKING DEAD bin ich nur noch solange dabei, bis Andrew Lincoln alias Rick Grimes aussteigt.
Ja, da kommste nu zu spät - Ricks Abgang habe ich gestern in Folge 6 gesehen. Nur soviel - tot ist er wohl nicht. :lol:
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#6 Andreas Decker 2019-10-08 12:20
Ich kenne beide Versionen. Eigentlich ziehe ich den Tenney vor. Linnea Quiqley ist immer noch die bessere Suzanne. Der Film ist einfach authentischer, und das kommt rüber. Aber man kann ihn sich im Vergleich mit anderen Neuverfilmungen durchaus ansehen. Insofern gehört er zu einer schmalen Gruppe.

Der Romero ist unerreicht. Den kann auch das völlig überflüssige Remake nicht schmälern.

Interessant, dass TWD noch immer läuft. Das habe ich schon vor Jahren drangegeben.
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#7 Friedhelm 2019-10-08 14:56
Zitat:
Interessant, dass TWD noch immer läuft. Das habe ich schon vor Jahren drangegeben.
Wie gesagt, gesternabend gesehen - scheint wieder etwas interessanter zu werden. Andrew Lincoln ist raus - angeblich aus privaten Gründen. So wie's aussieht gilt das auch für Lauren Cohan. Und vom Origin-Cast sind jetzt nur noch Melissa McBride (Carol) und Norman Reddus (Daryl ab Staffel 2: ) dabei.

Jetzt hat die Serie auch noch einen Zeitsprung von 6 Jahren hinter sich (ab Ep 6 dieser Staffel). Mal sehen, was da rumkommt - jedenfalls gibt es wieder mehr Zombie-Action. Und eine neue, geheimnisvolle Gruppe, die sich "Whisperer" nennt. Jedenfalls halte ich die Staffel durch - und dann wird man sehen, ob sich es weiterhin lohnt..
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#8 Laurin 2019-10-08 20:08
Nun ja, eigentlich hatte ich mit der Serie TWD schon etwa in der Mitte der zweiten Staffel abgeschlossen. Ab und an riskiere ich aber schon mal einen Blick in eine Episode. Allerdings warm werde ich mit der Serie da auch nicht mehr wirklich.
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