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Von der Zeit als gruseliges Ding - »The Diabolical«

The Diabolical - Das Böse ist Zeitlos (The Diabolical)Von der Zeit als gruseliges Ding
»The Diabolical«

Madison Heller lebt mit ihrem Sohn Jacob und der kleineren Tochter Haley in einem recht beschaulichen Haus in einer eher ruhigen, ja friedlichen Gegend. Nur mit eben diesem Frieden will es speziell im Haus der Hellers nicht wirklich so recht klappen. Denn wenn es plötzlich in einem Raum hell aufblitzt und ein leichtes Grollen dabei durch die Räume geht, werden sie von einem scheinbar nicht sehr netten Geist oder Dämon heimgesucht.

The Diabolical - Das Böse ist Zeitlos (The Diabolical)Und der taucht mitunter in reichlich erschreckender Form auf.

Um ihre Kinder und sich selbst vor diesem gefährlichen Geisterwesen zu schützen, ruft Madison sogar einige Wissenschaftler des Paranormalen zu Hilfe. Die nehmen sich auch mit Elan diesem Phänomen im Spukhaus der Hellers an. Doch die Freude bei Madison über die fachmännische wie schnelle Hilfe hält nicht wirklich lange an. Denn dem Geisterwesen gelingt es innerhalb kürzester Zeit, die Wissenschaftler samt ihren Geräten in Panik in die Flucht zu schlagen.

Da Madison auf eine Rückkehr ihrer nun völlig verängstigten Helfer nicht mehr bauen kann, muss sie sich wohl wieder selbst um den Schutz ihrer Familie kümmern. Da machen auch die Probleme ihres Sohnes in der Schule die bestehende Situation nicht einfacher. Denn Jacob gilt in der Junior High als verhaltensauffälliger Schüler, dem gerne wohl mal die Faust bei seinen Mitschülern ausrutscht. Und deshalb erscheint von Zeit zu Zeit auch die Schulpsychologin, um den ansonsten eigentlich pflegeleichten Jungen wieder auf Spur zu bringen. Das Jacob allerdings z.B. nur versucht, seine kleine Schwester Haley in der Schule vor anderen, eher rüpelhaften Mitschülern zu schützen, nimmt man ihm leider nicht wirklich ab. Schließlich wurde bei der letzten Auseinandersetzung einem Mitschüler das Nasenbein gebrochen.

Den einzigen Halt, den Madison in dieser Situation noch findet, ist der befreundete Wissenschaftler Nikolai, der nicht nur im Umgang mit Jacob ein recht glückliches Händchen zeigt, sondern auch gerne im weiteren Leben der hübschen Madison und ihren Kindern eine größere Rolle spielen würde. Doch um genau diese aufkeimende Beziehung mit Nikolai nicht zu gefährden, verschweigt ihm Madison die ständigen Attacken des Geisterwesen auf ihre Familie. Schließlich hegt sie auch tiefere Gefühle für ihn und möchte in seinen Augen nicht als völlig durchgeknallte Person erscheinen, die an Geister und Dämonen glaubt.

Doch eines Nachts schlägt diese Kreatur wieder zu. Dabei schweben nicht nur diverse Dinge wie von Geisterhand gefährlich durch das Haus, sondern dieses scheinbar höllische Wesen hat es offensichtlich nun direkt auf die Kinder von Madison abgesehen.

The Diabolical - Das Böse ist Zeitlos (The Diabolical)Der bleibt nichts anderes übrig, als Nikolei anzurufen und für sich und die Kinder um ein schnelles Asyl in dessen Heim zu bitten. Der willigt auch ein, ohne lange nach den Gründen zu fragen. Doch die Flucht scheitert sofort, als die Kinder das Haus verlassen. Denn sofort scheint sie eine körperlich allergische Reaktion zu überkommen und zu Boden zu strecken. Auch ein später hinzugerufener Arzt kann ihr nur den Rat geben, das Haus mit den Kindern zunächst nicht zu verlassen.

Damit hat Madison allerdings wieder ein neues Problem, denn ein gewisser Austin versucht die junge Mutter samt den Kindern aus dem Haus zu schaffen, weil ein Forschungsunternehmen, für das er tätig ist, sich gerne auf diesem Grundstück erweitern würde. Hierzu machte er Madison zuerst ein sehr gutes Angebot, doch jetzt droht er der jungen Mutter sogar, da diese auch in beträchtlichen finanziellen Schwierigkeiten steckt. Dieser Austin hätte es allerdings unterlassen sollen, eines Tages in das Haus von Madison einzudringen, denn dieser gefährliche Geist macht in seiner rasenden Wut bei ihm keine halben Sachen.

Auch Nikolai kommt eines Abends bei Madison und den Kindern vorbei und hört gerade noch ihre panischen Schreie, weshalb auch er ihr zu Hilfe eilt. Die befinden sich gerade auf der Flucht vor dem Geist, der immer wieder verschwinden kann, um plötzlich an anderer Stelle wieder aufzutauchen.

Doch bei der Auseinandersetzung mit diesem Geist fällt Madison plötzlich so einiges auf. Denn man kann den Geist sogar verletzen und er trägt ein Hemd, auf dem das Logo des besagten Forschungsunternehmen samt einer Nummer sichtbar ist, welche unbedingt das Grundstück der Familie Heller einkassieren möchte.

Und dann stellt Madison in einer Ruhepause anhand eines älteren Fotos fest, das auch Nikolai einmal für dieses Unternehmen gearbeitet hatte, und der zeigte sich bei der Auseinandersetzung mit dem angeblichen Geist auch nicht gerade übermäßig geschockt. Als sie ihn dazu zwingt, ihm Rede und Antwort zu stehen, klärt der sie darüber auf, das die Forschungsfirma an Versuchen arbeitete,  Menschen direkt durch die Zeit teleportieren zu können. Doch dann holt dieses von unbändiger Wut getreibene Wesen zum finalen Schlag aus und zeigt hierbei auch seltsame Reaktionen, die direkt in Verbindung zu Madisons Sohn Jacob stehen. Und dann wird Madison plötzlich schwer verletzt.

The Diabolical - Das Böse ist Zeitlos (The Diabolical)Von Hounted House direkt in die Science Fiction:
Nun ist es nicht unbedingt eine Seltenheit, das diverse Gruselfilme in einem Genre nicht wirklich zielsicher festzumachen sind. Nehmen wir hier nur einmal die Verfilmungen zum Monster von Frankenstein, nach der literarischen Vorlage von Mary Wollstonecraft Shelley, geborene Mary Godwin. Zu der Zeit, als die damals junge Autorin ihren Roman FRANKENSTEIN ODER DER MODERNE PROMETHEUS schrieb, galt diese Geschichte später nach ihrer Veröffentlichung unverrückbar als Teil der romantischen Schauerliteratur (Gothic Novel). Also das, was wir heute auch unter Horror, oder eher noch als Gruselgeschichte definieren würden. Doch die Thematik von FRANKENSTEIN besitzt durchaus einige nicht wegzuwischende Elemente, die manche Literaten und auch Leser heute das Buch lieber sogar der Science Fiction zuordnen würden. Dies hat natürlich, was die Diskussion über eine klare Zuordnung zu einem Genre betrifft, auch Auswirkungen auf die diversen Verfilmungen. Nun gehöre ich allerdings eher zu den Lesern, die nicht nachträglich ein Werk der Weltliteratur nun unbedingt in ein Genre verpflanzen wollen, welches es so damals noch nicht gab. Im Grunde betrachtet, sollte es hier also jeder für sich so halten, wie er es eher persönlich empfindet, ohne hier nun aber einen unumstößlichen Glaubenssatz daraus konstruieren zu wollen.

Aber auch die eindeutigen Science Fiction Filme hinsichtlich ALIEN  (erster Film der Reihe 1979) weisen durchaus konsequente Elemente des Horror auf, so das diese Filme eigentlich beiden Genre (Science Fiction und Horror) zugeordnet werden können. Hier scheint also eine klare Zuordnung in nur ein Genre schlicht nicht möglich zu sein.  Und selbst das literarische Universum seitens H.P. Lovecraft um die "großen Alten", welches den modernen Horror entscheident mitgeprägt hat, weist durchaus gewisse Elemente der Science Fiction auf. Denn schon diese "großen Alten" entstammen den Tiefen des Universums und nicht einem christlich geprägten, höllischen Zwischenreich ewiger Finsternis und Grauen (Himmel-Erde-Hölle).

The Diabolical - Das Böse ist Zeitlos (The Diabolical)Regisseur Alistair Legrand hält es hier mit seinem filmischen Debüt THE DIABOLICAL recht ähnlich, wobei der Film an sich wie ein typischer Haunted-House-Film beginnt und diesen Eindruck auch über eine längere Strecke ziemlich offensiv beibehält. Erst wenn es in Richtung Finale geht, vollzieht er hier einen drastischen Schwenk in Richtung Science Fiction, indem er nun das Übernatürliche quasi mit einem utopischen Element in einem Handstreich über den Haufen wirft, um in einer durchaus überraschenden Wendung eine mögliche, zukünftige Technik der Zeitteleportation/Zeitreise einzubauen. Diese grundsätzliche Idee ist auch nicht unbedingt schlecht gewählt, wirft aber innerhalb der Handlung dann leider eher mehr Fragen auf, statt am Ende wirklich ein rundes Bild zu ergeben.

Da wäre z.B. die besagte Forschungseinrichtung, bei der sich hier die Frage stellt, wie es ihr nicht nur in der Zukunft gelungen ist, diese körperlichen Zeitreisen zu ermöglichen, sondern und gerade auch die Frage, wie der frühere Stand der Forschung in dieser Richtung ablief, als Nikolai noch in diesem besagten Unternehmen tätig war. Gerade zu letzterem erhält man durch Nikolai nur eher vage Aussagen, das diese Zeitteleportationen eventuell noch mindestens 40 oder 50 Jahre an intensiver Forschung benötigen würden. Ganz zu schweigen davon, das man wohl schon früher auch nicht gerade in diesem Forschungsunternehmen sehr human mit den zur Verfügung stehenden Testpersonen umgesprungen sein muss, wie Nikolai es hier eher etwas für den Zuschauer vernebelt in den Raum stellt. Denn laut seiner Aussage soll er aus solchen Gründen wohl seine damalige Mitarbeit an dem Projekt aufgekündigt haben.

Weitere Fragen wirft aber auch dieses Geistwesen selbst auf, welches sich als einen durch Wut getriebenen Zeitreisenden darstellt. Denn unschwer ist im finalen Bereich des Film eine direkte Verbindung zu Madisons Sohn Jacob zu erkennen, die darauf schließen lässt, das es sich hier um die ältere Version seitens Jacob handelt. Nur bleibt hier die Frage unbeantwortet im Raum stehen, warum die pure Wut bei ihm die absolute Oberhand in seinen Handlungen gewonnen hat (hier lässt etwas die Comic-Figur des Hulk grüßen ohne grün zu werden) und weshalb er nun gerade seine eigene Familie samt seinem wesentlich jüngeren Ich angreift.

The Diabolical - Das Böse ist Zeitlos (The Diabolical)Auch schauspielerisch läuft nicht alles wirklich immer rund, sprich für den Zuschauer glaubwürdig ab. Da hilft es dann leider auch nicht viel, wenn man die Schauspielerin Ali Larter recht positiv mit der Rolle der jungen Mutter Madison Heller besetzt. Larter kennt sich ja im phantastischen Genre, sprich besonders in Sachen Horror, durchaus gut aus. Blieb sie doch durchaus bei mir in recht guter wie positiver Erinnerung durch Filme wie HAUNTED HILL (1999), FINAL DESTINATION und FINAL DESTINATION 2 (2000 - 2003) sowie in einigen Filmen der Reihe RESIDENT EVIL (2007 - 2010 - 2016).

Man muss hier also wieder einmal anmerken, das auch eine gute Besetzung einen Film noch nicht gleich zu einem runden Erlebnis  macht, wenn es in Sachen Regie und Drehbuch mitunter hapert. Denn auch beim Drehbuch zu THE DIABOLICAL hat Alistair Legrand neben Luke Harvis seine Finger mit im Spiel gehabt.  Auch glaubt man bei diesem Film mitunter, das man es hier mit einem 80er Jahre Werk zu tun haben könnte, da man durchaus leichte Parallelen etwa zu Filmen wie A NIGHTMARE ON ELMSTREET (Filmreihe ab 1984) feststellen kann. Gerade die direkte Auseinandersetzung mit dem angeblichen Geisterwesen erinnert doch recht nett an die Szenen, in der Nancy versucht Freddy Krüger zur Strecke zu bringen. Nun muss man hier sagen, dass das Flair eines 80er Jahre Horrorfilms nicht unbedingt verkehrt oder gar schlecht sein muss, wenn es denn richtig gemacht wird. Doch leider hapert es auch an dieser Front ziemlich, weshalb der Vergleich mit einem 80er Jahre Horrorfilm hier nun nicht unbedingt einem positiv zu sehendem Vergleich entspricht.

Wenn auch die Idee mit der durchaus überraschenden Wendung nicht unbedingt als Fehler zu betrachten ist, so wirkt diese Überraschung für den Zuschauer allerdings in dieser speziellen Form der Umsetzung auch eher negativ, da der plötzliche Sprung im finalen Bereich vom Horror hin zur Science Fiction eher mit dem Holzhammer eingearbeitet erscheint, gerade so, als hätte man sich plötzlich bei den Dreharbeiten noch kurzfristig umorientiert. Das hätte mit einigen Andeutungen im Vorfeld für einen flüssigen Wechsel innerhalb der Genre durchaus nachvollziebarer gestaltet werden können, ohne die überraschende Wendung nun extrem zu schmälern.

Der Großteil des Film, der eher in Richtung Haunted House ablief, konnte man als solide Form betrachten, auch wenn ich hier nicht gegenüber anderen Filmkritiken die Maske hinsichtlich des Geisterwesens immer als durchweg gelungen betrachten kann. Im Grunde will Alistair Legrand in seinem filmischen Debüt etwas zu viel und weiß aber leider hier noch nicht, wie er das alles wirklich sauber und nachvollziehbar an den Betrachter bringen will. Zudem wird, was das Genre angeht, der Zuschauer schlicht über einen langen Zeitraum hinweg auf eine klare Spukgeschichte eingeschworen, was auch durch das Cover, dem original Filmplakat und der überwiegenden Handlung eigentlich sogar klar gestützt wird. Das der Zuschauer im Finale plötzlich einen Science Fiction Film vor sich hat, mit dem er absolut über lange Zeit nicht rechnen konnte, lässt ihn durch den harten Wechsel des Genre allerdings auch eher in einer gewissen Ratlosigkeit statt positiver Überraschung zurück.

The Diabolical - Das Böse ist Zeitlos (The Diabolical)Meine Filmkritik:
Mit etwas Abstand betrachtet, kann der Film THE DIABOLICAL den Betrachter durchaus 87 Minuten (BD-Version) unterhalten, man sollte sich hier allerdings nicht wirklich die Mühe machen, die Handlung spätestens ab dem finalen Bereich auf eine gewisse innere Logik hin abzuklopfen. Man fährt hier wesentlich besser, wenn man das mitdenken durch den Konsum von reichlich Popcorn ersetzt und einfach den Wechsel im Genre als gegeben hinnimmt.

Da gibt es nämlich durchaus auch weitaus schlimmere Ergüsse im  Bereich des phantastischen Films, bei denen es sich sicherlich mehr lohnt, sich als Zuschauer aus Verzweiflung die gesamte Körperbehaarung auszureißen. An den schauspielerischen Leistungen der Darstellerinnen und Darsteller gibt es in THE DIABOLICAL z.B. nur recht wenig zu kritisieren, da alle durchaus ihr Handwerk verstehen und nicht durch ein eher gelangweiltes Spiel auffällig werden.

Bei der Maske, gerade was dieses Geisterwesen betrifft, welches sich im Finale als der ältere, zeitreisende Jacob entpuppt, mag ich allerdings an dieser Stelle mit meinem Lob doch eher geizen.  Zu einer gruselige Stimmung (die der Film durchaus bedienen wollte), konnten diese optischen Effekte jedenfalls bei mir persönlich nicht wirklich beitragen. So empfand ich die eine oder andere Darstellung des Wesens zu Beginn als recht nett, im weiteren Verlauf jedoch eher als schlicht bis einfallslos. Dafür fand ich die Lichteffekte und die Darstellung von frei im Raum schwebenden Untensilien wiederum recht ansprechend, die das erscheinen des Wesens einleiteten.

Ich mache es in diesem Punkt auch recht kurz, wenn ich hier bereits verrate, das ich dem Film THE DIABOLICAL noch mit drei von insgesamt möglichen fünf Punkten, und damit über dem Durchschnitt bewerte. Denn man kann dem Regisseur und Drehbuchautor Alistair Legrand hier nun wirklich nicht absprechen, zumindest versucht zu haben, seinen Zuschauern eine recht spannende und gruselige Story mit einer überraschenden Wendung am Ende zu liefern. Und da es sich hier ja um sein filmisches Debüt als Regisseur und Drehbuchautor handelt, kommt dann auch so etwas wie eine Art Welpenschutz hinzu, auf den er sich allerdings in der Zukunft nicht wirklich ausruhen sollte.

Rundum bietet der Film THE DIABOLICAL also eine nette Unterhaltung mit durchaus einigen spannenden Momenten und einer gerne gesehenen Hauptdarstellerin, die optisch mein angestrengtes Auge (zumindest gegen Ende des Films) auch etwas über das wirre Durcheinander des Finale hinwegtrösten konnte. Dabei verdient der Film aus dem Jahre 2015 selbst wohl auch nicht unbedingt eine unbedingte Empfelung zum reinsehen, aber wenn man hier zugreift, ist es zumindest positiv gesehen auch nicht der totale Weltuntergang in Sachen Science Fiction und Horrorfilme.

The Diabolical - Das Böse ist Zeitlos (The Diabolical)The Diabolical - Das Böse ist Zeitlos
(The Diabolical)
mit Ali Larter, Chloe Perrin, Max Rose, Arjun Gupta, Merrin Dungey, Patrick Fischler, Mark Steger, Kurt Carley, Joe Egender, Laura Margolis, Wilmer Calderon, McCarrie McCausland u.a.
Regie: Alistair Legrand
Drehbuch: Alistair Legrand, Luke Harvis
Produktion: Ross M. Dinerstein
Musik: Ian Hultquist
Genre: Horror/Science Fiction
Laufzeit: 87 Minuten (BD)
DVD/FSK: 16 Jahre
Vertrieb: Splendid Film/WVG
USA 2015

Kommentare  

#1 Friedhelm 2019-08-25 16:36
Naja, habe ich auch vor einiger Zeit gesehen. Der Film hat durchaus ein paar gute Momente, aber der merkwürdige Twist zum Ende hin - vom Geisterhorror zur Zeitreise-S.F, - war mir irgendwie zuviel. Sah aus, , als hätte Legrand sich da im letzten Moment für eine andere Richtung entschieden. Mit dem Shelly-Vergleich hast du schon recht - ihr "Frankenstein-Roman" bedient ja tatsächlich zwei Genres - wenn auch vielleicht ungewollt. Hier finde ich allerdings, sieht das etwas bemüht aus..

..wobei ich nicht ausschliessen kann, dass man mein Urteil mal wieder einem zu intensvien Weinkonsum (und auch noch zu später Stund..)
zuschreiben muss/kann. Gelegentlich kannes vorkommen, dass ich beim Sichten irgendwelcher Genremovies nicht mehr ganz nüchtern bin. :-* ;-)
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#2 Laurin 2019-08-26 16:44
Shally konnte die SF ja auch nicht auf dem Schirm haben. Dieses Genre gab es damals ja noch nicht. Im Prinzip nahm sie damals Elemente in ihrem Roman FRANKENSTEIN auf, die sie fasziniert hatten. Zum Beispiel, das man mittels Strom einen toten Frosch dazu bringen kann, sich wieder zu bewegen, was am Ende allerdings nur Muskelkontraktionen durch die Stromstöße waren. Aber was soll es, eine gute Autorin (oder Autor) zeichnet es schließlich aus, etwas interessantes aufzugreifen und den Faden mit viel Fantasie weiter zu spinnen. ;-)

Der Twist am Ende von THE DIABOLICAL war da allerdings nicht nur dir zu viel. Der Bruch im Genre kam schlicht zu extrem und nicht wirklich an der passenden Stelle.

Und einen lecker Wein musst du genießen anstatt dir damit die Filme schön zu trinken. :-* :lol:
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#3 Friedhelm 2019-08-26 18:08
Den Genrebegriff ansich gab es so noch nicht, stimmt - aber Vertreter wie Jules Verne bereits schon.. Klar hat der da eine andere Richtung bedient - aber es war eben...Science Fiction. Im übrigen fasziniert mich Shelleys Roman heute immer noch...

Und wie bereits erwähnt -mir "Diabolical" bin ich irgendwie nicht warm geworden. Was den Wein betrifft - den geniesse ich durchaus - nur eben vielleicht manchmal - und zu unpassender Gelegenheit - etwas zuviel davon... :P :-*
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#4 Laurin 2019-08-26 18:38
Mal ehrlich gesagt, Friedhelm, so wirklich warm wurde ich mit THE DIABOLICAL nun auch nicht. Aber mit der Schauspielerin Ali Larter, was aber wohl kein Wunder ist. Die könnte bei mir auch eine Kochsendung spannend machen. :-*
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