Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Ein (fast) würdiger Abschluss im MCU - Avengers: Endgame

Avengers: Endgame Ein (fast) würdiger Abschluss im MCU
»Avengers: Endgame«

Nun wissen wir ja das Thanos mitsamt der Infinity-Steine und einem Fingerschnippen die Hälfte aller Lebewesen im gesamten Universum ausgelöscht hatte. Und auf der Erde ist seit dem nichts mehr so wie es war. Doch die noch verbliebenen Avengers wollen sich damit noch nicht abfinden. Auch Iron-Man samt Thanos-Tochter Nebula bereiten sich auf dem Raumschiff Benatar auf ihr baldiges Ende wegen Sauerstoffmangels vor, doch sie werden im letzten Augenblick von Captain Marvel gerettet.

Avengers: EndgameGerade mit Hilfe von Nebula sind die verbliebenen Avengers unter Captain America in der Lage, den Planeten von Thanos ausfindig zu machen. Das Ziel ist es, Thanos aufzuspüren, ihm die Infinity-Steine wieder abzujagen und dessen Tat wieder rückgänig zu machen. Und wirklich zeigt sich bald auf dem Planeten, auf dem sich Thanos befindet, eine ähnliche Energiesignatur der Steine, wie zu dem Zeitpunkt, als er die vielen Leben im Universum auslöschte.

Doch die Avengers kommen zu spät, denn Thanos hat selbst die Infinity-Steine vernichtet und somit scheinbar auch die letzte Möglichkeit einer Rückkehr zu den vorherigen Verhältnissen zunichte gemacht. Da nutzt es auch nichts, das Thor dem Widersacher kurzerhand in seiner Wut mit der Streitaxt den Kopf abschlägt. Denn auch das ändert absolut nichts an der offensichtlichen Niederlage.

Auch fünf Jahre später hat sich weder die Menschheit noch die Avengers von diesem Schock erholt und so mancher Held scheint nun seine eigenen Wege zu gehen, oder sich völlig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen zu haben. So ist Tony Stark (Iron-Man) nun Vater einer kleinen Tochter und Thor hat sich völlig abgeschottet und verbringt seine Tage unter den überlebenden Asen auf der Erde damit, sich Unmengen von Bier in den Kopf zu kippen.

Doch dann kehrt plötzlich der verschollene Ant-Man aus dem Quantenraum zurück und steht vor einer völlig veränderten Welt. Da allerdings die Zeit im Quantenraum völlig anderen Gesetzen unterworfen ist, kommt man schnell zu der Einsicht, das man diesen Umstand auch nutzen könnte, um in die Vergangenheit zu reisen, um dort wiederum die Infinity-Steine an sich zu bringen und die Untat von Thanos entgültig rückgängig zu machen.

So teilt man sich in verschiedene Gruppen auf und macht sich auf, die Infinity-Steine zu suchen. Doch damit sind sie auch in der Vergangenheit nicht alleine, denn dort ist ebenfalls Thanos bereits auf der Suche nach den Steinen, um die Vernichtung der Hälfte allen Lebens umsetzen zu können. Doch ohne Opfer geht es auch bei den jeweiligen Avengers nicht ab und so opfert Black Widow ihr Leben für den Fortbestand der (gesamten) Menschheit (sowie den Lebewesen im Universum).

Avengers: EndgameDer längste seiner Art:
Nun waren Filme aus dem MCU nicht gerade dafür bekannt gewesen, sich an einer 90-Minuten-Begrenzung reiben zu wollen. Doch mit AVENGERS: ENDGAME legten Anthony und Joe Russo einen satten Film von drei Stunden hin. Dabei muss man allerdings auch sagen, dass die Action sich hier wesentlich mehr in Grenzen hält als in den vorangegangenen Filmen des MCU.

So steht die erste halbe Stunde eigentlich im Zeichen der Trauer und des Schock über das Ableben vieler geliebter Menschen. Was hier Beispielhaft eben anhand der zurückgebliebenen Helden aufgezeigt wird. Dies macht den Film AVENGERS: ENDGAME jedoch nicht unattraktiv. Trotzdem muss so mancher Fan hier etwas schlucken. Werden am Ende doch einige der großen Helden ihr Ende finden. Den Anfang macht Natasha Romanoff als Black Widow, die sich in den Tod stürzt um dem Red Skull ihre Seele im Gegenzug für einen der Infinity-Steine zu liefern.

Nun kann man hier allerdings durchaus noch mal in absehbarer Zeit aufatmen, denn zumindest in einem Solo werden wir nochmals auf Scarlett Johansson als Black Widow treffen. Und leise Vögelchen zwitschern es ja bereits unlängst von den Dächern, das auch Robert Downey Jr. hier nochmals einen Auftritt als Iron-Man hinlegen wird. Es wäre ja auch eine glatte Schande, wenn man im  zukünftigen MCU nicht noch ein Abenteuer aus der Verganenheit der beliebtesten Heldin der Avengers in petto hätte. Allerdings stellte sich mir bei AVENGERS: ENDGAME irgendwie die Frage, wie der Red Skull in der Vergangenheit dazu gekommen ist, so eine Art dunkler Engel zu werden, der fragwürdige wie finstere Tauschgeschäfte auf einer Art Dunkelwelt macht. Habe ich da eventuell etwas verpasst, weil ich mir den zweiten Film der GUARDIANS OF THE GALAXY, oder die Fortsetzungen von THOR nicht antun wollte? Hier kann mir wohl nur jemand eine Antwort geben, welcher auch diese von mir verschmähten Filme aus dem MCU angesehen hatte.

Übrigens, gegen Ende meines Artikels werde ich hier mal die "persönliche Filmkritik" bei Seite lassen, da ich eigentlich die bereits im Gesamtartikel mit einbringe. Ein kleines Fazit muss aber sein, dass bin euch schließlich mir schuldig.

Positiv kann ich hier in meiner Kritik jedenfalls vermelden, dass der Film AVENGERS: ENDGAME trotz seiner Überlänge und der eher wohldosierten Action eigentlich nie langweilig wird. Aber, und das möchte ich hier bei aller Begeisterung meinerseits für diesen Film nicht verschweigen, gibt es innerhalb der Handlung durchaus einige gefährliche Gratwanderungen, die mehr oder weniger etwas nach hinten losgegangen sind.

Avengers: EndgameManche Helden als offensichtliche Witzfiguren:
Ehrlich, ich war noch nie ein Fan vom Donnergott Thor (schon aus früheren Comic-Zeiten nicht), doch was man da nun aus ihm gemacht hatte, ist schon irgendwie ein starkes Stück. Da gibt sich der Gott des Donners ängstlich, gar etwas weinerlich, spricht dem Bier gleich in Fässern zu und scheint deshalb auch mehr als ziemlich aus der Form geraten zu sein.

Nun gut, witzig war bei Thor die eine oder andere Szene ja schon irgendwie, doch passte dieser recht extreme Schwenk bei diesem Charakter wirklich nicht in das Gesamtkonzept seiner bisherigen Auftritte im MCU. Und genau dieser Umstand wirkte sich bei mir in der Gesamtheit dann doch eher unangenehm störend aus.

Viel besser erging es auch Bruce Banner/Hulk nicht in diesem Film. Denn irgendwo innerhalb der vergangenen fünf Jahre scheint es Banner irgendwie gelungen zu sein, sein menschliches Ich recht positiv mit dem des eher brachialen Hulk zu verbinden. So ist er plötzlich quasi eine Art Zwitter zwischen einem grünen Kraftprotz und einem superschlauen Brillenträger.

Nun muss man schon feststellen, dass in den bisherigen Auftritten von Mark Ruffalo als Hulk irgendwo immer ein gewisser feiner Witz bestand. Man denke da nur an seinen kurzen aber treffenden Dialog, nachdem er im ersten Film der Avengers Loki verprügelt hatte. Auch in AVENGERS: ENDGAME setzt man beim Zwitter Banner/Hulk auf einige witzige Elemente, bei denen ich nur nicht mehr lachen konnte, weil man ihn nun schlicht auf einen grünhäutigen Nerd reduziert hatte. Quasi eine softere Version von Dr. Leonard Hofstadter (THE BIG BANG THEORIE) aber ohne Sheldon Cooper. Dies wirkte mitunter leider dann doch eher etwas lächerlich statt wirklich witzig, denn es fehlt nun einfach der extreme Kontrast zwischen einem grünen Monster und der entsprechend witzigen Situationskomik.

Positiv hierbei ist, dass sich diese Szenen durchaus noch in überschaubarem Rahmen hielten, so das sie keinen größeren Schaden im Gesamtfilm verursachen konnten. Sowohl bei Thor als auch beim Hulk merkte man schon recht gut, das Anthony und Joe Russo sich hier auf einem Grat bewegten, der auch sehr schnell nach hinten hätte losgehen können.

Avengers: EndgameKeiner hat sie gerufen, aber alle kamen:
Auch die entscheidende Schlacht am Ende gegen Thanos und seine Armeen bot nicht unbedingt ein neues Aha-Gefühl, oder unterschied sich wirklich wesentlich von den Großkämpfen z.B. aus den ersten zwei Filmen der Avengers. Dafür tauchte allerdings an Superhelden und Co. so alles auf, was in den bisherigen Filmen des MCU Rang und Namen hatte. Allerdings gefehlt hatte mir (sofern er mir im Getümmel eventuell nicht aufgefallen ist) der Droide Vision.

Hier hätte man wesentlich mehr draus machen können, denn eigentlich drehte sich der Kampf mit Thanos in der Hauptseite um einige wenige Helden wie etwa Iron-Man, der hier dann am Ende auch den Heldentod sterben durfte. Dafür blieben viele andere interessante Charaktere eigentlich nur Staffage, die nur ab und zu sich mal in einer kurzen Szene ins Bild rücken durften, damit man den Helden oder die Heldin zumindest auch mal gesehen hatte.

Eine wirkliche Enttäuschung war jedoch eine Heldin, die man bereits in AVENGERS: INFINITY-WAR zumindest mal erwartungsvoll angekündigt hatte, und die unlängst ja auch mit ihrem eigenen Solo im MCU bereits die Kinoleinwände beglücken durfte - Captain Marvel.

Avengers: EndgameSie kam (kurz), sah und siegte:
Bei Captain Marvel hätte ich wesentlich mehr erwartet in AVENGERS: ENDGAME. Eher zu Beginn taucht sie gerade mal eben so auf, um gleich wieder zu verschwinden. Schließlich habe sie ja schon genug zu tun mit den Problemen im Rest des Universums (das wäre mal eine Partnerin für PERRY RHODAN, der ja auch kein wirkliches Sitzfleisch hat und wild durch das Universum gammelt).

Beim ersten Angriff auf Thanos ist sie zwar mal mit dabei, hinterlässt aber bei mir als Zuschauer wirklich kein bleibendes Erlebnis. Und natürlich taucht sie kurz auch mal zur Rettung von Tony Stark und Nebula auf, wie Superman von DC in seinen besten (nichtssagenden) Abenteuern mit Lois Lane in den Comics. Und dann hat sie nochmal ihren bescheiden wirkenden Auftritt in der großen Endschlacht.

Bescheiden deshalb, weil sie hier einfach (eben wie Superman) zu übermächtig erscheint. Da juckt es bei mir als Zuschauer hinsichtlich solcher Figuren nicht in den Fingern und das typische kribbeln der Spannung im Genick bleibt eben halt auch aus.  Und man mag mich jetzt hier schlagen, aber wäre Captain Marvel in AVENGERS: ENDGAME nicht aufgetaucht, hätte mir wahrlich auch nichts gefehlt. Da war die ursprüngliche Figur des männlichen Captain Marvel in den ersten Comics wesentlich spannender beschrieben und dargestellt.

Richtig gut, wenn auch in der Sache selbst eigentlich schade, fand ich den in Szene gesetzten Abgang von Steven Rogers/Captain America. Handelt es sich hier doch schon seit den Comic-Zeiten um ein Urgestein des eigentlichen Marvel Universums wie die erste menschliche Fackel (einem Androiden) oder Prinz Namor dem Submariner. Allerdings, wenn man sich schon etwas mit Zeitreisen beschäftigt hat, dürfte man hier recht schnell in Sachen Logik ins stolpern kommen, da er ja wohl irgendwie die gesamte Zeit zweimal auf der Erde weilte. Aber da will ich mal durchaus beide Augen zudrücken, denn ob es richtig ist, das etwas in der Zeit nicht zweimal gleichzeitig existieren kann, ohne auch ein Zeitparadoxon auszulösen, ist ja auch eine bisher unbewiesene Theorie.

Avengers: EndgameMein Fazit:
Gut, eine kleine zusammenfassende Bewertung will ich dann doch noch abgeben. Insgesamt betrachtet war AVENGERS: ENDGAME durchaus ein würdiger Abschluss für das bisherige MCU, und nun darf man wie gesagt gespannt sein, wie es weiter geht - auch mit den Avengers.

Allerdings hatten sich unsere Regisseure Anthony und Joe Russo  an manchen Stellen schon ein wenig vergriffen und somit auch gefährliche Untiefen ausgelotet, die im schlimmsten Fall den Gesamtfilm hätten ins Lächerliche ziehen können. Da kann man nur die ersten Schweißperlen mutig nochmals von der Stirn wischen, weil sie es trotzdem noch irgendwie an solchen heiklen Stellen schafften, noch die Kurve zu kriegen. Somit hat der Film AVENGERS: ENDGAME durchaus die eine oder andere Schwäche vorzuweisen, was dem Gesamtfilm allerdings kaum geschadet hatte. Spannung war wie gesagt über drei Stunden angesagt, auch wenn man hier auf die Länge des Films betrachtet die Action durchaus etwas zurückgefahren hatte und mehr auf eine stimmige Atmosphäre setzte. Verkehrt war dies mit Sicherheit nicht.

Bleibt von mir persönlich nur zu bemängeln, warum die Helden hier überhaupt Helme oder Masken tragen (wie Iron-Man oder Spider-Man), wenn sie sich die dann doch jede zweite Minute runterreißen, damit man ihr wahres, bürgerliches Gesicht nur ja nicht als Zuschauer vergisst.

Ansonsten bleibt mir eigentlich nur noch die Bewertung. Zusammen mit AVENGERS: INFINITY WARS zusammen gesehen, komme ich auf sehr gute vier von insgesamt fünf Punkte als Höchstbewertung.  AVENGERS: ENDGAME alleine betrachtet kommt allerding bei mir nur sehr knapp auf vier wackelige Punkte, denn die kleinen Albernheiten mit Thor und dem Hulk hätte man wesentlich besser verpacken sollen, und Captain Marvel hätte man schlicht auch ganz aus dem Film heraushalten können. Ein Lichtblick war sie in der Handlung für mich jedenfalls nicht wirklich. Sieht man aber davon mal ab, so hält man mit der DVD oder BD hier durchaus einen würdigen Abschluss des bisherigen MCU in Händen, bei dem es sich lohnt, auch mehrmals ein paar Blicke vom Sofa aus zu riskieren. Und wer sich gleich nochmals ins bisher gesamte MCU stürzen will, der sollte sich eine Großlieferung Knabberzeug ordern, denn es handelt sich hier schließlich um bisher satte 22 Kinofilme (was in einem persönlichen Film-Marathon wohl viereckige Augen bedeutet).

Avengers: EndgameAvengers: Endgame
(Avengers: Endgame)
mit Chris Evans, Robert Downey Jr., Scarlett Johansson, Paul Rudd, Elizabeth Olsen, Jeremy Renner, Mark Ruffalo, Brie Larson, Don Cheadle, Tom Holland, Anthony Mackie, Evangeline Lilly, Sebastian Stan, Karen Gillian, Pom Klementieff, Tessa Thomson, Chris Hemsworth, Tom Hiddleston, Josh Brolin, Tilda Swinton, Benedict Cumberbatch, Benedict Wong, Samuel Jackson, Cobie Smulder, Chadwick Boseman, Michael Douglas, Michelle Pfeiffer, Gwyneth Paltrow, Marisa Tomei u.a.
Regie: Anthony Russo, Joe Russo
Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely
Produktion: Kevin Feige
Musik: Alan Silvestri
Genre: Science Fiction/Fantasy
Laufzeit: 182 Minuten (BD)
DVD/FSK: 12 Jahre
Extras: Pannen vom Dreh. Zusätzliche Szenen, Freaturettes, Audiokommentar
Vertrieb: Walt Disney Home Entertainment/Marvel
USA 2019

Kommentare  

#1 Friedhelm 2019-09-20 10:45
Und jetzt - ich nun wieder....

Als junger Bursche war ich doch ein echter Fan der Marvel-Comics - was die (meisten) Filme betrifft, da hat mein Interesse eigentlich mit jedem neuen irgendwie nachgelassen - ob nun "MCU" oder "Stand Alones" (nenne ich einfach mal so) wie "Spider Man" oder "X-Men".

"Avengers Endgame" habe ich mir im Kino auch nur reingezogen, weil ich aufgrund einer Einladung dafür nichts blechen musste. Teilweise fand ich die Story schon unterhaltsam - aber ansonsten doch etwas aufgebläht. Aber das ist eigentlich bei so ziemlich jedem Marvel-Movie der Fall. Hier wäre weniger mehr gewesen - es gibt tatsächlich Filme, bei denen ich eine solche Überlänge schon besser ausgehalten habe.

Über die Charaktere (Thor, Hulk ect..ect.) hast du schon alles gesagt. Kommen wir kurz zum Endkampf, bei dem mal wieder ordentlich zitiert wird - ich fand's schon ärgerlich, dass man - mangels eigener Ideen- mal wieder den "Herrn der Ringe" geplündert hat.

Solche "Großproduktionen" zeigen eigentlich nur dass, heute offensichtlich auch eine gewisse "Kinokrise" droht.

Es gibt halt Konkurrenz für die Lichtspieltheater- und war das in früheren Zeiten "nur" die "Mattscheibe" zuhause, ist es heute ein ganzes "Heimkino-Entertaintment" - das den Filmfan auf dem Sofa halten könnte.

Ist also klar, dass "kleinere Filme", die vielleicht auch noch eine andere Sparte (z.B. Drama) bedienen, deshab uninteressant werden. Filme die ich früher noch im Kino sehen konnte (u.a."Einer flogüber das Kuckucksnest.."), würden heute nur noch im Programmkino gehen, weil die den nötigen Umsatz nicht bringen. Bei uns im beschaulichen Aurich laufen Filme wie "Die Verlegerin" (mit Meryl Streep) nur in der "Filmrolle" (ähnlich wie die Programmkinos)

Nun will ich nicht behaupten, dass meiner einer im Kino gar keine "Überlängen-Movies" anschaut - doch, mache ich, deshalb habe ich mir ja auch den neuen Tarantino angesehen -oder vor ein paar Tagen "ES 2". Aber das meiste davon spare ich mir dann doch für meinen Player auf. Da kann ich dann immer mal ein bisserl "weiterspulen"... :-* ;-)

Und wie immer heisst es: nur meine Sicht der Dinge - da ist mir schon klar, dass so ziemlich niemand diese teilt. Aber kann natürlich auch immer wieder spannend werden... :-)
Zitieren
#2 Laurin 2019-09-20 15:34
@ Friedhelm:
Nun ja, so schlecht war AVENGERS: ENDGAME nun auch nicht. Man ist nur bei der Umsetzung an einigen Stellen etwas über das Ziel hinaus geschossen. Zum Beispiel frage ich mich auch, warum Cap. America hier plötzlich Thors Hammer schwingen darf/kann. Aber gut, dies verbuche ich mal unter einer Kleinigkeit.

Und das Kino kriselte doch schon immer etwas. Das liegt aber mit Sicherheit nicht an den Filmen des MCU. Denn bei denen lässt jeder Kinobesitzer die Sektkorken knallen bei der Menge an Besuchern (und natürlich der daraus resultierenden guten Einnahmen).

Was z.B. Filme angeht, die man heute nur noch in Programmkinos findet und nicht mehr auf der großen Leinwand, liegt schlicht daran, das kein großes Kino einen solchen Film noch ins Programm nimmt, wenn man an den Fingern von zwei Händen abzählen kann, wie viele Besucher sich den ansehen werden. Gleiches gilt da für die Filmemacher. Niemand steckt viel Geld in ein Filmprojekt, wenn abzusehen ist, dass die Einnahmen eventuell gerade mal (wenn überhaupt) die Produktionskosten decken. Würden sie es doch tun, wäre dies keine Krise des Kino oder der Filmbranche, sondern schon angekündigter Selbstmord.

Von daher sind die Filme des MCU oder wie du sie nennst, "Stand Alones" sogar Kassenmagneten. In der Sparte Superhelden dümpelt nur DC mit seinen Filmen hinterher, auch wenn sie mit SUICIDE SQUAD und AQUAMAN wohl durchaus auch mal richtig gut abschneiden (wobei ich AQUAMAN bisher noch nicht gesehen habe). Und was sie an Zitaten bei HERR DER RINGE "geplündert" haben, weiß ich nun nicht, habe allerdings auch nur davon den ersten Film (im Fernsehen) gesehen und fand den so gut, dass ich alle weiteren Filme persönlich gemieden habe (und das selbst im Fernsehen). :-* Aber manchmal kann "plündern" ja auch gut sein, wenn man dann das "geplünderte" mal dabei auf ein höheres Level der Qualität heben kann. ;-)

Andere Filme, wie etwa "Dramas" werden da nicht unbedingt uninteressant, aber sie sprechen leider eine zu geringe Besucherzahl an und fristen deshalb ihr Dasein eher in kleinen Programmkinos. Manchmal ist allerdings da schon so ein Titel wie "DIE VERLEGERIN" reines Kassengift. :oops:
Wir reden also eigentlich nicht über eine "Kinokrise", weil man in den großen Kinos manche Filme nicht mehr zeigt oder gleich ins Programmkino verschiebt, die du oder ich vielleicht auch noch angeschaut hätten. Es sind die zu geringen Besucherzahlen in den Kinos bei entsprechenden Filmen, die mit den Füßen und ihrem Sitzfleisch abstimmen. Filme wie auch Kinos muss man schlicht auch wirtschaftlich betrachten und da muss eben die Kasse klingeln. Denn was nutzt mich ein wenig mehr Kultur (im Film), wenn ich davon in den Kinos wegen zu wenig Besuchern nicht mal die Heizkosten gegenfinanziert bekomme. Aber ich persönlich sehe das durchaus auch etwas positiv, schließlich soll so ein Kinobesuch in erster Linie unterhalten. Langweilen kann man sich hingegen schließlich auch bei dem bestehenden Fernsehprogramm. :P
Zitieren
#3 Friedhelm 2019-09-20 17:02
Zitat:
Das liegt aber mit Sicherheit nicht an den Filmen des MCU. Denn bei denen lässt jeder Kinobesitzer die Sektkorken knallen bei der Menge an Besuchern (und natürlich der daraus resultierenden guten Einnahmen).
Hier haben wir uns wohl missverstanden. Klar, dass dieses nicht an den MCU-Filmen liegt. Meine Aussage zielt darauf, dass eben Megamovies wie diesen hier die Krise abwenden sollten.(Eigentlich konnte man meinen Kommi auch gar nicht anders deuten.... ;-) ) Was, wie mir jetzt gerade klar geworden ist, auch schon ein Kunststück ist, weil Großprudktionen im TV (siehe "Game of Thrones. u.a.) ja auch schon Kinoqualität besitzen.
Zitat:
Was z.B. Filme angeht, die man heute nur noch in Programmkinos findet und nicht mehr auf der großen Leinwand, liegt schlicht daran, das kein großes Kino einen solchen Film noch ins Programm nimmt, wenn man an den Fingern von zwei Händen abzählen kann, wie viele Besucher sich den ansehen werden.
Nich anderes habe ich mit dem betreffenden Kommentar damit sagen wollen..(ist auch ersichtlich, eigentlich... ;-) )

Zitat:
Niemand steckt viel Geld in ein Filmprojekt, wenn abzusehen ist, dass die Einnahmen eventuell gerade mal (wenn überhaupt) die Produktionskosten decken. Würden sie es doch tun, wäre dies keine Krise des Kino oder der Filmbranche, sondern schon angekündigter Selbstmord.
Nu, das ist mir schon klar...(das Gegenteil habe ich auch nicht behaupten wollen.. :-* ;-) )

Zitat:
Von daher sind die Filme des MCU oder wie du sie nennst, "Stand Alones" sogar Kassenmagneten.
Nochmal nachlesen :P :
Zitat:
ob nun "MCU" oder "Stand Alones" (nenne ich einfach mal so) wie "Spider Man" oder "X-Men".
Habe also nicht die MCUs als "Stand Alones" bezeichnet, sondern Filme um"Spiderman (u.a. mit Toby McQuiere und Andrew Garfield..) und den X-Men - weil die eben noch nicht zum MCU gehörten... :D

Zitat:
Und was sie an Zitaten bei HERR DER RINGE "geplündert" haben, weiß ich nun nicht,
wie im KOmmentar erwähnt: der Endkampf "riecht schon sehr nach "HDR". Aber wenn du eh nur den ersten Teil davon kennst, konnt dir das selbstverständlich gar nicht auffalen.

Und was die DC-Movies betrifft - da bin fast noch weniger amused...Man merkt da schon den Konkurrenz-Willen. Und "Aquaman" fand zumindest ich eigentlich eher mäßig. (Ouh, da kriege evtl wieder einen ab.. :cry: )

Und was besagte "Plünderungen" angeht -konnten so etwas in den seltensten Fällen die Qualität auf ein höheres Level heben. Es gibt aber immer wieder die berühmte Ausnahme.. ;-)

Zitat:
Andere Filme, wie etwa "Dramas" werden da nicht unbedingt uninteressant, aber sie sprechen leider eine zu geringe Besucherzahl an und fristen deshalb ihr Dasein eher in kleinen Programmkinos. Manchmal ist allerdings da schon so ein Titel wie "DIE VERLEGERIN" reines Kassengift.

Wenn ein Drama sein "Dasein in kleinen Programmkinos fristen muss" sagt das ja auch etwas über die Mehrzahl der Kinobesucher aus - die einen solchen eben doch uninteressanter finden als einen lauten, actiongeladenen Blockbuster. Somit stimmt meine Einschätzung wieder.. ;-)
"Die Verlegerin" habe ich irgendwann auf DVD gesehen. Als Kassengift würde ich den gar nicht sehen - aber, gut, Sichtweisen....eben. Mir hat's gefallen, aber das ja auch nicht "auschlaggebend.."

Zitat:
Filme wie auch Kinos muss man schlicht auch wirtschaftlich betrachten und da muss eben die Kasse klingeln. Denn was nutzt mich ein wenig mehr Kultur (im Film), wenn ich davon in den Kinos wegen zu wenig Besuchern nicht mal die Heizkosten gegenfinanziert bekomme. Aber ich persönlich sehe das durchaus auch etwas positiv, schließlich soll so ein Kinobesuch in erster Linie unterhalten. Langweilen kann man sich hingegen schließlich auch bei dem bestehenden Fernsehprogramm.
Da bin ich ja ganz bei dir - und mein gesamter Kommentar sagt dieses eigentlich auch aus...(Vielleicht war ich auch zu kryptisch - aber eigentlich nicht... :P )

Auf alle Fälle weiterhin viel Spass beim Kintopp, gelle?? :D
Zitieren
#4 Des Romero 2019-09-20 21:38
Es gibt mindestens 5 MCU-Filme, die nicht in mein Regal wandern. Dieser gehört dazu. Aufgesetztes Drama, das mit Kindergartenhumor aufgelockert wird; Degradierung des Donnergottes zur Witzfigur (Hulk eingeschlossen). Und wenn man gar nicht mehr weiter weiß: Zeitmaschine! Die holt Tony Stark mal eben aus der Hosentasche.
"Infinity War" war schon grenzwertig, aber dieser Film toppt ihn spielend.
Wie großartig fand ich den ersten Teil! Wie genial war der erste Iron Man! Wie mitreißend Captain America 1 und Thor 1! Wegweisend auch Spider-Man 1-3 von Sam Raimi (ja, ich weiß, kein MCU. Ist mir aber schnuppe!) Grandios auch der "Hulk" von Ang Lee!
Und jetzt?
Untalentierte Autoren, selbstverliebte Produzenten und Regisseure, die vermutlich ihre Vision nicht umsetzen dürfen.
Da hilft auch nicht der Einwurf "Es ist ja nur eine Comic-Verfilmung". Diese Storyline hat mit dem "Infinity War" aus den Comics genauso viel gemeinsam wie die türkische mit der deutschen Sprache.
Ich habe genug davon! Was bin ich froh, dass ich mir nach vierzehn Jahren Kinoabstinenz den Film "Gut gegen Nordwind" angeschaut habe.
Sorry, dass ich aufgebracht wirke, aber "Endgame" holt in mir alles hervor, was bislang verschüttet war.
Und um es klarzustellen: Meine Kritik richtet sich nicht gegen jene, die den Film gut fanden. Ich gönne ihnen ein tolles Filmerlebnis. Fühlt Euch bitte nicht angegriffen. Das ist nur meine Meinung. Und Ihr habt Eure.
Zitieren
#5 Friedhelm 2019-09-20 21:48
Zitat:
Und um es klarzustellen: Meine Kritik richtet sich nicht gegen jene, die den Film gut fanden. Ich gönne ihnen ein tolles Filmerlebnis. Fühlt Euch bitte nicht angegriffen. Das ist nur meine Meinung. Und Ihr habt Eure.
Sage ich doch auch, Andreas Decker...., jedem seine eigene Meinung. Man muss nicht alles gut finden, nur weil es alle anderen tun. Aber, so wie ich das sehe, ist das hier im ZS kein großes Problem.. ;-) :-)
Zitieren
#6 Laurin 2019-09-21 06:42
@ Friedhelm:
Einigen wir uns darauf, das bei deinem ersten Post der eine oder andere Satz etwas (also ein ganz klein wenig) kryptisch rüber kam. :P
Aber ich wollte hier für die anderen (Mit-) Leser das ganze auch nochmal etwas allgemeiner aufdröseln. So zum reinen Verständnis, falls jemand doch mal auf dem Schlauch stehen sollte. ;-)

Bei DIE VERLEGERIN weiß ich übrigens nicht ob der gut oder schlecht war (also der Film an sich). Ich bezog mich da eher auf diese Art furztrockenen Filmtitel, der auf mich jedenfalls nicht unbedingt einladend wirkt. :-*

@ Des Romero:
Nee, kann deine Reaktion schon verstehen. Ging mir bei IRON-MAN 3 ja genauso, den sie meiner Meinung nach völlig in den Sand gesetzt hatten. Mich schüttelt das jetzt noch, was sie da aus dem "Mandarin" gemacht hatten. Eine Umsetzung näher an den Comics wäre mir jedenfalls auch lieber gewesen. ;-)
Zitieren
#7 Friedhelm 2019-09-21 14:04
Okay, Laurin, kann man so stehen lassen... :-)
Zitieren

Kommentar schreiben

Probehalber öffnen wir wieder den Gästezugang für Kommentare. Wir werden sehen, wie lang es dauert. Da diese nicht automatisch publiziert werden, kann es eine Weile dauern, bis diese freigeschaltet werden

Please notice: If you are not a registered user, your comments have to de moderated. It may be last some time till it appears ...

- Bitte nehmt Rücksicht auf andere und kommentiert zum Thema und bleibt sachlich...
- Rassistische und diskriminierende Kommentare werden nicht zugelassen
- Kommentare werden begutachtet und dann - unverändert - frei geschaltet.


- Nur noch Administratoren [SuperUsern] ist es gestattet Kommentare zu editieren - bitte den Zusatz mit einem geeigneten Wort wie "Edit" kennzeichnen - oder zu löschen

- Wer Kommentare entfernt haben möchte, wende sich bitte via Kontaktformular oder Mail an den Administrator. Dann wird darüber entschieden.

Sicherheitscode
Aktualisieren

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Indem Sie "Akzeptieren" anklicken ohne Ihre Einstellungen zu verändern, geben Sie uns Ihre Einwilligung, Cookies zu verwenden.